betreuter Umgang - und dann?

Gibt es Probleme in der Erziehung? Droht Kindesentzug oder -entführung? Wie kann man sich davor schützen? Hier könnt Ihr Euch austauschen!

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Re: betreuter Umgang - und dann?

Beitragvon past2009 » 21.06.2010, 19:19

Hallo claraq! Bist Du Rechtsanwältin?
Also mir hat keiner irgendetwas erklärt. Im Gegenteil! Mein Ex erzählte mir im Vorfeld der Verhandlung, dass es ein beiderseitiges Kontaktverbot geben wird. (Woher er das wohl wusste?) Das hat er dann ja bekommen. Nur mit dem Unterschied, dass ich ihn nie bedroht und nie Hand an ihn gelegt hatte. Er dagegen hat die ganze Familie (nachweislich) tyrannisiert!!!!
Er hält sich nicht an dieses beiderseitige Kontaktverbot, das ja "nur" ein Vergleich ist. Die Staatsanwaltschaft hat mir mitgeteilt, dass seine Verstöße gegen das Kontaktverbot bei einem Vergleich auch nicht geahndet werden können!!! - Da darf ich mit meiner Angst (er schreibt SMS, ruft an und sagt, dass er vorbeikommt, er stiehlt Post aus dem Briefkasten, trifft mich "zufällig" in öffentlichen Verkehrsmitteln, kennt meinen gesamten Tagesablauf - der normalerweise alle paar Monate wechselt, da neue Arbeitszeiten) dann schauen, wo ich bleibe.
Laut Aussagen von Polizei und Jugendamt ist ein Vergleich auch zeitlich begrenzt. Ebenso eine Vereinbarung.
Ich sehe daher nur eine Endlosspirale von Prozessen und Bezzie lacht sich ins Fäustchen!
Der "dumme Steuerzahler" (zum Beispiel: ich) zahlt ja!
@BE
Mein ganzer Bekanntenkreis ist auch fassungslos darüber, dass es Menschen gibt, die so niveaulos sind. Erst hat er sich schön eingeschleimt - wie bei mir auch - und einen auf intelligenten, netten, zuvorkommenden, lieben Studiosus gemacht. Die Person, die hinter dieser Maske steckt, ist rücksichtslos und brutal, geht über Leichen, um an ihr Ziel zu kommen. Habe so etwas auch noch nie erlebt.
past2009
 
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Re: betreuter Umgang - und dann?

Beitragvon clarag » 22.06.2010, 10:07

Ich keinen Deinen Vergleich nicht, aber per se ist ein Vergleich nicht zeitlich begrenzt, sondern kann - mal platt ausgedrückt - auf Ewigkeit abgeschlossen werden.

Warst Du damals anwaltich vertreten?
clarag
 

Re: betreuter Umgang - und dann?

Beitragvon clarag » 22.06.2010, 10:54

Nachtrag:

Er hält sich nicht an dieses beiderseitige Kontaktverbot, das ja "nur" ein Vergleich ist. Die Staatsanwaltschaft hat mir mitgeteilt, dass seine Verstöße gegen das Kontaktverbot bei einem Vergleich auch nicht geahndet werden können!!! - Da darf ich mit meiner Angst (er schreibt SMS, ruft an und sagt, dass er vorbeikommt, er stiehlt Post aus dem Briefkasten, trifft mich "zufällig" in


Aber Du müßtest doch eine neue Strafanzeige fertigen können, z.B. Stalking, Diebstahl etc. Ich würde alles bei der Polizei zur Anzeige bringen.

Laß Dich doch mal anwaltlich beraten, vielleicht gibt es die Möglichkeit, nachträglich ein Zwangsgeld festlegen zu lassen oder ihm noch anders "her" zu werden.
clarag
 

Re: betreuter Umgang - und dann?

