Distanz wahren und Grenzen ziehen

Tipps & Tricks wie es mir nicht passiert

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Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon Mignon » 08.08.2015, 14:06

Liebe Foristinnen,

im Unterforum "Bezness - andere Länder" hatten wir eine Diskussion darüber begonnen, wie es überhaupt kommt, dass Frauen in eine Bezness-Geschichte hineingeraten. Tonopah wies auf eine Untersuchung hin, wonach Frauen von Geburt an bestrebt sind, ihrem Gegenüber zu gefallen und Harmonie herzustellen. Diese biologisch bedingte Ausrichtung wird dann oft noch durch eine Erziehung verstärkt, die von Mädchen eher Einfühlungsvermögen, Anpassungsbereitschaft und Unterordnung erwartet als von Jungen. Hinzu kommt, so meine ich, eine Haltung der political correctness verbunden mit mangelnden Kenntnissen über die Kultur und Wertvorstellungen des anderen, die es manchen Frauen verbietet, auf ganz offensichtliche Warnsignale zu reagieren, gerade weil der andere z.B. eine andere Hautfarbe hat. Diese verbreitete weibliche Grundhaltung macht Frauen in bestimmten Situationen manipulierbar, wenn sie auf bestimmte Männer treffen, die keine Hemmungen haben, Offenheit und Empathie auszunutzen.

So viel zur Theorie, die wir alle mehr oder weniger kennen. Um Frauen auch ganz praktisch zu helfen, Manipulation und Bezness erst gar nicht zuzulassen, hatte ich die Idee, ein paar Verhaltensregeln zusammenzutragen für die Situation "Zusammentreffen mit einem fremden Mann im Urlaub". Ich möchte mich ganz bewusst auf diese Situation beschränken, wobei mir klar ist, dass auch bina Ehen, die anders zustande gekommen sind, oft Probleme mit sich bringen. Es geht im folgenden um ganz spezifische Situationen, mit denen Bezness-Beziehungen oft angebahnt werden.

1) Auf der Straße / im Restaurant / am Strand angesprochen werden.
Dass man einen wildfremden Menschen einfach anspricht, um ihn kennenzulernen, kommt in unseren Breiten eher selten vor. In den Bezness-Urlaubsregionen ist so etwas ein absolutes No-Go. Frauen, die freundlich auf so eine Dreistigkeit einsteigen, zeigen damit ihren geringen Wert.
Jetzt kommt aber ein wildfremder Mann auf die Urlauberin zu und sagt lächelnd: "Hi, how are you today?" Eine solche Frage impliziert ja eigentlich, dass man sich kennt. Die Urlauberin kann sich aber nicht erinnern. Aber soll sie diesen netten jungen Mann etwa vor den Kopf stoßen? Soll man Freundlichkeit nicht mit Freundlichkeit erwidern? Und ist es nicht schön, wie freundlich diese Menschen sind? Und prompt antwortet sie strahlend: "Fine! And how are you?" Und damit ist das Tor für weitere Distanzlosigkeiten geöffnet. Ich stelle mir die gleiche Situation in Deutschland vor: Ein völlig fremder Mann kommt strahlend auf mich zu und sagt: "Hallo, wie geht's, wie steht's?" Was antworte ich vermutlich? "Äh, könnte es sein, dass Sie mich mit jemandem verwechseln?" Denn alles andere wäre Irrsinn. Deshalb meine ich, dass man solche plump-vertrauliche Anmache zurückweisen sollte - durch Ignorieren oder durch ein konsterniertes "Excuse me, have we met met before?" oder "I am afraid, I don't know you." - Und weitergehen, bzw. umdrehen / Buch vor die Nase halten. Ist das nicht arrogant, kalt und abweisen? Nein! Es ist die einzig normale Reaktion. Eine einheimische Frau, würde, vorausgesetzt ihre würde eine solche Respektlosigkeit überhaupt widerfahren, instinktiv ein Ende ihres Hijabs über Mund und Nase ziehen, ihren Schritt beschleunigen und den Mann keines Blickes würdigen. So verhält sich eine anständige Frau!

2) Ausgefragt werden
Tour Guides, Kellner, Animateure, die ein potentielles Opfer identifiziert haben, stellen oft ziemlich zudringliche Fragen: "What is your name? Where do you live in Germany? Are you married? Do you have kids?" Im Hotel kann man die ersten beiden Fragen vielleicht noch beantworten, wobei ich Kellnern nicht gestatten würde, mich mit Vornamen anzusprechen ("I am Mrs. Schneider.") Der Rest geht den Kellner einen feuchten Kehricht an. Trotzdem werden oft alles Fragen bereitwillig beantwortet. Schließlich haben wir gelernt, dass man auf Fragen auch eine Antwort gibt. Das ist aber Quatsch. Ich bestimme selbst, was ich von mir preisgeben will. Ansonsten gilt: "I am afraid, that's none of your business." Kühl - nicht schäkernd! Fremden Menschen auf der Straße gar keine Fragen beantworten, vor allem nicht, in welchem Hotel man wohnt, wie lange man noch bleibt etc.

