Ich brauche eure Hilfe

Tipps & Tricks wie es mir nicht passiert

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Re: Ich brauche eure Hilfe

Beitragvon coralia » 08.08.2015, 00:34

Hallo Sophia,

Jede Frau, die Bezness erlebt hat, muss sich früher oder später damit auseinandersetzen, warum ihr das passiert ist, das ist in meinen Augen ein ganz wichtiger Teil der Verarbeitung. Es gibt nicht DEN einen frauentyp, der auf beznesser hereinfällt, so einfach ist es leider nicht.


Was mir bei deiner Geschichte auffällt, ist, dass du so gut wie nichts über diesen Mann weißt. In deinen Beiträgen wimmelt es von "ich weiß es nicht genau", "wenn ich das richtig verstanden habe", "ich glaube", "ich kann es nicht genau sagen". Vielleicht solltest du dich fragen, was du an einem Mann findest, den du so gar nicht einschätzen kannst und mit dem du offenbar keine sprachliche Basis hast. Kommunikation ist so wichtig für eine Beziehung, und wenn man in einer Sprache miteinander spricht, die keiner der beiden Partner muttersprachlich beherrscht, bleibt einfach viel Raum für Missverständnisse und fehlinterpretationen. Ich würde an deiner stelle nochmal überlegen, welche Erwartungen du eigentlich an eine Beziehung hast.

Dass du den Kontakt zu diesem Mann beendet hast, macht absolut Sinn. Die Story von der Schwester ist hier hinlänglich bekannt, man kann es bald echt nicht mehr hören. Die ganze Bagage steckt halt mit drin im Beznesssumpf.

Sei froh, dass du rechtzeitig den Absprung gefunden hast.

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Re: Ich brauche eure Hilfe

Beitragvon Sophie » 08.08.2015, 11:40

Hallo Darinka und Coralia,

ja da habt ihr wohl recht. Nicht alle Frauen müssen diesem Typ entsprechen, obwohl ich glaube, dass es sehr viele davon sind.
Da ihr jedoch schon viel mehr Erfahrung mit dem Thema habt, vertraue ich auf eure Worte und bin mir sicher, ihr wisst besser als ich wovon ihr sprecht.
Schließlich habe ich gerade erst begonnen, mich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, und stelle halt einfach mal Vermutungen auf, die aber deswegen auch nicht unbedingt falsch sein müssen. Aber keine Sorge, ich hab euch verstanden. Ich bin ja eigentlich kein großer Befürworter des sogenannten Schubladendenkens, deshalb verwundert mich es umso mehr, dass mein letzter Beitrag so rüberkam und irgendwie auch gestaltet war, als würden nur solche Frauen betroffen sein.

Jedenfalls ist das Verhalten klar manipulativ und ich denke das das Thema Macht (besonders gegenüber einer Frau) speziell in arabischen Ländern doch ein großes Thema sein müsste. Bzw kommt eine Frau nicht darum herum sich damit auseinanderzusetzen, wenn sie es in Betracht zieht, eine Beziehung mit einem orientalischen Mann einzugehen. Sicher ist das Thema nochmal viel weitreichender und umfangreicher, als ich mir das im Moment vorstellen kann.

