Abschiebung anstreben und erreichen?

Wie lebe ich heute. Was habe ich geändert. Wie habe ich Bezness verarbeitet. Der "Neuanfang".

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Sinalein33
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Abschiebung anstreben und erreichen?

Beitrag von Sinalein33 » 09.09.2019, 20:58

Hallo meine lieben Mitleidende,
meine Frage an euch ist kurz und knapp, hat aber sehr grosse Bedeutung für mich.Über zahlreiche Antworten,wäre ich dankbar.
Nachdem ihr das wahre Gesicht eures ex Bezzies erkannt habt, habt ihr dessen Abschiebung angestrebt?
Wie seid ihr vorgegangen?Habt ihr es geschafft?
Wenn ja wie?
Wenn nein, warum?

Vielen Dank

Bina62
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Re: Abschiebung anstreben und erreichen?

Beitrag von Bina62 » 09.09.2019, 21:28

Hallo,mir ist nur bekannt,das Straftäter nach Verbüßung der Haftstrafe abgeschoben werden können und Einreisesperre erhalten.Beznesser können Straftäter sein,Körperverletzung,Kindesmißbrauch,Drogenhandel etc.Selbst nach großen Vergehen ,tut sich die deutsche Justiz schwer damit, abzuschieben.Opfer kämpfen lange um ihr Recht. LG

Cimmone
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Re: Abschiebung anstreben und erreichen?

Beitrag von Cimmone » 09.09.2019, 22:06

Hallo sinalein,

Bezness stellt noch keinen Straftatbestand dar. Leider.

Ich habe nicht versucht, eine Abschiebung von Bezzie zu bewirken.
1. Er hat ein Kind in D, welches ihm die AE sichert.
2. Lässt sich mangels Schuldscheinen o.ä. der Betrug nicht beweisen

Wenn Du eine "Aufforderung zur Ausreise" für den Unguten anstrebt,versuchst Du richtig was in der Hand. Und wie Bina schon schrieb, D tut sich sehr schwer, unliebsame Gäste wieder nach Hause zu schicken.
Inmitten von Schwierigkeiten stecken massenhaft Gelegenheiten. (Albert Einstein)

Cimmone 💥
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Sinalein33
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Re: Abschiebung anstreben und erreichen?

Beitrag von Sinalein33 » 09.09.2019, 22:12

Mir geht es vor allem darum, ob die Bezzies abgeschoben wurden. Z.B. als sie sofort nach Beantragung des Aufenthaltstitels ihr wahres Gesocht zeigten.
Wenn dann eine Ehe geschieden wird (Härtefallscheidung)dann müsste er doch abgeschoben werden?
Oder andere Geschichten, wie jemand die Abschiebung erreicht hat?
Ist es wirklich unmöglich?
Ich meine die kommen doch wegen Familiennachzug her und bekommen erst mal befristeten Aufenthaltstitel, warum dürfen die dann bleiben wenn die Verhältnisse nicht mehr da sind?
Ich kämpfe nun seit einem Jahr und ich sehe kein Ende, ich weiss nicht ib ich jemals meinen Ziel näher komme.

Sinalein33
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Re: Abschiebung anstreben und erreichen?

Beitrag von Sinalein33 » 09.09.2019, 22:19

Bei uns ist auch ein Kind im Spiel,das von ihn instrumentalisiert wird,umso höher meine Motivation.
Gibt es Insider von euch,irgendwelche Hilfsorganisationen an die ich mich noch wenden kann.
Wer bis jetzt im Boot ist:
Jugendamt
Familiengericht
Anwalt
Verfahrensbeistand
Diakonie
Polizei
Ausländerbehörde
Wer könnte mir noch helfen?

Julija
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Re: Abschiebung anstreben und erreichen?

Beitrag von Julija » 10.09.2019, 00:28

Hallo Sinalein,

hast du alle genannten Stellen auf deiner Seite und alle arbeiten an einer Abschiebung? Kann ich mir gar nicht vorstellen, obwohl es für dich und dein Kind natürlich wünschenswert wäre.

