betreuter Umgang - und dann?

Gibt es Probleme in der Erziehung? Droht Kindesentzug oder -entführung? Wie kann man sich davor schützen? Hier könnt Ihr Euch austauschen!

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Re: betreuter Umgang - und dann?

Beitragvon Ute H. » 08.09.2017, 01:28

die MuKi-Kur war schön, weil es im Allgäu bei Sonnenscheinnund Sommertemparaturen einfach toll ist.

Zwei Tage nach der Kur war gleich Gerichtstermin.
Gleiche Richterin wie immer - also wußte ich, was auf mich zukommt.
Natürlich kamen wieder Vorwürfe, warum ich denn nicht verhütet hätte, warum ich es dem Kind zu schwer mache, eine Beiehung zu Vater zu haben (hallo?) etc... war teilweise auch unter der Gürtellinie, sodass mein Anwalt sogar einschreirten musste. Diesmal wurde aber mein Ex-Mann wenigstens genauso lange kritisiert wie ich. Das war seither immer mir 3-4 Sätzen erledigt.
Dann hat die Dame des Kinderschutzbundes Ihren 'frisierten' Bericht zum Besten geben. In diesem Bericht wurden aggressive und egoistische Verhaltensweisen des KVs gegenüber des Kindes entweder bagatellisiert oder gleich gar nicht erwähnt. Aber auch das habe ich nicht anders erwartet. Die Dame kümmert sich weniger um das Kindeswohl als um das psychische Wohlbefinden des (ach so armen) Kindsvaters.

Aktuell wurde eine 6-monatige Umgangspflegschaft angeordnet.
Hatten wir ja auch schon mal. Leider wurden damals auch viele No-Gos des KVs einfach 'vergessen'. Nun ja, so ein Umgangspfleger muss ja auch Geld verdienen und wenn er das FamG ärgert, indem er im Bericht Dinge schildert, die eine zusätzliche Arbeitsbelastung des FamGs zu Folge haben, wird wohl ein Folgeauftrag ausbleiben...

Diesmal habe ich ein gutes Gefühl bzgl. der Person, die Umgangspfleger ist... mal sehen wie es weiterläuft.
Der KV versucht diese Person genauso zu manipulieren wie seither die Dame des Kinderschutzbundes (die darauf voll reingefallen ist - wie früher ja auch schon), nur hier beißt er auf Granit :D Die Person ist nett, neutral, höflich - aber konsequent. Und vorallem: Sie achtet auf das Kind und dessen Wohlergehen. Mein Kind hat mittlerweile auch genug Mut, um sich dem KV entgegenzustellen, wenn ihm etwas nicht passt. Das wiederum stinkt dem KV dermaßen, dass er seine Aggressionen nicht mehr zurückhalten kann. Der letzte Umgang, der eigentlich 3 Stunden dauern sollte, wurde vom Umgangspfleger nach 40 Minuten abgebrochen :wink:
Wie es jetzt weitergeht, weiß ich noch nicht. Der KV will nämlich einen anderen Umgangspfleger haben...

...ach, und vom FamG wurde angeregt, der KV solle sich um 'vertrauensbildende Maßnahmen' kümmern, weil ich ihm zustiefst mißtrauen würde... z.B. dass er sich um Arbeit und eine Wohnung bemüht, seinen Unterhaltszahlungen nachkommt, einen Bericht vorlegt, wie er zu seiner jetzigen Wohnung kam, wie lange er darin wohnt und wie er sich verhalten hat (er ist bei einer christlichen Organsisation aufgeschlagen, die sich (Zitat:) um Menschen kümmern, die durch Schicksalsschläge unschuldig an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden... - ohne Worte -
Ich hätte noch gerne einen Drogentest und einen Nachweis, wie oft er in den letzen Jahren in TN war. Ach, eigentlich hätte ich gerne ein psychologisches Gutachten von ihm.

Es bleibt also weiterhin spannend...
Gemeinsam sind wir stark!

Ute H.
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Re: betreuter Umgang - und dann?

Beitragvon Karlotta » 08.09.2017, 07:36

Hallo Ute, ich hoffe, dass der jetzige Umgangspfleger den richtigen Durchblick hat und auch behält.
Nach Deinem Bericht sitze ich hier und kann nur die Fäuste ballen.
Die Frage der Richterin, warum nicht verhütet wurde, finde ich mehr als unverschämt. Sie ist wohl der Realität sehr weit entrückt.
Ich wünsche Dir, dass in Zukunft mehr Ruhe in Dein Leben kommt.
Karlotta
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Re: betreuter Umgang - und dann?

Beitragvon Nilka » 08.09.2017, 19:57

Karlotta hat geschrieben:Nach Deinem Bericht sitze ich hier und kann nur die Fäuste ballen.

Es geht mirauch so!

Man sollte den gutgläubigen Tanten Die nächste ( in 4 Wochen ) XY - Sendung empfehlen.
LG ♥ Nilka

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Re: betreuter Umgang - und dann?

Beitragvon nessaja » 09.09.2017, 12:44

Hallo Ute,

es tut mir sehr leid, was Dir und Deinem Kind angetan wurde. Wie kann eine Richterin so urteilen, das kann ich nicht verstehen.

Was war das für eine Richterin, die ist ja wohl vollkommen fehl am Platz.

Hoffentlich kann der Umgangspfleger weiter für Euch da sein. Ich wünsche Euch alles, alles Gute und dass euer Leben ohne den KV gut weiter gehen kann. Das ist das Mindeste was ihr verdient habt.

LG
nessaja
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Re: betreuter Umgang - und dann?

Beitragvon past2009 » 10.09.2017, 16:30

Liebe Ute,
sei ganz lieb gedrückt und auch deinem Sohn drücke ich ganz dolle die Daumen, dass er diese psychisch belastenden Situationen unbeschadet übersteht.
Wir haben ja "schon ewig" keinen Umgang mehr, weil der KV dann urplötzlich erklärt hat, er wolle wieder zurück in seine Heimat.
Ist er natürlich nicht!!! :lol: :lol: :lol: (Ist ja nicht doof, der Ungute)
Er hatte nämlich noch "einen reicheren und dümmeren Fisch an der Angel". Die hat er dann geheiratet und mittlerweile haben sie ebenfalls ein Kind.... (Wenngleich ich von "anderer Seite" gehört habe, er hätte fast zeitgleich in seiner Heimat auch seine Cousine geheiratet...)
Wir haben seit ca. 4,5 Jahren keinen Zwangsumgang mehr,
ABER:
Seit mehr als 3,5 Jahren gehen wir regelmäßig wöchentlich zur Therapie!!!! - Ursache waren die traumatischen Umgänge im Kleinkindalter!!!! Damals hatte er beispielsweise eine Phobie vor Männern mit fremdländischem Aussehen entwickelt. Ebenso bestand jahrelang der Zwang, geschlossene Türen sofort aufzumachen (JA hatte ihn damals mit dem KV im Raum eingesperrt, ich musste vor der Tür sitzen.), Fingernägelabknabbern usw. - Zum Glück konnten wir vieles mittlerweile "aufdröseln". Aber ich denke mir doch so manches Mal, dass andere Entscheidungen dem Kind einiges erspart hätten.
Unterhalt bzw. Unterhaltsvorschuss bekomme ich nicht, will zur Zeit keine "schlafenden Hunde wecken"...
Ich wünsche euch alles, alles Liebe ❤️ und ganz viel Glück und dass ihr vielleicht mal eine kompetentere Richterin erwischt!!!
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