3) Kellner drängt sich auf
Zwei Frauen sitzen beim Frühstück und unterhalten sich angeregt. Da kommt der Kellner und quatscht munter dazwischen. "How are you today? Did you sleep well? (Grenzverletzung!) What are your plans today? How is the weather in Germany? I wish I could go there one day. How is your husband? Why doesn't he come?" Was haben Frauen einander schon zu erzählen? Ist doch klar, dass sie ihr Gespräch sofort unterbrechen, sobald ein Expemplar der Wundergattung Mann auf der Bühne erscheint, und sich nun darauf konzentrieren, alle Fragen des Kellners Ali gehorsam zu beantworten, der in dem Gespräch jetzt Regie führt. Ich sehe das nicht ein! Ein Kellner hat nicht das Gespräch von Gästen zu unterbrechen. Also kurz und freundlich zurückweisen: "I am sorry, we are talking right now." Und damit den Blick sofort zurück zur Gesprächspartnerin. Und auf keinen Fall, auf GAR keinen Fall, dem "armen" Kellner jetzt beschwichtigend die Hand auf den Arm legen. (Alles schon gesehen, aber aus der Sicht von Einheimischen völlig bizarr.) Er hat sich daneben benommen, nicht ihr. Ihr seid nicht im Urlaub, um dem Kellner zu gefallen! Ihr müsst dem Kellner nicht beweisen, dass ihr überhaupt keinen Dünkel habt und ihn als euresgleichen behandelt. Das ist sowieso völlig verlogen. Das hat auch nichts mit seiner Hautfarbe zu tun. Er ist Kellner, ihr seid die Gäste. Und wer die Musik bezahlt, der bestimmt, was gespielt wird. Trotzdem fühlen sich viele Frauen wahnsinnig geehrt, wenn der Kellner sie anscheinend mehr mag als die anderen Gäste und sich ganz besonders um sie "kümmert". Sollte sich zu einer passenderen Gelegenheit ein kurzes Gespräch mit dem Kellner ergeben, wäre es angemessener, dass der Gast die Fragen stellt und der Kellner antwortet. Aber bloß nicht alles für bare Münze nehmen, was er erzählt. Man sollte kaum glauben, mit welch heiligem Ernst die Worte des Kellners (Animateurs, Tourguides) später zitiert werden: "Der Ali hat gesagt, dass die Frauen in Urlaubsland viel mehr zu sagen haben als die Männer. Da kann man mal sehen, was man uns in Deutschland für einen Quatsch erzählt ... ." Nein, ich sage nicht, dass alle Kellner doof sind oder dass alle Bewohner von Urlaubsland doof sind. Es geht hier einfach um Rollen, die wir im Urlaub spielen. Und darum, dass wir uns zum Narren machen, wenn wir so tun, als könnten wir uns mit jedem Hotelangestellten auf freundschaftlicher Ebene treffen oder als ginge es hier um Sympathien.

Sollte der Hotelbesitzer oder -manager freundlich nach dem Befinden oder den Plänen für den Tag fragen, ist das vermutlich einfach professionelle Freundlichkeit und daher angemessen. Aber auch da sollte man es meines Erachtens bei ein paar freundlichen Sätzen belassen, ohne allzusehr ins Detail zu gehen.


Ich habe hier extra ein wenig zugespitzt und warte nun auf entrüstete Reaktionen.

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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon Darinka » 08.08.2015, 14:28

Mignon hat geschrieben:Sollte der Hotelbesitzer oder -manager freundlich nach dem Befinden oder den Plänen für den Tag fragen, ist das vermutlich einfach professionelle Freundlichkeit und daher angemessen.

Ich würde dazu gerne etwas ergänzen: Das kann ein Trugschluss sein. Man wird es daran sehen, ob es dabei bleibt (und damit tatsächlich nur professionelle Gästebetreuung war) oder ob es nach ggf. mehrfachem unverfänglichen Kontakt nicht doch schleichend in eine eher langsame, vorsichtige private Kontaktaufnahme übergeht.
Bei mir hatte ein ägyptischer Hotelmanager genau auf diese zunächst unverfängliche, berufliche Weise Kontakt aufgenommen und es dann ausgeweitet. War zunächst völlig unauffällig, da der Erstkontakt zusammen mit anderen aus meiner Reisegruppe entstand (auf Gästeempfang durch Hotelmanagement vor einer Veranstaltung. Smalltalk mit den anwesenden Managern inklusive). Das versuchte er dann später zu nutzen (und zwar ohne oben beschriebene Unhöflichkeiten). Aber der Fisch ist ihm da ja trotzdem recht schnell wieder vom ausgeworfenen Angelhaken gesprungen... :mrgreen:

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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon Nefertari1998 » 08.08.2015, 14:45

Mignon, das sind gute Verhaltensregeln, die Frau schützen.
Man kann ja sachlich-höflich-distanziert so reagieren und muss das nicht pampig sagen.

Mich haben die privaten Fragen im Taxi auch immer genervt und hab mir auf Arabisch den Satz angewöhnt "Das ist privat".
Dann war Ruhe im Karton.
Allerdings muss man auch sagen, dass es z.B. im Orient viel normaler ist, persönlich nach der Familie usw. zufragen.
Bei uns wird das schon übergriffig empfunden.
Trotzdem unterstreiche ich das, was du schreibst.

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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon Franconia » 08.08.2015, 15:32

Hallo Mignon,

ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen.

1) angequatscht werden
Wenn man im Urlaubsland von einem wildfremden Kerl angesprochen wird sollte man mMn gar nicht reagieren sondern ihn keines Blicks würdigen, sich abwenden und ihn ohne Worte stehen lassen.
Denn JEDE Erwiderung auf einen noch so dummen Anmachspruch ist ein Einstieg für diese Herrn und genau das sollte ihnen von der Frau nicht gegeben werden.

