nur so interessehalber

Erfahrungen mit Flüchtlingen und Migranten zum Thema Bezness

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Nilka
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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Nilka » 27.07.2021, 16:06

Recht hast du.
Denen fehlt doch die fachärztliche Kompetenz, das zu entscheiden. Die verheerenden Folgen sieht man danndraußen, nicht im Gerichtssaal.
LG ♥ Nilka

Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt. Thomas Mann

Fierrabras
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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Fierrabras » 16.11.2021, 19:50

aus einem Krankenblatt: "A. lebe aktuell in der Einrichtung L. e.V., gemeinsam mit seinem Bruder H. Seit Ende 2019 seien beide in Deutschland. Seit einigen Wochen hätten die Betreuer den Verdacht des Substanzkonsums beider Brüder; das Drogenscreening bei H sei auf Morphium, Opiate, Kokain und THC positiv gewesen. A verweigere ein Screening, räume jedoch den Konsum von Lyrika ein. Die Brüder seien zuletzt kaum in der WG, wiederholt nachts weg, morgens schwer erweckbar. Inzwischen wirke A auf die Betreuerin "frischer" tagsüber, sei leichter zu wecken, versuche Termine wahrzunehmen und erst nachmittags unterwegs. Zuletzt sei er 3 Tage in Frankfurt am Main abgängig gewesen, er habe - nach eigenen Angaben - einen "Tapetenwechsel" bzw. "Urlaub" gebraucht. Seitdem sei er durchgängig in der Einrichtung, problematisch sei aktuell eher, dass fremde Personen bei den Brüdern übernachten würden. Weiterhin sei sein Bruder seit einer Woche verschwunden, worum sich A sorge. Es sei wenig aus der Anamnese bekannt, die Brüder stammen aus Algerien, beide Eltern seien verstorben, vermutlich haben beide die letzten 5 Jahre obdachtlos gelebt. Sie sind gemeinsam geflüchtet, hätten in Berlin die gleiche Vormünderin bekommen. Beide streiten den Substanzkonsum ab bzw. lehnen eine freiwillige vollstationäre qualifizierte Suchtbehandlung ab. Die Finanzierung des Substanzkonsums sei unbekannt. Bei A würden mehrere Anzeigen vorliegen, u.a. wegen Diebstahl. Es werde Drogenhandel zur Finanzierung seitens der Einrichtung vermutet, ggf. auch Prostitution. Wenn A den Substanzkonsum nicht behandeln lasse, werde er den Platz in der Einrichtung verlieren. Es sei bereits über eine geschlossene Unterbringung gesprochen wurden, aktuell wolle die Vormünderin jedoch die Möglichkeit der freiwilligen Aufnahme aufrechterhalten. Er selbst räume ausschließlich den Konsum von Lyrika ein. Die Betreuerinnen würden ihn teilweise euphorisch und hibbelig wahrnehmen, anamnestisch war er teilweise sehr benommen. Insgesamt schwanke er zwischen gut gelaunt/euphorisch bis zu zurückhaltend/zurückgezogen. Auch bestehe der Verdacht auf eine Enuresis, er hänge seine Matratze teilweise aus dem Fenster bzw. schlafe ganz auf dem Boden. Für den Folgetag stehe ein Gerichtstermin wegen Diebstahl aus, weitere Anzeigen seien noch unklar, u.a. würden Anzeigen der BVG vorliegen, obwohl die Einrichtung den Brüdern Tickets aushändige."

Irgendwie habe ich da so meine Zweifel, dass es bei den beiden Brüdern mit der Integration klappen wird...

Nilka
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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Nilka » 16.11.2021, 20:45

Du wirst wahrscheinlich Recht behalten mit deiner Einschätzung, Fierrabras.
Welche Geschenke an die Gesellschaft, welche Bereicherung :?
LG ♥ Nilka

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Fierrabras
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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Fierrabras » 22.12.2021, 12:55

aus einem Krankenblatt

FA POL: Pat sei durch die Strassen ziellos umhergewandert mit 3 Küchenmessern in der Hand, Pat wohl in der Gegend am XYZ- Platz bekannt, da wohl früher in der Gegend gewohnt. Ein ihm bekannter Passant habe ihn angesprochen, woraufhin der Pat. ihm gegenüber Morddrohungen ausgesprochen habe. Der Bekannte habe daraufhin die Polizei alarmiert.
EA: Keine geordnete Anamnese möglich. Pat intoxikiert wirkend. Monologisiert. Pat desorganisiert, zerfahren, keine zusammenhängenden Angaben machend. Nur wenig kooperativ in der RTS. AAT klappt nicht. Pat spricht von Brot, Messern, man behandle ihn wie einen Hund. Jemand sei vor seinen Augen gestorben. Man solle ihn umbringen.

