Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Austausch über gemachte Bezness - Erfahrungen in diesem Kontinent

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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitragvon leva » 22.07.2014, 23:59

coralia hat geschrieben:Ich kann natürlich nicht beurteilen, ob er so ein interesse hat oder nicht, es wäre schön, wenn das so wäre, nur stellt sich die frage, warum er bisher eben nicht bemüht war, seinen Horizont zu erweitern, deshalb meine bedenken in bezug auf "das muss dann schon von ihm selbst kommen". Mir stößt es ein wenig sauer auf, dass du ihn in seinem jetzigen "ungebildeten zustand" keinesfalls heiraten würdest. Hm. Wann würdest du denn " ja" sagen? Wenn er dir drei vhs- zertifikate vorgelegt hat und die Süddeutsche Zeitung abonniert hat? Verstehst du, worauf ich hinaus will? Ich finde, diese haltung hat so einen touch von oben herab.

Coralia


Ist das eine Antwort auf meinen Beitrag von gestern?
Wenn ja,warum soll eine deutsche Frau nicht etwas erwarten u. fordern? Soll sie nur staendig demuetig alles hinnehmen,damit so etwas ,wie eine Beziehung zustande kommt?
Die Maenner "aus fremden Kulturen" fordern/wollen doch auch etwas.
Ich finde,ein gewisser Anspruch der Frau an den Einsatz des Mannes ist da legitim.
Mich wundert es eher,das viele Frauen so gar keine Ansprueche an die Maenner haben,die sie ins Land holen wollen.
Die Idee den einen o. anderen VHS Kurs zu absolvieren finde ich gut .Ueber die Auswahl der Lektuere kann man streiten,aber warum soll er nicht i-wann in der Lage sein Zeitung/online zu lesen?
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitragvon Ukasa » 23.07.2014, 09:44

leva hat geschrieben:Ist das eine Antwort auf meinen Beitrag von gestern?
Wenn ja,warum soll eine deutsche Frau nicht etwas erwarten u. fordern? Soll sie nur staendig demuetig alles hinnehmen,damit so etwas ,wie eine Beziehung zustande kommt?
Die Maenner "aus fremden Kulturen" fordern/wollen doch auch etwas.
Ich finde,ein gewisser Anspruch der Frau an den Einsatz des Mannes ist da legitim.
Mich wundert es eher,das viele Frauen so gar keine Ansprueche an die Maenner haben,die sie ins Land holen wollen.
Die Idee den einen o. anderen VHS Kurs zu absolvieren finde ich gut .Ueber die Auswahl der Lektuere kann man streiten,aber warum soll er nicht i-wann in der Lage sein Zeitung/online zu lesen?


Liebe leva,
wir sind uns doch total einig!? Natürlich habe ich Erwartungen an meinen Partner - unabhängig davon, ob er aus Deutschland, Zimbabwe, Papua-Nueguinea oder Sri Lanka kommt. Wie bereits geschrieben, erwarte ich doch auch Einsatz von ihm. Das erwarte ich im Übrigen schon die ganze Zeit - als ich in Sri Lanka war und genauso zurück in Deutschland.
Sollte unsere Beziehung von Dauer sein, so habe ich natürlich auch Ansprüche, an den Mann, "den ich mir ins Land hole". Aber auch das habe ich bereits geschrieben.
VHS-Kurse darf er dann natürlich belegen so viele er will. Natürlich als erstes den Deutsch-Kurs. ;) Ob er dann die SZ, FAZ oder den Kicker liest, ist mir ziemlich egal - solange es nicht die BILD ist. ;)
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitragvon Efendi II » 23.07.2014, 09:54

Ukasa hat geschrieben:VHS-Kurse darf er dann natürlich belegen so viele er will. Natürlich als erstes den Deutsch-Kurs. .

Den Deutschkurs sollte er allerdings schon in Sri Lanka absolvieren, denn ohne Deutschkenntnisse wird das nichts mit einem Visum zum dauerhaften Verbleib in Deutschland.
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitragvon Ukasa » 23.07.2014, 10:03

Efendi II hat geschrieben:Den Deutschkurs sollte er allerdings schon in Sri Lanka absolvieren, denn ohne Deutschkenntnisse wird das nichts mit einem Visum zum dauerhaften Verbleib in Deutschland.


