Wie alles anfing ...

Das Leben in einem orientalischen Land.

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Nilka
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Re: Wie alles anfing ...

Beitrag von Nilka » 09.08.2021, 08:34

Die Männer versuchen ihren Frust der manchmal in den Hass umschlägt auf der Frau auszulassen.
Sehr praktisch, die Frau für ALLES verantwortlich zu machen. Wie früher die Hexen in Europa, nur damals waren das einzelne Pechvögelinnen ( :wink: ), bei Muslimen das ganze Geschlecht.
Oft hilft den Frauen die Verhüllung auch nicht, die sind trotzdem böse und verdorben.
Diese Gesellschaften sind an der falschen Adresse. Sie sollen ihren Glauben und ihre Sitten unter die Lupe nehmen. Das wollen sie natürlich nicht und das ist das Problem auch für uns, weil sie in zunehmenden Zahlen hier leben und ihr Lebensstiel behalten wollen, was tödlich für unsere Frauen sein kann und auch ist. Die Männer sind Opfer und Täter ihrer Kultur und Religion und wollen dafür die Frauen büssen lassen.
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Nilka
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Re: Wie alles anfing ...

Beitrag von Nilka » 09.08.2021, 09:18

Nilka hat geschrieben:
09.08.2021, 08:34
was tödlich für unsere Frauen sein kann und auch ist.
Unsere Männer nicht vergessen:

https://www.bz-berlin.de/berlin/neukoel ... hrigen-ein
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Mafa11
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Re: Wie alles anfing ...

Beitrag von Mafa11 » 09.08.2021, 11:11

Nilka hat geschrieben:
09.08.2021, 09:18
Nilka hat geschrieben:
09.08.2021, 08:34
was tödlich für unsere Frauen sein kann und auch ist.
Unsere Männer nicht vergessen:

https://www.bz-berlin.de/berlin/neukoel ... hrigen-ein
Also wenn ich meine Erfahrungen der letzten 35 Jahre so revue passieren lasse, dann muss ich sagen, dass ich dieses BESITZ (!) ergreifende und BESITZ (!) verteidigende Verhalten fast ausschließlich von Einwanderern aus 1001 Ländern kenne bzw, von deren Nachfahren. Es würde mich daher absolut nicht wundern, wenn der Täter aus diesem Kulturkreis stammt bzw. als Sohn einen diesbezüglichen Migrationshintergrund hat.

Andererseits, und auch da spreche ich aus eigenen Erfahrungen, zeigen diese Leute zT Null Respekt deutschen Paaren gegenüber. Zu versuchen, einem Deutschen seine deutsche Freundin auszuspannen, NULL (!) Problem. Mit einer Deutschen eine Beziehung eingehen, NULL Problem. Du als Deutscher hast aber von den hier lebenden türkischen, libanesischen, afghanischen etc. pp Mädchen absolut die Finger weg zu lassen. Das musste ich als junger Mann ziemlich schnell lernen. Zum Teil schmerzhaft ... :cry:

Noluni
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Re: Wie alles anfing ...

Beitrag von Noluni » 09.08.2021, 12:39

Mafa11 hat geschrieben:
09.08.2021, 11:11
Andererseits, und auch da spreche ich aus eigenen Erfahrungen, zeigen diese Leute zT Null Respekt deutschen Paaren gegenüber. Zu versuchen, einem Deutschen seine deutsche Freundin auszuspannen, NULL (!) Problem. Mit einer Deutschen eine Beziehung eingehen, NULL Problem.
[/quote][/quote]

Aus meiner Erfahrung raus, stimme ich Dir zu 100% zu, nur aus weiblicher Sicht. Auch wird schnell sehr beleidigend über den männlichen Partner gesprochen wird.

Ich wollte zu dem Thema Triebhaftigkeit noch etwas schreiben, was einige Beiträge zuvor erwähnt wurde.
Damals hatte ich ein paar Mal so eine Situationen bemerkt, die ich als sehr unangenehm empfand, teils skuril. Während einem belanglosem Smalltalk, drehte ich mich kurz um und stand mit dem Rücken zu ihm aber mit reichlich Abstand und da hörte ich ihn stöhnen. Als ich mich umdrehte, drehte er sich um und er stand mit dem Rücken in meine Richtung. Ich habe die Situation einfach übergangen und kurz darauf ging er in den Smalltalk über, wie wenn nicht's gewesen wäre. Ein anderes Mal fragte er, wieder während eines belanglosen Gespräches, ob er meine Knöchel anfassen dürfe.
Damals habe ich über diese Kultur und Verhaltensweisen zu wenig gewusst. Heute würde mir das nicht mehr passieren in so eine Situation zu kommen.
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Re: Wie alles anfing ...

