Beziehung mit Afrikaner

Austausch über gemachte Bezness-Erfahrungen in diesen Ländern

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Re: Beziehung mit Afrikaner

Beitragvon Laura Marie » 12.08.2017, 22:52

Laura Marie hat geschrieben:
Liebe Anaba,

Du hast da etwas überlesen.

Ich schrieb:
...d.h. im Gespräch bleiben statt auszugrenzen, sein- wenn auch verletztes- Ego zurücknehmen und das Große Ganze im Blick zu haben. So verstehe ich das,so sehe ich das.( Je nach Ausmaß der BEZNESS-Schädigung ist dies mehr oder weniger möglich. Jeder wie er eben vermag.)


Auf dem fettgedruckten liegt die Eingrenzung. Ich schreibe dies an Leute, die eben trotz allem oder gerade deswegen das GROßE GANZE betrachten und/ oder etwas bewegen wollen. Das dies eher die Ausnahme ist, ist mir klar. Es ist keineswegs aus einer Naivität heraus geschrieben. @Evelyne hat ja auch dieses Forum aufgebaut trotz einer unglaublichen und kräftezehrenden Erfahrung UND was bewegt!!! So meine ich das.

Liebe Grüße
Laura


Du schriebst:

Im Gespräch bleiben, über den Betrug, ja.
Aber nicht mit dem Betrüger. (So habe ich dich verstanden)
Ich denke, das ist auch Evelynes Motivation.
Nicht mehr und nicht weniger.


Es ist richtig, dass @ Evelyne "nur" über den Betrug informiert, bzw. die Aufklärung darüber ihr Schwerpunkt ist. das ist ihre Entscheidung und goldrichtig für sie, sie hätte sich sonst für etwas anderes entschieden.

Ich halte es aber durchaus für möglich politisch / interkulturell aktiv zu werden in Sachen Dialog. Mit dieser oder jener Nation, was einem so vorschwebt. Eine solche Arbeit heißt noch lange nicht, direkt mit dem "eigenen" BEZNESSER in Kontakt zu bleiben. Das ich so etwas nicht meine, das ist doch klar. Ich schreibe mich doch auch nicht mit meinem ausgereisten BEZZIE in Afrika. Das könntest Du doch anhand dessen, was ich sonst so poste auch vermuten, oder? Eine kleine Weile schreibe ich doch nun auch schon.

Den Namen der Userin habe ich aus Deinem eingestellten Post. Ich dacht mir nichts dabei, er war offensichtlich nicht an allen Stellen gelöscht, was mir entgangen ist. Du musst dann auch alle entsprechenden Namen löschen. Ich stellte auch den Namen ein, um sie als Autorin hervorzuheben. Also eine ausplaudernde Motivation stand nicht dahinter.

Ich bin grundsätzlich eher jemand, der sich an Regeln hält.

LG
Laura
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Re: Beziehung mit Afrikaner

Beitragvon Anaba » 12.08.2017, 23:15

Wenn ich an verschiedenen Stellen den Namen gelöscht und durch X ersetzt habe, versteht es sich doch von selbst, dass ich diese eine Stelle übersehen habe.
Macht aber nichts. Ich hoffe, jetzt ist alles weg.

Vielleicht kannst du etwas genauer erläutern, wie du dir den interkulturellen zum Thema Bezness vorstellst?
Liebe Grüße
Anaba

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Re: Beziehung mit Afrikaner

Beitragvon Laura Marie » 12.08.2017, 23:19

Liebe Anaba,

ich bin auch nur ein Mensch, das soll so bleiben, ich bin fehlbar. Gelegentlich erlaube ich es mir, einfach nur "Laura Marie" zu sein und nicht noch für andere mitzudenken. Entscheidend in allem ist immer die Motivation.

Liebe Grüße
Laura
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Re: Beziehung mit Afrikaner

Beitragvon karima66 » 13.08.2017, 15:28

Das ,,Grosse und Ganze,, im Blick zu haben und alles umfassend zu betrachten, sich zu informieren ist ja nicht falsch, aber auch dann gibt es ja Fakten und so wie Fakt ist, dass nicht alle Afrikaner oder Menschn anderer Nationen nach Europa einwandern können, davon viele die jetzt hier sind eine völlig andere Sozialisation mitbringen, auch in Bezug auf Gewalt und Frauenbild und das Probleme schafft so ist es auch Fakt, dass Beznesser Betrüger sind, somit Kriminelle und was sollte man da bitte tun ausser vor ihnen zu warnen so wie man auch vor anderen Betrügern warnt und den Opfern zu helfen.
Deshalb schliesse ich mich der Frage Ananas an, was schlägst du vor?

