Gibt es auch Bezness von Angehörigen des Mannes?

Worauf sollte ich achten?

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Gibt es auch Bezness von Angehörigen des Mannes?

Beitragvon Tinifee » 27.08.2014, 16:54

Ihr Lieben,

ich bin neu hier und wende mich mit folgendem Problem an Euch :

Ich bin 49, Deutsche, seit 5 Jahren mit einem Palästinenser zusammen, seit 3 Jahren verheiratet. Mein Mann ist in Syrien geboren, aber seit 22 Jahren in Deutschland, hat auch schon seit über 10 Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft.

Nun zum Problem : mein Mann hat aus erster Ehe (Syrien) zwei Kinder, einen Sohn (27), den er vor 7 Jahren nach Deutschland geholt hat und eine Tochter (30) , die aus Syrien in den Libanon mit Mann und Kind geflüchtet ist. Und hier ist das Problem : Wir haben der Tochter in den letzten 2 Jahren über 3000€ "zukommen" lassen - mal, weil Behörden bestochen werden mussten, um wichtige Papiere zu bekommen (die Tochter hatte "versäumt" zu Friedenszeiten die Ehe und das Kind im Register eintragen zu lassen), mal um den Ehemann vom Syrischen Militärdienst loskaufen zu können. Auch unterstützen wir mit Geldüberweisungen. Jetzt ist die Tochter mit Familie im Libanon, leben angeblich in einem Badezimmer für 400 Dollar/Monat, der Mann arbeitet 6 Tage/16 Stunden die Woche, um überhaupt die Miete zahlen zu können. Das Kind hat Mangelerscheinungen, ISIS steht vor der Tür und die Tochter hat Haarausfall, ausserdem gibt es Ratten im Badezimmer (in dem sie wohnen). Sie will jetzt weitere 5000€ von uns, damit ihr Mann gefälschte Papiere bekommen kann, um über Griechenland nach Deutschland zu flüchten. Hier angekommen, will er dann seine Familie nachholen lassen.
Wir haben versucht, am syrischen Asylprogramm teilzunehmen, scheiterten aber daran, dass die Tochter eben keinen syrischen Pass hat (nur ein palästinensisches Dokument, die hatte ja verpennt ihre Ehe eintragen zu lassen, wodurch sie automatisch einen syrischen Pass bekommen hätte). Also : kein syrischer Staatsbürger, kein Asyl in Deutschland.

Meine Frage : kann das sein ? Ich habe die Befürchtung, dass uns (gerade meinem Mann) von seiner Tochter nur Lügen aufgetischt werden. Ich glaube die ganzen Geschichten nicht.
Ich muss auch sagen, dass sich die Tochter erst regelmäßig bei meinem Mann meldet, seitdem sie Geld braucht. Ich hatte noch nie Kontakt zu ihr, kenne sie und ihre Familie nicht. Mir widerstrebt es, noch mehr Geld zu schicken, zumal diese hohen Summen nicht gerade auf der Straße liegen. Mein Mann will ihr natürlich helfen, sie ist ja seine Tochter, aber mir ist das Ganze zu viel.
Wie denkt ihr darüber? Ich weiß, dass ich "eigentlich" moralisch dazu verpflichtet wäre, das Geld zu schicken, aber mit widerstrebt es soviel Geld zu senden an jemanden, den ich nicht kenne und überhaupt keine Beziehung habe. Ist nur die Tatsache, dass sie die Tochter meines Mannes ist , für mich die Pflicht, das auch zu tun?

Was denkt Ihr ? Liege ich falsch, bin ich zu "hart" ??

Viele Grüße, Eure Tinifee
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Re: Gibt es auch Bezness von Angehörigen des Mannes?

Beitragvon Anaba » 27.08.2014, 17:02

Liebe Tinifee,

herzlich willkommen im Forum 1001 Geschichte.
Das Team wünscht dir einen guten Austausch.
Liebe Grüße
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Re: Gibt es auch Bezness von Angehörigen des Mannes?

Beitragvon Anaba » 27.08.2014, 17:19

Sie will jetzt weitere 5000€ von uns, damit ihr Mann gefälschte Papiere bekommen kann, um über Griechenland nach Deutschland zu flüchten. Hier angekommen, will er dann seine Familie nachholen lassen.


