nur so interessehalber

Erfahrungen mit Flüchtlingen und Migranten zum Thema Bezness

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Cimmone
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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Cimmone » 07.02.2022, 14:14

Vielleicht sind solche Fallbeispiele die einzige Möglichkeit, dass bei Nancy F. ein zumindest Öffnungsprozess stattfinden kann, hinsichtlich " wir brauchen mehr davon".

Wenn ich mir überlege, dass Ärzte sich mit den Integrations - Sollenden herumschlagen müssen und diese Zeit auch denen genommen wird, die krank sind und schon länger hier leben und die das Gesundheitswesen mal mitfinanziert haben......oder immer noch finanzieren....

Es ist soviel Ignoranz und Arroganz in den Aussagen derer, die über unsere Köpfe hinweg solche Entscheidungen treffen.
"Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht." Kurt Tucholsky

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Fierrabras
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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Fierrabras » 07.02.2022, 15:53

mir ist unbegreiflich, wie jemand Steine auf eine Mutter, die mit Säugling im Kinderwagen und Kleinkind an der anderen Hand spazieren geht, werfen kann, zwar diese nun nicht trifft, dafür aber eine Schaufensterscheibe (und wenn die Splitter Mutter und Kinder verletzt hätten?!) und dann noch weiter fröhlich draussen rumlaufen kann...

Delphi69
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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Delphi69 » 07.02.2022, 16:01

Fierrabras hat geschrieben:
06.02.2022, 12:12
Hallo Delphi, das ist ganz einfach. Nahezu jeden Tag findest Du problematische Meldungen in der Zeitung so wie dieser hier über bildungsferne Asylbewerber https://www.t-online.de/region/muenchen ... deten.html

und dann geh einfach hierher https://www.bmi.bund.de/DE/service/kont ... 8.2_cid287
das ist das Kontaktformular der Bürgerkommunikation mit Nancy.

und da fragst Du sie ganz freundlich (immer höflich bleiben, damit Du keine Anzeige wegen Beleidigung bekommst), wie sie sich das denn so denkt, wenn wir doch FACHkräfte dringend brauchen, ob sie wirklich glaubt, diesen Mangel mit bildungsFERNEN Asylbewerbern auszugleichen?
Danke für die Tipps Fierrabras. Ich werde mich einbringen.

Liebe Grüße
Delphi69

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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Fierrabras » 08.02.2022, 12:45

Sehr geehrte Frau Innenministerin

ich habe leider bisher noch keine Antwort von Ihnen erhalten. Nun hatte ich heute erneut einen problematischen Patienten, bei dem ich Ihren Rat brauche.

Der Patient sei in der XXXstr. an einem Schrottauto zu Gange gewesen und hätte von diesem aus die Autositze und Ersatzreifen in den fließenden Straßenverkehr geworfen. Bei Eintreffen der Polizei sei der Patient fremdaggressiv und spuckend gewesen. Der Patient ist obdachlos, kommt aus Algerien, ist seit 2011 in Deutschland, spricht aber nur gebrochen englisch, ist illegal im Land. Der Patient ist sowohl der Polizei als auch dem Krankenhauspersonal bestens bekannt, da es nahezu täglich zu vergleichbaren Einsätzen kommt.
Er ist wach, ungepflegt, unkooperativ, verbal und brachial aggressiv und spuckend, verminderte Konzentrations- und Auffassungsgabe, im formalen Gedankengang logorrhöisch und unzusammenhängend, Phoneme gut möglich, affektiv gereizt-dysphor, regelrechter Antrieb, psychomotorisch sehr schwankend, z.T. sehr unruhig. Akute Fremdgefährdung ist gegeben.
Am Folgetag hat sich die Situation entaktualisiert, der Patient wird in die Obdachlosigkeit entlassen.

Mal davon abgesehen, dass es ekelhaft ist, auf der Arbeit angespuckt zu werden, können durch Speichel auch durchaus gefährliche Krankheiten wie zB Tuberkulose übertragen werden. Davon abgesehen ist die Verletzungsgefahr durch Schläge und Tritte ebenfalls hoch.

