Umfrage: Die Urfi-Ehe

Austausch über gemachte Bezness-Erfahrungen in diesem Land

Moderator: Moderatoren

Bist Du eine "Urfi-Ehe" eingegangen?

Ja, es hat unter 20,00 EUR gekostet.
16
15%
Ja, es hat über 20,00 EUR gekostet.
4
4%
Ja, es hat bis 50,00 EUR gekostet.
3
3%
Ja, ich habe mehr als 50,00 EUR gezahlt.
4
4%
Ich gehe keine "Urfi-Ehe" ein.
62
57%
"Urfi-Ehe" was ist das?
16
15%
Ich habe nach dem Urlaub die Papiere der "Urfi-Ehe" vernichtet.
3
3%
 
Abstimmungen insgesamt : 108

Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon Sony » 18.10.2013, 15:37

Anoukk hat geschrieben:aber beim Telefon ist man oftmals ehrlicher, weil man bei negativer Reaktion schneller flüchten kann, also verhält man sich dort meist ein wenig ungehemmter als wenn man sich gegenüber steht und der Partner einem "nachlaufen" könnte.


ernsthaft jetzt?

Also ich kenne da eher das pure Gegenteil. Am Telefon könnte ich Dir echt die Oprah Winfrey im Kopfstand geben und Du würdest es nicht merken, ganz ehrlich, am Telefon kann ich lügen, dass sich sämtliche Balken biegen, die das Unterwassertelefonkabel tragen..... Mit allem Respekt, und glaube mir, ernsthafte Fernbeziehungen kenne ich und respektiere ich, aber diesen Punkt kann ich Dir jetzt echt nicht geben!
Sony
 
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon Anoukk » 18.10.2013, 16:09

Du kannst am Telefon eine Person die du liebst belügen dass sich die Balken biegen, du könntest die Winfrey geben..
ich nicht. ;-)
Anoukk
 
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon Sony » 18.10.2013, 16:29

Anoukk hat geschrieben:Du kannst am Telefon eine Person die du liebst belügen dass sich die Balken biegen, du könntest die Winfrey geben..
ich nicht. ;-)


ja und er, was wenn er besser schmalzt-sülzt am Telefon als Humphrey Bogart im Film aller Filme?
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon No Name » 18.10.2013, 18:48

Anoukk hat geschrieben:weisst du, oft ist ein Telefongespräch tiefgreifender als eine Diskussion von angesicht zu angesicht. Klingt kindisch; aber beim Telefon ist man oftmals ehrlicher

Ja,speziell bei Themen, bei denen man sich sonst genierte. Das kann natürlich auch eine Fußangel darstellen, wenn man sich, dann wenn man sich später persönlich unterhält, nicht mehr viel zu sagen hat oder gar die frühere Offenheit nicht mehr fortsetzt. Es kann ebenso passieren, daß man sich in solchen Gesprächen auf etwas festlegt, auf das man sich in persona nicht festgelegt hätte und dies später hervorgezogen wird.
Das größte Problem ist jedoch, daß bei nicht-persönlichem Zusammensein andere Sinne brachliegen und körperliche Kontexte, die sonst z.B. mit den Augen wahrgenommen werden, nicht nicht zur Verfügung stehen (eine Kamera ist da kein Ersatz) - und sogar die reine Audio-Komponente (nämlich das Hören auch feinster Signale) nicht mehr in der vollen Bandbreite wahrnehmbar und somit verstümmelt ist.

Reine Gespräche (mit oder ohne Kamera) sind insgesamt eine gute Sache, weil viele Voraussetzungen für das spätere Zusammenleben damit diskutiert und überprüft werden können - zuviele Gespräche jedoch können (s.o.) auch schädlich sein und keinesfalls ein längeres, persönliches Kennenlernen (und da sind eher Monate als Wochen anzustreben) ersetzen können.
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon Bocanda » 18.10.2013, 21:43

Anoukk hat geschrieben:weisst du, oft ist ein Telefongespräch tiefgreifender als eine Diskussion von angesicht zu angesicht. Klingt kindisch; aber beim Telefon ist man oftmals ehrlicher


Das kommt drauf an wie routiniert man telefoniert. Ich würde mal sagen am Telefon lügt es sich sehr leicht. Da musst Du nur Deine Stimme unter Kontrolle haben, die nonverbale Kommunikation findet in diesem Fall ja nicht statt.


