Ich bin schwanger ( adoption )

Gibt es Probleme in der Erziehung? Droht Kindesentzug oder -entführung? Wie kann man sich davor schützen? Hier könnt Ihr Euch austauschen!

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Ich bin schwanger ( adoption )

Beitragvon sabrina1 » 05.06.2017, 07:53

Für mich ist es nicht einfach aber ich überlege das Kind zur Adoption freizugeben... Ich hab keine "guten" Gründe wie andere in diesem Forum, ich fühle mich einfach nicht bereit, ich kenne viele junge mütter und ich möchte nicht wie sie mit meinem schatz am existenzminimum Leben, mit dem vater des Kindes bin ich schon Monate nicht mehr zusammen, noch weis er nichts davon ich habe Angst das er meine entscheidung nicht akzeptiert, da er selbst bei schrecklichen pflegeeltern grossgeworden ist.. Leider sehe ich ihn ihm aber auch keinen guten vater... Er wird mich finanziell nicht unterstützen können und psychischgeht es ihm sowieso nicht gut.. Ich habe Angst diese Entscheidung für immer zu bereuen egal wie ich mich entscheide...


Ich habe Sabrinas Mailadresse gelöscht. Wer ihr schreiben möchte, kann das über die im Forum hinterlegte Adresse.Anaba
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Re: Ich bin schwanger ( adoption )

Beitragvon Anaba » 05.06.2017, 09:03

Guten Morgen Sabrina,

willkommen im Forum 1001 Geschichte.
Das Team wünscht dir einen guten Austausch.

Vielleicht kannst du etwas mehr über die Beziehung zum Vater des Kindes schreiben?
So kann man sich ein besseres Bild machen.

Diese Entscheidung kann dir keiner abnehmen.
Du wirst hier die verschiedensten Meinungen dazu lesen.
Ich bitte die User vorab sachlich zu bleiben.
Es gehört Mut dazu dieses Thema hier öffentlich zur Diskussion zu stellen.

Persönlich bin ich für Adoption.
Weil es von Liebe zeugt, für sein Kind das Beste zu wollen und diesen Weg zu gehen.

Ich rate dir, dich auf jeden Fall professionell beraten zu lassen.
Die Nummer des Frauenhilfetelefons findest du auf unserer Hauptseite.

Ich wünsche dir alles Gute
Liebe Grüße
Anaba

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anaba@1001Geschichte.de

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Re: Ich bin schwanger ( adoption )

Beitragvon Anaba » 05.06.2017, 09:03

Guten Morgen Sabrina,

willkommen im Forum 1001 Geschichte.
Das Team wünscht dir einen guten Austausch.

Vielleicht kannst du etwas mehr über die Beziehung zum Vater des Kindes schreiben?
So kann man sich ein besseres Bild machen.

Diese Entscheidung kann dir keiner abnehmen.
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Ich bitte die User vorab sachlich zu bleiben.
Es gehört Mut dazu dieses Thema hier öffentlich zur Diskussion zu stellen.

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Weil es von Liebe zeugt, für sein Kind das Beste zu wollen und diesen Weg zu gehen.

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Re: Ich bin schwanger ( adoption )

Beitragvon karima66 » 06.06.2017, 09:13

Hallo Sabrina,

ich sehe es wie @Anaba, ich finde es ganz klasse, dass du dir Gedanken machst, dir der Verantwortung für das Kind bewusst bist und ein gutes Leben für es möchtest, diese Einstellung vermisse ich bei vielen Frauen.
Aber natürlich ist das wirklich eine schwere Entscheidung, vielleicht die schwerste die eine Frau je trifft im Leben.
Ich weiß nun nicht die Hintergründe, wie alt bist du, wie sieht es finanziell aus oder wichtiger mit Unterstützung deine Familie und/oder Freunden?
Wenn du mit dem Vater des Kindes ohnehin nicht zählst dann schaue nur womit es dir gut geht.
Ist es vielleicht nur eine momentane Angst vor der großen Verantwortung die auf dich zukommst, fühlst du dich dem nicht gewachsen, vielleicht eine Phase die sich noch ändert während der Schwangerschaft, wie lange hast du denn noch Zeit für die Entscheidung?
Wenn noch Zeit ist würde ich auch um Hilfe suchen und mit anderen Frauen in Hilfsvereinen oder Frauenhaus reden.
Vielleicht fühlst du dich nur momentan überfordert und wenn sie dich beraten und gemeinsam drüber nachdenken oder du dann weißt, dass du Hilfe bekommen kannst und nicht alles alleine schaffen musst evtl. siehst du es dann anders.
Aber wie schon geschrieben entscheiden kannst nur du dann alleine......und ob du es bereust......das wird egal wie du dich entscheidest immer ein Gedanke bleiben.
Ich bin ganz offen, ich habe keine Kinder genau weil ich wie du ein verantwortungsvoller Mensch bin und mir wichtig war, dass wenn Kinder dann mit einem Vater zusammen groß ziehen und in einem schönen Zuhause wie ich es hatte.
Es hat nicht geklappt, ich hatte keinen Mann mit dem ich es mir vorstellen konnte, der mitgezogen hätte, ich lebte alle paar Monate in einer anderen Stadt, anderem Land, ich wollte nicht alleine mit einem Kind leben und weil ich ein stabiles Zuhause nicht bieten konnte so tat ich alles um nicht schwanger zu werden.
Tja und die Jahre rannten dahin und jetzt........bedaure ich manchmal, dass ich keine Kinder habe, jetzt habe ich einen Mann mit dem es vielleicht funktionieren würde denn wir haben ein tolles Zuhause, aber mit 50+ brauche ich mir da keine Gedanken mehr zu machen, es bleibt eine Erfahrung die ich nicht machen werde, ich habe damit meinen Frieden, aber ich bedaure manchmal, dass ich das Muttergefühl nicht kenne....
Also deine Entscheidung wird dich immer begleiten, aber wie mit anderen Entscheidungen auch, wenn man sich einmal entschieden hat dann sollte man es für richtig halten und nicht daran zweifeln, es sollte dann gut sein wie es ist auch wenn man dran denkt von Zeit zu Zeit.

