Das Gewissen - ein Appell , eine Warnung , ein Ruf

Erfahrungsaustausch von Angehörigen, wie Eltern, Kinder und Ehemänner von Betroffenen. Auch Freunde & Bekannte kommen hier zu Wort.

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Das Gewissen - ein Appell , eine Warnung , ein Ruf

Beitragvon Amaretta » 22.11.2008, 16:54

DAS GEWISSEN

Ich fragte mich , was in einem Beznesser vorgeht , wenn er geplant tut , was wir so wissen über sein Tun und Treiben ,
seine Gründe dafür , und wo wohl sein Gewissen da bleibt ... hat er überhaupt eines ?

Noch viel mehr habe ich mich , und das seit sehr langer Zeit schon , mit uns selbst beschäftigt .
Nicht nur mit der Gefühlswelt derer in diesem Forum ,
die unter Bezness von leicht bis ganz schlimm persönlich zu leiden haben oder hatten , sondern auch den Gefühlen derer ,
die in enger Beziehung zu den Menschen stehen ,
denen durch Bezness ihr Leben ganzes Leben starken Veränderungen und Neuorientierungen unterworfen wurde ,
denen Bezness zum Verhängnis , ja beinah zum Scheitern des eigenen Lebens wurde .
Den Eltern . Den Verwandten . Den Freunden . Dem Lebenspartner / Ehemann ...den Kindern .
All jenen also , die das Unglück mit ansehen mussten oder müssen , ohne einschreiten , helfen zu können ,
die das Verhängnis nahen sahen oder es gerade kommen sehen , ohne es verhindern zu können ,
da das Bezness-Opfer jedem Appell an Vernunft und Gewissen ,Weitsicht und Verstand Augen und Ohren verschliesst und auf NIEMANDEN
hören will und erst recht keine Rücksicht nimmt .
IHR , die ihr Euch gerade in einen fremden , orientalischen , möglicherweise afrikanischen oder lateinamerikanischen Mann
zu "verlieben " beginnt , denkt nicht nur an Euch - denkt auch an die um EUCH HERUM .

Ihr seid es nicht allein , die leiden werdet , Eure lieben Nächsten leiden genauso , womöglich noch schlimmer ,
denn sie ahnen , befürchten , was passieren wird und sind machtlos . Sie zerquälen sich in Sorge um Euch ,
während ihr in Eurem Egoismus nur Euer - vermeintliches - Glück sehen wollt .

Je mehr sie warnen , desto weniger hört ihr ... HALT !
Ihr habt ein Gewissen ...

Canim beschrieb einmal sehr berührend , was mit ihren Eltern passierte , als sie in ihrer Bezness - Katastrophe steckte .
Der Vater hatte Herzprobleme , die Mutter wurde schwer krank ,
ist bis heute nicht wieder wirklich gesund ... und immer die zermürbende Angst um das Kind ...

Es gab hier Eltern , die sich Sorgen um ihre Tochter machten und hier um Rat baten .
Wie mag sich die Mutter fühlen , deren Tochter einen Ägypter/Tunesier etc. zum Mann nahm , und der Kontakt massiv belastet ist ?
Sie hat das Mädchen großgezogen , versucht , ihr Werte wie Verantwortungsbewusstsein , Pflichtgefühl mitzugeben ...
Die Tochter - ein anderer Mensch geworden ? Gewissen - nie gehabt oder verloren ?

AUFTEILUNG :
- Das Gewissen , Teil 1 -2 und Drei Amaretta
- Post darauf von Epikur
- Post darauf von Amoora
- Post darauf von Left_Behind

- Dann folgt ein Post von Moonlight , sie beschreibt daran , wie nachhaltig ihr Verhältnis zu ihrer Familie
durch die Bezness - Tragödie bis heute beeinträchtigt ist .

- Danach Auszüge aus den Kommentaren zur Geschichte von Igel 62 , der von seiner Frau wegen eines tunesischen Beznessers verlassen
wurde und mit den Kindern zurückblieb ... Eine Tragödie ...
Diese Posts sollten sich ganz besonders gebundene Frauen durchlesen , die sich im Urlaub "verliebt" haben
und vielleicht gerade jetzt mit dem Gedanken spielen ,Ihre Lieben zu verlassen und ihr bisheriges Leben wegzuschmeissen . Gewissen ???

- Zum Abschluss ein Austausch ...
Das quälende "Warum" . Warum tat SIE , was sie tat ? Sie kann es selbst nicht erklären .
Und ER , der Verlassene ? Er sucht bis heute eine Antwort darauf , und sie kann ihm keine geben ...
Die Verzweiflung , die in diesen Worten schwingt , ließ mir beim Lesen der Konfrontation in
einem Thread im alten Forum die Tränen runterlaufen .

Lest bitte ALLES .
UND Bedenkt , was ihr nicht nur Euch , sondern auch und vor ALLEM Euren Lieben antut ,
wenn Ihr Euch auf einen Mann einlasst , den ihr in keiner Weise !!! überprüfen könnt
und der aus einem vollkommen anderen Kulturkreis stammt .

PS : Die weiteren Beiträge zum Thema des Stranges werde ich Stück für Stück dazu setzen .

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Amaretta

Posted - 28/08/2007 :  23:38:02          

Teil 1

"Das Gewissen ...irgendwie ist ein ganz merkwürdiger Instinkt...man weiss nicht woher das kommt.
Glaube nicht das es auf Religion zurückzuführen ist .
Irgendwie wissen wir den Unterschied zwischen Gut und Böse ...und warum wir das wissen , kann ich ihnen nicht sagen...
finde das an sich faszinierend und es ist auch ein Thema das permanent ist...letzten Endes ist es das,
was in "High Noon" ausschlaggebend ist was nämlich gar kein Western ist... nur mit Western-Kostümen...
es ist eine Geschichte , die genauso gut in anderen Milieus passieren könnte."

Ausschnitt aus einem Interview mit Fred Zinnemann , Regisseur von "High Noon"


Helen Ramirez (Kathy Jurado) gebe ich ja eindeutig den Vorzug vor Grace Kelly .
Schwarzhaarig ,stolz , eindeutig eine Vertreterin klarer Worte , im Notfall unterstrichen durch Ohrfeigen.
Angesichts des nahenden Bösen in Gestalt des Frank Miller packt sie die Koffer und nimmt den Zug -
eindeutig kein Fall von Hybristophilie .

Und Sheriff Kane...der schweigsame Held , eher ein Mann der Tat als des Wortes.
Fast die ganze Stadt läßt ihn im Stich ,doch er geht unbeirrt seinen Weg -
einsam... - jedoch mit gutem Gewissen. Meine Lieblingsszene :
Wie er am Ende den Sheriff-Stern abnimmt und ihn der Bevölkerung vor die Füße wirft .


Aber woher kommt denn nun das Gewissen?Das Gefühl für Gut und Böse ?

Fred Zinnemann sagte in dem Interview , man wisse nicht , woher es kommt .

Nicht allein Religionen und Rechtssysteme , nicht allein Eltern und Erzieher bringen einem Menschen
demnach Sitte und Antand bei -er kommt schon mit einem Gespür dafür aus dem Geburtskanal.

Überall auf dem Erdenrund wohnt Menschen offenbar das gleiche Gespür
für Fairness , Verantwortung und Dankbarkeit inne .
Jemand mit Absicht zu verletzen wird in allen Kulturen für schlimmer erachtet , als wenn dies ohne Vorsatz geschieht.
Schon Kleinkinder verfügen über diese moralischen Grundurteile.
Im Windelalter zwischen anderthalb und drei Jahren , wachsen grundlegende Bestz-und Eigentumsnormen heran.
Mit drei und vier Jahren unterscheiden unterscheiden Kinder eine Tat danach ,
ob sie mit Absicht oder aus Versehen begangen wurde . Auch können die Kleinen Moralverletzungen ,
etwa Hauen und Klauen , treffsicher von Verstößen gegen soziale Konventionen unterscheiden.

Wissenschaftler beobachteten , wie die Urmoral des Wickelkindes wie ein roher Klumpen Ton
in immer feinere Formen modelliert wurde , entsprechend den hier geltenden Rechtsnormen.
Besonders frappierend : Die Kinder wiederholten dabei im Zeitraffer die Geschichte der Rechtsgebung im Laufe
der menschlichen Zivilisation.

So empfanden die kleineren Probanden der Untersuchung Rache noch als legitim.
" Vielleicht , wenn er ihm ein blaues Auge geschlagen hat , kann er ihm auch ein blaues Auge schlagen" ,
sinnierte ein Kind , das gerade sechs geworden war .
Die Teenies dagegen lehnten Vergeltung ab. Weil man " Feuer nicht mit Feuer bekämpft",
meinte eine Zwölfjährige.

Und wie kommt es dann , das es Menschen ohne Gewissen gibt ?
Wie ist es möglich , das ein Mensch unter schlechten Voraussetzungen ein Prachtkerl mit ausgeprägtem Gewissen werden kann ,
ein anderer unter besten Bedingungen jedoch ein kriminelles Subjekt ?

Ein Wissenschaftler untersuchte die Gehirne von 41 Mördern , die im Affekt gemordet hatten.
Sie wiesen einen reduzierten Stoffwechsel im Frontalhirn auf.
Die Aktivität dieser Region ist wesentlich für das Zustandekommen von Mitgefühl , Ethik , Verantwortlichkeit .
Bei 21 als Soziophaten eingestuften Tätern war das Volumen diese Areals sogar um 11 bis 14 % kleiner als bei "normalen" Menschen .
Die Masse der Mörder in den USA hat ausserdem einen sehr niedrigen IQ .

Auszüge aus Spiegel Nr 31 , 30.7.07

Dann könnte es einem Beznesser also an ausreichend Stoffwechsel im Frontalhirn mangeln ?
Wenn das Mitgefühl , die Ethik , die Verantwortlichkeit so wenig vorhanden sind ,
das er skrupellos andere schädigt ?

Vermutlich habe ich jetzt einen Haufen Blödsinn zusammengeschrieben , startend bei "High Noon" bis zum "Spiegel"...

LG Amaretta

Teil 2 

Posted - 23/09/2007 :  23:13:05          

Eigentlich ist es vollkommen egal , woran es liegt , das ein Beznesser kein Gewissen und kein Unrechtsbewusstsein hat .
es ist so , und das Einzige was zu tun bleibt , ist zu warnen , und einen großen Bogen um diese " Menschen" zu machen.

WIR haben ein Gewissen , die offensichtlich nicht.

Wir haben Handlungsspielräume , wir lassen uns von unserem Gewissen lenken , und treffen innerhalb dieser Handlungspielräume
unsere Entscheidungen.
... man sagt , man müsse doch morgens noch in den Spiegel sehen können , um zu prüfen , ob man noch der/dieselbe ist
oder was aus einem geworden sei .
Das Gewissen stellt die in die Zukunft gerichtete Frage , was aus mir werden soll , und blickt in die Vergangenheit auf das ,
was aus mir geworden ist -
Im Gewissen stellt man das eigene Sein zur Entscheidung .

Sicher ist der Mensch nicht vollkommen frei in allen seinen Entscheidungen , und auch die Prägungen durch Umfeld und Erziehung
sind als gegeben hinzunehmen,wobei im Laufe des menschlichen Reifens jedoch die Freiheit gegeben ist , Erlerntes in Frage zu stellen
und umzudenken ,
immer im Rahmen des eigenen Gewissensspielraumes . Je weiter der Mensch also reift ,
desto individueller kann seine Persönlichkeit , seine Biografie werden.
Bei Sartre heisst es : "Der Mensch ist nichts anderes als das,wozu er sich macht."

Man kann also davon ausgehen , das Menschen , die von ihrem Gewissen gelenkt werden ,
auch in ihren Handlungsweisen mehr oder weniger einzuschätzen sind ,
das sie also nichts vollkommen Unvorhergesehenes tun werden , das Handlungsmotive wie Verantwortungsbewusstsein ,
Ehrlichkeit , Anstand , Solidarität zu Freunden und Bekannten , Verläßlichkeit etc. sie lenken.
Und das der Satz "Was Du nicht willst , das man Dir tut ,das füg auch keinem Anderen zu "
einen sehr großen Platz einnimmt , sozusagen das Fundament bildet.

Wenn ein Mensch in einer Beziehung lebt , wünscht er sich , seinem Partner vertrauen zu können , sich auf ihn/ sie
vollkommen verlassen zu können, um sich in dieser Beziehung öffnen und sich auch fallen lassen zu können.
Der Mensch geht im Wachstumsprozeß der Beziehung mehr und mehr davon aus , das sein Partner ähnlich "tickt "
wie er selbst , ihm also die gleichen Handlungsmotive zu eigen sind.
Und er/sie ist dann imstande , ohne Angst diesem Partner sein ganzes Herz und volles Vertrauen zu schenken,
denn der Partner wird , da man ihn ja lange genug kennt , bestimmt nichts Unvorherzusehendes tun.