Es gibt gesetzliche Regelungen, wann ausgewiesen werden muss. Ob bei Nicht-Ausreise dann tatsächlich eine Abschiebung durchgesetzt wird, steht auf einem anderen Blatt.
Wenn er zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt wird, hat er ganz gute Chancen nach einem Teil der Haftstrafe in ein Flugzeug steigen zu dürfen. Das kannst du einfach googlen.

Nach welchem § hat er denn derzeit seinen Aufenthaltstitel? Ich nehme an § 28 (1) AufenthG.

Eigentlich würde es sogar reichen, wenn nur die Ausländerbehörde mit in deinem Boot sitzt. Die sind nämlich diejenigen, die seine AE verlängern, befristen oder entziehen. Der Grund "Instrumentalisierung des Kindes" ist in der Regel kein Grund für eine Ausweisung. Wenn das Familiengericht entscheidet, dass der Kindsvater keinen Umgang haben soll, ist das dann doppelt gut.

Das Jugendamt entscheidet am Ende rechtlich gesehen nicht viel, sondern gibt eine Empfehlung an das Familiengericht ab. In aller Regel hält sich das Gericht auch an diese Empfehlung. Solche Entscheidungen dauern und dauern, vor allem weil der Kindsvater jede Verzögerung nutzen wird. Gibt es da schon etwas in der Richtung?
Mir geht es vor allem darum, ob die Bezzies abgeschoben wurden. Z.B. als sie sofort nach Beantragung des Aufenthaltstitels ihr wahres Gesocht zeigten.
Es ist nicht die Aufgabe der ABH unmoralisches Verhalten zu bewerten. Es gibt die magische Frist von meistens drei Jahren. Wenn die überstanden sind, kann der Bezzie fast alles machen, was er will. Aber selbst das spielt keine große Rolle bei dir, weil er mit dem gemeinsamen Kind noch ganz andere Möglichkeiten hat. Er muss nicht mal die Frist mit unwahrem Gesicht absitzen.

Seit ihr denn verheiratet gewesen und es gab eine Härtefallscheidung?
Aber auch hier gilt: Durch das Kind ist er "geschützt".

Das einzige, was er leisten muss, ist so zu tun als würde er sich kümmern. Da du von Instrumentalisierung sprichst, gehe ich davon aus, dass er persönlich und regelmäßig Kontakt zum Kind hat. Das reicht als Nachweis. Regelmäßig bedeutet nicht, dass es täglich oder oft ist. Es reichen auch alle zwei Wochen oder sogar länger.

Rechtlich gesehen bist du nicht diejenige, die ihm seine AE gebracht hat. Das war zunächst das zuständige Konsultat bzw. die ABH. Rechtlich gesehen wirst du auch nicht diejenige sein, die ihn zurückbringt. Das, was du konkret tun hast, ist Sammeln und Kämpfen.

Je nachdem wie deine Geschichte mit dem Kindsvater war, könntest du dich noch an den Weißen Ring wenden. Dieser in meinen Augen großartige Verein setzt sich für Opfer von Gewalttaten ein, bietet rechtliche, finanzielle und therapeutische (Vermittlung) Maßnahmen. Dafür muss aber sehr viel passiert sein, um das in Anspruch nehmen zu können. Eine erste Beratung kann aber nie schaden. Ansonsten ist mir noch bekannt, dass es politische Vereinigungen gibt, die gute Zuhörer sind. Ob du das willst, musst du natürlich selbst entscheiden.

Selbst wenn eine Ausweisung erfolgt, ist der Weg zu einer Abschiebung auch noch ein langer. Vielleicht wird er zur Sicherheit nochmal Vater oder er heiratet eine Deutsche. Das wären dann wieder Gründe für eine erneute AE.

Efendi II
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Re: Abschiebung anstreben und erreichen?

Beitrag von Efendi II » 10.09.2019, 00:41

Sinalein33 hat geschrieben:
09.09.2019, 20:58
Nachdem ihr das wahre Gesicht eures ex Bezzies erkannt habt, habt ihr dessen Abschiebung angestrebt?
Das dürfte nicht von Erfolg gekrönt sein, denn das Aufenthaltsgesetz ist
nicht darauf angelegt, Deinen Rachegedanken zu entsprechen, wenn Du
Dich bei der Auswahl des Partners geirrt hast.

