Kameruner - lebt schon lange in Deutschland

Austausch über gemachte Bezness-Erfahrungen in diesen Ländern

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Re: Kameruner - lebt schon lange in Deutschland

Beitragvon leva » 11.10.2017, 17:49

Mignon hat geschrieben:Wenn ich das richtig verstehe, dann hat dein Sohn inzwischen schon die Schule abgeschlossen, ist also mindestens 16? In dem Alter wird gegen den Willen des Sohnes gerichtlich nichts mehr zu machen sein, er ist ja fast schon volljährig. Hat er deine Telefonnummer oder hast du seine?


oder sein facebook ,handy,andere social media?
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Re: Kameruner - lebt schon lange in Deutschland

Beitragvon Judith » 11.10.2017, 18:13

Mignon hat geschrieben:Wenn ich das richtig verstehe, dann hat dein Sohn inzwischen schon die Schule abgeschlossen, ist also mindestens 16? In dem Alter wird gegen den Willen des Sohnes gerichtlich nichts mehr zu machen sein, er ist ja fast schon volljährig. Hat er deine Telefonnummer oder hast du seine?


Nein, mein Sohn ist 14 und hat die Schule noch nicht abgeschlossen. Der Abschlussball wurde zum Ende der 9. Klasse gemacht, weil einige Schüler die Schule dann schon verlassen. Mein Sohn wird aber weiterhin die Schule besuchen. Trotz widriger Umstände ist mein Sohn hier in Hamburg sorgar ein Jahr früher als üblich eingeschult worden. Als sich der Lebensmittelpunkt aber kurz vor seiner Einschulung eindeutig zum Vater hin verschoben hat, ging es mit meinem Kind erstmal steil bergab, weshalb es in Hamburg dann auch keine gymnasiale Empfehlung gab.
Und was die Telefonnummer meines Sohnes anbelangt: Keine Chance! Der Vater sagt, sein Smartphone sei defekt und funktioniere sowieso nicht. Und sein Sohn würde ihm niemals widersprechen. Von meinem Sohn kommt dementsprechend auch kein Anruf. Aber selbst seine geliebte Oma, die jetzt tot ist, hat er so gut wie nie angerufen, was schon wirklich merkwürdig war. Der Vater rühmt sich jetzt, dass er es war, der dafür gesorgt habe, dass sein Sohn seine Oma (meine Mutter) überhaupt mal angerufen habe, als sie noch lebte. Ich solle ja nicht glauben, dass er das von alleine getan habe.
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Re: Kameruner - lebt schon lange in Deutschland

Beitragvon Judith » 11.10.2017, 18:24

leva hat geschrieben:Ich haette ja als Mutter die beschaedigten Zaehne,Narben noch mal nachgangen.Dazu gbt es doch bestimmt Unterlagen vom Zahnarzt/Krankenhaus?
Kannst du nicht einen neuen Anwalt aufsuchen?Vielleicht liegt da ja haeusslice Gewalt vor?


Nein, häusliche Gewalt liegt da nicht vor, eher Vernachlässigung. Vom Zahnarzt gibt es keine Unterlagen, weil der Vater nicht mit ihm zum Zahnarzt gegangen ist. Aber mein Sohn hat schon ziemlich genau erzählt, wie das passiert ist. Eimal ist er im Winter ausgerutscht und mit den Zähnen aufgeschlagen, das andere Mal war es ein Fahrradunfall im Steinbruch. Freunde von ihm waren wohl auch dabei. Und der Vater war irgendwo in Skandinavien oder Dänemark, angeblich.
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Re: Kameruner - lebt schon lange in Deutschland

Beitragvon Judith » 11.10.2017, 19:07

leva hat geschrieben:
Mignon hat geschrieben:Wenn ich das richtig verstehe, dann hat dein Sohn inzwischen schon die Schule abgeschlossen, ist also mindestens 16? In dem Alter wird gegen den Willen des Sohnes gerichtlich nichts mehr zu machen sein, er ist ja fast schon volljährig. Hat er deine Telefonnummer oder hast du seine?


oder sein facebook ,handy,andere social media?