Dein letzter Beitrag erschloss sich mir nicht es sei denn du wolltest einfach Nachtruhe und antwortest deshalb auf die Frage später.
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Re: Beziehung mit Afrikaner

Beitragvon dodo02 » 13.08.2017, 16:04

Ich glaube, Laura-Marie bezog das Große-Ganze nicht auf die Beznesser, sondern darauf, dass man, nur weil man persönlich geschädigt wurde von einem Menschen, seine Wut, die schlechten Gefühle jetzt nicht auf eine ganze Personengruppe (Flüchtlinge/ Afrikaner) überträgt, dass man also nicht in "Schwarz-Weiss-Denken" ;-) verfällt, sondern dass man trotzdem versucht den Kontext (politisch/ religiös etc.), den Rahmen also, der Bezness möglich macht, differenziert zu betrachten. So habe ich das zumindest verstanden, und das ist auch meine Meinung. Ich denke, dass wie gesagt "im Großen" Lösungen gefunden werden müssen, dass im Kleinen nicht noch mehr Leute leiden müssen.
Dass vielleicht nicht jede/r Geschädigte so denkt/ denken kann ist für mich verständlich. Es ist in dem Fall auch gesund, eine Wut zu haben.
Ich zum Beispiel bin eigentlich vom Fach und versuche immer andere Kulturen zu verstehen und wertzuschätzen, was natürlich nicht heisst, dass man nicht die Missstände anprangern sollte. Im Moment aber möchte ich aus gegebenem Anlass nie wieder mit Afrikanern zu tun haben- was in meinem Fall leider nicht möglich sein wird :cry:
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Re: Beziehung mit Afrikaner

Beitragvon Laura Marie » 13.08.2017, 16:45

Liebe Anaba,

so war´s gemeint mit dem interkulturellen Austausch. Kein Austausch über BEZNESS sondern so, wie von dodo02 verstanden.

dodo schrieb:
Ich glaube, Laura-Marie bezog das Große-Ganze nicht auf die Beznesser, sondern darauf, dass man, nur weil man persönlich geschädigt wurde von einem Menschen, seine Wut, die schlechten Gefühle jetzt nicht auf eine ganze Personengruppe (Flüchtlinge/ Afrikaner) überträgt, dass man also nicht in "Schwarz-Weiss-Denken" ;-) verfällt, sondern dass man trotzdem versucht den Kontext (politisch/ religiös etc.), den Rahmen also, der Bezness möglich macht, differenziert zu betrachten. So habe ich das zumindest verstanden, und das ist auch meine Meinung. Ich denke, dass wie gesagt "im Großen" Lösungen gefunden werden müssen, dass im Kleinen nicht noch mehr Leute leiden müssen.


Danke, dodo! So hatte ich das gemeint. Der Dialog beginnt mit zwei Menschen, die sich bspw. beim Sport, in der Kirche oder sonst wo treffen. Über Gemeinsamkeiten, ähnliche Interessen, ähnliche Lebenssituationen kann man z.B. im Gespräch bleiben. Das ganze achtsam, auf die eigenen Kraftreserven achtend und dann seine persönliche Geschichte in diesem Kontext zurückstellen. Auch ein kleines Puzzleteil macht eben ein großes Ganzes.
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Re: Beziehung mit Afrikaner

