Eine indische Geschichte

Austausch über gemachte Bezness-Erfahrungen in diesen Ländern

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Re: Eine indische Geschichte

Beitragvon Desert Dancer » 11.05.2016, 12:09

HSP = mMn Modediagnose, die viele unehrliche/kriminelle Menschen nutzen werden/können wenn sie etwas erreichen wollen ohne sich gesellschaftlichen Normen anzupassen bzw. sich selbst nicht anstrengen wollen um etwas zu erreichen. Kurz gesagt, eine Ausrede dafür, dass man(n) nicht tun muss was andere (Partner, Ämter, Gesellschaft) von einem erwarten oder verlangen... :roll:


Deine Definition gefällt mir Franconia. Ich sehe es nämlich auch so... Aber wahrscheinlich bin ich einfach nicht sensibel genug um Verständnis für Hochsensible aufzubringen.

Pipadelle - ich wünsche Euch alles Gute! Aber ich befürchte auch, dass Ihr nicht ewig in Eurer selbstgeschaffenen, kleinen Welt bleiben könnt, wo nur Eure Liebe zählt.
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Re: Eine indische Geschichte

Beitragvon Franconia » 11.05.2016, 12:30

Ich finde diesen Thread fatal und sehr gefährlich für verliebte unsichere Frauen.

Warum?

1. Die TE suggeriert, es ist egal was man von seinem Partner, seiner Kultur, seiner Religion, etc weiß bzw. es macht nix wenn man davon gar nix weiß, denn eine Beziehung funktioniert auch ohne all dieses Hintergrundwissen.

2. Hochsensibilität:
Es gibt sicher Menschen, die auf äußere Einflüsse unterschiedlichster Art besonders/extrem reagieren. Aber die hier genannten "Symptome" bzw. Verhaltensweise eines hochsensiblen Menschen treffen auf mind. 90% der Bezzis zu - ohne das dies hochsensibel sind - sondern weil Bezzis diese Verhaltensweisen gezielt einsetzen um Frau gefügig zu machen bzw. den Goldfisch an der Angel zu halten.
Aber es suggeriert einer verliebten Frau, wenn mein Partner sich so oder so verhält, dann macht er dies nicht aus Berechnung, weil er faul ist oder oder oder, sondern er macht dies, weil er "besonders" oder "krank" ist und ist von daher ein ehrlicher Mensch, der es gut mit mir meint, nur mein bestes will und nichts dafür kann das er so ist wie er ist.

3: Sprache:
Es wird hier suggeriert, eine gemeinsame Sprache ist nicht unbedingt nötig, so lange alles andere passt.
Klar, im Bett braucht´s keine Sprache, da versteht man sich auch ohne Worte. Aber wenn´s an wichtige Dinge der Partnerschaft geht, da ist eine gemeinsame Sprache unabdingbar um Dinge zu anzusprechen, zu klären und um Lösungen/Wege zu finden.

4: Behörden:
Die TE tut so, als ob der ganze Behördenkram ein Kinderspiel ist, mMn entsteht sogar der Eindruck als ob der ganzen Bürokratie viel zu viel Aufmerksamkeit/Zeit geschenkt wird, die eigentlich gar nicht nötig ist. Verstärkt wird das Ganze durch den Bemerkung "wir leben mal hier, mal in Indien" und der bisher fehlenden Information wie der Freund denn hier her gekommen ist und welche AE er aktuell hat.
Das ganze hat, zumindest für mich, einen schalen Beigeschmack, denn eine bina-Beziehung ist, bezogen auf die Bürokratie, nie ein Selbstläufer. Und dieses (in meinen Augen flappsige) "wir leben mal hier und mal dort" suggeriert, man könne in einer bina-Beziehung machen was man will. Das ist mitnichten so und selbst eine gültige AE verfällt bei so einem "flappsigen" Lebensstil mitunter schneller als man denkt und Probleme sind vorprogrammiert.

