Mein Fall - Beziehung mit einem Kurden

Austausch über gemachte Bezness-Erfahrungen in diesen Ländern

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Re: Mein Fall - Beziehung mit einem Kurden

Beitragvon Kater Karlo » 29.09.2011, 14:10

sternchen73 hat geschrieben:Ja, auf dieses Thema habe ich ihn schon öfter angesprochen, was die Verheiratung dieser jungen Mädchen anbelangt. Dazu äußerte er sich nur so, dies seien Einzelfälle und deswegen soll man nicht wieder den ganzen Islam schlechtmachen. So wie es bei uns auch Einzelfälle wären, wenn jemand Kinder mißbraucht. Wir hatten deswegen auch schon den größten Streit, weil ich sowas einfach nur widerlich finde. Er meint dann wieder, das sei immer noch besser, als die ganzen Vergewaltigungen bei uns. Usw. usw.

Er redet immer alles schön, wenn es um seine (für mich so kranke) Kultur geht. Er macht alles nieder, wie es in Deutschland ist (Gesetze, usw.) und bei ihm ist alles so gut. Da stoße ich absolut auf Granit. Nein, ich werde dann als Faschist bezeichnet.


Andrea, ich finde es nicht fair, dass Du hier nun Deine Geschichte nochmals in kleinen Stückchen zur Diskussion stellst unter einem anderen Namen. Die Parameter sind identisch.

Vielleicht magst Du uns mal erzählen, was Du seither an Deiner Situation geändert hast, an der "Hölle auf Erden". Du warst doch damals schon am Zusammenbrechen. Er lebt vorwiegend immer noch von Deinem und der Kinder Geld. Wie lange soll das noch so gehen? Hast Du mal die Beratungsstellen aufgesucht, zu denen ich Dir die Links gegeben habe? Alleine die Situation für Deine Mutter, Dich und die Kinder im gleichen Haus ist doch unerträglich.

Was muß denn passieren, dass Du endlich mal handelst? Es bringt doch niemand etwas, wenn Du immer wieder den katastrophalen Ist-Zustand beschreibst.

Gruß KK
Kater Karlo
 

Re: Mein Fall - Beziehung mit einem Kurden

Beitragvon Mourina » 29.09.2011, 19:53

Hallo Alle, Hallo Kiki,

danke für die Beiträge und dass ihr euch die Mühe macht meine Geschichte und auch mich selbst zu analysieren und mir Lösungsvorschläge gebt.

Was ich noch sagen wollte: Als ich finde mein Freund hat sich eig. schon integriert bzw. spielt eine Integration vorübergehend vor?
Er raucht, trinkt beim Weggehen Alkohol und auch Abends nach Feierabend gern mal ein Bier. Er schaut zwar oft übers Internet seine
kurdischen Sendungen und Musik, liebt aber zB Amerikanische Comedyfilme.
Beten hab ich ihn noch nie gesehen, geschweige den den Ramadan einhaltend - und auch keinen seiner Freunde.

Sein Bekanntenkreis sind nun mal Kurden und andre Ausländer...dazu muss ich auch sagen, bei uns in der Stadt sind massig Kurden und noch so allerlei!
Irgendwie finde ich der größte Teil seiner Bekannten sind Taugenichtse und in den Tag Leber.
Viele haben kleine Kinder, sind geschieden, getrennt oder noch in einer Ehe, gehen aber trotzdem fremd.

Er liebte es aber auch zB während der Fußball WM mit meinem Vater, Cousin und Onkel Fußball auf Leinwand auf dem Bauernhof unserer Oma anzusehen.
Und meine ganze Familie war immer dabei und er hat sich wohl gefühlt, das merkte man.
Was natürlich nicht heissen muss, dass er sich nicht irgendwann um 180 Grad dreht (wie man ja schon oft hier lesen musste... unerklärlich wie man zwei so verschiedene Gesichter haben kann)

Dies alles ändert aber leider natürlich nicht dass er unehrlich ist und schon öfters "kurdische" Anwandlungen durchgedrungen sind.
Seine Schwestern tragen übrignes kein Kopftuch, nur seine Mama und Oma.
Wir haben viele Bilder zu Hause. Auf manchen haben die Schwestern die traditionell bunten Kleider an und auf andren einfach Jeans und Shirt.
Ich kann deren Glaubensituation und Strenge nicht beurteilen..

Übers Wochenende will er mit mir zu seinem Cousin fahren, der ein paar Stunden entfernt wohnt, damit wir uns wieder zusammenfinden.
Sein Cousin ist übrigens ledig. Er ist um die 40 Jahre alt. Er ist recht nett und lieb zu mir, aber nicht schleimend... einfach nur normal.
Mourina
 
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Re: Mein Fall - Beziehung mit einem Kurden

Beitragvon morena » 29.09.2011, 20:15

Mourina hat geschrieben:Hallo Alle, Hallo Kiki,

danke für die Beiträge und dass ihr euch die Mühe macht meine Geschichte und auch mich selbst zu analysieren und mir Lösungsvorschläge gebt.

Was ich noch sagen wollte: Als ich finde mein Freund hat sich eig. schon integriert bzw. spielt eine Integration vorübergehend vor?
Er raucht, trinkt beim Weggehen Alkohol und auch Abends nach Feierabend gern mal ein Bier. Er schaut zwar oft übers Internet seine
kurdischen Sendungen und Musik, liebt aber zB Amerikanische Comedyfilme.
Beten hab ich ihn noch nie gesehen, geschweige den den Ramadan einhaltend - und auch keinen seiner Freunde.

Sein Bekanntenkreis sind nun mal Kurden und andre Ausländer...dazu muss ich auch sagen, bei uns in der Stadt sind massig Kurden und noch so allerlei!
Irgendwie finde ich der größte Teil seiner Bekannten sind Taugenichtse und in den Tag Leber.
Viele haben kleine Kinder, sind geschieden, getrennt oder noch in einer Ehe, gehen aber trotzdem fremd.