Da spielt es auch keine Rolle ob der Kerl ein Straßenverkäufer, der Poolboy, Kellner, Ani oder gar der Hotelchef ist.
Auf die Frage ob alles zur Zufriedenheit ist (Zimmer, Essen) kann man mit ja oder nein Antworten, aber auch nicht mehr.

So ein Verhalten mag für unsere Augen zwar arrogant oder hochnäsig erscheinen (evtl. auch aus dem Blickwinkel anderer Gäste), aber es ist der effektivste Weg um Grenzen zu ziehen. Eine andere Sprache verstehen diese Strandakademiker nicht.

Man darf nie vergessen, in den einschlägigen Urlaubsregionen würde sich eine einheimische Frau, die nur ein bisschen Stolz und Ehre hat, niemals von einem fremden Kerl anquatschen lassen. Sie würde genau so reagieren und ihn ignorieren.

Genauso verhält es sich auch mit "rein zufälligen" Berührungen, die einem der Strandakademiker zu teil werden lässt.
Keine einheimische Frau würde es sich gefallen lassen von einem fremden Kerl angefasst zu werden, auch wenn es z. B. nur die flüchtige Hand auf dem Arm oder der Schulter ist.
Sie würde so einem Kerl deutlich zu verstehen geben, dass er zu weit gegangen ist. Im harmlosesten Fall schreit eine Frau nach so einer Grenzverletzung nur alles zusammen, damit auch wirklich jeder in der Umgebung diese Grenzverletzung und den Übeltäter mit bekommt (damit verliert dieser sein Gesicht) oder sie greift zu drastischeren Mitteln und verpasst ihm neben Geschrei auch noch eine Ohrfeige o.ä. (schon selbst erlebt).

2) ausfragen
siehe unter 1.
Es geht keinem was an woher ich komme, wie lang ich bleibe, ob ich zu ersten Mal im Land/Hotel bin, was ich so vor habe, wie mein Familienstand ist, etc.
Erst recht geht keinem meine Adresse was an (die bekommt der Strandakademiker aber recht einfach an der Rezeption) und meine Telefonnummer ist ebenso tabu wie ein FB- oder sonstiger Social-Media Account.
Solche Fragen einfach ignorieren und den Fragesteller gleich dazu.

3) (Gespräch) aufdrängen durch Hotelangestellte
Deutlich und knallhart zu verstehen geben, dass die Hotelleitung darüber informiert wird, dass der betreffende Angestellte lieber Gäste belästigt statt seine Arbeit nachzugehen.
Meiner Erfahrung nach hat sich nach so einer klaren Ansage JEDE Anmache (egal von wem) erledigt, da sich so eine Ansage/Drohung schnell in allen Abteilungen herum spricht und keiner der Strandakademiker Interesse hat wegen einer Frau (einem Fehlschlag) seinen Job zu verlieren.


Man sollte generell solche Grenzüberschreitungen/Belästigungen, etc. mit der Abreise nicht unter den Teppich zu kehren sondern diese über des Beschwerdeformular, das es eigentlich in jedem Hotel gibt, im Hotel zu melden und ebenso auch beim Reiseveranstalter (z. B. über die diversen Bewertungsportale im Netz).
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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon leva » 08.08.2015, 16:57

So ein uebertrittiges,distanzlosen Verhalten ist ja eher von Maennern aus Beznesslaendern bekannt.
Eine einheimische Frau im service Bereich koennte sich das nicht erlauben.

Die Frage ist doch eher,warum sich frau im Urlaub dort durch dieses Gelaber geschmeichelt fuehlt u es nicht als das als erkennt,was es ist:Eine plumpe Anmache ......
Evtl wuerde der deutsche Mann mit den selben Spruechen im eigenen Land/Hotel/Restaurant etc gleich als Lachnr entarnt werden,bzw macht so was aus Hoeflichkeit u ehrbaren Geschaetsgebahren erst gar nicht.

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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon Moppel » 08.08.2015, 17:22

Seltsame Diskussion.
Warum?
Ich käme mir als Gast mehr als dämlich vor auch nur den Versuch zu unternehmen, das weibliche Personal an zu graben.
Alles was über einen Höflichkeitsgruß hinausgeht ist Tabu und zwar ohne jede Einschränkung.
Ich verbitte es mir auch als Gast angemacht zu werden und hier ebenfalls ohne jede Einschränkung.
Professionelles/Gutes Servicepersonal wird auch NIEMALS einen Gast anmachen, es fordert Distanz und gewährt sie, alles andere ist daneben.
Mir ist absolut schleierhaft warum Frau und ja, es gibt auch dämliche Männer, sich vom Personal angraben lässt und leider Gottes kann man nicht selten beobachten wie Frau sich im Urlaub dem Personal an den Hals wirft.
Das Teile des Personals daraus ihren Vorteil ziehen verwundert dann nicht wirklich.
Gruß
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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon Qisma » 08.08.2015, 17:36

Franconia hat geschrieben:Hallo Mignon,

ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen.

1) angequatscht werden
Wenn man im Urlaubsland von einem wildfremden Kerl angesprochen wird sollte man mMn gar nicht reagieren sondern ihn keines Blicks würdigen, sich abwenden und ihn ohne Worte stehen lassen.
Denn JEDE Erwiderung auf einen noch so dummen Anmachspruch ist ein Einstieg für diese Herrn und genau das sollte ihnen von der Frau nicht gegeben werden.