Vordiagnosen:
Paranoide Schizophrenie (Erstdiagnose 2003)
Intelligenzminderung
Cannabisabhängigkeit
Kokainabhängigkeit
V.a. Amphetaminabhängigkeit

Dieser Patient hat schon vor einigen Jahren einen völlig unbeteiligten Passanten in den Hals gestochen, zum Glück war das Küchenmesser damals wohl nicht sonderlich scharf, das Opfer musste nur genäht werden, aber Halsschlagader oder Luftröhre waren unverletzt.

Bemerkenswert finde ich vor allem den zusätzlichen Satz: "Aufhebung der gesetzlichen Betreuung ab 12/2021 aufgrund mangelnder Betreuungsfähigkeit"

tja, am Folgetag gab es wie es immer so schön heisst bei geäußertem Entlasswunsch wegen Suchtdruck "keine Rückhaltegründe", Pat. wurde in die Obdachlosigkeit entlassen. Ob die Station ihm die 3 Küchenmesser wieder ausgehändigt hat, wurde nicht erwähnt....

Da scheint es wirklich so zu sein, dass meine Kollegen abwarten, bis wieder etwas so Schlimmes passiert, dass er wieder in der Forensik landet. Und dann ist das Gejammer wieder groß, aber keiner ist schuldig.

Anissa
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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Anissa » 22.12.2021, 13:05

Liebe Fierrabas!
Deine Geschichten sind immer sehr interessant, danke dafür! Nur die Abkürzungen versteht man nicht wenn man nicht vom Fach ist. Liebe Grüße Anissa

Fierrabras
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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Fierrabras » 21.01.2022, 13:09

heutige Ratsuche an Nancy
Sehr geehrte Frau Innenministerin,

hier etwas über einen meiner Patienten:

Pat sei seit einem Jahr mit seinem Sohn in Berlin. Habe eine Frau und drei weitere Kinder in seinem arabischen Heimatland, in welchem kein Krieg herrscht. Der mit ihm in Berlin lebende Sohn leide unter einer schweren Erbkrankheit, die die Blutbildung beeinträchtigt. Es seien wöchentliche Bluttransfusionen nötig. In seinem Heimatland konnte (angeblich) die Versorgung mit Blutkonserven nicht mehr gewährleistet werden, deswegen sei er mit ihm nach Deutschland gekommen. Im März habe er Asyl beantragt, weil die Finanzierung der Bluttransfusionen, die der Sohn an der Kinderklinik erhält, problematisch wurde. Außerdem hoffe er, dass er durch den Asylantrag seine restliche Familie nach Deutschland holen könne. Ein anderer Sohn komme als Stammzellspender für eine Knochenmarktransplantation in Frage, dies habe eine Untersuchung 2012 ergeben. Die KM-Transplantation könne allerdings nicht in seinem Heimatland durchgeführt werden, da gebe es die nötige medizinische Technik nicht. Deshalb müsse er es schaffen, seine Familie nach Deutschland zu holen. Ob er dann langfristig in Deutschland oder seinem Heimatland leben wolle, könne er noch nicht sagen.

Zur aktuellen Lage berichtet der Pat., dass er in letzter Zeit viel mit seiner Frau streite, weil der Pat seine Familie nicht mehr finanzieren könne und diese in dem Heimatland in schwierige Verhältnisse geraten seien. Die Frau habe wohl vor kurzer Zeit zu ihm gesagt: "Entweder du holst uns nach Deutschland, oder du legst mir die Scheidung vor." Der Pat. sei von Eifersucht geplagt, habe seiner Frau zuletzt verboten, aus dem Haus zu gehen, dies habe auch für einige Streits gesorgt, da sie sich nicht daran gehalten habe. Außerdem sei es so schwer für ihn, seine Frau telefonisch zu kontrollieren, auch deshalb müsse sie nach Deutschland kommen."

Bitte erklären Sie mir doch, wie bei diesem Ende 30jährigen Mann ohne Fremdsprachenkenntnisse und ohne qualifizierte Berufsausbildung in seinem Heimatland jemals ein Mitglied unserer Gesellschaft werden soll, welches sich selbst und seine Familie ernähren kann. Glauben Sie wirklich, der wird jemals von Transferleistungen unabhängig sein? bzw vom Kindergeld werden er und die Familie hier vermutlich gut leben können, denn allein dies wird ein Vielfaches dessen sein, was er mit ehrlicher Arbeit in seinem Heimatland verdient.
Und was sein Frauenbild betrifft: glauben Sie allen Ernstes, ein Integrationskurs wird das ändern können?