Keine Chance! Bei den wenigen Gelegenheiten, die ich meinen Sohn in diesem Jahr sah, war der Vater ohnehin immer dabei. Alle Gespräche fanden also im Beisein des Vaters statt.
Seit September verhindert der Vater aus irgendeinem Grund jeglichen Kontakt zwischen mir und meinem Kind.
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Re: Kameruner - lebt schon lange in Deutschland

Beitragvon Judith » 12.10.2017, 14:28

Liebe Anaba,

du schreibst:

...Im Forum lesen und schreiben Menschen aus allen Berufen, die in Behörden, Jugendämtern usw. arbeiten.
Vielleicht meldet sich jemand, der dir raten oder dir entsprechende Stellen vermitteln kann, der Möglichkeiten für
einen Weg der Annäherung zu deinem Kind sieht. ...

All die Jahre (Anfang 2004 bis mindestens 2012) habe ich unzählige Ratschläge und Adressen von Beratungsstellen erhalten. Die meisten Ratschläge, die ich mir anhören musste, dienten aber am Ende nur dem Vater meines Kindes. Offenbar traute sich niemand gegen einen Schwarzafrikaner Stellung zu beziehen. Stattdessen musste ich mir überall denselben Einheitsbrei anhören wie z.B. ich solle mein Kind "loslassen", was ja im Grund nichts als eine zynische Aufforderung ist, mein damals noch sehr junges Kind im Stich zu lassen. Mehr als einmal bekam ich auch zu hören, ich solle mal "gelassener" werden. Weil niemand etwas gegen A.W. unternehmen wollte, sagte man mir in sämtlichen Beratungsstellen, man könne mir nicht helfen, ich müsse mich an einen Anwalt wenden, die wiederum ebenfalls weitestgehend untätig waren oder sich auch nicht zuständig fühlten aber abkassierten. Die meisten Anwälte, die ich hier in Hamburg kontaktierte, lehnten übrigens das Mandat ob, sobald sie zu hören bekamen, dass der Vater meines Kindes Kameruner ist. Der einzige Anwalt, der die Tatsachen beim Namen nannte und schriftlich erklärte, A.W. habe nach dem Muster von Heiratsschwindlern und Zuhältern agiert, bekam ja dann auch gleich die Rassismuskeule zu spüren.
Die Jugendamtsmitarbeiterinnen in Hamburg fanden das auch ganz selbstverständlich, A.W. in seinem Aufenthaltsinteresse zu unterstützen. Zu der Tatsache, dass dieser sein Kind offensichtlich nur für Aufenthaltszwecke haben wollte, bekam ich wortwörtlich zu hören: "Das ist ja auch verständlich. Ausländer haben ja auch so wenig Rechte in Deutschland!" Oder: "Das können Sie nicht beweisen!" Oder: "Das heißt ja nicht, dass er sein Kind nicht liebt!" Um das Kindeswohl ging es hier mitnichten.
Es hatte auch zu keinem Zeitpunkt wirkliche Konsequenzen, dass A.W. sich in der Vaterschaftsanerkennung fälschlicherweise als ledig ausgab und gleichzeitig eine Scheinehe führte. Und das, obwohl man hier von organisierter Kriminalität sprechen kann. Denn derselbe Kameruner, den ich durch A.W. kannte und der sich mir gegenüber sehr freundlich präsentierte, bescheinigte in Berlin, dass A.W. dort eine "richtige" Ehe führe und das mit mir nur eine Affäre gewesen sei. Zwei weitere Zeugen, von denen einer einen italienischen Namen trug, bescheinigten A.W. diese Ehe ebenfalls als echte Ehe.
Die für mein Kind zuständige Jugendamtsmitarbeiterin hier in Hamburg verteidigte das Verhalten des Vaters, indem sei mir vorwarf, ich würde diesen "ja kriminalisieren". Auch aus mindestens einem Schriftstück (z.B. Gutachten) geht hervor, wie A.W. in seinem kriminellen Verhalten mir und meinem Kind gegenüber geradezu unterstützt wird. Weil ich versuchte, mich dagegen zur Wehr zu setzen, heißt es, ich würde gegen den Vater vorgehen. Auch mündlich musste ich mir immer wieder anhören, ich hätte dem Vater ja Vorwürfe gemacht.
Ich habe kein Problem damit, wenn sich das hierzulande - warum auch immer - einige zur Aufgabe machen, Afrikanern den Aufenthalt in Deutschland zu sichern. Aber bitte, bitte auf eigene Kosten und nicht auf Kosten anderer. Und schon gar nicht auf Kosten eines Kindes.
Liebe Grüße
Judith
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Re: Kameruner - lebt schon lange in Deutschland