Das sehe ich aber auch so. Warum jemanden antworten, falls man wirklich ueberhaupt nicht an einem Austausch mit der Person interessiert ist? Ich antworte ueberhaupt nicht und blicke ungeruehrt durch sie hindurch, falls sie sich vor mir befinden bzw. neige nicht einmal mein Haupt zur Seite, falls mich jemand von der Seite oder von hinten anspricht. Ganz penetranten gebe ich allerdings auch mal durch eine einfache Handbewegung zu verstehen, dass sie verschwinden sollen :wink: .
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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon Qisma » 08.08.2015, 18:03

leva hat geschrieben:Die Frage ist doch eher,warum sich frau im Urlaub dort durch dieses Gelaber geschmeichelt fuehlt u es nicht als das als erkennt,was es ist:Eine plumpe Anmache ......
Evtl wuerde der deutsche Mann mit den selben Spruechen im eigenen Land/Hotel/Restaurant etc gleich als Lachnr entarnt werden,bzw macht so was aus Hoeflichkeit u ehrbaren Geschaetsgebahren erst gar nicht.



Das liegt wohl unter anderem daran, dass viele Frauen sich gern schmeicheln lassen und sie dies von deutschen Maennern bei der Kontaktaufnahme in der Form nicht bekommen. Die deutschen Maenner sind da, denke ich, erst einmal eher kuehl oder kommen auch direkt zur Sache :wink: . Der Austausch zwischen den Geschlechtern in Deutschland ist ja auch nicht gerade so hitverdaechtig.
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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon Obliquity » 08.08.2015, 21:35

Hallo allerseits :-)

Franconia hat geschrieben:ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen.

1) angequatscht werden
Wenn man im Urlaubsland von einem wildfremden Kerl angesprochen wird sollte man mMn gar nicht reagieren sondern ihn keines Blicks würdigen, sich abwenden und ihn ohne Worte stehen lassen.
Denn JEDE Erwiderung auf einen noch so dummen Anmachspruch ist ein Einstieg für diese Herrn und genau das sollte ihnen von der Frau nicht gegeben werden.

Da spielt es auch keine Rolle ob der Kerl ein Straßenverkäufer, der Poolboy, Kellner, Ani oder gar der Hotelchef ist.
Auf die Frage ob alles zur Zufriedenheit ist (Zimmer, Essen) kann man mit ja oder nein Antworten, aber auch nicht mehr.


Ich denke, die Form der Abgrenzung ist auch eine Typfrage. Ich könnte nicht so agieren, weil ich mich dann total "verkleidet" fühlen würde, künstlich -- und da dies ja mein Urlaub ist, möchte ich auch für mich authentisch sein.

Ich habe daher meine Abgrenzung etwas anders gezogen (war in Gambia und Ghana): Normalerweise habe ich mich, wenn ich mein Gegenüber generell sympathisch fand, auf einen kleinen Plausch eingelassen. Für mich war es wichtig, dabei die innere Distanz zu wahren. Man muss keine nahen Informationen über sich selbst herausrücken; eine allgemeine Information (North of Germany) reicht aus, und dann habe ich meine Gegenfrage gestellt und da ganz interessante Geschichten gehört.

Wenn mir nicht nach Plausch zumute war, bin ich mit einem freundlichen, aber bestimmten "Have a nice day!" an dem Menschen vorbeigeschritten. Ich bin einfach generell freundlich, solange mir mein Gegenüber keinen Anlass zu anderem Verhalten gibt, und dies war für mich ein guter Kompromiss. Ich wollte ja auch etwas von den Menschen dort erfahren, und ich war mir vollkommen bewusst darüber, dass sie vielleicht halt Geschichten erzählen. Interessant -- aber das ging mir nie wirklich nahe. Und ich denke, darauf kommt es an.

Und ein Abschied ist dann wirklich ein Abschied. Jedes Verhalten, das mein freundlich ausgesprochenes Endsignal ignorierte, wurde dann tatsächlich mit Nichtbeantwortung gestraft. Damit bin ich recht gut gefahren.

LIebe Grüße
Obliquity
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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon Franconia » 08.08.2015, 21:51

Hallo Obliquity,

herzlich Willkommen im Forum 1001Geschichte.
Das Team wünscht dir einen guten und informativen Austausch.
Liebe Grüße
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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon Mignon » 09.08.2015, 11:19

Danke allen für das interessante Feedback,

ich kann alles nur unterschreiben. Natürlich ist es manchmal am angemessensten, gar nicht zu antworten, z.B. auf offener Straße. Auch kann der Hotelmanager ganz genau so Bezness-Absichten haben. Was ich hier nur sagen wollte, ist: Wenn ER beiläufig fragt, ob man einen schönen Tag hatte, dann kann ich das erst mal nicht krumm nehmen. Wenn sich daran Baggerei anschließt, dann ist das eben nicht mehr professionell.Und natürlich muss man nicht gleich pampig werden.

Wichtig finde ich das Stichwort "innere Distanz", und die Haltung: Ich selbst entscheide in jeder Situation, ob ich antworte und was ich antworte. Und wenn ich mich mit jemandem unterhalte, dann lenke ich selbst das Gespräch und überlasse nicht dem einheimischen Mann die Steuerung. Als Gast habe ich auch das Recht, jederzeit ein Gespräch zu beenden, (natürlich) ohne eine Erklärung abzugeben.