Wie du sicherlich weißt, ist für die Einreise lediglich A1 nötig, dass das für den Alltag hinten und vorne nicht reicht, dürfte dir ja auch bewusst sein, oder?
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitragvon Nilopa » 26.07.2014, 20:23

hallo Ukasa,

Du hast geschrieben:
Er hat jetzt nich unbedingt den "Drive" eine hohe Position einzunehmen, aber er hätte z.B. den Willen selbstständig zu arbeiten, nur ist das eben für ihn nicht möglich...
Und genau das ist/wird eben das für Euch beide (leider) unlösbare Problem.

...Dass er auf dich nach meiner Beschreibung eher lahm und schlapp wird, liegt wohl daran, dass ich nicht seine gesamte Lebensgeschichte hier erklären kann. Aber gemessen, an den Umständen unter denen er aufgewachsen ist und den Unwidrigkeiten gegen die er sich schon in jungen Jahren wehren musste, sehe ich ihn ganz und gar nicht antriebslos oder lahm. Das, wo er heute steht, (dass er überhaupt Arbeit hat und damit seine Familie ernähren kann und im Dorf als absolute Vertrauensperson angesehen wird) das hat er sich selber über die Jahre erarbeitet. Das ist für mich auch Drive.

Das was für ihn also wirklich wichtig ist, was ihm den "Drive" gibt, seine Familie, sein Dorf wird ihm auf Dauer fehlen
und hier in D wird er infolgedessen (leider) wohl doch nur zum "drive-losen 0815Kellner" verkümmern.
Also zählt dann hier für ihn und die Daheimgebliebenen schlussendlich auch nur noch das Geld, das er in die Heimat wird senden können.

Ansonsten bleibt nur Euer Wunsch zum Zusammenleben als "Motivationsdrive"
und da auch Du, wie so viele andere Frauen vor Dir, trotz aller Liebe,
ihm seine Heimat (leider) auf Dauer kaum ersetzen können wirst :? ,
läuft es vermutlich, früher oder später, trotz seiner Gutmütigkeit, auf Bezness hinaus. :( :( :shock: :evil:

Willst Du Dir und ihm das wirklich antun? :?
8) LG Nilopa
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitragvon Nilopa » 26.07.2014, 20:51

Ukasa hat geschrieben:
Efendi II hat geschrieben:In der nunmehr über dreißig Jahren andauernden Eheführung mit einer srilankischen Staatsangehörigen ist mir in der umfangreichen Bekanntschaft dieser Community jedenfalls bislang kaum ein srilankischer Mann untergekommen, der mit seiner deutschen Frau viel länger verheiratet war, als es für den Erhalt des unbefristeten Aufenthalts oder zur Einbürgerung nötig gewesen wäre.


Ich meine, von dir schon einmal hier gelesen zu haben, dass du mehrere Paare in der Konstellation D-Mann und SL-Frau kennst, bei denen es (wie ja ansceinend bei dir auch) klappt. Wo glaubst du liegen da die Gründe? Was ist so anders an der Konstellation SL-Mann und D-Frau? Klar, Männer in Sri Lanka haben einen höheren Stand als Frauen und mehr Freiheiten, aber gibt es noch etwas, das darüber hinaus geht, was ich nicht im Blick habe?...

Es liegt mir zwar fern, Effendi in Schutz nehmen zu wollen, aber dass Frauen aus patriarchal geprägten Systemen,
bereits ein Leben lang gelernt haben, sich dem Mann unterzuordnen,
ist nunmal Tatsache und von daher durchaus eine wesentlich andere Ausgangslage. :(

Außerdem ist es wohl kaum üblich, dass eine erfolgreiche Beznesserin in ihr Heimatland zurückkehren wird,
weil sie sich dort dann einen wesentlich jüngeren "unbefleckten Jungmann" durch den höheren finanziellen background erst leisten könnte.
Was also nicht systemimmanent ist, also nicht Ziel ist, kann auch nicht zum Problem werden. :wink:

Asiatinnenen haben traditionell oft andere Methoden gelernt, ihre Interessen meist dennoch durchzusetzen,
schließlich lassen auch Männer wie Effendi dann doch so Einiges an Geld und/oder sonstigen materiellen Zuwendungen bei den Herkunftsfamilien. :idea:
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitragvon Efendi II » 26.07.2014, 23:32

Nilopa hat geschrieben:Es liegt mir zwar fern, Effendi in Schutz nehmen zu wollen, aber dass Frauen aus patriarchal geprägten Systemen, bereits ein Leben lang gelernt haben, sich dem Mann unterzuordnen, ist nunmal Tatsache und von daher durchaus eine wesentlich andere Ausgangslage.