Man schätzt die Zeit viel mehr wenn man sich nicht täglich sieht, denkt nicht "Kopf runter und unten durch, das kommt schon wieder gut" sondern stellt sich den Problemen, weil man keine andere Wahl hat.


Du schätzt die Zeit. Ob er es tut weißt Du doch nicht.
Liebe Grüße
Bocanda



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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon Bocanda » 18.10.2013, 21:48

Ich bin dann oft ein Moralapostel und kläffe ihn an wenn er nicht nett zu seiner Mutter war oder sich beschwert, "och ne wieder Familienabend, alle zusammensitzen und so, ich hab keine Lust..".


Und er soll 27 Jahre sein? Dem musst Du ja noch alles sagen wie einem Kind :roll:
Liebe Grüße
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon scorpio12 » 19.10.2013, 13:15

Was mir bei dir Annouk einige Bedenken gibt, sind 2 Aussagen: Er ist der einzige Sohn und das andere ist, dass seine Eltern nichts von der Hochzeit wissen??? Habe ich das richtig verstanden? Weil normalerweise ist die Heirat des einzigen Sohnes eine grosse Angelegenheit! Und Schwiegermutti will die Zukünftige GANZ SICHER begutachten. Kennst du seine Familie, also Mama und so?
Kommt mir spanisch vor, dass man Sohnemann einfach so in die Fremde ziehen lässt??? Ich weiss, dass du dein Schatzi mit Händen und Füssen verteidigst, aber ich frage mich gerade, ob die Familie weiss, dass er in der CH heiraten will??? Oder ob er ihnen einfach erzählt, er habe ein Arbeitsvisum bekommen (?). Kläre mich bitte auf.
Ein Urfi ist einfach ein Blatt Papier mit dem du mit ihm auch in einer Wohnung zusammen sein kannst.Ohne Probleme. Kannst du genauso gut beim Taxifahrer machen lassen. Kommt auf dasselbe heraus. Romantisch wird es sowieso nicht, aussert er lässt sich was einfallen :wink: und organisiert auch ein Fest danach....
Für die Beantwortung der obigen Fragen wäre ich dir dankbar, sind nicht böse gemeint, habe aber einfach grosse ???????
Lg
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon kokoant » 24.10.2013, 10:36

Guten Morgen,

ich habe mal versucht alles zum thema Urfi zu verstehen aber irgendwie bekomme ich es nicht ganz hin.

Gemäss meinem Verständnis nach gibt es folgende Ehemöglichkeiten:

1. Urfi Ehe (islamisches Recht mit grün oder blauem Siegel auf einem Zettel Papier das keine Rechte und Pflichten für den Mann beinhaltet. Für die Frau in Deutschland auch kein Problem darstellt aber in einem Muslimischen Land?!) die im Wohnzimmer mit oder ohne Zeugen geschlossen werden kann.

2. Ehevertrag (islamisches Recht das vom Vormund - z.b. Vater - und dem Ehemann oder dessen Vormund geschlossen wird. Darin werden dann alle Punkte verabredet wie Brautgabe, das Scheidungsrecht der Frau falls der Mann eine weitere Frau ehelicht etc.) die vor ? (Imam/Zeugen/Familie) geschlossen wird.

3. ? Ehe (islamisches Recht) das vor dem Imam und 2 Zeugen geschlossen wird. (Wird dort ein Vertrag aufgesetzt und unterschrieben?

4. "europäische" Ehe die im Standesamt geschlossen wird.