Wieso sollen Leute dann überhaupt noch als Polizist oder Pflegekraft tätig sein? ok, ich weiss, Sie stehen der Polizei kritisch gegenüber, daher werden Sie diese Zumutung für die Polizisten nicht so schlimm empfinden. Aber bei Pflegekräften und auch Ärzten, vor allem in sozialen Brennpunktvierteln, da verstehen doch sogar Sie, dass so etwas eine unzumutbare Belastung ist, nicht wahr?
Was gedenken Sie denn gegen solche Zustände zu tun? Mal davon abgesehen, dass dieser Patient nicht asylberechtigt ist und eine Integration wohl nicht erfolgreich sein wird: wie wollen Sie der arbeitenden Bevölkerung (Polizei und medizinisches Personal) erklären, dass sich diese tagtäglich mit so etwas herumplagen müssen?

Ich bin sehr gespannt auf Ihren Plan.

Gruß

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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Fierrabras » 09.02.2022, 12:52

und weiter geht's

Sehr geehrte Frau Innenministerin

ich hätte gern Ihren Rat zu diesem Patienten, ebenfalls aus Ghana stammend:
Die Vorstellung in der Rettungsstelle erfolgt zunächst in Begleitung der Polizei als "Unbekannt Unbekannt". Dies ist heute bereits der 3. Polizeieinsatz. Jetzt wurde auch die Feuerwehr hinzugezogen. Laut Feuerwehrschein bestehe ein "psychischer Ausnahmezustand". Der Patient habe auf der Straße Steine nach Passanten geworfen. . Beim vorherigen Einsatz hätten die Polizisten den Patienten dabei angetroffen, wie er Hundekot auf der Straße gesammelt habe und diesen an Passanten verteilen wollte. Heute in den frühen Morgenstunden wurde der Patient bereits bei einem weiteren Polizeieinsatz angetroffen, er habe zu dem Zeitpunkt auf einem Autodach getanzt, dieses aber auf Aufforderung verlassen. Die Polizei habe nun keine Lust mehr auf weitere Einsätze, wisse auch nicht, was sie mit dem Patienten machen sollten. Er wirke „etwas verrückt“ daher wollte die Polizei ihn nicht in die Gefangenensammelstelle bringen.

Der Patient spricht gebrochenes Englisch, ist stark intoxikiert, weiß nicht genau, welche Drogen er genommen hat.

Ich frage mich, ob Sie als Politikerin nur Ihren Idealvorstellungen einer gerechten Welt nachhängen und überhaupt noch wissen, wie das Leben für den Normalarbeitnehmer aussieht, der die Folgen Ihrer Migrationspolitik ausbaden muss? Wie fühlen sich wohl die Polizeibeamten, die binnen weniger Stunden 3 Mal mit diesem drogenintoxikierten Menschen zu tun haben? Wie sinnvoll empfinden die ihre Arbeit? Was denken die Passanten, die von dem Mann in seinem Drogenrausch mit Steinen beworfen worden? Zum Glück hat er -vermutlich rauschbedingt- nicht gut zielen können und niemanden getroffen. Wie würden sich die Beworfenen denn dann fühlen, wenn er sie getroffen hätte? Und wie fühlen wir Ärzte und Pflegepersonal uns wohl mit solchen Patienten? Vor allem, weil die Verletzungsgefahr für uns groß ist, aber auch, weil nach erfolgter Detoxikation der Patient entlassen wird, wir aber genau wissen, dass wir ihn bald wiedersehen werden?!
Leider habe ich von Ihnen bisher auf meine vielen Fragen keine Antwort bekommen. Liegt das daran, dass Sie auch keine Antwort haben? Wie sollen solche Leute integriert werden? Welche Asylgründe gibt es für jemanden aus Ghana?