Er liebte es aber auch zB während der Fußball WM mit meinem Vater, Cousin und Onkel Fußball auf Leinwand auf dem Bauernhof unserer Oma anzusehen.
Und meine ganze Familie war immer dabei und er hat sich wohl gefühlt, das merkte man.
Was natürlich nicht heissen muss, dass er sich nicht irgendwann um 180 Grad dreht (wie man ja schon oft hier lesen musste... unerklärlich wie man zwei so verschiedene Gesichter haben kann)

Dies alles ändert aber leider natürlich nicht dass er unehrlich ist und schon öfters "kurdische" Anwandlungen durchgedrungen sind.
Seine Schwestern tragen übrignes kein Kopftuch, nur seine Mama und Oma.
Wir haben viele Bilder zu Hause. Auf manchen haben die Schwestern die traditionell bunten Kleider an und auf andren einfach Jeans und Shirt.
Ich kann deren Glaubensituation und Strenge nicht beurteilen..

Übers Wochenende will er mit mir zu seinem Cousin fahren, der ein paar Stunden entfernt wohnt, damit wir uns wieder zusammenfinden.
Sein Cousin ist übrigens ledig. Er ist um die 40 Jahre alt. Er ist recht nett und lieb zu mir, aber nicht schleimend... einfach nur normal.



Hallo Mourina,

wenn dieser Lebenswandel Deines Freundes für Dich Anzeichen von Integration bedeuten,dann weiß ich nicht,was Du darunter verstehst.
Das hat nämlich nicht im Geringsten damit zu tun,das zeigt nur,dass er für sich den leichtesten Weg geht,alle Annehmlichkeiten,die ihm passen
ausnutzt und sich dadurch besonders westlich fühlt und Du das Gefühl hast,er ist integriert.
Und das Beispiel seiner Freunde zeigt Dir doch wie er tickt.Ein Mensch,der anders lebt und denkt umgibt sich doch nicht mit solchen "Freunden".

Realität ist doch,was Du wirklich mit ihm erlebst im Alltag und das hat mit westlichem Denken und Integration nichts zu tun. Und was hat der Cousin damit zu tun,dass Ihr wieder zusammen findet,und dass< dieser ein paar Stunden entfernt wohnt.Was soll das.dass dieser ledig ist,um die 40 und nicht schleimend.
Was für ein Fazit ziehst Du aus dieser Erkenntnis. Dies alles ist immer nur ein Erklärungsversuch Deinerseits,Deinen Freund schön zu reden.
Mir erscheint hier nichts NORMAL,sondern nur rosa-rot erklärt,um Dir selbst Deine Geschichte schön zu reden und Dich selbst zu belügen.


Viele Grüße,Morena
morena
 
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Re: Mein Fall - Beziehung mit einem Kurden

Beitragvon Mourina » 29.09.2011, 20:28

Ja so ist es, ich suche nach Dingen, die die Beziehung in ein schönes Licht rücken.
Und jeder Funke wird von Euch gleich wieder gelöscht - zu Recht! Denn wenn ich eure Antworten auf meinen vermeindlich positiven Eintrag
durchlese, sehe ich es erst wieder ohne rosa Brille.

Würde mir hier jemand eine positive Antwort zu dieser Beziehung geben, würde ich dieser aber gleich genau so aufsaugen und glauben.
Ich bin sehr gut manipulierbar. Wobei ich weiß dass ihr mich weder manipulieren noch fertig machen wollt sondern hier einfach nur helfen.
Und da bring Friede Freude Eierkuchen nix!


Danke
Mourina
 
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Re: Mein Fall - Beziehung mit einem Kurden

Beitragvon morena » 29.09.2011, 20:42

Mourina hat geschrieben:Ja so ist es, ich suche nach Dingen, die die Beziehung in ein schönes Licht rücken.
Und jeder Funke wird von Euch gleich wieder gelöscht - zu Recht! Denn wenn ich eure Antworten auf meinen vermeindlich positiven Eintrag
durchlese, sehe ich es erst wieder ohne rosa Brille.

Würde mir hier jemand eine positive Antwort zu dieser Beziehung geben, würde ich dieser aber gleich genau so aufsaugen und glauben.
Ich bin sehr gut manipulierbar. Wobei ich weiß dass ihr mich weder manipulieren noch fertig machen wollt sondern hier einfach nur helfen.
Und da bring Friede Freude Eierkuchen nix!


Danke

Hallo, Mourina

genau.Für uns gibt es keinen Grund,Dich zu manipulieren.Wir kennen Dich nicht,wir haben keinen Vorteil von Dir.Im Gegenteil,wie sitzen in unserer
Freizeit vor dem PC und lesen Deine Beiträge und kommen zu der Erkenntnis,dass Du immer wieder glaubst,jetzt kommt der positive Durchbruch mit diesem
Mann.Er manipuliert Dich, da er mit Bauernschläue heraus gefunden hat,dass Du unendlich manipulierbar ist,wie so viele von diesen eigentlich
ungebildeten Männern.Nur,er hat Gründe,Dich zu manipulieren,denn er hat seine Ziele.
Mourina,solange Du so manipuliebar bist, und auf die kleinsten Angebote dieses Mannes eingehst,in der Hoffnung,hier würde sich etwas ändern,
wird es schwierig, Dein Schema zu verändern.
Selbstbestimmung ist die einzige Antwort auf Manipulation.Dir selbst Wert zu sein und wichtiger zu sein ,als so ein Mann, der nur ein Ziel hat,sein Eigenes
durchzusetzen und keine Mühe scheut.