Ist das richtig wie ich es verstanden habe? Falls ja würde es doch richtig sein, erst die Ehe Nr. 2 anzustreben wegen Vertrag und danach dann in die Moschee für Ehe Nr. 3?!

Hilfe...
Gruss
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon Anoukk » 24.10.2013, 11:06

Aber bei Eheschliessung mit Imam kommt hinzu das der Mann Moslem und die Frau Moslem oder Christin sein muss. Eine Konfessionslose geht nicht.
Ist die Frau jedoch Muslima und der Mann Christ geht das nicht, da muss der Mann konvertieren.
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon kokoant » 24.10.2013, 12:38

Anoukk hat geschrieben:Aber bei Eheschliessung mit Imam kommt hinzu das der Mann Moslem und die Frau Moslem oder Christin sein muss. Eine Konfessionslose geht nicht.
Ist die Frau jedoch Muslima und der Mann Christ geht das nicht, da muss der Mann konvertieren.


Hallo Anoukk,
danke für deine Antwort aber bin mir nicht sicher ob die für mich gedacht war.
Falls ja, war das nicht wirklich eine Antwort auf einer meiner vielen Fragen.

Zudem war mir deine Information schon bekannt und daher auch nicht als Frage in meinem Thread gestellt.

Trotzdem Danke, auch wenn es nicht eine meiner Fragen beantwortet hat.

Gruss
kokoant
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon Naomi » 24.10.2013, 13:05

Hallo

Ich habe noch nie was von diesen Urfi-Ehen gehört. Ich kenne mich also gar nicht mit diesem Thema aus.
Nun zu meinen Fragen:

Worin liegen die Unterschiede einer Urfi-Ehe und einer Ehe vor dem Imam? Ich habe auch gehört, dass eine islamische Ehe (nicht Urfi) gar nicht vor einem Imam gemacht werden müsse. Das gehe auch nur im privaten Rahmen mit den entsprechenden Zeugen. Stimmt das?

Wie merke ich als Laie ob mein Partner eine Urfi-Ehe eingehen will oder halt eben die andere "korrekt" islamische Ehe?

Danke

Gruss
Naomi
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon Naomi » 24.10.2013, 13:17

Habe jetzt noch meinen Freund gefragt was das ist.

Der meinte kurz und bündig: Das ist eine illegale Hereit. Sie ist im Islam verboten. Die Schiiten machen das um die Frauen auszunützen.
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon kokoant » 24.10.2013, 14:00

Naomi hat geschrieben:Hallo

Worin liegen die Unterschiede einer Urfi-Ehe und einer Ehe vor dem Imam? Ich habe auch gehört, dass eine islamische Ehe (nicht Urfi) gar nicht vor einem Imam gemacht werden müsse. Das gehe auch nur im privaten Rahmen mit den entsprechenden Zeugen. Stimmt das?

Wie merke ich als Laie ob mein Partner eine Urfi-Ehe eingehen will oder halt eben die andere "korrekt" islamische Ehe?


Hoffe wir bekommen darauf eine Antwort.

Vielleicht gibt es ja wirklich den Fall indem solch eine Eheschliessung Sinn macht. Z.B. Er ist verheiratet und möchte sich scheiden lassen (in der ehrlichen Absicht nur mit einer Frau zusammen zu sein). Um legitim mit der Frau seines Herzens zusammen zu sein, wird dann eine Ehe vor dem Imam und 2 Zeugen gehalten die nach der Scheidung von der ersten Frau dann auch noch standesamtlich geheiratet wird??

Irgendwie ergeben sich hier Fragen über Fragen :D
gruss
kokoant
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon Evelyne » 24.10.2013, 14:55

Das Thema wird in Bezness-Ägypten mehrmals behandelt.
Aufklärung gibt es hier: viewtopic.php?f=4&t=377
Lieben Gruß
Evelyne Kern
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon Anaba » 24.10.2013, 15:17

Z.B. Er ist verheiratet und möchte sich scheiden lassen (in der ehrlichen Absicht nur mit einer Frau zusammen zu sein). Um legitim mit der Frau seines Herzens zusammen zu sein, wird dann eine Ehe vor dem Imam und 2 Zeugen gehalten die nach der Scheidung von der ersten Frau dann auch noch standesamtlich geheiratet wird??