Du kennst weder meine Frau und anscheinend auch nicht viele andere Asiatinnen.

...schließlich lassen auch Männer wie Effendi dann doch so Einiges an Geld und/oder sonstigen materiellen Zuwendungen bei den Herkunftsfamilien.

Woher willst du das wissen ?
Leider ist es eher umgekehrt, die Mitglieder der Familie meiner Frau sind jedenfalls in der Lage, mir und meiner Frau häufiger einen Urlaubsaufenthalt zu finanzieren, als wir es uns selbst leisten könnten.

Man sollte wirklich mal mit der Legende aufräumen, dass es sich bei allen Bewohnern in Drittweltländern um arme Schlucker handelt.
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitragvon coralia » 27.07.2014, 12:11

leva hat geschrieben:
coralia hat geschrieben:Ich kann natürlich nicht beurteilen, ob er so ein interesse hat oder nicht, es wäre schön, wenn das so wäre, nur stellt sich die frage, warum er bisher eben nicht bemüht war, seinen Horizont zu erweitern, deshalb meine bedenken in bezug auf "das muss dann schon von ihm selbst kommen". Mir stößt es ein wenig sauer auf, dass du ihn in seinem jetzigen "ungebildeten zustand" keinesfalls heiraten würdest. Hm. Wann würdest du denn " ja" sagen? Wenn er dir drei vhs- zertifikate vorgelegt hat und die Süddeutsche Zeitung abonniert hat? Verstehst du, worauf ich hinaus will? Ich finde, diese haltung hat so einen touch von oben herab.

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Ist das eine Antwort auf meinen Beitrag von gestern?
Wenn ja,warum soll eine deutsche Frau nicht etwas erwarten u. fordern? Soll sie nur staendig demuetig alles hinnehmen,damit so etwas ,wie eine Beziehung zustande kommt?
Die Maenner "aus fremden Kulturen" fordern/wollen doch auch etwas.
Ich finde,ein gewisser Anspruch der Frau an den Einsatz des Mannes ist da legitim.
Mich wundert es eher,das viele Frauen so gar keine Ansprueche an die Maenner haben,die sie ins Land holen wollen.
Die Idee den einen o. anderen VHS Kurs zu absolvieren finde ich gut .Ueber die Auswahl der Lektuere kann man streiten,aber warum soll er nicht i-wann in der Lage sein Zeitung/online zu lesen?


Nein leva, ich habe nicht dich angesprochen sondern die TE
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitragvon Ukasa » 27.07.2014, 12:38

Hallo Nilopa, vielen Dank für deinen Kommentar.

Nilopa hat geschrieben:Das was für ihn also wirklich wichtig ist, was ihm den "Drive" gibt, seine Familie, sein Dorf wird ihm auf Dauer fehlen


Das hast du teilweise falsch verstanden. Den "Drive" hat er nicht von seiner Familie oder seinem Dorf bekommen. Ich habe versucht zu beschreiben, wo in meinen Augen der "Drive" in ihm selber liegt. Und das ist, dass er sich trotz seiner bescheidenen Familienverhältnisse und seiner eher unschönen Kindheit und trotz der eingeschränkten wirtschaftlichen Möglichkeiten mit Geduld dorthin gebracht hat, wo er ist. Das ist als Kellner in einem einfachen Restaurant aus objektiven Maßstäben zwar nicht der Knaller, aber eben gemessen an dem, wo er nach Abschluss der Schule stand, eben nicht so schlecht.
Natürlich ist seine Familie, allen voran seine Mutter, wichtig für ihn und natürlich findet sein gesamtes soziales Leben in seinem Dorf mit seinen Freunden statt. Inwieweit sich das durch soziale Kontakte in Deutschladn ersetzen lässt, kann nur er wissen.

und hier in D wird er infolgedessen (leider) wohl doch nur zum "drive-losen 0815Kellner" verkümmern.


Ich möchte wirklich mal wissen, warum hier pauschal über ganze Berufsstände geurteilt wird?

Also zählt dann hier für ihn und die Daheimgebliebenen schlussendlich auch nur noch das Geld, das er in die Heimat wird senden können.

Für die Daheimgebliebenen auf jeden Fall. Das erwartet jede Familie, die ein Mitglied im Ausland hat. Aber warum soll für ihn nur das Geld zählen, das er nachhause schickt?

