Distanz wahren und Grenzen ziehen

Tipps & Tricks wie es mir nicht passiert

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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon Obliquity » 27.08.2015, 08:57

Hallo Grampus :)

Für mich lautet die Konsequenz tatsächlich: In solche Länder nicht reisen. Auf meinen beiden Afrikareisen habe ich auch festgestellt, dass mich dieses finanzielle/soziale Gefälle total in Mitleidenschaft zieht. Ich finde es furchtbar, jeden Tag so durchs Elend zu gehen und nichts daran verändern zu können. :(

Hinzu kommt eben die angesprochene Unmöglichkeit, sich so freundlich zu verhalten, wie man eigentlich drauf ist. Bei meinen Reisen hatte ich insofern Glück, als ich in Unterkünften war, die einheimisch-deutsch geleitet wurden. Ich glaube schon, dass sich das mäßigend auf das Anbaggerverhalten der dort Beschäftigten ausgewirkt hat: Es gab kein nachhaltiges Anbaggern. Einmal auf meine freundliche Art "nein, danke" gesagt, und damit war der Käse gegessen für dieses jeweilige Gegenüber. Aber das kann ja, wie man hier im Forum lesen kann, noch ganz andere Formen annehmen. Und auf so etwas habe ich einfach keinen Bock.

Zu einigen Ländern habe ich auch ein distanziertes Verhältnis, weil die Menschenrechte dort mit Füßen getreten werden, Recht nach der Scharia gesprochen wird... Ich möchte mich in solchen Umgebungen einfach nicht aufhalten, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt. Und schon gar nicht im Urlaub, wenn ich mich erholen will (und muss, denn ich soll ja dann wieder ordentlich arbeiten können ;)).

Es bleiben dennoch eine Menge interessante und bereisbare Länder übrig für meinen Geschmack.
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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon Darinka » 27.08.2015, 11:06

Liebe Grampus,

ich kann verstehen, wenn Du das mit dem zur Faust geballten Gesicht nicht hinbekommst. Das können halt nicht alle und empfinden es als Verstellen. Für mich ist es das nicht mehr (ein Verstellen), weil ich WEIß was die über mich denken. Das ist in meinem Kopf präsent, wenn ich mich dort aufhalte. Da ballt sich inzwischen mein Gesicht von ganz alleine und automatisch zur Faust. :mrgreen: :lol: Allerdings war ich jetzt schon länger nicht mehr da, u.a. weil ich die politische Lage (auch wegen IS) für viel zu riskant halte.

Mit dem Wunsch dort als Frau lächeln zu dürfen, mit Männer kommunizieren zu wollen (ggf. noch einen Mann im Gespräch anlächeln :roll: ) und Dich so zu verhalten wie in Europa, würde ich Dir dringend abraten in solche Länder zu fahren. Das normale Verhalten zwischen Mann und Frau ist dort einfach anders, das darf man NICHT für sich ausblenden. Wenn Du damit nicht klar kommst, mache einen großen Bogen drum. Es gibt doch sooooo viele andere schöne Reiseziele. Wenn es türkisfarbenes Wasser sein soll, hier mal ein paar Anregungen: Sardinien, Korsika, Madeira, Mauritius, Menorca, Costa Rica, Belize, Malediven uvm... Die Welt ist voll von schönen Reisezeilen, wo man nicht von lauter Giftschlangen-Bezzies umzingelt wird.... :lol: :mrgreen:

Die Gefahr ist sehr groß, dass Du mit Deiner offenen Kommunikationsart irgendwann an Einen geraten wirst, der sein Geschäft deutlich besser versteht als Dein recht lustiges Schnarchnasen-Exemplar. :wink: Auch wenn beim letzten Besuch in Ägypten wohl keiner dabei war... Um mal Dein Beispiel aus dem anderen Thread aufzugreifen: Wenn Du unbedingt in Sandalen durch das ägyptische Gebüsch streifen willst (OHNE feste Stiefel, weil man in Europa eher nur Sandalen im Sommer braucht), dann trifft die Schlange mit den Giftzähnen irgendwann mal Dein Bein und nicht den Stiefel... :idea:

Liebe Grüße
Darinka
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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon Ariadne » 27.08.2015, 14:21

Grampusgriseus hat geschrieben:Liebe Leute,

in etwa 2 Wochen fahre ich wieder nach Ägypten und lese daher ganz besonders aufmerksam diesen Tread, um mir quasi ein „dickes Fell“ anzulesen. Um mir Strategien zu überlegen und anzueignen, die mir allzu zudringliche Mitmenschen vom Hals halten, bzw. wieder in die Flucht schlagen.
Ich weiß, dass Ihr alle Recht habt mit dem was Ihr schreibt und ich bedanke mich für die hier aufgeführten Tips.

Liebe Grampus,
das ist deine Aussage, und ich finde sie richtig: Und deshalb sind auch die Selbstvorwürfe immernoch da und resultieren vermutlich aus einer Art Sorge à la: wenn ich schon auf so einen Trottel reingefallen bin, was passiert dann eigentlich, wenn jemand "Talentierteres" daher kommt.

Ich sage dir, was passiert! Du merkst nicht, dass du gebezznest wirst, weil man ganz selten auf so ein dämliches Exemplar stolpert, wie das von dir beschrieben. :?
Die Liebe ist so unproblematisch wie ein Fahrzeug. Problematisch sind nur die Lenker, die Fahrgäste und die Straße.
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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon Grampusgriseus » 27.08.2015, 21:12

Ihr Lieben,
Danke für Eure (Für)sorge, die mich sehr gerührt aber auch wach gerüttelt hat...mir ist gerade doch etwas ganz Entscheidendes klar geworden aber dazu später...
Zunächst muss ich wohl mal kurz auf meine "wahren Gründe" dieses Land unbedingt bereisen zu wollen, eingehen, damit ich nicht so komplett "vernagelt" rüber komme :lol:

Ja, sicher gibt es durchaus andere lohnenswerte Reiseziele, aaaaaaaber:
Für mich als fast fanatische Hobby-Ichthyologin ist das Rote Meer einfach unerreichbar :roll:
Keine Frage: die Ostsee ist schön und das Mittelmeer auch...und viele andere Meere auch! Aber die Faszination, die mich jedes Mal befällt, wenn ich in die unglaubliche Schönheit der Unterwasserwelt im Roten Meer abtauchen darf, kann ich nicht mit Worten beschreiben!
Zu den anderen Ländern, die dieses Meer "umkreisen", brauche ich wohl nix zu sagen :shock:
Ich war ein einziges Mal in Israel und bin nach 2 Tagen abgereist, weil ich mich fast zu Tode geängstigt habe...und ich konnte nicht mal sagen, WOVOR GENAU. Mit anderen Worten: Ägypten scheint noch das risikoärmste zu sein und ich KANN von meiner Schnorchel-Sucht einfach nicht lassen, bzw. will es nicht! Noch nicht! Sollten sich die politischen Verhältnisse weiterhin zuspitzen, werde ich mich wohl oder übel dort "verabschieden" müssen aber ich kriege es einfach nicht fertig, das Meer "nur" wegen Bezzness "jetzt schon" zu meiden.
Vermutlich wären die Malediven, Belize oder Costa Rica (da will ich unbedingt auch nochmal hin) für mich ernsthafte Alternativen, liebe Darinka, da hast Du völlig Recht, aber leider nicht für meinen Geldbeutel :?
Und bist Du sicher, dass es da keine Bezzies gibt???? :lol:

Ich denke, dass es überall irgendwas Blödes (oder Gefährliches) gibt, das man "in Kauf" nehmen muss, wohl dem der ES KENNT!
Zum Beispiel: auf Madeira wäre ich fast erfroren und ersoffen in Anbetracht der rasanten Altantikwellen, in den Europäischen Mittelmeerländern sind mir meist die Leute zu muffelig (ich hoffe, jetzt sagt keiner, dass ich ja offenbar "auf Muffel" stehe :lol: ), etc...

