Frauen sind Freiwild im neuen Ägypten

Austausch über gemachte Bezness-Erfahrungen in diesem Land

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Re: Frauen sind Freiwild im neuen Ägypten

Beitragvon Moppel » 01.08.2014, 21:40

Dalama hat geschrieben:
Moppel hat geschrieben:Du vergist die Rolle der Frau in diesem System.


Ach, mal wieder sind die Frauen schuld .... :(

....

Falsche Schlussfolgerung.
Ich habe lediglich geschrieben das sich in Ägypten eine ausgeprägte Unkultur der Respektlosigkeit herausgebildet hat.
Dies zu ändern dürfte selbst bei Gutem Willen eine kleine Ewigkeit dauern.
Gruß
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Re: Frauen sind Freiwild im neuen Ägypten

Beitragvon leva » 01.08.2014, 22:03

Moppel hat geschrieben:
Dalama hat geschrieben:
Moppel hat geschrieben:Du vergist die Rolle der Frau in diesem System.


Ach, mal wieder sind die Frauen schuld .... :(

....

Falsche Schlussfolgerung.
Ich habe lediglich geschrieben das sich in Ägypten eine ausgeprägte Unkultur der Respektlosigkeit herausgebildet hat.
Dies zu ändern dürfte selbst bei Gutem Willen eine kleine Ewigkeit dauern.
Gruß


Das ist doch nur unter den Maennern.
Oder in welchem Lebensbereich kann eine Aegypterin einem Mann gegenueber respektlos sein,ohne gleich abgestraft zu werden?
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Re: Frauen sind Freiwild im neuen Ägypten

Beitragvon Moppel » 02.08.2014, 09:31

leva hat geschrieben:...
Seit wann haben denn Frauen bei arrangierten Ehen durch die Eltern/Verwanten ein Mitspracherecht?

Gar nicht.
Das gilt im übrigen auch für den Bräutigam. BEIDE müssen nehmen was man ihnen vorsetzt.
Und bei welcher Gelegenheit kommen aegyptische Frauen mit einem Mann, der ueber "keinen Status" verfuegt in Berührung?

Wenn es sich vermeiden läßt gar nicht.
Was ist das "Anspruchsdenken" der Frauen? Wird das nicht unter den Familien ausgehandelt?

Die Mutter verhandelt hier für die Tochter.
Werden die Frauen da nicht an den meistbietenden verscherbelt,wie eine Kuh,egal was sie dazu sagt?

Solange die Mütter/Familie ihre Töchter UND Söhne als Handelsware betrachten kann es mit der Zivilisation nicht allzu weit her sein.
Und was den '
"Sex-Frust" angeht.Wie soll eine beschnittene Frau da noch i-etwas empfinden,geht doch gar nicht darum,ob sie was vom Akt hat,nur das er seins loswerden kann.

Zu diesem Akt der Barbarei fällt mir schon lange nichts Sachliches mehr ein und leider spielen die Mütter dabei MEISTENS eine nicht sehr rühmliche Rolle.
Gruß
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Re: Frauen sind Freiwild im neuen Ägypten

Beitragvon Qisma » 02.08.2014, 10:24

Ich hatte mal einen aegiptischen Bekannten. Als ich ihn fragte, ob seine Schwester beschnitten ist, sagte er: " Ja, sie hat das selber gewollt."
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Re: Frauen sind Freiwild im neuen Ägypten

Beitragvon Anaba » 02.08.2014, 11:07

Und was den '
"Sex-Frust" angeht.Wie soll eine beschnittene Frau da noch i-etwas empfinden,geht doch gar nicht darum,ob sie was vom Akt hat,nur das er seins loswerden kann.


Zu diesem Akt der Barbarei fällt mir schon lange nichts Sachliches mehr ein und leider spielen die Mütter dabei MEISTENS eine nicht sehr rühmliche Rolle.