Ansonsten bleibt nur Euer Wunsch zum Zusammenleben als "Motivationsdrive"
und da auch Du, wie so viele andere Frauen vor Dir, trotz aller Liebe,
ihm seine Heimat (leider) auf Dauer kaum ersetzen können wirst :? ,
läuft es vermutlich, früher oder später, trotz seiner Gutmütigkeit, auf Bezness hinaus. :( :( :shock: :evil:


Das sind alles Zukunftsszenarien, die man doch jetzt kaum beantworten kann?

Mir geht es doch eher darum zu wissen, wie ich im Hier und Jetzt herausfinden kann, ob er wirklich derjenige ist, für den ich ihn halte. Hinsichtlich seines Besuches freue ich mich ferner über Tipps, an welchen Anzeichen ich wichtige Veränderungen in ihm feststellen kann und auf was ich aufpassen sollte (es kam ja z.B. schon der Tip mit den Kontoauszügen und Krankenversicherung).
Die von euch genannten Probleme, die bei einem möglichen Zusammenleben in Deutschland entstehen können, sind mir durchaus bewusst. Ich bewege mich sehr viel in internationalen Kreisen und habe sehr viele bi-nationale Beziehungen um mich herum erlebt. Einige davon funktionieren wunderbar, andere sind schon lange gescheitert. Ich weiß, dass eine Beziehung auf Augenhöhe stattfinden muss. Aber ich bin hier doch nicht in einem Beziehungsratgeber-Forum, sondern in einem Forum gegen Bezness.
Daher die Frage: Rede ich mir nur ein, dass er ganz anders ist? Oder ist er tatäschlich die Nadel im Heuhaufen?

Noch ein paar Anknüpfungspunkte, warum ich glaube, dass er ein Guter ist:

- in den vielen Monaten, die wir tatsächlich zusammen verbracht haben, hat er sich nie etwas zu schulde kommen lassen. Er hat z.B. keine geheimen Unterhaltungen über Telefon oder Internet geführt. Immer, wenn ich spontan bei seiner Arbeit aufgetaucht bin, war er auch tatsächlich dort und hat gearbeitet. Mit nur wenigen Ausnahmen hat er seine gesamte Freizeit mit mir verbracht.
- im Rahmen seiner Möglichkeiten hat er für Transport und Essen selber gezahlt bzw. mich eingeladen.
- die Idee mich zu besuchen hat nicht er vorgebracht, sondern ich. Er war anfangs nur wenig motiviert es zu probieren, weil er davon ausgegangen ist, dass er sowieso kein Visum kriegen würde (auf Grundlage der Erfahrungen seiner Freunde und Bekannten). Als wir das ganze Unternehmen dann aber in Angriff genommen haben, hat er sich gut und elbststsändig um die Dinge gekümmert, die von ihm für den Antrag benötigt wurden.
- zwischendrin hatten wir einen größeren Streit, der ihm sehr nahe gegangen ist. Kurzentschlossen - so wie er in solchen Situationen häufig ist - hat er in seinem Haus die Tüte mit den Visumsunterlagen in Brand gesetzt. Er hat vorher nicht reingeguckt, was drin ist, sondern das Zeug einfach angezündet. Das zeigt für mich, dass es ihm nicht um den Zugang nach Europa ging/geht.
- ab und zu "überprüfe" ich, ob er tatsächlich zuhause ist, wenn er sagt, dass er zuhause ist bzw. ob er arbeitet, wenn er sagt, dass er bei der Arbeit ist. Bisher hat es auch immer gestimmt, was er gesagt hat.
- er hat die gesamte Zeit mein Foto als Hintergrund auf seinem Telefon.
- ich habe alle seine Passwörter (Skype, Facebook, E-Mail) und kann in den Unterhaltungen nichts finden, was auf Bezness, Lügengeschichten oder Frauengeschichten (abgesehen von Punkt 2 in der nächsten Aufzählung) hinweist.
- er hilft mir extrem beim Lernen des Singhalesischen und hat mir auch das Lesen und Schreiben beigebracht