Beitragvon Mignon » 12.10.2017, 15:59

Liebe Judith,

sei nicht böse, aber irgendwie bleiben da bei mir ganz viele große Fragezeichen. Aber vielleicht gibt es ja hier Mitleserinnen, die aus eigener Erfahrung bestätigen können, dass Anwälte es meist ablehnen, einen Sorgerechtsprozess gegen einen afrikanischen Vater zu führen, und dass auch die Mitarbeiter des Jugendamtes in diesem Falle grundsätzlich auf Seiten des Vaters sind? Ich weiß, dass es schwierig ist, das alleinige Sorgerecht zu bekommen. Aber sollte das wirklich für afrikanische Väter leichter sein? Das Gleiche gilt für das Umgangsrecht. Kann es sein, dass du uns hier vielleicht wichtige Dinge nicht erzählst?

Alles Gute!

Mignon
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Re: Kameruner - lebt schon lange in Deutschland

Beitragvon Laura Marie » 12.10.2017, 16:50

@Mignon schrieb:

Kann es sein, dass du uns hier vielleicht wichtige Dinge nicht erzählst?


Ich frage: Kann es sein, dass Du, @Judith, Sachverhalte unerwähnt lässt, die Hoffnung zur Folge haben??? Lässt DU Positives weg um nicht handeln zu müssen?
UND: Was willst Du Deinem Kind später sagen? Willst Du sagen: "Ja, als Du 14 Jahre alt warst, da hielt ich es für zu spät..."

Ich klinke mich jetzt hier aus, auch ich habe ein Leben, das meine Aufmerksamkeit fordert. Ich kann das nicht nachvollziehen, jedenfalls nicht wenn Deine Berichterstattung nicht zum Wohle des Kindes dient, also dem Handeln. Gejammer gibt es genug auf der Welt. Ich höre lieber Leuten zu, die raus wollen aus einem Missstand.

Gruß
Laura
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Re: Kameruner - lebt schon lange in Deutschland

Beitragvon Judith » 12.10.2017, 17:11

Mignon hat geschrieben:Liebe Judith,

sei nicht böse, aber irgendwie bleiben da bei mir ganz viele große Fragezeichen. Aber vielleicht gibt es ja hier Mitleserinnen, die aus eigener Erfahrung bestätigen können, dass Anwälte es meist ablehnen, einen Sorgerechtsprozess gegen einen afrikanischen Vater zu führen, und dass auch die Mitarbeiter des Jugendamtes in diesem Falle grundsätzlich auf Seiten detis Vaters sind? Ich weiß, dass es schwierig ist, das alleinige Sorgerecht zu bekommen. Aber sollte das wirklich für afrikanische Väter leichter sein? Das Gleiche gilt für das Umgangsrecht. Kann es sein, dass du uns hier vielleicht wichtige Dinge nicht erzählst?

Alles Gute!

