Schwanger vom Urlaubsflirt

Gibt es Probleme in der Erziehung? Droht Kindesentzug oder -entführung? Wie kann man sich davor schützen? Hier könnt Ihr Euch austauschen!

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gadi
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Re: Schwanger vom Urlaubsflirt

Beitrag von gadi » 14.10.2018, 21:24

Das wäre eine "gruselige" Logik, Efendi. Jedoch: Kinder, die aus dem "Escortservice" und aus Vergewaltigungen entstanden sind, das sind schon extreme Vergleiche, oder? Eher Einzelfälle.

Ich bin der Meinung, man sollte zwar nicht verheimlichen, woher der andere Elternteil stammt und das Land auch nicht negativ einfärben, wenn man darüber erzählt. Aber andererseits auch nicht versuchen, aus dem Kind ein "kulturell binationales" zu machen.
Falls das Interesse des Kindes - in späteren Jahren vielleicht - erwacht, kann man es noch immer unterstützen dabei, seine andere (biologische) Herkunft zu "erkunden".
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Efendi II
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Re: Schwanger vom Urlaubsflirt

Beitrag von Efendi II » 15.10.2018, 00:11

gadi hat geschrieben:
14.10.2018, 21:24
Das wäre eine "gruselige" Logik, Efendi. Jedoch: Kinder, die aus dem "Escortservice" und aus Vergewaltigungen entstanden sind, das sind schon extreme Vergleiche, oder? Eher Einzelfälle.
Im Zuge des Einmarsches der Sowjetarmee 1945 sind bis zu zwei Millionen deutscher Frauen vergewaltigt wurden (in Polen war es ähnlich und in den anderen "befreiten" Ländern Osteuropas wird es nicht anders gewesen sein) und dadurch sind auch viele Kinder entstanden, da kann man wohl kaum von Einzelfällen sprechen.
https://www.welt.de/geschichte/zweiter- ... iwild.html
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gadi
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Re: Schwanger vom Urlaubsflirt

Beitrag von gadi » 15.10.2018, 10:30

Efendi II hat geschrieben:
15.10.2018, 00:11
gadi hat geschrieben:
14.10.2018, 21:24
Das wäre eine "gruselige" Logik, Efendi. Jedoch: Kinder, die aus dem "Escortservice" und aus Vergewaltigungen entstanden sind, das sind schon extreme Vergleiche, oder? Eher Einzelfälle.
Im Zuge des Einmarsches der Sowjetarmee 1945 sind bis zu zwei Millionen deutscher Frauen vergewaltigt wurden (in Polen war es ähnlich und in den anderen "befreiten" Ländern Osteuropas wird es nicht anders gewesen sein) und dadurch sind auch viele Kinder entstanden, da kann man wohl kaum von Einzelfällen sprechen.
https://www.welt.de/geschichte/zweiter- ... iwild.html
Ach die Kriegszeiten willst du auch mit einschließen, Efendi. Ich habe mich eher auf die Gegenwart bezogen. Ich weiß nicht, wieviele Frauen in diesem Forum den Krieg miterlebt haben und noch in der Nachkriegszeit gezeugte Kinder im erziehungsfähigen Alter haben.
Aber die müsste man auch mit einschließen, das stimmt. Oder auch die in etwaigen weiteren Kriegen entstehenden Kinder.
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Efendi II
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Re: Schwanger vom Urlaubsflirt

Beitrag von Efendi II » 15.10.2018, 10:52

gadi hat geschrieben:
15.10.2018, 10:30
Ach die Kriegszeiten willst du auch mit einschließen, Efendi. Ich habe mich eher auf die Gegenwart bezogen. Ich weiß nicht, wieviele Frauen in diesem Forum den Krieg miterlebt haben und noch in der Nachkriegszeit gezeugte Kinder im erziehungsfähigen Alter haben.
Möglicherweise befindet sich auch unter den Nutzern selbst so ein "Kind" welches aus so einer Vergewaltigung entstanden ist oder kennt solche Fälle aus der näheren Familie, dem Freundes- und Bekanntenkreis. Wer weiß das schon.

