Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Austausch über gemachte Bezness - Erfahrungen in diesem Kontinent

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Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitragvon CheshireCat » 02.05.2014, 23:31

Liebes Forum,

schon seit längerem verfolge ich die Diskussionen hier und schätze eure ehrlichen und offenen Stellungnahmen sehr. Nun möchte ich mich in eigener Sache an euch wenden, genauer gesagt wegen meines Schwagers, um den mein Mann und ich uns schon seit längerem sehr sorgen.

Mein Schwager ist ein sehr netter und auch gutaussehender Mann Ende vierzig, allerdings in persönlichen Dingen sehr zurückhaltend, um nicht zu sagen schüchtern. Vor sage und schreibe zehn Jahren lernte er bei einem Urlaub in Burma eine burmesische Frau kennen, die dort ein eigenes Restaurant betrieb, womit sie allein – nach eigener Darstellung – ihre Mutter und die zahlreichen Geschwister samt Anhang ernährte. Mein Schwager reiste immer wieder in das Land und verliebte sich sehr in diese Frau. Diese zeigte sich zunächst sehr zurückhaltend, signalisierte ihm dann mit der Zeit immer mehr Zuneigung. Nach acht Jahren kam sie dann nach Deutschland zu Besuch – klar, dass mein Schwager für sie und ihre Schwester (war als Anstandswauwau dabei) sowohl beider Flüge, als auch ihren gesamten,mehrmonatigen Aufenthalt, Kleidung, Sprachkurs sowie Reisen quer durch Europa zu zahlen hatte.

Über all die Jahre bestand die burmesische Dame allerdings darauf, dass ihre Familie nicht erfahren dürfte, wo sie sei (galt für den Deutschlandaufenthalt wie auch für gemeinsame Tagesausflüge dort im Land), äußerte Dinge, wie: eine Ehe mit einem Ausländer sei ein völliges No-Go und eine Schande usw. – was sie allerdings nicht davon abhielt, ihm immer wieder tränenreich von irgendwelchen finanziellen Engpässen in Haus,Geschäft und Familie zu berichten. Worauf mein Schwager dann immer treu und brav einsprang, da er ein sehr sozialer Mensch mit einem ausgeprägten Hang zum Helfenwollen ist. Trotz ihrer angeblichen Zuneigung zu ihm gab es immer wieder neue Gründe, warum sie ihn nicht heiraten könne – mal wollte die Mutter nicht, mal müssten erst alle anderen Geschwister verheiratet sein, und dann müsse ja noch deren weitere Versorgung gesichert sein, da die ja allesamt nicht in der Lage seien, das Geschäft ohne sie weiterzuführen. Und dann sei er ja Ausländer....

Das Drama ging in das zehnte Jahr und wir (d.h. die Familie meines Mannes und ich) hatten uns schon damit abgefunden, dass dies wohl immer so weitergehen würde. Dann kam plötzlich die überraschende Nachricht, dass die beiden in Burma geheiratet hätten, nach deutschem Recht in der dortigen Botschaft. Angeblich ohne Wissen und Billigung der Familie (es war sogar die Rede von Morddrohungen), dafür mit einem filmreifen Drama mit heimlicher getrennter Anreise und konspirativem Verschiffen ihrer Habseligkeiten (alles ihre Darstellung). Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten: mein Schwager hatte sage und schreibe 15000 Euro darin investiert, ein Haus für die gesamte Großfamilie zu bauen. Und das in einem Land, in dem – wie er selbst erzählte – eine komplette Schule für 10000 Euro gebaut und eingerichtet wird!

Nun sind die beiden seit gerade mal einem guten Jahr verheiratet und leben hier in Deutschland zusammen. Was uns, d.h. meinem Mann und mir ganz erhebliche Bauchschmerzen macht, sind vor allem die folgenden Punkte:

- Bei ihrer ersten gemeinsamen Reise in ihr Heimatland durfte mein Schwager seine Schwiegerfamilie nicht sehen. Angeblich wissen die immer noch nicht, dass ihre Tochter resp. Schwester verheiratet ist. Dann stellt sich uns allerdings die Frage, wie sie ihrer Familie die Herkunft ihres plötzlichen Wohlstandes und ihre monatelange Abwesenheit erklärt. Alles, was mein Schwager über seine angeheiratete Familie und deren Reaktionen weiß, kommt übrigens ausschließlich von seiner Frau.

- Ebenso wenig durfte er das Haus sehen, in das – angeblich – seine Geldzuwendungen gesteckt wurden. Gaanz plötzlich war die Rede von Pfusch am Bau, so dass eine weitere Zuwendung (wohl ein paar Tausend Euro) erforderlich war. Als seine Frau dies aufs Tapet brachte, reagierte mein Schwager zunächst ungehalten, ließ sich dann aber prompt wieder von ihrem Heulen und ihren Beteuerungen, dass sie diese Forderungen ihrer Familie nicht unterstützen wolle und dies das letzte Mal sei etc. "weich klopfen" und bezahlte erneut. Er reiste nach vier Wochen zurück nach Deutschland, sie wiederum blieb sechs weitere Wochen, übrigens bei ihrer Familie, die sie angeblich umbringen wollte, falls sie einen Europäer heiraten würde.... Und dann heiratete gaaanz zufällig und überraschend in dieser Zeit ihr jüngster Bruder (wofür unserer Meinung nach das Geld tatsächlich verwendet wurde). Wir sind uns sicher, dass eine Fortsetzung folgen wird.