Beitragvon past2009 » 22.06.2010, 16:57

@Schlange:
Denkst Du denn ich gehe in eine so brisante Verhandlung ohne Anwalt.
Meine Anwältin hat mich damals sogar auf 1001geschichte hingewiesen. Angeblich hat sie bei Gericht sogar Freunde aus Studienzeiten! (auf alle Fälle machen alle in der Kanzlei Werbung damit!)
Der Vergleich/die Vereinbarung wurde nie diskutiert. (da sie immer keine Zeit hatte)
Und: Du kannst gern mitgehen zu Polizei und Staatsanwaltschaft!!!! Ich würde mich sehr freuen, wenn Du mehr Erfolg hättest!
Und nochmal: Woher Deine Weisheiten???? Bist Du Anwältin??
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Re: betreuter Umgang - und dann?

Beitragvon clarag » 22.06.2010, 17:03

Past2009, ich bin immer wieder entsetzt, was manche meiner Kollegen so machen.

Vor Abschluß eines Vergleichs sind die Konsequenzen eines solchen Vorgehens im Detail mit dem Mandanten abzusprechen. Und wenn die Zeit nicht ausreicht, dann kann der Vergleich eben nur widerruflich geschlossen werden oder gar nicht.
ich weiß, viele Richter sind davon nur wenig begeistert und vergessen, die Parteien schließen den Vergleich.
clarag
 

Re: betreuter Umgang - und dann?

Beitragvon past2009 » 22.06.2010, 20:33

Hallo Schlange, dann könnte ich Dich ja engagieren, oder? :D
Mich würde echt interessieren, ob es auch Fälle gibt, die glücklicher ausgegangen sind als meiner.
Damit meine ich nicht die Fälle, die schon 3 bzw. 4 Jahre andauerten.
Mein Kind braucht jetzt meine Hilfe! In 3 bis 4 Jahren könnten sich psychische Störungen, die aus verfehlten Umgängen resultieren, schon eingeschliffen haben.
Aber nach den Erfahrungen im Austausch mit anderen betroffenen Müttern denke ich auch, dass es für die Gerichte sicherlich schwer ist, Bezzie zu verurteilen.
Es gibt seitenlang darüber im Internet Informationen. Selbst wer als Staatsanwalt die Dinge beim Namen nennt, muss anscheinend die Sachen packen. (Gab es da nicht einen Richter in Berlin, der über Straftaten von arabisch- bzw. türkischstämmigen Klienten recherchierte?)
Ich denke, das ganze System ist auch ein Mix von (gewollter?) Inkompetenz auf beiden Seiten und/oder materiellen Interessen von Anwälten.
Dass hier gepostet wurde, dass ein Vergleich höher bezahlt wird als ein Urteil (wenn es denn stimmt), macht mich sehr nachdenklich. :shock:
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Re: betreuter Umgang - und dann?

Beitragvon clarag » 22.06.2010, 21:25

past2009 hat geschrieben:Hallo Schlange, dann könnte ich Dich ja engagieren, oder? :D

genau 8)
clarag
 

Re: betreuter Umgang - und dann?

Beitragvon Ute H. » 17.10.2010, 12:07

...bei mir geht es weiter.

Nachdem der KV den Sohn seit Anfang April nicht mehr gesehen hat und bis auf 2 Kontakte (1x Geburtstag des Kindes... allerdings einen Tag zu spät und 1 sms) war Ruhe.

Die Ruhe vor dem Sturm, wie es scheint.

Ich habe jetzt Anfang November einen Termin vor Gericht wegen Umgangsregelung.
Mit eingeladen sind außer mir + Anwalt, dem KV + Anwalt auch das JA und eine Umgangspflegerin.

Kann mir jemand erklären, was da jetzt wieder auf mich zukommt?
Nehme gerne Tipps - auch per Mail - entgegen.

