Aktenzeichen XYZ ungelöst

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Re: Aktenzeichen XYZ ungelöst

Beitragvon Efendi II » 13.10.2017, 18:20

Christa hat geschrieben:Mir ist in der Ehe schon häufiger aufgefallen, dass es Weiße gibt, die voller Vorurteile gegenüber Schwarzen sind, aber nur aufgrund der Hautfarbe. Auch Polizisten, Mitarbeiter vom Arbeitsamt, Menschen aus der deutschen Mittelschicht. Oft war es absolut richtig gegen derartige Vorurteile klare Kante zu zeigen. Dieser erlebte Alltagsrassismus mit dem man als Ehepartner umgehen muss, macht die Sache auch nicht gerade leicht, sich dann einer Behörden anzuvertrauen, wenn man merkt, da stimmt was nicht.

Glaubst Du denn, dass es in den Ländern den Menschen mit dunkler Hautfarbe anders ist?
Da hast Du als Weißer doch auch die Arschkarte gezogen.
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Re: Aktenzeichen XYZ ungelöst

Beitragvon Christa » 13.10.2017, 18:34

Ohne meine Anwesenheit wurde ihm auf Ämtern oft eine Falschauskunft erteilt. Damit er z. B. eine Ausbildung machen kann, habe ich einen Termin auf dem Arbeitsamt mit ihm gemacht und dort die Rechtslage richtig gestellt. Den Ablehnungsbescheid auf den Tisch geknallt. Einen Monat später konnte er die Ausbildung beginnen und hat sie trotz großer Schwierigkeiten am Tag meines Geburtstages bestanden. Damit hat er ein Fundament gehabt, um hier kein Sozialfall zu werden. Das war mir sehr wichtig, dass er einen Beruf lernt, ihm aber auch.

Ich rief an, weil wir eine Wohnung suchten. Ich ging vor und sagte, dass mein Mann nachkommt. Solange er abwesend war, lief alles ganz gut. Bis auf eine Wohnung in einem sozialen Brennpunkt, hatten wir keine Chance eine Wohnung zu bekommen, obwohl er Deutsch konnte, im Anzug erschien und nicht von ALG lebte. Man kann das im Gesichtsausdruck lesen, wenn Vermieter überrascht sind. Ich lebe gern in einer bürgerlichen Gegend, weil ich so aufwuchs und ich mich da wohlfühle. Es muss nichts besonderes sein, aber sauber und ordentlich, nicht an einer lauten Hauptstraße. Damals standen Wohnungen noch frei.

Betriebsfeiern mit Kollegen:Mein damaliger Chef: Was willst du mit so einem? Er hat mehrfach vor dieser Ehe versucht bei mir zu landen, stand einmal am WE vor meiner Tür. Das sagt man so nicht, es ist menschlich abwertend und indirekt rassistisch, denn er kennt den Mann nicht. Kollegin zu mir: Er hat eine ziemlich große Nase. Ich dachte nur, was soll das und schwieg dazu. Es war mir zu dumm.

Bei Verkehrskontrollen konnten wir uns darauf verlassen, dass wir rausgerufen werden. Er fuhr einen gut erhalten Mercedes später eine Weile. Der Typ muss mit Drogen handeln?
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Re: Aktenzeichen XYZ ungelöst

Beitragvon karima66 » 13.10.2017, 18:58

Erst nach heutigem nochmaligen Lesen ist mir ein Satz aufgefallen den ich nicht kapiere, " ...die DDR Bürger wurden auch erst überprüft bevor sie freien Zugang zur BRD bekamen...", wie meinst du das denn Christ?
Also ich bin am 11.11.89 ganz normal rübergefahren und wurde von niemandem überprüft, wieso auch da es die Grenze ja nicht mehr gab und später sowieso nicht und 1990 bei meinem Umzug nach Hamburg schon gar nicht, solche Aussagen kann ich nicht einfach so stehen lassen....