Das stimmt nur zum Teil, denn letztendlich machen sie das, um ihre Töchter zu verheiraten.
So lange eine unbeschnittene Frau als unrein gilt und nicht verheiratet werden kann,
so lange wird sich an dieser Praktik auch nichts ändern.
Ganz schuldlos sind Männer daran nicht.
Wenn sie eine beschnittene Jungfrau heiraten wollen, sollten sie wissen,
was die Mädchen dafür durchmachen müssen.
Liebe Grüße
Anaba

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Re: Frauen sind Freiwild im neuen Ägypten

Beitragvon Ariadne » 02.08.2014, 11:40

Moppel hat geschrieben:Falsche Schlussfolgerung.
Ich habe lediglich geschrieben das sich in Ägypten eine ausgeprägte Unkultur der Respektlosigkeit herausgebildet hat.
Dies zu ändern dürfte selbst bei Gutem Willen eine kleine Ewigkeit dauern.
Gruß

Ich kenne die Situation in Ägypten nur aus den Medien, ich war nie im Urlaub dort. Ich finde die Lage kritisch und gleichzeitig traurig. Da muss ein Umdenken stattfinden, so geht es nicht weiter. So wie es im Moment in der arabischen Welt ist, dass die Familien die Ehe ihrer Kinder auf Basis der Aussteuer oder Einkommen des Mannes aushandeln, hat man als ganz einfacher, armer Mann gar keine Chance eine Frau abzubekommen.

Das soll nicht als Versuch gelten, Bezness oder Gewalt gegen die Frauen zu entschuldigen. Das ist keine Frage, es ist eine abscheuliche Verhaltensweise.
Meine Überlegung ist nämlich, dass die arabische Gesellschaft viel dazu beitragen könnte, solch ein Verhalten zu reduzieren, indem sie den jungen Menschen zugestehen würde, ihren Partner selbst und auf Basis von Zuneigung aussuchen zu dürfen.

Dazu gehört vielleicht auch die Erziehung in großem Maße. Die meisten Jungen werden als Paschas erzogen, ihnen gehören Aufmerksamkeit, Rechte Entscheidungen zu treffen, sich frei zu bewegen, keine Haushaltsarbeiten erledigen zu müssen oder den weiblichen Familienangehörigen Befehle zu erteilen. Andersrum werden die meisten Mädchen so erzogen, dass sie sich gut "verkaufen" sollen, nicht einen armen Schlucker zu heiraten. Solange die Gesellschaft den Kurs auf diese Richtung hält, wird die Frust der unvermögenden Männern anhalten und sie werden leider weiterhin auf diese unschöne Mittel wie Bezness oder strafbare Handlungen wie Gewalt zurückgreifen.

Deshalb bin auch der Meinung, dass es sehr lange dauern wird, bis sich die Grundstrukturen in der arabischen Gesellschaft ändern werden. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als die Augen offen zu halten, alles hinterfragen und unsere Gefühle -in der Urlaubszeit, in den arabischen Ländern- besser zu kontrollieren und nicht so leichtfertig zu verschenken. Ich habe gelernt, andere Frauen müssen auch lernen :!:
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Re: Frauen sind Freiwild im neuen Ägypten