Beitrag von StrivingForLight » 09.08.2021, 15:12

Mafa11 hat geschrieben:
08.08.2021, 23:50
StrivingForLight hat geschrieben:
08.08.2021, 05:28
gadi hat geschrieben:
06.08.2021, 17:31
... wehrlos gegenüber den weiblichen Reizen, manche schon gegenüber ein paar sichtbaren Haarsträhnen. ;--)
Noch schlimmer: Ich hatte vor einer Weile auf einem Online-Blog gelesen, dass die Körperwärme, die eine Frau auf einem Sitzplatz (z. B. in der Bahn) hinterlässt, den Mann „erhitzt“, der sich danach auf diesem Platz niederlässt. Darüber hatte sich ein Mann arabischer Herkunft empört. Kein Witz.
In mir als Frau löst das ein hohes Unwohlsein aus.
Was nur mag die Ursache für eine solche Triebhaftigkeit sein?
Als ich dran war und die Handschuhe anzog, spürgte ich noch die Wärme ihrer Hände. Die Vorstellung, dass kurz davor diese schönen Hände mit diesen Nägeln darin waren, hat mich in der Tat stark erregt. Ein Wunder, dass ich das Motorrad nicht verschrottet habe angesichts meines Hormonschubs :lol:
Die Art und Weise, wie Du es darstellst, löst in mir kein Unwohlsein, sondern eher ein Schmunzeln, Verständnis und Nachempfinden aus, weil wir uns in unserem Denken auf einer Ebene begegnen. Gesunde Menschen mit gesunden Bedürfnissen sind natürlich für Reize empfänglich, selbstverständlich.
Ich möchte nur nicht schuldig gesprochen werden für das, was ich im Anderen vielleicht ohne mein Wollen und Wissen auslöse. Und dieses gewisse Empfinden von Schuld wird leider durch das ausgelöst, was ich schilderte.

>> Sich mit dem Denken auf einer Ebene begegnen <<

Das lernen wir von Kleinkindesbeinen an. Und das ist es, was unbedingt Einzug in das Bewusstsein moslemisch geprägter Kulturen finden muss. Ich sage ungern „muss“. Doch in diesem Fall ist es unerlässlich.
"Und wenn du das Gefühl hast, dass gerade alles auseinander zu fallen scheint, bleib ganz ruhig ...
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StrivingForLight
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Re: Wie alles anfing ...

Beitrag von StrivingForLight » 09.08.2021, 17:00

Zu Nolunis Schilderung:

Als ich 17 war, spazierte ich in der Mittagspause gedankenverloren durch ein ruhiges und sehr begrüntes Viertel der Stadt. Ich trug einen sehr kurzen Rock, der sicherlich aufreizend über meinem Hinterteil wippte (war mir damals gar nicht bewusst). Plötzlich griff mir jemand von hinten unter den Rock; ich hatte ihn vorher weder gesichtet noch ihn kommen gehört. Als ich mich umdrehte, sah ich einen Mann mittleren Alters (vermutlich einen Türken, ich weiß es nicht). Ich war erschrocken und perplex und schimpfte laut. Was mir der Mann mit Verärgerung erwiderte, nahm ich in meinem Zorn gar nicht auf. Er entfernte sich schleunigst.
Diesen Rock sowie andere u. U. aufreizend wirkende Kleidung hatte ich am Arbeitsplatz nie mehr getragen. An anderen Orten aber sehr wohl (Disko u. ä.). Das war zumindest in dem Alter auch mein gutes Recht und bedeutete keinesfalls eine Aufforderung zum Anfassen.

In der Gegenwart sieht Frau sich immer mehr dazu veranlasst, sich quasi selbst zu zensieren. Doch auch bewusst unscheinbare Kleidung und Alter (befinde mich im Ruhestand) schützen mich heutzutage nicht davor, von unbekannten dunkelhäutigen jungen Männern angesprochen zu werden, z. B. im Drogeriemarkt, so wie es mir passierte vor ca. 3 Jahren.
Nach einem angemessenen Zeitraum der Regeneration (die ich dringend nötig hatte) fühle ich mich heute gesund, stark und wieder voller Tatkraft und muss mich, was Ausgelassenheit und Lebensfreude betrifft, selbst beschneiden. Angstfreies Auftreten im öffentlichen Raum ist mir kaum noch möglich, lange Spaziergänge auf einsamen Wegen im nahegelegenen Erholungsgebiet überhaupt nicht mehr. Sowie bestimmte Männer sie sichten, hat Frau sie auf der Pelle.
Junge Frauen – und wohl auch Männer – müssen heute wohl ein durch und durch selbstbeschnittenes Leben führen, mitten in Europa. Das macht mich traurig.
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Re: Wie alles anfing ...

