Zeit Online: "Eine neue deutsche Kleinfamilie"

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Zeit Online: "Eine neue deutsche Kleinfamilie"

Beitragvon Mignon » 29.01.2018, 14:34

Liebe Foristinnen und Foristen,

auf ZEIT online las ich heute einen Artikel, der mich sprachlos gemacht hat. Ein Migrant aus Gambia, dessen Asylantrag abgelehnt wurde, konnte dank des Tipps einer Behördenmitarbeiterin vor der Abschiebung untertauchen, erhält Kirchenasyl (mit welcher Begründung ist unklar) und schwängert eine naive junge Frau, wobei sich herausstellt, dass er in Gambia Frau und Kind hat sitzenlassen, um in Deutschland ein neues Leben anzufangen. Die ZEIT serviert all das als romatische love story. Ich kann es nicht fassen.

Hier der Artikel: http://www.zeit.de/gesellschaft/2018-01 ... -rassismus?

Dass der Migrant offenbar einen Fluchtgrund erfunden, dass die Behördenmitarbeiterin geheime Informationen durchgesteckt, dass die Mutter seines Kindes sich offen dazu bekennt, ihn heiraten zu wollen, damit er "hier bleiben kann, egal, wie es mit uns weitergeht." - für die ZEIT ist das alles völlig ok.

Ich bin fassungslos.
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Re: Zeit Online: "Eine neue deutsche Kleinfamilie"

Beitragvon NGal » 29.01.2018, 14:46

Mich überrascht das eigentlich nicht.

Ist doch in unserem gegenwartigen kulturellen Klima völlig nachvollziehbar.

Die armen sollen doch hier in Europa bleiben können, egal wie es uns (und unserer Gesellschaft) weitergeht.

Dazu haben die 'richtigdenkenden' Gutmenschen Jahrzehnten investiert, die Meinungen und Denkweisen zu manipulieren, um uns zu überzeugen.

Es hat geklappt.
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Re: Zeit Online: "Eine neue deutsche Kleinfamilie"

Beitragvon Nilka » 29.01.2018, 14:50

Mignon, ich bin es auch :twisted: und steht auf Seite 171 "Flüchtlinge ... und Migranten".
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Re: Zeit Online: "Eine neue deutsche Kleinfamilie"

Beitragvon Anaba » 29.01.2018, 15:06

Wenn ich diese Geschichte lese bekomme ich eine Krise.
Sie zeigt deutlich, wie diese Menschen uns benutzen.
Eine Flüchtlingshelferin warnt per SMS vor der Abschiebung.
Die Kirche gewährt ihm Asyl, obwohl er in Gambia gar nicht gefährdet ist.
Ein Naivchen wird schwanger und wird ihn heiraten.
Sein Kind in Gambia, das er ihr verschwiegen hat, stört nicht weiter.
Als das deutsche Kind geboren ist und sein Aufenthalt sicher, fliegt er sofort nach Gambia,
um Urlaub zu machen.
Kann man sich leisten, obwohl keiner arbeitet.
Von Gefahr ist keine Rede mehr.
Was für eine Geschichte.
Sie zeigt, dass alle hier versagt haben.
Flüchtlingshelfer, ohne Distanz, Kirchenmitarbeiter, die Abschiebungen verhindern,
Polizei, die nicht durchgreifen darf.
Hauptsache die Bürger funktionieren weiter und finanzieren diese Wahnsinn.
Liebe Grüße
Anaba

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Re: Zeit Online: "Eine neue deutsche Kleinfamilie"

Beitragvon Anaba » 29.01.2018, 15:08

Der Titel ist übrigens auch ein Witz.
"Eine neue deutsche Kleinfamilie" :lol:
Liebe Grüße
Anaba

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Re: Zeit Online: "Eine neue deutsche Kleinfamilie"

Beitragvon Schachtelhalm » 29.01.2018, 15:12

Na offensichtlich finden das die jetzigen Dorfbewohner nicht so besonders lustig, dass diese Familie unter ihnen wohnt.