Mir fällt vor allem auf, dass diese Sache unsicher ist und es nicht gesagt ist, dass es klappt.
Er möchte für sich falsche Papiere besorgen und versuchen nach Griechenland zu kommen.
Selbst wenn das glückt, ist er noch nicht in Deutschland und wie soll es ihm gelingen, Frau und Kind nachzuholen?
Während der ganzen Aktion bleibt sie mit dem Kind allein im Libanon.
Wer schützt sie, wer bezahlt Miete und Unterhalt? Die Aktion kann Jahre dauern.
Denn seine falschen Papiere sind sehr unsicher und könnten schnell auffallen.
Für diese Aktion würde ich keinen Cent bezahlen.
M.M.nach ist das Geld in den Sand gesetzt.
Eure Familie ist in einer schlimmen Lage und braucht Hilfe, aber nicht so.
Liebe Grüße
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Re: Gibt es auch Bezness von Angehörigen des Mannes?

Beitragvon Darinka » 27.08.2014, 17:47

Liebe Tinifee,

ich hatte sofort die gleichen Gedanken wie Anaba. Das ist hochriskant.

Sie bleibt dann mit Kind dort und wer kümmert sich denn da um sie, von was lebt sie usw.?? Das ist doch keine Aktion von wenigen Wochen...
Was wenn die gefälschten Papiere schneller auffliegen als gedacht? Er gar nicht bis nach Griechenland kommt. Und selbst wenn... wie will er sie dann nachholen? Er ist doch dann dort illegal bzw. mit falscher Identität. Irgendwann fliegen die falschen Papiere doch mal auf bzw. sie hat dann keine dazu passenden als Ehefrau...

Auch sie selber sollte sich auf so eine "später Nachholaktion" von ihr und dem Kind schon in eigenem Interesse nicht einlassen.
Was wenn das dann NIE eintritt? (das Nachholen meine ich).

Ich habe im Moment leider keine Idee für einen besseren Weg. Aber den oben Beschriebenen solltet ihr nicht beschreiten. Besser weiter nach anderen Möglichkeiten der Hilfe für die Tochter Deines Mannes suchen.

Liebe Grüße
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Re: Gibt es auch Bezness von Angehörigen des Mannes?

Beitragvon Never » 27.08.2014, 19:18

Hallo Tinifee,

das ist ja ein sehr komplexer Sachverhalt. Ob dieses Vorhaben klappen könnte oder nicht, kann ich absolut nicht beurteilen.
Ich habe allerdings auch leise Zweifel am Wahrheitsgehalt. Wer trägt denn für diese Zahlungen den größten Anteil und was für ein Einkommen hat dein Mann im Verhältnis zu dir?
Dafür, dass du erst eine dreijährige Ehe hinter dir hast und du diese Familie nicht mal kennst, sind das natürlich keine kleinen Summen.
Ehrlich, ich wäre in jeglicher Hinsicht skeptisch.

LG
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Re: Gibt es auch Bezness von Angehörigen des Mannes?

Beitragvon Franconia » 27.08.2014, 19:26

Hallo Tinifee,

auch von mir ein herzliches Willkommen.


Tinifee hat geschrieben:Jetzt ist die Tochter mit Familie im Libanon, leben angeblich in einem Badezimmer für 400 Dollar/Monat, der Mann arbeitet 6 Tage/16 Stunden die Woche, um überhaupt die Miete zahlen zu können.

Ich kann zwar nicht für den Libanon sprechen, da ich die Zustände dort nicht kenne, weiß aber aus der Türkei, dass die einheimische Bevölkerung die Syrischen Flüchtlinge als lukrative Geldquelle erkannt hat.
Das was du über Miete und Arbeitsbedingungen/Lohn schreibst habe ich so im Südosten der Türkei erlebt. Wer raus will aus den Flüchtlingscamps zahlt Unsummen für einen Schlafplatz der eher einem Loch gleicht und den man sich oft mit zig anderen teilen muss (Zustände schlimmer als in den Camps). Dazu fallen Flüchtlinge außerhalb der Camps oft aus deren (magerem) Versorgungsprogramm heraus und müssen sich alles selbst organisieren (Essen, med. Versorgung, etc.). Die Arbeitgeber wissen darum und nutzen die Flüchtlinge zusätzlich aus, was nicht schwer ist, denn Jobs sind Mangelware und entweder man akzeptiert den Hungerlohn für 16 oder Mehr Stunden/Tag oder der nächste bekommt den Job.