Ansonsten zum Thema Rassismus, ich finde es unsinnig den einen gegen den anderen aufzurechnen, egal ob Weiße in Afrika oder hier von Migranten rassistisch behandelt werden oder wir hier Migranten, Schwarze usw. so behandeln, Beides ist gleich schlimm.
Ich kenne solches Verhalten auch aus meiner Zeit mit meinem Exmann.
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Re: Aktenzeichen XYZ ungelöst

Beitragvon Christa » 13.10.2017, 19:17

Ich stamme zum Teil aus einer Familie, die die DDR unter Protest verließ. Unter schwierigen Bedingungen dort zum Teil leben musste. Die Ausreise solcher Menschen passierte gegen Devisen. Als ich 1989 in die BRD reiste, wurde mein Ausweis kontrolliert und auch überprüft, dass ich die 100 Mark Begrüssungsfeld nur einmal abhole. Die BRD machte sich für die Gauckbehörde stark, damit den Leuten im Osten bewusst wurde, dass der Feind oft um die Ecke wohnte. Lange her und ich so jung damals.
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Re: Aktenzeichen XYZ ungelöst

Beitragvon Anaba » 13.10.2017, 19:20

Vor 1989 wurden alle DDR Bürger, die in die BRD kamen, genau überprüft.
Erst als die Grenzen 1989 geöffnet wurden, war das anders.
Vorher wurde genau hingesehen.
Man blieb im Notaufnahmelager und musste seinen Laufzettel abarbeiten.
U.a. Befragungen bei den Alliierten.
Erst dann konnte man dort raus.
Liebe Grüße
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Re: Aktenzeichen XYZ ungelöst

Beitragvon karima66 » 14.10.2017, 09:40

Schon klar, @Anaba, als die Grenzen geschlossen waren hatte ja auch niemand freien Zugang.
Darum gehts jetzt ja auch gerade wieder, kontrolliert man weiter die Grenzen, wie zuletzt in einigen EU - Staaten, neu dazu kamen jetzt Norwegen und Schweden oder hält man wieder am Schengenabkommen fest.
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Re: Aktenzeichen XYZ ungelöst

Beitragvon Efendi II » 14.10.2017, 12:55

karima66 hat geschrieben:Erst nach heutigem nochmaligen Lesen ist mir ein Satz aufgefallen den ich nicht kapiere, " ...die DDR Bürger wurden auch erst überprüft bevor sie freien Zugang zur BRD bekamen...", wie meinst du das denn Christ?
Also ich bin am 11.11.89 ganz normal rübergefahren und wurde von niemandem überprüft, wieso auch da es die Grenze ja nicht mehr gab und später sowieso nicht und 1990 bei meinem Umzug nach Hamburg schon gar nicht, solche Aussagen kann ich nicht einfach so stehen lassen.....

So war es aber erst nach dem Mauerfall. Vor dem Fall der Mauer wurde jeder Ankömmling aus der DDR sehr wohl von den bundesdeutschen Behörden und den Geheimdiensten intensiv überprüft.
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Re: Aktenzeichen XYZ ungelöst

Beitragvon Christa » 14.10.2017, 16:49

Die Grenzöffnung und die Flüchtlingswelle passierten angeblich einfach. Beides war sehr lange absehbar, wurde aber dem Bürger viel zu wenig über die öffentlichen Sender mitgeteilt. Die DDR war bankrott, brauchte dringend Hilfe von Außen und die Globalisierung kam auch nicht über Nacht. Italien kämpft schon mindestens ein Jahrzehnt gegen den Ansturm aus der Dritten Welt, was oft nur am Rande oder ganz spät in der Nacht auf diesen Sendern für wirklich interessierte Bürger gezeigt wurde. Die deutschen, europäischen Asylgesetze wurden in einer Zeit auf Papier gedruckt, da war nicht ansatzweise an derartig, große Flüchtlingswellen zu denken. Fakt ist auch, dass die DDR-Bürger in der Masse nicht als gering gebildet oder ungebildet einzustufen waren und die Kultur keine komplett andere ist. Man war sich vielleicht fremd, konnte sich aber verständigen.