Die Behördenmitarbeiterin gehört entlassen, der Mann abgeschoben. Er wird wahrscheinlich in Afrika verheiratet sein, und nicht geschieden. Das wäre dann auch noch Bigamie.

Aber es geht ja in Deutschland alles so seinen Gutmenschgang. Da wird die Zweitfrau aus Syrien nachgeholt, bestimmt bald die Dritt - und Vierfrau als Harem. Alles ungesetzlich. Aber wen schert das. Wir sind ja human alternativlos . Alles Härtefälle, natürlich, wegen der Kinder der Zweitfrau. Denen konnte man es nicht zumuten, ohne ihre leibliche Mutter zu leben..

Wie sieht es eigentlich mit dem Deutschen aus, der sein Kind kaum sieht, weil er 3 Jobs hat, um die Familie und die Flüchtlinge zu ernähren? Das ist dann human und alternativlos?

Eine Bekannte von mir hat vom Bezirksamt ein Schreiben erhalten in welchem sie aufgefordert wird, Wohnraum zu melden, der zweckentfremdet wird. Also ein klarer Aufruf zum Denunziantentum. In ihrem Wohnhaus sind die Mitarbeiter wohl auch herumgeschlichen und haben die Leute rausgeklingelt um sie zu befragen. Die neuen Blockwarte vom Amt suchen Wohnungen , wahrscheinlich für Flüchtlinge.
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Re: Zeit Online: "Eine neue deutsche Kleinfamilie"

Beitragvon gadi » 29.01.2018, 15:35

Anaba hat geschrieben:Der Titel ist übrigens auch ein Witz.
"Eine neue deutsche Kleinfamilie" :lol:


In diesem Zusammenhang darf man plötzlich wieder "deutsch" sagen, schon bezeichnend.
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Re: Zeit Online: "Eine neue deutsche Kleinfamilie"

Beitragvon Efendi II » 29.01.2018, 18:51

Mignon hat geschrieben:Ein Migrant aus Gambia, dessen Asylantrag abgelehnt wurde, konnte dank des Tipps einer Behördenmitarbeiterin vor der Abschiebung untertauchen, erhält Kirchenasyl (mit welcher Begründung ist unklar) und schwängert eine naive junge Frau,

Damit solle sein weiterer Verbleib in Deutschland zumindest für die nächsten achtzehn Jahre (sofern er sich nicht allzu regelwidrig anstellt) gesichert sein.

So völlig unbeteiligt wird diese junge Frau an diesen Umstand nun wohl nicht auch nicht gewesen sein. Sofern sie nicht vergewaltigt wurde und dadurch gegen ihren Willen in diese Situation gekommen ist, handelt es sich doch um ein Geschehen, welches durchaus keinen Einzelfall darstellt und recht häufig zu beobachten ist.
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Re: Zeit Online: "Eine neue deutsche Kleinfamilie"

Beitragvon Ann » 30.01.2018, 00:00

Zum Artikel selbst habe ich mich gestern schon im anderen Thread geäußert.

Eine Parallele zu einem anderen diskutierten Fall drängt sich mir auf:
Die Mutter der jungen Mutter ist starkt in der Flüchtlingshilfe engagiert.
Zuerst wurde geholfen, Sprache vermittelt und Gesellschaft geleistet.
(Nachtigall...)

Ansonsten fand ich noch alarmglockendeutlich den Umstand, dass Mr Gambia wohl zuerst die neuen Umstände zur Kenntnis nahm bzw. bemerkte/ hoffte/ ahnte und Madame während des Interviews an der Stelle errötete.