Aber eins wird mir gerade klar: man kann wohl einfach nicht alles GLEICHZEITIG haben :cry:
Also: entweder bunte Fische oder angeregt Unterhaltung...beides ist eben nicht :cry: :cry: :cry:
Ich werde also doch die Stiefel anziehen (auch wenn Sommer ist), die Grummel-Miene aufsetzen (auch wenn ich im Urlaub bin) und die Sache mit dem Blick auf's Ohrläppchen ausprobieren. Wenn dann immer noch nicht "alle auf dem Baum" sind, gibt es noch ein gemotztes "this is not your Buissness" hinterher.
Ich meine: es muss doch irgendwie gehen. Ich bin jahrelang alleine in die Türkei gefahren und da gibt es auch Bezzies wie Sand am Meer. Ich bin einfach nicht bereit, meine Fisch-Faszination aufzugeben...jedenfalls nicht kampflos :mrgreen:

liebe Grüße und danke nochmal
Grampus
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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon Obliquity » 28.08.2015, 08:57

Guten Morgen, Ihr Lieben :)

Grampusgriseus hat geschrieben:Ich denke, dass es überall irgendwas Blödes (oder Gefährliches) gibt, das man "in Kauf" nehmen muss, wohl dem der ES KENNT!

Ja, das ist schon wahr, Gefahren, Risiken gibt es überall. Aber nirgendwo sonst müsste ich mich die ganze Zeit über so komplett verstellen. Dass ich meinen Urlaub damit verbringe, mich zu zwingen, anders zu sein als ich bin, entspricht nicht meinen Vorstellungen.

Ich lerne gerne, ich passe mich auch gerne an. Aber gezwungen zu werden, weniger kommunikativ, offen und freundlich zu sein als ich es bin, und das nicht einmal einem einzelnen Trottel gegenüber (etwa in Venedig...), sondern die ganze Zeit über, allen dortigen Menschen gegenüber, das geht mir einfach zu stark gegen den Strich.

Aber ich kann Deine Anbindung ans Tauchen dort verstehen. Das wiegt die Unbequemlichkeit des Verstellenmüssens, sobald Du auftauchst :lol:, vielleicht wieder auf.
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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon Darinka » 28.08.2015, 11:55

Grampusgriseus hat geschrieben:Aber eins wird mir gerade klar: man kann wohl einfach nicht alles GLEICHZEITIG haben :cry:
Also: entweder bunte Fische oder angeregt Unterhaltung...beides ist eben nicht :cry: :cry: :cry:
Ich werde also doch die Stiefel anziehen (auch wenn Sommer ist), die Grummel-Miene aufsetzen (auch wenn ich im Urlaub bin) und die Sache mit dem Blick auf's Ohrläppchen ausprobieren. Wenn dann immer noch nicht "alle auf dem Baum" sind, gibt es noch ein gemotztes "this is not your Buissness" hinterher.

Liebe Grampus,

das ist eine gute Entscheidung. :wink: Ich wünsche Dir dass Du das auch gut hinbekommst. Ich fand z.B. Türkei nie ganz so extrem wie z.B. Ägypten oder andere nordafrikanische Staaten. Und ja, na klar gibt es auch in einem Teil meiner als Vorschläge genannter Urlaubsziele ebenfalls Beznesser. Aber deutlich weniger - man ist nach meinem Empfinden nicht so eingekesselt von dieser Bagage... Und letztlich gibt es Betrüger überall - meiner war ein deutscher Heiratschwindler (ohne Migrationshintergrund)... Und auch hier in D gibt es leider auch genügend Bezzies und täglich werden es mehr. Nämlich mit all denen, die keinen tatsächlichen Asylgrund vorzuweisen haben, weil sie z.B. gar nicht aus Kriegsgebieten kommen (die wollen ja auch nicht wieder zurück).

Ich wünsche Dir viel Spaß in Deinem Urlaub. Kannst ja hinterher mal berichten. Jetzt wo Du von Bezness weißt, wirst Du vermutlich vieles was Du vor Ort so beobachtest anders sehen als bisher.