Beitrag von Noluni » 09.08.2021, 18:08

StrivingForLight hat geschrieben:
09.08.2021, 17:00

In der Gegenwart sieht Frau sich immer mehr dazu veranlasst, sich quasi selbst zu zensieren. Doch auch bewusst unscheinbare Kleidung und Alter (befinde mich im Ruhestand) schützen mich heutzutage nicht davor, von unbekannten dunkelhäutigen jungen Männern angesprochen zu werden, z. B. im Drogeriemarkt, so wie es mir passierte vor ca. 3 Jahren.
Nach einem angemessenen Zeitraum der Regeneration (die ich dringend nötig hatte) fühle ich mich heute gesund, stark und wieder voller Tatkraft und muss mich, was Ausgelassenheit und Lebensfreude betrifft, selbst beschneiden. Angstfreies Auftreten im öffentlichen Raum ist mir kaum noch möglich, lange Spaziergänge auf einsamen Wegen im nahegelegenen Erholungsgebiet überhaupt nicht mehr. Sowie bestimmte Männer sie sichten, hat Frau sie auf der Pelle.
Junge Frauen – und wohl auch Männer – müssen heute wohl ein durch und durch selbstbeschnittenes Leben führen, mitten in Europa. Das macht mich traurig.
Ja, das ist leider die traurige Wahrheit.
Sogar wenn ich mit meinen Kindern unterwegs bin, meide ich öffentliche Plätze, wenn ich von weitem schon sehe, dass diese Männer in Gruppen dort rum lungern.
Die Zeiten in denen man sich frei bewegen konnte, sind definitiv vorbei.
Kämpfe um das, was Dich weiter bringt. Akzeptiere das, was Du nicht ändern kannst. Und trenne Dich von dem, was Dich runterzieht.

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Re: Wie alles anfing ...

Beitrag von StrivingForLight » 09.08.2021, 19:32

Noluni hat geschrieben:
09.08.2021, 18:08
Sogar wenn ich mit meinen Kindern unterwegs bin, meide ich öffentliche Plätze, wenn ich von weitem schon sehe, dass diese Männer in Gruppen dort rum lungern.
Liebe Noluni,

das kann ich gut nachvollziehen und finde es ganz besonders schmerzlich, schon der Kinder wegen, die unter solchen Umständen aufwachsen müssen. Und die Kinder spüren doch unser Unbehagen und nehmen es in sich auf.
Sollte ich künftig mitbekommen, dass es einer Mutter in meiner Umgebung so ergeht, dann biete ich ihr an, sie zu begleiten. Verhindern kann auch ich nichts, aber 2 Augenpaare sehen mehr, und 2 Frauen sind stärker als eine allein.
Ich wünsche Dir alles Gute!

Liebe Grüße
StrivingForLight
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Noluni
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Re: Wie alles anfing ...

Beitrag von Noluni » 10.08.2021, 13:12

@StrivingForLight:
Vielen Dank für Deine lieben Zeilen :D .
Leider sehen das nach wie vor viele nicht oder können oder wollen es nicht sehen.
Für Dich auch alles Gute.
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Re: Wie alles anfing ...

Beitrag von Cimmone » 10.08.2021, 16:04

Noluni hat geschrieben:
10.08.2021, 13:12
Leider sehen das nach wie vor viele nicht oder können oder wollen es nicht sehen.
Das Lieblingsargument so mancher woken Toleranzinhalierten ist: "Es sind nicht alle so". Möglichst noch mit mitleidig auf die Seite gelegtem Kopf. :evil:
"Das ist mir klar", sage ich dann. "Es ist aber von weitem und von außen nicht erkennbar, wer "so" ist und wer nicht."
Daraufhin folgt dann meist .... Schweigen.
"Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht." Kurt Tucholsky

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Re: Wie alles anfing ...

Beitrag von Aicha » 11.08.2021, 14:11

mir fehlen die Worte angesichts dessen, was man in diesem Land alles erleben muss. Ihr habt ja einige Beispiele genannt und ich denke, dass viele ähnliche Erfahrungen machen mussten.

Ich kann mich auch an ein Erlebnis erinnern, Gott sei Dank bin ich nicht begrapscht worden, aber allein der Blick hat genügt, um Ekel zu erzeugen bei mir. Dabei ist es noch noch nicht einmal so, dass ich sehr aufreizend gekleidet bin. Wer als Frau mehr "Holz vor der Hütt'n" hat als die Durchschnittsfrau, kann das schwer verbergen, und offensichtlich hat dem alten Orientalen sehr gefallen, das was "dran" ist an mir. Sein widerlicher Blick sprach Bände. Für einen Moment hatte ich auch erst das Gefühl, dass er mich begrapschen will und ich denke, meine Miene hat ihn zurückgehalten. Ich kann nämlich ausgesprochen "freundlich" gucken :lol:

Man schreibt das immer so vergnüglich daher, aber angenehm ist es auf keinen Fall und man weiss nie, mit welcher Reaktion man rechnen muss. Das liegt viele Jahre zurück, hatte das irgendwie verdrängt.

