Umfrage: Die Urfi-Ehe

Austausch über gemachte Bezness-Erfahrungen in diesem Land

Moderator: Moderatoren

Bist Du eine "Urfi-Ehe" eingegangen?

Ja, es hat unter 20,00 EUR gekostet.
16
15%
Ja, es hat über 20,00 EUR gekostet.
4
4%
Ja, es hat bis 50,00 EUR gekostet.
3
3%
Ja, ich habe mehr als 50,00 EUR gezahlt.
4
4%
Ich gehe keine "Urfi-Ehe" ein.
62
57%
"Urfi-Ehe" was ist das?
16
15%
Ich habe nach dem Urlaub die Papiere der "Urfi-Ehe" vernichtet.
3
3%
 
Abstimmungen insgesamt : 108

Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon Naomi » 25.10.2013, 20:40

Hatte bisher nur Schweizer als Freunde. Wieso nennt ihr dann einen Ägypter und einen Marokkaner gleich Beuteschema?
Dann müsste es wohl eher heissen die Schweizer sind mein Beuteschema. Oder definiert sich Beuteschema über die letzten Beziehungen, die man hatte?
Naomi
 
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon Anaba » 25.10.2013, 21:18

Naomi hat geschrieben:Hatte bisher nur Schweizer als Freunde. Wieso nennt ihr dann einen Ägypter und einen Marokkaner gleich Beuteschema?
Dann müsste es wohl eher heissen die Schweizer sind mein Beuteschema. Oder definiert sich Beuteschema über die letzten Beziehungen, die man hatte?


Warum Beutschema? Das liegt auf der Hand.
Letztendlich handelt es sich bei beiden Männern um Muslime.
Man sollte denken, eine schlechte Erfahrung reicht.
Wir sehen hier immer wieder Frauen, die auf Männer einer Nationalität oder einer Religion reinfallen und
auch nach schlechten Erfahrungen bei diesem Beuteschema bleiben.
Liebe Grüße
Anaba

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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon Naomi » 25.10.2013, 21:56

Also meine schlechteste Erfahrung war mit einem Schweizer. Das hat noch keiner der beiden Muslime geschafft.
Soll ich jetzt deswegen nie wieder einen Schweizer haben, da ja eine schlechte Erfahrung reicht?
Naomi
 
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon No Name » 26.10.2013, 02:26

Anaba hat geschrieben:Das werden die meisten Muslime anders sehen.
Für die bedeutet eine islamisch geschlossene Ehe bestimmt mehr als eine Urfi Ehe, bzw in vielen Regionen oder Ländern gibt es keine Urfi Ehen.
Wenn eine Islamische Ehe in Deutschland geschlossen wird ist das doch kein Vergleich zu einer Urfi Ehe.

Wie ich schrieb, gibt es sowohl anerkannte, als auch nicht anerkannte (und das hängt von den jeweiligen Religionsgelehrten ab) Urfi-Ehen. Nehmen wir beispielsweise an, daß in einer Rechtsschule die Einwilligung des Vaters zur Heirat der Tochter erforderlich ist, heiraten die Eheleute nun ohne diese Einwilligung, dann ist vom Prinzip her die Ehe nicht geschlossen, in einer anderen Rechtsschule kann sie aber sehr wohl Bestand haben. Die einen nennen sie gültige islamische Ehe, die anderen Urfi-Ehe.
Anaba hat geschrieben:In den meisten mosl. Ländern bedeutet die isl. geschlossene Ehe für das Paar sogar mehr als die standesamtliche.

Selbstverständlich, doch nach Meinung vieler Rechtsgelehrten handelt es sich dann um eine Urfi-Ehe, wenn in diesen Ländern die standesamtliche Heirat nicht stattfindet. Ist aber eigentlich uninteressant für die Gläubigen, denn selbst wenn es eine Urfi-Ehe wäre, wäre sie dennoch islamisch korrekt, wenn die anderen Bedingungen vorliegen. :)

Anaba hat geschrieben:Ich wüsste gern über welche Länder du hier schreibst.

Es geht hier um die Regelungen des islamischen Religionsrechtes, das ist länderunabhängig. Lediglich die "lokalen Bräuche" sind teilweise unterschiedlich.