Punkte, die mich zweifeln lassen:
- bevor wir zusammen kamen, hatte es ihm eine Touristin ein bisschen angetan. Sie war nicht an ihm interessiert, aber er hat versucht mit ihr in Kontakt zu kommen. Sie war recht wohlhabend und 10 Jahre älter als er
- durch Zufall habe ich mitgekriegt, dass er sich auf Facebook viel mit einer anderen Touristin unterhalten hat (als wir schon länger zusammen waren) und mich in den vielen Unterhaltungen mit keinem Wort erwähnt hat. Der Kontakt zu dieser Frau besteht allerdings nicht mehr.
- seine Mutter ist extrem sauer auf ihn geworden als er die Tüte mit den Visums-Sachen verbrannt hat und hat mich wohl als so etwas wie ein "Goldstück" bezeichnet. Ob sich das jetzt auf mein Geld bzw. meine Herkunft oder meinen positiven Einfluss auf ihren Sohn bezieht, weiß ich nicht. Mit positiven Einfluss meine ich, dass er mit dem Rauchen aufgehört hat, keinen Arrak mehr trinkt und kaum noch auf Partys geht. Außerdem halte ich ihn auch davon ab, sich irgendwelche komischen Sachen zu tätowieren, was seine Mutter sehr freut. ;)
- ganz allgemein unsere Situation: ich: wohlhabend aus Europa, er: arm aus Sri Lanka.

Ich freue mich weiterhin auf eure (kritischen) Anmerkungen und Kommentare.
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitragvon Efendi II » 27.07.2014, 13:14

Ukasa hat geschrieben:Kurzentschlossen - so wie er in solchen Situationen häufig ist - hat er in seinem Haus die Tüte mit den Visumsunterlagen in Brand gesetzt. Er hat vorher nicht reingeguckt, was drin ist, sondern das Zeug einfach angezündet. Das zeigt für mich, dass es ihm nicht um den Zugang nach Europa ging/geht.

Die Srilankis haben eine besondere Beziehung zum Feuer.

Da wird ständig herumgekokelt und wo man sich hier in Deutschland
bei irgendwelchen Differenzen schlimmstenfalls beschimpft oder vor Gericht zieht, brennt man in Sri Lanka seinem Kontrahenten doch lieber gleich mal die Bude ab.
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitragvon Nilopa » 27.07.2014, 17:47

Hallo Ukasa,

Du hast geschrieben:
Das sind alles Zukunftsszenarien, die man doch jetzt kaum beantworten kann?

Mir geht es doch eher darum zu wissen, wie ich im Hier und Jetzt herausfinden kann, ob er wirklich derjenige ist, für den ich ihn halte.

Ich wollte Dir damit lediglich darlegen, dass er im Hier und Jetzt und auch bei seinem 6-wöchigen Aufenthalt
durchaus ein "Guter" sein kann, er sich aber leider trotzdem später als Beznesser herausstellt. :(

Mann wird nicht als Beznesser geboren, aber die Erfahrung zeigt,
dass sich auch die "Guten" leider allzuoft später dann doch als die "Unguten" entpuppen. :shock:

Folglich solltest Du Dir trotzallem "Guten" darüber im Klaren sein, dass alles,
was Du in Deinen Singhaya an Zeit, Geld und Energie investierst,
Du möglicherweise indirekt auch in seine zukünftige (systemimmanente) singhalesische Braut investieren wirst. :roll:

...oder stellst Du Dir vor, so etwas eventuell dann doch noch irgendwie verhindern zu können? :?

Falls Du ihn aber ohne Zukunftsvisionen, also just4fun für die 6 Wochen herholen möchtest, sind Dir die Gefahren ja (nun) weitgehend bekannt,
eine ungewollte Schwangerschaft aufgrund manipulierter Kondome oder sonstiger mangelhafter Verhütung inklusive?!?
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitragvon Tonopah » 27.07.2014, 18:17

Die Punkte, die Du nennst, die Dich zweifeln lassen, würden mich auch zweifeln lassen; und zwar sehr.
Auch eure Kennenlerngeschichte (er reist mit Dir herum, braucht -angeblich- seine kompletten Ersparnisse dafür auf und ab diesem Zeitpunkt zahlst dann Du...) hat mich schon aufhorchen lassen, ich kann mir nicht vorstellen dass er, gerade arbeistlos geworden, so etwas tun würde/sich leisten könnte, und wenn, dann nur als Investition in sein"Goldstück". Oder hab ich da was in Deiner Geschichte falsch verstanden?

Social Network Accounts kann er zigfach haben und Dir nur die erwünschten Passwörter geben.

Und ja, ich glaube Du hast AMIGA, und ich glaube Du bist so verliebt dass Du irgendwann über all das "erst einmal" hinwegsehen wirst und in eine Katastrophe rennst. Es kann ja gut sein dass er Dich gut leiden kann; aber für dich wird es immer ein Ding der Unmöglichkeit sei,n herauszufinden was er für Dich empfindet.