@mafa: ich bin gespannt, wie Deine Geschichte weitergeht, ein wenig kann man sich aufgrund Deiner vorherigen Aussagen schon denken.
Die Hoffnung ist der Regenbogen über dem herabstürzenden Bach des Lebens.

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Re: Wie alles anfing ...

Beitrag von gadi » 11.08.2021, 16:41

Frauen, die früher in orientalischen Ländern den ein oder anderen Übergriff (ob nun "nur" dumme Anmacherei oder auch "mehr") erleiden mussten fühlen sich "hier" nun von den dortigen Verhältnissen eingeholt.
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Re: Wie alles anfing ...

Beitrag von gadi » 11.08.2021, 16:44

Cimmone hat geschrieben:
10.08.2021, 16:04
Noluni hat geschrieben:
10.08.2021, 13:12
Leider sehen das nach wie vor viele nicht oder können oder wollen es nicht sehen.
Das Lieblingsargument so mancher woken Toleranzinhalierten ist: "Es sind nicht alle so". Möglichst noch mit mitleidig auf die Seite gelegtem Kopf. :evil:
"Das ist mir klar", sage ich dann. "Es ist aber von weitem und von außen nicht erkennbar, wer "so" ist und wer nicht."
Daraufhin folgt dann meist .... Schweigen.
Das muss ich nächstens auch mal sagen. (Ja, es gibt den Millionengewinn bei der Lotterie, ja, ja.)
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Re: Wie alles anfing ...

Beitrag von karima66 » 11.08.2021, 18:04

Komischerweise hab ich mich in den Jahren in Tunesien, ist ja nun schon lange her, mag heute anders sein, nie bedroht gefühlt bzw hatte nie Angst, bin selbst abends spät von der Arbeit alleine nach Hause und hatte da eher Angst vor den wilden Hunden.
Auch hier früher hatte man klar spät abends immer so ein bissl Unbehagen unterwegs alleine und auch ich hab drei unangenehme Erlebnisse mit Männern gehabt derselben Kultur und Nationalität wie ich, aber es waren eben damals wirklich Einzelfälle, man konnte Pech haben, aber im Verhältnis war’s doch eher unwahrscheinlich und nie hab ich mich meines Lebens unsicher gefühlt.
Die schlimmsten Erfahrungen musste ich machen mit Männern im nahen Umfeld.
Heute gehts mir wie Noluni schrieb….nach 20 Uhr geh ich nirgends mehr hin, Ubahnfahrten vermeide ich auch tagsüber, Tram geht noch….durch Parks oder Gartenkolonien wo ich früher gerne spazierte wenn ich frei hatte laufe ich nicht mehr auch tagsüber nicht, ich ertappe mich, dass ich immer beobachte, aufmerksam bin, nicht mehr lese unterwegs…..hatte auch schon unheimliche Situationen, es stresst, es nimmt mir Lebensqualität, ich ertappe mich dabei wie ich mir arabische Worte zurecht lege, denke oft mit Arabern würde ich vielleicht noch verhandeln können sofern sie nicht total durchgeknallt sind, aber mit Schwarzen hab ich null Erfahrung, Gruppen geh ich aus dem Weg…..
Ich finde es furchtbar, dass meine Freiheit so eingeschränkt wird, ich war nie ängstlich, dann hätte ich nicht in so einem Land alleine leben können, mit verbalen Sprüchen, Anmachen konnte ich immer umgehen, hab Jahre aufm Großmarkt gearbeitet, da durfte man nicht empfindlich sein, mich macht heute fertig, dass es ums überleben geht, diese Brutalität und Missachtung des Wertes eines Menschenleben, damit kann ich nicht umgehen.
Vor allem den jungen Männern fehlt es an Kontrolle der Community und auch sonst gibt es in deren Ländern schon noch andere Konsequenzen wenn sie übertreiben……hier können sie machen was sie wollen…..
Weil es mich zu sehr aufregt schreib ich kaum noch….dieses zweierlei Maß……sie kommen frei davon egal was sie tun, selbst bei Wiederholungen schwerer Taten kaum was, aber mein Mann der mal halb auf dem Radweg steht für paar Minuten ,damit es sich nicht staut wenn er morgens den Werkstattwagen volllädt mit Material, der darf Strafe zahlen und nicht wenig…..