Du mußt Dich vor allem davon frei machen, zu versuchen, bestimmten Ländern bestimmte islamische Gesetze zuzuschreiben. Zum einen handelt es sich bei den Unterschieden meist um Rechtsschulen, die in der Regel mehrere Länder umfassen können, zum anderen kann in der Theorie jeder Muslim die eine, aber auch eine andere Rechtsschule oder sogar Minderheitsmeinungen für sich für gültig halten. Selbst Auffassungen, die "von der Mehrheit der Rechtsgelehrten" geteilt werden, besitzen damit für einen einzelnen Muslim nicht unbedingt Gültigkeit, da er auch einer Minderheitsmeinung zuneigen kann (solange diese nicht explizit dem Koran wiederspricht). Muslime besitzen nämlich eine sehr weitgehende Religionsfreiheit, die nur durch die Worte des Koran beschränkt wird, es kommt lediglich darauf an, daß die Meinung vertreten werden kann und zwar von jemandem, der im Religionsrecht geschult ist.

Dies ist auch der Grund für manche Fatwa, die in deutschen Zeitungen abgedruckt wird und die meist als gültig für alle Muslime vermutet wird - doch das ist sie nicht, es kann sich nämlich um die Minderheitsmeinung weniger (sogar eines einzigen) Gelehrten handeln. Da Imame im Prinzip bestimmten Gelehrten folgen, werden sie auch die Gemeinde entsprechend führen - doch das heißt nicht, daß nicht ein Gemeindemitglied auch einem anderen Imam und der einem anderen Gelehrten folgen könnte.

Noch einmal - wichtig zur Beurteilung ist stets der genaue Kontext, es gibt keine (bzw. so gut wie keine) festgelegte Regeln, die für bestimmte Gegenden oder Gruppen stets zutreffen. Deshalb ziehe ich auch die standesamtliche Registrierung heran, denn dies ist das einzige, das wirklich eindeutig festgelegt ist und zwar in einem Gesetz, das für ein bestimmtes Land gültig ist. Daß es auch hier in einem Rechtstreit letztendlich wieder um konkrete Umstände geht, die auch innerhalb eines Landes lokal unterschiedlich definiert werden können ist eine andere Sache, doch generell kann man bei einer standesamtlichen Ehe von einer rechtsgültigen Ehe ausgehen.
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon Anaba » 26.10.2013, 10:50

Strauss hat geschrieben:
Anaba hat geschrieben:.
Anaba hat geschrieben:In den meisten mosl. Ländern bedeutet die isl. geschlossene Ehe für das Paar sogar mehr als die standesamtliche.

Selbstverständlich, doch nach Meinung vieler Rechtsgelehrten handelt es sich dann um eine Urfi-Ehe, wenn in diesen Ländern die standesamtliche Heirat nicht stattfindet. Ist aber eigentlich uninteressant für die Gläubigen, denn selbst wenn es eine Urfi-Ehe wäre, wäre sie dennoch islamisch korrekt, wenn die anderen Bedingungen vorliegen. :)



Du schreibst, wenn keine standesamtliche Trauung stattfindet ist eine in der Moschee geschlossene Ehe gleichwertig mit einer Urfi Ehe?
Eine Urfi Ehe ist islamisch korrekt, wenn die anderen Bedingungen vorliegen?
Dazu konnte ich nichts finden, im Gegenteil was zu finden ist, besagt eher das Gegenteil.
Vielleicht kannst du dazu mal eine Quelle angeben, das interessiert mich sehr.
Denn letztendlich leuchtet es dann nicht ein, wieso Urfi Ehen diesen Ruf haben, in den meisten mosl.Ländern gesetzlich verboten sind und eine gute Muslima solche Ehe nicht eingehen wird.
Liebe Grüße
Anaba

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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon No Name » 26.10.2013, 13:47

Eine Urfi Ehe ist islamisch korrekt, wenn die anderen Bedingungen vorliegen? Dazu konnte ich nichts finden, im Gegenteil was zu finden ist, besagt eher das Gegenteil.