Die Darstellung eurer Tochter halte ich also durchaus für real - leider.


Tinifee hat geschrieben:Sie will jetzt weitere 5000€ von uns, damit ihr Mann gefälschte Papiere bekommen kann, um über Griechenland nach Deutschland zu flüchten. Hier angekommen, will er dann seine Familie nachholen lassen.

Vor dieser Aktion kann ich euch, wie meine Vorschreiberinnen, nur abraten.
Wer weiß wie gut/schlecht die Papiere sind oder ob es dann überhaupt die "Ware" gegen das (meist im voraus) bezahlte Geld gibt (denn auch damit machen Betrüger viel Geld!)?
Wer weiß, wie weit der Mann überhaupt kommt und wie lange er dafür unterwegs ist? Eure Tochter bleibt dann alleine mit Kind zurück was ich nicht für ungefährlich halte und zudem muss sie in der Zeit ja auch noch von irgendwas leben (Einkommen vom Mann fällt dann weg).

Sobald euer Schwiegersohn europäischen Boden betritt und aufgegriffen wird, wird er vermutlich einen Asylantrag stellen um nicht zurück geschickt zu werden. Dabei wird er registriert, u.a. auch mit Fingerabdrücken. Passiert das z. B. in Griechenland und er schlägt sich dann weiter illegal nach D durch, dann hat er keine Chance mehr hier einen Antrag zu stellen sondern wird (nach Dublin II) früher oder später wieder nach Griechenland zurück geschickt weil die für ihn zuständig sind.

Sollte er es bis hier her schaffen stellt sich die Frage, wie er Frau und Kind nachholen will.

Für mich klingt die Geschichte eurer Tochter leider sehr real und nicht nach Bezness und es ist klar, dass sie und ihre Familie Hilfe braucht. Aber nicht so - nicht für illegale Touren, nicht für etwas mit fraglichem Erfolg und hohem Risiko.
Ich würde euch raten, wendet euch mal an den Flüchtlingsrat oder eine Fachstelle für Asyl in eurer Nähe (falls noch nicht geschehen), ob es für sie als Palästinenserin nicht eine andere, legale, Möglichkeit gibt.

Mit Geldsendungen, egal welche Summen und egal wofür, wäre ich generell vorsichtig. Denn auch wenn die Sache mit der Miete nicht unbedingt an den Haaren herbei gezogen ist, woher habt/nehmt ihr die Sicherheit, dass es wirklich so ist, sprich, dass sie wirklich so lebt wie sie euch erzählt und nicht doch anderweitig, z. B. in einem Flüchtlingscamp, untergekommen ist, wofür sie nichts zahlen muss...
Liebe Grüße
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Re: Gibt es auch Bezness von Angehörigen des Mannes?

Beitragvon Darinka » 27.08.2014, 21:44

Tinifee hat geschrieben:... hatte ja verpennt ihre Ehe eintragen zu lassen, wodurch sie automatisch einen syrischen Pass bekommen hätte). Also : kein syrischer Staatsbürger, kein Asyl in Deutschland.


Liebe Tinifee,

ich weiß nicht was ihr alles schon gemacht habt. Aber ist es denn so, dass sie durch die nicht erfolgte Registrierung wirklich die Möglichkeit auf einen syrischen Pass verloren hat? Staatsbürgerschaft besitzen und Pass haben sind für mich 2 verschiedene Dinge.
Hat sie die vielleicht juristisch sogar (die Staatsbürgerschaft) und nur den Pass nicht oder hat sie die Möglichkeit auf die Staatsbürgerschaft (und Pass) verspielt, weil es sich inzwischen auf diesem Weg nicht mehr geht?

Wisst ihr das? Wenn nicht, müßte man das mal rausbekommen…

Liebe Grüße
darkness

PS: Franconia hat da ganz recht. Es gibt leider Viele, die Flüchtlinge als Geldquelle ausnutzen und mit ihnen lohnende Geschäfte machen. Die geforderten 5000€ halte ich ebenfalls für nicht unreal. Die habe ich schon woanders als "übliche" Größenordnung gelesen. Die werden z.B. von illegalen Schleppern gefordert für den gefährlichen Weg per Land und Schiff (die gesamte Beförderung in z.B. Ladungscontainern auf LKW und Schiffen inkl. benötigter Papiere). Das ist jedoch sehr gefährlich. Viele sterben auf diesen Wegen und werden nie wieder gesehen…
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Re: Gibt es auch Bezness von Angehörigen des Mannes?

