Wo fängt Bezness an und wo hört es auf?

Worauf sollte ich achten?

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Re: Wo fängt Bezness an und wo hört es auf?

Beitragvon Nilopa » 19.03.2014, 13:00

Für mich ist Bezness, wenn ein Mann mehrere Frauen hat und von denen regelmäßig Geld bekommt, Forderungen stellt und diese erfüllt wrden.

...und ist es für Dich dann schon Bezness, wenn ein Mann mehrere Frauen hat und diese regelmäßig fragt,
ob sie ihm was mitbringen, diese Wünsche aber nur unregelmäßig erfüllt werden? :roll:
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Re: Wo fängt Bezness an und wo hört es auf?

Beitragvon Pamela » 19.03.2014, 13:02

Jakobs_Weg hat geschrieben:Ein bedeutender Denkfehler von Betroffenen ist, dass sie nach westlichen Maßstäben messen.

Daher sei es angeraten, sich ausgiebig mit der Lebensweise, den Traditionen, etc. des Landes, aus dem das Schätzchen kommt, vertraut zu machen, was dort üblich bzw. unmöglich ist.

Was in DE für die Frau als emanzipiert gilt, kann in "seiner" Heimat unmöglich sein.

Richtig Jakobsweg.

In der westlichen Welt gelten Beziehungen auf Augenhöhe als erstrebenswert. Jeder trägt in gleichen Teilen zum Leben bei. Familie und Gesellschaft mischen sich in aller Regel nicht in Paarbeziehungen ein.

In anderen Teilen dieser Welt ist diese Form, trotz Hollywood Romantik und darausresultierender Süßholzraspelei, gänzlich unbekannt. Ein Mann ist kein Mann wenn seine Frau die Miete bezahlt oder das Auto fährt. Von gezieltem Bezness mal abgesehen, daran scheitern viele binationale Beziehungen.
Von Männern aus arabischen / afrikanischen etc. Kulturkreisen erwartet die eigene Gesellschaft dass sie für Frau und Kinder sorgen.
Da prallen Welten aufeinander.
Gruß
Pamela
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Re: Wo fängt Bezness an und wo hört es auf?

Beitragvon Desert Dancer » 19.03.2014, 13:29

Hallo,

ich finde es immer wieder erschreckend was ich so lese und ich habe echt Angst, dass ich auch "Opfer" bin....
Letztes Jahr habe ich in Marsa Alam in der Coraya-Bay W kennen gelernt.
Er arbeitet an der Pool-Bar eines Hotels. (Ja, ja, ja, ja, ja...ich weiß! Ihr müsst dazu nichts sagen.)
Sein Aussehen ist normal, er ist schlank, nicht besonders groß und (natürlich) charmant.


Ellie, in Deinem anderen Thema hast Du geschrieben, dass Du Angst hast, dass Du auch ein Opfer bist.

Und jetzt schreibst Du hier, dass bei Dir alles anders und in bester Ordnung ist. Dann ist Deine Angst jetzt weg??

Ich glaube nicht... und es schadet sicher nicht, wenn Du auf Dein Bauchgefühl hörst, sobald Du Dir nicht mehr sicher bist. Die meisten Geschichten haben angefangen wie Deine. Du solltest Dir nicht nur die wenigen Extrem-Beispiele raussuchen, wo jemand gleich tausende von Euro geschickt hat, oder nach einem Urlaub geheiratet...
Ehemaliges CIB-Vereinsmitglied

Good thoughts, good words, good deeds...
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Re: Wo fängt Bezness an und wo hört es auf?

Beitragvon clarag » 19.03.2014, 13:47

Elli, vielleicht solltest Du noch mal in Dich gehen:

Natürlich würde ich mir hier in Deutschland keinen Bettler von der Straße pflücken, aber es macht mir auch nichts aus, wenn der Mann arbeitslos ist oder einen schlecht bezahlten Beruf hat.
Den Fall hatte ich auch schon. Und weiter?
Wir modernen Frauen wollen doch alle so emanzipiert sein...


Ich will weder selber gepflückt werden noch jemandan pflücken. Ich finde diese Ausdrucksweise sehr eigenartig. Das nur am Rande.