Ich habe in der Tat so gut wie keine Textstellen gefunden, die etwas anderes sagen. Ich greife daher nur ein paar heraus:

"Nach verbreiteter Vorstellung reicht es, wenn die Zustimmung des männlichen Vormunds der (jungfräulichen) Braut vorliegt und die Eheschließung öffentlich angekündigt sowie im gegenseitigen Einverständnis der Brautleute vor Zeugen bestätigt wird. Als Ehevertrag reicht ein formloses Schriftstück. Eine solche Eheschließung nach gebräuchlicher Tradition („Urf“) ist zwar nicht staatlich anerkannt, wird gewohnheitsrechtlich und religiös aber als gültig angesehen."
(Konrad-Adenauer-Stiftung, http://www.kas.de/wf/doc/kas_12726-1522 ... 0108111951)

"Nikah 'urfi is a "customary" Sunni Muslim marriage contract that is not registered with state authorities."
(Wikipedia) https://en.wikipedia.org/wiki/Nikah_%27urfi

"Unregistrierte Ehen ohne Beteiligung einer staatlichen Stelle (Orfi-Ehen) sind nicht verboten und können unter bestimmten Bedingungen auch Rechtswirkungen entfalten."
(Personenstandsrecht in Ägypten), http://www.papyrus-magazin.de/Papyrus_o ... srecht.pdf

"The literal meaning of an ‘urfi’ marriage is when all the conditions of a lawful ‘nikaah’ between a couple are scrupulously honored, but the ‘nikaah’ itself is not registered with a government agency or the law of the land. Registering one’s marriage with a government agency or the law of the land is definitely not a legal requirement in Shariah; but one is well within their rights to do so as it might help in protecting their lawful rights. Regardless of whether one chooses to register their marriage with a government agency or not, provided all the obligatory conditions of a ‘nikaah’ were fulfilled, the marriage itself will remain legal, valid, and lawful in the Sight of Shariah Law and of Allah Subhanah."
(Islam Helpline), http://www.islamhelpline.net/node/7959

"Traditionally, urfi marriages have been religiously condoned as proper if the couple’s parents approve of the marriage and there is a public announcement of the ban. Some families in rural villages opt for urfi marriages when the bride is too young to be legally married, deferring the official registration of the marriages to a futuredate. But the public, the religious establishment, and the legal system have generally perceived urban urfi marriages as a pretext and cover for premarital sex."
(Population Reference Bureau) http://www.igwg.org/pdf05/MarriageInArabWorld_Eng.pdf

etc. etc.

Denn letztendlich leuchtet es dann nicht ein, wieso Urfi Ehen diesen Ruf haben, in den meisten mosl.Ländern gesetzlich verboten sind und eine gute Muslima solche Ehe nicht eingehen wird.

Das ist nicht richtig - die Ablehnung geschieht nur gegenüber denjenigen Spielformen, die nicht gültig wären (und da gibt es schon zwei Sichtweisen, nämlich die religiöse und die säkluar-rechtliche, die die Auffassung der "Gültigkeit" im Einzelfall prägt). Die Sicht von Westlern (u.a. NGO) ist dagegen wieder eine andere, denn hier werden diese Ehen in erster Linie deshalb abgelehnt, weil sie die von ihnen vertretenen Rechte der Frau beschneiden.

Insgesamt dreht sich die Diskussion, und das habe ich herausgestellt, immer um ganz bestimmte Aspekte, Spielarten, lokale Besonderheiten, doch das wird, anstatt diese Besonderheiten zu nennen, generalisiert und auf Sachverhalte bertragen, die anders liegen. Daß viele Westler das Thema kaum verstehen und dann diverse Sachen miteinander verwurstet werden, ist nicht wunderlich, doch auch viele "normale" Muslime verstehen es eben nicht (nicht zuletzt wegen der geringen Bildung, speziell im Religionswesen). Es geht zudem immer um bestimmte Einzelfälle, die "islamische Rechtsmeinung" kann nicht mit einer säkularen (!), unbedingten, kanonisierten Rechtsmeinung des angelsächsischen oder napoleonischen Rechts verglichen werden.
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon Anaba » 26.10.2013, 14:40

Es geht zudem immer um bestimmte Einzelfälle, die "islamische Rechtsmeinung" kann nicht mit einer säkularen (!), unbedingten, kanonisierten Rechtsmeinung des angelsächsischen oder napoleonischen Rechts verglichen werden.

Strauss



Ich glaube, ich gebe auf. :lol:
Liebe Grüße
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon Bocanda » 26.10.2013, 15:53

Naomi hat geschrieben:Also meine schlechteste Erfahrung war mit einem Schweizer. Das hat noch keiner der beiden Muslime geschafft.
Soll ich jetzt deswegen nie wieder einen Schweizer haben, da ja eine schlechte Erfahrung reicht?