Nun Coralia, was ich momentan von einer Beziehung erwarten würde, ist ganz einfach dass sie funktioniert. Das beide Parteien daran arbeiten.
Dass jeder sein Leben auch selbstständig leben kann und nicht auf den jeweils anderen angewiesen ist.
Sicher wird sich dass im Laufe der Beziehung, je fester sie wird, noch etwas ändern. Eine Partnerschaft oder Ehe sieht mit Kinder sicher nochmal anders aus, also ohne. Doch eine für mich wichtige Basis ist einfach, dass das Leben des jeweils anderen anerkannt wird und man sich Freiraum lässt, zu wachsen und auch eigenständig zu gedeihen, und zwar jeder auf seine Art, ohne sich großartig für den Partner verändern zu müssen. Denn für mich ist jeder Versuch, den Partner für seine Zwecke zu verändern, kein gutes Zeichen in einer Beziehung. Sicher ist es auch mal wichtig, Kompromisse einzugehen in einer Beziehung, und sicher spielen auch anderen äußere Faktoren eine Rolle, die Voraussetzung für eine Ehe- oder Familienplanung sind. Aber das muss doch schließlich jeder für sich selber entscheiden. Ich denke auch Liebe ist nicht einfach nur verliebt sein. Sicher ist es das auch, aber spätestens wenn die ersten 3 Jahre der Verliebtheitsphase vorbei sind, ist man einer Entscheidung gegenübergestellt, und somit ist es für mich sicher auch Entscheidung, und für mich wird sie sowieso nie über die Liebe zu Gott hinaus gehen. Eine Ehe oder Partnerschaft ist sicher nicht immer ein Zuckerschlecken, und manchmal auch harte Arbeit, daher habe ich es auch momentan überhaupt nicht eilig damit, und genieße mein Leben gerade, so wie es ist.

Dass ich die genauen Fragen, die die vielen Forummitglieder an mich stellten, nach einem Treffen dieses Mannes nicht alle so genau beantworten konnte, ist doch nicht so abwägig, oder? Zugegeben, ich hab mich oft mit ungenauen Aussagen abspeisen lassen, was sicher auch meiner Unwissenheit zu diesem Thema, mit dem ich mich erst nach dem Treffen informiert habe, zu Grude liegt.
Ich hab auch nicht im Vorhinein schon beschlossen, mit dieser Person eine Beziehung einzugehen, waren wir doch auch erst in der Kennenlernphase, wo meine Neugierde am "Fremden", oder dem was ich nicht kenne, offensichtlich einfach überwog.
Außerdem blocke ich nicht einfach einen Kontakt ab, nur weil ich die Muttersprache meines Gegenübers nicht beherrsche. Ich habe in letzter Zeit so viele verschiedene Menschen und Kulturen kennengelernt, wie noch nie in meinem Leben, und das war jetzt der einzige, wo ich mir unsicher war bezüglich seines Verhaltens.
Ich gehe nicht immer gleich vom Schlechtesten aus, und ich bin durchaus in der Lage, gewisse Situationen dementsprechend gut einzuschätzen. Sicher mal weniger gut und mal besser, doch ich finde dafür ist das Leben doch auch da, um aus einen Fehlern zu lernen.
Außerdem wollte ich von Anfang an keine Beziehung eingehen, und bin dann auch schnell misstrauisch geworden, weil ich so ein Verhalten bis dato noch nicht kannte.

Naja, ich hoffe ich konnte deine Fragen beantworten.

Lieben Gruß,
Sophie
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Re: Ich brauche eure Hilfe

Beitragvon coralia » 08.08.2015, 12:28

Ich denke, ich verstehe ganz gut, was du meinst. Ich finde es auch interessant, Kontakte zu Menschen aus anderen Kulturen zu pflegen, ich bin Übersetzerin von Beruf und komme bei der Arbeit und auch vorher während meines Studiums immer wieder mit ganz unterschiedlichen Menschen in Kontakt. Mein Beruf bringt es mit sich, dass ich mehrere sprachen auf einem recht guten Niveau beherrsche und ich versuche mich auch immer wieder mal gerne in den sprachen, die ich (noch) nicht so gut kann, weil das eben einfach Spaß macht, bildet und neue möglichkeiten eröffnet. Mit einem Mann, der mein fester beziehungspartner sein soll, würde es mir persönlich nicht reichen, ihn nur so ungefähr zu verstehen, das wäre für mich schnell uninteressant. Mein exmann (der ein beznesser ist) kommt aus Nigeria, die Kommunikation auf englisch lief bei uns problemlos, weil es eben seine Muttersprache war und ich entsprechend gute Sprachkenntnisse habe. Auch dann ist es aber sehr schwierig, so eine Beziehung zu führen, weil es über die Sprache hinaus so viele stolpersteine in einer binationalen Beziehung gibt. Mal von Bezness abgesehen, was ja nochmal eine andere Situation ist.

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