AMIGA-Syndrom oder ist es wirklich anders...

Austausch über gemachte Bezness-Erfahrungen in diesem Land

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Re: AMIGA-Syndrom oder ist es wirklich anders...

Beitragvon Nyxa » 08.10.2014, 10:22

Hallo zusammen

Es ist nun einige Zeit vergangen. Ab einem gewissen Punkt, musste ich aufhören mich hier zu beteiligen, weil es für mich persönlich einfach nicht mehr gestimmt hat. Es wiederstrebt grundsätzlich meinem Charakter zu verallgemeinern und ja...auch heute sehe ich als erstes das Gute im Menschen.

Ich verstehe jedoch, dass sich dieses Forum mit Bezness befasst und dafür da ist, zu warnen bzw. die oder "nur" die schlechten Seiten von binationalen Paaren/Ehen hervorzuheben.
Meine Geschichte ist auch heute noch keine Bezness-Geschichte; geendet hat sie trotzdem nicht gut...also für ihn. Somit abschliessend...kein AMIGA-Syndrom, aber dadurch auch nicht besser...glaub damit kann ich leben.

Ich wollte mich melden...ich bedanke mich. Ich fand die Beiträge teilweise spitze und das Interesse hat mich umgehauen und hiermit wollte ich meinen Respekt ausdrücken.

Ganz liebe Grüsse Nyxa
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Re: AMIGA-Syndrom oder ist es wirklich anders...

Beitragvon gadi » 08.10.2014, 10:50

Nyxa hat geschrieben: Somit abschliessend...kein AMIGA-Syndrom, aber dadurch auch nicht besser...glaub damit kann ich leben.


...das macht natürlich schon neugierig. Waren es die kulturellen Unterschiede, deiner Meinung nach @Nyxa?
Beiträge von Usern (zwei oder drei) auf meiner Ignorierliste kann ich nicht lesen. Ich bitte dies beim Diskussionsverlauf zu berücksichtigen.
Sei vorsichtig, wenn du eine Frau zum Weinen bringst, weil ALLAH ihre Tränen zählt. Schabab Al-Mumineen
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Re: AMIGA-Syndrom oder ist es wirklich anders...

Beitragvon skeptisch » 29.10.2014, 06:04

Liebe Nyxa,

wie hat eure Geschichte denn geendet?
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Re: AMIGA-Syndrom oder ist es wirklich anders...

Beitragvon Nyxa » 16.07.2017, 11:45

Hallo zusammen

Mal wieder ein Update, da mich diese Geschichte auch nach langer Zeit noch nicht los lässt.

@gadi: Ja. Es mag ein allg. Überbegriff für so vieles sein und es klingt so einfach, aber ja, schlussendlich waren da so viele Differenzen in den grundsätzlichen Einstellungen oder halt eben in der Kultur. Man kann sich das zu Beginn einfach nicht vorstellen, aber es ist nun mal eine fremde und andere Welt. Hätte nicht gedacht, dass die Kindheit so prägend ist und wie ähnlich wir doch unseren Nachbarn sind, oder mit Menschen die einfach unter ähnlichen Umständen gross geworden sind. Es war mir nicht bewusst, dass wenn ich eine Beziehung bspw. mit einem Schweizer eingehe, der hier aufgewachsen ist...egal was für ein Typ der ist, in der Regel die Basis oder das Fundament der Beziehung bereits steht. Auch wenn er total anders ist als ich, weiss er doch wovon ich spreche. Auch wenn er anders denkt, kann er meine Sichtweise meistens verstehen und man kann Kompromisse finden. Bei meinem marrokanischen Ehemann war das anders. Die ähnliche Basis hat komplett gefehlt. Die baut man sich zwar auf, aber eben auf verliebten Stelzen und das Gerüst blieb bei uns meist wackelig. Wenn dann die erste Verliebtheit weg ist, fängt die harte Arbeit an.