- Seine Frau benimmt sich für unser Verständnis ausgesprochen respektlos, um nicht zu sagen lieblos meinem Schwager gegenüber. Immer wieder fallen gegenüber Dritten "scherzhafte" Bemerkungen darüber, wie dick (ist er nicht), hässlich (ist er auch nicht, im übrigen ist sie selbst ganz und gar keine Schönheit) und alt (9 Jahre älter) er sei. Sogar ihre Schwester hat sich am Telefon gegenüber meinem Mann schon diesbezüglich abfällig geäußert, das scheint so die allgemeine Einstellung der Familie gegenüber ihrem deutschen Schwiegersohn zu sein. Allerdings ist die Dame wohl lernfähig: Seit mein Mann ihr einmal deutlich gesagt hat, dass er solche Bemerkungen über seinen Bruder nicht schätzt, verhält sie sich ihm und mir gegenüber übrigens äußerst servil und vorsichtig und ist peinlich darauf bedacht, nicht unser (!) Mißfallen zu erregen. Was ihr eigener Mann denkt oder fühlt, scheint wohl zweitrangig, denn der beschwert sich ja nicht.

- Mein Schwager, der sowohl zu seinem Bruder (meinem Mann) und mir immer ein sehr enges und offenes Verhältnis hatte, zieht sich immer mehr von uns zurück. Die Geschichte mit dem von ihm investierten Geld ist ihm mir gegenüber versehentlich herausgerutscht. Auch auf freundliche Nachfragen reagiert er inzwischen unwirsch.

Wie schon eingangs erwähnt, haben wir ganz, ganz schlimme Bauchschmerzen bei dieser Geschichte. Nach gerade mal einem Jahr Zusammenlebens sieht mein Schwager immer schlechter aus, wirkt unglücklich und uns gegenüber gereizt. Auch seine Frau scheint nicht wirklich glücklich, allerdings sind wir angesichts ihrer immer sehr punktgenau eintreffenden Weinkrämpfe und Krankheitsanfälle inzwischen skeptisch geworden, ob diese nicht Mittel zum Zweck sind. Sobald mein Schwager oder jemand sonst nämlich eine ihrer Geschichten zu genau hinterfragt bzw. sich kritisch zu ihren Forderungen äußert, weint sie los oder wird "krank", wissend, dass sie meinen Schwager über die Mitleidsmasche immer wieder "kriegt". Irgendwie vermittelt sie ihm auch das Gefühl, dass die Schwierigkeiten ihn ihrer Beziehung, die er irgendwie doch erfasst (sonst ginge es ihm wohl nicht so schlecht), in seinem Verhalten begründet liegen und er sich eben mehr Mühe geben müsse.

Himmel, was sollen wir bloß tun? Es geht uns vor allem darum, unseren Bruder/Schwager vor noch größerem Schaden zu bewahren. Wann immer wir aber versuchen, vorsichtig Bedenken anzumelden oder auch nur irgendetwas zu hinterfragen, was seine Frau mal wieder erzählt hat, klappt mein Schwager zu wie eine Auster. Er spricht zu uns nur noch über Belanglosigkeiten. Leider leben wir auch mehrere Tausend Kilometer voneinander entfernt, d.h. wir erfahren immer nur schlaglichtartig, was geschieht. Obwohl ich denke, das dies wohl kein klassischer Fall von Bezness ist, hoffe ich auf Euren Rat, wie man mit jemanden umgehen kann, der in so einer einseitig-abhängigen Beziehung steckt und gerade auf üble Weise finanziell wie emotional ausgebeutet wird.

Vielen Dank und liebe Grüße
CheshireCat
CheshireCat
 

Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitragvon Anaba » 02.05.2014, 23:37

Hallo CheshireCat,

herzlich willkommmen im Namen des Teams 1001 Geschichte.
Das Team von 1001 Geschichte wünscht einen guten Austausch.
Liebe Grüße
Anaba

Administratorin
anaba@1001Geschichte.de

Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich offen im Gegensatz zu seiner Zeit
zu befinden und laut zu sagen: Nein
Kurt Tucholski
Anaba
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Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitragvon Never » 02.05.2014, 23:43

Hallo CheshireCat,

willkommen auch von mir.
Was heißt 1000 km entfernt?
Diese Geschichte muss ich erstmal sacken lassen, mein lieber! :shock:

LG
Never
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Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitragvon Franconia » 03.05.2014, 00:05

Hallo CheshireCat,

für mich hört es sich schon nach Bezness an.
10 Jahre fliegt er immer wieder zu ihr und finanziert ihr (und ihrer Familie) in diesen Jahren so einiges, was diese sonst nicht erreicht hätte.
Dann erst mal ein längerer Besuch hier um abzuchecken wie lebt er, was könnte noch für sie raus springen. Als klar war, da steckt noch mehr drin als die "paar Euros" die er bislang locker gemacht hat wird geheiratet und gibts dann auch gleich den Aufenthalt in D - und damit noch bessere Möglichkeiten an Geld für die heimische Familie zu kommen.

Ich bin sicher, die Familie weiß um die Ehe, vor allem, da ja eine ihrer Schwestern mit hier war.

Was soll man euch raten?
Solange dein Schwager die Augen verschließt obwohl er sieht das es nicht gut läuft, ihm nicht gut geht und er vor allem nicht bereit ist sich gegen seine Frau zu behaupten und ihr z. B. an erster Stelle den Geldhahn zuzudrehen, werden auch eure Worte nichts an seiner Situation ändern.
Du schreibst ja, wenn ihr das Thema "seine Frau" anschneidet, dann macht er dicht.
Entweder will er es nicht hören weil er immer noch an das Gute bei seiner Frau glaubt oder er blockt aus Scham ab, denn es ist immer schwer anderen gegenüber (auch oder gerade wenns die eigene Familie ist) solche Dinge offen zu legen.