Mignon


Liebe Mignon,
du fragst, ob es sein kann, dass ich euch hier vielleichte "wichtige Dinge" nicht erzähle? Welche wichtigen Dinge sollen das sein?
Natürlich sagt kein Anwalt, er lehne das Mandat ab, einen Sorgerechtsprozess gegen den afrikanischen Vater zu führen. So läuft das natürlich nicht. Aber irgendwann war die Sache ziemlich verfahren und wurde immer verfahrener, weil ich einen ziemlich schlechten Anwalt hatte, der übrigens auch ziemlich schlechte Bewertungen von anderen Mandanten erhalten hat. Als ich dann zu einem neuen Anwalt wechseln wollte, kontaktierte ich einige telefonisch. Das Gespräch verlief so lange gut, bis ich erwähnte, dass der Vater meines Kindes Kameruner ist. Danach war das Telefonat ziemlich schnell beendet. Die Sache war ja auch irgendwann so verfahren, da hätte ein Anwalt alles geben müssen. Wie gesagt, der einzige Anwalt, der das mal getan hat, wurde sogleich von der Gegenseite erfolgreich mit der Rassismuskeule bekämpft.
Ich würde auch nicht behaupten, dass alle Jugendamtsmitarbeiter auf Seiten des afrikanischenVaters sind. Aber in diesem Fall ist es genauso passiert, wie ich es geschildert habe. Die Zitate habe ich mir ja nicht ausgedacht. Deine Haltung ist mir übrigens geläufig. Nicht das Verhalten der Jugendamtsmitarbeiter, die einem Kriminellen aufgesessen sind, wird in Frage gestellt, auch nicht der Vater, der nur seinen Aufenthalt in Deutschland sichern will, sondern im Gegenteil, es heißt immer schnell, da muss es doch einen Grund geben, warum das Kind zum afrikanischen Vater gekommen ist. Das zeigt ja auch deine Frage. Du bist ja auch skeptisch mir gegenüber. Wie kriminell A.W. ist, hast du schon vergessen. Und es ist ja auch der Kern seines kriminellen Handelns gewesen, mich psychisch zu destabilisieren, um mich auf diese Weise aus den Weg zu räumen, was ja auch wunderbar geklappt hat. Dem Vater sind die gängigen Sichtweisen hierzulande sehr geläufig, und er versteht es ziemlich geschickt, diese für sich zu nutzen.
Ich war wirklich sehr traumatisiert durch die Handlungen von A.W., keine Frage. Und nachdem ich acht Jahre vergeblich und verzweifelt um mein Kind gekämpft habe und es Ende dann doch verlor, war ich dann sicher irgendwann wirklich ein seelisches Wrack. Aber wer wäre das nicht an meiner Stelle gewesen. Die Aufgabe von Jugendamtsmitarbeitern kann es in so einem Fall doch aber nicht sein, anstatt Mutter und Kind zu schützen und zu unterstützen, sich lieber auf die Seite des kriminellen Vaters zu schlagen, weil man sich von diesem so hat einwickeln lassen. Es war ja zu offensichtlich, welchem Zweck sein ganzes Handeln dient.
Es gab übrigens auch mal Mitwirkende, die positive Berichte über mich schrieben. Einen dieser Berichte wollte das Jugendamt aber nicht rausrücken, bzw. ich musste sehr um darum kämpfen, um den besagten Bericht zu erhalten. Grobe Verfehlungen wollen Jugendämter natürlich um jeden Preis vertuschen. Das ist aber auch eigentlich bekannt. Deshalb werden Fehlentscheidungen der einzelnen Mitarbeiter lieber aufrechterhalten als diese zu korrigieren. Mein Sohn lebt ja jetzt nicht umsonst unter fragwürdigen Umständen.
Gruß
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Re: Kameruner - lebt schon lange in Deutschland