Beitragvon Efendi II » 27.08.2014, 22:01

Tinifee hat geschrieben:....damit ihr Mann gefälschte Papiere bekommen kann, um über Griechenland nach Deutschland zu flüchten. Hier angekommen, will er dann seine Familie nachholen lassen.

Hier angekommen wird man ihn, wenn er seine Strafe der gefälschten Papiere wegen verbüßt hat, umgehend wieder nach Griechenland (entsprechend dem Dublin II Abkommen) zurückschicken, weil Griechenland für sein Asylbegehren zuständig ist.

Wenn man z.Zt. wohl auch auf Rücküberstellungen nach GR verzichtet, bedeutet das nicht, dass auch zukünftig so verfahren wird.

Als Asylbewerber kann er keine Familie nachholen und selbst wenn er zu der Minderheit gehören würde, denen man Asyl gewährt und er eine Aufenthaltserlaubnis erhält muss er schon eine gutbezahlte Arbeit finden, um soviel zu verdienen, damit er seine Familie nachholen kann. Der Lebensunterhalt für Frau und Kinder muss gesichert sein und auch Sprachkenntnisse werden von den Nachziehenden gefordert.

Guckst Du hier:
http://www.info4alien.de/gesetze/aufenthg.htm
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Re: Gibt es auch Bezness von Angehörigen des Mannes?

Beitragvon Darinka » 27.08.2014, 22:15

darkness hat geschrieben:... Das ist jedoch sehr gefährlich. Viele sterben auf diesen Wegen und werden nie wieder gesehen…


Ich will das nicht überstrapazieren... Aber die Schlepper bekommen ihr Geld im Voraus... Ob da ein gewisser Prozentsatz der Transport"Ware" (denn was anderes ist es nicht für diese Leute) ankommt oder nicht, ist denen leider völlig egal... Es gibt ganze Container, in denen die Menschen erstickt sind oder verdurstet /verhungert. Die Menschen waren eingesperrt und konnten nicht raus...

Sucht nach anderen Wegen zu helfen... Gibt es in der nächsten Großstadt (hier in D) eventuell eine (Selbsthilfe-)Gruppe von betroffenen Familien oder so... Danach würde ich mal schauen...
Und ich würde versuchen zu überprüfen wie die Familie vor Ort wirklich lebt, denn auch hier kann man schwarze Schafe nicht ausschließen, die ihre eigenen Familien benutzen. Aber das kann doch Niemand hier im Forum beurteilen. Wie gut war also das Verhältnis zwischen Tochter und Vater vor der Flucht?
Fakt ist: Palästinische Flüchtlinge aus Syrien leben teilweise unter katastropahlen Verhältnissen im Libanon oder der Türkei und brauchen wirklich Hilfe... :(

LG darkness
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Re: Gibt es auch Bezness von Angehörigen des Mannes?

Beitragvon Efendi II » 27.08.2014, 22:25

Nachtrag:
Die Asylanerkennungsquote liegt bei weit unter 10% der Antragsteller.
Die Chancen Asyl zu erhalten sind demnach sehr gering und die politische Verfolgung müsste detailliert nachgewiesen werden (dürfte im Libanon wohl kaum gegeben sein). Darüber hinaus ist im Libanon m.W. kein Krieg, der einen vorübergehenden Schutz möglich machen würde.
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Re: Gibt es auch Bezness von Angehörigen des Mannes?

Beitragvon Never » 27.08.2014, 22:32

darkness hat geschrieben:Fakt ist: Palästinische Flüchtlinge aus Syrien leben teilweise unter katastropahlen Verhältnissen im Libanon oder der Türkei und brauchen wirklich Hilfe... :(

Das mag sein und wird es auch. Nur können wir nicht die gesamte Welt retten oder aufnehmen. Nach meinem Gefühl sind diese Länder selber schuld. Meistens handelt es sich um muslimische Länder. Streit um den "wahren Gott" oder solchen Krempel. Dafür habe ich kein Verständnis mehr. Es erfolgt kaum ein "Aufschrei" von "guten" Muslimen gegen den Terror durch Islam(isten) - siehe Gaza u.ä. Die wollen es offenbar nicht anders.
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Re: Gibt es auch Bezness von Angehörigen des Mannes?