Ich denke wichtig ist, dass ihr ihm mit Worten oder Gesten immer wieder signalisiert: egal was ist, egal wie schlimm es ist, wir stehen hinter dir und helfen dir. Wenn er merkt, er hat euren Rückhalt und bekommt keine Vorhaltungen von euch, dann öffnet er sich vielleicht und ihr könnt zusammen die nächsten Schritte überlegen.

Das sollte dann zuerst einmal sein, dass er jede Geldzahlungen an seine Schwiegerfamilie einstellt - egal mit welchen Tragödien seine Frau kommt.
Bietet ihm evtl. an euch mal für einige Zeit alleine zu besuchen, damit er etwas Abstand zu seiner Frau und der ganzen Situation bekommt. Möglicherweise sieht er mit etwas räumlichen Abstand seine Ehe mit anderen Augen als wenn er im Alltagstrott ist, wo er sich anscheinend mit allem abgefunden zu haben scheint.

Ich hoffe, er wacht rechtzeitig auf, nicht erst nach 3 Jahren, denn dann hat seine Frau hier ihren Aufenthalt sicher und wird dann noch krasser ihr wahres Gesicht zeigen als die ganze Zeit schon.
Liebe Grüße
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Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitragvon Zwoelfe » 03.05.2014, 07:47

Liebe CheshireCat , es hört sich für mich eher wie der klassische "Beznessfall" asiatischer Frauen an . Ich kenne das zwar hauptsächlich von thailändischen und philipinischen Frauen - tippe aber hier eher auf die thailändische Variante ... Burma und Thailand sind nicht so weit auseinander und die Philipinen sind katholisch - was das Muster ein klein wenig verändert .

Mal krass gesagt : asiatische Männer sind am europäischen Markt nicht so der Renner wie zB Schwarzafrikaner und in vielen asiatischen Kulturen hat es Tradition , das arme Familien ihre Töchter "verkaufen" manchmal für ein paar Jahre , manchmal für immer . Die Hoffnung der Familie schwankt zwischen besseren Zeiten für die Familie - die Tochter zurück kaufen - oder besseres Leben durch Konkubinat , gefestigt durch die Geburt eines Sohnes - oder eben durch den Verkaufspreis für die Tochter .

Im Allgemeinen lernen auch nur Frauen "aus gewissen Kreisen" Weiße kennen - Ausnahmen bestätigen die Regel . Die armen Familien wissen sehr wohl um die Tätigkeit ihrer Töchter , doch nichts ist in einigen asiatischen Kulturen so wichtig wie das Gesicht zu wahren . Jeder weiß , was die Frauen machen , doch jeder spricht - wenn überhaupt - von einer "Haushaltstätigkeit in der großen Stadt" . Zur Freude vieler weißer Männer nimmt sie ihn mit zur Familie , um ihn dort als "Wohltäter" zu präsentieren , während er an eine Präsentation als Schwiegersohn glaubt . Es wird aber alles vermieden , was bei Nachbarn den Anschein erwecken könne , es sei eine Ehe/ein Schwiegersohn . Jeder weiß es - bei der burmesischen Familie auch - dass da eine Ehe besteht , aber alle tun so , als ob dem nicht so wäre . Und natütlich wird der Weiße meist verachtet - und im Gegensatz zum Landsmann kann sie es dem Mann auch noch durch ihr Verhalten zeigen ... affektiertes Verhalten und "Krankheiten" sind anerkannte dortige Verhaltensformen - manche davon aber nur bei weißen Männern .

Mal ganz abgesehen davon , dass wir auf viele asiatische Völker "merkwürdig" wirken und es für Frauen aus diesen Kulturkreisen nicht einfach ist , die Ehe mit dem Mann auszuführen , sind diese Frauen dazu angehalten , den "Gönner"ehemann ständig und laufend um Geld anzugehen - das ist ihr Arbeitsauftrag : die Familien zu sponsern . Persönliche Befindlichkeiten sind völlig unerheblich - selbst bei einem Landsmann im Konkubinat wären diese ständigen Betteleien an der Tagesordnung .

Was , wenn die Aufenthaltserlaubnis durch ist ? Das käme darauf an , ob die Frau alleine hier leben kann . Hartz IV und Familiennachzug ist da nicht so der Renner . Hartz IV ist nur im Zusammenhang mit "lohnenden" mit Männerbekanntschaften erstrebenswert . Solange es aber bei dem Ehemann noch was zu holen gibt - warum scheiden ? Leider habt Ihe keinen Einfluß darauf , ob sie ihn sein gesamtes Vermögen abnimmt - dann in die Heimat geht und sich dort einen Ehemann kaufen und ein burmesisches Leben führen kann .

Wenn Dein Verwandter nicht von alleine aufwacht - und da würde nur hier selbst lesen oder selbst nach asiatischen Traditionen googlen , entsprechende Fernsehberichte sehen - diese Form der Sklaverei für junge Frauen versuchen engagierte Frauen vor Ort abzuschaffen ... ansonsten nimmt das seinen Lauf .

Zwoelfe
Love all , trust a few and do wrong to none ...