Beitragvon Nilka » 12.10.2017, 17:28

Ich war wirklich sehr traumatisiert durch die Handlungen von A.W., keine Frage. Und nachdem ich acht Jahre vergeblich und verzweifelt um mein Kind gekämpft habe und es Ende dann doch verlor, war ich dann sicher irgendwann wirklich ein seelisches Wrack. Aber wer wäre das nicht an meiner Stelle gewesen. Die Aufgabe von Jugendamtsmitarbeitern kann es in so einem Fall doch aber nicht sein, anstatt Mutter und Kind zu schützen und zu unterstützen, sich lieber auf die Seite des kriminellen Vaters zu schlagen, weil man sich von diesem so hat einwickeln lassen. Es war ja zu offensichtlich, welchem Zweck sein ganzes Handeln dient.
Es gab übrigens auch mal Mitwirkende, die positive Berichte über mich schrieben. Einen dieser Berichte wollte das Jugendamt aber nicht rausrücken, bzw. ich musste sehr um darum kämpfen, um den besagten Bericht zu erhalten. Grobe Verfehlungen wollen Jugendämter natürlich um jeden Preis vertuschen. Das ist aber auch eigentlich bekannt. Deshalb werden Fehlentscheidungen der einzelnen Mitarbeiter lieber aufrechterhalten als diese zu korrigieren. Mein Sohn lebt ja jetzt nicht umsonst unter fragwürdigen Umständen.



Liebe Judith, ich bin der Meinung, dass es nichts gibt, was es nicht gibt.
Haarsträubendes kann man lesen in Valerians Thread "Nigeria : Reingelegt".
viewtopic.php?f=6&t=957
Sein Kampf hat ihm den letzten Nerv geraubt und zu keinem Erfolg geführt :(
Es tut mir unendlich Leid, dass du das alles erleben musstest.
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Re: Kameruner - lebt schon lange in Deutschland

Beitragvon Efendi II » 12.10.2017, 17:31

Judith hat geschrieben:Und was die Telefonnummer meines Sohnes anbelangt: Keine Chance! Der Vater sagt, sein Smartphone sei defekt und funktioniere sowieso nicht. Und sein Sohn würde ihm niemals widersprechen. Von meinem Sohn kommt dementsprechend auch kein Anruf.

Also ich weiß nicht, ein 14jähriger wird doch die Möglichkeit finden, seine Mutter anzurufen auch wenn es der Vater nicht will, wenn er tatsächlich daran interessiert ist. Der Vater ist doch nicht immer dabei; z.B. in der Schule gibt es doch immer eine Gelegenheit dazu und auch Freunde die ihm mal das Handy für einen Anruf leihen, wenn das eigene defekt sein sollte.
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Re: Kameruner - lebt schon lange in Deutschland

Beitragvon leva » 12.10.2017, 17:35

Auch fuer KinderJugendliche gibt es Notrufnr.Oder evtl die Schule anrufen und aufgefallene Vernachlaessigung zur Sprache bringen.

Liebe Judith,nur Mut,es geht um dein Kind.
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Re: Kameruner - lebt schon lange in Deutschland

Beitragvon Anaba » 12.10.2017, 17:43

Efendi II hat geschrieben:
Judith hat geschrieben:Und was die Telefonnummer meines Sohnes anbelangt: Keine Chance! Der Vater sagt, sein Smartphone sei defekt und funktioniere sowieso nicht. Und sein Sohn würde ihm niemals widersprechen. Von meinem Sohn kommt dementsprechend auch kein Anruf.

Also ich weiß nicht, ein 14jähriger wird doch die Möglichkeit finden, seine Mutter anzurufen auch wenn es der Vater nicht will, wenn er tatsächlich daran interessiert ist. Der Vater ist doch nicht immer dabei; z.B. in der Schule gibt es doch immer eine Gelegenheit dazu und auch Freunde die ihm mal das Handy für einen Anruf leihen, wenn das eigene defekt sein sollte.