Viele Grüße,Morena
morena
 
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Re: Mein Fall - Beziehung mit einem Kurden

Beitragvon Kater Karlo » 29.09.2011, 20:55

Liebe Mourina,

soll eine stundenlange Fahrt zu einem älteren Cousin eine ernstgemeinte Idee sein, dass ihr euch wieder näherkommt? In unseren Breitengraden würde da vielleicht einer Karten für ein Musical besorgen (oder etwas, was Dir gefällt), ein Wochenende in einem schönen Hotel (gibt es bei Ebay bezahlbar zu ersteigern), einen langen Spaziergang machen, bei dem ihr euch unterhalten würdet und am Ende irgendwo schön einkehren usw.

Nein, man führt weit, um wieder in Kurden-Männerkreisen zu sein und dazu nimmt man Dich mit. Vielleicht soll der Cousin Dich auch noch mal von seinen Vorteilen überzeugen.

Ich würde nicht mitfahren, wenn ihm nichts anderes einfällt, um Dir eine Freude zu machen.
Da kannst Du Dich schon mal einstellen, ob Du den Rest Deines Lebens als "großes Entgegenkommen" Dich damit abfinden willst, dass Du auf lange Fahrten zu anderen Kurden oder Familie gerade noch mitgenommen wirst. Nie mal etwas Schönes, war Dir gefällt oder was hier üblich ist bei jungen Männern, die eine Frau heiraten wollen.
Vielleicht kannst Du das nicht so sehen, aber stell Dich mal neben Dich.

Grüße KK

PS: Ich würde das genauso sehen, wenn es sich NICHT um einen Kurden handeln würde. So einen deutschenLangweiler und Egoist, der keinerlei Phantasie hätte, wollte ich auch nicht.
Kater Karlo
 

Re: Mein Fall - Beziehung mit einem Kurden

Beitragvon Haram » 29.09.2011, 23:20

Selbstbestimmung ist die einzige Antwort auf Manipulation.Dir selbst Wert zu sein und wichtiger zu sein ,als so ein Mann, der nur ein Ziel hat,sein Eigenes
durchzusetzen und keine Mühe scheut.

Genau so ist es.


@ KK
ein Wochenende in einem schönen Hotel (gibt es bei Ebay bezahlbar zu ersteigern
Kann auch etwas länger sein :lol:

Machen so was auch, wenn wir in DL sind ( bevorzugt Oberbayern )

Gruss
haram
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Re: Mein Fall - Beziehung mit einem Kurden

Beitragvon Kater Karlo » 30.09.2011, 00:40

Haram hat geschrieben:Selbstbestimmung ist die einzige Antwort auf Manipulation. Dir selbst Wert zu sein und wichtiger zu sein ,als so ein Mann, der nur ein Ziel hat,sein Eigenes durchzusetzen und keine Mühe scheut.

Genau so ist es.


@ KK
ein Wochenende in einem schönen Hotel (gibt es bei Ebay bezahlbar zu ersteigern
Kann auch etwas länger sein :lol:

Machen so was auch, wenn wir in DL sind ( bevorzugt Oberbayern )

Gruss
haram


Haram, wir "Alte" waren auch nicht immer so abgeklärt wir heute, gell? Aber wenn es schon in der Vor-Hochzeitszeit, in der Jugend überhaupt, langweilig ist, was kommt dann nach? Die reine Ödnis? Ich kann es mir nicht vorstellen. Wenn man jemanden liebt und mit ihm ein gemeinsamen Leben wünscht und geradezu ersehnt, dann ist man doch besoffen davon, dem jeweils anderen jede Freude zu machen, man möchte mit ihm alleine sein, tausend Gedanken und Träume austauschen, ihn kennenlernen in allen Facetten - immer wieder großes Staunen, neue liebenswerte Seiten entdecken und auch andere. Die jeweiligen Freunde kennenlernen, gemeinsam mit ihnen etwas unternehmen, sich gegenseitig einladen, gemeinsam ein Spaghetti-Fest veranstalten .... was auch immer. Einfach unbeschwert alle zusammen. Verwandtenbesuche sind da doch das Letzte, was man will und auch braucht.

Mourina, ich schreibe das auch deshalb, weil ich den Eindruck habe, dass Du um so viel Unbeschwertes, Leichtes, Schönes, um richtige Glücksmomente, Überraschungen im Geben wie im Nehmen gebracht wirst. Du mußt Dich mit Kontrolle (auch von seinen Freunden, die nichts auf die Reihe kriegen) mit Sorgen, Zweifeln, Lügen, Kriminalität usw. rumschlagen. Das ist doch im Grunde furchtbar. Das würde ich keiner jungen Frau wünschen, nicht einer Tochter (wenn ich eine hätte), nicht meinen über alles geliebten Nichten - keiner. Es ist nicht mein Verdienst (höchstens indirekt), dass diese Mädchen so viel aus ihrem Leben machen, Pläne und Ziele haben und ganz viel Spaß. All das das verhindert dieser Mann bei Dir. Da möchte man doch schreien, Dich schütteln, Dich unterstützen, mal ein Jahr ins Ausland zu gehen und dieser ganzen freudlosen Bedrückung zu entfliehen, um mit freiem Kopf nachzudenken.

Der Satz "Zeig mir Deine Freunde und ich sage Dir, wer Du bist" gilt immer noch und ist sehr sehr wichtig.

Ich merke, dass Du wirklich kämpfst, unglaublich zerrissen bist. Haram hat es richtig geschrieben: Dir fehlt in dieser Umgebung die Möglichkeit, Deinen SELBSTWERT zu erkennen und zu bekommen. Du!!! bist wertvoll und dieses Scheißwochende, das Dir da geboten werden soll, sagst Du ab. (Was wäre denn dort geplant außer umsitzen?) Auch wenn dieser alleinstehende Cousin nett ist, reichte es für eine selbstbewußte Frau, ihm einen Gruß ausrichten zu lassen. Nutze die Abwesenheit Deines "Freundes" über das lange Wochenende für Dich anders. Setze Dich in den Zug und fahre irgendwo hin wo es schön ist und denke über Dich nach. Bitte! Um deinetwillen.