... ich hab`mal gehört , der ist von Shakespeare - oder isses der Glückskeksspruch vom Chinamann nebenan ?
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Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitragvon suhan » 03.05.2014, 09:57

"[color=#BF0000]
CheshireCat hat geschrieben:CheshireCat


Diese zeigte sich zunächst sehr zurückhaltend, signalisierte ihm dann mit der Zeit immer mehr Zuneigung. Nach acht Jahren kam sie dann nach Deutschland zu Besuch – klar, dass mein Schwager für sie und ihre Schwester (war als Anstandswauwau dabei) sowohl beider Flüge, als auch ihren gesamten,mehrmonatigen Aufenthalt, Kleidung, Sprachkurs sowie Reisen quer durch Europa zu zahlen hatte. °

[color=#000080]Das war wohl das austesten, wie weit seine Finanzen standhalten für sie. Da er diesen Test offensichtlich bestanden hat, kam der nächste Schritt, dann der nächste.
Sie werden nicht aufgeben, bis er keinen Cent mehr hat und er wird dadurch emotional zugrunde gehen, im schlimmsten Fall wird er auch körperlich "zugrunde" gehen.
Da er bereits "zumacht wie eine Auster" wird ihm schon die Situation bewusst geworden sein, aber die Tragweite und die Hartnäckigkeit dieser Situation und dieser Frau wird er noch nicht abschätzen können. Er sitzt sozusagen in der Falle. Sie wird ihn ausbluten, bis nichts mehr von ihm übrig ist. Da er in deser emotionalen "Falle" schon über einen sehr langen Zeitraum sitzt, sozusagen also "süchtig" war nach dieser Frau und ihrer Nähe, wird es sehr schwer sein ihn auf "Entzug" zu setzen und ihm somit aus der Situation zu helfen.
...[/color]

"Himmel, was sollen wir bloß tun? Es geht uns vor allem darum, unseren Bruder/Schwager vor noch größerem Schaden zu bewahren. Wann immer wir aber versuchen, vorsichtig Bedenken anzumelden oder auch nur irgendetwas zu hinterfragen, was seine Frau mal wieder erzählt hat, klappt mein Schwager zu wie eine Auster. Er spricht zu uns nur noch über Belanglosigkeiten. Leider leben wir auch mehrere Tausend Kilometer voneinander entfernt, d.h. wir erfahren immer nur schlaglichtartig, was geschieht. Obwohl ich denke, das dies wohl kein klassischer Fall von Bezness ist, hoffe ich auf Euren Rat, wie man mit jemanden umgehen kann, der in so einer einseitig-abhängigen Beziehung steckt und gerade auf üble Weise finanziell wie emotional ausgebeutet wird.
@CheshireCat"[/color]

Vielleicht hätte er eine Chance aus der Sache rauszukommen, wenn er selbst "einsichtig" wäre ? Das bedeutete, dass man offen mit ihm darüber sprechen müsste, in welcher Situation er befindet und dass das nicht nur finanziellen Schaden für ihn bedeutet, es könnte noch viel mehr passieren !!!! Da die Frau von Anfang an so scharf auf sein Geld war und noch weiter ist, wird er nur auf dieser Ebene mit ihr was vereinbaren können. Meines Erachtens hört es sich so an, als wenn die Frau niemals für ihn Gefühle übrig gehabt hätte. Ein schüchterner Mann, der sich das alles leisten kann, was Frau will, ist doch ein gefundenes Fressen für so eine Person. Er denkt europäisch und sie in ihrer Kultur, das ist ja der Fehler, dass wir in D/E immer mit unseren Augen und Gefühlen in solche Situationen reinrasseln, die wir gar nicht abschätzen können.

Vorausgesetzt er würde das einsehen und die Sache beenden wollen - und nur dann gäbe es die Chance dazu -, könnte er innerhalb von 2 Jahren Ehedauer, die Ehe scheiden lassen und müsste ihr dann keine Anteile seiner Versorgung geben (so wäre es bei mir gewesen). Und sie hätte dann auch noch keinen "Bleibeanspruch" nach dieser Zeit. Er könnte sie ja mit einer Abfindung zu so einem Schritt "locken", falls er das überhaupt möchte und könnte.
Juristische Beratung sollte er sich auf alle Fälle holen, denn die scheint dringend nötig.
Nach 3 Jahren Ehe hat sie Anspruch auf das ganze "Packet", Bleiberecht in D, Unterhalt bis sie sich selbst erhalten kann (was nie der Fall sein dürfte), Anteile aus seiner Versorgung und sie kann dann jemand aus ihrer Heimat heiraten und ihn nach D bringen, der dann auch noch bleiben darf. Falls es noch Kinder gäbe zwischenzeitlich, wird es richtig heftig. Dann spielen die 3 Jahre gar keine Rolle mehr. Besser wird seine Situation in dieser Ehe nicht mehr!


Das wäre meine Einschätzung zu der Situation deines Verwandten, ich wünsche euch allen viel Glück, vielleicht liest er in diesem Forum und es hilft ihm dabei ein wenig klarer zu sehen.
LG
suhan
suhan
 

Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitragvon CheshireCat » 03.05.2014, 11:54

Hallo Never,

die Tausende Kilometer Entfernung beziehen sich darauf, dass mein Mann und ich nicht in Europa leben. Mein Schwager mit Frau lebt in Deutschland. Daher erfahren wir diese ganze Geschichte immer nur in Schlaglichtern bzw. von Dritten. Die Bemerkung sollte vor allem unterstreichen, dass wir nur bedingt "mal vorbeischauen" oder durch intensive Beziehungen Einfluss nehmen können. Leider!
CheshireCat
 

Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitragvon CheshireCat » 03.05.2014, 12:45

Zuerst einmal vielen lieben Dank an euch für euer herzliches Willkommen und eure ausführlichen Kommentare zu meiner Schilderung.

Irgendwie hatte ich es schon geahnt, dass es hier doch um Bezness geht. Nun, da hat offensichtlich jede Region in der Welt ihr eigenes "Geschäftsmodell". Puh, glücklich macht mich diese Erkenntnis gerade nicht. Insgeheim hatte ich noch gehofft, es könne sich "nur" um das klassische Missverständnis "Liebesehe vs. Versorgungsehe" handeln, womit sich ja unter gewissen Bedingungen leben ließe. Aber das...