Das geht doch auch jedem hiesigen Millionär so dem sich hübsche Frauen nähern (die sich sicher auch im besten LIcht präsentieren) - und für ihn bist Du so ein Millionär, ein glatter Lottogewinn den er vor Augen hat.

Stell Dir vor Du lebst mit deiner Familie, mit Deiner Dorfgemeinschaft in einem armen, kriegsgebeutelten Land, du kämpfst jeden Tag, stehst zig Ängste aus; und dann kommt ein netter lieber Mann, der Dich in ein modernes Land mit allen Annehmlichkeiten, ohne Hunger, Geldnot und Krieg mitnehmen könnte? Und von dort kannst du dann sogar noch Deine Familie, sogar Dein ganzes Dorf versorgen? Wer könnte denn da widerstehen?

Nicht dass ich so berechnendes Verhalten entschuldigen möchte, ich möchte nur dass du dich in ihn hineinversetzt.
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitragvon Nilopa » 27.07.2014, 22:48

...Efendi II hat geschrieben:
Wir haben unsere Nichten und Neffen in Sri Lanka während ihrer Ausbildung ebenfalls nach Kräften unterstützt
.....

q.e.d., wie ich bereits weiter oben schrieb:
"Asiatinnenen haben traditionell oft andere Methoden gelernt, ihre Interessen meist dennoch durchzusetzen,
schließlich lassen auch Männer wie Effendi dann doch so Einiges an Geld und/oder sonstigen materiellen Zuwendungen bei den Herkunftsfamilien."

Dies nur so am Rande, denn es geht hier ja eigentlich nicht persönlich um Efendi II :roll:
und auch nicht um andere "asian attracted white guys", sondern um Ukasa und deren Singhaya :wink:
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitragvon Efendi II » 28.07.2014, 12:50

Nilopa hat geschrieben:
...Efendi II hat geschrieben:
Wir haben unsere Nichten und Neffen in Sri Lanka während ihrer Ausbildung ebenfalls nach Kräften unterstützt
.....

q.e.d., wie ich bereits weiter oben schrieb:

Vielleicht hätte ich dazuschreiben sollen:
"...so wie unsere Nichten und Neffen in Deutschland auch...!"
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitragvon Candy » 28.07.2014, 14:06

Nilopa hat geschrieben:...Efendi II hat geschrieben:
Wir haben unsere Nichten und Neffen in Sri Lanka während ihrer Ausbildung ebenfalls nach Kräften unterstützt


Ich weiss gar nicht, warum das hervorgehoben werden musst?
Wenn man, wie es bei Effendi wohl der Fall ist, viele Jahre verheiratet ist, dann ist es doch normal,
Neffen und Nichten zu unterstützen, damit sie eine gute Schulausbildung geniessen können.
Zumal hier die Möglichkeit des Organisierens besteht, damit das Geld wirklich an die richtige Stelle (Schule etc.) kommt
und nicht in irgend welche dubiosen und dunkle Kanäle fliesst.
Liebe Grüsse
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitragvon Elalabed » 28.07.2014, 15:18

Candy hat geschrieben:
Nilopa hat geschrieben:...Efendi II hat geschrieben:
Wir haben unsere Nichten und Neffen in Sri Lanka während ihrer Ausbildung ebenfalls nach Kräften unterstützt


Ich weiss gar nicht, warum das hervorgehoben werden musst?
Wenn man, wie es bei Effendi wohl der Fall ist, viele Jahre verheiratet ist, dann ist es doch normal,
Neffen und Nichten zu unterstützen, damit sie eine gute Schulausbildung geniessen können.
Zumal hier die Möglichkeit des Organisierens besteht, damit das Geld wirklich an die richtige Stelle (Schule etc.) kommt
und nicht in irgend welche dubiosen und dunkle Kanäle fliesst.



Naja, ich kann mir schon gut vorstellen, wenn der deutsche Part der langjährigen Beziehung / Ehe eine Frau wäre hier sehr viele Schreiben würden: eindeutig Bezness; er ist nur in Europa damit es der Familie in Asien/im Maghreb besser geht.
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitragvon sita » 28.07.2014, 15:25

Elalabed
Verstehe nicht wirklich, was Du uns damit sagen möchtest, als käme es auf das jeweilige Geschlecht an.
Einzig allein die Charaktereigenschaft zählt.
Liebe Grüße
sita


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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitragvon Candy » 28.07.2014, 15:50

Elalabed hat geschrieben:Naja, ich kann mir schon gut vorstellen, wenn der deutsche Part der langjährigen Beziehung / Ehe eine Frau wäre hier sehr viele Schreiben würden: eindeutig Bezness; er ist nur in Europa damit es der Familie in Asien/im Maghreb besser geht.