Über eine Beendigung des Aufenthaltes, Ausweisung oder Abschiebung wird
nach dem Gesetz entschieden und nicht nach den Wünschen enttäuschter
Lebenspartnerinnen.
Sinalein33 hat geschrieben:
09.09.2019, 22:19
Gibt es Insider von euch,irgendwelche Hilfsorganisationen an die ich mich
noch wenden kann.
Eine Hilfsorganisation die Dich dabei unterstützt, Deinen Partner aus dem
Land zu entfernen, gibt es nicht. Daran solltest Du keine Mühen verwenden.
Das wird von der Ausländerbehörde ohne Dein Zutun nach Recht und Gesetz
erledigt. Da steht Dir kein Mitspracherecht zu.
Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Immanuel Kant)

Julija
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Re: Abschiebung anstreben und erreichen?

Beitrag von Julija » 10.09.2019, 01:08

Ich habe jetzt gerade auch nochmal deine anderen beiden Threads gelesen, Sinalein.

In der Zeit hat Efendi hier geantwortet. Dabei wollte ich ihn doch zitieren und mach das trotzdem
Du solltest Dir klar darüber sein, dass es Dir nicht zukommt darüber zu befinden,
ob dieser Mann weiterhin hier verbleiben darf oder nicht. Darüber wird von
anderen und an anderer Stelle entschieden, da hast Du kein Mitspracherecht.
Alle Deine Bemühungen in dieser Richtung werden ins Leere laufen. Damit
erreichst Du eventuell nur genau das Gegenteil Deiner Bemühungen.

Deshalb solltest Du daran nicht Deine Zeit und Deine Nerven verschwenden.
es gibt sicher andere und angenehmere Dinge denen Du Dich widmen solltest.
Ich fasse mal aus deinen anderen Threads zusammen:
Zwei Jahre in Ägypten gearbeitet. Dort von einem Einheimischen schwanger geworden. Er reiste mit einem Visum zum ungeborenen Kind ein, zeigte dann sein wahres Gesicht (Kiffen, junge Frauen, viel Konsum, aber kein Geld für den Unterhalt, viele finazielle Aufwendungen seitens des Staates). Seitdem begleiteten Umgang.
Zwischendrin alle möglichen Überlegungen, ihn ausweisen zu lassen.

Es herrschte große Einigkeit in dem Rat, dich auf dich, dein Kind und eure Zukunft zu konzentieren.

Ist seit Frühjahr nochmal etwas vorgefallen, was deine erneute Frage veranlasst?
Wenn dann eine Ehe geschieden wird (Härtefallscheidung)dann müsste er doch abgeschoben werden?
Diese Frage klingt nicht danach, dass du gute Strategien für den Umgang mit Schmerz, Trauer, Wut, Enttäuschung... hast entwickeln können.
Hilft es dir wirklich, dir über was-wäre-wenn? Gedanken zu machen, wenn doch klar ist, dass das "wenn" nicht eintritt. Ihr wart nie verheiratet. Selbst wenn ihr jetzt heiraten würdet und du würdest eine Härtefallscheidung durchkriegen, hätte er immer noch das Kind. Ich befürchte, dir kosten diese Gedanken nur Energie. Sofern natürlich nichts weiteres vorgefallen ist außer dem, was du bisher berichtet hast.

Sinalein33
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Re: Abschiebung anstreben und erreichen?