Beitragvon Anaba » 13.08.2017, 18:31

dodo02 hat geschrieben:Ich glaube, Laura-Marie bezog das Große-Ganze nicht auf die Beznesser, sondern darauf, dass man, nur weil man persönlich geschädigt wurde von einem Menschen, seine Wut, die schlechten Gefühle jetzt nicht auf eine ganze Personengruppe (Flüchtlinge/ Afrikaner) überträgt, dass man also nicht in "Schwarz-Weiss-Denken" ;-) verfällt, sondern dass man trotzdem versucht den Kontext (politisch/ religiös etc.), den Rahmen also, der Bezness möglich macht, differenziert zu betrachten. So habe ich das zumindest verstanden, und das ist auch meine Meinung. Ich denke, dass wie gesagt "im Großen" Lösungen gefunden werden müssen, dass im Kleinen nicht noch mehr Leute leiden müssen.
Dass vielleicht nicht jede/r Geschädigte so denkt/ denken kann ist für mich verständlich. Es ist in dem Fall auch gesund, eine Wut zu haben.
Ich zum Beispiel bin eigentlich vom Fach und versuche immer andere Kulturen zu verstehen und wertzuschätzen, was natürlich nicht heisst, dass man nicht die Missstände anprangern sollte. Im Moment aber möchte ich aus gegebenem Anlass nie wieder mit Afrikanern zu tun haben- was in meinem Fall leider nicht möglich sein wird :cry:


Dodo, glaubst du ernsthaft, dass nun jeder wegen Bezness in Schwarz- Weiß- Denken verfällt?
Bezness ist nur ein Punkt auf der langen Liste und viele Menschen kennen diesen Betrug nicht mal.
Die Menschen haben in erster Linie Bedenken, wie das alles weitergehen wird.
Wer klar denken kann, wird sich doch kaum über diesen Ansturm aus Afrika nicht freuen.
Hunderttausende stehen in den Startlöchern, um Afrika zu verlassen.
Wer soll diese Massen ernähren?
Man braucht keine großen Rechenkünste, um zu wissen, dass auch unsere Mittel begrenzt sind.
Was dann? In Afrika werden 2050 etwas zwei Milliarden Menschen leben. Man denkt nicht an Verhütung.
Diese Menschen werden sich nicht allein ernähren können.
Wer soll das übernehmen?
Da kommt etwas auf uns zu, das macht nun mal Angst.
Was da interkulterelle Dialoge bringen sollen, erschließt sich mir nicht.
Wie viele andere sehe ich da keine Lösung.
Wieviele Millionen ( Milliarden) sind in den letzten fünfzig Jahren an Entwicklunshilfe nach Afrika geflossen?
Wer sich ernsthaft über ankommende Flüchtlingsboote freuen kann, den verstehe ich nicht.
Denkt man daran, dass der Großteil der Neuankömmlinge nie eine Arbeit finden wird, dass sie hier oft krumme Geschäfte machen und überwiegend am Tropf vom Sozialamt hängend werden?
Diese unkontrollierte Einwanderung ist ein Drama.
Mich würde wirklich sehr interessieren, die ihr euch die Lösung vorstellt?
Liebe Grüße
Anaba

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Re: Beziehung mit Afrikaner

Beitragvon Thelmalouis » 13.08.2017, 19:17

Laura Marie hat geschrieben:Der Dialog beginnt mit zwei Menschen, die sich bspw. beim Sport, in der Kirche oder sonst wo treffen. Über Gemeinsamkeiten, ähnliche Interessen, ähnliche Lebenssituationen kann man z.B. im Gespräch bleiben

Ähnliche Interessen? Ähnliche Lebenssituationen? Das alles ist bei Menschen zu finden, die mit einem Flüchtlingsboot aus Afrika hergeschippert sind?
Um dann ganz locker, sich mal eben, wie mit einem alten Schulfreund/-freundin beim Sport auszutauschen?

Oder von welchen ähnlichen Lebenssituationen sprichst du?
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Re: Beziehung mit Afrikaner

Beitragvon karima66 » 13.08.2017, 19:17

Vor allem hat ja das Eine mit dem Anderen nur bedingt zu tun bzw. sollte man auseinander halten.
Ich hab im persönlichen Umfeld privat wie beruflich mit Migranten und Flüchtlingen zu tun, natürlich lernt man dann den/die Eine(n) näher kennen und man ist im Dialog, tauscht sich aus und erlebt durchaus ganz normale Momente wie mit jedem anderen Menschen auch.
Aber das ändert doch nichts an meiner Meinung zur Flüchtlingskrise und an der Tatsache, dass die Massen die da an der afrikanischen Küste warten und die die es dann irgendwann schaffen ,als Problem für uns zu sehen und beängstigend denn ich sehe keine naheliegende Lösung und so geht es ja der Politik wohl auch denn hätten sie eine Lösung würden sie das Thema ja nicht völlig aus dem Wahlkampf raushalten, es wird ja geradezu verdrängt.
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Re: Beziehung mit Afrikaner