Nehmen wir Ehepaar X , mit drei Kindern . Ein Paar mit den üblichen Alltagsproblemen , aber eigentlich
alles im Rahmen , eine heile Familie.

Nehmen wir Paar Y , keine Kinder , weil es halt nicht sein sollte , Paar Y kann sich -beide berufstätig-
einen angenehmen Lebensstandart leisten,
alles scheint in Butter.

Und noch Paar Z , viele Jahre schon zusammenlebend , Anfang/Mitte Dreissig , Kinder erwünscht ,
demnächst soll es mal losgehen
mit dem Nachwuchs.

Alle diese Menschen fahren in den Urlaub .
Familie X wählt Badeurlaub , Strandleben mit den Kindern , Spass.
Paar Y fährt auch in die Sonne , tut einen Schuss Wellness ins Programm ,Wärme , Schwimmen und Entspannung .
Paar Z , er bekommt keinen Urlaub , läßt sie mal mit Mutti und Papi in Urlaub, er gönnt es ihr.

Alle diese Menschen wählen Ziele in Ägypten , Tunesien,Türkei. Sonnengarantie.

Frau X spielt mit Mann und Kindern am Strand ,die Animateure kümmern sich rührend-
nicht nur um die Kleinen , nein auch und ganz "Besonders" um Frau X , die sich in einen der Strandgigolos "verliebt",
nach dem Urlaub ihren MANN und die KINDER verlässt , um sich ihren Leidenschaften hinzugeben.
Eine Familie zerstört.

Frau Y geniesst im Rahmen ihres WellnessProgramms eine Massage , während ihr angetrauter Ehegatte -
der ihr vollkommen vertraut , friedlich am Strand liegt , derweil "verliebt" sich die Gattin in ihren Masseur.
Scheidung.

Frau Z "verliebt" sich unter südlicher Sonne ebenfalls in einen Strandläufer ,
verlässt ihren Freund, um einen Fremden umgehend zu ehelichen.
Zukunftspläne , Kinderwunsch , alles den Bach runter.
Beziehung zerstört.

WO WAR DAS GEWISSEN bei diesen Frauen ?
WAS treibt eine Frau , die man zu kennen glaubte , dazu , sich urplötzlich von allen gemeinsam gelebten Idealen und Plänen
zu trennen und innerhalb von Sekunden,Minuten , Stunden zu einen vollkommen anderen Menschen zu werden ?
Wie kommen diese Frauen auf den Irrsinn , ihrem langjährigen vertrautem Partner von einer Sekunde auf die andere ein Messer
ins Herz zu rammen ?
Wird mit einer solchen Handlungsweise nicht der ganze Mensch in Frage gestellt ?

"Moralische Kritik richtet sich nicht nur auf das , was einer tut, sondern auf den Menschen , der die Tat begangen hat.
Nicht die Handlung allein , der Mensch selbst steht in Frage.
Und wenn der Mensch auf die Kritik antwortet - indem er sie akzeptiert oder sie zurückweist ,
indem er aber auf jeden Fall sein "Gewissen sprechen" lässt,
gibt er Auskunft über sich als Person ."

Welche Auskunft erhält man wohl über die Person , die Frau , die tat was sie tat , nämlich gewissenlos alles stehen
und liegen liess um eines Wahnsinns willen.
Der ganze Charakter der Person ist in Frage gestellt , es handelt sich nicht mehr um den Menschen ,
den der Verlassene und sein Umfeld zu kennen meinte.Und damit ist auch die ganze gemeinsame Vergangenheit in Frage gestellt .
Eine Frau , die so herz-und verantwortungslos ihren Liebsten gegenüber handelte , handelte gewissenlos.
Aber sie hatte doch ein Gewissen , man konnte ihr Vertrauen , man liebte sie darum ,
liebte MANN eine Illusion ? Wo ist die hin , die man zu kennen glaubte ?!
Welchen Wert , welche Bedeutung haben all die gemeinsamen Jahre , wenn das Alles für eine Made , ein Gewürm
in den Gulli getreten wurde , als wäre es nichts gewesen ?!

Die Entscheidung für den Beznesser wurde von diesen Frauen getroffen.

Bei dieser Entscheidung spielte das Gewissen offensichtlich keine Rolle .
Emotionale Leichen pflastern den Weg der Beznesser ,
emotionale Leichen pflastern auch den Weg derer , die sich für die Made entschieden.
Und sie sind tatsächlich nicht nur Opfer der Beznesser ,
sie sind Täter , denn sie haben die Entscheidung SELBST getroffen .
Für ihre Lieben gab es keine Entscheidungsmöglichkeiten , sie sind mehr Opfer und schlimmer getroffen ,
denn sie konnten sich nicht wehren.
Diese Frauen haben nicht im Rahmen ihres vom Gewissen vorgegebenen Handlungsspielraum gehandelt ,
sie haben die Stimme des Gewissens nicht gehört oder nur vorgegeben , je eins gehabt zu haben.

Wie ist es möglich , einem lieben Menschen das anzutun , wovon keine Frau wollte , das es IHR je angetan würde?

Ich habe Verständnis für jede Frau , die allein ist und Sehnsucht hat .
Und sich dabei in die Arme eines Beznessers verläuft , da ist zu hoffen , das sie rechtzeitig Erkenntnis erlangt ,
durch diese Seite oder auf anderen Wegen.

Bei gebunden Frauen sehe ich das anders , ich kann kein Verständnis aufbringen,
mein Mitgefühl gehört den Verlassenen...

"Nach der Tat ... zwingt das Gewissen ...zur Identifikation mit der Vergangenheit , zu der Erkenntnis ,daß ich auch jetzt noch
und für immer Eine bin , die so handeln konnte .
Das Gewissen fordert mich dann auf , in den Trümmern meiner Existenz die verbleibenden Möglichkeiten neu zu ordnen."

Dieser Satz passt für die Frauen ,die ihre Liebsten verliessen . Sie zertrümmerten ihren Liebsten das Herz , das Vertrauen.
Sie zertrümmerten auch ihre eigene Existenz . Früher oder später merken sie es , und bei wieder sich regendem Gewissen
sehe ich sie zusammenbrechen angesichts der Erkenntnis dessen , was sie taten ...für ein nichts.

Ob ich in der Lage wäre , dann doch Mitgefühl zu haben ? Ich weiss es nicht ... ich weiss es wirklich nicht.

Bei einem Persönlichkeitstest , den ich neulich absolvierte , kam heraus , das ich bei aller Herzlichkeit
doch sehr "streng" bin, hohe Maßstäbe setze , für mich selbst und auch für andere.
Dominant bin und Begriffe wie Anstand und Ehre (im europäischen Sinn ) , Pflichtgefühl und Verantwortungsbewusstsein
Zuverlässigkeit und ABSOLUTES Vertrauen hoch bewerte.
Aus diesem Grund fällt mir jegliche Toleranz bei Mangel dieser Eigenschaften schwer bis unmöglich.
Obwohl ich eigentlich locker und lustig bin.

Ich weiss nicht , wie ich reagieren würde , wenn solche Frauen-Fälle sich hier im Forum hilfesuchend melden ,
weil sie an ihrer Made zugrundegehen .
Beim Gedanken an die , die sie auf der Strecke gelassen haben , wäre ich kaum in der Lage , objektiv und hilfreich zu posten.
Also würde ich dann eher gar nicht posten.

Amaretta

PS. http://www.eurozone.com/artikles/2003-0 ... ma-de.html

Einige der Sätze in meinem Text stammen von Jan Philip Reemtsma.
In seinem Vortragstext geht es um Wehrmachtsverbrechen , Handlungsspielräume und - das Gewissen.
Auf der angegebenen Seite findet ihr den Gesamttext. Lesenswert.

Entschuldigung , der Link funktioniert nicht .Wenn ihr Wikipedia /Gewissen eingebt , der Link steht ganz unten.


Teil 3

Posted - 25/09/2007 :  14:42:08          

quote:

Originally posted by Elisa

Amaretta,

Schau es gibt Situationen, wo Emotionen für Sekunden, für Minuten jegliches andere Empfinden überdecken.

LG Elisa



Ja , es gibt diese Situationen .
(Eine solche Situation muß auch die gewesen sein , als der EX meiner Freundin ihr die Weinflasche über den Kopf schlug.
Das er danach nicht sofort erwachte , sondern sie auch noch mit den Spiegelscherben zerschnitt , eine Handlung ,
die ja wohl nicht in 3 Sekunden getan war , macht mir das Ganze so horrend unverständlich.
Also muß die Emotion WUT für Minuten angehalten haben.
Erst dann ließ er von ihr ab und tippte die Notruf-Nummer ins Telefon.)

Das ist aber jetzt nicht das Thema , das mich hauptsächlich beschäftigt , Dein Satz passt aber sehr gut auch darauf ,
darum musste ich das einfügen , denn dieses Ereignis war es ja in erster Linie, das mich diese Seite finden und hier bleiben liess.
Plus die anderen Beobachtungen multikultureller Beziehungskatastrophen.

Was jedoch eine Frau betrifft , die ihren Mann blitzschlagartig abserviert - da komme ich nicht mit.
Die Emotion , die ein FREMDER auslöste , dauert doch nur Sekunden , Minuten , konnte ihr normales Empfinden
doch nicht vollkommen vernichten , doch nicht die Person auslöschen , die sie ist.

Der halbwegs normale Vorgang wäre dieser :
Sie ist in Urlaub , sie wird umgarnt , sie lässt sich mehr oder weniger darauf ein, geniesst wahrscheinlich
die willkommene Aufmerksamkeit.
Nun schaltet sich das Gewissen ein :
-Frage 1) Was tue ich da eigentlich gerade ?
-Frage 2) Ich bin gebunden , ich habe eine Beziehung , was geht mit mir vor , das ich mich hier umgarnen lasse.
-Frage 3) Wie sieht es mit mir , meinem Mann , meiner Beziehung aus , das es mir so angenehm ist ,
das dieser FREMDE an mich herankommen kann ?

Sie fährt also wieder heim. Und dann wird sie ihre Beziehung prüfen.
Sie wird das Geschehene , das vielleicht über einen Flirt nicht hinausging , als Anlaß nehmen , darüber nachzudenken ,
ob ihr etwas fehlt , und was es sein könnte , und was man daran ändern könnte.
Sie wird sich mit ihrem Mann , ihrer Beziehung auseinnandersetzen.
Und sie wird ihren Mann dabei einbeziehen , ihm sagen , was sie bewegt , und auch er wird sich Gedanken machen um sie und um sich.
Vielleicht streiten sie dabei , verstehen sich nicht sofort , kommen nicht schnell hinter das , was fehlt -aber Schritt für Schritt doch,
denn sie sind es einnander wert.
Denn ihre Liebe war da , ist da und kann darum nicht von einem Moment zum anderen nicht mehr da sein .

So sähe es im guten Fall aus , das Beide beginnen , an ihrer Beziehung zu arbeiten , und der Beinah - Ausrutscher den Auslöser dafür liefert.

So sähe es im Fall aus , das die Frau sich von ihrem Gewissen , Verstand und Verantwortungsbewusstsein lenken lässt .

Sie wird nicht die Grundwerte , die sie zu dem Menschen machten , der sie ist , plötzlich verwerfen ,
nicht das Band , das Liebe spann , und das im Laufe der Jahre dick und fest wurde , zerschneiden ,
nicht dem vertrauten Fleisch, das sie so oft berührte ,an dem sie sich in guten wie in schlechten Zeiten wärmen durfte,
das Messer gnadenlos ins Herz rammen.

Die es doch tut , verstehe ich nicht . Die muss den Totalschaden haben .
Wenn sie je Verstand hatte , kann der ja nicht plötzlich nicht mehr vorhanden sein .Oder wie jetzt ?

Und : gerade unsere Männer hier auf dieser Seite wirken auf mich anhand der Buchstaben , die sie liefern , wie alles andere als
Formel-Eins-glotzende abgestumpfte Langweiler , und auf keinen Fall Fremdgeher.
Sie wirken wie Männer , mit denen man hätte reden können, sonst würden sie hier nicht mitschreiben.
Sie machen sich Gedanken. VieleGedanken. Ehrliche Gedanken.
Warum haben ihre Frauen sich nicht mit ihnen zusammen Gedanken gemacht , anstatt einfach mit ihnen zu brechen ?