Ich traue den lesenden und schreibenden Insidern hier schon differenzierteres Denken und Wissen zu.
Trotzdem:
Ein Bezzie verlangt Geld unter irgendeinem erfundenem Vorwand,
schickt es direkt an seine Familie in die Heimat.
Dort wird es für sonst etwas eingesetzt und ausgegeben -
nicht selten für sein eigenes Haus angespart,
welches er dann nach der Hochzeit mit der dort wartenden Jungfrau in der Heimat bezieht.
Liebe Grüsse
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitragvon sita » 28.07.2014, 15:56

Candy hat geschrieben:
Elalabed hat geschrieben:Naja, ich kann mir schon gut vorstellen, wenn der deutsche Part der langjährigen Beziehung / Ehe eine Frau wäre hier sehr viele Schreiben würden: eindeutig Bezness; er ist nur in Europa damit es der Familie in Asien/im Maghreb besser geht.


Ich traue den lesenden und schreibenden Insidern hier schon differenzierteres Denken und Wissen zu.
Trotzdem:
Ein Bezzie verlangt Geld unter irgendeinem erfundenem Vorwand,
schickt es direkt an seine Familie in die Heimat.
Dort wird es für sonst etwas eingesetzt und ausgegeben -
nicht selten für sein eigenes Haus angespart,
welches er dann nach der Hochzeit mit der dort wartenden Jungfrau in der Heimat bezieht.


Und der Bezzie kann dann in seiner Heimat den dicken Max machen, was er alles in der Fremde erreicht hat.
Kaum einer interessiert sich wirklich woher die Moneten kamen und welche Spur des Leides er hier hinterließ.
Liebe Grüße
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitragvon Ukasa » 28.07.2014, 20:31

Efendi II hat geschrieben:Die Srilankis haben eine besondere Beziehung zum Feuer.

Da wird ständig herumgekokelt und wo man sich hier in Deutschland
bei irgendwelchen Differenzen schlimmstenfalls beschimpft oder vor Gericht zieht, brennt man in Sri Lanka seinem Kontrahenten doch lieber gleich mal die Bude ab.


Hallo Efendi, jetzt wo du es schreibst. In der Tat spielt Feuer bzw. Brandstiftung eine große Rolle in Sri Lanka. Ob das an den verwendeten Materialien für z.B. Hausbau liegt und an der einfachen Umsetzung der Tat? Liegt wahrscheinlich auch daran, dass man mit einem Feuer auch etwas nach außen kommuniziert. Das scheint mir in Sri Lanka auch sehr wichtig zu sein. Habe erst kürzlich Literatur zu Selbstmorden dort gelesen. Die finden vorzugsweise auch öffentlich statt oder zumindest die Androhung von Suizid.. aber das führt vom Thema weg.

Nilopa hat geschrieben:Ich wollte Dir damit lediglich darlegen, dass er im Hier und Jetzt und auch bei seinem 6-wöchigen Aufenthalt
durchaus ein "Guter" sein kann, er sich aber leider trotzdem später als Beznesser herausstellt. :(


Hallo Nilopa, ja, du hast recht. Das waren auch meine Gedanken als ich den Thread eröffnet habe - dass der plötzliche Zugang zu Geld und/oder Europa vorher nicht gehegte Sehnsüchte wecken kann. Deswegen finde ich Erfahrungen, wie sie z.B. Zwoelfe gemacht und hier geteilt hat, sehr interessant. Das geht in die gleiche Richtung.


Tonopah hat geschrieben:Auch eure Kennenlerngeschichte (er reist mit Dir herum, braucht -angeblich- seine kompletten Ersparnisse dafür auf und ab diesem Zeitpunkt zahlst dann Du...) hat mich schon aufhorchen lassen, ich kann mir nicht vorstellen dass er, gerade arbeistlos geworden, so etwas tun würde/sich leisten könnte, und wenn, dann nur als Investition in sein"Goldstück". Oder hab ich da was in Deiner Geschichte falsch verstanden?