Ich denke auch, dass er irgendeine Möglichkeit finden könnte anzurufen.
Es kann natürlich sein, er hat Angst vor seinem Vater und traut sich nicht.
Liebe Grüße
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Re: Kameruner - lebt schon lange in Deutschland

Beitragvon Karlotta » 12.10.2017, 18:12

Vielleicht wurde dem Jungen eingetrichtert, dass seine Mutter tot ist. Wäre nicht der erste Fall.
Bei dem Vater kann ich mir das gut vorstellen. Zumindest muss er diesbezüglich keine Fragen beantworten.
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Re: Kameruner - lebt schon lange in Deutschland

Beitragvon Mignon » 12.10.2017, 19:34

Du schreibst ja an einer Stelle selbst, dass du deinen Sohn vor Kurzem wiedergesehen hast. Habt ihr denn bei der Gelegenheit keine Kontaktdaten ausgetauscht? Wie ist das Treffen überhaupt verlaufen?
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Re: Kameruner - lebt schon lange in Deutschland

Beitragvon karima66 » 12.10.2017, 20:10

Ich hab bis jetzt alles verfolgt ohne zu antworten, weil mir auch ganz viele Fragen durch den Kopf gingen und ich niemandem mit meinen Worten unrecht tun möchte.

Deshalb auch nur kurz und dann klicke ich mich hier auch wieder aus.

Ja sicher gibt es schlimme Fälle und auch Anwälte und Ämter, was da manchmal passiert glaubt man nicht.
Ich dachte auch gleich an den User Valerian, aber die Schweiz ist für mich unbekannte Terrain, daher nicht vergleichbar.

Ein Afrikaner oder auch Tunesier (kenne ich besser) oder generell viele Männer wollen meist sich nicht alleine um Kinder kümmern, normalerweise ,ich sags mal drastisch, bindet sich ein Mann eher selten ein Kind alleinerziehend ans Bein, schon gar nicht jemand seines Kalibers, sollte er so sein wie hier beschrieben.
Bräuchte er ja auch gar nicht denn seinen Aufenthalt hat er ja sowieso sicher durch das Kind, dafür muss es nicht bei ihm leben.
Ich weiß, dass wenn Kinder bei der Mutter leben oftmals versucht wird, auch gegen den Willen der Mutter, Besuchs - und Umgangsrecht durchzusetzen, auch wenn der Vater nicht unbedingt sich ordentlich verhält so versucht man dem Kind die Möglichkeit zu geben beide Eltern zu erleben, ob das immer gut ist sei dahin gestellt.
Aber dass einer Mutter bei uns ihr Kind entzogen wird und zum Vater gegeben wird das geschieht nicht so einfach und oft, egal welcher Nationalität der Vater ist und er dann auch noch alleiniges Sorgerecht bekommt.
Und es gibt noch ganz viele andere Fragezeichen auch für mich dabei........jetzt ist der Sohn 14......ich habe einen Freund der im Ausland lebt, die Mutter hat alles dran gesetzt den Kindern den Kontakt zu verbieten, als sie 12 waren haben sie schon heimlich mit ihm telefoniert obwohl die Mutter ihn schlecht gemacht hatte.
Der Sohn war dann mutiger und skypte ständig ab 14 mit dem Vater, reiste als er 18 war sofort in die USA, die Tochter brauchte etwas länger, war aber mit 14 auch mit ihm heimlich in Kontakt.
Es gibt Möglichkeiten und jedes Kind möchte eigentlich den fehlenden Elternpart kennenlernen ab einem bestimmten Alter.
Vielleicht kommt das noch, definitiv ist er jetzt alt genug.

Sollte alles so sein wie hier beschrieben dann kann ich nur wünschen, dass der Sohn will und Wege sucht seine Mutter zu hören und sehen.
Umso älter er wird umso einfacher wird es dann.
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Re: Kameruner - lebt schon lange in Deutschland

Beitragvon Judith » 12.10.2017, 21:39

Mignon hat geschrieben:Du schreibst ja an einer Stelle selbst, dass du deinen Sohn vor Kurzem wiedergesehen hast. Habt ihr denn bei der Gelegenheit keine Kontaktdaten ausgetauscht? Wie ist das Treffen überhaupt verlaufen?