In Deutschland besteht für Ehen, die in der Moschee geschlossen werden, bisher keine Meldepflicht.
So kann ein Mann in verschiedenen Moscheen verschiedene Frauen heiraten.
Aus diesem Grund gibt es hier auch viele Moslems, die meherere Frauen haben.
Eine mosl. Ehe kann auch zu Hause auf dem Sofa geschlossen werden.
Wenn Zeugen und Imam vor Ort sind ist alles in Ordnung.

In verschiedenen mosl. Ländern ist es allerdings inzwischen nicht mehr gestattet zuerst mosl. zu heiraten.
Es darf in der Moschee nur geheiratet werden, wenn das Paar bereits standesamtlich getraut ist.
Möglich ist aber einiges.
Ich kenne persönlich ein Paar, beide moslemisch, die in der Moschee geheiratet haben, obwohl die Frau noch nicht geschieden war.
Liebe Grüße
Anaba

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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon kokoant » 24.10.2013, 15:25

Evelyne hat geschrieben:Das Thema wird in Bezness-Ägypten mehrmals behandelt.
Aufklärung gibt es hier: viewtopic.php?f=4&t=377


Hallo Evelyne,

habe the thread gelesen aber nicht wirklich schlau geworden und Antworten entnhemen können. Da wird berichtet das eine Dame 3x eine Urfi Ehe einging. Das erstemal in einer Moschee das andere Mal nicht aber mit einem Wisch. Einige Links funktionieren leider nicht mehr.

Ist bei der Moschee vor dem Imam und den Zeugen kein Formular Ehevertrag notwending? Könnte der Wisch nicht auch ein Ehevertrag sein oder ist eine weitere bedingung der Imam und die Zeugen um eine Ehevertrag gültig werden zu lassen?

gruss
kokoant
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon kokoant » 24.10.2013, 15:30

Anaba hat geschrieben:
Z.B. Er ist verheiratet und möchte sich scheiden lassen (in der ehrlichen Absicht nur mit einer Frau zusammen zu sein). Um legitim mit der Frau seines Herzens zusammen zu sein, wird dann eine Ehe vor dem Imam und 2 Zeugen gehalten die nach der Scheidung von der ersten Frau dann auch noch standesamtlich geheiratet wird??


In Deutschland besteht für Ehen, die in der Moschee geschlossen werden, bisher keine Meldepflicht.
So kann ein Mann in verschiedenen Moscheen verschiedene Frauen heiraten.
Aus diesem Grund gibt es hier auch viele Moslems, die meherere Frauen haben.
Eine mosl. Ehe kann auch zu Hause auf dem Sofa geschlossen werden.
Wenn Zeugen und Imam vor Ort sind ist alles in Ordnung.

In verschiedenen mosl. Ländern ist es allerdings inzwischen nicht mehr gestattet zuerst mosl. zu heiraten.
Es darf in der Moschee nur geheiratet werden, wenn das Paar bereits standesamtlich getraut ist.
Möglich ist aber einiges.
Ich kenne persönlich ein Paar, beide moslemisch, die in der Moschee geheiratet haben, obwohl die Frau noch nicht geschieden war.



Danke Anaba,

für Deine sehr gute und Verständliche Erklärung.
Dann wäre diese Ehe doch gut wenn Sie wirklich in der Absicht geschlossen wurde vor Gott keine Sünde zu begehen und danach dann wirklich standesamtlich geheiratet wird.