Die unterschiedlichen Sichtweisen und Einstellungen zu harmonisieren, kostet einem fast die ganze Kraft. Und da ist dann noch nicht mal ein gutes Leben in Sicht. Die Beziehung so halbwegs am laufen zu halten war für uns so angstrengend, dass man sich kaum auf etwas anderes fokussieren konnte. Man denke da mal an eine berufliche Weiterbildung zum Beispiel oder noch schlimmer...Kinder haben. Wie soll man sich auf ein neues Leben einstellen können und dieses behütet und mit viel Liebe gross ziehen, wenn man von morgens bis abends mit Sorgen konfrotiert ist; mit Zukunftsängsten und dann wieder mit ganz banalen Dingen wie "kennst du eigentlich den Nachbar näher, der dich immer so nett grüsst". Und wenn man dann die Augen verdreht, weil man sich einfach nicht mehr erklären will und dann mit Vorwürfen und abstrusen, völlig abwegigen Gedanken deines Gegenüber überhäuft wirst...wie willst du dann noch ruhig dein Kind füttern und trösten wenn es weint, weil Papa wieder mal rumbrüllt? (Dies ist nicht passiert, da wir Gott sei Dank keine Kinder hatten, aber es wäre eine sehr realistische Situation gewesen und dabei ja nicht mal eine Schlimme).

Zu Beginn einer Beziehung mag das noch nett und lustig sein. Und man fühlt sich geliebt und auch ein bisschen gebauchpinselt, da der Partner eifersüchtig ist und sich so interessiert. Aber nach einem oder zwei Jahren oder evtl. auch eher...geht dir nur diese eine Situation so auf den Geist, dass man liebsten von morgens bis abends rumbrüllen möchte, JA...ich gehe mit jedem anderem Mann ins Bett der mir über den Weg läuft und manchmal auch mit Frauen wenn ich ein solches Verlangen habe, dass ich es nicht mehr aushalte!...

Wie gesagt...es gibt hier schlimmere Geschichten und mein damaliger Mann war wahrscheinlich nicht mal einer von der sehr eifersüchtigen Sorte, aber eben;
All diese unterschiedlichen Einstellungen und kleinen nervigen Alltagssituationen, die Wiedersprüche, die halbherzige Auslebung seiner Religion (man pickt sich das raus, was grade passt - nenne es mal "Schönwetter-Moslem"), die haltlosen Schuldzuweisungen (überhaupt ist es immer total wichtig die Schuldfrage zu klären...bzw. Schuld zuzuweisen) und die endlosen Gespräche ohne Ergebnis...bis man nur noch Leere und Erschöpfung spürt...wenn man sich nicht mal mehr streiten kann, oder seine Meinung vertreten, nur noch des Frieden willens mit dem Kopf nickt und zum x-ten Mal die Tränen weg wischt und einem der Schädel vor lauter Kopfschmerzen platzt, dann fragt man sich doch:

Ist diese Liebe, diesen Aufwand wert?

Bezness hin oder her...ist dieses Leben, das Leben, was ich mir für mich erhofft habe, mit allen Vor- und Nachteilen...so unterm Strich?

Ich kann mich an einen Beitrag im Forum erinnern, der mir genau dies vor Augen hätte führen sollen. Gehen wir mal davon aus, dass es kein Bezness ist, kommen da dennoch soviele Schwierigkeiten auch nach Jahren des zusammen Lebens auf dich zu, wie du es dir nicht vorstellen kannst und es braucht unendlich viel Kraft und Arbeit die Liebe und die Selbstachtung aufrecht zu erhalten. So in etwa habe ich die Aussage des Beitrags in Erinnerung und er hat mich damals schon ganz tief innen bewegt. Und mir wurde etwas flau, da dies ein Aspekt ist, den man gerne ausser Acht lässt, da man sich eben nur auf die Bezness-Sache konzentriert. Aber leider nicht flau genug...wahrscheinlich hatte es zu der Zeit auch viel mit Ergeiz zu tun.