Die Erfahrung, die Du mit dem Mann Deiner Bekannten gemacht hast reicht nicht? Ob sie genauso begeistert ist von ihrem Mann wie Du? :lol:

Ich spreche von Nationalität, Du bringst sofort wieder Muslime ins Spiel. Warum? Ist Dir Religion so wichtig? Schreib doch von einem Ägypter und von einem Marokkaner.....
Liebe Grüße
Bocanda



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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon Naomi » 26.10.2013, 16:51

Hallo Bocanda

Ich verstehe nicht was du meinst. Die Erfahrung mit dem Ägypter hat vollkommen gereicht. Aber ich verestehe nicht was mein jetziger Freund damit zu tun hat, da er ja nicht Ägypter ist.
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon Bocanda » 26.10.2013, 16:53

Das hat noch keiner der beiden Muslime geschafft.
Liebe Grüße
Bocanda



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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon No Name » 30.10.2013, 01:58

Anaba hat geschrieben:Ich glaube, ich gebe auf. :lol:


Jo - die Beschäftigung damit gleicht dem Versuch, einen Pudding an die Wand zu nageln, das ist ja das geniale an diesem Glauben. :)
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon Ammit » 30.10.2013, 10:32

scorpio12 hat geschrieben:Was mir bei dir Annouk einige Bedenken gibt, sind 2 Aussagen: Er ist der einzige Sohn und das andere ist, dass seine Eltern nichts von der Hochzeit wissen??? Habe ich das richtig verstanden? Weil normalerweise ist die Heirat des einzigen Sohnes eine grosse Angelegenheit! Und Schwiegermutti will die Zukünftige GANZ SICHER begutachten. Kennst du seine Familie, also Mama und so?
Kommt mir spanisch vor, dass man Sohnemann einfach so in die Fremde ziehen lässt??? Ich weiss, dass du dein Schatzi mit Händen und Füssen verteidigst, aber ich frage mich gerade, ob die Familie weiss, dass er in der CH heiraten will??? Oder ob er ihnen einfach erzählt, er habe ein Arbeitsvisum bekommen (?). Kläre mich bitte auf.
Lg


Ich habe noch nicht den Rest gelesen, aber sicherlich wird der einzige Sohn seine Mutter nicht alleine zurück lassen und nach Europa gehen. Immerhin hat seine Ehefrau seine Mutter zu bespaßen und zu versorgen, denn eventuelle Schwestern seinerseits gehen in die jeweiligen Familien der Ehemänner.

Ansonsten verstehe ich den ganzen Thread nicht. In der Schweiz kannst du nicht Orfi heiraten und meinen Habibilein darf dann mit dir dort leben. Dafür müsst ihr schon richtig heiraten. Dazu kommt noch, dass du dafür Sorge zu tragen hast, dass er versorgt ist. Das übernimmt in der CH nicht der Staat.

Außerdem vertrete ich ebenfalls die Meinung, das am Telefon eher gelogen werden kann, als von Angesicht zu Angesicht. Sämtliche anderen "Kommunikationsebenen" fehlen dir. Die Gestik, sein Verhalten, etc. Das beziehe ich jetzt nicht mal auf ihn direkt, sondern allgemein. Das geht schon damit los, dass du bei einem Handy nicht mal genau sagen kannst, wo er gerade ist.

Ein weiterer Punkt. Solltest du, wie du schriebst in Ägypten leben und Kinder haben, darfst du nicht mal einfach so mit ihnen ohne die Erlaubnis des Vaters ausreisen.

Ehrlich gesagt, ich denke, du solltst dich mit allem ein wenig mehr beschäfftigen. Wie häufig warst du z.B: in Ägypten? Kannst du arabisch?
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon Ammit » 30.10.2013, 10:36

Naomi hat geschrieben:Habe jetzt noch meinen Freund gefragt was das ist.

Der meinte kurz und bündig: Das ist eine illegale Heirat. Sie ist im Islam verboten. Die Schiiten machen das um die Frauen auszunützen.


Da dein Freund nicht aus Ägypten ist, hat er dazu wohl keine fundierte Meinung bezüglich Anoukks Freund. In einigen arabischen Ländern gibt es Orfi als "Ehe auf Zeit", die ist aber in Ägypten verboten. (http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitehe)
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon Ammit » 30.10.2013, 10:45

Und mal hier, ich hoffe, das Verlinken ist in Ordnung:
[b]Alles wissenswerte über Orfi/ Urfi
Weils soviel Arbeit gekostet hat....