Ist die Tatsache wichtig, dass mir immernoch 1 Monat Kindesunterhalt vom KV fehlt? Dieser Betrag per GV eingefodert wurde, was aber eine fruchtlose Pfändung zur Folge hatte. Zum Termin ur Abgabe der EV ist mein Noch-Ehemann (Scheidung kann nicht erfolgen, weil er die Rentennachweise nicht vorlegt) nicht erschienen. Daraufhin ging die GVin mit Haftbefehlt zum KV. Die EV hat er dann erst abgegeben, als sie ihm mit der JVA gedroht hat. Bei der anschließenden Vemögensaufstellung hat er dann die Unterschrift verweigert.
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Re: betreuter Umgang - und dann?

Beitragvon Arche Noah » 17.10.2010, 13:18

Hallo B.E.

Ich habe da mal eine Frage.

Warum ist der Zeitabstand vom letzten BU
und der erneuten Gerichtsverhandlung /Umgangsregelung
so groß ?

Wird generell nicht sofort nach dem letzten BU eine
Verhandlung anberaumt ?

LG
Arche
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Re: betreuter Umgang - und dann?

Beitragvon Ute H. » 17.10.2010, 14:59

keine Ahnung, Arche.

Das JA hat ja einen Weile gebraucht, bis sie entschieden haben, dass BUs keinen Sinn machen, weil ja ein Ende des Konflikts nicht in Sicht ist und somit der BU bis zum St.Nimmerleintags gehen würde.

Ich habe daraufhin dem JA Vorschläge geschickt, wie der Umgang stattfinden könnte:
- nur, wenn ich dabei bin -> siehe Drohung Kindesentzug
- nur an öffentlichen Plätzen (Spielplätze oder Büchereien mit Kinderecken) -> siehe Morddrohungen
- an den Nachmittagen, an denen ich/das Kind frei sind: donnerstags und freitags

Das hat dem KV wohl aber nicht in den Kram gepasst. Das hat er mir auch gesagt... er sieht nicht ein, dass er sich nach mir oder dem JA richtet...' Er hat das Recht! Er will das Recht! Er geht zu seinem RA... logo, muss ja nix bezahlen, dank PKH.
Der will ja den Kleinen a l l e i n e !
Warum wohl?
Zuletzt geändert von Ute H. am 31.10.2010, 15:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: betreuter Umgang - und dann?

Beitragvon Arche Noah » 17.10.2010, 15:07

Bockiger Esel hat geschrieben:
Kann mir jemand erklären, was da jetzt wieder auf mich zukommt?
Nehme gerne Tipps - auch per Mail - entgegen.


Hat denn sein Anwalt erneuten Antrag auf Umgang ohne Betreuung gestellt ?
Oder ging jetzt alles vom JA aus ?

Es wird wohl wieder daraus hinauslaufen , dass der Vater sein Kind alleine sehen will.

Ob das Gericht dem nun nachgeht, hängt wohl auch davon ab, was das JA sagt.

Arche
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Re: betreuter Umgang - und dann?

Beitragvon Ute H. » 18.10.2010, 15:26

Ja, der gegenerische RA hat wieder einen Antrag auf alleinigen Umgang gestellt und natürlich nicht vergessen mir Umgangsverweigerung zu untestellen.

Das konnte ich - Gott sei Dank - abwehren, denn ich hatte zu diesem Zeitpunkt bereits per E-Mail mein Umgangsvorschläge an das JA geschickt.

Vom Kinderschutzbund liegt ja der Abschlussbericht vor, in dem KEIN unbetreuter Umgang empfohlen wird.
Ich denke mal, dem JA wäre es egal gewesen, wenn nichts mehr gekommen wäre... wäre schon ein Fall weniger gewesen. Und ich wäre auch froh gewesen... aber leider habe ich mich zu früh gefreut.

Ich werde hier wieder schreiben, wenn ich etwas schlauer bin.
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Re: betreuter Umgang - und dann?