Der Vater war so gut wie immer dabei. Als er merkte, wie unser Sohn nach so langer Zeit Sympathie für mich empfand, spürte ich schon, dass ihm (dem Vater) das gar nicht passte. Mein Sohn wollte mir sogar zu Weihnachten ein Smartphone schenken. Er meinte, dann könne er mit mir Whatsappen. Alles lief ziemlich gut. Vieles war gleichzeitig aber auch merkwürdig. Mein Sohn war dem Vater total hörig und wirkte teilweise abgerichtet wie ein Hund. Der Vater muss quasi nur mit den Fingern schnippen und schon wird er sofort und ohne Widerrede von seinem Sohn bedient. Was noch auffallend war, ist die absolute Egalhaltung meines Sohnes, und zwar sowohl dem Vater als auch mir gegenüber, wenn er etwas gefragt wird, z.B. ob er diesen oder jenen Wunsch hat.
Na ja, wenig später hat der Vater dann ja für den totalen Kontaktabbruch gesorgt.
Einige schreiben hier, dass mein Sohn ja alt genug ist, um mich anzurufen. Und genau das ist es, was ich auch denke. Warum tut er es nicht?
Gruß
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Re: Kameruner - lebt schon lange in Deutschland

Beitragvon Anaba » 12.10.2017, 22:05

Ja, warum tut er es nicht?
Du schreibst, er kommt dir wie abgerichtet vor.
Kann es nicht sein, er hat Angst vor diesem brutalen Vater?
Er traut sich nichts zu tun, was der verboten hat?
Liebe Grüße
Anaba

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Re: Kameruner - lebt schon lange in Deutschland

Beitragvon Nilka » 12.10.2017, 22:21

Genau. Er schützt sich selbst, will keine Wut des Vaters provozieren.
Vielleicht ist er auch unsicher, was deine Gefühle für ihn betrifft.
Es wurde ihm bestimmt nichts Gutes über dich erzählt alle die Jahre.
Dein Sohn musste sich eine gewisse Egalhaltung aneignen, um zu überleben.
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Re: Kameruner - lebt schon lange in Deutschland

Beitragvon Mignon » 12.10.2017, 22:44

Irgendwie begreife ich es nicht. Der Sohn wollte mit dir über Whatsapp Kontakt haben. Wieso besorgst du dir kein Smartphone (dass dein 14-jähriger Sohn dir eins schenkt, ist ja wohl keine ernsthafte Option) und schreibst ihm eine Nachricht. Dass ihr keine Handy-Nummern tauschen konntet, weil der Vater daneben saß, kann ich einfach nicht glauben. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, du willst diesen Kontakt gar nicht.
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Re: Kameruner - lebt schon lange in Deutschland

Beitragvon Judith » 12.10.2017, 23:01

Mignon hat geschrieben:Irgendwie begreife ich es nicht. Der Sohn wollte mit dir über Whatsapp Kontakt haben. Wieso besorgst du dir kein Smartphone (dass dein 14-jähriger Sohn dir eins schenkt, ist ja wohl keine ernsthafte Option) und schreibst ihm eine Nachricht. Dass ihr keine Handy-Nummern tauschen konntet, weil der Vater daneben saß, kann ich einfach nicht glauben. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, du willst diesen Kontakt gar nicht.


Es hieß nur, das Smartphone meines Sohnes sei defekt. Weil ich den Vater ja gut kenne, habe ich es dabei dann auch belassen. Im Beisein meines Sohnes wollte ich die Situation auf keinen Fall eskalieren lassen. Schon die Festnetznummer hat er ja nicht rausgerückt, also des Telefons in der Wohnung. Da war doch schon alles klar.
Warum der Vater so handelt, ist wie immer vollkommen undurchsichtig. Manche Dinge muss man selbst erleben, um sie zu begreifen, weil sie wirklich unglaublich sind. Da kann ich noch so viel wollen. Und je mehr ich dem Vater signalisiere, dass ich will, umso aussichtsloser wird das Ganze, sofern es überhaupt noch aussichtsloser werden kann. Denn seine psychosadistische Ader spielt sicherlich auch eine Rolle. Die kann er ja mit alleinigen Sorgerecht bestens ausleben.
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