Auf jeden Fall gehört diese Beziehung / Ehe zu der einzigen Sache in meinem Leben, die ich bereue und die ich gerne auslöschen würde. Das sagt ja eigentlich schon genug. Und dummerweise (es ist nur ein Gefühl) glaube ich nicht, dass all die negativen Geschichten und Lebensweisheiten, die hier gepostet werden, helfen, dass wirklich mal eine die Sache sausen lässt. Nicht wenn sie schon zu tief mit den Gefühlen drin hängt...aber ich hoffe es. Ich kann mir heute fast nicht mehr vorstellen, dass es Paare gibt, bei denen es auf Dauer und mit einer gewissen Erfüllung funktioniert. Aber bitte nicht böse sein und mich mit gegenteiligen, wunderbar funktionierenden und gegenseitigem Respekt zollenden Beziehungsposts bombardieren. Ich werden nie wieder dran glauben können und es sind ja auch nur meine persönlichen Gefühle und Sichtweisen.

short facts

- er konnte sich schnell mit dem Aus der Ehe arrangieren
- er wollte nicht nach Marokko zurück
- daher hat er der Scheidung nicht eingewilligt
- er verblieb in unserer Wohnung und es gab keine rechtliche Möglichkeit ihn aus der Wohnung zu bekommen
- die Trennung musste gerichtlich "festgestellt" werden (dies dauerte 6 Monate bis Abschluss)
- dies war nötig, damit die offizielle Trennungszeit zu laufen begann und die nicht einvernehmliche Scheidung nach zwei Jahren eingereicht werden konnte
- nach der gerichtlichen Trennung zog er irgendwann aus und ich konnte in meine Wohnung zurück
- nach zwei Jahren (inkl. Unterhaltszahlungen) wollte er sich auf einmal einvernehmlich scheiden lassen
- beim Gerichtstermin kam raus, dass er eine Neue hat und sie gerne heiraten wollen, damit er hier bleiben kann


Sämtliche Gerichts- und Anwaltskosten (auch seinen) musste ich übernehmen, da ich Hauptverdiener in unserer Ehe war. Dadurch wurde ich auch für ihn unterhaltspflichtig.

Liebe Ladys...nur noch eins. Falls ihr wirklich heiratet, macht bitte einen EHEVERTRAG. Ertragt die Diskussionen "was du vertraust mir nicht" und das ganze blabla. Er soll unterschreiben, im Voraus...es ist wirklich wichtig.
Falls ihr den Rest eures Lebens zusammen verbringt, schadet es nicht und er wird auch nicht für das allf. Beziehungsaus verantwortlich sein, falls ihr nicht den Rest eures Lebens zusammen verbringt, sorgt er für ruhigere Nächte danach...

LG Nyxa
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Re: AMIGA-Syndrom oder ist es wirklich anders...

Beitragvon Thelmalouis » 16.07.2017, 12:04

Liebe Nyxa,

vielen Dank für den aktuelles Update.
Ich muss zugeben, dass ich deine Geschichte nicht kenne, werde dies aber umgehend nachholen.
Aber auch ohne, dass ich Näheres darüber weiß, lässt dein Update tief blicken.

Dies sollten sich verliebte Frauen gut durchlesen und zu Herzen nehmen.
Mit jedem einzelnen Satz versuchst du zu warnen und man merkt deutlich, wie tief du diesen Lebensabschnitt bereust, was du auf dich nehmen musstest und noch heute daran zu knabbern hast.

Ich hoffe, du kannst eines Tages, das alles vollständig hinter dir lassen.

Alles Gute.
Gruß Thelmalouis

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Es gibt Berge über die man hinüber muss, sonst geht der Weg nicht weiter. (Ludwig Thoma)
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Re: AMIGA-Syndrom oder ist es wirklich anders...

Beitragvon Desert Dancer » 17.07.2017, 12:20

Liebe Nyxa !

Vielen Dank für Dein Update! Leider melden sich viele Frauen nicht mehr, und dann weiss man nie, wie es ausgegangen ist. Aber gerade Geschichten, die einen Anfang und ein Ende haben, sind hoffentlich für frisch Verliebte eher nachvollziehbar und beeindruckend und regen zum Nachdenken an.

Ich hoffe ganz viele lesen, wie Deine Ehe ausgegangen ist und an was sie gescheitert ist.
Ehemaliges CIB-Vereinsmitglied

Good thoughts, good words, good deeds...
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Re: AMIGA-Syndrom oder ist es wirklich anders...

Beitragvon karima66 » 17.07.2017, 13:13

Liebe Nyxa,

auch ich danke dir für dein Update, wie schon erwähnt wurde bekommt man das meistens nicht, ich finde das immer schade denn viele User hier geben sich viel Mühe und nehmen sich viel Zeit einer fremden Person zu helfen, man macht sich viele Gedanken und dann gibt es irgendwann einfach einen Bruch.