Beitragvon Ute H. » 19.10.2010, 15:42

Wir (mein RA und ich) legen jetzt erstmal Beschwerde gegen den Beschluss des AG ein.
Mal sehen was passiert.
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Re: betreuter Umgang - und dann?

Beitragvon clarag » 19.10.2010, 16:07

Bockiger Esel hat geschrieben:Wir (mein RA und ich) legen jetzt erstmal Beschwerde gegen den Beschluss des AG ein.
Mal sehen was passiert.

Verstehe ich jetzt nicht, ich denke, es gibt im November eine Verhandlung.

Gegen welchen Beschluß gehst Du vor?
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Re: betreuter Umgang - und dann?

Beitragvon Ute H. » 19.10.2010, 16:47

Der Termin ist im November angesetzt.

Aber gegen den Beschluss wegen Regelung des Umgangs (jetzt neu dabei: die Umgangspflegerin) kann binnen 1 Monat Beschwerde eingelegt werden - so steht es geschrieben.

Also 1 . werde ich das Kind der Umgangspglegering nicht rausgeben, damit sie den Sohn dem KV übergibt und der dann machen kann was er will.

Und 2 . ist diese Maßnahme (ähnlich wie die Mediation) auch befristet. Mal wieder mit dem Ziel, dass die Eltern dem Umgangs selbst regeln (= d.h. dass ich mich vom KV weiter verarschen lassen und zudem noch das Kind der Gefahr des angedrohten Kindesentzugs nach TN aussetzen soll... wir krank ist das denn?).

Die Umgangsregelung wird aber nie und nimmer funktionieren, weil der KV meine Vorschläge nicht akzeptiert und mir dann Umgangsverweigerung vorwirft.

Außerdem stinkt es dem KV gewaltig, dass ich das Kind nicht alleine zu ihm lasse (-> auf Grund der ganzen Vorkommnisse und den Drohungen). Das wird diese kranke, gestörte Person nie akzeptieren. Und ich werde doch das Kind nicht dieser Gefahr aussetzen.
... aber genau das verlangt das Gericht von mir. Und wenn das Kind dann weg ist, will es keiner gewesen sein.

Hier wird es nie einen gemeinsamen Nenner geben!
Aus diesen Grund ist die ganze Maßnahme auch völlig sinnlos.

Und ich weiß jetzt schon, dass mein Sohnemann dann wieder nachts weinend und schreiend aufwacht, weil er die ganze Situation nicht gebacken bekommt - wie auch? Wie erkläre ich einem 2-jährigen Kind, dass es jetzt mit einer fremden Frau zu seinem Erzeuger muss und Mama nicht mitgehen darf. Das muss doch Ängste in dem Kind auslösen... von wegen die Mama läßt mich jetzt im Stich/sie läßt mich alleine/ich kann nicht zu ihr gehen, wenn ich Angst habe oder nach Hause will/und Oma und Opa helfen mir auch nicht. Wer hilft denn diesem Kind, wenn es dem KV allein ausgesetzt ist und z.B. weint und nach Hause will? In welchen seelischen Konflikt kommt das Kind durch diese blöden Beschlüsse?
Haben sich die Herren und Damen bei Gericht das schon mal überlegt? Neee, aber Hauptsache der Bezzie-Vater hat sein Umgangsrecht und die Akte kann wieder auf die Seite gelegt werden.

Ein wenig mehr EQ und individuelle Entscheidungen wären hier sehr wünschenswert.

@Schlange: kann man denn meinen EX zwingen, seine Rentendinge zwecks Scheidung zu erledigen? Sonst bin ich ja in 10 Jahren noch mit diesem Abschaum verheiratet.
Ute H.
 
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Re: betreuter Umgang - und dann?

Beitragvon clarag » 19.10.2010, 17:26

@Schlange: kann man denn meinen EX zwingen, seine Rentendinge zwecks Scheidung zu erledigen? Sonst bin ich ja in 10 Jahren noch mit diesem Abschaum verheiratet.