Beitragvon karima66 » 13.08.2017, 19:22

Vor allem ist Flüchtling eben nicht gleich Flüchling und man kann sich mit einem Flüchtling durchaus über Gemeinsamkeiten austauschen, wie ich es mit einer Lehrerin aus Syrien machen in meinem Alter, zwischen ihr und den Jungs im Boot liegen ja wohl aber Welten......
Gemeinsame Lebenssituation habe ich allerdings auch mit ihr nicht, sie hat jahrelang als Lehrerin gearbeitet,hatte eher mehr Wohlstand mit Haus usw. als ich, aber jetzt hat sie nichts und ganz andere Sorgen als ich.
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Re: Beziehung mit Afrikaner

Beitragvon Thelmalouis » 13.08.2017, 19:28

karima66 hat geschrieben:Vor allem ist Flüchtling eben nicht gleich Flüchling und man kann sich mit einem Flüchtling durchaus über Gemeinsamkeiten austauschen, wie ich es mit einer Lehrerin aus Syrien machen in meinem Alter, zwischen ihr und den Jungs im Boot liegen ja wohl aber Welten......

Wenige Ausnahmen wird es ja wohl immer geben.
Die breite Masse betrifft das aber bestimmt nicht.

Ich schrieb ja auch Flüchtlingsboot aus Afrika.......
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Re: Beziehung mit Afrikaner

Beitragvon karima66 » 13.08.2017, 19:29

Der Satz war auch nicht an dich gerichtet, sondern an @Laura Marie.....
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Re: Beziehung mit Afrikaner

Beitragvon Thelmalouis » 13.08.2017, 19:46

karima66 hat geschrieben:Der Satz war auch nicht an dich gerichtet, sondern an @Laura Marie.....

Passt schon.
Dann habe ich zumindest die "wenigen Ausnahmen" die es gibt, richtig gestellt und aus der Welt geschafft.
Ich würde ja darauf wetten, dass dies seinen Anstoß gefunden hätte. :wink:
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Re: Beziehung mit Afrikaner

Beitragvon Katrina » 13.08.2017, 20:41

Anaba, Du schreibst genau das, was ich irgendwie nicht formuliert kriege. Ich kann Krieg und teilweise Diktatur als Fluchtgrund akzeptieren, beides könnte auch mich in die Flucht treiben. Aber im Moment stehe ich vor einer Invasion, die mir ähnlich bedrohlich und zerstörerisch erscheint wie die biblischen Heuschreckenschwärme. Und ich frage mich, warum ICH bezahlen soll für teilweise selbstverschuldete Armut: zu viele Kinder, Apathie und Lethargie, blindes Befolgen überkommener - auch religiöser - Traditionen, Passivität gegenüber korrupten Regierungen, Ausschluss einer Hälfte jeder Generation von Bildung usw. usw. Ich teile gerne, wenn es nötig ist, aber bei dem, was hier gerade abgeht, bin ich eigen, da will ich nichts teilen.

Ich glaube, die derzeitigen Probleme müssen mit dem Vorschlaghammer gelöst werden, nicht mit irgendwelchen interkulturellen Dialogen und freundlichen Bitten in Richtung Afrika, doch bitte unsere Grenzen zu achten. Es helfen nur ein klares Wort der Bundesmutti, dass die Eingeladenen wieder ausgeladen sind, und leider wohl zumindest zeitweise Marine im Mittelmeer zur Abwehr der Heuschrecken. Wer, wenn nicht die Menschen vor Ort, kann in Afrika etwas ändern? Und da steige ich mit der Idee ein, den intelligenten, geeigneten jungen Leuten hier ein Studium zu finanzieren, das in den Heimatländern von Nutzen ist. Wer anschließend die Ausreise verweigert, muss alle Kosten erstatten und kommt niemals über eine Duldung hinaus, und die Verweigerung der Ausreise muss Ausweisung(!) und Abschiebung zur Folge haben. Unausgegoren, ich weiß, aber das wäre ein Weg, der einen Versuch lohnen könnte.