...........

Haram, diese Wochenend-Arrangements sind klasse. Werden zwar immer teurer, aber sind auch wirklich schöne Geschenke für Freunde/Familie zu Anlässen. Wenn ihr mal wieder in D seid, schaut mal nach dem Romantik-Hotel Frank in Bad Urach. Das hab ich schon für unter 40 Euro/DZ/2ÜF ersteigert und verschenkt (heute ist es etwas teurer). Dann treffen wir uns mal und ich zeige euch die schöne Alb - meine Hosentasche.

Grüße KK
Kater Karlo
 

Re: Mein Fall - Beziehung mit einem Kurden

Beitragvon Haram » 30.09.2011, 03:05

@ KK
Bin schon vor vielen, vielen Jahren ( 44 ) uff dr Alb rumgewandert,
Münsingen :shock:
Bei den Franzosen auf Strohsäcken genächtigt. :lol:

Gruss
haram
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Re: Mein Fall - Beziehung mit einem Kurden

Beitragvon Kater Karlo » 30.09.2011, 03:14

Yo, damals ging ich ins Münsinger Progymnasium. Wir hatten schulfrei, wenn die Panzer verladen wurden, weil es so laut war, dass kein Unterricht möglich war. Ich schicke Dir mal Links, was heute mit der alten Panzerkaserne geschehen ist. Grourn und der ganze Truppenübungsplatz ist heute Biosphärengebiet.

Münsingen hat sogar einen Friedwald mit Einzugsgebiet für ganz Bayern. Da haben wir im April unsere Tante begraben und da geh ich auch mal hin. Nirgends ist es schöner als auf der Münsinger Alb und im großen Lautertal. Ich bin im Schloss von Buttenhausen aufgewachsen. Ich zeige euch alles. Strohsäcke - brauchen wir vielleicht nicht mehr unbedingt. Schau Dir mal Hotel Hermann in Münsingen an oder Speidel in Ödenwaldstetten.

:wink:
Kater Karlo
 

Re: Mein Fall - Beziehung mit einem Kurden

Beitragvon steckchen » 30.09.2011, 11:02

Mourina hat geschrieben:Hallo Alle, Hallo Kiki,

danke für die Beiträge und dass ihr euch die Mühe macht meine Geschichte und auch mich selbst zu analysieren und mir Lösungsvorschläge gebt.

Was ich noch sagen wollte: Als ich finde mein Freund hat sich eig. schon integriert bzw. spielt eine Integration vorübergehend vor?
Er raucht, trinkt beim Weggehen Alkohol und auch Abends nach Feierabend gern mal ein Bier. Er schaut zwar oft übers Internet seine
kurdischen Sendungen und Musik, liebt aber zB Amerikanische Comedyfilme.
Beten hab ich ihn noch nie gesehen, geschweige den den Ramadan einhaltend - und auch keinen seiner Freunde.

Sein Bekanntenkreis sind nun mal Kurden und andre Ausländer...dazu muss ich auch sagen, bei uns in der Stadt sind massig Kurden und noch so allerlei!
Irgendwie finde ich der größte Teil seiner Bekannten sind Taugenichtse und in den Tag Leber.
Viele haben kleine Kinder, sind geschieden, getrennt oder noch in einer Ehe, gehen aber trotzdem fremd.

Er liebte es aber auch zB während der Fußball WM mit meinem Vater, Cousin und Onkel Fußball auf Leinwand auf dem Bauernhof unserer Oma anzusehen.
....
Übers Wochenende will er mit mir zu seinem Cousin fahren, der ein paar Stunden entfernt wohnt, damit wir uns wieder zusammenfinden.
Sein Cousin ist übrigens ledig. Er ist um die 40 Jahre alt. Er ist recht nett und lieb zu mir, aber nicht schleimend... einfach nur normal.

Ach Mourina,

wenn das Integration sein soll, Fernsehngucken, Biersaufen und Rauchen, dann weiß ich auch nicht, was Du eigentlich für ein Bild von Deutschen und Kurden hast. Meinst Du, in Kurdistan machen sie das alles nicht???? Nein, auf so eine Integration würde ich persönlich überhaupt keinen Wert legen. Und sein Cousin ist sicherlich ähnlich gut integriert. Integration wäre für mich, daß er mit Dir in die Oper geht, ins Theater, daß er nicht nur in Dönerbuden bei seinesgleichen abhängt, sondern mit Dir in deutsche Restaurants geht, meinetwegen italienische (aber richtige - ohne die penetrante Sahnesaucen), die auch wirklich von Italienern oder Deutschen geführt werden und nicht nur von Arabern oder Türken, die zu faul sind zum Kochen und Euch dann Fertiggerichte aus der Tiefkühlasiette präsentieren. Zur Integration gehört für mich, daß er deutsche Zeitungen liest, deutsche Bücher, daß er deutsche Freunde hat. Daß er mit Weihnachten feiert, sich gewählt deutsch ausdrücken kann und "nischt nur Kanakschprak." Und das heißt für mich eben auch, daß er nicht bei jeder für ihn bequemen Gelegenheit lügt oder nur seine Cousins besucht.

Und was die amerikanischen Comedy-Serien angeht, so ist mir schon häufiger aufgefallen, daß Türken (und Kurden) in ihren Restaurants gerne mal, wenn sie im Berliner Osten ihre Geschäfte öffnen, dann diese amerikanischen Weichspüldudelwellen wie KissFM laufen lassen, weil sie sich hier noch nicht trauen, im Hintergrund orientalische Musik oder Koransuren laufen zu lassen. Das amerikanische wird wohl oberflächlich akzeptiert, solange es prollig, protzig und gangstamäßig daherkommt (bloß kein Rock oder Country!! :wink: ), aber wohl nur, damit man sich dann nicht mit Deutsch und deutscher Kultur befassen muß. Das ist für mich keine Integration, sondern eine Ausweich- und Protesthaltung, weil in diesen Sendern nämlich nie deutsche Musik läuft.