Gut, daß Du das ansprichst, wollte was dazu schreiben, habe ich wieder vergessen.

Ja es gibt Mittel und Wege. Das Gericht setzt dann Zwangsgeld ggf auch Zwangshaft fest. Es kann auch geprüft werden, ob eine Abtrennung gem. § 140 II Nr 5 FAmFG in Frage kommen könnte. Die Abtrennung des VA ist grundsätzlich nur möglich, wenn die Ehegatten mitgewirkt, heißt die Formulare ausgefüllt haben, so daß eine Abtrennung nur auf den Gesichtspunkt unzumutbare Härte gestützt werden kann. Ob das bei Dir schon der Fall ist, vermag nur Dein Anwalt zu sagen.

Sag Deinem Anwalt, er soll tätig werden.
clarag
 

Re: betreuter Umgang - und dann?

Beitragvon leah_neu » 20.10.2010, 17:06

Es kann auch geprüft werden, ob eine Abtrennung gem. § 140 II Nr 5 FAmFG in Frage kommen könnte.


Genau. So wurde das bei uns gemacht.
Herzliche Grüße
von Leah
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Re: betreuter Umgang - und dann?

Beitragvon Ute H. » 31.10.2010, 15:53

Ich habe vorgerstern eine Mitteilung vom AG bekommen, dass der Termin von Anfang auf Ende November auf Antrag des Antragstellervertreters (= gegnerischer RA) verschoben ist.

Hatte am 25.10. einen Termin be meinem RA. Danach war ich völlig fertig und deprimiert und habe geweint :cry: .
Es ging mal wieder um das leidige Thema 'Umgang' :evil: :twisted: :x .
Als ich dann zu Hause war, habe ich beschlossen, mit der Umgangspflegerin einen ersten Termin zu vereinbaren.
Ich dachte, dass muss ich mir jetzt auch noch geben... dann ist er Tag gelaufen und ich kann ihn als 'schwarzen Tag' abhaken.

Wider erwarten, war aber die Frau sehr nett und verständnisvoll.
Ich hatte ihr ja bereits über ihre Homepage eine Nachicht geschickt (zwecks Termin) und einige Dinge gefragt und auch das Wort 'Bezness' benutzt. Sie hat wohl daraufhin den ganzen Montag Vormittag auf der CiB eV-Seite verbracht uns sich gleich die Flyer ausgedruckt. Ach, im 'Nachtcafé' hat sie mich auch gesehen. Am Mittwoch war Sie da. Ich habe mich sehr gut verstanden und habe die leise Hoffnung, dass Sie meine/unsere Rettung ist/sein könnte. Ich will jetzt nicht näher darauf eingehen. Sie hat auch meine ganzen Unterlagen mit, damit Sie sich ein komplettes Bild machen kann. In den Akten vom Gericht / JA fehlen ja z.B. die Dinge, die mit meiner Mutter gelaufen sind. Auch der Platzverweis taucht da wohl nicht auf.
Ich habe das Gefühl, das ist die erste Person, die sich für mich - als Opfer (->ich hasse das Wort) - interssiert - ausser euch natürlich.

Bzgl. der Abtrennung des Scheidungsverfahrens vom Versorgungsausgleich habe ich bis jetzt noch nichts von meinem RA bekommen... letzten Montag hatte ich total vergessen zu fragen , ob er meine Mail bekommen hat - war nicht mein Tag (s.o.).
Heute (06.11.) habe ich Info...ich warte noch nicht lagne genug... die Abtrennung des VA von der Scheidung geht also noch nicht. Weiß jemand, wie lange ich da warten muss? Ich persönlich finde: 1 Trennungsjahr + 7 Monate lange genug.
Ute H.
 
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Re: betreuter Umgang - und dann?

Beitragvon Ute H. » 03.07.2016, 12:47

Hallo Ihr,

mein Sohn ist bald 8 Jahre - der Kampf ist noch immer nicht zu Ende.