Und vor allen Dingen: wir sehen ja nun deutlich, dass die Integration bei diesen Menschen offensichtlich nicht funktioniert, warum dann wollen Sie noch mehr dieser Leute ins Land holen? Warum keine gebildeten, gut ausgebildeten Fachkräfte, die wir wirklich dringend brauchen?
Oder wollen Sie im Zuge der Cannabislegalisierung Dealer zu einem Beruf machen?

In dringender Erwartung einer Antwort (so Sie eine haben, was ich zunehmend bezweifele).
Ihre

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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Cimmone » 09.02.2022, 13:18

Sehr gut!

Besonders der Teil, den Du aus Deiner Sicht schilderst.
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Re: nur so interessehalber

Beitrag von gadi » 09.02.2022, 13:35

Cimmone hat geschrieben:
09.02.2022, 13:18
Sehr gut!

Besonders der Teil, den Du aus Deiner Sicht schilderst.
Da schließe ich mich an! Go Fierrabras!
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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Fierrabras » 10.02.2022, 13:21

nun ja, eines dieser Schätzchen kam prompt wieder, also habe ich der Nancy erneut geschrieben

Sehr geehrte Frau Innenministerin,

einer der Patienten, über die ich Ihnen in den letzten Tage meine Ratlosigkeit geklagt habe, wurde nach Abklingen des Drogenrauschs entlassen und kam nun unter folgenden Umständen wieder:

Der stark erregte und gewalttätige aus Algerien stammende Patient kommt in Handschellen in Polizeibegleitung in die Rettungsstelle. Er. sei auf der XXXstr. angetroffen worden. Er spricht gebrochenes Englisch, kann sich aber ganz gut verständlich machen. . Er habe bei einer Bäckerei die Mitarbeiter*innen wiederholt mit dem Tode bedroht., habe versucht vor der Bäckerei mit dort pickenden Tauben Fussball zu spielen. Außerdem habe er Kund*innen das Essen weggenommen. Wenn diese etwas dagegen gesagt hätten, habe er versucht sie zu schlagen, beschimpft und auch mit dem Tod bedroht.
In der Rettungsstelle beisst der massiv angespannte Patient bei der Umfixierung eine Pflegekraft in den Arm. Er schreit und ist extrem beleidigend."

Wie fühlen sich da wohl Polizisten, Pflegekräfte und ärztliches Personal? ganz zu schweigen von dem Personal und den Besuchern der Bäckerei?
Wie soll das mit diesem Patienten weiter gehen? Nach Ausnüchterung ist er friedlich und will entlassen werden. Er ist obdachlos und illegal, daher auch nicht krankenversichert. Was ist mit den verursachten Kosten? und den Ressourcen, die dieser Patient in erheblichem Maß bindet?
Könnten Sie sich vielleicht vorstellen, dass solche Menschen nicht die dringend benötigten Fachkräfte sind und niemals sein werden?

bekümmert,

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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Fierrabras » 10.02.2022, 14:14

morgen schicke ich ihr das hier mit der Frage, ob sie WIRKLICH glaubt, mit dieser Familie unseren Fachkräftemangel lösen zu können:

Die Patientin stamme aus Tschetschenien, sei Analphabetin, da sie nur bis zur 1.Klasse zur Schule gegangen sei, um später ihre jüngeren Geschwister zu versorgen. Die Patientin sei gemeinsam mit ihrem Ehemann und ihren vier Kindern 2012 über Polen nach Deutschland geflohen. In Tschetschenien habe es keine Perspektive gegeben. Die Patientin reichte die Scheidung von ihrem Ehemann 2020 ein, nachdem er gegenüber ihr und den Kindern immer wieder gewalttätig wurde. Seit der Trennung werden die Patientin und ihre Kinder von seinen Angehörigen mit Drohanrufen belästigt. Der Ehemann wurde inzwischen nach Russland abgeschoben. Der älteste Sohn seit wiederholt mit dem Gesetz in Konflikt geraten, die Polizei sei involviert. Ihre beiden jüngeren Söhne hätten aktuell Probleme mit dem Schulsystem, durch anhaltendes Fehlen. Die Patientin könne trotz fast 10 Jahren Aufenthalt in Deutschland kaum Deutsch sprechen, gibt an sie schaffe es einfach nicht die Sprache zu lernen. Ihre Asylanträge seien bis jetzt dreimal abgelehnt worden, sie habe einen Rechtsanwalt, der sich für eine Duldung einsetze.