Beitrag von Sinalein33 » 10.09.2019, 01:48

Nein,leider ist es tatsächlich so, dass ich wenig in die Richtung "Loslassen"arbeite.
Ich hane eine Mutter-Kind-Kur beantragt um endlich nach 1 1/2 Jahren mal zur Ruhe zu kommen und ich nehme therapeutische Beratung in Anspruch.
Aber der grösste Teil meiner Gedanken und meines Lebens, geht darum Gerechtigkeit zu erlangen.
Das Jugendamt ist zwiegespalten und auch das Gericht, sie sehen den "liebenden Vater "und sein Recht, sein Kind zu sehen.
Die Ausländerbehörde ist ganz klar aif meiner Seite.Sie haben ihn bereits im November die Abschiebung erteilt.Aber danach ist sehr viel passiert.
In Moment ist das so dass er das Umgangsrecht eingeklagt hat, weil ich es boykottierte (betreute Umgänge)
Das Recht über Umgänge zu entscheiden wurde auf das Jugendamt übertragen.Dagegen bin ich gerade in Beschwerde,der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig.
Er hat die Kleine (1Jahr alt) seit Mai nicht gesehen
Kein Unterhalt,kein Interesse,kein Besuch im Kh als sie dort stationär war.Es ist eine klare Sache ,was dieser Mensch will ind er geht da über alle Leichen.
Er rief mich vor kurzem an und sagte wenn ich nicht aufhöre ihn aus Deutschland verbannen zu wollen, wird er dafür sorgen dass die kleine in eine pflegefamilie kommt.Er word gier noch 10 neue Kinder machen und auch in Ägypten noch Familie haben,was interessiert ihn da ein einzelnes Kind und ich werde ein Leben lang inter den Verlust meiner Tochter leiden.
Dieser Mensch ist erbarmungslos und seine Intelligenz und Taktik macht mir Angst.
Ich kann und will nicht aufgeben auch wenn es einfacher und vernünftiger wäre.
Ich möchte Freiheit ind Gerechtigkeit für mein Kind und mich.
Auch wenn es für euch unvernünftig und rachesüchtig klingt, ich kann davon gerade nicht ablassen.
Welche politischen Organisationen sind gemeint?

Laura Marie
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Re: Abschiebung anstreben und erreichen?

Beitrag von Laura Marie » 10.09.2019, 09:51

Liebe Sinalein,

den Wunsch nach Gerechtigkeit kann ich sehr gut nachvollziehen. Um Deine Sicherheit bezüglich Rufmord / sich manifestierende Zweifel an Deiner Fürsorge als Mutter erfolgreich entgegen zu stehen, ist es wichtig, dass möglichst viel Organisationen, die mit solche Fällen betraut sind, davon überzeugt sind, dass Du eine gute Mutter bist und die das ggf. auch bescheinigen. Bist Du da gut aufgestellt?

Liebe Grüße und viel Erfolg und Schutz!

Laura Marie
Diamonds are not always girls best friends. ;-) (Laura Marie)

Julija
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Re: Abschiebung anstreben und erreichen?

Beitrag von Julija » 10.09.2019, 11:11

Hallo Sinalein,

Danke, dass du so mit offenen Karten spielst.
Mein Eindruck ist, dass du beim Versuch es zu löschen Öl ins Feuer gießt.

Seit Mai den Umgang boykottieren bei einem einjährigen Kind kann dir schmerzhaft auf die Füße fallen. Mit deinem Verhalten nährst du damit das "liebende Vater Gesicht", was auch dem Gericht gefallen wird.

Inwiefern Jugendamt und FamGericht zwiegespalten sind, verstehe ich nicht. Beide haben ihre Entscheidungen zu treffen, Zwiespalt hin oder her. Beide müssten solche Situationen zu genüge kennen.

Viel lieber würde ich gerne gut zu reden und Trost spenden. Im Sinne deines Kindes spreche ich jedoch Klartext:

Wenn du ihm das Kind vorenthälst, machst du es ihm noch leichter, sein Interesse vorzuspielen. Besser kann es für ihn nicht sein. Er lässt seinen Rechtsbeistand auf Kosten des Staates Briefe schreiben, erscheint mal zum Gespräch und mehr muss er nicht tun.

Was soll objektiv bei einem begleiteten Umgang passieren? Er steht unter Beobachtung, es wird eingegriffen bei Bedarf. Oft werden Reflexionsgespräche zeitnah angeboten.

Meine Hoffnung wäre eher, dass er sich so schlecht kümmert, alles schleifen lässt, dass von alleine darauf verzichtet, Umgang haben zu wollen.
Je länger du den Umgang boykottierst, desto mehr Verständnis wird es für ihn geben. Da fragt niemand, warum du so gehandelt hast. Es geht nur darum, dass du so gehandelt hast.

Ein kleines Kind kann durchaus mal krank sein und deswegen kein Umgang haben, aber dauerhafter Boykott. Es sind deine Konsequenzen, von dir verursacht. Das ist wirklich nicht gut.