Ich habe nun jahrelangen Umgang hinter mir - allerdings hatte der KV das Kind nie alleine
Der Vater konnte keinerlei Kontakt zum Kind aufbauen.
Er hat das Kind gegen dessen Willen immer geküsst und fotografiert, was für mein Kind immer problematischer wurde.
Ich wurde während der Umgänge immer wieder bedroht.
Das ganze Drama hat sowohl meinenEltern als auch mir schwer zugesetzt...reihum sind wir krank geworden.
Mich hat es letztes Jahr ganz schlimm erwischt. Den Kampf um mein Leben habe ich gewonnen.

Der Unterhaltsvorschuss des JA ist seit einigen Monaten ausgelaufenen.
Ich kann, Gott sei Dank, wieder arbeiten.

Mein Sohn weigert sich, seinen Vater zu sehen, was diesen extrem zornig macht.
Dem JA sind nach wie vor die Hände gebunden. Ein weiterer Termin in Kooperation mit dem Kinderschutzbund war der blanke Horror. Nicht nur, dass ich mich von meinem Ex anschreien und bedrohen lassen musste, ohne dass eine der beiden Damen ernsthaft eingeschritten wäre. Ich kam mir durch die Anmerkungen des KSB regelrecht verar... vor.
Nun ja, es war die gleiche Mitarbeiterin wie vor vielen Jahren, bei der ich mich schon damals beschwert hatte.

Es ist schon zermürbend, dass man keine Hilfe bekommt. Das liegt aber weniger an dem JA, RAe, Gerichten, sondern eher an unseren Gesetzen und den ewig-naiven Gutmenschen.

Ich weiss, dass mein Ex vielfacher Straftäter ist, der mehrfach zu Geldstrafen verurteilt wurde. Dass dies keinerlei Auswirkungen auf das Umgangsrecht hat, ist für unbeteiligte Personen nicht nachvollziehbar und mit gesundem Menschenverstand nicht logisch erklärbar. Grundsätzlich wird der KV noch immer nicht ganzheitlich gesehen. Es ist egal, ob er sich um das Kindeswohl kümmert, für das Kind sorgt, ehrlich und rechtschaffend ist, damit er dem Kind ein gutes Vorbild ist. Ganz abgesehen vom Drogenkonsum.
Ich weiß noch nicht, was das psychisch mit meinem Kind macht... ich versuche alles von ihm fernzuhalten. Aber je älter mein Sohn wird, desto weniger wird das gelingen. Mein Sohn will Antworten. Und die kriegt er von mir altersgerecht, aber der Wahrheit entsprechend.

Wir können - im Gegensatz zum KV - noch nicht mal in den Urlaub, weil wir keinen gültigen Ausweis für das Kind haben. Der Kindergarten und die Schule haben meine Unterschrift akzeptiert und die des Vaters nicht verlangt. Glück gehabt.

..noch 12 Jahre. Dann ist mein Sohn 18. Und der Umgangsspuk ist vorbei... vielleicht schon ein paar Jahre vorher.
Ute H.
 
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Re: betreuter Umgang - und dann?

Beitragvon Evelyne » 03.07.2016, 14:07

Hallo Ute,
schön, mal wieder etwas von Dir zu lesen. Es tut mir sehr leid, dass Du so krank warst.
Es hat sich leider nichts geändert. Die Gesetztgeber handeln leider noch immer nicht "zum Wohle" des Kindes.
Streng nach dem Motto: Lieber einen Verbrecher zum Vater als gar keinen.
Ich finde, das Kindeswohl hängt immer von der individuellen Situation ab. Aber auf die geht man leider beim JA nicht ein.
Lieben Gruß
Evelyne Kern
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Niemand ist selbst schuld, wenn er Opfer eines Betruges wird. Bezness ist Betrug.
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