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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Fierrabras » 10.02.2022, 14:20

nicht falsch verstehen, diese Patientin tut mir durchaus leid. Sie ist auch keine dumme Frau, mit Schulbildung in ihrem Heimatland hätte sie sicherlich einen ordentlichen Beruf erlernen und ohne einen prügelnden Ehemann sicher auch ausüben können. Gewiss könnte sie auch deutsch lernen von ihren Fähigkeiten, aber sie hat das Lernen nie gelernt und nun mit den Kindern genug Probleme bzw sie hat sich in den letzten 10 Jahren auch daran gewöhnt, nicht arbeiten gehen zu müssen.. Aber häusliche Probleme bzw Perspektivlosigkeit sind keine Asylgründe, und hier wächst ja offensichtlich schon die nächste Generation von Kriminellen heran...
Sie hat aber keine schwere psychische Erkrankung, die eine Behandlung in D. erforderlich machen würde.
und wieso sie seit 10 Jahren hier ist?!

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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Fierrabras » 10.02.2022, 16:04

und diese Patientin spuckt, beisst, tritt und schlägt auch nicht nach uns, vielleicht sollten wir Krankenhauspersonal schon damit zufrieden sein...

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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Fierrabras » 11.02.2022, 14:32

tja, das aus Ghana oder Mali stammende Schätzchen dreht auf:

Anhörung durch Richterin:
Unterbringung wird für 2 Wochen aufgrund von Fremdgefährdung genehmigt.

Kritische Diskussion der Unterbringung, sowohl die Klinik, der Sozialpsychiatrische Dienst, als auch die Richterin sehen keinen Ausblick auf einen Behandlungserfolg, da Patient nicht krankheitseinsichtig ist und bei fortlaufendem Cannabiskonsum nach Entlassung weitere fremdaggressive Übergriffe zu erwarten sind. Besprechung, ein Schreiben an die Staatsanwaltschaft zu formulieren, um eine Verlegung in den Maßregelvollzug anzustreben.

Der Patient währenddessen fordert die weibliche Sitzwache mehrfach auf, sich vor ihm zu bücken, wirft wiederholt Gegenstände auf den Boden, damit sie diese aufheben solle. Das sei ihre Aufgabe als Frau. Er fasste ihr dann 2 mal an das Gesäß. Er wurde zunächst freundlich über respektvollen Umgang mit sämtlichen Personal und Mitpatienten aufgeklärt, schien dies wenig zu verinnerlichen. Er berührte erneut das Gesäß der Pflegekraft. Er kann verbal nicht davon abgehalten werden, lehnt eine beruhigende Medikation ab. Patient wird zur Gefahrenabwehr von mechanisch 5 Punkt fixiert.

Dieser begrapschten Pflegekraft wird ihr Beruf ja auch unglaublich viel Spaß machen...
ich werde die Nancy mal fragen, 1. wie sie Pflegekräfte in ihrem Beruf halten will, 2. ob bei diesem Frauenbild ein Integrationskurs helfen wird und 3. warum der nun über viele Jahre vom deutschen Steuerzahler in der forensischen Psychiatrie alimentiert werden muss...

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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Cimmone » 11.02.2022, 15:02

Eklig, dieser Typ.
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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Fierrabras » 11.02.2022, 16:21

zum Glück ist es nur ca ein solcher Typ pro Tag, sonst wäre es gar nicht zu ertragen....aber beissen, spucken, grabschen, treten und schlagen ist einfach gräßlich.

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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Cimmone » 11.02.2022, 16:34

Einer am Tag...das ist nicht wenig. Eine Klinik von wie vielen in D?
Das ist kein so genannter bedauerlicher Einzelfall.
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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Fierrabras » 14.02.2022, 14:09

Der Typ vom heutigen Tag...