Und auch was das wenige Beten und Nichtfasten angeht, so würden sie das in Kurdistan wahrscheinlich auch wenig anders machen, zumal die Kurden auch in der Türkei oder im Irak sowieso nicht als besonders fromm gelten. Ich sehe das wie Morena, er sucht sich aus allem das Bequemste raus, aber wenn es hart auf hart kommt, wird er immer zu seiner Sippschaft halten und dann hast Du das Nachsehen.

LG
Steckchen
Die Liebe vernachlässigt diejenigen am meisten, die ihrer am meisten bedürfen.
(Madame de Rosemonde im Film: Gefährliche Liebschaften (Regie: Stephen Frears) 1988
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Re: Mein Fall - Beziehung mit einem Kurden

Beitragvon steckchen » 30.09.2011, 11:19

sternchen73 hat geschrieben:Ja, auf dieses Thema habe ich ihn schon öfter angesprochen, was die Verheiratung dieser jungen Mädchen anbelangt. Dazu äußerte er sich nur so, dies seien Einzelfälle und deswegen soll man nicht wieder den ganzen Islam schlechtmachen. So wie es bei uns auch Einzelfälle wären, wenn jemand Kinder mißbraucht. Wir hatten deswegen auch schon den größten Streit, weil ich sowas einfach nur widerlich finde. Er meint dann wieder, das sei immer noch besser, als die ganzen Vergewaltigungen bei uns. Usw. usw.

Er redet immer alles schön, wenn es um seine (für mich so kranke) Kultur geht. Er macht alles nieder, wie es in Deutschland ist (Gesetze, usw.) und bei ihm ist alles so gut. Da stoße ich absolut auf Granit. Nein, ich werde dann als Faschist bezeichnet.

jaja, Sternchen,

da hatten wir doch mal eine Userin namens Dromedar, eine Türkin, die uns hier auch als Faschisten bezeichnet hat, als ihr die Argumente ausgingen. Wenn er Dich das nächste Mal als Faschist bezeichnet, dann sag ihm doch, daß er und seinesgleichen für die Ermordung der Armenier im 1. Weltkrieg verantwortlich ist. :lol: Und diese Verheiratung Minderjähriger sind eben keine Einzelfälle, sondern das hat System, weil es nämlich im Islam ausdrücklich erlaubt ist, Kinder zu heiraten, wenn die schon ihre Periode haben und wenn nicht, dann werden beide Augen zugedrückt. Aber so eine legale Kinderehe ist natürlich viel besser als eine Vergewaltigung hier im Westen. Und natürlich auch viel besser als die ganzen Ehrenmorde, von denen wir täglich in der Zeitung lesen, die gerade von Kurden hier in Deutschland verübt werden. :twisted: Sagt Dir vielleicht der Name Hatun Sürücü etwas? Ihre Familie ließ sie umbringen und der Vater wetterte im Gerichtssaal: "Sie hat sich benommen wie eine Deutsche". Und deshalb mußte sie sterben, weil sie wirklich integriert sein wollte, leben wollte wie wir normalen Deutschen auch.

Du als Deutsche mit Kindern und bereits älter hattest von Anfang an bei ihm verloren, als Du in der Single-Börse auf ihn reagiert hast. Du bist für ihn nur eine Deutsche, die man ausnutzen und beleidigen kann, deren Kindergeld man verprassen kann. Meinst Du wirklich, er hat auch nur einen Funken Achtung oder gar Liebe für Dich? Die ganzen Orientalen in den Single-Börsen suchen alle nur schnellen Sex oder eine Aufenthaltsgenehmigung oder ein finanzielles und warmes Nest. Wollen sie heiraten, suchen sie meist ihresgleichen, wenn sie nicht gar ihren Vater oder die Mutter auf Brautwerbung in die Heimat schicken, weil die türkischen Mädchen ja hier angeblich alle schon so verdorben, also zu deutsch, wären.

Was wäre so schlimm, ohne ihn zu leben? Würdet Ihr dann nicht finanziell besser dastehen? Du hast geschrieben, er geht arbeiten. Wieso lebt er dann auf Eure Kosten??? Was macht er mit dem Geld, das er verdient???? Schickt er das in die Heimat oder verspielt er es? Oder hast Du gar Angst, Dich zu trennen, weil Du Drohungen oder Tätlichkeiten seinerseits fürchtest? So wie Userin Feemero es hier erleben durfte. Es dürfte auf jeden Fall ein häßliches Tauziehen um Besuchsrecht und Sorgerecht für euer gemeinsames Kind geben. Aber selbst das wäre immer noch besser als so ein Schmarotzer, der es sich auf meine und meiner Kinder Kosten bei mir gemütlich machen würde. Dafür ist das Kindergeld nämlich nicht gedacht.

LG
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Re: Mein Fall - Beziehung mit einem Kurden

Beitragvon Imene » 30.09.2011, 11:24

steckchen hat geschrieben:

Integration wäre für mich, daß er mit Dir in die Oper geht, ins Theater, daß er nicht nur in Dönerbuden bei seinesgleichen abhängt, sondern mit Dir in deutsche Restaurants geht, meinetwegen italienische (aber richtige - ohne die penetrante Sahnesaucen), die auch wirklich von Italienern oder Deutschen geführt werden und nicht nur von Arabern oder Türken, die zu faul sind zum Kochen und Euch dann Fertiggerichte aus der Tiefkühlasiette präsentieren. Zur Integration gehört für mich, daß er deutsche Zeitungen liest, deutsche Bücher, daß er deutsche Freunde hat. Daß er mit Weihnachten feiert, sich gewählt deutsch ausdrücken kann und "nischt nur Kanakschprak."