Und ich wollte noch nie emanzipiert sein, sondern nur eine Partnerschaft auf Augenhöhe führen.

Wenn ein Partner den anderen in einer schweren Situation auch finanziell unterstützt, dann hat das doch mit Bezness nichts zu tun, sondern mit einer Partnerschaft. Dann mache ich das, weil ich weiß, mein Partner würde im umgekehrten Fall das gleich machen.

Ich denke, Du weißt genau, um was es hier geht. Und das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
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Re: Wo fängt Bezness an und wo hört es auf?

Beitragvon Geena » 19.03.2014, 14:07

Liebe Ellie,

Scheuklappen hat immer derjenige auf, der die Wahrheit nicht sehen kann oder möchte.

Es geht doch nicht um ein paar Geschenke oder meinetwegen auch finanzielle Zuwendungen. Es geht darum, dass es einfach von dir erwartet wird und zu keinem Zeitpunkt wahre Gefühle oder gar eine gemeinsame Zukunftsplanung das Ziel ist. Die Gefühle von verliebten Frauen werden ausgenutzt, um materielle und/oder
finanzielle Bedürfnisse zu befriedigen.
So einfach ist das. Viele Frauen haben das hier so erlebt und geben - zum Glück - ihre schlimmen Erfahrungen hier als Warnungen weiter. Das ist weder Bösartigkeit noch Hysterie, sondern es sollen einfach so viele Frauen wie möglich gewarnt werden.

Aber du bist ja zum Glück nicht betroffen :wink: , dein Poolboy ist sicher ganz anders.

MFG
Geena
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Re: Wo fängt Bezness an und wo hört es auf?

Beitragvon Ellie » 19.03.2014, 14:07

Karlotta, bin ich dann auch eine Beznesserin, wenn ich seine Geschenke annehme?

Desert Dancer, Angst ist das falsche Wort. Aber durch dieses Forum hier vielleicht eher "vorsichtig".
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Re: Wo fängt Bezness an und wo hört es auf?

Beitragvon Levent » 19.03.2014, 14:21

Hallo Ellie,

ein Alkoholiker wird Dir auch nicht sagen können wann der Genuß aufgehört hat, und die Alkoholsucht angefangen hat, das sind fließende Übergänge.

Und genauso ist es bei Bezness, aber es gibt wie beim Alkohol auch Tendenzen. Hier wird Dir keiner sagen ab dem 10.Geschenk und 50 € im Monat ist es Bezness, und davor sind es europäische Nettigkeiten.

Auch die Bezness-Kultur hat sich leider weiter entwickelt, da wird keiner plump und dreist gleich hohe Forderungen stellen, das fängt bei Mitbringsel und Essen bezahlen an, und endet im finanziellen Ruin. Und die von Dir geschilderte europäische Denkweise kommt ihm da entgegen, er muß nur empfangen und vorerst abwarten. Und selber Geschenke zu verschicken gehört auch zum Konzept.

Bringe doch einfach mal die nächsten zwölf Monate keine Mitbringsel/Geschenke mehr mit, und bezahle auch nichts mehr. Da wird schon eine Gegenreaktion kommen.
Levent
 
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Re: Wo fängt Bezness an und wo hört es auf?

Beitragvon Ellie » 19.03.2014, 16:00

Alexa-Gabrielle hat geschrieben:wo ist bei dir die Schmerzgrenze?
Da fängt für dich Bezzness an.


Alexa-Gabrielle, danke schön für deine Nachricht.
Also ist es doch individuell. Man darf nicht alles (und nicht alle) über einen Kamm scheren.


Ich kenne meinen Freund erst knapp über ein Jahr und ich erkenne keine Anzeichen von Bezness. Er meldet sich immer bei mir, ich weiß wann er Urlaub hat und wo er ist, wie er arbeitet etc.
Er ist immer für mich erreichbar. Auch auf seiner Facebookseite ist klar erkennbar, dass wir zusammen sind.
Klar, sicher kommen jetzt Kommentare a la "Er hat für jede ein anderes Profil" usw.
:)

Im Prinzip ist es egal. In 3, 6, 9 oder in 30 Jahren wissen wir, ob meine "Lovestory" erfolgreich war oder nicht.