Warum ich nicht von klassischen Bezness ausgegangen bin? Nun, das besagte Restaurant gibt es tatsächlich, es gehört der fraglichen Dame und wurde jahrelang von ihr geführt. Laut Erzählungen meines Schwagers war sie dort die Wohltäterin der ganzen Nachbarschaft und auch engagiert in einem japanischen Projekt, das in Burma Schulen baut. Diese letzte Story stimmt auch, denn mein Schwager hat den Projektleiter gesprochen, das ist alles seriös. Dieses soziale Engagement war es unter anderem auch, was mein Schwager an ihr schätzte.

Fakt ist aber auch, dass die Dame mit über Mitte dreißig, bestenfalls durchschnittlichem Aussehen und nicht allzu üppigen Finanzen bis letztes Jahr noch unverheiratet und kinderlos war. Was wohl in Burma - wie in vielen Teilen der Welt - bedeutet: eine Frau ohne Status und mit eher düsterer Zukunftsperspektive. Gut möglich, dass ihre plötzliche Zustimmung zur Hochzeit vor diesem Hintergrund und durchaus auch auf Drängen der Familie geschah.Dass sie auf H4, Unterhalt und spätere Heirat mit einem Burmesen spekuliert, denke ich nicht. Warum sollte sie, es läuft ja gerade ganz gut für sie. In seinem Bestreben, sie glücklich zu sehen, reißt sich mein Schwager ohnehin beide Arme aus. Ihr Beitrag zu einem glücklichen Zusammensein ist eher minimal - das würde ein burmesischer Mann nie im Leben mit sich machen lassen! Ich denke aber, dass sie baldigst weitere Mitglieder ihrer Familie nachholen wird. Und meinen Schwager weiterhin um Geld angehen wird.

In einem eurer Beiträge (von suhan, glaube ich) las ich das Wort "süchtig". Ja, das trifft das Verhalten meines Schwagers leider sehr gut. Wie ein Süchtiger hat er überhaupt kein Maß mehr dafür, was gut und was schlecht ist für ihn, investiert mehr und mehr Geld und Gefühle, isoliert sich von Außenstehenden und konzentriert alle Energie und Zeit auf seine "Sucht". Ihr - doch wohl auch für burmesische Verhältnisse - unsägliches und respektloses Verhalten erklärt er alles mit kulturellen Unterschieden "Das ist da eben so". Auch das Verschließen vor der Umwelt, das Sich-nicht-Eingestehen-Wollen-das-was-schiefläuft, das Gefühl der Scham gegenüber Dritten..... passt leider nur zu gut. Und wie bei jedem Süchtigen fehlt ihm momentan jede Einsicht in seine Abhängigkeit. Seufz!

So schwer es fällt, können wir uns im Moment wohl nur darauf beschränken, diese üble Geschichte mitanzusehen und ihm, wo es nur geht, moralisch den Rücken zu stärken. Zur Zeit geht es vor allem darum, die Verbindung zu ihm nicht gänzlich zu verlieren. Das heißt leider auch, dass wir das unsägliche Verhalten seiner Frau nicht zum Thema machen können. Ihr gegenüber sind wir freundlich, damit sie nicht etwa auf die Idee kommt, den Kontakt zu uns zu hintertreiben. Wie gesagt, wir wohnen nicht um die Ecke, d.h. wir sind darauf angewiesen, dass mein Schwager auf unsere Kontakte (Anrufe, Skype, Mail) reagiert. Nachdem ich durch eure Beiträge meinen schon länger gehegten Verdacht bestätigt sehe, werde ich beim nächsten Zusammentreffen aber ganz schön meine Zähne zusammenbeißen müssen.
CheshireCat
 

Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitragvon Dagmar » 03.05.2014, 13:15

Liebe CheshireCat,

es macht mich immer etwas traurig und auch hilflos, wenn hier Anfragen von Angehörigen eingestellt werden. Alle wissen was Sache ist - nur der oder die Betroffene nicht! Man würde doch so gern sachlich mit ihnen das Für und Wider dieser Beziehung diskutieren, Ungereimtheiten anführen oder einfach nur die Frage "Was gibst du, was erhälst du zurück?" klären. Geht alles nicht, weil er/sie ja ganz anders ist. Selbst wenn hier mitgelesen wird, werden offensichtliche Parallelen nicht gesehen und wenn doch, als Unfug abgetan.

Du hast völlig recht, der Versuch, deinem Schwager die Augen zu öffnen, würde unweigerlich zum Kontaktabbruch führen. Leider hat auch hier die Erfahrung gezeigt, dass das soziale Umfeld immer mehr schrumpft und der Betroffene am Ende allein mit dem Beznesser ist. Auch das ist gewollt! Bezness ist ja kein unbekanntes Thema mehr, wozu dieses Forum natürlich viel beigetragen hat, da kann es tatsächlich passieren, dass aus dem Bekannten- oder Familienkreis Äußerungen dazu gemacht werden. Deine Schwägerin geht ja auch zielstrebig in diese Richtung, sie hat zu seiner Familie nur bedingt guten Kontakt.

Liebe CheshireCat, ich wünsche dir ganz viel Kraft und hoffe, dass dein Man und du für den Schwager da seid, wenn er Hilfe braucht. Momentan kann ihm leider niemand helfen.

Allen ein sonniges Wochenende

Dagmar
Dagmar
 

Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitragvon suhan » 03.05.2014, 13:30

CheshireCat hat geschrieben:Zuerst einmal vielen lieben Dank an euch für euer herzliches Willkommen und eure ausführlichen Kommentare zu meiner Schilderung.