Beitragvon Tausret » 03.09.2014, 23:13

Das Belästigen von Frauen hat in Ägypten Tradition, das gibt es nicht erst seit der Revolution. Durch die ist es nur ins Fersehen gekommen und die ganze Welt hat es gesehen.
Warum gibt es denn in den großen Hotels "Minimum charge"? Damit nicht jeder, der grade ein paar Piaster übrig hat sich dort einen Kaffee leisten und zum Glotzen und Frauen belästigen hingehen kann.
Warurm haben die guten Hotels und die reichen Leute Privatstrände wo nicht jeder rein darf? Aus dem selben Grund.
Aus gutem Grund gibt es ebenfalls in der Metro Waggons nur für Frauen. Wie es in den öffentlichen Bussen zugeht das möchtet ihr gar nicht wissen!
Wenn ihr auf der Straße geht macht am besten ein grimmiges Gesicht,lächelt bloß keinen an, denn der versteht das sofort als EInladung und Aufforderung. Regt ihr euch über die Belästigung auf wird er sagen: wieso regen sie sich denn auf ? Sie haben mich doch angelächelt.Die ägyptischen Männer glauben ja ohnehin dass allein die Tatsache ein Mann zu sein schon genügt dass sie sich einfach alles erlauben können.
Anstand und Moral, müsst ihr wissen, sind in Ägypten zu Hause , unmoralisch sind nur die Ausländer. Dabei wimmelt es dort nur so von Grapschern und Voyeuren und die schrecken nicht einmal vor Kindern zurück. Allerdings tun alle so als als wäre das nicht so und schauen stets angestrengt in eine andere Richtung. Alles geht, Hauptsache es weiss keiner , oder es tun alle so als ob sie es nicht wüßten.
Ich habe sehr lange dort gelebt und weiss wovon ich spreche.
Was das Orfi Papier betrifft, das hat überhaupt keinen Wert. Damit läßt sich aber sehr gut die Prostitution bemänteln die es in Ägyypten ja offiziell gar nicht gibt
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Re: Frauen sind Freiwild im neuen Ägypten

Beitragvon Franconia » 03.09.2014, 23:25

Hallo Tausret ,

herzlich Willkommen im Forum von 1001Geschichte.
Das gesamte Team wünscht dir einen guten und informativen Austausch.
Liebe Grüße
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Re: Frauen sind Freiwild im neuen Ägypten

Beitragvon No Name » 04.09.2014, 01:45

[quote="Moppel"]
Solange die Mütter/Familie ihre Töchter UND Söhne als Handelsware betrachten kann es mit der Zivilisation nicht allzu weit her sein.
[quote]
Na, das ist doch so nicht richtig. Die Familien verheiraten ihre Kinder, damit die Familiengemeinschaft als ganzes an Reputation und Arbeitskraft gewinnt, damit die Kinder nicht krank werden (Single-Leben gilt als krankhaft), keinen lockeren Lebensstil pflegen und dergleichen Dinge mehr - doch nicht zuvorderst, damit Vater und Mutter oder die Familie jetzt mehr Geld haben (in einigen Regionen ist es auch umgekehrt: damit sie nicht weniger Geld haben, was sonst das Ergebnis einer nicht arrangierten Ehe wäre). Die arrangierte oder Zwangsehe dient zuallererst dem Zweck, daß Kinder aus ähnlichen Umständen (Status, Umgebung, Lebensstil, etc.) miteinander verheiratet werden, damit die Ehe stabiler ist und die Gemeinschaftsregeln einfacher zu kontrollieren und zu beaufsichtigen sind - vergessen wir auch nicht, daß in diesen Ländern im Gegensatz zu den meisten westlichen Ländern, das Individuum gegenüber der Gemeinschaft in den Hintergrund tritt, also grundsätzlich der Bestand und das Funktionieren der Gemeinschaft vorrangig ist.

Daß es auch hier und da Leute gibt, die diese prinzipiell verständlichen Überlegungen zum eigenen Wohl ausnutzen, entwertet erst einmal nicht das Prinzip an sich.
Untersuchungen zufolge halten übrigens Zwangsehen genauso gut oder genauso schlecht wie auch sogenannte "Liebesehen". Daran könnte man schließen, daß das Prinzip, so logisch es auch scheint, hier falsch liegt - und ebenso, daß auch eine Liebesehe kein höherer Garant für den Bestand einer Ehe ist.

Der Begriff "Zivilisation" ist falsch bzw. unvollständig gewählt - es muß heißen: "westliche Zivilisation". Diese wird nämlich von Angehörigen anderer Zivilisationen ebenso zweifelnd betrachtet, wie umgekehrt, und mitunter wird der Westen gegenüber dem Orient als "unzivilisert" betrachtet. Das alles hängt allein davon ab, welche Werte man als Kind anerzogen bekommen hat, denn die Systeme sind in sich durchaus kohärent (von unvermeidlichen Ausnahmen, sowohl hier wie dort, natürlich abgesehen).
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