Zum Dialekt:
Wenn Mr Gambia nicht besonders gut Hochdeutsch spricht, dann spricht das erst einmal für sich. Welche Sprache ist dann wohl Verständigungssprache im Haushalt?
Dass er die Schimpfworte im Dialekt der Gegend nicht verstünde, ist dem Artikel zu entnehmen. Ich gehe davon aus, dass er möglicherweise generell des dortigen Dialektes nicht mächtig ist. Und ich habe so meine Zweifel, ob es sich bei den Anrufen/ Zurufen durch Einheimische in jedem Fall um Beschimpfungen handelt.

Diese Zeitschrift fiel mir noch ein, die in ihrer zweiten Ausgabe auch vermitteln soll, wie das 'Neue Deutsche Familienbild' auszusehen hat.

http://www.adelene-magazin.de/bestellen

(In Schweden gab es sogar mal eine staatlich geförderte Kampagne, die den Titel 'Vermischt Euch' (übersetzt) trug.)
.
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Re: Zeit Online: "Eine neue deutsche Kleinfamilie"

Beitragvon heartbeat » 30.01.2018, 01:30

Guten Abend,

ich wollte den ZEIT-Artikel vorhin hier einstellen, aber da stand er nun schon. Super!

Die ZEIT-Journalistin scheint wirklich komplett naiv zu sein, wenn sie d a s als einen Anfang gelungener Integration auftischt - oder was soll diese Rühr-Schmonzette sonst sein?
Es ist wirklich DIE Bezzi-Klischeegeschichte (Phase 1) schlechthin, habe ich beim Lesen gedacht (wir hier im Forum brauchen keine Glaskugel, um zu wissen, wie das endet) - und dann dachte ich gleich: ob ZEIT-Online dann wohl auch irgendwann die Fortsetzung (Phase 2 und folgende) dieser "anderen deutschen" Kleinfamiliengeschichte bringt?
Wohl eher nicht.

Das böse Erwachen für die junge Frau mit (gezielt/gewollt?) gezeugter (jedenfalls nicht verhinderter) AE auf Beinchen wird spätestens in Hannover kommen!

Finanziell wird's wohl immer Abhängigkeit vom Amt bleiben, bei dem Mann mit seinen Jobmöglichkeiten, und ich denke auch, dass junge Holzbildhauerinnen mit Kind nur begrenzte Verdienstmöglichkeiten haben.
Gelogen hat er ja auch schon in einer entscheidenden Sache: Kind in Gambia. Von Frau dort getrennt? - haha, wer's glaubt...! Und wir sind sicher, dass er noch viel mehr gelogen hat und lügen wird - aber das wissen ZEIT-Online und die junge Frau wohl noch nicht.

Er ist Muslim und gibt sich in dem Kuhkaff jetzt (noch) ganz brav, weil er keinen Anschluss findet und mit diversen eigenen Anfangsschwierigkeiten zu kämpfen hat.
Soso, in Gambia war er schon (ging ja ganz schön schnell), sein Kind dort kennenzulernen. Übersetzt: mit seiner "richtigen" Frau/Familie in Gambia Pläne schmieden, wo es hier Kühe zu melken gibt.
Ach wie nett, er knackt mitgebrachte Nüsschen...

Klar versteht er nicht, was die junge deutsche Frau in einer Beziehung mit ihm erwartet/erhofft. Da hätte sie sich erst mal vorher erkundigen müssen, was Zusammenleben von Männern und Frauen in Westafrika, insbesondere von Muslimen bedeutet. Dann wüsste sie, dass die Männer Westafrikas nie monogam leben, schon gar nicht die Muslime.
Und sie wüsste auch, dass die Ehen in diesen Ländern reine Versorgungs- und Familienerhalt-Beziehungen sind und "komplizierte" Partnerschaften wie "deutsche" Liebesbeziehungen, die verbalen Austausch und Interesse an den Bedürfnissen des/r Partners/in voraussetzen, dort weder bekannt noch erwünscht sind.
Aber er will sich ja jetzt einmal wöchentlich mit ihr ernsthaft aussprechen, um sein Interesse an ihr und ihrer Kultur, seine Anpassung und Ernsthaftigkeit zu beweisen.
Noch.
Jetzt. In Phase 1. Im Kuhkaff.