Ist das aber wirklich die erstrebte Zuwanderung, die unser Land braucht?

Ich würde mich freuen, von Ihnen eine ehrliche Antwort zu erhalten.

(als Ärztin in einem sozialen Brennpuntkviertel in einer Großstadt habe ich viele solcher Fälle, die ich Ihnen in den nächsten Wochen vorstellen möchte, weil ich nämlich keine Ahnung habe, als unwissende Bürgerin, wie das mit der Integration klappen soll. Aber Sie als Fachfrau für Migration und Rassismus bzw Rechtsextremismus werden mir das sicherlich sagen können.

Gruß

Fierrabras
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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Fierrabras » 21.01.2022, 13:15

und das hier schicke ich morgen an die Nancy mit Bitte um Rat

Der Patient wird vom Sozialarbeiter seiner Wohneinrichtung, an die Ambulanz verwiesen zur Abklärung, ob eine behandlungsbedürftige psychische Erkrankung vorliegt.
Der Patient und seine schwangere Frau und die 4 gemeinsamen Kinder leben in einer 45 Quadratmeter großen Wohnung in einer Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete. Der Patient sei zunehmend reizbar, was sich gegenüber der Familie zeigt, die er oft grundlos anschreit. Auch der dortigen Sozialarbeiterin gegenüber sei so verbal aggressiv aufgetreten. Er sei wütend, frustriert, habe Zukunftsängste, fühle sich schuldig, der Familie nur so eine beengte Unterkunft bieten zu können. Er könne nicht schlafen bzw nur mit abendlichem THC-Konsum zur Entspannung. Durch das THC fühle er sich besser.
Er verlasse ungern die Wohneinrichtung, da er Angst vor Gewalttätigkeit auf den Straßen habe.
Er leide an chronischen Rückenschmerzen, eine Bandscheiben-OP sei geplant. Außerdem habe er Bluthochdruck. Er bekomme TRamadol gegen die Schmerzen und ein Mittel gegen den hohen Blutdruck.
in seinem zentralasiatischen Heimatland und später in der Schweiz habe er THC, Kokain und Heroin konsumiert, sei zur Drogentherapie gewesen

Er stamme aus XYZ, habe 10 Jahre in der Schweiz gelebt, dort habe er wegen des Asylstatus nicht arbeiten dürfen. Daher habe er auch kein deutsch gelernt. Wegen drohender Abschiebung sei er mit der Familie nach Deutschland weiter gereist. Nach XYZ könne er nicht zurück, dort gebe es keine Zukunft. Er sei 10 Jahre in XYZ zur Schule gegangen, habe danach ein Polytechnikum besucht und als Schichtleiter in einer Textilfabrik gearbeitet.



Die Nancy wird mir sicher sagen können, wie das mit der Integration klappt. Und sicher wird sie auch wissen, wie dieser Mittvierziger nun endlich deutsch lernt und arbeiten geht.

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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Fierrabras » 21.01.2022, 13:16

oh, nicht Mittvierziger, sondern Mittfünfziger..na, da wird das ja umso besser klappen mit dem Deutschlernen!!! Die Nancy wird das schon wissen!!!

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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Cimmone » 21.01.2022, 14:37

Find ich gut, dass Du Dir Expertenrat einholst.
"Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht." Kurt Tucholsky

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Re: nur so interessehalber

Beitrag von gadi » 21.01.2022, 14:41

Cimmone hat geschrieben:
21.01.2022, 14:37
Find ich gut, dass Du Dir Expertenrat einholst.
Ich auch. Wer an so wichtiger Stelle sitzt, muss ja weiterhelfen können. ;--)
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Re: nur so interessehalber