1. Wer nutzt einen Orfi- Vertrag?- Grundsätzlich erlaubt das ägyptische Recht, welches auf der Sharia
beruht, keinen Kontakt zwischen einem einzelnen Mann und einer
Frau, welche nicht mit einander verwandt oder verheiratet sind. In
Ägypten ist „unsittliches Verhalten“ auf der Straße eine Straftat. Wenn
auch ein weitgefasster Begriff, so kann der Orfivertrag doch einen
gewissen Schutz bieten.

Grundsätzlich wird der Orfi- Vertrag von folgenden Gruppen verwendet:

a) ägyptische Studenten um sich z.B. eine gemeinsame Wohnung nehmen zu können

b) ägyptische Witwen die durch diese Eheart den Verlust ihrer Witwenrente vermeiden wollen

c) last but not least: Ägypter, die mit einer Touristin zusammen sein
möchten. Einfach nur als Urlaubsflirt oder auch nur als Vorstufe zur
späteren Heirat auf dem Shar El Akari

In einigen anderen Länden wird die Orfi-Ehe noch mit der „Ehe auf Zeit“
gleich gesetzt. Dies gilt aber nicht für Ägypten. (siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Ehe_auf_Zeit)

2. Woher bekomme ich einen Orfi- Vertrag?
- Die einfachste Variante ist wohl der sog. Coffeeshop- Orfivertrag. Er
heißt so, weil man ihn nach weitläufiger Meinung in jedem Coffeeshop
bekommen kann - für wenig Geld.
- Des weiteren kann dieser Vertrag auch vor einem Anwalt geschlossen werden.

3. Wie sieht ein Orfi-Vertrag aus?
- Der Orfi-Vertrag sollte schon aus eigenem Interesse neben der
arabischen Sprache (Landessprache) auch in einer Sprache abgefasst sein,
die auch von der Frau verstanden wird. In der Regel hat das Formular,
daher zwei Spalten. Eine ist englisch, die andere arabisch.
Passbilder werden nicht benötigt.

- Inhalt
nach dem islamischen Recht nimmt man sich zu Mann und Frau.
Grundsätzlich wird damit das Gesetz der Sharia anerkannt. Inwiefern
jedoch gültige und abweichende Regelungen getroffen werden, hängt von
dem jeweiligen Vertrag ab. Häufige Inhalte sind Unterhaltsregelungen,
die meist dergestalt abgeschlossen werden, dass der ägyptische Mann nur
Unterhalt an die Frau und das Kind zahlt, wenn die Frau in Ägypten lebt.
Des weiteren wird immer die Morgengabe verabredet (Pflichtangabe), die
im Falle der Scheidung an die Frau zu zahlen ist. Sie wird jedoch sehr
gering angesetzt (ca. 100 LE).

4. Wer wird benötigt bei einem Orfi-Vertrag?
- Der Orfi- Vertrag muss vom Mann und der Frau, sowie von zwei
männlichen Zeugen unterschrieben werden. Neben der Unterschrift wird
noch die jeweilige Pass bzw. ID-Cardnr. (= „Personalausweis“ in Ägypten)
eingetragen.
Einen „seriöseren“ Anstrich bekommt das Ganze durch den oben schon
genannten Anwalt. Ändert aber erst einmal grundsätzlich nichts an der
Bedeutung.

5. Altersbegrenzung
.....


http://zickes-aegypten-original.de/inde ... 5&pageNo=1
„Am meisten fühlt man sich von Wahrheiten getroffen, die man sich selbst verheimlichen wollte.“
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon Anaba » 30.10.2013, 11:19

Die Konrad- Adenauer- Stiftung schreibt auf ihrer Länderseite Ägypten folgendes zur Urfi Ehe:

Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

Wilde Ehe auf Ägyptisch
Immer mehr junge Ägypter lassen sich
auf eine rechtlich unsichere aber religi-
ös legitimierte Ehe auf Zeit ein. Zu hoch
sind die finanziellen Hürden für eine
herkömmliche Eheschließung. Die Zu-
nahme dieser sog. „Urfi-Ehen“ sorgt in
Ägypten für heftige Diskussionen.........


http://www.kas.de/wf/doc/kas_12726-1522 ... 0108111951
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