Beitragvon Darinka » 27.08.2014, 22:34

Tinifee hat geschrieben:... Mein Mann ist in Syrien geboren, aber seit 22 Jahren in Deutschland, hat auch schon seit über 10 Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft.

... mein Mann hat aus erster Ehe (Syrien) zwei Kinder, einen Sohn (27), ... eine Tochter (30)


Liebe Tinifee, entschuldige, dass ich Dich so mit meinen Gedanken in einzelnen Beiträgen "zu texte". Deine Zeilen beschäftigen mich sehr und geistern mir durch den Kopf....

Was weißt Du denn darüber, warum Dein Mann seine Tochter mit 8 Jahren in Syrien zurück lies und nach D kam (der Sohn war 5)? Hatten sie z.B. ständig und intensiv Kontakt?
Sie ist seine Tochter und damit doch eigentlich auch Dein Stiefkind (oder so). Um ein Gefühl für das Ganze zu bekommen, braucht man irgendwie noch deutlich mehr Informationen... (ich jedenfalls....)

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Re: Gibt es auch Bezness von Angehörigen des Mannes?

Beitragvon Efendi II » 27.08.2014, 22:35

darkness hat geschrieben:
Fakt ist: Palästinische Flüchtlinge aus Syrien leben teilweise unter katastropahlen Verhältnissen im Libanon oder der Türkei und brauchen wirklich Hilfe...

Warum suchen sie den Schutz und die Hilfe ausgerechnet bei den Ungläubigen, warum nicht bei ihren Glaubensgenossen ?
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Re: Gibt es auch Bezness von Angehörigen des Mannes?

Beitragvon Darinka » 27.08.2014, 22:43

Ach Never, Du hast ja recht... Ich weiß. Trotzdem kann ich manchmal mein Herz nicht ausschalten, dass am liebsten die ganze Welt retten möchte...

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Re: Gibt es auch Bezness von Angehörigen des Mannes?

Beitragvon Anaba » 27.08.2014, 22:44

Efendi II hat geschrieben:
darkness hat geschrieben:
Fakt ist: Palästinische Flüchtlinge aus Syrien leben teilweise unter katastropahlen Verhältnissen im Libanon oder der Türkei und brauchen wirklich Hilfe...

Warum suchen sie den Schutz und die Hilfe ausgerechnet bei den Ungläubigen, warum nicht bei ihren Glaubensgenossen ?


Dort werden sie wie Dreck behandelt.
Ganz junge Mädchen z.B. müssen alte Kerle heiraten, um die Familie durch zu bringen.
Sie werden abgezockt und leben in den letzten Löchern.
Ob das in der Türkei, dem Libanon oder in Ägypten ist, die Solidarität der Muslime mit ihren Glaubensbrüdern kann man vergessen.
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Re: Gibt es auch Bezness von Angehörigen des Mannes?

Beitragvon Efendi II » 27.08.2014, 22:47

Never hat geschrieben:Das mag sein und wird es auch. Nur können wir nicht die gesamte Welt retten oder aufnehmen. Nach meinem Gefühl sind diese Länder selber schuld. Meistens handelt es sich um muslimische Länder. Streit um den "wahren Gott" oder solchen Krempel. Dafür habe ich kein Verständnis mehr. Es erfolgt kaum ein "Aufschrei" von "guten" Muslimen gegen den Terror durch Islam(isten) - siehe Gaza u.ä. Die wollen es offenbar nicht anders.

Es ist doch nicht unsere Schuld, wenn die in ihren Ländern nichts gebacken kriegen und nicht besseres zu tun haben als sich aus welchen Gründen auch immer gegenseitig die Kehlen durchzuschneiden und Kinder in die Welt setzen, die sie nicht ernähren können.

Haben die sich für Deutschland interessiert, damals nach dem Krieg, als man hier verhungert und erfroren ist und das kleine Restdeutschland 15 Millionen Flüchtlinge aufnehmen musste ?
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Re: Gibt es auch Bezness von Angehörigen des Mannes?

Beitragvon Efendi II » 27.08.2014, 22:51

Anaba hat geschrieben:
Dort werden sie wie Dreck behandelt.
Ganz junge Mädchen z.B. müssen alte Kerle heiraten, um die Familie durch zu bringen.
Sie werden abgezockt und leben in den letzten Löchern.
Ob das in der Türkei, dem Libanon oder in Ägypten ist, die Solidarität der Muslime mit ihren Glaubensbrüdern kann man vergessen.