Elisa sagt , dieses warum-wieso - weshalb macht krank.
Ja , weil es keine Antwort gibt , und man trotzdem immer weiter fragt und denkt und denkt und grübelt und sich zerquält .
Dann lässt es einen nicht los , das UN-verständnis ist immer präsent und macht UN-zufrieden, traurig ,unglücklich.

Vielleicht sollte man sagen : Gut , ich habe ein Gewissen , ich kann in den Spiegel gucken , es ist mir egal ,ob die anderen eines haben ,
und wie sie mit ihrem Mist fertig werden , ich lasse jetzt los , denn ich kann eh nichts ändern.
Ich werde keine Antwort und keine annehmbare Erklärung erhalten , und richte mich damit ein und schaue nach vorn.

LG Amaretta

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EPIKUR

Posted - 24/09/2007 : 10:03:16

Ein herzliches Hallo an euch alle!

Aus dem selbstverordneten Schweigen nur kurz zurück, will ich aber unbedingt auf Amarettas letzten Beitrag eingehen.

Amaretta, Deine Beiträge sind immer gut.
Dein Letzter ist sehr gut und ehrlich gesagt ist es mir beim lesen kalt den Rücken herunter gelaufen.

Dein Beispiel mit den drei unterschiedlichen Paaren ist wirklich hervorragend.

Genau wie Du es schreibst, habe ich mich auch immer gefragt, wie es passieren kann einen Menschen,
den man mit allen seinen Eigenschaften doch zu kennen glaubt, innerhalb kürzester Zeit vollkommen umzudrehen wird.

„Stellt das nicht den ganzen Menschen in Frage?“

Ja, tut es und schlimmer noch, es stellt meine Sicht dieses Menschen in Frage und damit auch mich selbst.
Es ist genauso wie Du es beschreibst, die gesamte Vergangen mit einer solchen Frau wird in Frage gestellt.
Alles nur Lug und Trug? So sieht es dann für den Mann nämlich aus.

Da müssen die Damen dann eben auch mal ihren Hintern bewegen.
Es reicht dann eben nicht zu denken „ich bin ja so grausam belogen worden, ich bin das (alleinige) Opfer“.
Die Opfer sind oft genug selbst zu Tätern geworden, wollen das aber nicht wahr haben.

Es ist für die „Co-Betroffenen“ wichtig zu wissen, was da abläuft und wie es abläuft.
Von der Verantwortung für ihr Handeln befreit das die Frauen aber nicht.

Der Begriff „Co-Betroffene“ bringt mich übrigens wirklich auf die Palme.
Ich habe jetzt nur Leftys Geschichte halbwegs im Kopf, aber so wie ich es sehe,
ist eigentlich er der Hauptbetroffene! Nicht die Dame die ihn so elegant entsorgt hat!

Irgendwann wird sie wohl feststellen, dass sie verarscht wurde.
Wird Left in dem Moment wo sie das erkennt, also zum Opfer wird, vom Opfer zum „Co-Opfer“?
Nur durch die Erkenntnis einer Frau wird der Mann also plötzlich zum Ofer zweiter Klasse?
Was für ein abstruser Gedanke!

Es ist total doof, aber leider trägt man nicht nur für sich Verantwortung.

Ich bin immer gerne bereit für die „Täter“ möglichst viele mildernde Umstände zu sammeln.
Das gilt für die Frauen, die sich ihren Partnern gegenüber so grausam verhalten, es gilt sogar für diese Verbrecher
die jede Gemütslage ihrer Opfer so gewissenlos ausnutzen.
Mein Verständnis für eine Tat heißt aber nicht deren Billigung.


Alles Gute,

Ralf

Ich möchte die reine Wahrheit wissen, auch wenn sie hässlich ist .
Ich möchte mich nicht an einer Vorstellung festklammern, um mich vor dem Schmerz zu schützen,
den die Erkenntnis dieser Wahrheit mit sich bringt.
Auch wenn die Wahrheit eine quälende Konfrontation mit meinen Unzulänglichkeiten ist.
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AMOORA

Posted - 27/09/2007 : 22:24:24

... möchte ich die Stelle wieder aufgreifen, an die uns Amaretta mit ihren durchdachten
und in meinen Augen sehr wertvollen Beiträgen geleitet hat.

Das Gewissen. Wie Amaretta gehe ich davon aus, dass jeder der hier Postenden eines hat.
Aber was macht dieses Gewissen aus? Die durchaus fruchtbaren, wenn auch etwas unangenehmen Diskussionen der letzten Tage
hier haben uns gezeigt, dass so etwas wie ein Gewissen, das jeder von sich annimmt zu haben, per sè gar nicht existiert.

Beim Thema Gewissen geht es immer auch um Konventionen, um Moral, moralische Ansprüche - an sich selbst - …

Unser Gewissen befähigt uns, uns selbst und das, was wir tun oder wollen, zu bewerten.

Im Laufe unseres Lebens haben wir, entweder unbewusst durch Beobachten bei Anderen, durch Belehrungen
(‚Was Du nicht willst…’), durch eigenes Erleben ein Gefühl dafür entwickelt, was wir selbst als gut
oder als schlecht betrachten. Wir sehen dies als unser ‚Wissen’, quasi als allgemeingültig an;
und bewerten aus diesem Blickwinkel unsere eigenen Taten und die der Anderen.

…und anders als vielleicht angenommen, hat das Wort ‚Gewissen’ nicht für jeden von uns dasselbe Gewicht. Wenn es um Moral geht,
hat jede/jeder Einzelne von uns einen anderen Erfahrungsschatz in seinem kleinen Rucksack. Und genauso sträuben sich die Haare
bei jedem unterschiedlich, wenn es heisst, Dinge, Wünsche, Beobachtungen zu bewerten. Sowohl das, was andere tun als auch das,
was ich vielleicht selber will.
Das Gewissen – eine sehr persönliche Angelegenheit!...

Man muss also relativieren… mhhh… Sind Beznesser eventuell doch fähig innerhalb ihrer eigenen Welt
zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden…? …und setzen sie sich vielleicht einfach nur über ihr eigenes schlechtes Gewissen hinweg?
Kann man ihr Handeln aus allgemein gültiger orientalischer Moralansicht in gewisser Weise verstehen? Rechtfertigen?
…wie auch immer... Wir sind uns nach Amarettas Post vom 28.08. (23:38) sehr schnell darüber einig geworden,
dass es uns hierum gar nicht geht. Es tangiert uns nicht im Geringsten, ob diese Spackos überhaupt so etwas wie ein Frontalhirn
oder gar etwas wie Stoffwechsel hierin haben…

Denn, einzig, was Amaretta zusammengefasst hat, zählt:
'Eigentlich ist es vollkommen egal , woran es liegt , das ein Beznesser kein Gewissen und kein Unrechtsbewusstsein hat .
Es ist so , und das Einzige was zu tun bleibt , ist zu warnen , und einen großen Bogen um diese " Menschen" zu machen.'

Doch zurück zum Gewissen. Zu unserem Eigenen. Bei Gewissen fiel mir seltsamerweiser Dostojewski und sein Raskolnikow
aus ‚Schuld und Sühne’ ein… Er stellt anfangs seine Ideen und Vorstellungen vom Sein und der Welt sozusagen über die Wirklichkeit selbst. Raskolnikow verwirft die Welt, weil sie ihm unvollkommen erscheint. – Zum Ende der Geschichte wird er erst durch sein ideelles Scheitern
(aufgrund seines Gewissenskonflikts) dazu befähigt, die Wirklichkeit ganz unvoreingenommen zu sehen.
Er entdeckt die Wirklichkeit schließlich als das, was sie ist… Sie ist so viel bunter, vielfältiger, reicher, interessanter als seine Ideale…

…und damit, liebe Amaretta, muss ich Dir widersprechen, wenn Du sagst:
‚Diese Frauen haben nicht im Rahmen ihres vom Gewissen
vorgegebenen Handlungsspielraum gehandelt, sie haben die Stimme des Gewissens nicht gehört oder nur vorgegeben ,
je eins gehabt zu haben.’ - …Vielleicht haben die Frauen ein Gewissen gehabt, das nicht sehr deckungsgleich mit Deinem war…
…vielleicht konnten sie ihr Gewissen einfach nur schnell beruhigen…?

Und leider – so gut ich Dich auch verstehe – bleiben Deine Worte ‚Sie zertrümmerten ihren Liebsten das Herz , das Vertrauen.
Sie zertrümmerten auch ihre eigene Existenz. Früher oder später merken sie es , und bei wieder sich regendem Gewissen
sehe ich sie zusammenbrechen angesichts der Erkenntnis dessen , was sie taten ...für ein nichts.’
…auch letztendlich lediglich DIE eines Rufers in der Wüste…


Amoora

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LEFT_BEHIND

Posted - 27/09/2007 : 23:00:09

quote:
Sind Beznesser eventuell doch fähig innerhalb ihrer eigenen Welt zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden…? …
und setzen sie sich vielleicht einfach nur über ihr eigenes schlechtes Gewissen hinweg?
:quote

Ein äusserst interessanter Satz, der gerade bei aktuellen Diskussionen bei tieferer und konsequenter Verfolgung,
so Manchem ganz unangenehme Gefühle nahebringt, die man bei Anderen besser aufgehoben wähnte.

Denn wenn schon relativieren, dann bitte auch am anderen Ende der "Nahrungskette".

LG
Expect the unexpected...
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Beitragvon Amely » 22.11.2008, 17:19

Amaretta - interessanter Thread.
Danke für deine Mühe, das alles nochmal zusammen zu tragen. :wink:

Sehr lesenswert auch für einige hier, die aktuell dabei sind, ihre Beziehung
und ihre Familie wegen so eines Beznessers zu zerstören, bzw. wo die
Gefahr dafür ganz akut ist. Ich denke da z.B. an Zarsis, es wäre sicher
hilfreich für sie, das alles hier mal zu lesen und sich selbst zu reflektieren.
Liebe Grüße
Amely - Moderation
Amely
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Beitragvon Amaretta » 22.11.2008, 17:42

Amely , Danke .
Die weiteren Teile folgen gleich .
Es ist der richtige Moment dafür... :(
LG Amaretta
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Moonlight :Sicht einer Tochter im Rückblick

Beitragvon Amaretta » 22.11.2008, 17:52

moonlight
Junior Member

447 Posts

Posted - 17/08/2007 : 19:18:31

Elisa hat geschrieben:Für eine Mutter gibt es kein neues Ufer, denn man kann sich kein neues Kind bestellen oder schaffen, aber man kann sein Leben
in eine andere Richtung lenken. Man bekommt ja bei der Geburt keine lebenslange Garantie mit.
Vielleicht war es eine Montagsproduktion.


Liebe Elisa,

nein, Eltern können sich kein neues Kind bestellen - aber Töchter können sich auch keine neuen/unbelasteten Eltern bestellen.

So gern ich das manchmal wollte: Ich kann die Zeit nicht zurück drehen. Zwar war ich verblendet, zwar wurde ich getäuscht,
zwar musste ich komplett allein aus meinem Sumpf rauskrabbeln, zwar ist meine Story mehr als 10 Jahre her,
zwar bin ich daheim tausendmal zu Kreuze gekrochen ob meiner Verfehlungen ....
TROTZDEM: Einen zerbrochenen Krug kann man flicken, aber er wird nie mehr neu!

Oberflächlich haben meine Eltern und ich heute einen Modus gefunden, in dem wir uns für einen Nachmittag lang "normal"
unterhalten können: Was macht die Arbeit? Wie gehts dem Baby? Wo gehts hin in Urlaub? .... solche Dinge.

De facto "plappern" wir über Themen, wie man sie auch mit den Nachbarn hat. "Miteinander reden" können wir nicht mehr.
Und das tut verdammt weh. Das kleinste falsche Wort, ein schräger Halbsatz, ein Komma nicht an der richtigen Stelle,
und alle Wut entlädt sich aufs Neue.

@Elisa, Lefti: Ich kann Euren Schmerz als "Co-Opfer" wirklich nachvollziehen. Vielleicht schafft Ihr es trotzdem,
Euch in die Rolle des "aufgewachten Opfers" reinzufühlen? Wenn man vor einem Scherbenhaufen steht und Hilfe
von denjenigen am nötigsten braucht, denen man am meisten weh getan hat? Und dann hört SELBER SCHULD.
Ich jedenfalls habe zu Hause schon Dutzende Gänge nach Canossa angetreten ... mit dem Erfolg, dass ich bis heute (!)
von vielen Besuchen in Tränen aufgelöst zurück komme. Das ging so weit, dass mein Mann mir Besuche bei den Eltern
während der Schwangerschaft verboten hat, weil ich mich zu sehr aufregen könnte.