Und was die amerikanischen Comedy-Serien angeht, so ist mir schon häufiger aufgefallen, daß Türken (und Kurden) in ihren Restaurants gerne mal, wenn sie im Berliner Osten ihre Geschäfte öffnen, dann diese amerikanischen Weichspüldudelwellen wie KissFM laufen lassen, weil sie sich hier noch nicht trauen, im Hintergrund orientalische Musik oder Koransuren laufen zu lassen. Das amerikanische wird wohl oberflächlich akzeptiert, solange es prollig, protzig und gangstamäßig daherkommt (bloß kein Rock oder Country!! :wink: ), aber wohl nur, damit man sich dann nicht mit Deutsch und deutscher Kultur befassen muß. Das ist für mich keine Integration, sondern eine Ausweich- und Protesthaltung, weil in diesen Sendern nämlich nie deutsche Musik läuft.



Hallo Steckchen,

bei Deinen Maßstäben an Integration - wie viele Deutsche, gerade auch jüngere Deutsche, sind demnach nicht integriert? Es gibt dcoch total viele Menschen, die nie eine Oper von innen gesehen haben, nicht die FAZ oder die SZ lesen und sich auch nicht gewählt ausdrücken können. Und die grundsätzlich nur JamFM der Kiss hören - und niemals einen deutschschprachigen Titel freiwillig hören würden.

Da hakt es doch dann irgendwo, oder nicht?

Liebe Grüße.

Imene
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Marie v. Ebner-Eschenbach
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Re: Mein Fall - Beziehung mit einem Kurden

Beitragvon Mourina » 30.09.2011, 19:05

Heut bin ich allein zu Hause - gewollt.
Bin übrigens krank geschrieben wegen Bindehautentzündung.
ER wollte wie immer heute Abend zu mir kommen. Hab es abgelehnt, sogar sehr schroff.
"Warum bist du so gemein zu mir" heißt es dann.
Und das tut weh, weil ich will zu keinem Menschen gemein sein; aber wäre ich lieb zu Ihm, würde er nie kapieren, dass es aus
ist.
Er hat es auch nie während unseren Trennungsphasen kapiert, weil ich immer wieder schwach wurde, und sagte, dass ich ihn liebe und ich ihm nicht
weh tun will.
Aber heute hab ich eig. schon entschieden, dass ich mein Leben ohne ihn verbringen will.
Ich habe im Moment nicht mal Herzschmerz (was ich aber schon oft wegen ihm hatte) sondern, es tut mir einfach nur leid, diese Beziehung AUFZUGEBEN und ihn traurig zu sehen.
Morgen, ganz plötzlich, erhielt er eine Einladung von einem ehemaligen Arbeitskollegen gesterm, dass dieser morgen Hochzeit feiert (kurdischer TÜRKE)
Als ich fragte, warum der erst einen Tar vor der Hochzeit einlädt, meinte er, der Kollege hätte es schon öfters versucht ihn zu erreichen, aber ist nicht gelungen.
Er fragte, ob wir da morgen gemeinsam hinfahren.
Ich verneinte, wegen zu kurzfristig (keine Kleidung für eine Festlichkeit) und wegen der Bindehautentzündung.

Aber, da ich mich doch an alles klammere, freu ich mich innerlich schon wieder, dass er mich mitnehmen will.
Toll... ich weiß, das bedeutet wohl nichts....?!

Warum ich das alles schreibe?
Ich will euch sagen, wie ich innerlich kämpfe. Will ihn trösten, will nicht allein sein, will gemeinsam Arm in Arm einschlafen, und doch bin ich heut allein.
Und mir geht es nicht einmal soooo schlecht... Mir tut es einfach nur leid, einen Mann zu verletzen und nicht JA zu sagen, wenn er bei mir sein will
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Re: Mein Fall - Beziehung mit einem Kurden

Beitragvon Never » 30.09.2011, 19:35

Mourina hat geschrieben: Mir tut es einfach nur leid, einen Mann zu verletzen und nicht JA zu sagen, wenn er bei mir sein will

Das hat doch nichts mit Verletzen zu tun. Das ist dein Wille und Punkt! :wink:
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Re: Mein Fall - Beziehung mit einem Kurden

Beitragvon morena » 30.09.2011, 20:33

Hallo Mourina,

warum fragst Du Dich nicht einmal,wie es Dir mit ihm geht,wie traurig Du durch sein Verhalten bist,glaubst Du,dass interessiert
ihn auch nur ein bisschen.
Du musst es Dir doch wert sein,was Du willst und was Deine Entscheidung ist. Ich habe es schon einmal geschrieben,Selbstbestimmung ist die einzige
Antwort auf seine Manipulation.
Er ist sicher nicht betroffen,wenn er Dich so behandelt,wie er es macht.Und von jetzt auf gleich die Einladung zur Hochzeit,Du scheinst
Dich über jeden hingeworfenen Almosen zu freuen,den er Dir hinwirft.

Es geht um Dich und er ist nicht der einzige Mann auf dieser Welt,es wird jemand kommen,der mit Dir gemeinsam Pläne macht und Dich fragt,was Du willst
und Dir wirklich Freude bereitet,wo Du Dich nicht verbiegen musst oder verstellen.
Und nur,um mit einem Mann Arm in Arm einzuschlafen,muss man nicht jeden nehmen,der einem das Leben so schwer macht.
Liebe soll leicht machen und bereichern.

Mourina Du hast wirklich eine Aufgabe an Deinem Selbstbewusstsein zu arbeiten und daran,was für Dich Wichtig ist.