In Bezug auf Gerechtigkeit habe ich einen ganz anderen Ansatz. Hast du dich mal gefragt, wie gerecht dein Kampf für das Kind ist? Vater ein asozialer Nichtsnutz - okay, kann man nichts machen. Als Mutter hast du (noch) die Fäden in der Hand. Es ist nicht gerecht für dein Kind, wenn du dich mehr mit dem Vater beschäftigst als mit ihm. Es braucht eine Mama mit einem möglichst freien Kopf und Zukunftsperspektiven und konstruktive Strategien. Deswegen ist es gut, dass ihr gemeinsam zur Kur könnt. Das wird sicherlich helfen, etwas Abstand zu bekommen.
wenn ich nicht aufhöre ihn aus Deutschland verbannen zu wollen, wird er dafür sorgen dass die kleine in eine pflegefamilie kommt.Er word gier noch 10 neue Kinder machen und auch in Ägypten noch Familie haben,was interessiert ihn da ein einzelnes Kind und ich werde ein Leben lang inter den Verlust meiner Tochter leiden.
Ob er dafür sorgen kann, bezweifel ich, aber am Rest habe ich wenig Zweifel.
Allerdings gibt es auch Gerichte, die das Sorgerecht oder das ABR entzogen haben, weil ein Elternteil den angeordneten Umgang missachtete. Das ist gar nicht sooo selten.
Solche Aussagen übrigens würde ich gar nicht erst zu lassen. Geh nicht ans Telefon und wenn doch, sag ihm als erstes, dass du das Gespräch aufzeichnest. Wenn er nicht zustimmt, legst du auf. Besser ist nicht dranzugehen. Es gibt einen Verfahrensbeistand und Anwälte. Soll er über die gehen, wenn er dir drohen will. Und alles immer notieren! Genaue Beschreibung, Datum, Uhrzeit.

politischen Organisationen
Ich glaube, das ist doch nichts für dich. Für dich ist zwar ganz ganz viel passiert, aber für Außenstehende klingt alles nach dem "Normalfall". Da ist die Gefahr recht groß, dass du noch mehr Öl ins Feuer gießt.

dodo02
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Re: Abschiebung anstreben und erreichen?

Beitrag von dodo02 » 10.09.2019, 11:24

Hallo Sinalein,

ich verstehe Dich auch, sogar sehr gut, bin ich doch in einer ähnlichen Situation. Ich habe mich jedoch für einen anderen Weg entschieden. Ich möchte Dich allerdings überhaupt nicht kritisieren- ich finde es sehr gut, dass Du kämpfst. Ich bin nur ein anderer Mensch & außerdem chronisch krank & habe daher gar nicht die Kapazitäten, solch eine Stresssituation über Jahre durchzuhalten.
Auch hätte ich Sorgen um mein Kind, dass ich die Situation für mein Kind verschlimmere.

Es ist sehr gut, dass die ABH hinter Dir steht. Trotzdem wird es m. E. schwierig bis unmöglich werden, eine Abschiebung zu erreichen & zwar aufgrund des gemeinsamen Kindes.
Im Bekanntenkreis meines Ex gibt es mehrere Fälle, bei denen die Väter mehrfach vorbestraft sind (Körperverletzung/Dealerei) und auch schon Haftstrafen verbüsst haben- trotzdem werden sie nicht abgeschoben. Was in den Fällen passiert, ist, dass die ABH keine Aufenthaltserlaubnis gibt, sondern nur noch Duldungen ausstellt. Weil ja aber ein deutsches Kind vorhanden ist, kann nicht abgeschoben werden.
Ich habe hier im Forum einen Fall gelesen, bei dem der Vater abgeschoben wurde, ich glaube es war die Geschichte von Franconia. Aber in diesem Fall hatte der Vater sich meiner Erinnerung nach an seinen eigenen Kindern vergangen & wurde direkt aus der Haft abgeschoben
Es muss also schon sehr sehr viel passieren.
Ich kann mir auch gut vorstellen, dass sich Dein Ex in seiner Situation schnell wieder jemandem zum Heiraten/ Schwanger werden sucht, um sich abzusichern.
Ich will Dich nicht entmutigen, ich finde es wie gesagt gut, dass Du kämpfst, aber ich denke, es ist nicht nachteilig, wenn Du um die Realität weisst, mir ist das zumindest immer lieber, dann weiss ich, mit was ich es zu Tun habe & worauf ich mich einstellen muss.