LG Darinka
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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon Nilka » 28.08.2015, 13:31

Liebe Grampus,

Mein Tip - gespiegelte Brille. Das irritiert Bezzis wirklich :mrgreen: , weil sie nicht wissen, ob ihre Blicke ihre Wirkung tun.
Und Du musst Dich nicht verstellen und böse blicken, was schwer fällt, wenn die Sonne lacht und die Fische so schön bunt sind :D

Alles Gute!
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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon Grampusgriseus » 28.08.2015, 16:33

Liebe Obliquity,

ja, ich verstehe genau, was Du meinst und mich stinkt das Verstellen ebenso an. Und auch ich wollte immer alles kennenlernen und will es eigentlich immer noch.
Aber inzwischen habe ich begriffen: ein Tourist, bleibt ein Tourist bleibt ein Tourist. Und deshalb wird er eben auch so „behandelt“ (vielleicht überall anders aber eben überall wie ein Tourist) :!:
Da kann er sich noch solche Mühe geben, sich „anzupassen, sich „zu tarnen“, sich möglichst „wenig touristisch“ zu verhalten (brav die langen Ärmel, niemals kurze Hosen, etc.): aber es nützt nix! Er wird behandelt wie eine eigene Spezies.
Ich werde jetzt versuchen, ein wenig „umzudenken“, was das Thema: "Erwartungen" anbelangt, bzw. versuchen, da ein wenig flexibler zu sein. Hierzu vielleicht ein kleines Beispiel aus meinem letzten Ägypten-Urlaub:
Ich war im Winter in Marsaalam-Nähe, es war sogar kalt und das Hotel reichlich „unterbelegt“...die wenigen Gäste waren recht überschaubar und aus aller Herren Länder und rückten (möglicherweise aus „Gemütlichkeitsgründen“, denn es wirkte alles ein wenig „ausgestorben“) viel enger zusammen als normalerweise...man lernte sich kennen...man unterhielt sich in allen möglichen Sprachfetzen und mit Händen und Füßen...ich kannte innerhalb kürzester Zeit fast die komplette Gäste-Belegschaft und es war sehr sehr lustig. Warum sollte das nicht beim nächsten Mal wieder möglich sein?
Der Bogen zu „Erwartungen“: ich hatte auf Kommunikation gehofft und diese bekommen. Ich hatte natürlich damit gerechnet, mit Ägyptern (und wenn ich richtiges Glück habe,mit ÄgypterINNEN) zu kommunizieren und nicht mit Russen, Franzosen, Engländern, Tschechen, etc. Aber was soll's: der Urlaub war ANDERS aber schön (denn meine bunten Fische waren natürlich trotzdem da).
Und inzwischen bin ich sehr sehr froh, dass ich NICHT soviel mit Ägyptern gequasselt habe :lol:

liebe Grüße von Grampus
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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon Grampusgriseus » 28.08.2015, 16:58

Liebe Darinka,

vielen Dank! Ja, ich bin auch mal sehr gespannt, inwieweit ein anderer Blickwinkel schon vieles von ganz alleine "anders werden" lässt als beim letzten Mal :D