Ich bin mir sicher: Das jetzt noch vorhandene Bemühen des Gambiers wird in nullkommanix erlahmen und er wird sich der heimatlichen Vorzüge erinnern, die er für Muslim-Mann und -Frau als normal empfindet, weil er so sozialisiert wurde.

Fortsetzung, Phase 2, wird in Hannover beginnen. Die Großstadt wird ihm massenhaft die jetzt im Kuhkaff fehlenden Kumpels, Frauengeschichten und andere Gelegenheiten bescheren, von denen er dann reichlich Gebrauch machen wird, um sich nicht mehr den lästigen Beziehungsgesprächen mit seiner jungen Partnerin auszusetzen.
Gelebte Polygamie, seine andere Religionszugehörigkeit - wer weiß, was ihm durch sein dort sicher auch von anderen Westafrikanern bevölkertes Umfeld wieder einfällt...

Die eine oder andere Lüge wird auch sicher noch ans Tageslicht kommen (oder familiäre "Vorfälle" passieren in der afrikanischen Familie, für die er aufkommen muss), die Arbeiten sind vielleicht zu schwer und der Lohn dafür zu gering - in der Großstadt finden sich im Halbdunkel Möglichkeiten für lukrativere "Nebeneinkünfte", um alle Pläne möglichst bald umzusetzen....
Wie es weiter geht? Wir hier brauchen dafür nicht (mehr) viel Fantasie...
Ich beneide die Protagonistin in der Geschichte jedenfalls nicht! Sie ist das blauäugige Kind einer vermutlich verantwortungslos blauäugigen Mutter, die sich ihrem "Helfersein" suhlt.

Eigentlich sollten Redakteure einer renommierten Zeitung mal anständig recherchieren, bevor sie sowas veröffentlichen. Schließlich ist das Thema "Bezness" schon lange nicht mehr "neu" und gehörte an dieser Stelle auch klar mit benannt - bei so vielen glasklaren Indizien!
Ich finde es fast schon verantwortungslos, auf diese Weise die Welt schönzufärben, ohne die Hintergründe des Handelns wirklich auszuleuchten und auch zu kommunizieren. Ja, das ärgert mich (und das um diese Uhrzeit...)!!! :mrgreen:

Ich hör jetzt auf.
Gute Nacht!

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Re: Zeit Online: "Eine neue deutsche Kleinfamilie"

Beitragvon Ann » 30.01.2018, 01:43

Jedes Wort ein Treffer!
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Re: Zeit Online: "Eine neue deutsche Kleinfamilie"

Beitragvon Agadirbleu » 30.01.2018, 02:10

Hallo heartbeat,

mit deinem Kommentar hast du den Nagel auf den Kopf getroffen!!

Beim ursprünglichen Lesen des Artikels kam mir schon die Galle hoch: alles läuft für ihn wie am Schnürchen, eine ausgearbeitete 'time schedule par excellence. Und in Gambia war er mittlerweile auch schon zu Besuch. :mrgreen: Ich komme aus dem Staunen nicht mehr raus. Schafft nix, aber reist als Asylant in sein Heimatland. Hat er damit nicht seinen Antrag auf Asyl per se verwirkt?

Berchtesgaden ist auch nicht kleiner als Prien, wo er vorher lebte.
Nur im jetzigen Ort ist er halt wahrscheinlich schon bekannt wie ein bunter Hund und kann sich seine Zeit nicht nach seinem Gusto vertreiben. Also nix wie auf in die Großstadt.......du hast ja schon so herrlich beschrieben, wie die Geschichte dann weitergeht.

Die Verfasserin des Artikels ist 24 Jahre alt und scheint auch aus der Ecke Friede-Freude-Eierkuchen zu kommen.
dieser Artikel ist nicht der erste dieser Art in der ZEIT, was mich vor 3 Monaten bewogen hat, das Abonnement zu kündigen, weil ich nicht mehr bereit war, weitere Schmonzetten "zu finanzieren".