Zum Stichwort "Frauen fühlen sich geschmeichelt". Leider sehe ich das auch so. Ich fürchte jetzt allerdings schon wieder, dass mir unterstellt wird, ich würde auch vergewaltigten Frauen eine Mitschuld an ihrer Vergewaltigung geben etc. Tatsache ist doch aber: Wenn Frauen keine Antenne für die Bezness-Baggerei hätten, dann würde sie auch nicht stattfinden. (Schlagt mich!) Aber was steckt dahinter? Ich glaube nicht, dass es die rein sexuelle Attraktion ist. Denn dann würden die Frauen sich für 100 Euro die Nacht beglücken lassen, den Kerl wieder rausschmeißen und am nächsten Tag nicht mehr kennen. (D.h., sie würden genau wie jeder männliche Feier die Situation beherrschen.) Ich glaube eher, es ist dieses unbedingte Angewiesensein auf männliche Resonanz und Beachtung. Es gibt sicher niemanden, der sich nicht wünschen würde, in einer harmonischen Beziehung zu leben (falls er/sie dies nicht schon tut). Liebe und Sexualität können ein wunderschöner Teil unseres Lebens sein, das stelle ich bestimmt nicht in Frage. Es ist die Haltung: "Jeder Mann ist besser als kein Mann" und "Jeder Mann verdient dreimal so viel Beachtung wie eine Frau" (jetzt mal immer aus der Perspekiver heterosexueller Frauen), die so furchtbar unfrei und abhänging macht. Schon wenn ich sehe, wie Gruppen deutscher Frauen einen strunzdummen deutschen Reiseleiter umgackern, wird mir schlecht. Wenn ich mich mit einer Frau unterhalte, und irgend ein x-beliebiger Mann kommt dazu, fängt an loszulabern und hat sofort die volle Aufmerksamkeit, meine Gesprächspartner wird plötzlich zum affektierten Mäuschen, und ich bin abgeschrieben - dann bin ich stinksauer. (Immer wieder erlebt.) Es sind diese Mechanismen, mit denen Frauen sich selbst abwerten und schlimmstenfalls zu erkennen geben, dass man nur noch ein paar Knöpfe drücken muss, und sie tun, was Mann will.
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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon Nilka » 09.08.2015, 11:57

Mignon hat geschrieben:Es ist die Haltung: "Jeder Mann ist besser als kein Mann" und "Jeder Mann verdient dreimal so viel Beachtung wie eine Frau" (jetzt mal immer aus der Perspekiver heterosexueller Frauen), die so furchtbar unfrei und abhänging macht. Schon wenn ich sehe, wie Gruppen deutscher Frauen einen strunzdummen deutschen Reiseleiter umgackern, wird mir schlecht. Wenn ich mich mit einer Frau unterhalte, und irgend ein x-beliebiger Mann kommt dazu, fängt an loszulabern und hat sofort die volle Aufmerksamkeit, meine Gesprächspartner wird plötzlich zum affektierten Mäuschen, und ich bin abgeschrieben - dann bin ich stinksauer. (Immer wieder erlebt.) Es sind diese Mechanismen, mit denen Frauen sich selbst abwerten und schlimmstenfalls zu erkennen geben, dass man nur noch ein paar Knöpfe drücken muss, und sie tun, was Mann will.


Ich erlebe genau das immer wieder! Es muss in den weiblichen Genen liegen, könnte man sich das aber abtrenieren zu versuchen. Mein Mann wird fast immer angehimmelt in meiner Gegenwart. Manchmal werde ich sogar feindselig angeguckt, nach dem Motto - was hat sie, was ich nicht habe. Mich nervt das gar nicht, weil ich weiß, dass ihn das total kalt lässt. Ich könnte aber im Erdboden versinken vom Fremdschämen. Ich achte sehr darauf, mich nicht ähnlich zu benehmen.
Wir haben eine sehr liebe "unbemannte" Freundin. Sie ist wirklich sehr sehr lieber Mensch, aber sie kann nicht wirklich ertragen, wenn mein Mann mich anhimmelt oder meine Meinung ihm am richtigsten und am wichtigsten ist. Ich kann wirklich die Frage in ihren Augen sehen: "Womit hat sie das nur verdient".
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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon Darinka » 09.08.2015, 14:12

Mignon hat geschrieben: Wenn Frauen keine Antenne für die Bezness-Baggerei hätten, dann würde sie auch nicht stattfinden. (Schlagt mich!) Aber was steckt dahinter? Ich glaube nicht, dass es die rein sexuelle Attraktion ist. Denn dann würden die Frauen sich für 100 Euro die Nacht beglücken lassen, den Kerl wieder rausschmeißen und am nächsten Tag nicht mehr kennen.

2 Gedanken fallen mir zu Deinen Worten ein:

1.) Tun sie doch. Viele Frauen fahren gerade in arabische Länder als Sextouristinnen. Genau wie viele Männer auf Blondinen stehen, mögen europäische Frauen südländische Nougataugen. Dann allerdings nicht unbedingt für eine Nacht, sondern für den Urlaub. Und das Angebot an willigen Männern ist in arabischen Touristengebieten nun mal besonders groß und besonders leicht zu bekommen, da braucht Frau noch nicht mal raus aus dem Hotel... (Und die meisten davon beherrschen die Situation auch, lieben aber vielleicht Schäkern trotzdem als Teil des Spiels? Keine Ahnung...