Alles Gute,Morena
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Re: Mein Fall - Beziehung mit einem Kurden

Beitragvon RenaII » 30.09.2011, 23:49

Hallo Imene,

ich heiße zwar nicht Steckchen, hoffe aber, daß es dennoch für Dich o.k. ist, wenn ich mich hier einklinke weil das Thema mich berührt.
Integration heißt für mich persönlich nicht, : In die Oper gehen, deutsche Klassiker verstehen oder die FAZ lesen.
Das tun auch viele unserer deutschen Mitbürger, die keine entsprechende Erziehung oder Förderung genossen haben, nicht.
Wir können leider nicht alle Beethoven lieben, Klavierspielen, studieren oder uns politisch und sozial engagieren.
Leider, leider ist dies nicht jedem gegeben.

Integration bedeutet für mich, ganz, ganz simple Dinge leben, wie:
Die deutsche Sprache erlernen, deutsche Gesetze und Lebensart anerkennen. Gemeinsames Leben und Erleben mit deutschen Nachbarn, Kollegen und Mitschülern, anstelle der Abkapselung in einer Parallelwelt und der leider zu oft zur Schau gestellten Verachtung des Gastlandes, dessen Vorteile aber nur zu gerne angenommen werden.
Christliche Werte, wie z.B. Feste, (Weihnachten, Ostern, St. Martin), vorbehaltlos akzeptieren und mit dem selben Respekt wie man es dem eigenen Glauben gegenüber verlangt, begegnen. Keinerlei Sonderstatus fordern, wie schweinefleischfreie Mahlzeiten für Moslems UND Christen, Kleiderordnung, usw.
Sich mit der Lebensart des Gastlandes auseinandersetzen. (Dafür benötige ich kein Studium, das kann ich beim täglichen Gang zu Behörden, zur Schule, zum Aldi, beim Plausch mit deutschen Nachbarn, etc. erleben und erfahren, so ich denn will).

Diese Dinge sollten mir doch außerordentlich leicht fallen, einem Land gegenüber, das mir, als einem an Leib und Leben Verfolgten, Asyl, Lebensunterhalt, Glaubensfreiheit, medizinische Versorgung, usw. gewährt.
Sollte ich ausnahmsweise zu der ganz, ganz seltenen Spezies der Nichtverfolgten gehören, reicht doch auch die Solidarität zu meinem geliebten, deutschen Ehepartner und der dringende, ganz persönliche Wunsch, mit ihm in dessen Land zu leben, weil mir das Heimatland meines Partners so viel liebenswerter erscheint, als mein eigenes, um mich entsprechend schnell, wie o.g. zu integrieren.
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Re: Mein Fall - Beziehung mit einem Kurden

Beitragvon Elisa » 01.10.2011, 08:02

Rena, ich trage mich zur Zeit mit dem Gedanken, in ein anderes Land zu gehen. Noch ist es nur ein Plan, der von anderen Dingen abhängt, aber ich überlege jetzt schon, wie ich mich integrieren kann. Ob ich mich bei dem Bürgermeister vorstelle usw.

Denn ich möchte ja ein Teil der dortigen Gesellschaft sein und nicht nur einen langen Urlaub verbringen.

Integration bedeutet für mich, dass man ein Teil der Gesellschaft wird, und wie jeder davon auch anders sein kann.

Und wenn ich die Staatsbürgerschaft annehme, so bedeutet es, dass ich dieses Land als meine Heimat bedrachte.

Lg Elisa
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Re: Mein Fall - Beziehung mit einem Kurden

Beitragvon steckchen » 01.10.2011, 08:56

Imene hat geschrieben:
steckchen hat geschrieben:

Integration wäre für mich, daß er mit Dir in die Oper geht, ins Theater, daß er nicht nur in Dönerbuden bei seinesgleichen abhängt, sondern mit Dir in deutsche Restaurants geht, meinetwegen italienische (aber richtige - ohne die penetrante Sahnesaucen), die auch wirklich von Italienern oder Deutschen geführt werden und nicht nur von Arabern oder Türken, die zu faul sind zum Kochen und Euch dann Fertiggerichte aus der Tiefkühlasiette präsentieren. Zur Integration gehört für mich, daß er deutsche Zeitungen liest, deutsche Bücher, daß er deutsche Freunde hat. Daß er mit Weihnachten feiert, sich gewählt deutsch ausdrücken kann und "nischt nur Kanakschprak."


Hallo Steckchen,

bei Deinen Maßstäben an Integration - wie viele Deutsche, gerade auch jüngere Deutsche, sind demnach nicht integriert? Es gibt dcoch total viele Menschen, die nie eine Oper von innen gesehen haben, nicht die FAZ oder die SZ lesen und sich auch nicht gewählt ausdrücken können. Und die grundsätzlich nur JamFM der Kiss hören - und niemals einen deutschschprachigen Titel freiwillig hören würden.

Da hakt es doch dann irgendwo, oder nicht?

Liebe Grüße.

Imene

Hallo Imene,

so eine Antwort habe ich schon erwartet. Natürlich gibt es auch Deutsche, die diesen Standard, den ich hier aufgezeigt habe, nicht erfüllen. Aber sollen wir uns immer nur an der unteren Skala des möglichen orientieren? Sowohl in der Integration als auch in der Liebe? Würdest Du das tun? Das hat ja den betroffenen Frauen zumindest hier im Forum überhaupt kein Glück gebracht in ihren Beziehungen. Und Du wirst mir ja hoffentlich beipflichten, daß das Bild der Integration, was Rauchen, Biertrinken und Fernsehngucken, wie es Mourina von ihrem Kurden gezeichnet hat, wohl überhaupt nichts mit echter Integration zu tun hat.

