Lobola-Rechner

Worauf sollte ich achten?

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Lobola-Rechner

Beitragvon Max84 » 09.04.2015, 16:37

Für alle, die im südlichen Afrika eine Frau heiraten möchten: Man kann jetzt sich ausrechnen lassen, wie viel lobola/dowry (Brautpreis) zu zahlen ist: :)
https://play.google.com/store/apps/deta ... ator&hl=en

Der Preis ist dann z.B. abhängig von Attraktivität (der Frau) schon vorhandener Kinder, schon einmal verheiratet etc.
Der Brautpreis wird dann u.a. in Kühen angegeben.

Also aufpassen, dass man nicht übers Ohr gehauen wird. :)
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Re: Lobola-Rechner

Beitragvon Rubinrot » 09.04.2015, 17:45

Ich lach mich wech...

was hat der afrikanische Mann zu zahlen wenn er umgekehrt eine einigermassen gut gestellte EU heiratet,
da frag ich doch gleich mal meinen Ex ob er da nicht was verwechselt hat!
Von " tja Du hast ja auch den einzigen Familienernährer dort weggeholt" und das kostet dich was.
Bei 5-7 Kindern in der Familie haben sie sicher noch Brüder oder Schwestern! Die auch Vater und Mutter ehren können.....
Es sei denn, sie ruhen sich auf den Lorbeeren der Heirat des Bruders mit EU-Frau erst richtig aus.... (Wir haben ja reich eingeheiratet).
Brauchen jetzt nur noch zu Western Union zu traben und leisten uns einen Fahrer der den gesponserten Mercedes fährt bis dass der in die Knie geht.
Und Rücklagen für Reparaturen hamwer auch nicht - schade- das wars dann mit dem Buissnezz für die Family.
Sage nicht immer was Du weißt, aber wisse immer was du sagst!
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Re: Lobola-Rechner

Beitragvon Moppel » 09.04.2015, 17:57

Max84 hat geschrieben:Für alle, die im südlichen Afrika eine Frau heiraten möchten: Man kann jetzt sich ausrechnen lassen, wie viel lobola/dowry (Brautpreis) zu zahlen ist: :)
https://play.google.com/store/apps/deta ... ator&hl=en

Der Preis ist dann z.B. abhängig von Attraktivität (der Frau) schon vorhandener Kinder, schon einmal verheiratet etc.
Der Brautpreis wird dann u.a. in Kühen angegeben.

Also aufpassen, dass man nicht übers Ohr gehauen wird. :)

Und wie teuer war Deine?
Gruß
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Re: Lobola-Rechner

Beitragvon Max84 » 09.04.2015, 22:22

Rubinrot hat geschrieben:Ich lach mich wech...
was hat der afrikanische Mann zu zahlen wenn er umgekehrt eine einigermassen gut gestellte EU heiratet,


Du kannst ja mal ausrechnen, wie viele Kühe er dir noch schuldet. :)

Aber Spaß bei Seite. Ich kenne schlechter gestellte Afrikaner, die mit den Brauteltern so verhandelt haben, dass sie den Brautpreis über die Jahre abstottern dürfen. Der eine zahlt glaube ich noch immer (ca. 10 Jahre verheiratet).
Hängt aber immer von der der Familie und deren "Stamm" ab, wie sehr man solchen Traditionen folgt. Es gibt ja z.B. auch Geld, das der Mann zahlen muss, damit er überhaupt um die Braut werben darf.
Und bei manchen "Stämmen" sind die Frauen teurer als bei anderen usw.

Solche Traditionen sind für mich immer etwas befremdlich geblieben. Und es hat etwas von Viehmarkt (wobei die Herkunft der Tradition verständlich ist und nicht die Frau als Objekt betrachtet)
Andererseits denke ich mir: besser als in Indien, wo Mädchen abgetrieben werden.

Aber um den Bogen zu Bezness zu schließen. Mir sind auch Fälle bekannt, wo die Familie unverhältnismäßig viel an Brautgeld gefordert hat, die zukünftige Frau auf den Mann Druck gemacht hat ("unsere Tradition", "wenn du mich liebst..." usw.) und der Arme dann tatsächlich zahlte. Das war dann der Beginn von weiteren Forderungen und die ganze Sippe lag am Ende auf seiner Tasche.
Wenn man seine "große Liebe" allein aus dem Internet kennt und noch nie wirklich in deren Land gelebt hat, kann man sich ja alles erzählen lassen.

Für mich stellt sich eh die Frage, warum müssen wir der afrikanischen Tradition folgen?
Als deutscher Mann kann ich ja auch auf der deutschen Tradition der Mitgift durch die Frau bestehen. Brautpreis vs. Mitgift. Also hätte man ein klassisches Patt.

Also wenn man sich eine Afrikanerin anlacht, dann sollte man schon mal darüber nachdenken, wie man mit dem Thema umgehen möchte.
Und als europäische Frau kann man ja mal ansprechen, was der Künftige so bereit ist zu zahlen. Denn Traditionen sind ja sonst auch ganz wichtig für Afrikaner. :)
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Re: Lobola-Rechner