Aber wir nehmen sie auf, päppeln sie hoch und als Dank werden sie uns, den Ungläubigen, in nicht allzu ferner Zeit zum Ruhme Allahs und entsprechend der Lehre Mohammeds, die Kehlen durchschneiden.
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Re: Gibt es auch Bezness von Angehörigen des Mannes?

Beitragvon Darinka » 27.08.2014, 23:10

Efendi II hat geschrieben:Aber wir nehmen sie auf, päppeln sie hoch und als Dank werden sie uns, den Ungläubigen, in nicht allzu ferner Zeit zum Ruhme Allahs und entsprechend der Lehre Mohammeds, die Kehlen durchschneiden.


Ganz toll Efendi... Du läufst gerade mal wieder (vor dem eventuell möglichen furchtbaren Schicksal einer ganzen Familie) zur - aus meiner darkness-Sicht negativen - Efendi-Höchstform auf... Ich mag den sachlich (passenden) Efendi, mit ab und zu mal einem lustigen Witz deutlich lieber...

Um es besser verständlich zumachen: Ich wehre mich dagegen, mich auf die gleiche Stufe Derer zustellen, die Du hier meinst. Denn die bewegen sich in meinen Augen im Mittelalter unserer Welt... Auch wenn ich sehr wohl verstanden habe was Du sagen möchtest...

Aber vielleicht bin ich da auch viel zu naiv unterwegs, wenn ich die eigene Überzeugung habe, durch Menschlichkeit solchen Menschen langfristig überlegen zu sein...

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Re: Gibt es auch Bezness von Angehörigen des Mannes?

Beitragvon Franconia » 27.08.2014, 23:22

Anaba hat geschrieben:
Efendi II hat geschrieben:
darkness hat geschrieben:
Fakt ist: Palästinische Flüchtlinge aus Syrien leben teilweise unter katastropahlen Verhältnissen im Libanon oder der Türkei und brauchen wirklich Hilfe...

Warum suchen sie den Schutz und die Hilfe ausgerechnet bei den Ungläubigen, warum nicht bei ihren Glaubensgenossen ?


Dort werden sie wie Dreck behandelt.
Ganz junge Mädchen z.B. müssen alte Kerle heiraten, um die Familie durch zu bringen.
Sie werden abgezockt und leben in den letzten Löchern.
Ob das in der Türkei, dem Libanon oder in Ägypten ist, die Solidarität der Muslime mit ihren Glaubensbrüdern kann man vergessen.

Ich kann nur für die Türkei (Südosten) sprechen.
Eine vereinzelte Solidarität ist dort sicher auch vorhanden, aber überwiegend wird im Flüchtlingsstrom (inzwischen) ein lukratives Geschäft gesehen um das geringe Einkommen aufzubessern.
Von der viel gepriesenen Solidarität unter Glaubensbrüdern/-schwestern und der Glaubenssäule "Almosengabe" ist dort nichts zu spüren. Man verlässt sich vielmehr darauf, dass vom Westen (den Ungläubigen) die Finanzierung dieses Problems übernommen wird um sich daran dann selbst zu bereichern.

Nicht zu vergessen das die Türkei in der Ecke auch schon das eine oder andere Mal die "Tür" zu gemacht hat, sprich Flüchtlinge trotz grenznaher Kämpfe nicht über die Grenze gelassen hat, aber gleichzeitig mit dem Finger auf die EU zeigt, wenn diese nicht genug Flüchtlinge übernehmen.
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Re: Gibt es auch Bezness von Angehörigen des Mannes?

Beitragvon Nilopa » 27.08.2014, 23:53

Hallo Tinifee,

liegt Deinem Mann nicht das Wohl seiner leiblichen Tochter näher als das des Ehemannes?
Sollte er nicht lieber das Geld dazu verwenden, erstmal nur seine Tochter und das Kind hierherzuholen,
eventuell selber hinfliegen, um ihr bei der Beschaffung der dazu nötigen Papiere persönlich zu helfen?

Frauen und Kinder zuerst! http://de.wikipedia.org/wiki/Frauen_und_Kinder_zuerst!

8) LG Nilopa
»Your rights matter because you never know when you're going to need them.« – Edward Snowden-
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