Ich frage mich, ob die Bundesmutti weiß, dass es einen Unterschied gibt zwischen Asylberechtigten und Invasoren. Denkt sie über andere Dinge nach als die Farbe des Blazers für den Tag? Und was ist los: Sind die Umfragewerte für die Wahl gefälscht, oder sind die Deutschen dumm, oder liege nur ich so völlig daneben mit meiner Ablehnung? Ich traue der Frau keinen Meter weit: War es normal, dass Kinder von Pfarrern studieren konnten in der DDR? Welche Agitations- und Propagandatechniken finden heute noch Anwendung? Wie lassen sich FDJ- Karriere und quasi nahtloser Übertritt in die CDU nach der Wende logisch erklären? Was hat sie vor mit unserem Land, dem Klassenfeind von damals?

Wer keine Kinder hat, kann einfach sagen "nach mir die Sintflut". Ich habe aber Kinder, und die Zukunft, die gerade beginnt, wollte ich für sie ganz sicher nicht!

LG, Katrina
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Re: Beziehung mit Afrikaner

Beitragvon Thelmalouis » 13.08.2017, 20:56

Katrina mit vielem was du schreibst, auch mit deinem letzten Beitrag stimme ich überein und unterschreibe dies.
Klasse formuliert.
Gruß Thelmalouis

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Re: Beziehung mit Afrikaner

Beitragvon Laura Marie » 13.08.2017, 21:35

@ alle, die meinen Beitrag kritisch sehen.

Ich habe doch nun schon so viel geschrieben, was soll ich da noch sagen.
Was für einen Vorschlag habt Ihr GANZ PERSÖNLICH für den Umgang mit dieser Zuwanderungswelle. Ihr gebt Eurer Angst statt und dann...??? Ihr spürt ständig dieser Angst hinterher...und dann???

Grüße
Laura
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Re: Beziehung mit Afrikaner

Beitragvon dodo02 » 13.08.2017, 23:08

Wie Laura Marie schon sagte: was bringt es bei der Situation in Angst und Panik zu verfallen? Was ändert das? Nichts oder? Außer dass man sich Sorgen macht, Zukunftsängste hat etc..
Die Situation, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist, ist doch schon längst eingetreten, und nicht nur in Deutschland, in allen "attraktiven" europäischen Ländern. Ich lebe in einer Stadt mit einem Gesamtausländeranteil von 50%. In der Innenstadt ist ein ganzes Stadtviertel fest in türkischer Hand. Ansonsten sind hier alle Nationen der Erde vertreten.
Die Globalisierung ist schon da, ein zurück gibt es nicht mehr. Natürlich können wir nicht jeden aufnehmen & es müssen politische Lösungen gefunden werden, aber die Zukunft sieht doch so aus: Die Völker dieser Erde mischen sich, die Welt wächst zusammen, die Kulturen nähern sich einander an.
Zum Thema Entwicklungshilfe, von Anaba angesprochen, könnte ich ganz viel sagen, aber das sprengt den Rahmen, einiges wurde auch schon angesprochen. Nur soviel: wie das Beispiel von ich glaube Chavah mit den zwei Lehrern zeigt, geht unglaublich viel Geld für Projekte drauf, die entweder an den wahren Bedürfnissen der Leute dort vor Ort vorbeigehen oder falsch geplant sind und und und...
Was z.B. In Afrika abläuft ist doch, das auf der einen Seite Ausbeutung durch westliche Unternehmen existiert, auf der anderen unglaubliche Summen in die Entwicklungshilfe gepumpt werden.
Auf kultureller Ebene haben viele Nicht- westliche Kulturen bzw. ehemals kolonialisierte Länder einen "Minderwertigkeitskomplex". Dieser ist durch die koloniale Geschichte und die kulturelle sowie politische Dominanz des "Westens" entstanden. Dieser Minderwertigkeitskomplex führt u.A. zu Reaktionen wie verstärktem Traditionalismus, religiösem Fundamentalismus u.A. , aber auch zu einer Abwerung der eigenen Kultur & Übernahme westlicher Werte.
Auch der Islamismus ist in diesem Kontext zu verstehen.
Bei kulturellem Kontakt wird immer auch die eigene kulturelle Identität neu abgesteckt. In einem ersten Schritt wird sie einem "bewusster" wenn man sich mit anderen kulturellen Identitäten auseinandersetzt. Egal ob als Ausländer in einem fremden Land oder wie bei uns in Deutschland durch die vielen "Flüchtlinge" im Moment.
Auch die Ängste vieler hier in Deutschland sind in diesem Kontext zu sehen. Die anderen Kulturen werden als "Bedrohung" der eigenen kulturellen Identität empfunden. Und bei Identität geht es um etwas Existenzielles, um die Basis, um das Fundament sozusagen, daher die starken Reaktionen.
Ein Auseinandersetzen mit den "fremden Kulturen" ist in einer globalisierten Welt wichtiger denn je, da ein Aufeinandertreffen der Kulturen Alltag ist. Dabei muss man sich, und zwar alle Beteiligten um wirkliches kulturelles Verständnis bemühen, jenseits von Abwertung und Ängsten. Das ist natürlich leichter gesagt als getan.
Ein Anfang wäre es z.B.,in den westlichen Medien auch die wirklichen Experten zu Wort kommen zu lassen (Ethnologen, Religionswissenschaften etc). Kommt viel zu selten vor. Die hätten da einiges beizutragen. Viele Ängste der Bevölkerung werden u.A. Durch Fehlinformationen und Medienhysterie verstärkt.
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Re: Beziehung mit Afrikaner