Es klingt vielleicht hartherzig, aber es ist eine Tatsache, dass ich mir gern mal fremde Kulturen im Urlaub ansehe, sie für mein tägliches Leben in Deutschland eher nicht brauche. Grundsätzlich fand ich nie viel dabei, dass Ausländer in der DDR irgendwann auch wieder gingen. Es gab einen Staatsvertrag, was sie für ihre Arbeit an Leistungen zu erwarten hatten. Niemand wurde gezwungen der DDR zu arbeiten. Warum daraus ein Anspruch für Ausländer erwachsen soll, dass man für immerin der BRD bleibt, hat sich mir bis heute nicht erschlossen.

Ein Diplomat muss auch das Land mit seiner Familie verlassen, wenn er den Job aufgibt, auch wenn er 20 Jahre dort lebte und seine Kinder gut integriert worden sind.

Warum Syrier bereits jetzt so behandelt werden in Deutschland, als ob sie einen Anspruch hätten dauerhaft zu bleiben, ist mehr als fragwürdig. Es muss alles dafür getan werden, dass diese Regionen befriedet werden und sie sich dort auch in 20 Jahren wieder ansiedeln können und wollen. Außerdem muss der Handel mit der Dritten Welt in absehbarer Zeit auf Augenhöhe stattfinden, nur dann kommen die Menschen nicht mehr. Grenzen bauen hilft da gar nicht mehr weiter.
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Re: Aktenzeichen XYZ ungelöst

Beitragvon Efendi II » 14.10.2017, 17:16

Christa hat geschrieben:Außerdem muss der Handel mit der Dritten Welt in absehbarer Zeit auf Augenhöhe stattfinden, nur dann kommen die Menschen nicht mehr. Grenzen bauen hilft da gar nicht mehr weiter.

Es liegt doch an diesen Ländern selbst, ob und wie sie ihre Ressourcen nutzen. Niemand zwingt sie ihre Schätze fürn Appel und ein Ei an die westlichen Länder zu verhökern. Ebenso gut können sie ihre Bodenschätze selbst weiterverarbeiten , Industrien aufbauen und erst die Endprodukte gewinnbringend an andere Länder verkaufen.
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Re: Aktenzeichen XYZ ungelöst

Beitragvon Christa » 14.10.2017, 17:27

So einfach ist es oft nicht. Die Rechte an vielen Minen in Afrika liegen in ausländischer Hand. Ähnlich wie viele Häuser, Grund und Boden in Deutschland nicht mehr den Deutschen oder dem Staat gehören. Man müsste die Eigentümer enteignen und auszahlen können. Oft würde das zu einem Bürgerkrieg gerade in der Dritten Welt führen. Ethik fehlt in vielen Geschäften, die derzeit gemacht werden.
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Re: Aktenzeichen XYZ ungelöst

Beitragvon gadi » 14.10.2017, 22:31

Christa hat geschrieben:Ein Diplomat muss auch das Land mit seiner Familie verlassen, wenn er den Job aufgibt, auch wenn er 20 Jahre dort lebte und seine Kinder gut integriert worden sind.

Vielmehr lebt er/sie ja nicht mehr als drei/fünf Jahre berufsbedingt in einem Land, dann wird normalerweise gewechselt.

Christa hat geschrieben: Außerdem muss der Handel mit der Dritten Welt in absehbarer Zeit auf Augenhöhe stattfinden, nur dann kommen die Menschen nicht mehr. Grenzen bauen hilft da gar nicht mehr weiter.

Es ist viel einfacher. Nimmt man den finanziellen Anreiz weg, dann kommt fast keiner mehr.
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Re: Aktenzeichen XYZ ungelöst

Beitragvon Christa » 15.10.2017, 09:52

Solange Menschen in einem Land ihren Lebensunterhalt selbst verdienen können, sie einen berechtigten Grund haben, sich dort länger aufzuhalten, nicht erwarten, dass die einheimische Bevölkerung langfristig Rücksicht auf ihre Herkunft nimmt, sehe ich keinen Grund, diese Leute spätestens nach fünf Jahren auszuweisen. Es gibt in Deutschland zahlreiche ausländische Geschäftsführer, die mit Familie hier sehr lange leben und Tausende Arbeitsplätze mit ihren Firmen schaffen, und damit auch deutsche Existenzen sichern.

