FREMDER MANN

Wie lebe ich heute. Was habe ich geändert. Wie habe ich Bezness verarbeitet. Der "Neuanfang".

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Jakobs_Weg
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Re: FREMDER MANN

Beitrag von Jakobs_Weg » 05.03.2014, 10:57

Liebe Corinna,

wir Menschen sind ziemlich anfällig für Schmeicheleien, Komplimente, Anerkennungen, etc.

In dem Buch Die Kunst des Gedankenlesens: Andere durchschauen, verstehen und gewinnen von Henrik Fexeus wird gut beschrieben, wie wir z.B. (auch) darauf reagieren. Ohne es zu wollen, senden wir dem Gegenüber dabei Signale aus, an denen dieses erkennt, inwieweit wir nun für (weitere) Manipulation bereit sind.

Warum schaffen es manche Top-Verkäufer zu Spitzenumsätzen?
Nicht, weil sie viel reden, sondern deswegen, was sie sagen.

Geschickt und gekonnt (!) "umschmeicheln" sie den Kunden, "werten ihn höher" und wecken in ihm Sehnsüchte, die dieser sich gerne erfüllen möchte / könnte. Endlich fühlt sich der Kunde als der wahrgenommen, der er ja sein möchte, wie er sich selber sieht und versucht, sich auch so darzustellen.

Der Autor von "Der kleine Prinz", Antoine de Saint-Exupéry, schrieb:

"Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer."

und ebenso:

"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist unsichtbar für die Augen."

So funktioniert gute Werbung (für zumeist teurere Produkte),
so funktioniert sie auch in der partnerschaftlichen Anbahnungen.
Und wir alle reagieren darauf, visuell audiell.

Ich weiß nun nicht, ob dir der Denkanstoß nützlich ist, aber vielleicht für andere Leser.

Dir alles Gute, liebe Corinna!
Ich bin schwer beeindruckt, wie toll du reflektierst!

Bzw. - liebe Grüße auch an dich, liebe Coralia!
Ich freue mich, dass es dir gut geht!
LG, Jakobs_Weg

Nein, nicht alle Orientalen sind Beznesser!

kkj
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Re: FREMDER MANN

Beitrag von kkj » 06.03.2014, 08:29

Ja, ihr "pflückt" es hervorragend auseinander, ihr zwei. :) t

Ich finde allerdings, zum sich selbst Verzeihen gehört dann aber auch, es mal gut sein zu lassen. Es ist gut, die Gründe zu verstehen, warum man so anfällig war. Und dann is aber irgendwann mal jut, weiter geht's, ist zwar dumm gelaufen, aber das Leben geht weiter. Nicht, dass man in der Spirale festhängt und vor lauter Grübeln und Reflektieren vergisst, zu Leben.

Coralia hat das hervorragend hinbekommen, finde ich. Dir, liebe Corinna, wünsche ich das auch. Sei nicht ZU hart zu dir selbst. Alles werden wir NIE verstehen können, gerade bei den Bezziegeschichten nicht. Wie viele schütteln heute den Kopf mit der Frage "wie konnte ich nur???"
LG
kkj

Desert Dancer
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Re: FREMDER MANN

Beitrag von Desert Dancer » 06.03.2014, 13:41

Ich lebe heute ziemlich genau dieses spießige Leben, das ich früher unbedingt vermeiden wollte. Ich lebe in einer stabilen Ehe, wir haben letztes Jahr ein Haus gebaut (ich wollte früher nie ganz sesshaft werden), wir möchten Kinder haben und all das. Manchmal habe ich ein bisschen Angst davor, dass mich dieses "Gefühl" wieder packt und ich glaube ausbrechen zu müssen. Weil ich glaube, dass es auch heute noch in mir drin ist, auch wenn ich längst nicht mehr so getrieben bin wie als ganz junge Frau.
Liebe Coralia!
Ich denke wenn man in jüngeren Jahren viel erlebt und das Leben intensiv gelebt hat, dann kommt man irgendwann an den Punkt, wo man das "spiessige" Leben richtig schätzt und froh ist, wenn man ohne wilde Abenteuer das Leben geniessen kann. Mir geht's jedenfalls so. Natürlich sind nicht alle gleich. Aber ich würde mir mal nicht zu viele Sorgen machen an Deiner Stelle, da Du Dein neues Leben offenbar ja schön findest! Und keine Angst, Du selbst wirst trotzdem nie eine langweilige Person werden. Auch wenn Du nicht mehr jedes Risiko wahrnimmst.
Viele Grüsse, Desert Dancer
Ehemaliges CIB-Vereinsmitglied

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Corinna
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Re: FREMDER MANN

Beitrag von Corinna » 06.03.2014, 19:29

Hallo liebe Coralia,

danke für Deine Email. Ich fand Deine Erklärungen nicht verworren.

