Tunesischer Pascha

Austausch über gemachte Bezness-Erfahrungen in diesem Land

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Re: Tunesischer Pascha

Beitragvon Liberty » 27.04.2017, 12:11

Hallo Chavah
Das was du schreibst ist alles richtig.
Aber du denkst zu deutsch.
In Tunesien wird betrogen und gemauschelt wo es nur geht.Die Geldscheine gehen über und unter den Tisch.
Vergleiche nicht ein tunesisches Gericht,Behörde oder Amt mit einem deutschen.Schon die Zustellung eines Briefes ist ein Drama.
Ich bin mir nicht sicher ob in Tunesien wirklich schon eine Scheidung läuft.
Nehmen wir mal an er war in Tunesien und hat das alles in die Wege geleitet. Dann fliegt er wieder nach D .Bittet sie um die beiden Dokumente. Die er aber in Tunesien einfach beim Standesamt hätte holen können.
Dann fliegt er wieder nach Tunesien zum Gütetermin .Vielleicht mit den Dokumenten oder ohne.
Hat er die Dokumente muss er zum Übersetzer. Das dauert!!! Also wächst der Geldschein über den Tisch dann geht's schneller.
Nehmen wir an er ist nicht in D.und in Tunesien geblieben. Dann müsste sie die Dokumente schicken. Ganz schlecht weil die kommen vielleicht Monate später oder gar nicht an.Als versicherter Brief mit Kennzeichnung Dokumente klappt das.Kostet 65€.

Chavah glaube mir da unten läuft nichts aber auch gar nichts normal ab so wie wir das von hier kennen. Du stellst dir das viel zu einfach vor.Eben zu deutsch.

Das Standesamt in Tunesien hat damals meine original Scheidungspapiere von meiner ersten Ehe behalten. Eine Kopie haben sie nicht akzeptiert .Ich habe diskutiert und gesagt dass ich die in D brauche und ja keine Unterlagen mehr über die Scheidung besitze.War denen egal.Ich musste das Büro verlassen ohne meine Papiere. Habe mir dann hier beim Gericht alles neu besorgt.
Das als kleines Beispiel.
Ich an Rose Stelle würde mich nicht darauf verlassen ob wirklich in Tunesien die Scheidung anhängig ist.
Vor allem für die Sicherheit meines Kindes sorgen.
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Re: Tunesischer Pascha

Beitragvon karima66 » 27.04.2017, 12:25

Ich kann mich da nur @Liberty anschliessen!
Theoretisch und rechtlich mag alles richtig sein was hier geschrieben wurde, aber wie es dann praktisch umgesetzt wird ist eine ganz andere Sache.
Ich habe da Einiges eben erlebt genau wie Liberty, da ist alles möglich.
Ich war dabei wie Papiere gekauft wurden, was im Standesamt Hammamet unmöglich war das war in Nabeul kein Problem usw......
Da er ja nun kein so Netter ist und es sicher nicht einvernehmlich läuft würde ich mich nie auf eine alleinige Scheidung einlassen.
Wenn man dem Expartner vertrauen könnte dann kann die Scheidung in Tunesien zwar durchaus billiger sein, aber das wäre es mir nicht wert.
Ich würde an ihrer Stelle hier mit einem Anwalt alles besprechen und in die Wege leiten, vor allem das Sorgerecht betreffend und sehr achtgeben darauf, dass der Vater sein Kind nicht alleine trifft.
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Re: Tunesischer Pascha

Beitragvon Birgit1 » 27.04.2017, 12:33

Danke Anaba und Thelmalouis,

natürlich habe ich es nicht so gemeint wie chavah es ausgelegt hat. Und natürlich hat ein Kind Vater und Mutter und das Sorgerecht sollte auf beide Elternteile aufgeteilt werden. Aber ich kenne keinen arabischen Mann, der nicht versuchen wird, seinen Vorteil aus der Sache zu ziehen. Und wenn das Kind von ihrem Vater geschlagen wurde und Angst hat, dann ist es schlimm genug wenn die Behörden dies ignorieren.

Ich bleibe dabei, ich würde auf eine Scheidung in Deutschland drängen, auch wenn es teurer ist. Wenn Rose nach Tunesien fliegen muss und mit einem Termin wird es vielleicht nicht geklärt sein, dann kostet das auch Geld und diese Kosten wird sie mit Sicherheit allein tragen müssen. Und außerdem, im Gegensatz zu ihrem (Noch)Ehemann hat Rose dort bestimmt niemanden, der sie unterstützt und ihr helfen kann. In Tunesien ist schnell jemand verschwunden. Ich würde dieses Risiko nicht eingehen. Und wie in den oberen Beiträgen berichtet, man kann Deutschland nicht mit Tunesien oder andere arabische Länder vergleichen, es wird gelogen und betrogen und Geld wechselt den Besitzer. Dort ist doch so gut wie alles käuflich, wenn man die richtigen Leute kennt.
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Re: Tunesischer Pascha

Beitragvon Liberty » 27.04.2017, 14:52

Genau Karima so ist es.Wenn man das nicht erlebt oder gesehen hat kann man das sich nicht vorstellen oder glauben.
Das ist auch für mich der Grund warum ich dem Schreiben vom tunesischem Gericht erst mal keinen Glauben schenken kann.

Lg Liberty
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Re: Tunesischer Pascha

Beitragvon chavah » 27.04.2017, 15:50

@Birgit: wie viele arabische Männer kennst du? Wie viele deutsche Männer/Frauen versuchen aus der Existenz eines Kindes Vorteile zu erwirtschaften? Keine, niemals, oder wie?

Und, ich hatte doch ausdrücklich geschrieben, dass sie nicht nach Tunesien fliegen muss/sollte. Das steht doch gar nicht zur Debatte.

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Re: Tunesischer Pascha

Beitragvon Ariadne » 27.04.2017, 19:38

Nur wenige Worte zur Bestätigung der Zustände in Tunesien: in Tunesien ticken die Uhren anders. Lügen gehören zu Tugenden, Wahrheiten kommen selten ans Licht, Geld regiert die Welt. Es gibt ein paar seltene Ausnahmen, aber die bestätigen die Regel, oder?
Die Liebe ist so unproblematisch wie ein Fahrzeug. Problematisch sind nur die Lenker, die Fahrgäste und die Straße.
Franz Kafka
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Re: Tunesischer Pascha

Beitragvon Liberty » 27.04.2017, 23:10

Wahre Worte Ariadne!!!!
LG Liberty
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