Irgendwie hatte ich es schon geahnt, dass es hier doch um Bezness geht. Nun, da hat offensichtlich jede Region in der Welt ihr eigenes "Geschäftsmodell". Puh, glücklich macht mich diese Erkenntnis gerade nicht. Insgeheim hatte ich noch gehofft, es könne sich "nur" um das klassische Missverständnis "Liebesehe vs. Versorgungsehe" handeln, womit sich ja unter gewissen Bedingungen leben ließe. Aber das...

Meines Erachtens auch ein Fall von Bezness, leider, sorry.....

So schwer es fällt, können wir uns im Moment wohl nur darauf beschränken, diese üble Geschichte mitanzusehen und ihm, wo es nur geht, moralisch den Rücken zu stärken. Zur Zeit geht es vor allem darum, die Verbindung zu ihm nicht gänzlich zu verlieren. Das heißt leider auch, dass wir das unsägliche Verhalten seiner Frau nicht zum Thema machen können. Ihr gegenüber sind wir freundlich, damit sie nicht etwa auf die Idee kommt, den Kontakt zu uns zu hintertreiben. Wie gesagt, wir wohnen nicht um die Ecke, d.h. wir sind darauf angewiesen, dass mein Schwager auf unsere Kontakte (Anrufe, Skype, Mail) reagiert. Nachdem ich durch eure Beiträge meinen schon länger gehegten Verdacht bestätigt sehe, werde ich beim nächsten Zusammentreffen aber ganz schön meine Zähne zusammenbeißen müssen.


@Du hast völlig Recht, ihm trotz allen Vorfällen seiner Ehefrau oder gerade deswegen, zu ihm zu stehen - was er auch dringend benötigt und noch benötigen wird - er steht mittendrinnen im Wald und sieht ihn vor lauter Bäumen nicht, das ist leider so in den meisten Fällen. Das aufschlagen auf dem Boden der Tatsachen ist dann umso härter.
Er ist momentan noch mit der Situation so beschäftigt und lässt sich nicht einmischen, was ja normal ist - wer verliert schon gerne sein Gesicht -, alles verständlich und ihr handelt ja völlig richtig, den Kontakt nicht abzubrechen, egal was im Hintergrund läuft.

Ich wünsche euch viel Kraft und Glück
!
LG
Suhan
suhan
 

Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitragvon suhan » 03.05.2014, 13:30

CheshireCat hat geschrieben:Zuerst einmal vielen lieben Dank an euch für euer herzliches Willkommen und eure ausführlichen Kommentare zu meiner Schilderung.

Irgendwie hatte ich es schon geahnt, dass es hier doch um Bezness geht. Nun, da hat offensichtlich jede Region in der Welt ihr eigenes "Geschäftsmodell". Puh, glücklich macht mich diese Erkenntnis gerade nicht. Insgeheim hatte ich noch gehofft, es könne sich "nur" um das klassische Missverständnis "Liebesehe vs. Versorgungsehe" handeln, womit sich ja unter gewissen Bedingungen leben ließe. Aber das...

Meines Erachtens auch ein Fall von Bezness, leider, sorry.....

So schwer es fällt, können wir uns im Moment wohl nur darauf beschränken, diese üble Geschichte mitanzusehen und ihm, wo es nur geht, moralisch den Rücken zu stärken. Zur Zeit geht es vor allem darum, die Verbindung zu ihm nicht gänzlich zu verlieren. Das heißt leider auch, dass wir das unsägliche Verhalten seiner Frau nicht zum Thema machen können. Ihr gegenüber sind wir freundlich, damit sie nicht etwa auf die Idee kommt, den Kontakt zu uns zu hintertreiben. Wie gesagt, wir wohnen nicht um die Ecke, d.h. wir sind darauf angewiesen, dass mein Schwager auf unsere Kontakte (Anrufe, Skype, Mail) reagiert. Nachdem ich durch eure Beiträge meinen schon länger gehegten Verdacht bestätigt sehe, werde ich beim nächsten Zusammentreffen aber ganz schön meine Zähne zusammenbeißen müssen.


@Du hast völlig Recht, ihm trotz allen Vorfällen seiner Ehefrau oder gerade deswegen, zu ihm zu stehen - was er auch dringend benötigt und noch benötigen wird - er steht mittendrinnen im Wald und sieht ihn vor lauter Bäumen nicht, das ist leider so in den meisten Fällen. Das aufschlagen auf dem Boden der Tatsachen ist dann umso härter.
Er ist momentan noch mit der Situation so beschäftigt und lässt sich nicht einmischen, was ja normal ist - wer verliert schon gerne sein Gesicht -, alles verständlich und ihr handelt ja völlig richtig, den Kontakt nicht abzubrechen, egal was im Hintergrund läuft.

Ich wünsche euch viel Kraft und Glück
!
LG
Suhan
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Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitragvon CheshireCat » 03.05.2014, 14:26

Liebe Dagmar, liebe Suhan,

vielen Dank für Eure klaren und mitfühlenden Worte. Ja, sogar mir fällt es gerade schwer, den Gedanken konsequent zu verfolgen, dass mein Schwager Opfer einer Beznesserin geworden ist. Aber je mehr ich darüber nachdenke, deste mehr Anzeichen für berechnendes Verhalten ihrerseits finde ich.