Überstürze nichts......alles Gute!
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Re: Ich bin schwanger ( adoption )

Beitragvon Nina Sunshine » 06.06.2017, 09:36

@karima- Ich habe gerade noch kurz deine Zeilen gelesen und sie haben mich- in all ihrer Ehrlichkeit- berührt.
In heutigen Zeiten sind es oft die besten und liebsten und gedankenvollsten Menschen, die eben keine Kinder haben- das habe ich oft beobachtet!
Ganz liebe Grüße auch an dich- und nebenbei auch Danke dir für all deine netten Replys zu meinen Posts- ich wollte das gerne alles mit dir diskutieren- aber da wäre ich von Hölzchen zu Stöckchen gekommen... Ich verfolge auf jeden Fall auch deine Posts! Danke dafür :-) muss nun schnell los! Nina Sunshine
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Re: Ich bin schwanger ( adoption )

Beitragvon karima66 » 06.06.2017, 10:10

Danke, Nina, auch wenn man mit Ehrlichkeit leider nicht am weitesten kommt so bleibe ich mir treu um weiterhin in den Spiegel schauen zu können, warum sollte ich mir oder Anderen was vormachen, ich stehe zu dem was ich im Leben gemacht hab und geb meine Erfahrungen gerne weiter.
Ja, ich hätte an manchem Punkt auch gerne mit dir weiter diskutiert und Einiges noch mehr aufgebröselt, aber würde hier eben den Rahmen sprengen.
Du bist nicht zufällig in Berlin, dann gerne mehr mal in einem Cafe....
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Re: Ich bin schwanger ( adoption )

Beitragvon Wathani » 06.06.2017, 10:20

Liebe Sabrina

ich musste ein bisschen schlucken - denn ich denke, dass es Dir sicher nicht leicht gefallen ist, das so offen auszusprechen. Ich bin ehrlich, ich gehöre schon eher zu denjenigen, die denken, dass in den meisten Fällen ein Kind bei seiner Mutter am besten aufgehoben ist - zumindest, wenn die Mutter - so wie Du - von Herzen wirklich das beste für ihr Kind will und sich große Gedanken über dessen Zukunft macht.

Ich kann Dir nur raten, Dir bei dieser Entscheidung selbst viel Zeit zu geben. Und den Mut nicht zu verlieren. Ich kenne einige alleinerziehende Mütter (die auch immer alleinerziehend waren) und ich gebe zu, sie tun sich manchmal hart und rotieren oft sehr. Aber keine bereute ihre Entscheidung für das Kind und durch die Vernetzung in Krippe und mit Nachbarn, haben sie viel Unterstützung erfahren, mit der sie gar nicht gerechnet hatten. Vielleicht sieht derzeit alles ein bisschen hoffnungslos und unendlich schwierig aus, aber wenn Du Dir von verschiedenen Seiten Rat und Hilfe suchst, wirst du vielleicht sehen, dass es viele Möglichkeiten der Unterstützung gibt - und das eigene Kind wegzugeben, ist eine weitreichende und meines Wissens nicht revidierbare Entscheidung, die Du eventuell einmal bereuen könntest.