Beitragvon Katrina » 13.08.2017, 23:13

Liebe Laura,

Deine Posts liefern auf merkwürdige Weise Angriffsfläche, irgendwie drehst und wendest Du Dich: Du äußerst Dich zum Video vom Einmarsch in Ceuta, ohne es gesehen zu haben.

[quote]  Auch als ehemalige Bezness-Betroffene erkenne ich die Überfahrt über das Mittelmeer als äußerst gefährlich an. Kein Mensch, das muss klar sein, macht das freiwillig!!!  quote]
Den Satz hast Du zwar zu erklären versucht, aber auch dadurch wurde er nicht griffig. Vielleicht hast Du da einen Gedankengang, den zumindest ich nicht nachvollziehen kann.

[quote]Es handelt sich doch zu dem Zeitpunkt wenn diese Menschen hier in Europa ankommen doch um Flüchtlinge. Eine Straftat haben sie zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht begangen. quote]
Nein. In dem Moment sind sie Menschen, die illegal die Grenze überschreiten und eine Strafanzeige bekommen. Sie sind mutmaßliche Straftäter. Erst im Asylverfahren zeigt sich, wer (Armuts-/Wirtschafts-)Flüchtling ist, wer asylberechtigt ist, und wer einfach nur ein Glücksritter ist. Dass Dir so eine Verwechslung passiert, ist vermutlich nicht mal Dein Fehler: Seit 2015 offenbart sich, dass nicht mal unsere Politelite die Unrerschiede kennt. Alle Invasoren werden uns als Flüchtlinge verkauft!

[quote] ALLE MENSCHEN wollen glücklich sein und etwas aus ihrem Leben machen. Das verübel ich zunächst gar nicht. Ich schalte mich dann ein, erfahre ich von menschenverachtendem Verhalten, wie BEZNESS. quote]
Auch das schreit für mich nach Widerspruch: Ja, alle Menschen wollen gut und glücklich leben. Das will ich auch, aber ich tue was anderes dafür, als mich mittags bei meinen Nachbarinnen zu erkundigen, was sie gekocht haben, und mich uneingeladen an den Tisch mit dem besten Essen zu setzen und auch noch Nachtisch zu fordern. Ich koche selbst und frage höchstens nach dem Rezept.

Ich verstehe Dich so, dass alle Invasoren willkommen sind, solange sie keine Beznesser werden. Und das sehen viele hier, auch ich, eben anders. Du fragst nach "unseren" Lösungen: In einem Rechtsstaat kann die Lösung nur in der Anwendung der Gesetze liegen. Da dies nicht geschieht, stellen sich die Fragen, ob wir 1. noch ein Rechtsstaat und 2. noch eine Demokratie sind. Und dass staatlicherseits Recht und Gesetz nicht durchgesetzt werden, macht mich, weil ich mich nicht strafbar machen werde, ohnmächtig. Und sehr wütend!

DAS ist meine Sorge neben der Invasion durch diese Menschen, die, realistisch betrachtet, nicht in unsere Gesellschaft und auch nicht in den Arbeitsmarkt integrierbar sind.

Was genau, außer interkulturellem Dialog, ist denn Deine Lösung? Wie und in welchem Zeitraum soll er etwas ändern?