Sehr geehrte Frau Innenministerin,

bitte erlauben Sie mir, Ihnen einen weiteren Fall aus meiner Arbeit als Ärztin zu schildern:
"Der aus Nordafrika stammende Patient kommt in Handschellen in Polizeibegleitung in die Rettungsstelle. Er wurde beim Drogenhandel von der Polizei erwischt ist dann mit dem Fahrrad geflohen und dabei gestürzt, als die Polizei ihn eingeholt habe, habe dann Widerstand gegen die Polizei geleistet, wurde überwältigt und Handschellen angelegt. Der Patient ist auch in der Rettungsstelle gegenüber Personal stark aggressiv, tritt und schlägt um sich, mit Hilfe der Polizei erfolgt eine 5-Punkt Fixierung.
In gebrochenem deutsch gibt der Patient an, er lebe eigentlich in Italien, lebe dort jedoch auf der Straße, sei daher illegal seit 2013 in Deutschland. Er müsse regelmäßig zu Terminen nach Italien fliegen, um den Aufenthalt zu verlängern.
Die Polizei ermittelt schließlich, dass es einen offenen Haftbefehl gebe und dieser vollstreckt werden solle. Das LKA prüfe gerade ob eine Verlegung in das Haftkrankenhaus möglich sei. Unabhängig davon, kann der Patient von nun an nicht mehr ohne Polizeibewachung bleiben. Es gäbe diverse Einträge zu dem Patienten mit Körperverletzung. Er sei als Drogenkurier tätig.
Der Patient wird von der Polizei schliesslich ins Haftkrankenhaus gebracht."

Sie haben vermutlich nicht (mehr) persönlich mit den Folgen der Einwanderungspolitik zu tun, das müssen wir (Polizei, medizinisches Personal) erledigen.
Aber wenn nicht "Dealer" zu einem Beruf heraufgestuft werden soll, was sonst sollte dieser Mann denn arbeiten? Das geht nun schon seit 10 Jahren so, er spricht immer noch nur rudimentär deutsch und eine Ausbildung hat er auch nicht gemacht.

Bitte erklären Sie mir doch, wie mit solchen Menschen der Fachkräftemangel behoben werden soll, denn ich kann mir diesen Mann beim besten Willen niemals als Altenpfleger vorstellen.

Mit freundlichen Grüßen, Ihre

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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Cimmone » 14.02.2022, 14:32

Fierrabras hat geschrieben:
14.02.2022, 14:09
Aber wenn nicht "Dealer" zu einem Beruf heraufgestuft werden soll,
Mit Berufsschule: Mathematik, Warenkunde, Warenpräsentation, Gesundheitslehre
Praktische Ausbildung, mit staatlich geprüftem Ausbilder, Abschlussprüfung vor der IHK und dem Gesundheitsamt.
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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Fierrabras » 16.02.2022, 17:35

tja, ich glaube, die Nancy hat mich nicht so ganz verstanden...aber immerhin hat sie geantwortet


Sehr geehrte Frau Dr. XYZ,
vielen Dank für Ihr an die Bundesministerin des Innern und für Heimat, Frau Nancy Faeser, gerichtetes Schreiben vom 05. Februar 2022, das ihr vorgelegen hat. Darin bringen Sie Ihre Sorge zum wiederholten Umgang mit einem Staatsangehörigen aus Ghana in einer Berliner Notaufnahmeeinrichtung zum Ausdruck.

Das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) kann Ihnen bei Ihrem Anliegen nicht in der erhofften Weise helfen, weil es nicht zuständig ist.

Bitte haben Sie Verständnis, dass die Erteilung von Rechtsauskünften oder die Unterstützung in Angelegenheiten der individuellen Rechtsberatung nicht zu den Aufgaben eines Ministeriums gehört.