In jedem Fall: verlier den Mut nicht und "halt die Ohren steif"

LG
Wathani
Viele Grüße
Wathani
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Re: Ich bin schwanger ( adoption )

Beitragvon Karlotta » 06.06.2017, 12:59

Hallo Sabrina,
nur mal so als Info: Es gibt auch die offene und halboffene Adoption.
Bei der offenen Adoption hat man Kontakt zum Kind, bei der halboffenen Adoption gibt es nur Infos und Fotos.
Karlotta
Wer will, sucht Wege. Wer nicht will, sucht Gründe
Optimismus ist nichts anderes als ein Mangel an Information. Heiner Müller
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Re: Ich bin schwanger ( adoption )

Beitragvon Joy » 06.06.2017, 21:02

Hallo,
ich habe Deine Zeilen gelesen und ich fühle mit Dir. Du befindest Dich in einer schweren Situation.
Ich möchte Dir nix raten, aber meine Geschichte erzählen, in der Hoffnung, dass sie Dir Mut macht.

Ich wurde ungeplant schwanger, von meinem damaligen Partner, der einfach nur ein Problemfall war (Bezzie halt) und alle meine Energie stahl. Ich war mit ihm nur einige Wochen zusammen, als wir es erfuhren. Aus Prinzip war ich gegen Abtreibung. Es wäre für mich nie in Frage gekommen. Für mich persönlich hätte es sich angefühlt, als würde ich das Baby töten. Mein Ex, der Vater, wollte das Baby auch.
Die Schwangerschaft war DIE HÖLLE!!!!! Jeden Tag, aber wirklich Jeden Tag, habe ich geheult ohne Ende! Ich wollte kein Baby!Ich wollte nicht, dass sich mein Leben verändert! Ich mochte keine Babies! Ich fand Muttis uninteressant und deren LEben sterbenslangweilig. Ich habe nur geweint: Ich will kein Baby!
Aber mir war klar, dass ich die Verantwortung übernehmen werde. Es abzutreiben, war keine Option.
Ich hatte Angst, so grosse Angst, dass ich das Baby nicht lieben würde. Dann hab ich noch mehr geweint aus Schuldgefühlen meinem ungeborenen Baby gegenüber. Und Shculdgefühlen, dass ich nicht Dankbar bin, überhaupt schwanger werden zu können (ich habe Frauen in meinem engen Umkreis, die unfruchtbar sind). Meine Schwester hat während meiner Schwangerschaft ein Baby bekommen. Ich wollte es nicht sehen, nicht halten und es hat in mir absolute Panik ausgelöst mit Babies konfrontiert zu werden. Meine Schwester, Voll-Blut Mama mit lauter Mama Freundinnen, meinte, dass es so vielen Frauen geht, die ein Baby erwarten. EInfach Angst davor was kommt und wie sich das Leben verändert.
Da ich einige Frauen, in meinem Umfeld habe, die Unfruchtbar sind und nie ein eigenes Baby bekommen werden können. Habe ich mich auch mit dem Thema befasst. Und fing an sowas wie Freude zu empfinden, dass mir das nicht passieren wird. Es erschien mir schlimmer als ein Baby zu bekommen.
Und dann wurde es anders....so im neunten Monat, so sechs Wochen vor der Geburt. Auf einmal wurde die Angst weniger. Freude kam zwar nicht auf, aber Neugier,w as das für ein Mensch ist, der in mir wächst. Ja und die Angst wich. Im neunten Monat fühlte ich mich bereit.

Mein Baby kam und ich fands schön. Ich hab ihm gesagt: Du und ich, wir sind das Team! Mit dem Vater liefs so schlecht.....immer nur Probleme. Trotzdem war er schon eine Hilfe und ich bin froh, dass er da war. Aber auch hier.....wir haben UNTER HARTZ VIER NIVEAU gelebt. Es war hart und ich war verzweifelt.
Aber das Leben mit meinem Sohn hat es aufgewogen.
Als er ein Jahr alt wurde haben wir uns getrennt. Ab da bin ich alleinerziehend. Komplett. Er lebt nicht merh in Dt. Seitdem er weg ist, gehts uns gut. Ich arbeite wieder und muss nur noch zwei versorgen und nicht mehr drei, das ist eine finanzielle Entlastung und ich krieg sogar Unterhalt vom Staat, was für ne Verbesserung im Gegnsatz zu vorher, wo ich allein für drei sorgen musste.

Mein Sohn ist gestern zwei geworden. Und ich bin glücklich! Mit meinem Sohn! Wir sind ein richtig gutes Team! ALleinerziehend...who cares? ich bin besser dran als viele Andere mit Partner. Nur das finanzielle.....aber ich bin bescheiden. Finds nicht schlimm alleinerziehend zu sein, da ich mitkriege, dass Partner bis auf das Geld oft keine große Entlastung sind und vele Beziehungen einfach schlecht laufen und Energien saugen.

Ich möchte Dir Mut machen, dass die Situation, so schlimm sie jetzt scheint, sich ändern kann!!! Muss nicht, aber Kann!!!

Ich wünsche Dir, dass Du dir Zeit nehmen kannst mit Deiner Entscheidung!
Idealerweise bis nach der Geburt!

Ich wünsche Dir vom Herzen das Beste und ganz viel Kraft!!!
Joy
 
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