Ich musste noch nie mit ALG 2 auskommen. Ich glaube, ich würde damit im Monat nicht reichen. Dafür würde ich sicher nicht nach Deutschland kommen wollen. Ich denke, es sind Menschenrecht, dass man jeden Tag sich gesund ernähren kann, ein angemessenes Dach über dem Kopf besitzt, bei Krankheit ein Arzt einen behandelt,man Lesen und Schreiben erlernen kann und niemand aufgrund seiner Hautfarbe oder seiner Herkunft zu benachteiligen ist.

Warum sollen nicht alle Menschen einen ähnlichen Lebensstandard haben dürfen wie Menschen in Westeuropa? Wir schaffen keine Anreize zum Kommen, wenn wir unseren Reichtum mit der Dritten Welt fair beginnen zu teilen. Wir werden nicht ärmer, denn diese Gesellschaften werden leistungsfähiger, gerechter werden, wenn die Grundbedürfnisse von Menschen in ihren Heimatländern erfüllt werden, und wenn dann doch mal jemand kommen sollte und bleibt, dann wohl kaum noch ein Wirtschaftsflüchtling. Dazu kommt, dass dann auch die Armutskriminalität zurückgeht und vermutlich die Verbrechen im Namen des Islam nach und nach verschwinden. Ein großer Teil dieser Verbrecher sind junge, männliche Nachkommen von einstigen Migranten, die mit sich und ihrem Leben, oft in Westeuropa, gar nicht klarkommen, sich dann in die Religion flüchten, dort Halt suchen, weil sie hier geringe Chancen haben, ausgegrenzt leben.
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Re: Aktenzeichen XYZ ungelöst

Beitragvon Efendi II » 15.10.2017, 10:18

Christa hat geschrieben:Warum sollen nicht alle Menschen einen ähnlichen Lebensstandard haben dürfen wie Menschen in Westeuropa? .

Wenn sie so leben wollen wie die Menschen in den westlichen Ländern, dann müssen sie auch so arbeiten. Wo sind denn die Innovationen, Entdeckungen und Erfindungen in den Ländern Afrikas? Warum bringen die es einfach nicht fertig etwas zu entwickeln oder zu erforschen und sind durchweg auf die Erkenntnisse aus westlichen Ländern angewiesen?
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Re: Aktenzeichen XYZ ungelöst

Beitragvon Christa » 15.10.2017, 11:02

Ganz einfach: Wo die absoluten Grundbedürfnisse bei grossen Teilen der Bevölkerung nicht erfüllt werden, dazu gehört u. a. ausreichend Nahrung, da kann man sich nicht noch nebenbei um große wirtschaftliche Veränderungen im Land kümmern, dazu fehlt bei zu vielen auch die notwendige Bildung.In der Dritten Welt ist kein Amt da, was wenigstens etwas Geld zum Überleben gibt, denn es sind keine Solidargesellschaften wie unsere. Vielleicht hilft die Kirche hier und da. Darum sind viele Menschen dort immer noch sehr gläubig aus meiner Sicht, und sitzen dort Sonntag für Sonntag in ihrer besten Kleidung aus Dankbarkeit in der Kirche. Die Bibel ist das einzige Buch, was viele Menschen in Afrika gut kennen.

Jemand der hier von ALG 2 lebt, wozu nicht die Mehrheit der Bevölkerung hier gezwungen ist, der muss oft am Monatsende noch in die Suppenküche gehen, in der Kleidersammlung sich ausstatten lassen, auch der braucht meistens seine ganze Kraft für seinen täglichen Überlebenskampf, da vielleicht doch wieder herauszukommen. Er weiß aber, dass das bisschen, was die Gesellschaft ihm monatlich zugesteht, ihm kaum genommen werden kann. Es ist ein Stück Sicherheit, aber sicher gehen aus dieser Schicht selten die Menschen hervor, die das Land voranbringen können, studieren, wissenschaftlich tätig werden.
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Re: Aktenzeichen XYZ ungelöst