Ich will keinen Schmerz klein reden, nur ein wenig den Blick auch auf die andere Seite: Auch ein Opfer leidet unter dem,
was an Familienbanden kaputt geschlagen wurde.

Für eine Ratte!

LG
moonlight
Amaretta
 
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Die Geschichte von Igel...Auszüge

Beitragvon Amaretta » 22.11.2008, 18:23

Die Geschichte von Igel - Auszüge
Der komplette Strang ist noch im alten Forum zu finden ganz oben bei 1001 Geschichten -
Schicksale durch Bezness - Zur Geschichte 135
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Evelyne
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Posted - 08/12/2006 : 13:39:09
Hier ist die Geschichte von Klaus. Angeregt von einem anderen User, faßte er den Mut, seine, bzw. die Geschichte seiner Frau
hier zu veröffentlichen. Genau wie Klaus fragen sich viele Leute, was mit diesen Frauen geschieht, die sich unter dem Einfluß
ihrer Beznesser so total verändern? Es kann doch nicht sein, dass eine Frau mit Kindern, die bisher mit beiden Beinen
fest auf dem Boden stand, ganz plötzlich ein vollkommen anderer Mensch ist.
Sind hier doch, wie schon oft vermutet und besprochen, irgendwelche bewußtseinsverändernde Drogen im Spiel
oder spielen doch einfach nur die Hormone verrückt?

LG, Evelyne
Gemeinsam sind wir stark!

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Michael
Advanced Member

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10071 Posts
Posted - 08/12/2006 : 14:33:52
Es ist ja schon schlimm genug, wenn Frauen in diese Bezness-Falle laufen.

Schrecklich jedoch, wenn auf deren Seite eine ganze Familie zerstört wird und unschuldige Kinder darunter leiden müssen.

Es werden zwar jedes Jahr Ehen geschieden und Kinder so der Zerrissenheit ausgesetzt, wenn man dabei allerdings sehen muß,
dass es bei Bezness zusätzlich nur Verlierer gibt, fragt man sich, wofür?


Gruß Michael
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canim
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7564 Posts
Posted - 08/12/2006 : 15:40:45
Hallo Klaus,
danke, dass du mal deine Sicht des "Betrogenen" als Geschichte hier einstellst. Vielleicht liest das manche "Noch-Ehefrau"
und wird sich bewußt, was sie mit einem solchen Schritt eigentlich anrichtet, nicht nur beim Partner,
sondern auch bei gemeinsamen Kindern. Dir wünsche ich für die Zukunft wieder eine Zufriedenheit
und dass du auch innerlich Abstand gewinnst, um vielleicht irgendwann einmal eine glückliche Beziehung mit einer anderen Frau
eingehen zu können. Oder einfach mit deiner Tochter eine gute Zeit verbringst.

Gruß
Canim
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igel 62
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20 Posts
Posted - 08/12/2006 : 16:51:20
Danke für Eure lieb gemeinten Ratschläge und Grüße,aber es ist nicht so einfach mit einer
solchen Sache fertig zu werden.
klaus
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igel 62
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20 Posts
Posted - 08/12/2006 : 17:48:42

Es gibt immer Gründe warum sich ein Partner nach so langer Zeit in einen anderen Mann verliebt,und besonders im Urlaub.
Ich kann das ja alles bis zu einem gewissen Punkt nachvollziehen.Da ist der Alltag mit all seinen Problemen,
Frau denkt:Bin ich nur noch Putzfrau,die Kinder zerren vorn und hinten an einem,der Mann ist nichtmehr so aufmerksam
und macht keine Kompliemente mehr,alles scheint einem über den Kopf zu wachsen,und das alles dann noch so um das 40 Lebensjahr.
Und dann fähr Frau alleine in Urlaub,Sonne,Meer und blauer Himmel.Dann kommt da der junge,braungebrannte Tunesier
und holt Ihr die Sterne vom Himmel.Macht Kompliemente(Du wunderschön blaue Aug,Du meine Zauberin,Du meine Gazelle ect.)
und wickelt Sie um den Finger.
Frau bemerkt garnicht wie Ihr geschieht
und fühlt sich nach langer Zeit wieder begehrendswert und akttraktiv.
Ja und so nimmt das ganze dann seinen Lauf.Frau kommt heim,setzt alle Hebel in Bewegung um den jungen Lover nachzuholen.
Ich möchte mich nicht ganz freisprechen von Schuld(wenn man das so nennen kann),
wäre unsere Beziehung zu dem Zeitpunkt besser gewesen währe das Ganze vieleicht garnichr passiert.
Aber ich kann trotzdem nicht verstehen,wie sich ein Mensch(meine Frau)dann so verändern kann das Ihr fast alles egal ist
und Sie alles tut,nur um mit diesem Tunesier zusammen zu sein.und da währen wir jetzt bei Deinem Thema,
denn es erscheint einem wirklich als ob dieser Mensch Ihr eine Gehirnwäsche verpasst hätte oder Hexerei im Spiel wäre.
Klaus
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brighterstar
Junior Member

348 Posts
Posted - 08/12/2006 : 18:27:41
Hallo Klaus,

meine Vermutung ist, dass sie sich beim lover vielleicht zum ersten Mal im Leben als Frau gefühlt hat
und sogar die ganze Zeit mit Dir alsBetrug sieht (dies muss nicht stimmen),
aber die Orientalenkönnen einer Frau wirklich den Kopf verdrehen.
Ich habe dies vor vielen Jahren selbst gespürt - mich aber nicht
darauf eingelassen. Die Gedanken an diese Männer verschwanden bei mir nach einigen Wochen -
wahrscheinlich ist es eine Mischung aus "unwiderstehlicher" Erotik und Intensität, die einen -
wieauch in D.möglich - eines Tages ernüchtert aufwachen lässt.

Sprichst Du noch mit Deiner Ex oder ist totale Funkstille ?

Ich habe eine gute Bekannte (deutsch), die vier Kinder mit einem Deutschen hat.
Aus meiner Sicht ist dieser ein sehr netter freundlicher arbeitssamer kinderlieber Mensch.
Auch sie hat ihren Ex-Mann wegen eines anderen (ebenfalls Deutscher)verlassen und meinte,
dieser habe ihr all die Aufmerksamkeit/Bewunderung gegeben, nach der sie sich immer gesehnt hat.

Liebe Grüße. Brighterstar
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Fleur960
Average Member

Germany
533 Posts
Posted - 08/12/2006 : 19:48:16
Hallo Klaus, es tut mir sehr leid, was dir passieren musste, und vor allem deinen Kindern.
Konnte deine andere Pflegetochter nicht auch zu dir zurück?

LG

Fleur
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igel 62
Starting Member

20 Posts
Posted - 08/12/2006 : 19:49:43
Hallo brighterstar
Das kann ja sein das ein neuer Mann all dass gibt was der alte nicht tut,aber auch der alte hat das am Anfang der Beziehung
wahrscheinlich getan,nur nach einiger Zeit ist halt Wolke 7 vorrüber und der Alltag beginnt.
Und dann tauchen oft die selben Probleme
auf wie in der alten Beziehung.Und nach all dem was wir(ich und meine Frau)zusammen durchgemacht haben,
einfach so die Ehe wegschmeißen,kann ich nicht nachvollziehen.
Denn wie gesagt auch in der neuen Bez. kommen irgentwann die gleichen Probleme.
Klaus
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igel 62
Starting Member

20 Posts
Posted - 08/12/2006 : 19:56:08
Hallo Fleur 960
Es handelt sich bei dem anderen Kind um einen Jungen 9 Jahre alt.
Er kam mit 6 Monaten zu uns und war von anfang an sehr schwierig(Entwicklungsvezögert,agresiv,Lernbehindert).
Leider arbeite ich im Schichtdienst und könnte mich deshalb nicht so um den Jungen kümmern wie er es von seinem Zustand
her brauchen würde.Auserdem versorge ich schon meine dreizehnjährige Pflegetochter alleine und das fordert mich schon sehr.
Klaus
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Lippi
Advanced Member

Germany
4091 Posts
Posted - 09/12/2006 : 17:29:54
Hallo Klaus !

Kann sehr gut verstehen wie du dich fühlst. Bin gerade auch in einer ziemlich schlechten depressiven Phase.
Was mich nur wundert ist, dass deine Frau die Trennung von den Kindern so schnell leicht akzeptiert hat.
Eigentlich sehr untypisch für eine Mutter....Grübel...

Gruß Lippi

Gemeinsam sind wir stark!

Eigennutz ist die Klippe, an der jede Liebe zerschellt !
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igel 62
Starting Member

20 Posts
Posted - 09/12/2006 : 19:40:06
Hallo Lippi!
Ja das Sie sogar den Verlust der Kinder in kauf nimmt,macht das ganze ja so unverständlich für mich.
Wenn Du gesehen hättest was für ein Mutter-Tochter Verhältnis Sie vorher hatte,Du würdest nicht glauben
das Sie sich jetzt so einfach von Ihr getrennt hat und nur noch selten Kontakt zu Ihr hat.
Und dann die Wegnahme unseres Pflegesohnes durch das Jugendamt,all das scheint Sie einfach so hinzunehmen.
Ich denke da ist Hörigkeit im Spiel gegenüber dem jungen Tunesier.

Auch wie Sie mich behandelt hat,so hätte Sie früher nicht den reudigsten Köder behandelt.

Du mußt Dir vorstellen,Sie verläßt an Heiligabend Ihre Kinder ,nur um Bei Ihrem Lover zusein.Und Wenn man bedenkt
was Sie vorher für ein herzlicher,fürsorgender,einfühlsamer Mensch war versteht man es noch viel weniger.
Auch das Leben das Sie aufgab,uns ging es finanziel ganz gut,hatten ein schönes Haus,und jetzt wohnt Sie in einem Dreifamilienhaus,
ganz unterm Dach.All das kann ich,kann eigentlich keiner der Sie mal kannte nachvollziehen.Oder das mit der Religion,
Sie ist Katholisch gewesen und fast jeden Sonntag in der Kirche,sang in zwei Kirchenchören
und sitzt heute auf dem Teppich gegen Meka betend.Vieleicht kannst Du mir das erklären.
Klaus
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Milka
Junior Member

Germany
420 Posts
Posted - 09/12/2006 : 20:18:32
Hallo Klaus,
habe mich jetzt extra angemeldet um dazu etwas zu schreiben, ich lese hier seit Oktober mit.
Vorher Kannte ich weder diese Seite noch den Begriff Bezness,aber ich wünschte ich hätte davon gewusst.
Bei dir ist es deine Frau die du nicht wiedererkennst, bei mir meine Tochter.
Ich habe den gleichen Eindruck von Hörigkeit und Gehirnwäsche und völliges ändern des ganzen Lebens
von ihr wie du von deiner Frau. Das schlimme ist, man kann nur zugucken und nichts wirksames tun.
Meinungen von mir oder Freunden zählen nicht, im Gegenteil, ich habe das Gefühl je mehr ich sage um so verschlossener wird sie.
Dieser Mann hat sie irgendwie in der Hand und weis die richtigen Knöpfe bei ihr zu drücken.
Diese Situation macht mich fertig.
Gruß Milka
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Michael
Advanced Member

Germany
10071 Posts
Posted - 09/12/2006 : 20:22:02
Hallo Milka,

ein herzliches Willkommen vom team 1001Geschichte.

Ja man könnte tatsächlich meinen, sie würden die Frauen verhexen.

Ich glaube allerdings, es ist die komplett andere Natur, die so einen Zauber auslöst.


Grüße Michael

Gemeinsam sind wir stark!
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Milka
Junior Member

Germany
420 Posts
Posted - 09/12/2006 : 20:34:59
Vielen Dank für das Willkommen!!
Vieleicht geht es mir besser wenn ich hier ab und zu mein Herz ausschütten
kann, an der Situation selbst sind mir die Hände gebunden.
Michael, du hast schon recht mit der anderen Natur ,sicher ist etwas fremdartiges erstmal voller Reiz,
aber deshalb kann man doch nicht sein gesamtes Leben so ändern,das alles von vorher ins Gegenteil schlägt.
Sie war ein äußerst selbstbewusstes Mädchen, lebenslustig,mit vielen Kontakten, jetzt zählt nur noch dieser mann.
Er isoliert sie bewusst von allem, aber sie merkt es nicht oder will es nicht merken.
Milka

Elisa
Advanced Member

4222 Posts
Posted - 09/12/2006 : 20:44:25
Hallo Michael,

ich glaube es einfach nicht. Wie kann eine Frau auf normalem Weg für einen Typ,
für den sie sich hier vorher geschämt hätte, alles aufgeben, ihre Kinder vergessen.