Ich kannte deine Geschichte auch nicht oder hatte sie nicht in Erinnerung und habe eben alle Seiten hier nachgelesen.
Deine ersten, langen Beiträge, auch die Dialoge mit @darinka konnte ich so gut nachvollziehen, ich fühlte mich so an meine eigenen früheren Jahre erinnert, keine Beziehung hielt lange, meist aus den von dir erwähnten Gründen, auch ich zog alle 1-2 Jahre um usw.......meine Ehe mit einem Tunesier hatte zwar völlig andere Voraussetzungen als bei dir, aber auch sie endete aus den von dir geschriebenen Gründen, vielleicht nicht ganz so heftig, aber ähnlich.
Allerdings vollzog sich die Trennung und spätere Scheidung unproblematisch.
Warum ich die letzten Zeilen dir noch schreibe.......weil ich es total schade finde, dass du diese Lebensphase bereust.
Nach allem was ich von dir las, wie du dich reflektierst, wie du rangingst an die Thematik, ich empfand dich als sehr realistischen Menschen und mit dir im Reinen was dich anging und alles was du machtest einschließlich der normalen Sehnsucht nach einem Partner.
Du hast dich auch auf diese Phase deines Lebens eingelassen, bewusst, mit vielen vorherigen Information und mit Wissen - dass man trotzdem nie weiß auf was man sich einlässt, sondern erst hinterher schlauer ist ist eben so.
Du hast dich für den Weg mit ihm entschieden, wolltest es rausfinden ob es funktioniert, das hast du und du hast alles das erlebt was dir hier vorher zumeist schon berichtet wurde und wie du selbst meinst, dass es durchaus schlimmere Geschichten gibt, es ging ja noch relativ gut aus.
Natürlich trotzdem eine Zeit die dich enorm viel Kraft gekostet hat, ich war auch ziemlich durch nach dem Leben mit dem Tunesier, weil es so viel anstrengender ist als mit einem Landsmann, aber ich bereue die Erfahrung nicht, weil ich mich ja trotz besseren Wissens drauf eingelassen habe, es wissen wollte, auch Ehrgeiz, zeigen, dass es gehen kann.......ich habe danach auch eine binationale Beziehung völlig ausgeschlossen, aber ich wäre ohne diese Lebensphase nicht der Mensch der ich heute bin und bereue nichts so wie ich generell keine meiner Erfahrungen bereue, Höhen und Tiefen gehören für mich zum Leben und meist lernt man aus den Tiefen mehr......
Ich wünsche dir, dass du wieder zu einem zufriedenen Leben findest, dich mit dir aussöhnst, sorry wenn ich mich irren sollte in dem wie es dir geht.
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Re: AMIGA-Syndrom oder ist es wirklich anders...

Beitragvon Muenchner » 27.07.2017, 10:25

Erstmal auch von mir vielen Dank für das Update!

karima66 hat geschrieben:...Natürlich trotzdem eine Zeit die dich enorm viel Kraft gekostet hat, ich war auch ziemlich durch nach dem Leben mit dem Tunesier, weil es so viel anstrengender ist als mit einem Landsmann...


Nach allem was ich hier bisher gelesen habe und meinen eigenen Erfahrungen aus meiner noch bestehenden und funktionierenden binationalen Beziehung würde ich sowas eher so formulieren: "weil es so viel anstrengender ist als mit einem nicht christlich sozialisierten Menschen..."


...ich habe danach auch eine binationale Beziehung völlig ausgeschlossen...


Das würde ich demnach so pauschal auch nicht sagen, ich glaube das große Problem sind hier die unterschiedlichen religiösen Hintergründe und die dementsprechende kulturelle Prägung und dabei kommt es garnicht mal darauf an wie Gläubig man selbst oder der Partner ist.
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Re: AMIGA-Syndrom oder ist es wirklich anders...

Beitragvon EmilyStrange » 27.07.2017, 11:46

Hallo Nyxa

mein Respekt gilt dir, dass du ganz schnörkellos das Scheitern deiner Träume und Ehe eingestehst.
Sowas würde nicht jede(r) machen.

Es tut mir leid, dass deine Ehe so schiefgelaufen ist.