Beitragvon el sabroso » 09.04.2015, 23:50

die Ablösesumme für die Braut hängt z.bsp. in Namibia von ihrer Stammeskultur ab. So muß der deutsche der eine Oshiwambo heiratet tatsächlich mindestens eine Kuh und die fiktive nächste Ernte Bezahlen. Auch könnte es sein das neue Bodenbearbeitungsgeräte "gewünscht" werden. Es spielt dabei keine Rolle ob die Familie der Braut überhaupt eigenes Land zur Bewirtschaftung besitzt. Er hat natürlich auch ihre Hochzeitskleider zu bezahlen. An dieser Stelle muß gesagt werden, dass auch namibische Männer diese finanzielle Rolle zufällt. allerdings ist deren finanzieller Aufwand gegenüber dem des Westeuropäer nicht zu vergleichen. Sollte sie besonders religiös sein wird zwei mal geheiratet. zuerst in der Kirche, (Christus-Church in Windhoek ist sehr beliebt) das Wort Gottes steht über allem! Danach wird noch ein zweites mal traditionell geheiratet. In dem Dorf ihres Volkstammes. Die Wambos sind ursprünglich im nördlichem Namibia angesiedelt, bis über die Grenze nach Angola. zu dieser Hochzeit wird traditionelle Kleidung verlangt, - auch vom Mann! :D auch diese bezahlt der Bräutigam. dazu kommen noch die kulinarischen Gelüste der Feier. Dicke fette Maden gelten als Delikatesse. man hat die Wahl ob lebend oder gebraten. dies Abzulehnen gleicht einer Kriegserklärung. die Anzahl der Hochzeitsgäste ist nicht einzuschätzen, da dort wo´s was kostenlos zu futtern gibt sich alles und jeder einfindet und sich vollstopft. So eine Hochzeit mit ´ner Oshiwambo Schokoladenfrau kostet gut und gerne 5000,- Teuro aufwärts. der Flug nach Windhoek kommt natürlich extra! eine heißblütige cubanerin in Habana geheiratet, ist dagegen spottbillig!
bei den Damaras siehts ganz anders aus. der Bräutigam kommt auch für die Kleidung auf, bei diesem Stamm ist es aber Sitte das jeder Gast Geld schenkt sodass eine Damara recht günstig zu haben ist. wer sich allerdings ihrer Stammessprache bemächtigen will muß sich mit klick-ähnlichen Lauten anfreunden, so wie es in der Sprache der Bushman noch wesentlich extremer ist. die Stammessprache der Oshiwambos klingt dagegen sehr melodisch.
die Hereros pflegen ähnliche Hochzeitsrituale wie die Oshiwambos. eine Schöne mit rotem Staub beschmierte Himba ist dann wieder günstiger. :P

Wer dies dann alles überstanden hat sollte vielleicht noch wissen, dass es in Namibia für den Zugewanderten Liebeskasper 10 Jahre (ZEHN !!!!) fügsame, pflichtbewußte Ehejahre benötigt bevor die Behörde ihm eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis erteilt, welche ihm auch nach Scheidung dauerhaftes Bleiberecht für das schöne Namibia zusichert. Sollte die Lady nach 9,5 Jahren behaupten, mein Mann sei ein Schwein, er schlägt mich bla bla bla ... dann hat die Milchschnitte 3 Wochen Zeit um seinen Krempel zu packen und kann verschwinden. wohin und wovon er dann lebt ist der nam. Einwanderungsbehörde scheißegal. die ("Ausländerfeinde" :wink: ) haben dort keine deutsche Willkommenskultur mit staatlich alimentiertem Rundumsorglospaket. :wink:
el sabroso
 

Re: Lobola-Rechner

Beitragvon Franconia » 10.04.2015, 00:05

Wie vielen Kühen entspricht denn ein Ticket mit anschließender AE für D, was der "Holden" nach der Heirat mit einer "Langnase" winkt?
Sollte Mann vielleicht mal gegenrechnen, denn das wird von ihr und ihrer Sippe immer wieder vergessen :wink:
Liebe Grüße
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Re: Lobola-Rechner

Beitragvon Max84 » 10.04.2015, 13:04

Wir waren 26, ich hatte gerade meinen ersten Job nach dem Studium und deshalb natürlich auch nicht viel Erspartes.
Wir haben beschlossen, dass wir das Geld für den Aufbau unserer Zukunft benötigen.
Um der Tradition gerecht zu werden, handelten wir als Kompromiss die Zahlung eines symbolischen Lobolas von 100 Euro aus.
Die Hochzeitsfeier hielten wir klein (auch wenn manche ihrer "Verwandten" danach beleidigt waren) und wurde 3/4 von mir und 1/4 von ihr gezahlt. Die Gäste haben als Geschenk Geld gegeben, so dass wir finanziell ganz gut raus gekommen sind.

Vor kurzem hat mich jemand angeschrieben (über zwei Ecken), der plant eine Frau aus dem gleichen Land zu heiraten. Da wird 5000 Euro als Brautpreis gefordert.
Es gibt auch Bezness-Familien, die daraus ein Geschäft gemacht haben. Sie versprechen die Heirat, sammeln das Geld ein und danach bricht der Kontakt plötzlich ab. So was passiert aber eigentlich nur, wenn man meint, jemanden über das Internet oder im Urlaub heiraten zu können.
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Re: Lobola-Rechner

Beitragvon sita » 10.04.2015, 14:09

Hallo Max84

Es gibt auch Bezness-Familien, die daraus ein Geschäft gemacht haben. Sie versprechen die Heirat, sammeln das Geld ein und danach bricht der Kontakt plötzlich ab. So was passiert aber eigentlich nur, wenn man meint, jemanden über das Internet oder im Urlaub heiraten zu können.


Da muß ich Dir aber vehement widersprechen. Bezness - Aspekt - Heiratsschwindel geschieht NICHT nur per Internet oder im Urlaub, wie etliche Geschichten hier beweisen.
Liebe Grüße
sita


Oft gehört mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben
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