Ich bin für mich selbst nicht der Meinung, daß ich mit meiner Entscheidung für meinen Beznesser zu weit gegangen bin. Es ist aber schon etwas, was für mich/ in meinem Leben aus dem Rahmen fällt. Deswegen (und aus anderen Gründen) bin ich auch mit dem Thema so beschäftigt. Ich war damals sehr ambivalent. Ambivalenz bedeutet ja unter anderem, daß für einen zwei Sachen gleich viel wert sind. Für mich gab damals nur die Lösung mich auf die "Beziehung" einzulassen, um herauszufinden, was richtig für mich ist.

1001 Geschichte kannte ich damals noch nicht und ich bin mir nicht sicher, ob mir das Lesen der Geschichten damals weitergeholfen hätte. Ich fürchte, es hätte mir erst geholfen nachdem ich meine (eigenen) Erfahrungen gemacht hatte.

Deswegen bin ich auch so interessiert daran mich mit "Manipulation" und dem Thema "Welche Bedürfnisse hat mein Beznesser mir erfüllt?" zu beschäftigen.

Ich habe übrigens auch eine kaufmännische Ausbildung gemacht und dann in diesem Bereich gearbeitet. Das fand ich mit der Zeit immer langweiliger. Deswegen habe ich Ende meiner 20ger noch einmal die Schulbank gedrückt, um dann studieren zu können. Als ich damals meinen Arbeitsplatz gekündigt habe, hatten mir alle (!) Kollegen erzählt, wie toll sie meine Entscheidung finden würden und (!) dann haben mir ganz viele von ihrem Traum erzählt. Der Buchhalter hätte gern Psychologie studiert, die Sekretärin wäre gern ausgewandert usw., aber….. (Ich selbst bin ja der Meinung, daß ich meine Träume leben sollte.)

Bin ich froh, daß ich dem "aber" dauerhaft keinen Raum gegeben hatte. Das Studium war toll, die Arbeitssuche anschließend ganz lange eine Katastrophe (mir ging es immer schlechter), und dann habe ich einen ganz interessanten Arbeitsplatz gefunden mit vielen tollen Kollegen! Nicht, das es dann keine Probleme mehr gab, aber ich hatte genau die richtige Entscheidung getroffen.

Liebe Grüße
Corinna

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Re: FREMDER MANN

Beitrag von Corinna » 06.03.2014, 19:30

Liebe/r Jakobsweg,

danke für Deine Gedanken, Dein Kompliment und den Buchtip.

Ich habe mir eine Leseprobe von dem Buch heruntergeladen und werde es mir demnächst bestellen. Ich hatte damals, als ich mit dem Googeln meiner Fragen anfing und auf 1001 Geschichte gestoßen bin, zusätzlich noch Artikel zum Thema "Betrug" und zum Thema "Manipulation" heruntergeladen, kopiert, bearbeitet (= habe per PC das unterstrichen, was für mich wichtig ist) und teilweise ausgedruckt. Das lese ich mir ab und zu wieder durch. - Es wird schön sein mal ein Buch dazu in den Händen zu haben.

Ich habe damals auch mit einer Liste begonnen, auf die ich alle Bedürfnisse geschrieben habe, die mein Beznesser mir erfüllt hat. Es hat mich schon Überwindung gekostet, das so aufzuschreiben. Diese Liste ist noch nicht vollständig. Durch den Austausch über das Thema tauchen immer neue Gedanken und Sichtweisen auf, und so kommt ab und zu mal etwas Neues auf meine "Bedürfnis - Liste". Schon ein bißchen komisch so eine Liste zu führen, aber wenn ich diese Überlegungen nur im Kopf habe, schweife ich ab.

Vielleicht sollte ich auch eine Manipulations - Liste machen? Wie dem auch sei, ich werde wohl im April das Buch bekommen und bin neugierig darauf.

Danke noch einmal für die Mühe, die Du Dir gemacht hast.

Liebe Grüße
Corinna

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Re: FREMDER MANN

Beitrag von Corinna » 06.03.2014, 19:31

Hallo KKJ,

vielen Dank für Deine guten Wünsche!