So, glaub es reicht mir wieder….sorry, aber mir hilft Schreiben grad nicht so wie früher…..trotzdem schaff ich es nicht hier nicht täglich zu lesen…danke allen die immer weitermachen hier….

Mafa11
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Re: Wie alles anfing ...

Beitrag von Mafa11 » 11.08.2021, 23:48

Die Rückkehr Teil 2

An der Stelle kann man es kurz machen: Das Besuchsvisum wurde nicht erteilt. Begründung, mangelnde Rückkehrbereitschaft. Damals hielt ich das für ein Totschlagargument der deutschen Botschaft, weil sie ja schon mehrfach in Deutschland war. Aber heute verstehe ich das. Beim letzten Mal ist sie halt nicht in ihr Heimatland zurückgekehrt. Klar, dass die in der Botschaft da erstmal blockieren. Ich habe kurz über eine Remonstration nachgedacht, aber das schnell wieder verworfen. Zu langwierig, zu wenig Erfolgsaussichten.

Was folgte waren mehrere mehrwöchige Aufenthalte in ihrem Heimatland, über viele Monate hinweg. Und ich kann absolut nichts Negatives berichten. Es waren wunderbare Urlaube mit einer Frau, die mir den Eindruck gab, mich zu lieben und mit mir ein Leben aufbauen zu wollen. Ich habe das Land kennengelernt, war tauchen, hab angefangen die Sprache zu lernen und begann mich in diese doch andere Kultur reinzufühlen. Bezness? War kein Thema, obwohl ich inzwischen während ich in Deutschland war, einiges über binationale Beziehungen und auch Bezness im Internet gelesen habe (auch hier übrigens). Aber sie doch nicht ! Wie konnte ich auch auf diese Gedanken kommen? Geldforderungen gab es zB nie, also irgendwelche spezielle Forderungen, ihr wisst schon, was ich meine. Aber natürlich kam ich für ihren Lebensunterhalt auf. Die Maskerade wurde perfekt aufrecht erhalten. Absolut perfekt. Da können so gewisse nordafrikanische Männer noch eine Menge lernen. Diese Loser sind zum Teil ja nichtmal in der Lage, während eines 3-wöchigen Urlaubs des Fischs am Haken ein Schauspiel aufzuführen. Das ist etwas, was mich an den Geschichten manchmal wundert. Es ist sehr früh offensichtlich, aber gestandene Frauen schaffen den Absprung von ihrem tunesischen Poolboy trotzdem nicht.

Bei einem Aufenthalt meinte sie dann mal, dass das so nicht weitergehen könne. Sie wolle mit mir zusammenleben. In Deutschland. Sie vermisse mich so sehr, wenn ich immer alleine zurück geflogen bin. Ich habe zu ihr gesagt, dass ich in Deutschland die Papiere vorbereiten und wir heiraten werden. Und so kam es dann auch. Dazu gibts aber eine interessante Anekdote. Ihr wisst das wahrscheinlich. Ein Besuchsvisum entscheidet die Botschaft. Aber ein Heiratsvisum entscheidet de facto die zuständige Ausländerbehörde. Wenn die ihr Ok gibt, dann erteil die Botschaft, die de jure noch immer zuständig ist, das Visum. Und bei dieser Ausländerbehörde musste ich antanzen. Und dann gleich zu einem Gespräch mit der Leiterin. Da saß ich nun mit dieser übergewichtigen, unvorteilhaft gealterten Behördenmitarbeiterin und fragte mich, was die eigentlich von mir will. Die kam auch schnell auf den Punkt, indem sie mir sagte, dass sie die Frau, die ich gedenke zu heiraten, für eine Ehebetrügerin halte. Sehr interessant. Ich fragte sie, wie sie denn darauf komme. Sie meinte nur, ob ich denn wüsste, dass das nun bereits der dritte Versuch sei, dass diese Frau versuche in Deustchland mittels einer Ehe Fuss zu fassen. Sie habe eine Akte über die Frau, und was da drin stehe, sei eigentlich eindeutig. Ich habe gesagt, dass ich in die Akte reinschauen wolle, was mir natürlich verwehrt wurde. Dass meine Verlobte es bereits einmal versucht hatte, wusste ich. Deswegen war sie ja in Deutschland, als ich sie kennenlernte. Von einem vorherigen Versuch wusste ich nichts. In dem Moment dachte ich mir, das muss ich mal mit meiner Flamme besprechen. Ansonsten glaubte ich der Mitarbeiterin kein Wort. Ich dachte, die gönnt mir die junge gutaussehende Frau nicht und will mir mein Leben versauen. Verdammt, das Gegenteil war der Fall! Die wollte mich warnen aber ich wollte nicht hören. Heute tut mir das leid. Auch was ich über sie gedacht habe. Manchmal denke ich mir, ich sollte da mal hinfahren und mich bei ihr bedanken. Sie hats wenigstens versucht. Die verlogene Schönheit mit der ich bald verheiratet war, hat am Telefon den verherigen Versuch natürlich abgestritten. Ich weiß bis heute nicht, ob das stimmt oder nicht. Die Akteneinsicht, die meine Anwältin im Rahmen des Scheidungsverfahrens beantragt hatte, wurde abgelehnt.