Aber gemäss 90% der Fälle ist das oftmals nicht der Fall und die Frauen haben dann das nachsehen. Eine Frage hätte ich noch. Wenn bei der oben genannten Ehe vor dem Imam auch diese Formulare (Ehevertrag) ausgefüllt ist, ist es dann trotzdem Urfi? (quasi Urfi weil nicht standesamtlich?)

Vielen Dank für Eure Antworten
liebe Grüsse
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon Anaba » 24.10.2013, 15:46

Dann wäre diese Ehe doch gut wenn Sie wirklich in der Absicht geschlossen wurde vor Gott keine Sünde zu begehen und danach dann wirklich standesamtlich geheiratet wird.

Ja, eine Ehe, die in der Moschee geschlossen wird, ist vor Gott keine Sünde. Ein Mann kann solche Ehe viermal schließen und begeht damit keine Sünde. In einigen mosl. Ländern macht der Imam sich strafbar, wenn diese Ehe nicht vorher auf dem Standesamt geschlossen wurde. Es ist verboten.

Eine Frage hätte ich noch. Wenn bei der oben genannten Ehe vor dem Imam auch diese Formulare (Ehevertrag) ausgefüllt ist, ist es dann trotzdem Urfi? (quasi Urfi weil nicht standesamtlich?)

Nein, eine Ehe vom Imam geschlossen ist keine Urfi Ehe.


Wie es aussieht, bist du sehr am Thema interessiert. Hast du den von Schuscha eingstellten Ehevertrag schon gesehen?
Liebe Grüße
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon kokoant » 24.10.2013, 15:51

Anaba hat geschrieben:
Dann wäre diese Ehe doch gut wenn Sie wirklich in der Absicht geschlossen wurde vor Gott keine Sünde zu begehen und danach dann wirklich standesamtlich geheiratet wird.

Ja, eine Ehe, die in der Moschee geschlossen wird, ist vor Gott keine Sünde. Ein Mann kann solche Ehe viermal schließen und begeht damit keine Sünde. In einigen mosl. Ländern macht der Imam sich strafbar, wenn diese Ehe nicht vorher auf dem Standesamt geschlossen wurde. Es ist verboten.

Eine Frage hätte ich noch. Wenn bei der oben genannten Ehe vor dem Imam auch diese Formulare (Ehevertrag) ausgefüllt ist, ist es dann trotzdem Urfi? (quasi Urfi weil nicht standesamtlich?)

Nein, eine Ehe vom Imam geschlossen ist keine Urfi Ehe.


Wie es aussieht, bist du sehr am Thema interessiert. Hast du den von Schuscha eingstellten Ehevertrag schon gesehen?


Ich liebe Schuscha´s Thread. Ich hab alle Einträge von Ihr gelesen und habe Sie förmlich aufgesaugt. Generell habe ich hier sehr sehr viel gelesen und für mich gelernt. Der Ehevertrag fand ich sehr interessant vorallem der Hinweis mit dem Scheidungsrecht der Frau im Falle das der Angetraute plötzlich Ehefrau Nummer 2 anschleppt. :twisted:

Wäre es dann nicht sinnvoll alle islamischen Ehen vom Imam schliessen zu lassen?
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Re: Umfrage: Die Urfi-Ehe

Beitragvon Anaba » 24.10.2013, 15:59

Nun bin ich ja bei isl. Eheverträgen etwas kritisch.
Denn wenn es hart auf hart kommt, nützt m.M. nach der schönste Vertrag nichts.
Stell dir eine ägyptische Frau mit einigen Kindern vor. Er kommt nach Jahren und will noch eine Frau heiraten.
Was bleibt denn vielen Frauen übrig, als damit einverstanden zu sein?
Ehe sie geschieden auf der Straße stehen, sind viele zähneknirschend mit einer Frau neben sich einverstanden.
Einfach, weil sie keine wirkliche Wahl haben.

Wäre es dann nicht sinnvoll alle islamischen Ehen vom Imam schliessen zu lassen?


Wie meinst du das? Es werden doch alle isl. Ehen vor dem Imam geschlossen.
Liebe Grüße
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