Auch wenn die Beziehung der TE aktuell gut laufen sollte, es sollte sich bitte keiner die TE und ihre Art die Dinge zu sehen bzw. anzugehen als Vorbild nehmen. Denn die Realität einer bina-Beziehung ist ganz anders und besteht nicht nur aus "Friede-Freude-Eierkuchen" wie es hier suggeriert wird.
Dieser Thread ist, auch wenn die Beziehung der TE funktionieren sollte, eigentlich das Negativbeispiel wie man eine bina-Beziehung NICHT führen/NICHT angehen sollte, wenn sie eine Chance auf dauerhaften Bestand haben soll - und das unabhängig von Bezness.
Liebe Grüße
Franconia
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Re: Eine indische Geschichte

Beitragvon Fierrabras » 11.05.2016, 13:14

ich habe gerade eine Pubmed Recherche nach ernsthaften wissenschaftlichen Studien über highly sensitive persons durchgeführt. gefunden habe ich sage und schreibe einen Artikel, der nicht ins Englische übersetzt wurde, weil er dazu zu unbedeutend war. (Pubmed erfasst alle seriösen naturwissenschaftlichen und medizinischen Fachzeitschriften).

das Konzept gibt es nicht in der Psychiatrie, sonst wäre es mir in den letzten 15 Jahren wohl doch schon einmal begegnet.

aber der Wiki-Beitrag hört sich vielversprechend an.,...momentan ist die Erwachsenenform des Aktivitäts-Aufmerksamkeit-Störungskomplexes der große Hit, mit dem alle Befindlichkeitsgestörten die Arztpraxen und Ambulanzen bevölkern. (das andere sind Schlafstöungen, Schlaflaboruntersuchungen sind aktuell auch heiß begehrt)
ich schätze mal, das "highly sensitive persons" der Nachfolger werden....Junge, Junge, da blüht uns Psychiatern noch was...
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Re: Eine indische Geschichte

Beitragvon leva » 11.05.2016, 13:20

.......und wenn ich nicht kriege was ich will schmeiss ich dir was an den Kopf und schmolle dann......^^

:twisted:
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Re: Eine indische Geschichte

Beitragvon gadi » 11.05.2016, 13:27

Der Begriff "Hochsensibilität" beschreibt keine Krankheit, sondern einen Wesenszug (vgl. Temperamentenlehre). In den letzten Jahren hat sich der Begriff HSP auch im deutschen Sprachraum eingebürgert. [i]Die Welt braucht Menschen mit feiner Wahrnehmung. Viele davon fühlen sich jedoch nicht wohl in ihrer Haut, leiden als Sensible in einer weniger feinfühligen Welt, zweifeln oft an sich oder an Gott, oder kommen mit ihrer Rolle in der Welt nicht gut zurecht. Andere hingegen freuen sich, so feinfühlig zu sein und finden, dass ihnen das hilft, sich sinnvoll in der Welt einzubringen. Der Beitrag der Hochsensiblen ist sehr wertvoll und wichtig. Hochsensible sind tendenziell integrativ, kreativ und innovativ, sind überdurchschnittlich an ethischen Fragen interessiert und sind auch wegen ihrer komplexen Wahrnehmung besonders wertvolle Mitglieder in Teams. [/i]

Quelle und mehr:
http://www.zartbesaitet.net/

...und damit sind hochsensible Menschen meiner Meinung nach das ideale Opfer für Bezness(er), ein gefundenes Fressen.

Ganz davon abgesehen, bin ich ganz mit Franconia einer Meinung (sehr schön hast du das ausformuliert @ Franconia, bei dir denke ich immer "genau", so wollte ich es auch schreiben, aber ich kriege dann meistens nur eine Komprimierung dessen hin ;-) ) : Der Thread ist sehr gefährlich für verunsicherte Frauen/AMIGAS/....mal ganz abgesehen vom Wahrheitsgehalt / Gründe der Einstellung hier usw.
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Re: Eine indische Geschichte

Beitragvon Ponyhof » 11.05.2016, 15:42

Naja, es gab schon immer Leute, die eine "dünne Haut" hatten. Ich bin auch extrem geräuschempfindlich. Mein HNO-Arzt hat mal getestet und mir ein ausgesprochen feines Gehör bescheinigt, ich höre auch Frequenzen die ein Mensch meines Alters normalerweise nicht mehr hört. Und ja, oft nervt mich das. Spasseshalber hab ich diese Tests jetzt auch mal gemacht, und ja, laut denen bin ich auch hoch sensibel. :mrgreen: Wer meine Beiträge hier im Forum kennt, weiss, dass das nun so nicht ganz stimmen kann :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Es gibt natürlich Leute, die in bestimmten Bereichen eine niedrigere Reizschwelle haben, aber daraus eine generelle Diagnose abzuleiten und eine an sich tolle "Begabung" (wie ein feines Gehör, einen "Kunstsinn", ein feines Gespür etc.) zur Behinderung zu pathologisieren finde ich furchtbar. :roll:

Aber das soll ja nicht das eigentliche Thema sein.