Beitrag von karima66 » 21.01.2022, 14:49

Weil es grad so schön passt…..über unseren syrischen Mitarbeiter kann ich nichts Negatives bzw. Mangel an Integrationsbereitschaft sagen, er ist der loyalste, zuverlässigste und fleißigste Mitarbeiter den wir je hatten und immer wieder wundere ich mich darüber….aber ich will man ein umgekehrtes Beispiel aufzeigen was vielleicht auch nicht so bekannt ist denn es heißt ja immer die Frauen würden wenn sie könnten, das Problem bei der Integration sei der Mann der Frau.
Es geht auch anders…..während unser Mitarbeiter nämlich sich den A. aufreißt, Vollzeit jetzt mit langen Anfahrtswegen, körperlich anstrengender Arbeit, nie mault er, man muss ihn oft zu Pausen zwingen, er sorgt auch dafür, dass sein Kind in die KiTa geht, er kümmert sich um alle Papiere o.ä. und abends wenn er kaputt nach Hause kommt bringt er die Einkäufe mit und spielt dann noch mit dem Kind, hat deutsch mittlerweile ganz gut gelernt und auch die fachlichen Dinge, so macht aber seine Frau…..nichts…..sie möchte nicht rausgehen, nur mit anderen syrischen Frauen zusammen, sie will er hilft ihr mit dem Kind, sie will er verdient noch mehr Geld, ihr gefällt es in dem Haus nicht dabei wohnen sie gut jetzt, sie war zweimal in Syrien bei der Familie trotz Corona und obwohl es ihm nicht recht war, aber sie hat sich durchgesetzt, am Ende hat sie Corona eingeschleppt und ihm damit Quarantäne….uns auch da er ausfiel…..sie will kein deutsch lernen, sie will eigentlich zurück, aber da hätte er ja keine Arbeit, kein Geld…..auch rennt sie ständig wegen irgendwas zum Arzt wofür er dann manchmal frei braucht denn sie versteht ja kein Deutsch….dann hetzt er zu ihr, zum Arzt, bringt sie nach Hause und hetzt weiter wieder zur Arbeit.
Zwischendurch ruft sie ständig an…..

Der Mann arbeitet lieber als dass er Zuhause ist….was ich damit sagen will, es sind nicht immer die Männer die Integration behindern, nicht alle Frauen wollen frei sein so wie wir das verstehen….er verbietet ihr nichts, im Gegenteil, er hätte gerne sie würde mehr machen denn dann hätte er mehr Ruhe….
Nur mal so ein Beispiel….musste ich mal loswerden, weil es mich nervt…..und weil arabische Frauen oft auch nicht die armen Mäuschen sind die machen müssen was Mann will oder nicht will….

Ich hab in Tunesien auch viele Frauen erlebt wo diese „ die Hosen anhatten“ ….

Ich finds auch gut, deine unermüdlichen Anfragen, Briefe, aber ich hätte nicht mehr die Nerven dafür, erwarte da auch nichts mehr von der Politik….

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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Cimmone » 21.01.2022, 14:56

Ein schönes Beispiel, karima. Finde ich auch wichtig, dass anzubringen. Sonst müsste man ja nur noch verzeeifeln. Danke!
"Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht." Kurt Tucholsky

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Re: nur so interessehalbe

Beitrag von Anaba » 21.01.2022, 22:36

.
Nur mal so ein Beispiel….musste ich mal loswerden, weil es mich nervt…..und weil arabische Frauen oft auch nicht die armen Mäuschen sind die machen müssen was Mann will oder nicht will….
und x
Danke Karima,

ich kenne viele solcher Frauen. Auch aus der Famile.

Ein Beispiel.
Er, in Frankreich studiert, bekommt nach dem Studium in F einen Superjob und heiratet dann eine
algerische Jungfrau, die er nach F holt.
Warum, verstehe ich bis heute nicht. :roll:
Inzwischen bleibt alles bleibt an ihm hängen.
Sie spricht nach einigen Jahren immer noch schlecht französisch. An Integration ist sie nicht interessiert.
Inzwischen haben sie drei Kinder. Er wollte sie schon nach dem ersten Kind wieder zu den Eltern zurückschicken.
Aber ruck zuck waren es drei. Nun es zu spät. Er liebt die Kinder und macht alles für sie.
Er ist ein guter Vater, kümmert sich neben dem Job liebevoll um die drei Kleinen, steht nachts auf wenn sie weinen,
bringt sie vor der Arbeit in die Kinderbetreuung und zur Vorschule/ Schule.
Alle Arzttermine, alle Versammlungen in der Schule erledigt er.
Geht einkaufen, erledigt einfach alles. Wie lange er das noch schafft, ich möchte mir das nicht vorstellen.
Madame hat nur eine Sorge.
Sie möchte jedes Jahr zu ihren Eltern nach Algerien, jedes Wochenende Ausflüge unternehmen und in der gemeinsamen Freizeit shoppen.
Frauen, wie sie gibt es dort viele.
Wie Karima schreibt, sie sind nicht nur die kleinen Mäuschen, die unterdrückt werden.
Die meisten wissen genau was sie wollen.
Mein Schwiegervater, der keine deutsche Schwiegertochter wollte und Jahre gebraucht hat, dass hinzunehmen, war nach dem ersten Besuch in Deutschland sprachlos, was die Frauen hier leisten. Plötzlich war ich die Beste. :lol:
Drei Kinder, voll arbeiten, er war darüber erstaunt hat es zu Hause jedem erzählt.
Es war für ihn unfassbar.
Liebe Grüße
Anaba

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Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich offen im Gegensatz zu seiner Zeit
zu befinden und laut zu sagen: Nein
Kurt Tucholsky

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