GLG
dodo
Es ist wie es ist.

Eclipse
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Re: Abschiebung anstreben und erreichen?

Beitrag von Eclipse » 10.09.2019, 11:45

dodo02 hat geschrieben:
10.09.2019, 11:24
Weil ja aber ein deutsches Kind vorhanden ist, kann nicht abgeschoben werden.
Das ist die Zusammenfassung aller Wenns und Abers.

@Sinalein

Hier ist sicher niemand, der nicht emotional nachvollziehen kann, wie Du Dich fühlst. :cry: Aber Halunke hin oder her, er ist der Vater eines deutschen Kindes. Das Gesetz wertet nicht moralisch, sondern nach Fakten. Falls er nicht schwer kriminell wird, bleibt er selbstverständlich hier. Wenn er hier noch weitere 10 Kinder "macht", gibt es 10 weitere Gründe, nicht abgeschoben zu werden.

Du wirst bestimmt am raschesten zu Deinem inneren Frieden finden, wenn Du die Situation zu akzeptieren lernst und Dich auch seinem "Besuchsrecht" nicht in den Weg stellst. Es ist leider nicht rückgängig zu machen.


Man kann einfach nur aufklären, aufklären, aufklären... :cry:

Sinalein33
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Re: Abschiebung anstreben und erreichen?

Beitrag von Sinalein33 » 10.09.2019, 13:28

Ich bedanke mich herzlich bei euch für die lieben Worte, gute Ratschläge und vor allem Verständnis.Es ist sehr erleichternd sich mit jemand auszutauschen, der ähnliches durchgemacht hat.
Die Umgänge zu boykottieren war ein grosser Fehler,das sehe ich auch ein.Ich hatte leider Pech mit meoner Anwältin, die mich falsch beraten hat, jetzt habe ich gewechselt und die Frau hat Biss ind Ahnung.
Ihr habt auch Recht, dass es unfair ist meiner Kleinen gegenüber all meine Energie für diesen Abschaum unf meinen enttäuschten Gefühlen zu widmen.
Es ist wirklich nahezu unmöglich das zu erreochen wonach ich gerade strebe.Seine Abschiebung im November war meine ,einzige Chance und die habe ich verbaut, weil ich alles zurückgezogen habe,als er wieder ankam.
Es ist meine Schuld ,auch dass er hier ist. Es ist ebenfalls meine Schuld dass ich zu leichtsinnig war bei der Auswahl des Vaters meines Kindes.Es sind sehr viele Vorwürfe,die ich mir gegenüber mache.Ich kann schlecht damit umgehen,diesen Fehler begangen zu haben.Und in Moment denke ich dass ich keine Ruhe finden werde,wenn ich nicht wenigstens irgendwie diesen Fehler bereinige.Ausserdem ist dieser Mensch so grössenwahnsinnig und hat die Meinung dass Frauen nichts bewegen können, dass sie nichts wert sind.
Ich fühle mich gezwungen dazu ihn ins kalte Wasser zu schmeissen,ihn zu zeigen dass er nicht alles und mit jeden abziehen kann was er will.Und dass wir Frauen nicht schwach und klein sind,wie er es gelernt hat sie zu sehen.
Er sagt auch immer"Allah wird alle für mich zerstören, Er wird alles machen damit ich an meine Ziele komme",dieser Grössenwahn macht mich fertig, weil er jetzt auch an meine Freiheit und die meines Kindes will.
Ich bemühe mich trotzdem mit der Situation klar zu kommen und diese zu akzeptieren.Es wird allerdings ein langer Weg,für jemand wie mich.Ich stehe da noch ganz am Anfang.
Meinen letzten Ausweg, sehe ich darin.Das alleinige Aufenthaltsrecht für die Kleine zu bekommen und in ein anderes Land zu gehen.Meine Hoffnung ist , dass er abgeschoben wird,wenn die Kleine nicht in Deutschland ist.Dies würde ich natürlich nicht unüberlegt und ungeplant machen.Es wäre alles gesichert,Job,Kitaplatz in deutscher Kita,Versicherung,Wohnung.
Dieser Gedanke gibt mir noch Hoffnung,wobei wie ihr sagt,vlt ist schon eine andere schwanger von ihn,dann ist mein Kampf eh erfolgslos,was er bisher auch war.
Übrigens kann er hier niemanden heiraten,dafür bräuchte er Papiere aus Kairo und er kann die nächsten paar Jahre nicht nach Kairo,weil er vor Militär geflohen ist und dort sofort eingezogen werden würde.Er kann erst ohne Probleme hin wenn er 33 ist.Jetzt ist er 29.Das ist auch ein Grund warum er über Leichen geht in Deu zu bleiben.
@Julia ich hätte bitte trotzdem gerne Information über die politische Organisation bzw. Wie ich mich irgendwie beteiligen kann oder etwas tun kann um andere zu warnen oder eine Änderung zu erzielen.Abgesehen von meinen eigenen Anliegen, würde es mir grosse Erleichterung verschaffen, sich aktiv zu beteiligen.
Danke