Bitte nimm mein Post nicht übel, Du hast Deine Meinung, und ich habe meine. Du scheinst nur viel freundlicher zu sein als ich.

LG, Katrina
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Re: Beziehung mit Afrikaner

Beitragvon Katrina » 13.08.2017, 23:35

Hallo dodo,

ein Einwanderungsland stellt Regeln für die Einwanderung auf und entscheidet, wer kommen darf. Es wird nicht durch millionenfachen illegalen Grenzübertritt in Beschlag genommen.

1.
In der Innenstadt ist ein ganzes Stadtviertel fest in türkischer Hand. quote],
2.
Die Völker dieser Erde mischen sich, die Welt wächst zusammen, die Kulturen nähern sich einander an. 


Solange 1. gilt, ist 2. unmöglich. Integration vs. Segregation.

LG, Katrina
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Re: Beziehung mit Afrikaner

Beitragvon SKL » 13.08.2017, 23:39

Laura Marie hat geschrieben:@ alle, die meinen Beitrag kritisch sehen.

Ich habe doch nun schon so viel geschrieben, was soll ich da noch sagen.
Was für einen Vorschlag habt Ihr GANZ PERSÖNLICH für den Umgang mit dieser Zuwanderungswelle. Ihr gebt Eurer Angst statt und dann...??? Ihr spürt ständig dieser Angst hinterher...und dann???

Grüße
Laura


Hallo Laura, ich sehe grundsätzlich auch erst mal immer das positive in einem Menschen. Aber um unser eigenes Leben schützen zu können, müssen wir doch sehr massiv gegen steuern.
Ich hatte dir ja geschrieben, wenn ich mir vor Augen halte, wo unser Schwachpunkt liegt, (eben sich keine Kinder andrehen lassen, nicht heiraten), bleibt doch nur sich von diesen Betrügern zu distanzieren. Nicht verteiligen, sondern sie in dem Dilämmer lassen (Ihnen keine Möglichkeit verschaffen zu Papieren zu kommen, da sie die nur durch Lügen und Betrügen erreichen). Eben keine Hilfe anbieten, nicht hoffen alles wird gut, sondern wirklich sehen, dass wenn es ums Geld geht, sich selbst zu schützen.
Ich habe keinen Streit mit meinem Ex. Denn mit vielen Gesprächen habe ich ihm das mit meinem konsequenten Verhalten klargemacht.

KungShanPing hat geschrieben:SKL schrieb:
Nur das dumme der Geschichte, Frauen rutschen mit dem Tag, wenn sie Kinder bekommen direkt in Abhängigkeit. Das wird immer so bleiben, da es nun mal ein Naturgesetz ist.
Aus dieser Tatsache heraus waren Frauen auf der ganzen Welt immer auf Männer angewiesen. Wir haben eine feste Rolle.
Also so etwas regt mich wirklich auf. Frauen rutschen nur in eine Abhängigkeit, wenn sie es zulassen. Und wir haben keinesfalls eine feste Rolle.


KungShanPing, du hast es leider noch nicht erkannt.
Ich selbst habe mal es begreifen lernen müssen, als ich Schwanger von meinem Mann war. Plötzlich drehte sich mein Leben und ich erkannte, wie schwer es ist Mutter zu sein, ohne die Hilfe vom Partner klar zu kommen, aus finanzieller Sicht.
Ein Kleinkind kann sich nicht selbst versorgen, somit ist eine Mutter gezwungen zu Hause zu bleiben. Sie muss sich ums Kind kümmern. Wenn das Kind später größer ist, erst dann kann eine Mutter ohne fremde Hilfe allein klar kommen.
Da würde ich wirklich mal drüber nachdenken.


Ja Laura, die Zuwanderungswelle können wir nur bedingt stoppen, da wirklich viele Menschen in Not sind. Es gibt ja auch immerhin Menschen, die vor dem Krieg und Verfolgung flüchten.

Ich habe mir oft Gedanken gemacht, wie das Ungleichgewicht auf dieser Welt gestoppt werden könnte, aber da Firmen immer an erster Stelle ihren Profit sehen, werden sie weiter Menschen ausbeuten und so wird es immer weiter Wirtschaftsflüchtlinge geben.

Deswegen halte ich von Projekten, wo Menschen geziehlt in deren Land gefördert werden können, für sinnvoll, da so einen Ausgleich geschaffen werden kann.
SKL
 
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