Aber wir lernen aus unseren Erfahrungen, dazu gehören leider die schlechten und bitteren genauso dazu, wie die guten und schönen Dinge.
Nicht der Skeptiker muss widerlegen - vielmehr muss der Dogmatiker beweisen!
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Re: AMIGA-Syndrom oder ist es wirklich anders...

Beitragvon EmilyStrange » 27.07.2017, 12:13

morena hat geschrieben:Hallo,
wenn Frau hier über den Markt (souk) geht,warum verfällt sie da nicht in tiefer Liebe,wenn der türkische,nordafrikanische oder sonstwas Marktverkäufer
sie anschmachtet und ihr die Umgebung und die Familie zeigt,das nahegelegene Feld oder den Bauernhof seines Chefs
Ebenso der Kellner,Animateur, Koch oder Schuhputzer aus der Eifel oder der Mark Brandenburg aus dem 4-5 Sterne Hotel,warum zieht der nicht Hundertschaften
von Frauen aller Altersgruppen an oder der Führer aus dem Ponyhof,statt Kameltreiber.
Oder der Mann ,der für die Abfallwirtschaftsbetriebe arbeitet, sprich Straßenreinigung,Müllabfuhr ebenso alle möglichen Nationalitäten, warum fallen da nicht alles Frauen reihenweise um ?


auch wenn der Beitrag schon mehrere Jahre alt ist, möchte ich nochmal dazusenfen:

Ich denke, es liegt auch sehr sehr oft an einem falsch verstandenen Bild. Man sieht, wie diese Männer die Ehre ihrer Familie bewahren, wie eifersüchtig sie über Frau/Schwester wachen, wie vehement sie sie verteidigen.

Als durchscnittliche europäische Frau denkt man: Toll, ein Mann, wie sehr muss er diese Frauen lieben, um sich so für sie einzusetzen
Und das will man dann natürlich auch - so sehr geliebt werden, dass der Mann für einen töten würde, dass man einen starken Beschützer hat. So sehr geliebt werden, dass man als Juwel bezeichnet wird.

Einerseits wollen europäische Frauen auf gleicher Höhe mit den Männern sein, manche sehen es sogar als aufdringlich an, wenn man ihnen die Tür aufhält. Aber trotzdem ist das Urbedürfnis, als Prinzessin behandelt zu werden in den allermeisten dennoch vorhanden. Man fühlt sich wertvoll, besonders - besonders, wenn man es als Europäerin geschafft hat, die gleiche vermeintliche Liebe und Achtung wie eine Einheimische zu bekommen.

Die Krux ist, dass er sich nicht für die FRAU einsetzt, sondern für sich, weil sie und ihr Verhalten, ihr Ansehen direkt sein eigenes Ansehen beeinflussen. Wer seine Frau / Schwester beleidigt, beleidigt im Grund ihn selbst, und DAS ist es, was er abwehrt, nicht weil er seine Frau oder Schwester so wahnsinnig liebt.

Wenn man sich das erstmal realisiert, ist der Märchenprinz sehr schnell entzaubert

Ich kann das schreiben, weil es mir einige Zeit lang genauso ging - da bin ich ganz ehrlich.

Im Grunde muss man sich nur einen Satz immer und immer wieder ins HIrn nageln: Nur er selbst, ist für ihn wichtig
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Re: AMIGA-Syndrom oder ist es wirklich anders...

Beitragvon karima66 » 27.07.2017, 13:15

@Muenchner, sicher ist es noch mal anstrengender und komplizierter wenn Jemand so völlig anders sozialisiert wurde, auch die Religion betreffend, aber letztendlich schließe ich trotzdem heute für mich alle binationalen Partnerschaften aus ( momentan ja eh nicht aktuell, aber auch sollte ich wieder später alleine sein), ganz pauschal und rigoros und das nicht nur wegen der Unterschiede zweier so gegensätzlicher Kulturen, sondern auch mit ähnlichem Hintergrund (Europa).
Du bist ja noch einen Teil jünger, ich erlebe einfach wie schwierig alleine es ist wenn zwei Menschen zusammen leben die gleich sozialisiert wurden, aber eben 50 Jahre Erfahrungen mit sich rumschleppen und das mit einbringen, das ist schon manchmal anstrengend genug, die Prioritäten verschieben sich auch wenn man älter wird und für mich ist gerade eine gemeinsame Muttersprache sehr wichtig geworden.

