Zur Geschichte 352

Lest die wahren Bezness-Geschichten auf unserer Webseite und diskutiert in dieser Rubrik darüber mit den betroffenen Frauen. Hier bitte nur über die veröffentlichten Geschichten schreiben und bitte nur ein Thema zu jeder Geschichte eröffnen!

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Zur Geschichte 352

Beitragvon Evelyne » 27.08.2018, 13:32

Rosi erzählt uns ihre Geschichte, die von außen und mit Abstand betrachtet, geradezu nach eindeutigem, allzu plumpem „Bezness“ schreit. Aus heutiger Sicht ist sich Roswitha dessen schmerzlich bewusst, damals war sie im „Bezness-Netz“ gefangen. Aus Liebe hat sie alles über sich ergehen lassen ..
Lieben Gruß
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Re: Zur Geschichte 352

Beitragvon Nilka » 27.08.2018, 14:16

Es tut weh zu lesen, dass die Frauen immer wieder auf Beznesser rein fallen.

Es tut mir leid für dich , Rosi, dass du nach der Beendigung deiner unglücklichen Ehe
diesem Bezzie auf den Leim gegangen bist und diesen zweifelhaften "Fang" geeheligt hast :(

Ich wünsche dir, dass du diesen Reinfall gut verarbeiten kannst und dich nie wieder täuschen lässt.
LG ♥ Nilka
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Re: Zur Geschichte 352

Beitragvon karima66 » 27.08.2018, 15:33

Ganz klassische Geschichte und natürlich tut es einen doppelt leid wenn jemand der vorher schon so schlimme Erfahrungen machen müsste dann nochmal sowas erlebt.
Trotzdem stellt sich mir immer wieder die Frage wenn ich das lese warum manche Frauen so bedenkenlos finanziell unterstützen.
Man weiß, dass jede Geschichte schief gehen kann und so hätte ich niemals auf den lebenslangen Unterhalt aus Österreich verzichtet, nie, so groß hätte meine Liebe nie sein können.
Vorher in Tunesien zu zahlen kann ich nich teilweise verstehen wenn man die Kultur dort nicht so kennt und sieht was dort verdient wird.
Aber dann hier nach der Heirat hätte ich nach allem was schon passiert ist und vor allem wenn ich schon auf diesen Unterhalt verzichtet hätte niemals ihm ein Geschäft finanziert.
Wieso gibts jetzt nur diese geringe Rente, wenn beide Geschäfte funktionieren dann ist doch mehr Einkommen vorhanden oder ist der Teeladen vorbei?
Ich bin der Meinung nachehelichen Unterhalt gibt es nur noch für Kinder, für Erwachsene nicht mehr.
Es hätte doch dann ein Geschäft für Beide gereicht, warum braucht er ein Eigenes.......
Ich hätte es auch nicht akzeptiert die Familie nicht zu kennen.

Ja, tragisch.....alles Gute!
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Re: Zur Geschichte 352

Beitragvon Maghrebi » 27.08.2018, 22:35

Richtig bitter, das lesen zu müssen...

Bei allem Respekt muss ich aber auch nachfragen, warum diese Typen es immer wieder schaffen,
einer gestandenen, erfolgreichen Frau Geld aus den Rippen zu leiern? Viel Geld...

Und die Frage stellt sich auch mir, was mit den beiden Geschäften nun ist? Gehören Sie Ihm allein?

Nun ja, Kopf hoch und alles Gute!
„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit.“
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Re: Zur Geschichte 352

Beitragvon gadi » 28.08.2018, 08:32

Ich glaube, was sich für uns "unglaublich und eindeutig" liest, vor allem wegen des wirklich eher untypischem, so gar nicht subtilem Bezness und auch bzgl. des vielen Geldes, was sie an ihn verschleudert hat, ist Rosi vor allem auch wegen den schlechten Erfahrungen in ihrer vorangegangenen Ehe passiert.
Nach so einer "Ehe-Hölle" hat sie dann anfangs das - scheinbar - Gegenteilige erlebt. Ein freundlicher, fürsorglicher Mann, Humor, Romantik. Den Himmel auf Erden. Wenn sich dann langsam Bedenken einschleichen, werden diese verdrängt und immer weiter gehofft, dass es besser wird. Dass es einfach nicht sein darf, dass man schon wieder daneben gegriffen hat.
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Re: Zur Geschichte 352

Beitragvon karima66 » 30.08.2018, 14:21

Lese erst heute deine Antwort, gadi, ja da ist was dran und jeder geht natürlich anders mit solchen Erlebnissen um, ich hab auch mehrmals daneben gegriffen wie du es nennst, da hängt mir auch manches noch nach....und jedes Mal denkt man wie kann das sein, war doch anfangs so klasse......Verletzungen bleiben und hoffen beim nächsten Mann wirds besser, klar, aber doch nur bis zu einem bestimmten Punkt .........aber auch da liegt bei jedem wohl die Latte unterschiedlich hoch.
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Re: Zur Geschichte 352

Beitragvon Julija » 30.08.2018, 16:18

Ich denke, das Problem ist, dass die Hemmschwelle für eine gewisse Zeit (bis der Leidensdruck eben nicht mehr auszuhalten ist) sinkt.

Zum Glück haben viele Betroffene nach ihren Erkenntnissen dann irgendwann die Kraft sich zu lösen. Dabei ist diese Homepage bestimmt auch eine Hilfe, wenn sie genutzt werden kann.

Ganz abstrakt verstehe ich das aber:
Mit Person 1 wurde es sehr schlimm, obwohl der Anfang gut war.
Ich gebe Person 2 die Chance, denn er muss ja nicht wie Person 1 sein.
Mit Person 2 wurde es mind. genauso schlimm. Das kann doch nicht wahr sein. Jetzt habe ich schon zwei schlimme Erfahrungen gemacht. Jetzt muss es aber mit Person 3 klappen.