Nein, ich glaube einfach nicht, daß es hier mit normalen Dingen zugeht. So verliebt kann niemand sein,
daß er seine Kinder vergisst.
Das ist gegen alle unsere Instinkte, alle unsere Verstandeszellen.

Vor allem, für was für einen Typ Mann, meist doch nicht besonders gebildet, viele nicht einmal gut aussehend,
ganz real betrachtet, einfach nur gute Schauspieler.

Aus einer normalen Frau wird eine komplett verrückte. Und das ist es doch ganz realistisch betrachtet.
Sie verlieren den Verstand, dann sich selbst. Was bleibt zurück. Wenn jemand dann wach wird,
wird er wohl sich entweder umbringen oder zum zweiten Mal den Verstand verlieren.
Wie kann man damit leben, das Leben von Kindern für einen solchen Typen zu zerstören?

Ich glaube schon seit langem, daß hier Medikamente oder irgendwelche Hypnosemittel eingesetzt werden.
Ein Mensch der immer normal getickt hat, kann doch nicht plötzlich seinen Geschmack, seinen Anstand, sein Mitgefühl,
seine Liebe zu seinen Kindern verlieren.

Manchmal habe ich riesige Wut auf solche verantwortungslose Frauen, aber dann denke ich,
die Strafe dafür ist ein für immer zerstörtes Leben. Wie kann man je wieder stolz auf sich sein nach so etwas,
je wieder mit sich selbst leben.


Klaus,
Alles, alles Liebe.

Elisa
Amaretta
 
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Registriert: 29.03.2008, 12:14

Der Austausch ..."Warum...?"

Beitragvon Amaretta » 22.11.2008, 19:38

Der Austausch ...
Nach zehnjähriger Beziehung erliess sie ihren Partner und heiratete Hals über Kopf
einen Fremden . WARUM?
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XXX °Sie° 

Posted - 11/10/2007 : 01:00:26

Ich finde die Frage nach dem "Warum" auch wichtig. Sie verblasst zwar nach einiger Zeit, aber sie ist irgendwo immer präsent.

Ich z.B. dachte, bevor ich meinen in der Türkei kennengelernt habe (wobei Kennenlernen schon sehr übertrieben ist),
dass ich ein schönes Leben habe. Eine langjährige, glückliche Beziehung. Einen Job. Freunde. Es fehlte mir an nichts.
Alles schien Perfekt.

Warum also bin ich auf so eine Masche reingefallen??? Wie konnte ich binnen 3 Monaten mein gesamtes Leben wegschmeißen???

Und auch wenn hier alle immer wieder beteuern, dass wir nicht schuld daran seien ... Schuld vielleicht nicht in dem Sinne,
aber ich habe es zugelassen!!! Wie primitiv sind wir Frauen eigentlich das uns so ein bisschen Süßholzgeraspel dazu verleitet?

Warum musste ich gleich heiraten??? Warum, warum, warum ...

Die Frage ist wichtig ... für einen persönlich.

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desertrose

Posted - 11/10/2007 : 01:08:46

XXX°SIE° hat geschrieben:Warum, warum, warum ...
Die Frage ist wichtig ... für einen persönlich.


liebe XXX°Sie°,

bei dir ist es anders, du bist schuldig wenn du du schon nicht solo warst zum beispiel da würde ich mich auch fragen warum?
was ist in mir vorgefallen? aber diesen warum, kannst nur du herausfinden,nur du kennst dich.
suche aber an dir, nicht an deinem damaligem partner

liebe grüße desertrose
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XXX °Sie° 

Posted - 11/10/2007 : 01:17:43

liebe XXX°Sie°,

bei dir ist es anders, du bist schuldig wenn du du schon nicht solo warst zum beispiel da würde ich mich auch fragen warum?
was ist in mir vorgefallen? aber diesen warum, kannst nur du herausfinden,nur du kennst dich.
suche aber an dir, nicht an deinem damaligem partner


Ach so, verstehe, unschuldig sind also nur die, die vorher solo waren alle anderen haben es verdient
oder wie wenn sie auf die Masche reinfallen !

Ich schätze meinen damaligen Freund immer noch sehr und gebe ihm an der ganzen Misere absolut keine Schuld.
Das weiß er auch.
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desertrose

Posted - 11/10/2007 : 08:40:27

liebe XXX°Sie°,

so meinte ich das nicht, du bist nur schuld das du einen partner hattest und du dich trotzdem auf jemandem eingelassen hast,
(hätte auch ein D sein können, wäre für mich,in meinen augen, mann könnte dich dafür verantwortlich machen,
aber nicht schuldig das du einem beznesser in die falle gelaufen bist
ich meine damit, weil du einen partner betrogen hast, hast du es nicht verdient, die öffentlichkeit würde das aber so sehen.

liebe grüße desertrose
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XXX°Er°

Posted - 14/10/2007 : 02:05:44

kelebegim hat geschrieben:Originally posted by kelebegim
"Eine langjährige, glückliche Beziehung. Einen Job. Freunde. Es fehlte mir an nichts. Alles schien Perfekt."

Originally posted by kelebegim
"Ich schätze meinen damaligen Freund immer noch sehr und gebe ihm an der ganzen Misere absolut keine Schuld.
Das weiß er auch."


Ähh... - Du scherst mal eben aus einer "glücklichen, langjährigen Beziehung" aus, heiratest einen Fremden,
und dein damaliger Partner soll wissen, daß es nicht an ihm lag???
Sorry, aber ist das einfach nur Bequemlichkeit, oder wie kommst Du bitte auf dieses dünne Brett? -
weswegen hast Du ihn denn verlassen, wenn es so glücklich war, daß Du ihn (weshalb auch immer) immer noch "sehr schätzt"?
Und wieso warst Du eigentlich langjährig mit ihm liiert, wenn ein Fremder dich mal eben zur Heirat "nötigen" kann?

Welcher Teil ist denn jetzt gelogen, wenn Frauen immer wieder betonen, daß in eine "heile Beziehung" niemand hinein kann?
(was ich weder bestätigen noch verneinen kann)

LG
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furiosa
Posted - 14/10/2007 : 18:47:21

Naja, XXX°Sie° schrieb aber, sie DACHTE, sie hätte ein schönes Leben und alles SCHIEN perfekt.
Wir wollen eben nicht immer die ganze Wahrheit wahrnehmen, verdrängen viel - bis sich etwas ereignet, was uns dann nicht mehr wegschauen lässt.
Und von Schuld kann man doch eigentlich nur sprechen, wenn man mit voller Absicht, bewusst geplant etwas Böses tut...
wie eben die Beznesser.
Sich seinen Anteil an Verwantwortung anzuschauen finde ich auch eine wichtige Sache, aber schuld sein ist für MICH etwas anderes.
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XXX°Er°
Posted - 16/10/2007 : 00:31:34

furiosa hat geschrieben:

"Naja, XXX°Sie° schrieb aber, sie DACHTE, sie hätte ein schönes Leben und alles SCHIEN perfekt.
Wir wollen eben nicht immer die ganze Wahrheit wahrnehmen, verdrängen viel - bis sich etwas ereignet,
was uns dann nicht mehr wegschauen lässt."


Ja, aber was heisst denn "nicht mehr wegschauen lässt"? - was soll das denn bitte sein, wenn es soo unbewusst sein soll,
aber die Beziehung "glücklich" war? - man macht sich doch über seinen Beziehungsstatus so seine Gedanken, oder nicht?

Wäre ja mal ganz interessant, was Kelebegims Partner verbockt hat, um so entsorgt zu werden.

Vielleicht antwortet sie ja noch, um diesen Widerspruch aufzulösen?

Wenn sie ihn "noch sehr schätzt", sollte doch zumindest der ein oder andere Gedanke an die Gründe fällig gewesen sein -
oder sind jetzt alle in Beziehung stehenden Frauen Opfer unbekannter Mächte und unzurechnungsfähig?

LG
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XXX°Er°
Posted - 21/10/2007 : 04:38:25
Tja @XXX°Sie°,
bisher keine Antwort...

Also noch einmal:

Was hat dein "hochverehrter" Ex-Partner aus deiner "glücklichen Beziehung" getan, damit Du mit einem Wildfremden in die Hochzeitsklamotten schlüpfst?
- WAS HAT ER DIR BITTE ANGETAN?! -
Was hat er nicht getan? - was hast Du erwartet? -
was hast Du nicht gesagt? - was er nicht verstanden?

Wäre schön, wenn Du darauf mal Antworten fändest - Du hattest deinen Berichten nach lang genug Zeit,
darüber nachzudenken, was dich damals bewegt hat, was dich überhaupt bewog,
so lange mit einem "doofen Deutschen" zusammenzuleben...

Und? - wie passt das alles zusammen?

LG
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n/a
deleted

Posted - 21/10/2007 : 04:56:30
@left_behind

Du wirst keine Antwort erhalten, weil sie selbst keine weiss! Schlussfolgerung: Die "Magie" des Neuen, des Reizvollen,
was letztendlich in die berühmte Hose ging!

.........

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XXX°Er°
Posted - 21/10/2007 : 05:15:50
Mag sein xxxxxxx,

aber nach den letzten Wochen hier tangiert mich das persönlich, weil es 100% der gleiche Schuh zu sein scheint,
und ich möchte hier KLIPP UND KLAR wissen,
wie oft ihr EX-Freund sie vergewaltigt, geschlagen, verbrannt, geschubbst, eingesperrt und/oder betrogen hat -
wie oft die Polizei im Haus war, wie gut sie mit ihrem Freund reden konnte, ob sie glaubt, daß ihr Freund sie liebt(e) usw.

Ist diese Seite dafür da, daß hier alle XXXXXX hier ihre Sünden beichten? - deshalb frage ich -
weil Männer hier immer unter Generalverdacht sind!

WARUM hat sie das getan? bzw. WAS hat ihr Freund getan, daß sie nicht anders handeln konnte? - sie hat doch offensichtlich ein Hirn.

LG
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desertrose
Posted - 23/10/2007 : 12:21:07

XXX°ER° hat geschrieben:"wie oft ihr EX-Freund sie vergewaltigt, geschlagen, verbrannt, geschubbst, eingesperrt und/oder betrogen hat -
wie oft die Polizei im Haus war, wie gut sie mit ihrem Freund reden konnte, ob sie glaubt, daß ihr Freund sie liebt(e) usw.
WARUM hat sie das getan? bzw. WAS hat ihr Freund getan, daß sie nicht anders handeln konnte? -
sie hat doch offensichtlich ein Hirn."


Also ihr Lieben,

da bin ich aber auch dafür, nach dem Grund da zu suchen, statt warum man auf einen Verbrecher reinfällt.

liebe grüße desertrose

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XXX Er :

Posted - 23/10/2007 : 15:53:23
@N.....e,
interessante Frauen gibt es alle Nase lang.
Ich steche mir aber nicht ins Auge, nur damit ich meine Zahnschmerzen nicht mehr spüre


@ N...a
erstens ist die unbeweisbare These des "nicht ohne Grund Verlassens" eh nur für Frauen gültig!
(der Grund darf nicht genannt werden, so siehts aus)
Und zweitens ist nur meiner Ex, und nur ihr, der Grund bekannt. Deswegen ist es schon sehr fragwürdig,
die Gründe für eine Tat bei dem Teil zu suchen, der sie erdulden musste, bzw. zu erwarten, daß der inaktive Part
sich diese mangels Hinweisen/Fakten aus den Fingern saugt, bzw. sich selbst mit einem Klischee-Strafkatalog abgleicht
damit das "selbst schuld"-Bild wieder den gesellschaftlichen Konventionen entspricht
(gibt es das anderswo, ausser bei Vergewaltigungen und Betrug?)
Ich gehe nämlich erstmal davon aus, daß ich weiß was ich tue und warum ich es tue,
und dies dann folglich auch zumindest grob benennen kann und nicht "ich weiß nicht, war doch alles schön"?
- alles andere ist unzurechnungsfähig - oder aber gelogen (siehe Bezzies).

Und wenn ich Hunger/Appetit habe, benenne ich Hunger/Appetit als Grund und nicht die Tatsache,
daß ich heute kein Essen vorgesetzt bekam von einem Partner, von dem ich seit Anbeginn weiß,
daß er/sie niemals für mich kochen würde - also muß auf dem gemeinsamen Weg bis ins Jetzt
ja irgendwas merkwürdig gewesen sein, wenn ich mich jetzt plötzlich über die Restaurantkosten beschwere,
gleichzeitig aber nicht verhungert bin in all den Jahren, oder?
Minus mal Minus ergibt Plus -> das heisst aber nicht, daß eine Lüge durch zusätzliche Lügen wahr wird.