Zum Beispiel beobachtet sie sehr genau, wie welches Familienmitglied auf sie reagiert und passt ihr Verhalten entsprechend an. Dass sie insgesamt ausgesprochen servil und beflissen auftritt, hat wohl wirklich mit ihrem kulturellen Hintergrund zu tun. Soll heißen, mit der dortigen Sitte, dass jüngere Familienmitglieder die Älteren bedienen zu haben (sie scheucht wohl ihrerseits in ihrem Heimatland ihre jüngeren Geschwister auch ganz schön herum). Meine Schwiegermutter ist zusehends genervt von dem dauernden Herumgespringe und -gewiesele, sagt aber nichts. Aber mein Schwiegervater - ein Haustyrann vom alten Schlag und zudem inzwischen stocktaub - findet seine neue Schwiegertochter einfach toll. Endlich mal eine Frau nach seinem Geschmack, die - im Wortsinne - vor ihm kuscht, immer lächelt und ihn von vorne bis hinten bedient. Entsprechend bemüht sie sich um ihn in einer Weise wie es ihr bei ihrem eigenen Mann nie in den Sinn kommen würde. Mein Mann, dessen nicht gerade überbordende Sympathie für sie mitunter durchscheint, ist für sie eine Respektsperson, in dem Sinne, dass sie alles tut, um nicht sein Missfallen zu erregen. Ich bemühe mich, ihr auf freundlichem Fuß zu begegnen, aus den bereits angeführten Gründen. Inwieweit sie ahnt, dass wir ihr Verhalten durchschauen, weiß ich nicht. Aber ihr überaus vorsichtiges und bemühtes Verhalten uns gegenüber lässt schon darauf schließen, dass sie durchaus sieht, dass sie bei uns nicht allzu gute Karten hat.

Leider ist es so, dass meine Schwiegereltern mich als Schwiegertochter nie mochten - zu groß, zu direkt und selbstbewusst, "links" und dann noch evangelisch!. Ihre neue Schwiegertochter hingegen ist endlich so, wie sie sich das immer vorgestellt haben (naja, katholisch ist sie auch nicht... :? ). Dass die Dame ihren Sohn bereits gnadenlos ausnimmt und sich auch überhaupt nicht wie eine liebevolle Partnerin verhält, wird vollkommen ignoriert. Somit ist von dieser Seite leider überhaupt keine Unterstützung zu erwarten. Zur Zeit sind mein Mann und ich wohl die einzigen, die diese Beziehung mit ordentlicher Skepsis betrachten. Alle anderen Familienmitglieder bekommen seitens meines Schwagers und meiner Schwiegereltern diese Ehe nur in den sonnigsten Farben geschildert. Wir stehen da also etwas auf verlorenem Posten.

Danke für euren guten Wünsche! Ja, es sicher einiges an Kraft und Nerven kosten, dabei zuzusehen, wie das (vorhersehbare) Unglück seinen Lauf nimmt. Wir sind aber fest entschlossen, auf gar keinen Fall den Kontakt zu meinem Schwager abbrechen zu lassen, daher heißt es nur leise mit den Zähnen knirschen und der Dame auch weiterhin unser bestes Haifischlächeln zu zeigen.
CheshireCat
 

Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitragvon Nilopa » 03.05.2014, 14:43

Hallo CheshireCat,

Du hast geschrieben:
Aber mein Schwiegervater - ein Haustyrann vom alten Schlag und zudem inzwischen stocktaub - findet seine neue Schwiegertochter einfach toll. Endlich mal eine Frau nach seinem Geschmack, die - im Wortsinne - vor ihm kuscht, immer lächelt und ihn von vorne bis hinten bedient.

Naja, sie weiß vielleicht, dass bei ihm auch noch Einiges an finanziellen Zuwendungen zu ergattern wäre. :roll:

Vielleicht hat sie ja sogar bereits die ein oder andere Verwandte/Bekannte im Sinn, die sie ihm gerne vorstellen möchte. :mrgreen:
oder auch Dein eigener Mann (jeder Mann?) wäre möglicherweise ein lohnendes Ziel? :shock:

Warum auch nicht? Es wäre in "beznesserischem Sinn" nur konsequent und logisch. :evil:

8) LG Nilopa
»Your rights matter because you never know when you're going to need them.« – Edward Snowden-
Nilopa
 
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Registriert: 30.10.2009, 18:05

Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitragvon CheshireCat » 03.05.2014, 14:57

Beim Niederschreiben meines letzten Beitrags ist mir übrigens erst klar geworden, wie stark diese üble Geschichte mich mitnimmt. Und wie oft sie bei meinem Mann und mir Thema ist, denn er hatte immer ein ausgesprochen enges Verhältnis zu seinem "kleinen" Bruder.

Vielen Dank, dass ich mich hier mit euch austauschen darf! Irgendwann zweifelt man ja an seiner eigenen Wahrnehmung bzw. muss zu seinem eigenen Erstaunen sehen, dass tatsächlich Bezness ganz plötzlich in der eigenen Familie stattfindet. Gut auch zu sehen, dass ich mit meiner Einschätzung wohl nicht verkehrt liege - wenn mich auch ein Irrtum meinerseits insofern glücklicher gemacht hätte, dass dies eben nicht hieße, dass mein Schwager in sein Unglück läuft.

Mit der Tatsache, dass mir seitens meiner Schwiegereltern eine waschechte Beznesserin als ideale Schwiegertochter präsentiert wird, muss ich wohl leben. Aber da sind dann wiederum ein paar tausend Kilometer Entfernung von Vorteil. 8)
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Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitragvon Nilopa » 03.05.2014, 16:12

Und wie oft sie bei meinem Mann und mir Thema ist, denn er hatte immer ein ausgesprochen enges Verhältnis zu seinem "kleinen" Bruder.
Sein "kleiner" Bruder könnte Deinem Mann evt. auch langsam mal ein bißchen mehr "egal" sein.

Der "Kleine" bereist Burma immerhin seit mehr als zehn Jahren und sollte daher eigentlich längst am besten wissen,
wie "Land und Leute" dort funktionieren. Er wird auch am besten wissen, warum er die "Exotinnen" so sehr schätzt,
dass er sein Geld dort so "großzügig investiert" :roll: hat.