Was mich ein bisschen wundert: Wie kommt man, als glücklicher Mensch in seinem glücklichen Pärchenuniversum dahinschwebend, von Ideen durchdrungen und eine glänzende Zukunft erwartend eigentlich auf die Idee, nach seiner Beziehung zu googlen? Ich meine, ich gebe ja auch nicht bei Google ein: "Glücklich mit xyz"? Welche "Treffer" erwartet man, und welche Antworten hofft man zu finden?
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Re: Eine indische Geschichte

Beitragvon gadi » 11.05.2016, 15:57

Ponyhof hat geschrieben:Es gibt natürlich Leute, die in bestimmten Bereichen eine niedrigere Reizschwelle haben, aber daraus eine generelle Diagnose abzuleiten und eine an sich tolle "Begabung" (wie ein feines Gehör, einen "Kunstsinn", ein feines Gespür etc.) zur Behinderung zu pathologisieren finde ich furchtbar. :roll:

Ja, das finde ich auch "furchtbar", weil es ja auch keine "Behinderung" ist :wink:

Was mich ein bisschen wundert: Wie kommt man, als glücklicher Mensch in seinem glücklichen Pärchenuniversum dahinschwebend, von Ideen durchdrungen und eine glänzende Zukunft erwartend eigentlich auf die Idee, nach seiner Beziehung zu googlen? Ich meine, ich gebe ja auch nicht bei Google ein: "Glücklich mit xyz"? Welche "Treffer" erwartet man, und welche Antworten hofft man zu finden?


Entweder weil man gezielt mit seiner "Geschichte" provozieren will oder weil man sich insgeheim doch sehr unsicher ist. Vielleicht auch weil man von seiner Beziehung überzeugt ist und inzwischen allergisch auf all die "Schlechtmacher" reagiert und mal contra geben will. Oder eine Mischung aus allem.
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Re: Eine indische Geschichte

Beitragvon Karin » 11.05.2016, 17:26

Auch "im Winter in Indien zu leben" ist schwierig. Mit einem Touristenvisum kannst du drei Monate bleiben und das wars.
Allein diese Ungereimtheiten machen deine Geschichte abenteuerlich, hat Anaba geschrieben.


Hallo Anaba, ein Touristenvisum für Indien ist 6 Monate gültig.
Manches mal, wenn man Glück hat bekommt man das Visum für 1 Jahr, warum auch immer.

Vor Jahren konnte man sogar ein 5 jähriges Visum erhalten.

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Re: Eine indische Geschichte

Beitragvon Fierrabras » 11.05.2016, 18:22

bisher untergegangene Aussage der TE: "Im Übrigen kann man alles schaffen. Ich beschäftige mich mit Quantenphysik und positivem Denken. Alles ist möglich, alles veränderbar."

ich glaube, das alles ist ein Troll-Beitrag.
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Re: Eine indische Geschichte

Beitragvon leva » 11.05.2016, 18:38

Doch,ich habe das auch gelesen,aber es bringt nix,sie antwortet nicht auf relevante Fragen.


Eine Pysikerin,die jetzt Gewuerze in D(?)o Indien(?) an Hotels vertickt......Hallo...!?

Warum teilt sie uns nicht mit mit welcher AE ihr Freund in D lebt? Das waere aufschlussreicher als die Ablenkung durch seine Befindlichkeit.

Erstmal muss man als Einwanderer auf einem guten Fundament stehen(AE)und dann geht es weiter.Nur in D ist es anders.

Da Ehe/gemeinsames Kind/Studentenvisum bei den beiden nicht zur Debatte steht,was bleibt da noch?
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Re: Eine indische Geschichte

Beitragvon leva » 11.05.2016, 18:55

Ich war vor x Jahren selbst mal in D in der Gastro/Hotelerie taetig.
Keiner bezieht da Waren von unbekannten evtl fliegenden Haendlern ohne angemeldetes Gewerbe u gutem Leumund. :wink:
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Re: Eine indische Geschichte

Beitragvon Anaba » 11.05.2016, 19:07

Karin hat geschrieben:
Auch "im Winter in Indien zu leben" ist schwierig. Mit einem Touristenvisum kannst du drei Monate bleiben und das wars.
Allein diese Ungereimtheiten machen deine Geschichte abenteuerlich, hat Anaba geschrieben.