Es geht auch gar nicht darum, ständig ins Theater zu rennen oder in die Oper, sondern darum, daß der ausländische Partner das der deutschen Partnerin zuliebe tut, genauso wie es viele deutsche männliche Theatermuffel tun, sonst wären die Theatersäle viel leerer und ich hätte dann auch mal eine Karte bekommen, als ich mich mal drum bemühte. :wink: Und der deutsche Partner sollte solche Gefälligkeiten auch aktiv einfordern, denn nur so erkennt er oder sie, ob der Partner auch willig ist, auch mal Kompromisse zu schließen oder ob er nur dann spendabel oder mitgehfreudig ist, wenn es ihm auch selber nützt. Denn an solchen Gefälligkeiten, die dem Gebenden erstmal nichts nützen, erkennt man auch, welchen Wert man in der Partnerschaft wirklich hat. Das gilt auch für Urlaubsziele und materielle Dinge.

Ich finde es übrigens schlimm genug, daß bestimmte Deutsche keine deutsche Musik hören wollen, dabei ist die mittlerweile so vielfältig. Das sagt ja auch etwas über das Selbstbild dieser Deutschen aus, wenn sie das nicht wollen. Das ist nämlich ganz schön negativ. Und für mich gottseidank kein Maßstab.

Wie gesagt, hier geht es mit nicht vordergründig um Oper oder Theater, sondern um das Selbstbewußtsein des deutschen Partners, Befriedigung von Bedürfnissen einzufordern oder zumindestens Akzeptanz und Respekt zu verlangen. Und an dieser Einforderung, die auf einem gesunden Selbstwertgefühl basieren sollte, hapert es wohl bei vielen betroffenen Userinnen hier.

Oder wie es Rena so schön formuliert hat:

RenaII hat geschrieben:Sollte ich ausnahmsweise zu der ganz, ganz seltenen Spezies der Nichtverfolgten gehören, reicht doch auch die Solidarität zu meinem geliebten, deutschen Ehepartner und der dringende, ganz persönliche Wunsch, mit ihm in dessen Land zu leben, weil mir das Heimatland meines Partners so viel liebenswerter erscheint, als mein eigenes, um mich entsprechend schnell, wie o.g. zu integrieren.
Danke Rena, Du konntest es viel besser formulieren. :D

LG
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Re: Mein Fall - Beziehung mit einem Kurden

Beitragvon steckchen » 01.10.2011, 09:03

Mourina hat geschrieben:Heut bin ich allein zu Hause - gewollt.
Bin übrigens krank geschrieben wegen Bindehautentzündung.
ER wollte wie immer heute Abend zu mir kommen. Hab es abgelehnt, sogar sehr schroff.
"Warum bist du so gemein zu mir" heißt es dann.
Und das tut weh, weil ich will zu keinem Menschen gemein sein; aber wäre ich lieb zu Ihm, würde er nie kapieren, dass es aus
ist.
Er hat es auch nie während unseren Trennungsphasen kapiert, weil ich immer wieder schwach wurde, und sagte, dass ich ihn liebe und ich ihm nicht
weh tun will.
Aber heute hab ich eig. schon entschieden, dass ich mein Leben ohne ihn verbringen will.
Ich habe im Moment nicht mal Herzschmerz (was ich aber schon oft wegen ihm hatte) sondern, es tut mir einfach nur leid, diese Beziehung AUFZUGEBEN und ihn traurig zu sehen.

Hallo Mourina,

erst einmal meinen herzlichen Glückwunsch zu Deiner richtigen Entscheidung:

Hier einige Gegenfragen:
Tat es ihm je leid, Dich traurig zu sehen? Tut es Dir leid, gerade diese Beziehung zu ihm aufzugeben oder nur eine Beziehung an sich? Hast Du jetzt Angst vor dem Alleinsein?
Mourina hat geschrieben:Morgen, ganz plötzlich, erhielt er eine Einladung von einem ehemaligen Arbeitskollegen gesterm, dass dieser morgen Hochzeit feiert (kurdischer TÜRKE)
Als ich fragte, warum der erst einen Tar vor der Hochzeit einlädt, meinte er, der Kollege hätte es schon öfters versucht ihn zu erreichen, aber ist nicht gelungen.
Er fragte, ob wir da morgen gemeinsam hinfahren.
Ich verneinte, wegen zu kurzfristig (keine Kleidung für eine Festlichkeit) und wegen der Bindehautentzündung.

Aber, da ich mich doch an alles klammere, freu ich mich innerlich schon wieder, dass er mich mitnehmen will.
Toll... ich weiß, das bedeutet wohl nichts....?!

Das mit der späten Hochzeitseinladung ist ja wohl ein Witz. Er macht sich nicht die Mühe, dich in längerfristige sichere Planung einzubinden, ist für mich eher eine kurzatmige Panikreaktion, ein Versuch, Dich zurückzugewinnen. Ja, damit kommen sie immer gerne, wenn sonst nichts mehr geht. Aber wer bezahlt das Hochzeitsgeschenk? Ohne hingehen geht ja wohl schlecht. Und dann der Aufwand, wie Du ja wegen dem Kleid selbst bemerkt hast. Also wieder mal nur eine Taktlosigkeit, die es nicht wert ist, daß man der Hochzeit hinterhertrauert.

Mourina hat geschrieben:Warum ich das alles schreibe?
Ich will euch sagen, wie ich innerlich kämpfe. Will ihn trösten, will nicht allein sein, will gemeinsam Arm in Arm einschlafen, und doch bin ich heut allein.
Und mir geht es nicht einmal soooo schlecht... Mir tut es einfach nur leid, einen Mann zu verletzen und nicht JA zu sagen, wenn er bei mir sein will
Tat es ihm denn genauso leid, wenn er Dich verletzt hat? Hat er sich je die Mühe gemacht, Dich wirklich zu verstehen? Ich glaube, Du investierst schon wieder viel zu viele Gedanken und Gefühle in ihn, die er gar nicht wert ist. Weil Du nett sein willst. Aber Nettsein allein wird von solchen Leuten leider nicht respektiert.

Ich wünsche Dir, daß Du stark bleibst.

LG
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