DIE HEIRAT WAR EIN RIESEN FEHLER !! Grundsätzlich. Heute muss ich in der Rückschau sagen, dass dadurch ein Wechsel der Machtverhältnisse stattgefunden hat. Wenn man mit einer Illegalen in Deutschland lebt, hat man diese Person doch komplett in der Hand. Was kann die schon machen? Nichts. Sojemand ist einem doch komplett ausgeliefert. Durch eine Heirat und legalem Aufenthalt dreht sich dieses Machtverhältnis komplett um. Dann kann man den anderen ja nichtmal mehr rausschmeißen. Nee, da schmeißt DICH der andere aus deinem eigenen Haus raus mittels eines Ehewohnunszuweisungsverfahrens, was sie ja auch versucht hat. Heute würde ich nicht mehr so handeln. Ich würde einfach mit ihr zusammen leben. Die Gefahr erwischt zu werden, ist extrem gering. Und wenn sie erwischt worden wäre? So what. Die Geldstrafe ist absolut rein garnichts im Vergleich zu dem Trennungsunterhalt und dem nachehelichen Unterhalt den man für solche Leute später zahlen muss ! Ganz zu schweigen von dem brutalen Stress, der mit einem jahrelangen Scheidungsverfahren verbunden ist.

Gut, irgendwann landete sie in Frankfurt und war da. Ein paar Wochen später haben wir geheiratet. Dann wurde der Aufenthaltstitel, ausgestellt, aber nur für ein Jahr. Sie hat nichts dazu gesagt, das kannte sie ja von ihrer vorherigen Ehe mit einem Deutschen. Die Tränen sind aber trotzdem geflossen, noch vor der Eheschließung. Ich sagte nämlich zu ihr, weißt Du, so wirklich kennen tue ich doch auch nicht. Deshalb wolle ich nur mit einem Ehevertrag heiraten. Da weinte sie bitterlich und meinte, ich liebe sie nicht und habe kein Vertrauen zu ihr. Aber ich konnte nicht anders. Zu dem Zeitpunkt steckte ein Freund von mir in einem miesen Scheidungsverfahren. Ich wusste also, was mich im Fall des Falles erwartet. Außerdem war da ja auch noch meine Arbeitskollegin, deren Leben durch die Hochzeit mit einem Algerier zerstört wurde. Irgendwann hat sich Madame beruhigt und zugestimmt. Sie hatte ja auch keine Wahl. Und so waren wir dann verheiratet.

Weiter gehts dann mit dem Kapitel "Die ersten Jahre in Deutschland".

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Re: Wie alles anfing ...

Beitrag von Cimmone » 12.08.2021, 07:21

Mafa11 hat geschrieben:
11.08.2021, 23:48
Da können so gewisse nordafrikanische Männer noch eine Menge lernen. Diese Loser sind zum Teil ja nichtmal in der Lage, während eines 3-wöchigen Urlaubs des Fischs am Haken ein Schauspiel aufzuführen. Das ist etwas, was mich an den Geschichten manchmal wundert. Es ist sehr früh offensichtlich, aber gestandene Frauen schaffen den Absprung von ihrem tunesischen Poolboy trotzdem nicht.
Rückblickend auf meine Geschichte muss ich das auch feststellen.
Ich weiß nicht, vielleicht ticken Frauen da anders. Die aufgewühlten Pheromone, Seratonin, Adrenalin verhindern vielleicht den klaren Blick und bewirken den Verlust des Kopfes auf den Schultern, und vielleicht ist es so, dass Frauen eher geneigt sind "Verständnis" für Missverhalten aufzubringen und sehnen sich nach der empfunden empfangenden Liebe aus der ersten Zeit. Da ist auch eine gute Spur Altruismus dabei, vermindertes Selbstwertgefühl, dass Frauen sich in die "Wenn ich mir nur genug Mühe gebe" - Mühle begeben. Ich kann ja nicht von allen sprechen, bei mir war das so und die eine oder andere wird sich in dieser Beschreibung auch wiederfinden können.
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Re: Wie alles anfing ...