LG

P.S: im übrigen stelle ich die (gar nicht gewagte) These auf, daß nicht wenige Frauen ihre soliden Partner
als Vaterersatz aussuchen/missbrauchen, und ihnen als Gegenleistung eine heile "Beziehung" mit Sex und "Liebe" kredenzen,
und deshalb offen wie ein Scheunentor für Anwerbung durch einen "echten Partner" bleiben müssen
(wie man es ja auch bei Männern ohne Probleme anzunehmen bereit ist)

Expect the unexpected...
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XXX°Sie°
Posted - 04/11/2007 : 00:09:53
XXX°ER° hat geschrieben:
"Tja @XXX°Sie°,

bisher keine Antwort...

Also noch einmal:

Was hat dein "hochverehrter" Ex-Partner aus deiner "glücklichen Beziehung" getan, damit Du mit einem Wildfremden in die Hochzeitsklamotten schlüpfst?
- WAS HAT ER DIR BITTE ANGETAN?! - Was hat er nicht getan? - was hast Du erwartet?
- was hast Du nicht gesagt? - was er nicht verstanden?

Wäre schön, wenn Du darauf mal Antworten fändest - Du hattest deinen Berichten nach lang genug Zeit, darüber nachzudenken,
was dich damals bewegt hat, was dich überhaupt bewog, so lange mit einem "doofen Deutschen" zusammenzuleben...

Und? - wie passt das alles zusammen?"

LG


@XXX°Er°

... könnte es sein das du der bist für den ich dich halte???
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XXX°°Er°

Posted - 04/11/2007 : 00:50:13

Für wen man jemanden hält, und wer er dann wirklich ist, ist ja immer eine interessante Frage - erst recht nach dem Urlaub.

Allerdings ist die Frage in einem anonymen Medium so sinnlos, wie das besagte "Schatzi" nach seinen ehrlichen Absichten zu befragen.

Aber falls es dich beruhigt - ich bin nicht aus dem Orient.

LG
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Antworten auf die Frage , warum sie das getan hat , kamen nie ...
Um diese Frage zu klären , müsste sie sehr -SEHR - tief in den Keller gehen ...
Der Strang in der Plauderecke "Warum Frauen keine netten Kerle lieben" könnte ihr Anhaltspunkte geben ...
und andere Texte mehr ... dafür muß man allerdings die Konfrontation mit unbekannten Abgründen in sich selbst aushalten wollen.
Diese aufzudecken,bedeutet VORWÄRTS.Innere Reinigung .
Es nicht zu tun bedeutet "STILLSTAND - und ewige Angst vor dem Keller im Haus .
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Aus Thread "Lichterloh"
left_behind
Advanced Member

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6233 Posts

Posted - 28/11/2007 : 02:41:21
...

die "spezielle" Schuldfrage sowie die Frage nach der Verhältnismässigkeit taucht immer dann auf,
wenn jemand sein Recht auf Glück auf dem Rücken des Anderen austragen möchte,
weil dieser ja schliesslich nicht wegrennen kann (Partner).

Es sind nicht Wenige hier, die "Kleinigkeiten" als Auslöser benennen, welche später allerdings NICHT
an einer Rückkehr zu dem "Zeitungsleser"hindern...

Also nichts Anderes als der Bezzie macht, wenn er nach einem Jahr oder länger nochmal anklingelt.

Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob ich mich von meinem Partner trenne, weil es nicht mehr geht,
oder ob ich parallel meine neue Zukunft gestalte, und den Partner dann bei Greifbarkeit dieses Ziels plötzlich eingefroren
und auf Abruf zurücklasse, falls es nicht klappen sollte.

Bei dem hat sich am Gefühl schliesslich nichts verändert - auch wenn er weiß, daß es nicht mehr geht, nie mehr so sein würde -
er Notnagel wäre.

Da wird das "Opfer" ganz eindeutig zum Täter.

Und auch wenn mich "---" HB-Männchen manchmal nervt - ich war nicht anders! - und es wäre schön,
wenn sich die betreffenden Damen mal ihrer Taten nur dahingehend stellen würden,
indem sie Männern wie "---" mal ein wenig Verständnis bzgl. ihrer Situation entgegenbrächten,
anstatt die Schuld für IHR Handeln ihnen auch noch aufzubürden - oder wie schlimm sollen die "mitbetroffenen" Männer
hier bitte gewesen sein, daß ihre Frauen keinen anderen Weg sahen, als zum absolut rücksichtslosen Sch.wein zu mutieren,
und danach zu sagen "ach, da war ja nichts, guck nicht so böse, es ist alles wie früher"?

Bezness hat viele traurige Gesichter - und in den allermeisten Fällen mit Partner kommt die Frau sogar noch richtig!
gut dabei weg (mit einem quasi kastrierten Ehemann, der als Fangnetz im entscheidenden Moment da war,
über die gekränkte Eitelkeit hinweghalf, sich aber leider nie mehr so richtig erholte, nicht mehr funktionierte
und wurde wie er früher einmal war, und dann "Zu Recht und reinen Gewissens" ausgemustert wird -
Dann war er sogar zweimal Sprungbrett, hat also gut gedient, und kann jetzt gehen - wenn er schon selbst Schuld daran ist,
"daß der Ägypter so schön schauen kann"...)

Nicht jede Geschichte, in der ein Beznesser auftaucht, verdient auch die Überschrift "Bezness"...

LG
Expect the unexpected...
Amaretta
 
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Registriert: 29.03.2008, 12:14

Re: Moonlight :Sicht einer Tochter im Rückblick

Beitragvon Grani » 05.09.2011, 09:02

Hi Amaretta,

verzeih, daß ich "in der Wunde wühle", aber vielleicht hilft es mir zu verstehen und gegenüber den Eltern einer Verwandten zu argumentieren und auch an die Vernunft zu appellieren wenn der Spuk für sie (die Verwandte) irgendwann vorbei ist.

Amaretta hat geschrieben:De facto "plappern" wir über Themen, wie man sie auch mit den Nachbarn hat. "Miteinander reden" können wir nicht mehr.
Und das tut verdammt weh. Das kleinste falsche Wort, ein schräger Halbsatz, ein Komma nicht an der richtigen Stelle, und alle Wut entlädt sich aufs Neue.
Darf ich einmal fragen was dort zuvor (natürlich grob) abgelaufen war? Antworten kannst du gern auch mit einem Link zu alten Beiträgen oder eben nicht, wenn das zu intim ist. Es geht mir um folgendes: meine Verwandte hat es sich quasi mit der gesamten Verwandtschaft ihrer Seite der Familie verscherzt. Da ich nur aus zweiter oder dritter Hand Geschichten hör(t)e und ohnehin nicht in Deutschland lebe und somit beim Drama nicht direkt dabei war, habe ich versucht mir eine halbwegs neutrale Position zu erhalten.

Sobald man dann hier die Geschichten liest, wird es natürlich schwer neutral zu bleiben, aber zumindest hat sie - wenn man so will - mit mir kein "Glas zerbrochen" wie mit dem Rest der Familie. Mein Vater hat sich diese Position nicht bewahrt und meine Mutter und Oma sind neutral bis uninteressiert. Ich wäre durchaus bereit zu moderieren, soweit das möglich ist. Leider hat sich von ihrer Seite noch kein Kontakt ergeben und sollte dies eines Tages passieren, stünde zu befürchten, daß mir mangelnde Neutralität vorgeworfen würde, da ich ja den Geschichten der anderen Seite ausgesetzt war.

Wohlgemerkt, mit "verscherzt" meine ich, daß vom anfänglichen Geld "borgen" über derbste Beleidigungen gegenüber den Eltern alles vertreten war. Auch langjährige Schulfreunde hat sie ausgenutzt oder es versucht. Das alles sollte man zwar mit einer Prise Salz nehmen, da ich es eben nur von einer Seite höre und ihre Seite bisher nicht gehört habe. Ich weiß allerdings, daß sich andere versucht haben eine ähnliche Neutralität aufrechtzuerhalten, dies dann aber aufgrund der direkten Taten meiner Verwandten mittlerweile aufgaben. Darunter eine wirklich gute langjährige Schulfreundin von ihr, die selbst ich noch aus ihrer Schulzeit kenne (wir gingen zeitweise auf die gleiche Schule).

Leider hat vieles von dem Gesagten und den Taten zu einer Situation geführt in der die beiden Kinder die meine Verwandte mit ihrem geschiedenen Mann hat, keinem der anderen Familienmitglieder egal sind (ganz im Gegenteil), meine Verwandte aber schon so ziemlich. Egal mag hier das falsche Wort sein, aber ich hoffe ihr versteht in etwa was ich meine. Wie du schon sagtest mit dem "Krug" ...

Ich persönlich habe - auch nach wie vor - das Gefühl, daß die Geschichte in zehn Jahren schon wieder ganz anders aussieht. Menschen vergessen und das Vergessen kann dem Vergeben helfen. Eigentlich ist dieser Familienteil relativ gläubig (evangelisch), aber als Atheist fühle ich mich nicht berufen sie auf einen der Grundpfeiler ihres Glaubens hinzuweisen (Vergebung). Vielleicht sollte ich mal mit deren Pfarrer reden, da ich mich derzeit in Deutschland aufhalte.

Amaretta hat geschrieben:Ich will keinen Schmerz klein reden, nur ein wenig den Blick auch auf die andere Seite: Auch ein Opfer leidet unter dem, was an Familienbanden kaputt geschlagen wurde.
Das ist im Prinzip die Situation die ich früher oder später bei meiner Verwandten kommen sehe, es sei denn sie würde aus Scham jeglichen Kontakt vermeiden oder ihre Eltern würden sich querstellen.

Danke einstweilen für einen kleinen Einblick in die Gedankenwelt eines Opfers. Ich hoffe meine Bitte um mehr Details ist nicht zu vermessen.
Grani
 
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Re: Das Gewissen - ein Appell , eine Warnung , ein Ruf

Beitragvon Frei » 05.09.2011, 13:11

Meiner Meinung nach, gibt es etwas mit der eigenen Familie, das nicht stimmt, und nicht so gut ist (gelaufen ist), so wie es sein sollte (gemeint ist).

Wahrscheinlich [Quelle: Psychologe Alexander Lowen, Erforscher der bioenergetischen Behandlung] stammen persönliche Probleme einer Frau (oder eines Manns) aus ihren (seinen) Kindheitserfahrungen mit der eigenen Familie,

und bestimmt aus dem (ungeeigneter Weise gelösten) Ödipuskonflikt, als das Kind (sie oder er) 3-6 Jahre alt war.

Als Kind sich in einer solchen (ungeeigneten) Umgebung befindet, bedeutet es oft, dass auch die frühere Kindheit keine ideale Erfahrung gewesen ist,

das heisst, als Kind (sie oder er) 0-3 Jahre alt war(*), wurde er/sie nicht gut genug behandelt, und man (Eltern) hat sich um das Kind (sie oder ihn) nicht gut genug gekümmert.

[Die Gründe dafür, man hat das nicht gut genug gemacht sind verschiedene, und mehr oder weniger verständlich, aber das gehört zu einer anderen Diskussion. Hier ist es interessant zu wissen,

1. wie das HEUTIGE private Leben einer Frau (oder eines Manns) läuft, und welche sind die HEUTIGE Beziehungen zwischen Frau/Mann und ihre/seine ursprungliche Familie, und dass

2. Punkt 1. hat mit den (guten/unguten) vergangenen Beziehungen zwischen Eltern und eigenen Kindern zu tun.]

(*)Oder auch früher: das, was das Kind während der Schwangerschaft erfährt/spürt, beeinflüsst die Stimmung des Kinds.

***

Von anderen (falschen) Beziehungen (zwischen Frauen/Männern und Beznessern/-innen) habe ich auch beobachtet,

wie die Beziehungen mit der ... ursprpunglichen Familie ... verbessern können!

Die Probleme mit dem Partner (der Partnerin) werden ein Grund, sich mit den eigenen Eltern zu alliieren,

weil die Eltern jetzt als "Rettungskette" erlebt, und nicht (mehr) als problematisch (...).

***

Viel Glück an die Menschen, die sich in einer privaten (Liebes)Beziehung befinden.

Mit liebsten Grüssen.
Frei
 
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Re: Moonlight :Sicht einer Tochter im Rückblick

Beitragvon Amaretta » 30.09.2011, 12:38

Grani hat geschrieben:Hi Amaretta,

verzeih, daß ich "in der Wunde wühle", aber vielleicht hilft es mir zu verstehen und gegenüber den Eltern einer Verwandten zu argumentieren und auch an die Vernunft zu appellieren wenn der Spuk für sie (die Verwandte) irgendwann vorbei ist.
(...)