Hallo Anaba, ein Touristenvisum für Indien ist 6 Monate gültig.
Manches mal, wenn man Glück hat bekommt man das Visum für 1 Jahr, warum auch immer.

Vor Jahren konnte man sogar ein 5 jähriges Visum erhalten.

Karin


Danke für die Info, Karin.
Das reicht ja dann, um zu überwintern.
Liebe Grüße
Anaba

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".....vielleicht wird alles vielleichter"
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Re: Eine indische Geschichte

Beitragvon Ponyhof » 11.05.2016, 19:16

...leider reden wir schon wieder eher "über" die Threaderöffnerin als "mit" ihr.

Also, mal ganz konkret an Dich, liebe Threaderöffnerin: Was bewog Dich, nach Eurer Beziehung zu googlen? Welche Antworten, welche Links hast Du erwartet?

Liebe TE, bist du dir im Klaren darüber, was du in Zukunft Deinem Kind antust, wenn ihr "mal hier, mal dort" lebt? Es muss in "zwei Welten" gross werden, hat keine festen Freunde/Bezugspersonen ausser den Eltern, kann keine Hobbies (....Sportverein, Musikschule, Reitstunde, Balettunterricht...) konstant pflegen und ist nirgendwo wirklich daheim. Es hat keine Wurzeln, und kann die georaphischen Räume und die Zeiten zumindest im Vorschulalter und frühen Schulalter nicht überblicken.

Und auch für Euch wird das spätestens mit dem Eintritt der Schulpflicht mit der "geographisch flexiblen Beziehung" schwierig werden.

Und bei allen Fragen, die hier auftauchen: Ja, natürlich gibt es auch ungewöhnliche Beziehungen, die funktionieren können. Zumindest eine zeitlang. Zumindest dann, wenn man -wie hier beschrieben- Konflikten bewusst aus dem Weg geht (...solange man ihnen aus dem Weg gehen kann). Zumindest dann, wenn man eine gemeinsame Vision hat. Zumindest dann, wenn es -solange es- keine finanziellen Probleme gibt. Zumindest dann, solange es keinen fixen gemeinsamen Lebensmittelpunkt gibt, sondern man mal hüben/drüben leben kann, so wie die Befindlichkeiten gerade stehen...

Das ist bei vielen Beznessbeziehungen schon mal nicht gegeben.

Und ja, man kann vieles schaffen, wenn beide Partner verliebt sind und bereit sind, an sich zu arbeiten
Und das, liebe Threaderöffnerin, ist der ganz gewaltige Unterschied zwischen Beznessbeziehungen und binationalen Ehen, die durchaus und unter ganz bestimmten Vorzeichen, Bedingungen und Umständen glücklich sein können. Vielleicht liest Du mit genau diesem Gedanken im Hinterkopf die Geschichten im Forum nochmal... :mrgreen:
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Re: Eine indische Geschichte

Beitragvon Ponyhof » 11.05.2016, 19:26

leva hat geschrieben:Ich war vor x Jahren selbst mal in D in der Gastro/Hotelerie taetig.
Keiner bezieht da Waren von unbekannten evtl fliegenden Haendlern ohne angemeldetes Gewerbe u gutem Leumund. :wink:


Nee, natürlich nicht. Man holt die Sachen entweder beim Grosshändler/Importeur oder hat für ganz spezielles Zeugs im Ausnahmefall vielleicht auch seine jahrelang erprobten Direktlieferanten, die man dann aber auch nicht wechselt. Die Gefahr, dass mit der Qualität/der Zusammensetzung/den Zusatzstoffen irgendwas nicht stimmt, etwas verunreinigt oder gestreckt ist und dann das Gesundheitsamt die Bude schliesst ist viel zu gross. Wenn der Mann aus einer Gewürzhändlerfamilie stammen würde...aber er ist "Modedesigner" (Schneider im Familienbetrieb???).

Die Idee, hier mit selbstgenähten/selbstdesignten Sachen ein Business aufzuziehen ist ja auch nicht gerade erfolgversprechend. Welcher Kundenkreis soll denn da bedient werden?
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Re: Eine indische Geschichte

Beitragvon leva » 11.05.2016, 19:59

Da ihr Freund aus der hoechsten Kaste kommt (info von ihr),kommt er bestimmt nicht aus einer "Schneiderfamilie".
Solche Familien ermoeglichen den Soehnen u auch Toechtern ein Studium im In u besonders im Ausland.