Beitragvon Efendi II » 15.10.2017, 11:34

Christa hat geschrieben:Ganz einfach: Wo die absoluten Grundbedürfnisse bei grossen Teilen der Bevölkerung nicht erfüllt werden, dazu gehört u. a. ausreichend Nahrung, da kann man sich nicht noch nebenbei um große wirtschaftliche Veränderungen im Land kümmern, dazu fehlt bei zu vielen auch die notwendige Bildung.In der Dritten Welt ist kein Amt da, was wenigstens etwas Geld zum Überleben gibt, denn es sind keine Solidargesellschaften wie unsere.

Dann sollte er in erster Linie sein Augenmerk darauf richten seine Grundbedürfnisse sicherzustellen, anstatt unentwegt Nachkommen zu zeugen, die er nicht ernähren kann.
Wer hindert diese Länder daran, eigene Solidargesellschaften zu entwickeln.In Deutschland sind die doch auch nicht vom Himmel gefallen, sondern wurden von vorausschauenden Politikern (Bismarck) entwickelt. Gibt es dort keine klugen Köpfe?
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Re: Aktenzeichen XYZ ungelöst

Beitragvon Christa » 15.10.2017, 12:24

Die Afrikaner sind in großen Teilen "leider" gute Christen. Die Kirche spricht selten deutlich eigentlich nie über Familienplanung sich aus, da es nicht ihrem Glauben entspricht, die ursprünglich weiße Kirche hat aber immer noch großen Einfluss auf die schwarze Bevölkerung, bzw. die Bevölkerung in den ärmsten Ländern der Welt. Dazu kommt, dass viele Geburten nicht bedeuten, dass alle Kinder durchgebracht werden können, zum Unterhalt der Familie jemals beitragen werden. Die große Sippe der Afrikaner wird benötigt um zu überleben. Unseren technischen Fortschritt können sie sich derzeit nicht ansatzweise leisten. Die Arbeitskraft Mensch hat dort noch einen ganz anderen Stellenwert.

Fakt ist, dass auch hier viele Bauern über den Milchpreis "jammern". Sie bekommen aber Zuschüsse aus der EU und staatliche Förderungen bzw. Entschädigungen, um ihre landwirtschaftlichen Betriebe in Notzeiten aufrecht zu erhalten.

Der Bauer in Afrika muss selbst zusehen, wie er sein Land bestellt bekommt und die Familie satt wird von ihrer Hände Arbeit. Wir können das in Europa durchaus stark beeinflussen, indem stets von staatlichen Stellen überprüft wird, ob die Handelskette bis dem Endverkauf ethisch einwandfrei war. Die Weltwirtschaft kann sich auch strenge Selbstkontrolle auferlegen, das zum Teil des Wettbewerbes erklären. Welches Unternehmen möchte langfristig negative Presse dbzgl. haben? Das Unternehmen muss dann in Zukunft damit rechnen pleite zu gehen, denn derartige Firmen passen aus meiner Sicht in keine humane Gesellschaft, die wir sein wollen.
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Re: Aktenzeichen XYZ ungelöst

Beitragvon Christa » 15.10.2017, 13:07

Wenn man allen Menschen die gleichen guten Chancen von Beginn bis zum Ende ihres Lebens einräumen würde, wäre die Welt für mich gerecht. Es braucht aber viel Zeit, bis sich spürbar für alle was verbessert. Es gibt nicht die faulen Schwarzen und die fleißigen Europäer. Diese Einschätzung von Völkern und Einstufung von Menschen betrachte ich als tief verwurzelten, generationsübergreifenden Rassismus, der leider in vielen Köpfen noch vorherrscht, weil man sich einfach nicht mit historisch gewachsener Ungerechtigkeit ernsthaft beschäftigt, sondern lieber selbstgerecht dahin redet.