So ist es, @Emily, es dreht sich immer zuerst um den Prinzen, es geht zuerst um ihn, selbst bei den wenigen Exemplaren die ihre Frau wirklich lieben und denen es nicht nur um sie selbst geht, nein, nicht nur, aber zuerst schon.Sie werden ja so erzogen und von Müttern zu dem Verhalten angehalten.
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Re: AMIGA-Syndrom oder ist es wirklich anders...

Beitragvon Zakra » 29.08.2017, 14:26

Hallo Nyxa,

ich habe dir vorher noch nie geantwortet, aber deine Geschichte ist genauso ausgegangen wie ich es geahnt habe, aber ich habe damals dir nicht geschrieben, weil es waren schon so viele andere Antworten da.
Ich bin natürlich immer wieder erschrocken und erschüttert wenn ich sehe, das es so gekommen ist wie ich es geahnt habe, es tut mir sehr leid für dich, wie für viele andere Frauen hier. Ich habe selber eine böse Ehe hinter mir, aber was ich noch sagen wollte so im Allgemeinen, ich habe drei Jahrzehnte Integrationsarbeit ehrenamtlich hinter mir und kann nur sagen, es gibt keine Integration, nicht mit Menschen die dem Islam angehören, (ja es gibt Einzelfälle, aber unter Tausenden nur einen) es soll nicht rassistisch rüberkommen, aber es ist so. Auch die Menschen die hier geboren wurde und einen islam. Hintergrund haben kommen immer wieder zurück auf ihre Lebensweise die sie in der Kindheit von ihren Eltern gelehrt bekommen haben.

Ich habe in diesen Jahrzehnten ein einziges Ehepaar kennengelernt wo es geklappt hat , er kam aus Tunesien und sie hier aus Deutschland , sie war Deutsch/Italienisch. Die Ehe ist bis heute glücklich , sie haben 2 Kinder, aber ich denke es hat nur bis heute gehalten, weil er zum Christentum konvertiert ist. Er liebt seine Frau mit seinen Kindern über alles, er hat sich von seiner Familie getrennt in Tunesien, weil er hier seine Familie ernährt und nicht noch die Familie in Tunesien ernähren kann, das wurde ihm sehr übel genommen und weil er natürlich zum Christentum über ging.

Ich kann immer nur wieder sagen, eine Ehe mit einem Moslem einzugehen, geht irgendwann wirklich schon alleine deswegen in die Brüche, weil wir eben keine Moslems sind, in den moslemisch geprägten Ländern und in den mosl. Familien hier in Europa, wird den Kindern von klein an eingeprägt, was sie von Christen zu halten haben, d. h. uns darf man belügen, betrügen, schlagen usw. leider.

Ich hatte jetzt vor kurzem wieder einen Fall, wo eine junge deutsche Frau zu mir kam und mich um Rat fragte, sie möchte heiraten, einen netten wirklich wundervollen Mann, habe ihn kennengelernt, aber seine Familie darf nicht wissen, dass er eine Deutsche und Christin heiratet. Ich sagte wie soll das denn gehen, er meinte ganz einfach seine Familie wird seine deutsche Ehefrau niemals kennen lernen , er geht doch nur um ihn und sie, sie lieben sich und das gibt doch niemanden etwas an, außer er heiratet eine Muslimin irgendwann oder niemals, die wird dann vorgestellt. Auch wenn Kinder kommen, sie werden nicht vorgestellt .
Dieser wirklich sehr nette und gebildete Mann ist hier in Deutschland geboren, aber er kann sich nicht gegen seinen Glauben und Familie stellen, er kann aber nur im Geheimen, sie ist ja eine Christin und wie ich schon erwähnte wir Christen sind Menschen der untersten Klasse für sie. Ich weiß, dass ich für diese Meinung schon vieles einstecken müsste an Beschimpfungen und Nazi ist da noch das Harmloseste.

Ich habe es hier nur noch einmal niederschreiben wollen und kann nur sagen , Herz weg von Menschen diesen Glaubens, es bringt nichts Gutes mit sich in der Zukunft.
Zakra
 
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