Dass es in der Türkei noch viiiieeeel mehr Bezness gibt als in Ägypten, wurde mir auch erst klar, seitdem ich das hier alles gelesen hatte. Ich meine, erst da habe ich es als solches begriffen :shock: Also, dass es Bezzness ist und nicht "simple Lügengeschichten"...also WELCHEN Zweck die Herren dort eigentlich verfolgten, als sie mir ihre "Lebensgeschichten" erzählten, bzw. DASS sie überhaupt einen verfolgten...
Es ist auf jeden Fall ANDERS dort, da hast Du recht. Wie ich finde, ist es irgendwie ein wenig "offensichtlicher" und anders verteilt. Ich habe in den Touristengebieten sehr viele Deutsch-Türken kennen gelernt (schon weil sie eben alle gut deutsch konnten und dies für einen ausreichenden Grund hielten, wirklich jeden derartig zuzuquatschen, dass auch der Geduldigste irgendwann die Flucht ergriff :lol: ) Wenn einem dann der 3. oder 4. erzählt, dass er zwar in Deutschland studiert habe, jetzt aber doch lieber in TR Socken verkaufe, weil dort „das Wetter schöner und das Meer blauer“ sei, dann dämmert auch dem letzten Trollo, dass das aus irgendeinem Reiseprospekt stammt und der Gute wahrscheinlich wegen krimineller Machenschaften wieder abgeschoben worden ist.
Da hatte ich dann aber immer noch nicht das Gefühl, dass das „irgendwas mit mir zu tun hat“ Geldforderungen kamen entweder ganz platt und von vornherein oder gar nicht.
Ich hatte das Gefühl, dass es deutlich besser wurde als ich anfing türkisch zu sprechen. Ich bin zwar darin nie wirklich gut geworden und hätte „Insidersprüche“ nie verstanden aber DAS wusste ja keiner so genau. Man kann schlecht einschätzen, wie viel eine Ausländerin versteht (vor allem wenn sie „so tut als ob“). Und wenn sie das wenige, was sie sagen kann, schnell und fehlerfrei ausspricht, entsteht auch nochmal ein ganz anderer (in diesem Fall völlig falscher ) Eindruck! :lol:
Was ich aber eigentlich mit dem Erlernen der Sprache erreichen wollte, war, ernster genommen zu werden und ein wenig mehr Respekt zu erhalten. Absolute Fehlanzeige! Aber Spaß gemacht hat's trotzdem :D

Liebe Nilka,

hervorragende Idee! Ich habe zwar schon ca. 20 Sonnenbrillen aber die eine macht den Kohl nun auch nicht mehr fett.
Man! Hätte Niiiieeee gedacht, dass ich mir mal freiwillig 'ne Spiegelbrille kaufen würde :mrgreen: :lol: 8)
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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon Franconia » 28.08.2015, 17:26

@ Grampus,
so wie jedes Land seine Eigenheiten hat, so haben auch die Bezzis in den verschiedenen Ländern ihre "besonderen" Maschen oder Vorgehensweisen.
Und es gibt eigentlich auch in jedem Land eine sogenannte Bezzi-Hochburg in der es, neben dem sonstigen Lug und Betrug, vor allem auch um den (schnellen) Sex mit den ausl. Touristen geht, den sie mit einer anständigen und ehrbaren einheimischen Frau nicht bekommen.
Diese Regionen, z.B. Hurghada (ÄGY) oder Kumköy (TR) haben dann auch ihre Spitznamen weg :wink:

Ich bin sicher, du wirst mit all dem Wissen um dieses "Geschäft" viele Dinge mit anderen Augen sehen in deinem nächsten Urlaub - sowohl Dinge die dich persönlich betreffen oder auch Dinge, die du siehst, wenn du deinen Blick im oder außerhalb des Hotels mal schweifen lässt.
Man sieht viele Dinge, die man ohne Hintergrundinfos zwar komisch oder befremdlich findet oder über die man sich (heimlich) amüsiert. Aber mit den ganzen Infos bekommen sie einen ganz anderen Touch und fallen einem oftmals auch noch mehr ins Auge.

Und Sonnenbrillen sind doch wie Schuhe, Handtaschen oder Hüte - Frau kann nie genug davon haben :lol:
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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon nabila » 28.08.2015, 20:59

hallo,

liebe G G evtl. kannst Du das lernen und Dir merken ???

maleksch daowa > geht dich nix an ---------- ( das w bitte wie im englischen)

gut wär auch noch >
ämschi ( hau ab)

Damit wär alles klar, und Du tust, als wenn Du arabisch könntest, das signalisiert "Achtung"

Mehr musst Du dann nicht sagen, nur stumm geradeaus gucken


Liebe Grüße ♥
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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon Grampusgriseus » 29.08.2015, 08:19

@) nabila:
Super! Danke! Das werde ich mir auf jeden Fall merken :D , bis dahin versuchen, es mir einzuprägen und sicherheitshalber auf'nen Zettel schreiben und mitnehmen.
Hatte schon meine Ägyptisch-Arabisch-Lern-CD nach etwas derartigem durchforstet aber natürlich nix gefunden...das ist ja auch nicht unbedingt das, wovon man meint, dass es Reisende und Lernende zuerst lernen sollten :lol:

@) Franconia:
Verrätst Du mir die Spitznamen? :mrgreen:
Ich hatte seinerzeit in Kumköy das Gefühl, es gäbe gar keine "ehrbaren, einheimischen" Frauen mehr. Die einzige, die ich da in all den Jahren mal gesehen habe, lief sofort davon als ich sie ansprach, um herauszufinden, wo der Dolmusch hält :cry:

Ja, ich bin mal gespann! Irgendwie sehe ich mich schon die ganze Zeit an irgendwelchen Frauen herumrütteln, um sie "aufzuwecken". Ich muss echt versuchen, mich zusammen zu reißen...zumal es ja meist eh nix bringt. Vielleicht sollte ich einen Stand aufmachen, wo ich rosa Brillen gegen Spiegelbrillen eintausche :lol:

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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon Obliquity » 29.08.2015, 10:05

Guten Morgen :)

Grampusgriseus hat geschrieben:@) nabila:
Super! Danke! Das werde ich mir auf jeden Fall merken :D , bis dahin versuchen, es mir einzuprägen und sicherheitshalber auf'nen Zettel schreiben und mitnehmen.
Hatte schon meine Ägyptisch-Arabisch-Lern-CD nach etwas derartigem durchforstet aber natürlich nix gefunden...das ist ja auch nicht unbedingt das, wovon man meint, dass es Reisende und Lernende zuerst lernen sollten :lol:


Du könntest einmal nach dem passenden "Kauderwelsch"-Sprachführer schauen, am besten in einem Buchladen, um einen Blick hineinzuwerfen. Damit bin ich wunderbar mit Mandinka in Gambia zurechtgekommen, und ich habe mir aus Interesse noch andere Sprachen geholt. Das Problem ist: Die Qualität ist sehr unterschiedlich! Sie hängt vollkommen von dem jeweiligen Verfasser ab. In einigen Sprachen werden solche Abwehr-Sprüche mit angegeben, in anderen nicht. Deshalb wäre der prüfende Blick im Buchladen gut.

Ja, ich bin mal gespann! Irgendwie sehe ich mich schon die ganze Zeit an irgendwelchen Frauen herumrütteln, um sie "aufzuwecken". Ich muss echt versuchen, mich zusammen zu reißen...zumal es ja meist eh nix bringt. Vielleicht sollte ich einen Stand aufmachen, wo ich rosa Brillen gegen Spiegelbrillen eintausche :lol:


Ich finde die Spiegelbrillen-Idee auch super! Und letzten Endes wäre es eine Marktlücke dort.... ;)
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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon Grampusgriseus » 29.08.2015, 18:08

Liebe Leute,

Ihr müsstet mich jetzt echt mal mit meiner neuen Spiegelbrille sehen 8) Unfassbar! :lol:

@) Obliquity:
Ich HAB den Kauderwelsch :shock:
Sogar MIT CD!!!
Ich glaub', ich sehe nochmal etwas gründlicher nach... Danke für den Tip!

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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon Nilka » 29.08.2015, 21:02

Grampusgriseus hat geschrieben:Liebe Leute,

Ihr müsstet mich jetzt echt mal mit meiner neuen Spiegelbrille sehen 8) Unfassbar! :lol:

LG GG

Das ging aber schnell :!: :lol:
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Re: Distanz wahren und Grenzen ziehen

Beitragvon Grampusgriseus » 30.08.2015, 20:14

Guten Abend,

Der "Kauderwelsch" gibt leider nicht viel her :(
Lediglich eine Seite mit Schimpfwörtern, die ich aber nicht mal dann benutzen würde, wenn ich nicht den Hinweis gelesen hätte, dass diese nicht zur "Benutzung" gedacht seien, sondern lediglich zum Verstehen, der selbst erhaltenen Beleidigungen...
Aber Ämschi war auch dabei :D
Und das reicht ja dann auch...ich wollte ja nicht quatschen :lol:

LG Grampus
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