Vieles was man dort sieht (an offensichtlichen gegenseitigen Baggereien) ist NICHT zwangsläufig alles Bezness. Da sind mMN auch massenweise Fälle von Anbahnung von Sex-Business dabei. Frauen gehen nun mal nicht in ein Bordell und suchen da aus... Unterscheiden (von eigentlichem Bezness) kann man es rein vom entfernten Zuschauen mMn eher schwierig. Das ganze Treiben hat dann natürlich auch seine Auswirkungen auf die Sicht Einheimischer auf europäische Touristinnen im allgemeinen. Ein Freischein für vorsätzlichen Betrug von Frauen ist das jedoch nicht. Betrug ist und bleibt Betrug.

2.) Bezness würde in JEDEM FALL stattfinden, auch ohne dieses billige Bagger-Modell und egal wie Frau sich verhält. Der Grund für Bezness ist doch NICHT das Verhalten von Frauen sondern das soziale Gefälle zwischen diesen Ländern und Europa. Das Ziel des Lottogewinns einer AE (oder Geld) ergibt sich daraus. Bezness gab es auch vor vielen Jahren schon, nur war diese nun häufig auftretende plumpe Masche noch nicht so verbreitet.
Das sich dieses eine Muster so verbreitet hat, hat einerseits mit 1). zutun, und andererseits auch mit dem dusseligen, lockeren Urlaubsverhalten einer Reihe von Frauen, für die Flirtspaß zum Urlaubsvergügen gehört und dann die dann plötzlich mit dem Fuß in einem Beznessfangnetz stehen.
Und auch etwas damit, wie es gesellschaftlich bei uns in Europa ausschaut, mit Millionen Alleinlebender. Warum gibt es denn Massen von Datingportalen usw.??? Weil es so als Single sooooo einfach ist Jemanden kennenzulernen? Wohl eher nicht... Das sind für mich alles Punkte, die da mit reinspielen.

Klar kann man auch Leuten, die die Fenster gekippt lassen wenn sie aus dem Hausgehen und dann eingebrochen wird, sagen: Selber schuld, wäre nicht passiert, wenn Du Dich anders verhältst. Gäbe es Diebstahl und Einbrüche dann nicht? Nun, ich denke doch. Die Unguten hätten es dann nur nicht immer so einfach...

Mein Fazit:

Bezness würde sich auf jeden Fall einen Weg bahnen, egal wie zurückhaltend/abweisend Frauen sich verhalten. Dann verändert sich doch nur die Beznessmuster und deren Häufigkeitsverteilung.
Bezness gab es früher ohne die heute auftretenden Bedingungen auch: Bezness als Vortäuschung einer echten Bina-Ehe ohne den ganzen plumpen Anmachquatsch.
Und genau das gibt es immer noch in nicht unerheblichen Maße, :arrow: weshalb ich die reine Reduktion auf das im Thread beschriebene Muster immer wieder bedenklich für sich informierende LeserInnen hier finde.

LG Darinka
Menschen glauben fest an das, was sie wünschen. - Julius Cäsar
Am meisten fühlt man sich von der Wahrheit getroffen, die man sich selbst verheimlichen wollte. - Friedl Beutelrock
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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon Mignon » 09.08.2015, 15:02

@Darinka,

Das reine Sex-Business gibt es wahrscheinlich auch. Aber was soll dann das Gejammer? Wenn der Toyboy seine Leistung erbracht hat, hat er keinerlei Verpflichtung mehr. Das soll auch jede halten, wie sie will, wenn sie mit der Verachtung leben kann, die ihr (zumindest) vonseiten der Stricher entgegengebracht wird.

Darinka hat geschrieben:Klar kann man auch Leuten, die die Fenster gekippt lassen wenn sie aus dem Hausgehen und dann eingebrochen wird, sagen: Selber schuld, wäre nicht passiert, wenn Du Dich anders verhältst.


Was ist an dieser Sicht denn falsch? Um mal bei deinem Beispiel zu bleiben: Viele Frauen lassen nicht nur das Fenster gekippt, sondern die Haustür sperrangelweit offen.

Darinka hat geschrieben:Bezness würde sich auf jeden Fall einen Weg bahnen, egal wie zurückhaltend/abweisend Frauen sich verhalten.


Das verstehe ich nicht. Wir lesen hier dutzendweise Berichte von Frauen in der Art: "Der Kellner schaute immer zu mir herüber. Dann fragte er mich, ob wir am Strand spazierengehen. Natürlich hat er mich geküsst. Seitdem skypen wir jeden Tag ...." Ist natürlich alles nicht verboten, und ist auch kein Freibrief, die Frau auszunutzen. Aber wer sich von Anfang an klar macht, dass der 20-jährige marokkanische Kellner kaum der richtige Partner für eine 40-jährige leitende Angestellte ist, und dass es eine Frechheit und Respektlosigkeit ist, wenn ein Kellner überhaupt Gästen solche Vorschläge macht, der verzichtet vielleicht auf diesen Strandspaziergang mit all seinen unguten Folgen. Nein, Frauen sind keine hilflos im Wasser treibenden Opfer, die in die Netze der Beznesser gespült werden. Sie haben eine Wahl, sie treffen Entscheidungen, und sie können "Nein" sagen zu aufdringlichen Angeboten. Bis hin zu der Frage, ob es wirklich Sinn ergibt, in Ländern Urlaub zu machen, wo ich eigentlich niemals unbelästigt an den Strand oder in die Stadt gehen kann.
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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon leva » 09.08.2015, 15:54

Da schliesse ich mich an.