Analag auf die Personen kann das auch auf bestimmte Erfahrungen abgeleitet werden:
Jetzt ist das Schlimmste passiert, jetzt kann es nur noch besser werden.
Person 1/2/3 hat erkannt, dass ich ihr/ihm vergebe. Das muss doch Vertrauen wecken, ich vertraue ja auch.
[weitere Enttäuschungen, Erniedrigungen, Verletzungen später] Aber jetzt ist wirklich alles passiert, was passiert sein kann, jetzt muss es doch endlich gut werden. Und so weiter.

"Vergeben und Vergessen", ein Sprichwort welches ich noch aus meiner Kindheit kenne, ist absolut überholt.
Denn die Gesellschaft ist in Teilen so verändert, dass der Gutglaube eher bestraft wird als dass man mit ihm glücklich werden könnte. Allerdings passen die Situation und das Erlernte gerade bei konfliktnahen Beziehungen häufig nicht zusammen, weshalb es dann zu dieser Art der Ausnutzung kommt, die wir hier sehen.
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Re: Zur Geschichte 352

Beitragvon karima66 » 30.08.2018, 17:10

Das sehe ich etwas anders, Julija, es gibt Menschen die so denken und handeln wie du schriebst, ja, aber es geht auch anders wenn man sich selbst genug wert schätzt, ich denke das ist der springende Punkt.
Nur weil es dreimal nicht klappte muss ein viertes Mal nicht besser werden......schon gar nicht wenn man sein Verhaltensmuster nicht ändert und aus 1-3 nicht lernt und bei manchem sensibler, hellhöriger wird.
Vergeben ja, aber nicht vergessen, deshalb muss man aber auch nicht misstrauisch werden und kann anfangs durchaus gutgläubig und offen auf ein Neues zugehen, aber eben wachsam bleiben und das Bauchgefühl nicht ausschalten.
Mit jeder weiteren Beziehung sollte man dann schon ein paar Punkte/Kriterien haben die man ausschließt, was man nicht mehr möchte und da dann auch konsequent bleiben.
Kann ja nur von mir ausgehen, erst der 6. ist der Richtige, bis dahin hat es viel Kraft gekostet, auch finanzielle Belastungen allerdings keine Verluste in dem Sinne, Verletzungen, Schmerzen, auch aus dem Umfeld Unverständnis und Gerede und das waren die Beziehungen, die kleinen Versuche (unter 3 Monate) zwischendurch nicht mitgerechnet, auch da aber Unschönes erlebt.
Wäre ich bei 3 oder 4 hängen geblieben aus oben geschriebenen Gründen dann wäre mir das was ich jetzt erlebe und lebe verborgen geblieben, zum Glück nicht.
Will damit nur Mut machen nicht in halbguten oder schlechten Beziehungen stecken zu bleiben bis hin zum schlimmsten.
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Re: Zur Geschichte 352

Beitragvon Julija » 30.08.2018, 18:15

Liebe Karima,

natürlich geht es auch anders. Den meisten Frauen und Männern geht es anders. Sonst gäbe es ja kaum noch "normale" Beziehungen, Ehen, Familien.

Ich habe mich nur auf die Frage bezogen, warum es Menschen gibt, die sich eben nicht so schnell im Klaren sind und dementsprechend handeln, wie andere es tun würden. Und an und für diese Menschen waren meine Gedanken gerichtet, als Hilfe zur Reflektion.

Wie du darauf kommst, dass meiner Aussage nach alle immer in ihren Verhaltensmustern bleiben, erschließt sich mir nicht. Hoffe aber, ich konnte das Missverständnis aufklären.
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Re: Zur Geschichte 352

Beitragvon Ariadne » 30.08.2018, 20:07

Julija hat geschrieben:Liebe Karima,

natürlich geht es auch anders. Den meisten Frauen und Männern geht es anders. Sonst gäbe es ja kaum noch "normale" Beziehungen, Ehen, Familien.

Ich habe mich nur auf die Frage bezogen, warum es Menschen gibt, die sich eben nicht so schnell im Klaren sind und dementsprechend handeln, wie andere es tun würden. Und an und für diese Menschen waren meine Gedanken gerichtet, als Hilfe zur Reflektion.

Wie du darauf kommst, dass meiner Aussage nach alle immer in ihren Verhaltensmustern bleiben, erschließt sich mir nicht. Hoffe aber, ich konnte das Missverständnis aufklären.

Ich glaube, dass nach einer missglückten Partnerschaft einen das Gefühl dazu animiert, es nochmal zu versuchen, denn man denkt, man verdiene auch etwas Glück. Es ging mir auch so. Allerdings ist bei mir das Mißtrauen sehr groß gewesen, ich merkte jede kleine Unstimmigkeit. Man macht aber weiter, weil man denkt, dass man zu misstrauisch ist und alles in der Wirklichkeit nicht so ist. Aber wenn man gravierende Unstimmigkeiten entdeckt, wie z.B. bei Rosi der Fall mit der Visalüge war, muss man dabei bleiben, die Sache nüchtern betrachten und verfolgen. Ich hätte ihm das nicht durchgehen lassen. Auf keinen Fall. Aber die Gutgläubigkeit muss man oft teuer bezahlen.

Es tut mir leid für dich, Rosi. Ich wünsche dir viel Kraft und viel Glück, damit du diesen Lügner bald loswirst.

Liebe Grüße
Ariadne
Die Liebe ist so unproblematisch wie ein Fahrzeug. Problematisch sind nur die Lenker, die Fahrgäste und die Straße.
Franz Kafka
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