Letztlich ging es doch darum, inwieweit es sinnvoll sein könnte, einem Kind den kulturellen Hintergrund seines Erzeugers nahezubringen und es damit vertraut zu machen. Ich sehe dafür wenig Veranlassung, denn kulturelle oder religiöse Befindlichkeiten oder Prägungen liegen nicht in der vererbten Genen, sondern werden anerzogen. Wenn das Kind hier in Mitteleuropa aufwächst, dann sollte man es unterlassen, allein des Erzeugers wegen dem Kind außereuropäische Gepflogenheiten anzuerziehen.
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Re: Schwanger vom Urlaubsflirt

Beitrag von gadi » 15.10.2018, 11:40

Efendi II hat geschrieben:
15.10.2018, 10:52
gadi hat geschrieben:
15.10.2018, 10:30
Ach die Kriegszeiten willst du auch mit einschließen, Efendi. Ich habe mich eher auf die Gegenwart bezogen. Ich weiß nicht, wieviele Frauen in diesem Forum den Krieg miterlebt haben und noch in der Nachkriegszeit gezeugte Kinder im erziehungsfähigen Alter haben.
Möglicherweise befindet sich auch unter den Nutzern selbst so ein "Kind" welches aus so einer Vergewaltigung entstanden ist oder kennt solche Fälle aus der näheren Familie, dem Freundes- und Bekanntenkreis. Wer weiß das schon.
Deshalb schrieb ich ja "eher Einzelfälle".

Letztlich ging es doch darum, inwieweit es sinnvoll sein könnte, einem Kind den kulturellen Hintergrund seines Erzeugers nahezubringen und es damit vertraut zu machen. Ich sehe dafür wenig Veranlassung, denn kulturelle oder religiöse Befindlichkeiten oder Prägungen liegen nicht in der vererbten Genen, sondern werden anerzogen. Wenn das Kind hier in Mitteleuropa aufwächst, dann sollte man es unterlassen, allein des Erzeugers wegen dem Kind außereuropäische Gepflogenheiten anzuerziehen.
Ganz meine Meinung.
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Re: Schwanger vom Urlaubsflirt

Beitrag von Atin » 15.10.2018, 14:11

Laura Marie hat geschrieben:
13.10.2018, 23:36
Atin schrieb, an die TE gerichtet:
Ich denke: du bist wie er. Zwei die sich gesucht und gefunden haben.

Deswegen willst du ihn jetzt auch für dich alleine haben und denkst vielleicht das er durch deine Schwangerschaft seine Ehefrau verläßt.
Ich denke, dass dieser Post von Dir überflüssig ist. Hier in der Beratung liegt das Wohl des Kindes im Fokus und damit auch das Wohl der Mutter. Nach einer Bewertung ihres Handelns hat sie nicht gefragt.
Kehr vor Deiner eigenen Türe, ich denke damit bist Du auch ausgelastet. Jeder von uns.

Grüße
Laura
Ich denke du solltest bitte anderen ihre Meinung lassen. Wir sind hier ein deutsches Forum und das lebt von Austausch.

Also, wenn sie möchte das ihr Kind seine Wurzeln kennenlernt kann sie gerne seine Mitfrau werden. Warum auch nicht. Ist ja iMn kultureller Austausch nech.
Hallo Atin, die letzte Passage habe ich entfernt. Man konnte es auch diplomatischer formulieren können.
Nilka
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Re: Schwanger vom Urlaubsflirt

Beitrag von Laura Marie » 16.10.2018, 00:25

Lieber Ponyhof,

Du schriebst:
Das Beispiel mit dem Escortservice war natürlich überspitzt. Ich hatte nur den Windruck, dass das Kind "arabisch lernen muss" etc. Und da wollte ich deutlich machen, dass die Kultur anerzogen ist und nicht biologisch bestimmt. Dass man dem Kind sagen kann, dass der Vater aus einem anderen Land kommt und man da durchaus auch über dieses Land etwas erzählen kann steht ausser Frage. Nur "auf Teufel komm raus" dem Kind seine Andersartigkeit ständig klarzumachen, seinen Migrationshintergrund etc. zu betonen und es zum "Halbaraber" zu machen, weil man glaubt, das Kind müsste jetzt mit Arabisch etc. aufwachsen halte ich für falsch.
Ich war mir nicht ganz sicher, wie es gemeint war. Das sehe ich auch so, dass ein übertriebenes oder gar aufgedrängtes Kulturgut des Vaters falsch ist. Aber ich meinerseits bin glaube ich eher "romantisch" veranlagt (nanntest Du das so?), ich kann diese Frauen sehr gut verstehen, die das gerne den Kindern nahe bringen. Es gibt in jeder Kultur so viel Spannendes :D . (Bei arabisch und auch türkisch denke ich sofort an die kulinarischen Genüsse, die Süßigkeiten usw... :D )

Viele Grüße
Laura Marie
Diamonds are not always girls best friends. ;-) (Laura Marie)

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