Beitrag von Cimmone » 12.08.2021, 07:31

Mafa11 hat geschrieben:
11.08.2021, 23:48
Behördenmitarbeiterin und fragte mich, was die eigentlich von mir will. Die kam auch schnell auf den Punkt, indem sie mir sagte, dass sie die Frau, die ich gedenke zu heiraten, für eine Ehebetrügerin halte. Sehr interessant. Ich fragte sie, wie sie denn darauf komme. Sie meinte nur, ob ich denn wüsste, dass das nun bereits der dritte Versuch sei, dass diese Frau versuche in Deustchland mittels einer Ehe Fuss zu fassen. Sie habe eine Akte über die Frau, und was da drin stehe, sei eigentlich eindeutig
Hier mal ein "Hoch" auf die deutsche Bürokratie, die nichts vergisst.
Mafa11 hat geschrieben:
11.08.2021, 23:48
Ich habe gesagt, dass ich in die Akte reinschauen wolle, was mir natürlich verwehrt wurde. Dass meine Verlobte es bereits einmal versucht hatte, wusste ich. Deswegen war sie ja in Deutschland, als ich sie kennenlernte. Von einem vorherigen Versuch wusste ich nichts. [quote=Mafa11
Ja, das dürfen sie nicht, was es einem verliebten Menschen sehr schwer macht, zu glauben. Ohne nennenswert böse Vorerfahrung kommt man auch gar nicht auf den Gedanken, dass da eiskalter Betrug hinter dieser liebevollen Maskerade lauert.

post_id=414889 time=1628718526 user_id=85766]
Die verlogene Schönheit mit der ich bald verheiratet war, hat am Telefon den verherigen Versuch natürlich abgestritten.
[/quote]

Natürlich! Muss sie auch. Und als verliebter oder liebender Mensch ist man dann eher geneigt, der Flamme zu glauben, als einer Behörden - Fachfrau.
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Re: Wie alles anfing ...

Beitrag von Nilka » 12.08.2021, 09:40

Aber sie doch nicht ! Wie konnte ich auch auf diese Gedanken kommen?
So funktioniert es auch bei Frauen, die von Freunden und Familie gewarnt werden und auch hier gelesen haben. Es wird nicht immer geglaubt, ein Wunschgedanke gewinnt die Oberhand und das Unglück nimmt seinen Lauf.
Geldforderungen gab es zB nie, also irgendwelche spezielle Forderungen, ihr wisst schon, was ich meine. Aber natürlich kam ich für ihren Lebensunterhalt auf. Die Maskerade wurde perfekt aufrecht erhalten. Absolut perfekt.

Um so schwerer war es für dich, Mafa, die Warnungen ernst zu nehmen. Erst nach dem Schaden ist man klüger.
Da können so gewisse nordafrikanische Männer noch eine Menge lernen. Diese Loser sind zum Teil ja nichtmal in der Lage, während eines 3-wöchigen Urlaubs des Fischs am Haken ein Schauspiel aufzuführen. Das ist etwas, was mich an den Geschichten manchmal wundert. Es ist sehr früh offensichtlich, aber gestandene Frauen schaffen den Absprung von ihrem tunesischen Poolboy trotzdem nicht.
Das wissen die Boys auch, also brauchen sie sich nicht besonders anzustrengen. In Zeiten vor Corona kam auch ständig Nachschub.
LG ♥ Nilka
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Re: Wie alles anfing ...

Beitrag von Nilka » 12.08.2021, 09:56

karima66 hat geschrieben:
11.08.2021, 18:04
So, glaub es reicht mir wieder….sorry, aber mir hilft Schreiben grad nicht so wie früher…..trotzdem schaff ich es nicht hier nicht täglich zu lesen…danke allen die immer weitermachen hier….
Liebe Karima, du hast in diesem Forum viele wertvolle Beiträge geschrieben im Laufe der Jahre.
Wir haben nur ein Leben und man muss sich "Insel der Vergessenheit" schaffen, um sein Leben noch als lebenswert einstufen zu können. Ich kann sehr gut verstehen, dass du nicht mehr oft gezielt hingucken und das auch kommentieren möchtest, das zieht einen runter.
Du weißt genau, was in diesem Land und der EU vor sich geht, dass wir in einem rasendem Zug sitzen und die Bremsen funktionieren nicht, manche versuchen sie sogar abzumontieren.
Du darfst :wink: nicht genau hinzusehen.
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Toastie
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Re: Wie alles anfing ...

Beitrag von Toastie » 12.08.2021, 17:03

Hallo Mafa!