Gerne gebe ich Ihnen folgende allgemeine Hinweise:

Für die Aufnahme, Versorgung, Unterbringung und Abschiebung sind jedoch die entsprechenden Landesbehörden zuständig.
Liegen Anhaltspunkte für strafbares Verhalten vor, ist in jedem Fall die Berliner Polizei zuständig, auch für den Schutz von Notaufnahmeeinrichtungen sowie die Bearbeitung entsprechender Anzeigen.
Ich bitte Sie daher, sich an die Behörden des Senats von Berlin bzw. an die Berliner Polizei zu wenden.


Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) ist zwar zuständig für die Schaffung der gesetzlichen Regelungen zum Aufenthaltsrecht,

der Vollzug obliegt jedoch

- für im Ausland lebende Personen den zuständigen deutschen Auslandsvertretungen und

- für im Bundesgebiet lebende Personen den zuständigen Ausländerbehörden.

Für aufenthaltsrechtliche Maßnahmen und Entscheidungen nach dem Aufenthaltsgesetz für Ausländer, die sich bereits in Deutschland aufhalten, sind die Ausländerbehörden zuständig.

Ausländerbehörden unterstehen der Fachaufsicht der Innenministerien und -senatoren der Länder.
Aufenthaltsrechtliche Angelegenheiten führen die Bundesländer nach der verfassungsmäßigen Ordnung der Bundesrepublik Deutschland in eigener Zuständigkeit aus.

Die genaue Beurteilung eines Anliegens im Aufenthaltsrecht hängt von einer Reihe von Umständen ab, die nur die zuständige Ausländerbehörde abschließend beurteilen kann.

Es wird darauf hingewiesen, dass das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat nicht für die Anwendung des Aufenthaltsgesetzes zuständig ist und auch nicht gegenüber den Ausländerbehörden weisungsbefugt ist.

Die Anwendung des Aufenthaltsgesetzes obliegt allein der zuständigen Ausländerbehörde des jeweiligen Bundeslandes und nur dort sind alle Umstände Ihres Falles bekannt.

An die zuständige Ausländerbehörde LEA Berlin können Sie sich über dieses Kontaktformular wenden:

Kontakt:
https://www.berlin.de/einwanderung/ueber-uns/kontakt/


Gerne gebe ich Ihnen noch weitere Hinweise bzw. Kontaktdaten:

Aufgrund der Zuständigkeitsverteilung zwischen Bund und Ländern liegt die Verantwortung für die Aufnahme, Unterbringung und gesundheitlicher Versorgung von Flüchtlingen bei den Ländern bzw. Stadtstaaten.

Bitte wenden Sie sich an die zuständige Ausländerbehörde vor Ort, in dessen Bereich der Ausländer bzw. Asylbewerber seinen Wohnsitz hat,
sowie das Fachaufsicht führende, für die gesundheitliche Versorgung und Unterbringung zuständige Landesministerium (i.d.R. Landesinnenministeriium, bei Stadtstaaten Innensenat).

Kontakt:
Abteilung Soziales
Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales

Oranienstraße 106
10969 Berlin
Tel.: (030) 9028-0
Fax: (030) 9028-2063
E-Mail: soziales@senias.berlin.de


Informationen zu Fragen bezüglich der Leistungen medizinischer Versorgung von Ausländerinnen und Ausländern finden Sie auch auf der Internetseite der zuständigen Abteilung Soziales
der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales:

https://www.berlin.de/sen/soziales/sozi ... ersorgung/


Einzelheiten zu Zuständigkeiten und Leistungsträgern zur medizinischen Versorgung ergeben sich aus §§ 10 ff. Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG).

siehe Link:
https://www.gesetze-im-internet.de/asylblg/


Eine wichtige Anlaufstelle für Migrantinnen und Migranten in Berlin ist das

Zentrum für Interkulturelle Psychiatrie & Psychotherapie (ZIPP) an der

Das ZIPP ist Teil des Diversity-Netzwerks - gelebte Vielfalt an der Charité.
Anfragen können telefonisch oder per Mail dorthin gerichtete werden:

Tel.: +49 30 450 517 095 (Montag - Freitag 08:30 - 16:30 Uhr)
E-Mail: zipp@charite.de

Einen Flyer für Migrantinnen und Migranten in verschiedenen Sprachen finden Sie hier:

https://psychiatrie-psychotherapie.char ... _print.pdf

Siehe auch Internetseite unter diesem Link:
https://psychiatrie-psychotherapie.char ... apie_zipp/


Auch können Sie sich mit Ihrem Anliegen bezüglich direkt wenden an das

Bundesministerium für Gesundheit
Alle Kontaktdaten:
bundesgesundheitsministerium.de

E-Mail : poststelle@bmg.bund.de

Es würde mich freuen, wenn diese Hinweise für Sie hilfreich sind.

Mit freundlichen Grüßen
im Auftrag
Krahforst
Bürgerkommunikation
im Bundesministerium des Innern und für Heimat

----------------------------
Graurheindorfer Str. 198
53117 Bonn
Telefon: +49 30 186810
E-Mail: Buergerkommunikation@bmi.bund.de
Internet: www.bmi.bund.de


Zusammen gegen Corona
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Personen ab 18 Jahren eine Auffrischungsimpfung gegen COVID-19, deren zweite Impfung etwa sechs Monate zurückliegt. Seit September wurden bestimmten Personengruppen bereits priorisiert Auffrischungsimpfungen angeboten. Alle Informationen zu diesen Impfungen finden Sie hier.

Schützen Sie sich und andere!

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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Fierrabras » 16.02.2022, 17:37

ach so, das hier hatte ich der Nancy geschickt:

Sehr geehrte Frau Innenministerin,

ich habe als Ärztin in der Notaufnahme eines großen Krankenhauses in einem sozialen Brennpunktviertel viel mit Geflüchteten zu tun.
Ich wollte Sie um Ihren Rat bitten, wie soll in so einem Fall vorgegangen werden?

Die Vorstellung in der Notaufnahme erfolgt, nachdem der der aus Ghana stammende, illegal in Deutschland lebenden und obdachlose Patient Patient gezielt mit Steinen auf eine Passantin und ihre Kinder (Kleinkind- und Kind im Schulkindalter) geworfen habe und dabei auch die Scheibe eines Geschäfts zerstört habe. Eine Anzeige wegen u.a. gefährlicher Körperverletzung sei von der Polizei gestellt worden.
Patient zeigt sich in der Rettungsstelle massiv bagatellisierend bzgl des Vorlaufes. Die Kinder hätten ihn belästigt, dagegen habe er sich nur gewehrt. Sie hätten komische Sachen in sein Ohr gesagt. Patient bejaht Cannabiskonsum.
Der Patient ist unter verschiedenen Namen bekannt. Aufenthalte stets geprägt von fehlender Krankheitseinsicht, mangelhafter Medikamentenadhärenz sowie fremdaggressivem Verhalten, laut Vorunterlagen davor bereits mehrfach in Berliner Kliniken psychiatrisch behandelt, dabei schlechte Medikamentenadhärenz, teils Morddrohungen gegen Pflegepersonal ausgesprochen und mit Brachialgewalt gegen Mitpatienten und Personal vorgegangen.
Patient seit 2013 in Deutschland, aus Ghana stammend, zuletzt auf der Straße/ in Obdachloseneinrichtungen lebend, illegaler Aufenthalt.

Bitte erklären Sie mir doch, wie Sie sich da eine Integration vorstellen. Und -gestatten Sie mir die Frage- gesetzt den Fall, die Steine hätten die kleinen Kinder schwer verletzt, was würden Sie denn da der Mutter sagen? Etwa: "Ich habe gedacht, nur die Rassisten und Rechtsradikalen machen so etwas."

in freudiger Erwartung einer Antwort, Ihre....



besonders Klasse finde icj ja den Hinweis auf Covid ganz unten!!!

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Re: nur so interessehalber

Beitrag von Fierrabras » 16.02.2022, 17:40

:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

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