Efendi II
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Re: Abschiebung anstreben und erreichen?

Beitrag von Efendi II » 10.09.2019, 14:46

dodo02 hat geschrieben:
10.09.2019, 11:24
Im Bekanntenkreis meines Ex gibt es mehrere Fälle, bei denen die Väter mehrfach vorbestraft sind (Körperverletzung/Dealerei) und auch schon Haftstrafen verbüsst haben- trotzdem werden sie nicht abgeschoben. Was in den Fällen passiert, ist, dass die ABH keine Aufenthaltserlaubnis gibt, sondern nur noch Duldungen ausstellt. Weil ja aber ein deutsches Kind vorhanden ist, kann nicht abgeschoben werden.
Eine Duldung ist nach der Definition des deutschen Aufenthaltsrechts eine „vorübergehende Aussetzung der Abschiebung“ von ausreisepflichtigen Ausländern. Sie stellt keinen Aufenthaltstitel dar und begründet daher auch keinen rechtmäßigen Aufenthalt. Geduldete sind daher weiterhin ausreisepflichtig.

Damit wird angestrebt, dass der Geduldete ausreist und ein ordnungsgemäßes
Visumsverfahren im Herkunftsland zur Familienzusammenführung zum Kind in
die Wege leitet. Bei positiven Ausgang eines solchen Verfahrens kann er dann
nach der Wiedereinreise eine Aufenthaltserlaubnis nach §28 erhalten und damit
seinen rechtmäßigen Aufenthalt bekommen.
Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Immanuel Kant)

dodo02
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Re: Abschiebung anstreben und erreichen?

Beitrag von dodo02 » 10.09.2019, 15:49

Hallo Effendi,

Danke für die erneute Belehrung. Ich weiß, was eine Duldung ist. Die Erwähnten Personen reisen natürlich nicht freiwillig aus & werden aufgrund des deutschen Kindes nicht abgeschoben.

LG
Es ist wie es ist.

dodo02
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Re: Abschiebung anstreben und erreichen?

Beitrag von dodo02 » 10.09.2019, 16:04

Hallo Sinalein,

Bitte fühle Dich nicht schuldig. Ich weiß, das sagt sich so leicht, ich hab mich auch oft schuldig gefühlt.
Aber was er gemacht hat ist Betrug. Du hast mit besten Absichten, Gewissen und aus Liebe gehandelt. Mache Dir bitte keine Vorwürfe. Das bringt Dich auch nicht weiter und ist auch nicht fair Dir selbst gegenüber.
Er, der sich schuldig fühlen sollte, macht sich bestimmt null Vorwürfe.
Ich ziehe den Hut vor Deinem Kampfgeist 👏.
Ich hoffe, Du erreichst etwas.
Aber denke auch an Dich und Deine Kleine. Versuche ihn in Deinen Gedanken etwas loszulassen & Dich auf Dich selbst zu konzentrieren.
Mir hat es geholfen zu verachten und zu bemitleiden.
Denn eigentlich sind solche Menschen gestört und arme Würstchen. Das ist auch eine Möglichkeit jenseits der Wut. Und es hat mir sehr geholfen Literatur zum Thema narzisstische Persönlichkeitsstörung und Soziopathie zu lesen.
Vor Allem in der englischsprachigen Literatur gibt es da viel, auch und besonders an die Opfer dieser Menschen gerichtet.