Man kann unschwer erkennen, welches Leid dir von dieser Beznesserin zugefügt wurde und welchen Schock du erlitten hast, das tut mir sehr leid! :cry: Ich find´s auch schön, dass du zumindest einen Teil deiner Geschichte hier erzählst! :D
Mafa11 hat geschrieben:
11.08.2021, 23:48
Die Maskerade wurde perfekt aufrecht erhalten. Absolut perfekt. Da können so gewisse nordafrikanische Männer noch eine Menge lernen. Diese Loser sind zum Teil ja nichtmal in der Lage, während eines 3-wöchigen Urlaubs des Fischs am Haken ein Schauspiel aufzuführen. Das ist etwas, was mich an den Geschichten manchmal wundert. Es ist sehr früh offensichtlich, aber gestandene Frauen schaffen den Absprung von ihrem tunesischen Poolboy trotzdem nicht.
Hier muss man m.M.n. etwas aufpassen mit dem Vergleichen der eigenen mit der fremden Erfahrung. Auch mit den Vergleichen der außereuropäischen Länder und Kulturen. Also ich hab auch von Lateinamerika sehr viel "Mitteralterliches" mitbekommen, v.a. wenn es um die Geschlechterbeziehung geht! :? Es gibt sicher bessere und schlechtere Schauspieler/-innen bzw. diejenigen, die das Schauspiel über längere Zeit perfektionieren und diejenigen, denen schneller Fehler passieren. Im Endeffekt "spielen" die meisten jedoch zu Beginn nahezu perfekt und schaffen es immerhin, eine emotionale Bindung mit den Betroffenen herzustellen und diese für ihre gezielte Manipulation vorzubereiten. Mehr brauchen sie nicht! Ist das mal passiert, ist der Absprung wirklich nicht leicht, ganz unabhängig von der vorangegangenen Schauspielleistung oder Dauer dieser! Ob man (davor) eine gestandene Frau oder ein gestandener Mann war, ist dann nicht mehr entscheidend, die Manipulation kann den letzten Funken der (vorigen) Persönlichkeit auslöschen. Du darfst nicht vergessen, dass alle Zweifel, alle "Lücken" in der perfekten Schauspielerei sofort mit Erklärungen der Betrüger/-innen ausgeräumt werden, das macht Bezness zu einem (nahezu) "perfekten" Betrug. Denn sobald diskutiert, gestritten und gezweifelt wird, entsteht eine noch engere Bindung zu den Beznesser/-innen, man ist sich dessen nur lange nicht bewusst!
Mafa11 hat geschrieben:
11.08.2021, 23:48
Und bei dieser Ausländerbehörde musste ich antanzen. Und dann gleich zu einem Gespräch mit der Leiterin. Da saß ich nun mit dieser übergewichtigen, unvorteilhaft gealterten Behördenmitarbeiterin und fragte mich, was die eigentlich von mir will. Die kam auch schnell auf den Punkt, indem sie mir sagte, dass sie die Frau, die ich gedenke zu heiraten, für eine Ehebetrügerin halte. Sehr interessant. Ich fragte sie, wie sie denn darauf komme. Sie meinte nur, ob ich denn wüsste, dass das nun bereits der dritte Versuch sei, dass diese Frau versuche in Deustchland mittels einer Ehe Fuss zu fassen. Sie habe eine Akte über die Frau, und was da drin stehe, sei eigentlich eindeutig. Ich habe gesagt, dass ich in die Akte reinschauen wolle, was mir natürlich verwehrt wurde. Dass meine Verlobte es bereits einmal versucht hatte, wusste ich. Deswegen war sie ja in Deutschland, als ich sie kennenlernte. Von einem vorherigen Versuch wusste ich nichts. In dem Moment dachte ich mir, das muss ich mal mit meiner Flamme besprechen. Ansonsten glaubte ich der Mitarbeiterin kein Wort. Ich dachte, die gönnt mir die junge gutaussehende Frau nicht und will mir mein Leben versauen. Verdammt, das Gegenteil war der Fall! Die wollte mich warnen aber ich wollte nicht hören.
Dies ist m.M.n. ein gutes Beispiel dafür, dass sich Erfahrungen nicht vergleichen lassen (nach dem Motto "wo war Bezness ganz offensichtlich, wo nicht?")! Für mich wäre diese Warnung der Leiterin der Ausländerbehörde ein eindeutiges Warnsignal gewesen und ich hätte danach wahrscheinlich nicht geheiratet. Aber von außen sind diese Beziehungen nicht bewert- und vergleichbar mit den eigenen, schließlich steckt man nicht selbst in der Situation, spürt diese "große Liebe" nicht, kennt nur die "hard facts" und kann aufgrund dieser leider gar nicht beurteilen, wie man sich verhalten hätte. Dass es viel mehr Facetten von Bezness gibt als Geldforderungen, dass diese oft gänzlich ausbleiben ist auch eine wichtige Info, die man haben muss, ansonsten denkt man auf der sicheren Seite zu sein, wenn es (zuerst) nicht um Geld geht! :cry:
Liebe Grüße,
Toastie
Getoastet aber nicht verbrannt (Toastie)

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