Danke einstweilen für einen kleinen Einblick in die Gedankenwelt eines Opfers. Ich hoffe meine Bitte um mehr Details ist nicht zu vermessen.

Hallo, Grani,
Verzeihung, ich war länger nicht hier und habe Deinen Beitrag eben erst gesehen.
Ich werde noch antworten, sobald ich etwas Zeit finde.
LG Amaretta
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Re: Das Gewissen - ein Appell , eine Warnung , ein Ruf

Beitragvon suhan » 01.10.2011, 11:52

Gewissen bei Verliebten???

Dazu möchte ich kurz eine Geschichte erzählen: Eine Kollegin meiner Schwester - gut verheiratet, 3 liebe Kinder (5,8,12), in guten finanziellen Verhältnissen - hat von heute auf morgen ihre Familie verlassen, weil sie sich "verliebt" hatte (Mitte Dezember). Mit ihren persönlichen Sachen und ohne jegliche Reaktion gegenüber ihrer Familie ist sie zu ihrem jüngeren Freund gezogen. Ihr Mann blieb mit den 3 Mädchen alleine zurück und sie verstanden die Welt nicht mehr. Mutter hat sich nicht mehr gemeldet, sie ist einfach aus dem Leben ihrer noch vor kurzem so geliebten, heilen Familie, verschwunden. Angeblich war ihr Mann zu "langweilig", was ihre Kinder waren und warum sie sich auch von denen abgewandt hat bleibt ein Rätsel. Sie war wie ausgewechselt.

Sie genoss einige Zeit ihr "neues Leben" in vollen Zügen (ich weiß nicht ob es hier um Geld ging oder um AE). Etwa 2 Jahre ging das so. Eines Tages stand sie am Heiligabend mit Geschenken, unerwartet vor der Türe ihrer verlassenen Familie. Die kleinste Tochter, inzwischen etwa 7 Jahre alt öffnete die Türe und war wie versteinert. Sie bat ihre Mutter nicht herein, sondern rief ihren Vater. Keines der Mädchen wollte die Mutter nicht mal sehen, die Geschenke musste sie wieder mitnehmen.

Die Mädchen hatten damals den Schock ihres Lebens erleben müssen, als sich ihre Mutter über Nacht einfach so aus dem Staub machte.

Die Mutter wurde inzwischen von ihrem ach so geliebten Freund, wegen einer Jüngeren, verlassen und lebte alleine in einer kleinen Wohnung. In ihrem (Liebes-) Leid hat sie sich wieder an ihre Kinder und ihren Mann erinnert und an Weihnachten einen Annäherungsversuch gestartet. Sie hat allen Ernstes daran geglaubt, dass sich ihre Kinder wieder freuen könnten (ihr Mann war ein gebrochener Mann, er hat es nie verwunden und sich nur noch um seine Kinder gekümmert).

Als sie die Ernüchterung erhielt, die Ablehnung, hatte ihr Leben plötzlich keinen Sinn mehr. Einige Tage später wurde sie tot in ihrer Wohnung gefunden, Selbstmord, nachdem sich die Kolleginnen im Büro Sorgen gemacht haben.

In ihrer damaligen Verliebtheit hat sie sich in einem "Ausnahmezustand" befunden, ihre Kinder und ihr Mann waren "vergessen". Danach das "Aufwachen", das sie dann in ihrem Egoismus wohl nicht erwartet hatte. Ich glaube, dass sie sich nie darüber Gedanken gemacht hat, wie sehr das "Verlassen" der Familie ihre Kinder "traumatisiert" hat.

Das "Gewissen" wird wohl in einem solchen "Ausnahmezustand" von Verliebtheit völlig weg gewesen sein, sie war ihren Freund wohl völlig ergeben.

Diese "völlige Ergebenheit", warum auch immer, liest man auch immer wieder aus den vielen binationalen Geschichten heraus, die dann nochmals "upgegradet" werden durch die Einflüsse der anderen Kultur, mit all ihren Konseqenzen, die sich viele Frauen aus unserem Kulturkreis nicht vorstellen können, sie bewerten mit Werten, die sie "gelernt" haben, die aber hier nicht zutreffen. Viele "werfen" ihr Leben einfach so weg, weil sie so davon überzeugt sind, dass bei ihnen alles anders ist. Einige "erwachen" wieder aus dem Alptraum, haben mindestens viele Jahre ihres Lebens und ev. auch noch viel Geld eingebüßt. Wenn sie sich wieder "fangen" und "aufwachen", war es eine böse Erfahrung, aber viele sind ihr restliches Leben traumatisiert (jeder ist seines Glückes Schmid).

Wenn sie auch noch anderen Schaden zufügen, verlassenen Kindern, Ehemännern, Eltern, usw., die diese Wandlung nicht verstehen und für die das oft ein Schock ist - von dem Leid, dass sie sich selbst zufügen mal abgesehen - sollten sie eigentlich mehr Einsicht und Mitgefühl entwickeln, da hört der "Spaß" nämlich auf.

Wahrscheinlich ist das Phänomen auch ein Gesellschaftliches, den der "Egoismus" wird ja in allen Bereichen praktiziert. Aussagen wie, ... man muss sich auch mal was Gutes tun, ...jetzt bin ich dran, ....das ist mein Leben, ... mein Glück, ....geniesse dein Glück solange es hält, ....habe ein paar schöne Jahre usw., sind doch normal geworden in unserer im Grunde "übersättigten"Gesellschaft.

Mir tun einfach die Kinder und Familien leid, wenn sie bis zum "bitteren Ende" solche "Geschichten" miterleben müssen und im Grunde hilflos sind.

Grüße
Suhan
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Re: Das Gewissen - ein Appell , eine Warnung , ein Ruf

Beitragvon Elisa » 01.10.2011, 12:50

Liebe Suhan,

ich frage mich, ob die Frau je ihre Kinder geliebt hat ? Jedenfalls verstehe ich unter Liebe, dass man sich auch verantwortlich für jemanden fühlt.

Man kann so etwas nicht mit Verliebtheit begründen. Verliebtsein schaltet doch nicht alles aus unserem Leben aus.

Das kommt mir so vor, wie wenn Menschen sich Tiere anschaffen und dann plötzlich feststellen, dass das auch Arbeit macht, sie einfach irgendwo aussetzen.

Nein, sie hatten nie ein Gefühl für die Tiere, sie wollten nur besitzen.

Ich habe weiter festgestellt, dass gerade Menschen immer wieder Kinder bekommen, eben halt ein neues Spielzeug und weil es sich gut macht.

Warum sie sich umgebracht hat: Wahrscheinlich verstand sie die Welt nicht mehr.
Wie kann man einfach nach zwei Jahren mit Geschenken vor der Tür stehen ? Sie hat nur an sich gedacht, aber was in so einer Kinderseele vor sich geht, das war ihr egal.

liebe Suhan, solche Geschichten machen mich immer wieder wütend.

LG Elisa
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Re: Das Gewissen - ein Appell , eine Warnung , ein Ruf

Beitragvon suhan » 01.10.2011, 13:29

Liebe Elisa,

ja, mich machen solche Geschichten auch immer wütend. Meine Schwester hat uns das damals erzählt, ich habe diese Kollegin oft gesehen, verstehen konnte das Keiner. Als sie sich dann umgebracht hatte, waren wir alle tief erschüttert. Aber die Kinder waren die Leidtragenden. Ich denke jedes Weihnachten an diese Geschichte und könnte heulen (inzwischen sind ja schon 2 Jahrzehnte vorbei).

Aber schau dich doch mal um. Die Leute heiraten, bekommen Kinder und nach kurzer Ehe trennen sie sich wieder, weil sie sich neu verliebt haben. Die Kinder werden entweder aufgeteilt oder sie wechseln zwischen den Eltern hin und her. Jedes zweite WE zum Vater/Mutter, mit der Bahn, mit dem Flugzeug. Sie sind mehr unterwegs als in einem richtigen Zuhause. In der neuen Familie des Elternteils bei dem sie leben, sind sie das 5.te Rad am Wagen. Ihr Zuhause ist dazwischen - Bahn oder Flugzeug. Habe vor Kurzem den Bericht über einen 4jährigen gesehen, der schon sehr routiniert jedes 2.te WE zum Vater fliegt. ER ist tief traurig, weil er nicht versteht warum die Eltern sich getrennt haben und bei der Mutter ein neuer Mann wohntund ein neues Kind da ist, das vorgeht. Dieses Kind wird seine Eltern hassen, wenn es begreift, was passiert ist und warum er ständig unterwegs sein muss. Er kam mir wie eine vorlorene Seele vor! Noch macht er das was die Eltern von ihm verlangen, wird er das aber in einigen Jahren auch noch machen? Oder wird er sich seine "Geborgenheitsgefühle" woanders herholen? Droge als Ersatz von Liebe? Wie wird er den erlebten "Verlust" später ausleben? Ich glaube, dass da noch viel auf uns zukommt.

Das ist der heutige Egoismus, der in der Gesellschaft kursiert und uns keine Grenzen mehr auferlegt. Man hat das Recht auf "sein eigenes Leben" und setzt dies mit allen Mitteln durch, egal wer auf der Strecke bleibt!

Unsere Gesellschaft ist so egoistisch, oberflächlich und unmenschlich geworden und die kleinsten der Gesellschaft, nämlich die Kinder, zahlen die Rechnung dafür.

Wollte dich und die anderen Mitleser nicht deprimieren, aber ich muss da mal loswerden.

Liebe Grüße
Suhan
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Re: Das Gewissen - ein Appell , eine Warnung , ein Ruf

Beitragvon Elisa » 01.10.2011, 14:53

Suhan, Du deprimierst mich nicht. Aber nur ein Teil der Gesellschaft ist so.

Viele Kinder fliegen, so haben sie zumindest die Möglichkeit, den anderen Elternteil zu sehen. Und Du siehst die Trauer bei den Kindern, dem Vater, den Großeltern beim Abflug.

Bei einer Scheidung sind eigentlich nur die Kinder die Opfer. Die Erwachsenen sind ja froh, den anderen los zu sein .

Was ich bedauere, das viele Kinder in die Welt setzen ohne auch nur einen Gedanken an deren Zukunft zu verschwenden.

So als würden Kinder ganz alleine groß werden. Jedes Tier hat ein Nest, Eltern, die sich kümmern.

Jede Ehe kann zerbrechen, aber man sollte es zumindestens schon versucht haben. Und wie wir hier ja jeden Tag erleben, werden oft Ehen eingegangen, die überhaupt keine chance haben.


LG Elisa
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Re: Das Gewissen - ein Appell , eine Warnung , ein Ruf

Beitragvon suhan » 01.10.2011, 17:16

Suhan, Du deprimierst mich nicht. Aber nur ein Teil der Gesellschaft ist so. Gut, dass nur ein Teil der Gesellschaft so ist. Aber dieser andere Teil der Gesellschaft, wo die Eltern sich nicht genug kümmern, ihnen keine Nestwärme bieten, weil sie zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind, werden immer mehr.

Viele Kinder fliegen, so haben sie zumindest die Möglichkeit, den anderen Elternteil zu sehen. Und Du siehst die Trauer bei den Kindern, dem Vater, den Großeltern beim Abflug. Bei einer Scheidung sind eigentlich nur die Kinder die Opfer. Die Erwachsenen sind ja froh, den anderen los zu sein .

Was ich bedauere, das viele Kinder in die Welt setzen ohne auch nur einen Gedanken an deren Zukunft zu verschwenden. So als würden Kinder ganz alleine groß werden. Jedes Tier hat ein Nest, Eltern, die sich kümmern. Jede Ehe kann zerbrechen, aber man sollte es zumindestens schon versucht haben. Und wie wir hier ja jeden Tag erleben, werden oft Ehen eingegangen, die überhaupt keine chance haben. Da kann ich dir nur beipflichten.

Das ist sehr bedauerlich, besonders in einer so entwickelten Gesellschaft wie in Deutschland. Aber das setzt sich ja schon oft über Generationen fort, wenig Bildung, wenig Zuwendung, usw. , Ich habe auch das Gefühl, dass das immer mehr werden, die Hilfe benötigen, die alleine nicht mehr mit ihrem Leben zurechtkommen. Die Kinder leben am Rande der Gesellschaft und merken sehr wohl, was mit ihnen geschieht und welche Stellung sie unter ihresgleichen einnehmen. Haben sie schon von zu Hause wenig erlebt, was zur Bildung von Selbstbewusstsein beiträgt, so trägt so eine Situation noch mehr dazu bei. So aufgewachsene Menschen sind dann besonders "anfällig" für Zuwendungen und sind dann großen Gefahren ausgesetzt. Sie wünschen sich eine heile Welt, eine eigene Familie und sind nicht mal in der Lage mit sich selbst zurechtzukommen. Und dann bekommen sie auch schon sehr früh eigene Kinder, usw..