Glg

dodo
Es ist wie es ist.

Julija
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Re: Abschiebung anstreben und erreichen?

Beitrag von Julija » 10.09.2019, 17:09

Da schließe ich mich Dodo vollkommen an.

Du brauchst dich nicht schuldig fühlen. Du wurdest systematisch getäuscht.

Das Loslassen wird auch nicht von jetzt auf gleich gehen. Das ist auch ein langer, zermürrbener Prozess.
Vielleicht hilft dir Autosuggestion. Immer, wenn es dich wirklich krass überkommt, sagst du dir "Ich weiß, für wen ich es schaffe" (nämlich deine Tochter). Sie ist noch so klein. Sie braucht deine volle Aufmerksamkeit und eine gefestigte Mutter.

Du hast getan, was du tun konntest.

Das mit dem Rechtsanwalt habe ich noch nicht verstanden. Aktuell findet also doch der Umgang statt?
Wie auch immer. Du schneidest dir in dein eigenes Fleisch, wenn du den nachweisbar boykottierst. Es ist nicht zu spät, eine Wende einzuführen.

Alles, was ihn selbst betrifft, lager bitte aus. Es ist nicht deine Verantwortung, dass er jetzt hier ist. Es ist nicht deine Verantwortung, dass er ein gutes Leben führt, Größenwahn zeigt oder sein Allah alles zerstören wird (Allah wird sowieso als erstes mit der Cannabis-Zerstörung anfangen). Du wirst sein Bild von der Frau niemals ändern können!
Kontakt, welches das Kind betrifft, kann über RA, Verfahrensbeistand und Jugendamt erfolgen. Allen anderen Kontakt konsequent ablehnen. Dann hörst du seinen Mist gar nicht erst.
Dem geht es schlechter als dir. Oder musst du dir Sorgen darum machen, in ein unmenschliches Militär eingezogen zu werden? Lass seine Sorgen bei ihm. Du bist auch nicht seine Therapeutin. Und wenn es ihm nicht schlechter als dir geht, auch egal. Was interessiert es den Kuchen, wenn ein Krümel zu Boden fällt?!

Das mit den politischen Möglichkeiten... Ich ärgere mich selbst, dass ich das überhaupt erwähnt habe.
Es gibt durchaus Parteien, die fast überall vertreten sind, und sich "freuen" ihre Parteiprogramme gut begründen zu können. Du bist leider ein Paradebeispiel, weshalb sich politisch und rechtlich etwas ändern muss. Deine Geschichte könnte Futter für deren Öffentlichkeitsarbeit sein, aber das Risiko ist viel zu hoch. Mir scheint es als seist du gerade in einem Aktionismus-Modus, was meistens keine sinnvolle Basis ist für längerfristiges Handeln.
Im besten Fall wird dir ein richtig guter Rechtsanwalt zur Seite gestellt. Im schlechtesten Fall, wovon ich ausgehe und deshalb abrate, landest du in einer bestimmten Ecke. Das wäre also wieder kontraproduktiv.
Wenn es jetzt bereits Entführungsversuche oder schlimmste Gewalttaten gegeben hätte und niemand wäre auf deiner Seite, dann wäre das eventuell eine Option. Zum Glück ist das aber nicht der Fall. Ich werde auch keine Partei nennen, obwohl ich zwei im Kopf habe.

Was du auch noch tun kannst, wenn du bereit bist, ist deine Geschichte hier bei den Wahren Geschichten einzustellen. Anhand der Klickzahlen siehst du direkt die Reichweite. Das bringt dir, abgesehen von der Erleichterung des Schreibens, nicht viel, leistet aber viel für andere Betroffene.
von Dodo:
Mache Dir bitte keine Vorwürfe. Das bringt Dich auch nicht weiter und ist auch nicht fair Dir selbst gegenüber.
Genauso!

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