Heutzutage gibt es Aufklaerung im www.
Wer da nicht mal selbstaendig vor einer Urlaubsreise in ein arabisches,afrikanisches Land nachliest,der ist dann grob nachlaessig.

Das Frauen sich gerne geschmeichelt fuehlen,ob landestypischer Floskeln/Sprache ist auch nicht verwerflich.Man muss aber die Ausdruecke im Landescontext sehen und darf das nicht 1:1 ins Deutsche uebersetzen.

War frueher u a Italien Urlauberin und ueberall war ein "Ciao Bella" etc zu hoeren.

Seit Laengerem lebe ich nun in den USA u die amerik.Floskeln,Komplimente,smalltalk ist mir bestens bekannt und ich benutze das genauso.
Das bedeutet aber nichts,macht nur den Alltag freundlicher,leichter,angenehmer.Das weiss hier wie zB auch in Italien jeder.
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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon Darinka » 09.08.2015, 16:04

Mignon hat geschrieben:Das reine Sex-Business gibt es wahrscheinlich auch. Aber was soll dann das Gejammer? Wenn der Toyboy seine Leistung erbracht hat, hat er keinerlei Verpflichtung mehr. Das soll auch jede halten, wie sie will, wenn sie mit der Verachtung leben kann, die ihr (zumindest) vonseiten der Stricher entgegengebracht wird.

Lieber Mignon,
:shock: :shock: :?: :?:
Ich glaube nicht dass hier Sextouristinnen "jammern". Ich habe hier auch NOCH NIE Jemanden sich beschweren sehen, weil der ToyBoy sich nach dem Urlaub das Geschäft für abgeschlossen angesehen hat... :roll: :roll:
Das was Du da beschreibst ist kein Bezness.

Mignon hat geschrieben:
Darinka hat geschrieben:Klar kann man auch Leuten, die die Fenster gekippt lassen wenn sie aus dem Hausgehen und dann eingebrochen wird, sagen: Selber schuld, wäre nicht passiert, wenn Du Dich anders verhältst.

Was ist an dieser Sicht denn falsch? Um mal bei deinem Beispiel zu bleiben: Viele Frauen lassen nicht nur das Fenster gekippt, sondern die Haustür sperrangelweit offen.

Bitte reisse meine Sätze nicht aus dem offensichtlichen Zusammenhang. Du schriebst, dass es Bezness(anmachen) nicht geben würde, wenn Frauen sich anders verhalten würden. Ich schrieb (mit Unterstützung dieses Beispieles) dass es das trotzdem geben würde, auch bei geschlossenen Fenstern und Türen. Argumentation siehe voriger Beitrag.

Ja, Frauen machen es den Bezzies manchmal ganz schön leicht. Und??? Sind jetzt die Frauen schuld, dass Betrüger das für ihren Betrug ausnutzen und nicht die Bezzies selbst? Sorry, ich als anständiger Mensch würde trotz gekipptem Fenster nicht woanders einsteigen und Jemanden beklauen.
Und nochmal, nicht alles was Du da eingangs beschrieben hast, ist überhaupt Bezness. :roll: Aber nach deinem letzten Beitrag scheint das für Dich alles derselbe Brei zusein, wenn ich mir Dein erstes Zitat oben ansehe.

Mignon hat geschrieben:
Darinka hat geschrieben:Bezness würde sich auf jeden Fall einen Weg bahnen, egal wie zurückhaltend/abweisend Frauen sich verhalten.

Das verstehe ich nicht. Wir lesen hier dutzendweise Berichte von Frauen in der Art: ".......
Nein, Frauen sind keine hilflos im Wasser treibenden Opfer, die in die Netze der Beznesser gespült werden. Sie haben eine Wahl, sie treffen Entscheidungen, und sie können "Nein" sagen zu aufdringlichen Angeboten......

Was ist daran nicht zu verstehen? Ich schrieb es Dir schon in einigen anderen Threads: Das Muster was Du offensichtlich NUR im Auge hast, ist noch lange nicht alles von Bezness, es ist lediglich ein Muster davon. Es gibt wesentlich perfidere, verstecktere Beznessvorgehensweisen als das, was Du wohl nur siehst. Mich nervt, dass Du es ständig darauf reduzierst.
Und egal welches Muster: Für die Frauen ist das eigentliche Beznessziel nicht sichtbar, wie sollen sie sich dann dagegen entscheiden?
Warum genießt dann eigentlich der Mann nicht einfach nur den leicht zu habenden Sex und gut ist? Der Frau ist doch gar nicht klar, was dann kommt und was der wirklich will!

Und es ist völlig egal, wie leicht Frau sich anquatschen läßt:
Das ist kein Grund, zu lügen und zu betrügen bis die Balken sich biegen.
Das ist kein Grund, Kinder nur für eine AE in die Welt zusetzen.
Das ist kein Grund, Gewalt anzuwenden.
Das ist kein Grund, unter Vortäuschung falscher Tatsachen zu Heiraten um nach Europa zu kommen.
Das ist kein Grund, zu töten.

LG Darinka
Menschen glauben fest an das, was sie wünschen. - Julius Cäsar
Am meisten fühlt man sich von der Wahrheit getroffen, die man sich selbst verheimlichen wollte. - Friedl Beutelrock
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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon Thelmalouis » 09.08.2015, 16:57

Darinka hat geschrieben:Ja, Frauen machen es den Bezzies manchmal ganz schön leicht. Und??? Sind jetzt die Frauen schuld, dass Betrüger das für ihren Betrug ausnutzen und nicht die Bezzies selbst? Sorry, ich als anständiger Mensch würde trotz gekipptem Fenster nicht woanders einsteigen und Jemanden beklauen.