Aber solche Kinder lieben natürlich auch ihre Eltern, oder so gar noch mehr als Kinder in einem "behüteteren" Umfeld. Was die Eltern versäumen oder nicht leisten können, kann auch die Schule nicht leisten, die Lehrer sind damit völlig überfordert. So wird ein Teil der Gesellschaft weiter unten bleiben und eine geringere Bildung haben.

Die Reaktion des Staates wird dann sein, qualifizierte ausländische Kräfte ins Land zu holen. Damit wären wir wieder da, wo wir in der Form nicht hin wollten, zumindest nicht als erste Lösung. Wie diese Entwicklung weiter gehen soll, keine Ahnung. Ev. mit mehr Verantwortungsgefühl für sein eigenes Leben und die Stellung in der Gesellschaft (und die Verpflichtung, die man hier als Indiviuum einbringen sollte).

Kinder sind ein Geschenk (kein Eigentum), sie haben die gleichen Rechte wie Erwachsene, werden aber kaum gehört.

LG
Suhan
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Re: Das Gewissen - ein Appell , eine Warnung , ein Ruf

Beitragvon Giuditta » 02.10.2011, 11:13

Liebe Suhan....

ich kann mich in vielem deinen Beiträgen anschliessen, aber ich kenne einige Menschen, die sich gerade wegen der Kinder getrennt haben (um sie zu schützen), unter anderem auch ich!
Das Traurigste für mich war es eigentlich, dass meine damals 4jährige Tochter gesagt hat, jetzt ist es endlich wieder ruhig und lustig daheim (90% war sie nämlich die Leidtragende, da mein Ex Depressionen hatte und in Folge fast jeden Tag um 17 Uhr betrunken war und sie ins Bett schicken wollte).
Vor 2 Jahren habe ich einen neuen Partner kennengelernt, der (obwohl ich es gar nicht wollte, meine Meinung war immer, sie hat einen Vater, der sich zwar kaum kümmert, aber immerhin.... ) als Stiefvater (welches vorurteilbehaftetes Wort) mehr für sie da ist (in Unternehmungen wie Spielplatz, Schwimmbad, aber auch als mittlerweile Vertrauensperson) als ihr richtiger Vater.

Als unsere gemeinsame Tochter zur Welt kam, war auch bei ihr Eifersucht spürbar (weniger bei mir) eher beim Stiefvater, da ja die Kleine ja sein "richtiges" Kind ist. Er ging dazu über, wieder öfters mit ihr alleine zu unternehmen (Kino, Videospielen usw.) damit sie merkt, dass sie ihm genauso wichtig ist! Mittlerweile haben wir das ganz gut im Griff (sie ist auch schon 10 und kann manchmal ganz schön zicken, wie es sich gehört) Lach

Alles was mit Kindern zusammenhängt, muss man differenzieren. Es gibt genug Mütter, Väter, Stiefmütter, Stiefväter die sehr verantwortungsvoll mit ihren Kindern umgehen. Umso schwieriger ist es dann zu verstehen, warum es wirklich Frauen gibt, die ihre Kinder so in Stich lassen und dann (nach ihrem Aufwachen) nicht die Einsicht haben, dass es lange Zeit braucht, bis die Kinder wieder ein wenig Vertrauen fassen können! z. B. liebt meine Tochter ihren Papa, aber sie will nicht alleine bei ihm sein, da sie Angst hat, dass er was trinkt und ihr dann sagt z.B. wenn sie weiter so schlimm ist, kommt sie ins Heim.... leider passiert in der Beziehung und sie lange daran "geknabbert"... :(

Jeder Elternteil hofft, das Richtige für die Kinder zu tun und ihnen einen guten Start ins Leben zu geben, leider sind wir nicht unfehlbar und machen so oft Fehler (manche leichte, manche schwere)

Das Traurige am Bezness ist, dass wirklich nicht nur die Frau betroffen ist, sondern auch das soziale Umfeld... Es wird immer mitleiden, egal ob Eltern, Geschwister, Kinder, Ex-Partner, Freundinnen usw.....

Mit lieben Grüßen
Giuditta

Ps Langer Text, nur um auszudrücken, dass Trennung oft genug nicht aus egoistischen Gründen erfolgt..... :) (betrifft bitte nicht Bezness, um es klarzustellen)
Niemand außer Dir kann Dich glücklich oder unglücklich machen

Das Glück besteht nicht darin, das du tun kannst, was du willst, sondern darin, daß du auch immer willst, was du tust.
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Re: Das Gewissen - ein Appell , eine Warnung , ein Ruf

Beitragvon Giuditta » 02.10.2011, 11:18

Natürlich betrifft meine Antwort auch Elisa!!

Ich habe ein wenig unaufmerksam gelesen, ich hoffe, ihr verzeiht... ;)

lg
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Re: Das Gewissen - ein Appell , eine Warnung , ein Ruf

Beitragvon suhan » 02.10.2011, 19:54

Giuditta hat geschrieben:Liebe Suhan....

ich kann mich in vielem deinen Beiträgen anschliessen, aber ich kenne einige Menschen, die sich gerade wegen der Kinder getrennt haben (um sie zu schützen), unter anderem auch ich!
Hallo Guiditta, ich habe mich damals auch von dem vater meiner kinder getrennt, weil er einfach unehrlich, unerträglich (psychopatisch) und ungerecht zu den kindern war. In einem solchen Umfeld ist sicher eine Trennung besser. Aber es gibt auch genügend, die sich zu schnellverheiraten, zu schnell Kinder bekommen und sich zu schnell wieder scheiden lassen, weil sie sich nicht sicher waren oder neu verliebt haben, das habe ich gemeint, das sollte man doch besser vorher genauer prüfen. Aber man kann in die Menschen ja nie hineinschauen und so unterliegen wir unseren Fehlern, leider müssen da oft auch die Kinder darunter leiden. Meine Enkelin hat Rotz und Wasser geheult, weil sie einen 2ten Bruder bekommen hat und wollte ihn partout nicht haben, war eh schon kritisch alles mit einem Bruder zu teilen und dann kommt noch so einer. Sie hat vorgeschlagen, das Mädchen der Tante zu nehmen und den Bruder dafür einzutauschen, sehr kreativ. Als er dann da war und nur geschlafen und gegessen hat, hat sie sich damit abgefunden. Die Eltern haben mit ihr auch mehr gemacht und sie gestärkt in ihrer "großen Schwester Position". Auch wenn der Umgang mit den Brüdern heute doch manchmal recht rauh ausfällt.

Das Traurigste für mich war es eigentlich, dass meine damals 4jährige Tochter gesagt hat, jetzt ist es endlich wieder ruhig und lustig daheim (90% war sie nämlich die Leidtragende, da mein Ex Depressionen hatte und in Folge fast jeden Tag um 17 Uhr betrunken war und sie ins Bett schicken wollte).
Sowas ist sicher nicht akzeptabel und bei alkoholisierten oder drogenabhängigen Menschen geht das gar nicht, dass sie über Kinder Aufsicht oder Bestimmungsrecht bekommen können, denn sie sind ja nicht in der Lage über sich selbst zu bestimmen.
Vor 2 Jahren habe ich einen neuen Partner kennengelernt, der (obwohl ich es gar nicht wollte, meine Meinung war immer, sie hat einen Vater, der sich zwar kaum kümmert, aber immerhin.... ) als Stiefvater (welches vorurteilbehaftetes Wort) mehr für sie da ist (in Unternehmungen wie Spielplatz, Schwimmbad, aber auch als mittlerweile Vertrauensperson) als ihr richtiger Vater. [color=#400080,Das war sicher die bessere Entscheidung, auch für das Kind. [/color]

Als unsere gemeinsame Tochter zur Welt kam, war auch bei ihr Eifersucht spürbar (weniger bei mir) eher beim Stiefvater, da ja die Kleine ja sein "richtiges" Kind ist. Er ging dazu über, wieder öfters mit ihr alleine zu unternehmen (Kino, Videospielen usw.) damit sie merkt, dass sie ihm genauso wichtig ist! Mittlerweile haben wir das ganz gut im Griff (sie ist auch schon 10 und kann manchmal ganz schön zicken, wie es sich gehört) Lach Klar, das ist eine normale kindliche Reaktion, aber das ist auch bei normalen Geschwistern der Fall., als Eltern kann man da ja dagegen steuern, was ihr ja getan habt.

Alles was mit Kindern zusammenhängt, muss man differenzieren. Es gibt genug Mütter, Väter, Stiefmütter, Stiefväter die sehr verantwortungsvoll mit ihren Kindern umgehen. Umso schwieriger ist es dann zu verstehen, warum es wirklich Frauen gibt, die ihre Kinder so in Stich lassen und dann (nach ihrem Aufwachen) nicht die Einsicht haben, dass es lange Zeit braucht, bis die Kinder wieder ein wenig Vertrauen fassen können! z. B. liebt meine Tochter ihren Papa, aber sie will nicht alleine bei ihm sein, da sie Angst hat, dass er was trinkt und ihr dann sagt z.B. wenn sie weiter so schlimm ist, kommt sie ins Heim.... leider passiert in der Beziehung und sie lange daran "geknabbert"... :(Jeder Elternteil hofft, das Richtige für die Kinder zu tun und ihnen einen guten Start ins Leben zu geben, leider sind wir nicht unfehlbar und machen so oft Fehler (manche leichte, manche schwere)
Ob dann der alleinige Umgang mit dem Vater für die Tochter gut ist, musst du entscheiden, oder ob er mit dir zusammen stattfindet.
Für Kinder ist es einfach schwierig nach einer Scheidung, denn sie lieben ja beide Elternteile, sie leiden genauso wie Erwachsene wenn ihr vertrauetes Umfeld sich damit ändert; Ausnahmen gibt es ja immer wieder und klar, dass man differenzieren muss, z.B. zum Wohl des Kindes


Das Traurige am Bezness ist, dass wirklich nicht nur die Frau betroffen ist, sondern auch das soziale Umfeld... Es wird immer mitleiden, egal ob Eltern, Geschwister, Kinder, Ex-Partner, Freundinnen usw.....Ja, das war bei mir auch so, was ich versucht habe auszugleichen, aber meine Töchter (die schon erwachsen sind), mussten auch darunter leiden. Schon deshalb, weil ich selbst oft ein trauriges Bild abgegeben habe (ich bin in der Zeit um Jahre gealtert und war oft krank und auch depressiv). Finanzielle Engpässe hatte ich nie, trotzdem dass ich viel Geld verloren habe. Aus diesem Grunde arbeite ich jetzt auch noch einige Jahre weiter um das ev. Erbe auszugleichen und mir noch einen schönen Lebensabend zu schaffen.

Mit lieben Grüßen
Giuditta

Ps Langer Text, nur um auszudrücken, dass Trennung oft genug nicht aus egoistischen Gründen erfolgt..... :) (betrifft bitte nicht Bezness, um es klarzustellen)



Mir ging es in dem Text auch nicht nur um Bezzness, sondern allgemein um Familienschicksale, die aber auch bei einer Bezznesssituation ja oft sehr tragisch sind., Der Einfachheithalber habe ich in deinen Text geschrieben, nix für Ungut. Liebe Grüße, Suhan
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Re: Das Gewissen - ein Appell , eine Warnung , ein Ruf

Beitragvon Giuditta » 03.10.2011, 19:00

Liebe Suhan...

manchmal einfacher, um direkt auf den Text einzugehen....

Stimme dir ja zu, manche machen es sich einfach zu leicht und sind sich im Vorhinein der Verantwortung, die eine Beziehung oder Kinder mit sich bringt, leider nicht bewusst.

Zur Ergänzung: meine Grosse hat sich irre auf ihre kleine Schwester gefreut, sie wollte immer ein Geschwisterchen (Ich habe sie immer Lieblingskind genannt, wie sie noch alleine war und ihre Bemerkung (als sie erfuhr, dass ich schwanger bin): "Jetzt hast du dann 2 Lieblingskinder!" lach

Und mein Partner bemüht sich, dass er ihr immer und immer zeigt, dass er sie genauso liebhat, wie seine "leibliche" Tochter!

Ich wünsche dir einen schönen Abend und eine schöne Zeit!

Lg
Giuditta
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