MMn sollte sie sich mit der indischen Kultur/Kastenwesen mal auseinandersetzen.Das sollte auch "hochsensiblen" Menschen moeglich sein,denn das Leben,egal wo ,muss ja unter den bestehenden Moeglichkeiten/Bedingungen trotz allem bewerkstelligt werden.
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Re: Eine indische Geschichte

Beitragvon Grampusgriseus » 11.05.2016, 20:44

Dass sie "in zwei Jahren (in) Indien heiraten wollen", heißt ja vielleicht nicht, dass sie nicht jetzt schon hier verheiratet sind, oder? Ich habe keine Ahnung, ob das geht aber es würde auf alle Fälle den Aufenthaltsstatus erklären und vielleicht auch den Umstand, dass die TE nicht auf die Frage antwortet. Damit könnte man zumindest schon mal einen Haufen Bürokratie "umgehen", wenn auch nicht jegliche. Anders kann ich mir einfach auch nicht erklären, dass er in aller Seelenruhe hier bleiben und mit Gewürzen handeln kann...

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Re: Eine indische Geschichte

Beitragvon Efendi II » 11.05.2016, 20:55

Grampusgriseus hat geschrieben:Dass sie "in zwei Jahren (in) Indien heiraten wollen", heißt ja vielleicht nicht, dass sie nicht jetzt schon hier verheiratet sind, oder? Ich habe keine Ahnung, ob das geht aber es würde auf alle Fälle den Aufenthaltsstatus erklären....

Nein, man kann nicht zweimal heiraten (ohne vorher geschieden zu sein).
Wenn sie bereits hier in Deutschland verheiratet sind, können sie nicht nochmals in Indien heiraten.
Es sei den es handelt sich um eine großangelegte Betrügerei, die ich aber keinesfalls unterstellen will und die zudem auch keinen Sinn machen würde.
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Re: Eine indische Geschichte

Beitragvon leva » 11.05.2016, 21:01

Gerade in Indien u dann noch in der hoechsten Kaste werden Ehen lang im Vorraus arrangiert.Die einheimische Braut muss Bildung/Leumund u Finanzen mitbringen.Wer sich dem entgegenstellt muss schon sehr viel Mut haben......o evtl ein Beznesser sein......
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Re: Eine indische Geschichte

Beitragvon Efendi II » 11.05.2016, 21:07

leva hat geschrieben:Da ihr Freund aus der hoechsten Kaste kommt (info von ihr),kommt er bestimmt nicht aus einer "Schneiderfamilie". Solche Familien ermoeglichen den Soehnen u auch Toechtern ein Studium im In u besonders im Ausland.

In dem heutigen Indien beträgt der Anteil der oberen Kaste bzw. Brahmanen und Rajputen lediglich jeweils ca. 5 und 8%. Ein Brahmane würde nie und nimmer als Schneider arbeiten. Im Wissen um die Unkenntnis im Bezug auf das indische Kastenwesen der Europäer, bezeichnen sich allerdings viele (hier lebende) Inder als Brahmanen, um so ihren Status aufzuwerten.

Die Schneider (Darzis) gehören zur Kaste der Vaishyas bzw. die Kaste der Bauern und Händler wie auch die Koeris, Kumris (Gemüse- und Obstbauern), Ahirs, Jadavs ( Viehzüchter), Telis (Ölpresser), Lohars (Eisenschmiede), Barhis (Schreiner).

leva hat geschrieben:Gerade in Indien u dann noch in der hoechsten Kaste werden Ehen lang im Vorraus arrangiert.

Auch diesen Umstand sollte man berücksichtigen und nicht unerwähnt lassen-
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Re: Eine indische Geschichte

Beitragvon leva » 11.05.2016, 21:18

Ich habe ja schon mal berichtet ,dass eine meiner Freundinnen aus D mit einem Inder(Brahmane) verheiratet ist.Beide wohnen seit x Jahren in den USA.Er wurde per Arbeitsvisum in die USA geholt.Sein Vater war vor 2 Jahren verstorben u nur er konnte das Verbrennungsritual in Indien in die Wege leiten.

Ich finde,jeder sollte sich bei so einer unterschiedlichen Herkunft mit der Kultur des andern beschaeftigen.Da kann man nicht sagen,das blenden wir aus,weil es unser Wohlbefinden stoeren koennte.Sowas machen Kinder.Erwchsene muessen sich stellen u zwar parallel zur Verliebtheit,denn da ist noch etwas moeglich.
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