Und es ist völlig egal, wie leicht Frau sich anquatschen läßt:
Das ist kein Grund, zu lügen und zu betrügen bis die Balken sich biegen.

Das ist kein Grund, Kinder nur für eine AE in die Welt zusetzen.
Das ist kein Grund, Gewalt anzuwenden.
Das ist kein Grund, unter Vortäuschung falscher Tatsachen zu Heiraten um nach Europa zu kommen.
Das ist kein Grund, zu töten.

LG Darinka

Da bin ich ganz bei Darinka. Das ist ein sehr anschauliches Beispiel mit dem gekippten Fenster und dass ich als anständiger Mensch eben nicht einsteige und meine Diebesrunde ohne Rücksicht auf Verluste drehe.
Gruß Thelmalouis

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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon Mignon » 09.08.2015, 17:26

Liebe Darinka, liebe Thelmalouise,

ich denke, ich habe oft genug gesagt, dass Leichtsinn kriminelles Verhalten nicht entschuldigt. Aber um beim gekippten Fenster zu bleiben: Was nützt es denn dem Einbruchsopfer, wenn man ihm bestätigt, dass es das gute Recht jedes Menschen ist, seine Fenster gekippt zu lassen und dass niemand gezwungen wird, in ein Haus mit gekippten Fenstern einzusteigen? Natürlich ist der leichtsinnige Bewohner nicht schuld an dem Einbruch. Trotzdem wird in Erdgeschosswohnungen mit gekippten Fenstern eben besonders gern eingebrochen. Also sollte man nachts oder ehe man das Haus verlässt, die Fenster zumachen.

Und genau so ist es eben mit Bezness: Der Kriminelle im Spiel ist der Beznesser. Aber diese Erkenntnis nützt der betrogenen Frau wenig. Also besser von vornherein nicht so gutgläubig sein.
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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon Mignon » 09.08.2015, 17:32

leva hat geschrieben:Da schliesse ich mich an.

Heutzutage gibt es Aufklaerung im www.
Wer da nicht mal selbstaendig vor einer Urlaubsreise in ein arabisches,afrikanisches Land nachliest,der ist dann grob nachlaessig.

Das Frauen sich gerne geschmeichelt fuehlen,ob landestypischer Floskeln/Sprache ist auch nicht verwerflich.Man muss aber die Ausdruecke im Landescontext sehen und darf das nicht 1:1 ins Deutsche uebersetzen.

War frueher u a Italien Urlauberin und ueberall war ein "Ciao Bella" etc zu hoeren.

Seit Laengerem lebe ich nun in den USA u die amerik.Floskeln,Komplimente,smalltalk ist mir bestens bekannt und ich benutze das genauso.
Das bedeutet aber nichts,macht nur den Alltag freundlicher,leichter,angenehmer.Das weiss hier wie zB auch in Italien jeder.


Liebe Leva,

ich glaube, da reden wir ein bisschen an einander vorbei. Das Anquatschen von Frauen und die unverblümte Bitte um ein Treffen allein zu zweit z.B. sind in muslimischen Ländern eben alles andere als landestypisch. Beznesser verhalten sich gegenüber Europäerinnen so, wie sie es gegenüber den Frauen ihres Landes nie und nimmer tun würden. Das ist oft das große Missverständnis.
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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon leva » 09.08.2015, 17:49

Mignon hat geschrieben:
leva hat geschrieben:Da schliesse ich mich an.

Heutzutage gibt es Aufklaerung im www.
Wer da nicht mal selbstaendig vor einer Urlaubsreise in ein arabisches,afrikanisches Land nachliest,der ist dann grob nachlaessig.

Das Frauen sich gerne geschmeichelt fuehlen,ob landestypischer Floskeln/Sprache ist auch nicht verwerflich.Man muss aber die Ausdruecke im Landescontext sehen und darf das nicht 1:1 ins Deutsche uebersetzen.

War frueher u a Italien Urlauberin und ueberall war ein "Ciao Bella" etc zu hoeren.

Seit Laengerem lebe ich nun in den USA u die amerik.Floskeln,Komplimente,smalltalk ist mir bestens bekannt und ich benutze das genauso.
Das bedeutet aber nichts,macht nur den Alltag freundlicher,leichter,angenehmer.Das weiss hier wie zB auch in Italien jeder.


Liebe Leva,

ich glaube, da reden wir ein bisschen an einander vorbei. Das Anquatschen von Frauen und die unverblümte Bitte um ein Treffen allein zu zweit z.B. sind in muslimischen Ländern eben alles andere als landestypisch. Beznesser verhalten sich gegenüber Europäerinnen so, wie sie es gegenüber den Frauen ihres Landes nie und nimmer tun würden. Das ist oft das große Missverständnis.


Genau,tut mir leid,wenn ich mich evtl missverstaendlich ausgedrueckt habe,Aber genau das wollte ich auch zum Ausdruck bringen.

Man muss alles in Relation zum Urlaubsland/Land/Kultur sehen u nicht von seiner eigenen Sozialisation ausgehen.denn die ist ueberall anders,erst recht in muslim./afrik. Laendern.
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