Hätte er Euch tatsächlich selbst um Hilfe gebeten, wäre es eher zu verstehen. :wink:
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Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitragvon CheshireCat » 03.05.2014, 16:49

Nilopa hat geschrieben:
Und wie oft sie bei meinem Mann und mir Thema ist, denn er hatte immer ein ausgesprochen enges Verhältnis zu seinem "kleinen" Bruder.
Sein "kleiner" Bruder könnte Deinem Mann evt. auch langsam mal ein bißchen mehr "egal" sein.

Der "Kleine" bereist Burma immerhin seit mehr als zehn Jahren und sollte daher eigentlich längst am besten wissen,
wie "Land und Leute" dort funktionieren. Er wird auch am besten wissen, warum er die "Exotinnen" so sehr schätzt,
dass er sein Geld dort so "großzügig investiert" :roll: hat.

Hätte er Euch tatsächlich selbst um Hilfe gebeten, wäre es eher zu verstehen. :wink:



Hallo Nilopa,

da habe ich wohl etwas mißverständlich formuliert, denn offenbar liest Du aus meinem Beitrag heraus, dass sich mein Mann als "großer Bruder" verpflichtet fühlt, auf "den Kleinen" aufzupassen. So ist es aber nicht, und es liegt uns bestimmt auch fern, für meinen Schwager Entscheidungen treffen oder ihm in seine Lebensführung hineinreden zu wollen. Das könnten wir ohnehin nicht.

Ja, er sollte tatsächlich "am besten wissen", wie Land und Leute funktionieren. Da er aber leider mittendrin in einer Bezness-Geschichte steckt, will er all das aber gar nicht so genau wissen. Und genau dieses tatsächlich stark an eine Sucht erinnernde Verhalten macht uns große Sorgen.

Warum uns diese Geschichte besonders nahe geht: wir leben aufgrund des Berufs meines Mannes seit mehreren Jahren im außereuropäischen Ausland. In diversen Ländern, minimal für ein, maximal für drei Jahre. Die Folge eines solchen Expat-Lebens ist, dass nur wenige Freund- und Bekanntschaften vor Ort über den Einsatz hinaus bestehen bleiben. Die Familie und alte Freunde zu Hause bekommen so eine ganz andere, viel wichtigere Bedeutung für einen. Daher schmerzt es dann doppelt, wenn eine jahrelange, ausgesprochen gute Beziehung unter Brüdern durch Bezness zerstört wird.
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Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitragvon Nilopa » 03.05.2014, 17:13

Laut Erzählungen meines Schwagers war sie dort die Wohltäterin der ganzen Nachbarschaft und auch engagiert in einem japanischen Projekt, das in Burma Schulen baut. Diese letzte Story stimmt auch, denn mein Schwager hat den Projektleiter gesprochen, das ist alles seriös.

Warum sollte der Projektleiter oder ein anderer Nachbar ihm gegenüber etwas anderes sagen,
sonst wären wohl logischerweise weitere finanzielle Zuschüsse durch den Schwager und seine Burmesin ausgeblieben!

Sie ist sozusagen diejenige, welche den "Zapfhahn" zur europäischen Geldquelle fest im Griff hat. :oops:
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Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitragvon CheshireCat » 03.05.2014, 17:22

Nilopa hat geschrieben:
Laut Erzählungen meines Schwagers war sie dort die Wohltäterin der ganzen Nachbarschaft und auch engagiert in einem japanischen Projekt, das in Burma Schulen baut. Diese letzte Story stimmt auch, denn mein Schwager hat den Projektleiter gesprochen, das ist alles seriös.

Warum sollte der Projektleiter oder ein anderer Nachbar ihm gegenüber etwas anderes sagen,
sonst wären wohl logischerweise weitere finanzielle Zuschüsse durch den Schwager und seine Burmesin ausgeblieben!


Hallo Ngilopa,

mein Schwager hat mit dem japanischen Projektleiter gesprochen und sie haben gemeinsam eine der durch das Projekt errichteten Schulen besucht. Daher weiß mein Schwager übrigens auch, wieviel es kostet, in dem Land eine Schule zu bauen und einzurichten (s. mein Eingangspost). An dem Projekt ist er nicht finanziell beteiligt, er "durfte" nur für die unmittelbare Verwandtschaft seiner Frau zahlen. Mit dem Japaner konnte sich mein Schwager auch direkt - auf Englisch - unterhalten, eine "kreative" Übersetzung durch Dritte Diese eine Geschichte ist wohl "echt".
Nach allem, was ich hier so im Forum gelesen habe, ist es aber wohl nicht so unüblich, dass ein Beznesser wahre, nachprüfbare Geschichten mit seinen persönlichen Märchen vermischt.
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Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitragvon Nilopa » 03.05.2014, 17:52

Erstaunt es Dich also umso mehr, dass sie das alles nun aufgegeben zu haben scheint? :?
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Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitragvon Nilopa » 03.05.2014, 18:20

...und egal, ob bei ihrer Wohltätigkeit/Engagement auch so mancher Euro geflossen ist,
dies ist vermutlich vielmehr Bestandteil einer "Gesichtswahrungstaktik",
deren Bedeutung weiter oben von userin Zwoelfe schon dargelegt wurde.

So gesehen, wird der Aufenthalt in Europa in ihrer Heimat evt. als weitergehendes soziales Engagement (z.B. Werben für Spendengelder) verschleiert werden,
nebst "Haushaltstätigkeit im europäischen Ausland", somit wäre eine "ehrenvolle" Rückkehr nach ein paar Jahren durchaus noch denkbar.

Und wer weiß, vielleicht eröffnet sie ja ein burmesisches Restaurant in D, mithilfe der finanziellen Unterstützung des Schwagers doch durchaus auch denkbar?!
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