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Re: Zeit Online: "Eine neue deutsche Kleinfamilie"

Beitragvon Mignon » 30.01.2018, 11:53

Agadirbleu hat geschrieben: Schafft nix, aber reist als Asylant in sein Heimatland. Hat er damit nicht seinen Antrag auf Asyl per se verwirkt?


Das spielt doch keine Rolle mehr. Asylantrag war ja schon abgelehnt, er war der Ausreiseaufforderung nur nicht nachgekommen und untergetaucht. Aber jetzt hat er ja ein Kind in Deutschland! (Einfach so passiert. Da kommt ja auch niemand drauf, dass, wenn zwei junge Leute miteinander Sex haben und nicht verhüten, da irgendwann ein Kind bei rauskommt.) Und da darf man seelenruhig sagen: "Ätschbätsch, war alles Quatsch mit der Verfolgung und soweiter. Ich mache sogar Urlaub im Verfolgungsland. Und Geld gibt mir der deutsche Staat trotzdem." Und sicherheitshalber wird er dann noch geheiratet. Nicht aus reiner Liebe. Iwo! Sondern damit er hier bleiben kann!

Und ihn den berufstätigen bayrischen Vätern nun als Mustervater hinzustellen, ist ja wohl besonders dreist. Die meisten Männer, die keinen Erziehungsurlaub nehmen, tun das deswegen nicht, weil sie Nachteile im Job befürchten müssen, oder weil das Geld dann nicht reicht. Wer ohnehin nicht arbeitet, für den stellt sich dieses Problem nicht so wirklich.
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Re: Zeit Online: "Eine neue deutsche Kleinfamilie"

Beitragvon Thelmalouis » 30.01.2018, 12:20

Ob diese gemeinsame Kind nun da ist, sollte in diesem Falle kein Rolle spielen.
Es sollte wirklich Regeln mit Ausnahmen geben.

Für diese "Verarsch-Show", die da abgezogen wurde, angefangen von dieser Mitarbeiterin, die ihm den Tipp gegeben hatte über das ominöse Kirchenasyl, sollte er das Land verlassen müssen.
Gruß Thelmalouis

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Re: Zeit Online: "Eine neue deutsche Kleinfamilie"

Beitragvon gadi » 30.01.2018, 12:51

Mignon hat geschrieben:Und ihn den berufstätigen bayrischen Vätern nun als Mustervater hinzustellen, ist ja wohl besonders dreist. Die meisten Männer, die keinen Erziehungsurlaub nehmen, tun das deswegen nicht, weil sie Nachteile im Job befürchten müssen, oder weil das Geld dann nicht reicht. Wer ohnehin nicht arbeitet, für den stellt sich dieses Problem nicht so wirklich.


Das finde ich aber auch, der blanke Hohn! Auch weil die bösen berufstätigen Väter diesem Typen ja seine Freizeit um den Mustervater zu spielen (die Betonung liegt auf spielen), finanzieren.
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Re: Zeit Online: "Eine neue deutsche Kleinfamilie"

Beitragvon heartbeat » 30.01.2018, 13:51

Danke für die zustimmenden Rückmeldungen auf meinen nächtlichen Beitrag!

Normalerweise ist ja nach "einmal drüber schlafen" der Ärger verpufft, aber nicht so bei mir heute, denn nach Lektüre quer durch die Medien (ja, daran hab ich selbst schuld) gibt es neue Nachschub-Nahrung für weiteren Ärger, der mich kochen lässt! :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Hier das Gegenstück zur "neuen deutschen Kleinfamilie": die "neue deutsche Großfamilie":
_______________________
https://www.welt.de/politik/deutschland ... limen.html

„An die muslimische Vielehe hatten wir gar nicht gedacht“

Schleswig-Holsteins Junge Liberale fordern die Abschaffung des Polygamieverbots. Nach scharfer Kritik betont Landeschef Brauer: Es gehe nicht darum, muslimische Vielehen zu propagieren. Aber in bestimmten Fällen sei der Familiennachzug richtig.
_______________________

Noch sind es "nur" die "Jungen Liberalen". Aber ich wette, das kommt auch noch. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Ach wie weitsichtig und nett! Die Liste derer, "die unsere Renten erarbeiten und bezahlen" wird immer länger...