Allerdings machen mich solche Foren echt nervös. Alles was man so liest - dazu will man nicht gehören. Man fängt an zu misstrauen und das tut auch der Beziehung nicht gut.
Deshalb lass ich es jetzt vielleicht einfach gut sein.

8)
Ellie
 
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Re: Wo fängt Bezness an und wo hört es auf?

Beitragvon Franconia » 19.03.2014, 16:01

Bezness fängt da an wo einer der beiden Partner diese Verbindung mit dem Vorsatz eingeht/eingegangen ist/aufrecht erhält um aus dem anderen einen persönlichen Vorteil zu ziehen und zu diesem Zweck auf Lug und Betrug zurück greift.
Der Vorteil muss nicht immer finanziell/materiell sein.
Also zu sagen, er fordert nie Geld/Geschenke von mir und ich habe auch noch nie irgendwas in der Richtung für ihn gemacht bzw. gezahlt, bedeutet nicht, dass es sich nicht um Bezness handeln kann.
Selbst wenn ein ausländ. Mann hier her kommt, arbeitet und seinen Teil zum LU beiträgt kann es ein Bezzi sein, ein Bezzi, der es nur auf den gesicherten Aufenthalt abgesehen hat.
Es kommt immer auf das Ziel des jeweiligen Bezzis an.

Heraus zu finden ob es Bezness ist, ist nicht immer einfach. Klar, wenn direkt oder indirekt Forderungen gestellt werden dürfte schnell klar sein in welche Richtung es geht, aber wie gesagt, nicht immer gibt es Forderungen und die Maske fällt nach 3 Jahren - und damit der dt. Partner aus allen Wolken.
Und klar ist auch, nicht jeder Wunsch/jede Forderung muss einen Beznesshintergrund haben, aber die Wahrscheinlichkeit das es so ist, ist sehr hoch.

Ellie hat geschrieben:Und da erwarte ich einfach sachliche Meinungen und keine Aufhänger, wenn ich sage ich finde es okay wenn eine Frau ihrem Mann mal aushilft.
In einer guten Partnerschaft wohl durchaus normal für den anderen einzustehen. Aber bei einem Bezzi ist es kein "mal aushelfen" sondern es ist ein Dauerzustand. Da geht es nicht darum eine Zeit zu überbrücken in der der Partner vielleicht ohne Job ist, studiert oder wegen einer Weiterbildung kein Einkommen hat. Da geht es darum, dass der Partner sich entweder nicht um einen Job bemüht, sich nicht an den gemeinsamen Kosten beteiligt obwohl er das könnte oder auch trotz eigenem Einkommen weiter Forderungen an den Partner stellt und für alles Ausreden und fadenscheinige Erklärungen hat, die einzig auf einem Lügenkonstrukt bestehen.
Und - ein Bezzis ist sich immer selbst der Nächste. Er würde dir in der umgekehrten Situation nur aushelfen wenn es für ihn nützlich ist (Aufenthalt), aber das i.d.R. nur nach langer Diskussion und mit der Vereinbarung, dass er die "Hilfe" wieder von dir zurück bekommt. Für einen Bezzi besteht eine Partnerschaft nicht aus dem gegenseitigen Geben und oder für den anderen einstehen wie wir es hier kennen, für einen Bezzi ist die Partnerschaft nur Mittel zum Zweck.

Ellie hat geschrieben:Karlotta, bin ich dann auch eine Beznesserin, wenn ich seine Geschenke annehme?
baust du dein Leben durch diese Geschenke auf bzw. lebst du davon? Ich denke nicht.
Aber genau dies machen Bezzis. Sie leben von diesen Zuwendungen, egal ob Sach- oder Geldgeschenke. Geld wird umgesetzt in den eigenen Luxus (falls der nicht schon von einer Gönnerin als Sachgeschenk gekommen ist) oder in Wohneigentum oder eben in die heimisch Familie investiert. Sachgeschenke sind entweder "Showobjekte" die einem neuen Opfer signalisieren sollen, ich brauch dein Geld nicht ich hab ja alles oder sie werden verkauft um das Leben des Bezzis zu finanzieren.