Für eine bessere Welt und Tschüss ...
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Re: Aktenzeichen XYZ ungelöst

Beitragvon Anaba » 15.10.2017, 16:15

Ganz einfach: Wo die absoluten Grundbedürfnisse bei grossen Teilen der Bevölkerung nicht erfüllt werden, dazu gehört u. a. ausreichend Nahrung, da kann man sich nicht noch nebenbei um große wirtschaftliche Veränderungen im Land kümmern, dazu fehlt bei zu vielen auch die notwendige Bildung.In der Dritten Welt ist kein Amt da, was wenigstens etwas Geld zum Überleben gibt, denn es sind keine Solidargesellschaften wie unsere. Vi


Gab es denn hier nach dem Krieg ein "Amt", dass die Menschen unterstützt hat?
Die Menschen mussten sich alles selbst erarbeiten, erkämpfen.
Sie hatten den Willen dazu.
Dieser Wille fehlt vielen Menschen Afrikas.
Aus eigener Erfahrung kann ich nur von Nordafrika berichten.
In Algerien z.B. wurde von den Chinesen (!) eine Autobahn von Marokko nach Tunesien gebaut.
Ein großes Projekt, dass viele arbeitslose Algerier in Lohn und Brot gebracht hätte.
Aber nichts da, die Arbeit war zu schwer und es fanden sich keine Arbeiter.
Also haben die Chinesen ihre eigenen Arbeiter mitgebracht, die fleißig und schnell gearbeitet haben.
Das ist nur ein kleines Beispiel. Es gibt unzählige dieser Art.
Deshalb kann ich deinen Argumenten auch nicht zustimmen.
Liebe Grüße
Anaba

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Re: Aktenzeichen XYZ ungelöst

Beitragvon chui » 15.10.2017, 17:06

In Kenia bauen die Chinesen Strassen und die Bahnstrecke Mombasa Nairobi . Termine koennen/konnten nicht eingehalten werden weil A: die arbeitsmoral kenianischer Arbeiter nicht gleichzusetzen ist mit der von den Chinesen von europaeischer ganz zu schweigen . B: Gestohlen wird was nicht niet und nagelfest ist sogar der Schotter auf dem die Schienen liegen .
Es liegt nicht an Europa zu helfen diese Laender muessen den Willen aufbringen sich selbst zu helfen . Tatsache ist das sie das nicht koennen weil die Obrigkeit korrupt ist und die Korruption bereits bis hin zum kleinsten Buerger geht , der Neid gross ist , Diebstahl an der Tagesordnung ist , Gesetze nicht eingehalten werden , Richter und Polizei kaeuflich sind ....... da koennte ich jetzt seitenlang weiter schreiben .
Bevor man nicht die Korruption bekaempft und zum Erliegen gebracht hat machen auch die staendigen auslaendischen Geldfluesse keinen Sinn . Da ich bis heute kein afrikanisches Land kenne in dem keine Korruption herrscht wirt es immer so weiter gehen .

LG chui
Wer denkt , ist nicht wuetend .
Theodor Wilhelm Adorno
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Re: Aktenzeichen XYZ ungelöst

Beitragvon luna2000 » 15.10.2017, 17:16

Christa hat geschrieben:Wenn man allen Menschen die gleichen guten Chancen von Beginn bis zum Ende ihres Lebens einräumen würde, wäre die Welt für mich gerecht. Es braucht aber viel Zeit, bis sich spürbar für alle was verbessert. Es gibt nicht die faulen Schwarzen und die fleißigen Europäer. Diese Einschätzung von Völkern und Einstufung von Menschen betrachte ich als tief verwurzelten, generationsübergreifenden Rassismus, der leider in vielen Köpfen noch vorherrscht, weil man sich einfach nicht mit historisch gewachsener Ungerechtigkeit ernsthaft beschäftigt, sondern lieber selbstgerecht dahin redet.

Für eine bessere Welt und Tschüss ...


Ja Tschüss!
Für eine bessere Welt, in der nicht von "generationsübergreifenden Rassismus" gefaselt wird, damit weiterhin die weißen Menschen die schwarzen Menschen gesamtschuldnerisch ernähren müssen.
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