Eigentlich bin ich ja schon immer Vertreterin von: Was gehen mich anderer Leute Familienverhältnisse an? Jede/r soll nach seinem Gusto leben, solange es niemand anderem schadet.

Die Impertinenz unserer Regierenden und Funktionäre in allen politischen Ebenen über die Köpfe und Willensäußerungen der Bevölkerung hinweg ist das, was mich am meisten aufregt: dieses unverschämte Laissez-faire in rechtlichen Belangen (ausschließlich!) bestimmten Menschengruppen gegenüber, die Missachtung unserer Gesetze bzw. Nichteinforderung der Einhaltung unserer Gesetze seitens der Regierung, diese Ungleichbehandlung zwischen Neuankömmlingen und Einheimischen und die nun ungefragt lebenslange Alimentierung einer ständig anwachsenden Menschenzahl mit (Steuer)Geldern, die hier von Einheimischen - vielfach unter gar nicht rosigen Bedingungen - erwirtschaftet wurden...

Man nenne mir ein einziges Land, in dem sich Bürger, gefordert von ihrer Regierung, derart in Einbahnstraßenmanier verbiegen sollen. Es reicht anscheinend noch nicht, dass an im Heimatland verbliebene, minderjährige Kinder legal hier lebender Väter und Mütter bereits Kindergeld bezahlt wird. Krankes Deutschland!
Mein Tag ist versaut! :mrgreen:

Dabei hat mein liebes kleinstes Enkelkind heute Geburtstag und wartet auf Omas Besuch... :D
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Re: Zeit Online: "Eine neue deutsche Kleinfamilie"

Beitragvon Ariadne » 30.01.2018, 14:14

heartbeat hat geschrieben:Hier das Gegenstück zur "neuen deutschen Kleinfamilie": die "neue deutsche Großfamilie":
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https://www.welt.de/politik/deutschland ... limen.html

„An die muslimische Vielehe hatten wir gar nicht gedacht“

Schleswig-Holsteins Junge Liberale fordern die Abschaffung des Polygamieverbots.
Mein Tag ist versaut! :mrgreen:

Dabei hat mein liebes kleinstes Enkelkind heute Geburtstag und wartet auf Omas Besuch... :D

Ärgere dich nicht, Heartbeat, vielleicht gilt es auch für Frauen, nicht nur für die Männer. :lol:
In den Aussagen von Brauer geht es nicht hervor, aber vielleicht .....was machen wir sonst mit dem Überschuss an Männer.

"Brauer: Das ist richtig. Aber das dürfte doch eher ein kleines Phänomen sein. Ehen müssen einvernehmlich geschlossen werden. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Frauen freiwillig in eine solche Konstellation hineingehen. Zwangsehen lehnen wir natürlich ab."

Deinem Enkelkind alles Gute zum Geburtstag und dir viel Spaß!

LG
Ariadne
Die Liebe ist so unproblematisch wie ein Fahrzeug. Problematisch sind nur die Lenker, die Fahrgäste und die Straße.
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Re: Zeit Online: "Eine neue deutsche Kleinfamilie"

Beitragvon Anaba » 30.01.2018, 14:31

Machmal denke ich, es kann nicht mehr schlimmer kommen.
Irrtum, es kommt schlimmer.


Dabei hat mein liebes kleinstes Enkelkind heute Geburtstag und wartet auf Omas Besuch... :D


Lass dir nicht den Tag verderben und feiere den Geburtstag von deinem kleinen Enkelkind.
Herzlichen Glückwunsch.
Liebe Grüße
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Re: Zeit Online: "Eine neue deutsche Kleinfamilie"

Beitragvon heartbeat » 30.01.2018, 14:59

Liebe Ariadne,


vielen Dank für Deinen netten "Tröstungs"versuch!