Ob das jetzt tatsächlich seine gesamten Ersparnisse waren, weiß ich natürlich nicht. Wenn er klug gewesen ist, hat er ein bisschen Geld zurückgehalten. Ich bezweifle es aber, da er nicht so funktioniert.
Es würde den Rahmen sprengen, wenn ich hier alles aufführe, was zeigt, dass mein Geld nicht der Auslöser dafür war, dass wir zusammen gekommen sind. Nur so viel in Kurzfassung: Wie bereits erwähnt, wird ihm in Punkto Geld sehr viel Vertrauen entgegengebracht. Fängt er irgendwo an, ist es selbstverstädnlich, dass er (wenn nicht der Manager) die Kasse übernimmt und das Trinkgeld unter den Angestellten aufteilt.
An dem Tag, an dem er seinen Job verloren hat, hat er sich Geld aus dem Restaurant genommen. Aber nur genau so viel, wie ihm zustand. Das Trinkgeld hat er aufgeteilt und aus der Kasse hat er den Lohn genommen, wie er noch kriegen sollte. Er hätte auch einfach mehr nehmen können, das hätte keine direkte Konsequenz gehabt.
Wir sind nicht gleich am nächsten Tag zu unserer Reise aufgebrochen, sondern waren noch einige Tage im Ort. Ich hatte schon vorher den Entschluss gefasst zu reisen. Er war unschlüssig, ob er mitkommen sollte oder nicht, ließ sich dann aber von mir (und ich vermute auch von seinen Freunden) überzeugen. Ich bin aus Arbeitsgründen schon zwei Tage vorher losgefahren, er ist dann dazugestoßen. Für die erste Zugfahrt hat er sehr umfangreich Proviant eingekauft, den er dann nicht nur mit mir, sondern auch mit unserem Sitznachbarn geteilt hat, obwohl der Sitznachbar mehrfach abgelehnt hatte.
In der ersten Zeit, die sein Geld noch reichte, hat er immer wieder hier und da irgendwelche Kleinigkeiten wie Obst, etwas zu trinken oder Süßigkeiten gekauft. Es gibt einen Schokodrink, den er sehr gerne mag und sich immer holt, wenn sich Gelegenheit dazu bietet. Als sein Geld dann aufgebraucht war, hatte er auf einmal nur noch sehr wenig Hunger und Durst. Anfangs hat er nur sehr wenige von diesen "Zwischendurchsachen" gewollt - nicht einmal seinen heißgeliebten Kakao. Preisverhandlungen für die Unterkunft hat er komplett mir überlassen und keine Anforderungen an die Zimmer gestellt. Bei den Mahlzeiten hat er Gerichte aus dem unteren Preissegment gewählt. Ich hatte das Gefühl, dass es ihm nicht angehnehm ist, dass das Geld von mir kommt und dass er die Ausgaben, die ich für ihn tätige, so gering wie möglich hält. Er hat deshalb auch mit dem Rauchen aufgehört. Schließlich musste er für die Zigaretten mich nach Geld fragen. Mit der Zeit hat sich das ein bisschen entspannt und er konnte auch wieder Kleinigkeiten zwischendurch annehmen, aber immer im sehr viel geringerem Maß als wenn er selber Geld hatte.

Social Network Accounts kann er zigfach haben und Dir nur die erwünschten Passwörter geben.


Könnte. Ist aber eher unwahrscheinlich.

Nicht dass ich so berechnendes Verhalten entschuldigen möchte, ich möchte nur dass du dich in ihn hineinversetzt.


Das kann ich sehr gut. Ich kann mich sogar so gut hineinversetzen, dass ich mir auch noch ein anderes Szenario vorstellen kann. Er findet mich tatäschlich so dufte, wie er mir vermittelt, aber das kommt durch die Exotik, die ich für ihn ausstrahle und die Möglichkeiten, die ich ihm bieten kann. Er spielt mir die Gefühle vielleicht nicht vor, aber wenn sie nicht auf meinen inneren Werten, sondern meinen äußeren Faktoren (weiße Haut, europäische Herkunft, Wohlstand) beruhen, dann verfliegen sie so schnell, wie das Besondere zum Alltag wird.

Zu der Diskussion, die bzgl. Efendis Ausgaben für die Familie seiner Frau geführt wird: es ist doch selbstverständlich, dass man die Familienmitglieder der eigenen oder angeheirateten Familie unterstützt, wenn es für einen möglich ist? Ich sehe in dem Maß kein Bezness. Die beiden sind im Übrigen auch bereits seit Jahrzehnten verheiratet. Da darf man der Nichte oder dem Neffen doch ruhig einmal ein paar Scheinchen zustecken.
Ukasa
 
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