Ich habe weder hier noch in der Türkei ein Problem damit Nachbarn, Freunde oder Bekannte mal zum Essen einzuladen, einfach auch aus dem Grund, weil es ein gegenseitiges Geben und Nehmen ist, aber vor allem, weil es nicht erwartet wird von mir dies zu tun nur weil ich vielleicht ein besseres Einkommen habe oder aus dem "reichen Deutschland" komme.
Ich habe auch kein Problem damit, mal ein Geschenk mit in die Türkei zu bringen, aber dies geschieht dann nicht einfach so, sondern ist z. B. als Dankeschön für die Nachbarn gedacht, die ein Auge auf´s Haus haben wenn wir hier sind (umgekehrt für meine Nachbarn hier genauso) oder es gibt einen konkreten Anlass.
Es kommt einfach immer sehr auf die jeweilige Situation und den jeweiligen Gegenüber an.
Sobald direkte oder indirekte Forderungen vor dem Hintergrund, ihr kommt aus dem "reichen Deutschland" also könnt ihr doch (...) gestellt werden, ist für mich ein Gespräch beendet.


Levent hat geschrieben:ein Alkoholiker wird Dir auch nicht sagen können wann der Genuß aufgehört hat, und die Alkoholsucht angefangen hat, das sind fließende Übergänge.

Und genauso ist es bei Bezness, aber es gibt wie beim Alkohol auch Tendenzen. Hier wird Dir keiner sagen ab dem 10.Geschenk und 50 € im Monat ist es Bezness, und davor sind es europäische Nettigkeiten
schöner Vergleich Levent
Liebe Grüße
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Re: Wo fängt Bezness an und wo hört es auf?

Beitragvon Alexa-Gabrielle » 19.03.2014, 16:38

Ach Ellie,

du kommst mir vor wie ein trotziges Kind, das den von den Eltern verwehrten Lolli unbedingt haben will. Bitte entschuldige den Vergleich. Am liebsten würde ich den Schalter in deinem Herzen einmal kurz ausknipsen, der deinen Verstand beherrscht.

Bleib bitte wachsam. Ich hoffe, daß du nicht diese schmerzhafte Erfahrung machen musst, die viele hier schon gemacht haben. Lass dich nicht verbiegen und verbiege dich nicht von dir aus, nur um einem Mann (egal woher er kommt) zu gefallen. Wenn er dich liebt, dann doch so wie er dich kennengelernt hat. Behalte auf jeden Fall deine Eigenständigkeit und spare dein Geld für "Deine" Zukunft. Will er eine Zukunft mit dir, so soll er das seinige dazugeben.


Wie soll er in D überleben. Hier gibt es keine Jobs für "ungelernte fremdsprachliche arabische Männer", auch deutsche ungelernte Männer leben mit prekären Arbeitsverhältnissen oder HARTZ 4 sind frustriert und deprimiert. Hier ist es für ihn kalt und ungemütlich, das Geld ist sehr schwer zu verdienen, die Kultur für ihn schwer zu akzeptieren, die Frauen zu selbstbewußt und autark. Selbst deutsche Männer haben schon Schwierigkeiten damit. Warum sonst gibt es so viele Männer mit Frauen aus Asien oder Ostblockländern?

Bitte konzentriere dich auf deine Ausbildung, ich nehme an du studierst??

Ich könnte noch so viel schreiben, es ist aber in diesem Forum schon sooo viel dazu geschrieben worden. Auf jeden Fall wird das in dir bereits vorhandene "gesunde Misstrauen" diese Beziehung nicht einfacher machen. Wenn du ihm Vertrauen würdest, wärst du nicht in diesem Forum gelandet. Achte auf dein Bauchgefühl, es stimmt meistens!
Viele erkennen das später erst und sagen: "Hätte ich nur auf mein Bauchgefühl gehört".

Alles Liebe und Gute für Dich
Alexa-Gabrielle
Nicht alle sind glücklich die es scheinen.
Ich habe viel gelacht um nicht zu weinen.
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