Ärgere dich nicht, Heartbeat, vielleicht gilt es auch für Frauen, nicht nur für die Männer. :lol:
In den Aussagen von Brauer geht es nicht hervor, aber vielleicht .....


:lol: :lol: :lol:

Tja, wenn ich es als "Trost" ansehen könnte, "Vielmännerei" zu treiben mit Ziel der Vieleheschließung...gaaanz "freiwillig" natürlich.... :mrgreen:

Bis dahin muss ich wohl erst noch ein Jahrtausend umerzogen und zwangssozialisiert werden! :?

Aber mal ernst: Ich weiß einfach nicht, was sich die deutschen "Alle-Beglücker" vorstellen! :?: :?:
Ist es denn sooo schwer, sich die weiteren Folgen solch Anbiederungs-Beglückungen vorzustellen?

Ich habe in einer Schule hier schon Ende der 90er Jahre einen muslimischen Schüler aus dem Kosovo näher kennengelernt, der schon jahrelang mit seinem polygamen Familienoberhaupt, seinen beiden Müttern und seiner zahlreichen geschwisterlichen und halbgeschwisterlichen Großfamilie im Asylheim lebte (er war nicht der Einzige in solcher Konstellation). Eine Wohnung fand sich nicht für die große Anzahl Menschen. Gearbeitet wurde nichts, auf Steuerzahlerkosten wurden riesige Einkaufswägen gefüllt und ins dicke Auto geladen (das auf einen schon länger hier lebenden Onkel angemeldet war, wie mir das Kind erzählte).

Der Junge hatte echte Komplexe und riesige Schwierigkeiten, die zweite Frau seines Vaters zu betiteln, druckste dann herum, wurde rot, schämte sich und schämte sich auch nicht - saß "zwischen den Stühlen", wie es klassischer kaum geht. Schon als kleiner Junge fühlte er sich durch die Familiensituation immer irgendwie als "Exot" und außenstehend - m. E. die beste Voraussetzung für Nichtintegartion und Schaffung von sich abschottenden Parallelgesellschaften, deren junge Leute die Brüche merken und sich dann womöglich irgendwann für ihre gefühlte "Nichtteilnahme" an unserem gesellschaftlichen Leben an irgendjemandem (ganz zufällig ausgewählt) für dieses Gefühl "rächen" und im besten Fall diese Rache nur durch Pöbelei ausüben? Denn über eines verfügen ja bekanntermaßen die muslimisch/arabisch aufgezogenen "echten" Jungs und Männer mehrheitlich nicht: Zusammenhänge erfassendes Denkvermögen und Frustrationstoleranz!

Mit SOLCHEN Themen und Zusammenhängen sollten sich gefälligst die Politiker und Medien mehr denn je befassen, bevor sie kopflos/planlos (oder sogar etwa mit Plan?) die hiesige Bevölkerung biegen und erziehen wollen, bis es auch dem letzten "geflüchteten" Kuhhirten aus dem von uns tausende Kilometer entfernten, rückständigsten Dorf hier nur jaaa recht gemacht wird.

Jetzt breche ich aber wirklich zum lieben Enkelkind auf und vergesse mal eine Weile meine evtl. herrlichen Zukunftsaussichten auf zwanglose Vielehe mit bis zu vier ganz freiwillig geehelichten "echten Kerlen"....

Danke, Ariadne, Spaß werde ich haben bei den kleinen Mädchen! :D

Liebe Grüße
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Re: Zeit Online: "Eine neue deutsche Kleinfamilie"

Beitragvon heartbeat » 30.01.2018, 15:00

Dir auch danke, liebe Anaba!

Ja, jetzt werde ich Spaß haben! :D
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