Liebe Grüße
Corinna

FlammendeMorgenröte
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Re: FREMDER MANN

Beitrag von FlammendeMorgenröte » 07.03.2014, 11:51

Hallo Coralia, auch ich lese seit langer Zeit mit Freude, dass Du Deine „Erdung“ - Stück für Stück - wieder gefunden hast.

Deine Geschichte war damals mein Einstieg in das Forum und in die „Materie“ Bezness.

Seitdem habe ich hier keinen „Fall“ mehr gelesen, wo sich die betroffene Person derart intensiv mit dem Für und Wider auseinander gesetzt hat. Die keineswegs entrückt die berühmt-berüchtigte rosarote Brille auf dem „Stupsnäschen“ vor sich her trug.

Trotz aller „Vorsichtmaßnahmen“ und „Absicherungen“ kam dann der Superknall.

Deine Geschichte hat mich in Sachen Nigeria sehr sensibilisiert. Wenn ich Nigeria, Italien, Spanien hier lese, angebliches Asyl / Arbeitserlaubnis in diesen Ländern - und DANN hier in Deutschland auftauchen – gehen bei mir alle Alarmglocken an.

Diese „Alarmsystem“ würde ich hier so mancher Frau wünschen, die scheinbar willenlos die unglaublichsten Lügen und Verschleierungen dieser Männer Glauben schenken. Die bereit sind, völlig mittellosen Männern, von denen sie NICHTS Beweisbares wissen, wie eine Glucke umsorgen. Selbst offensichtliches!! hochgradig kriminelles Handeln (z.B. Drogenhandel) wird noch gedeckt.

Die nicht selten meinen, ein Kind aus solch einer Beziehung wäre der ultimative Beweis….für ihre Überlegenheit gegenüber allen „Rassisten“.

Das Leben und die Gesellschaft wird sie und ihre Kinder - in sehr vielen Fällen - noch so einiges lehren…
Ich lebe heute ziemlich genau dieses spießige Leben, das ich früher unbedingt vermeiden wollte. Ich lebe in einer stabilen Ehe, wir haben letztes Jahr ein Haus gebaut (ich wollte früher nie ganz sesshaft werden), wir möchten Kinder haben und all das. Manchmal habe ich ein bisschen Angst davor, dass mich dieses "Gefühl" wieder packt und ich glaube ausbrechen zu müssen. Weil ich glaube, dass es auch heute noch in mir drin ist, auch wenn ich längst nicht mehr so getrieben bin wie als ganz junge Frau.
In den obigen Satz kann ich mich sehr gut einfühlen – stand ich in etwa Deinem Alter doch vor einer sehr ähnlichen Situation (wenn auch ohne Bezness-Hintergrund).

Auch wenn Dein Leben heute in ruhigeren Fahrwasser verläuft –die „wilde Hummel“ in Dir, wird immer „hummelig“ bleiben.

Seßhaft werden heißt keineswegs das Ende von „Wildheit“ und Fernweh. DAS hat man in sich – oder eben auch nicht. Wert hat die Welt durch das Außerordentliche – aber Bestand durch das Durchschnittliche. Born to be wild ist kein ewiges Lebensgefühl…

Ich wünsche Dir und Deinem Mann alles Gute
E.

Hallo Corinna,

auch Dir wünsche ich die "Erdung", die Coralia sich in den letzten Jahren - sicher oft bitter - erarbeitet hat.

Viele Grüße E.
Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf...

Jakobs_Weg
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Re: FREMDER MANN

Beitrag von Jakobs_Weg » 07.03.2014, 12:28

Hallo, liebe Flammende Morgenröte,

wie schön, wieder von dir zu lesen! :)

Mit dem Kopf in den Wolken,
aber mit beiden Beinen fest am Boden (der Realität) bleiben.


So ist es!
LG, Jakobs_Weg

Nein, nicht alle Orientalen sind Beznesser!

Wüstenblume33
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Re: FREMDER MANN

Beitrag von Wüstenblume33 » 08.03.2014, 14:07

Liebe Corinna,

ich finde diesen Threat richtig gut. Wusste nur nicht wo ich mich unterbringen sollte. GENAU DAS ist es, was mich nach 2 Jahren Trennung immer noch um den Schlaf bringt. 8 Jahre mit jemandem verbracht zu haben, und ihn letztendlich nicht gekannt zu haben. GENAU das ist es, was mich (zum Glück nicht mehr sooo oft) manchmal so abgrundtief traurig macht. Ich war definitiv diejenige, die im Kino saß. Deren Traummann sich für MICH interessiert hat, der ausgerechnet wegen MIR nach Deutschland kam. Tatsächlich kann ich mit Abstand viel vernünftiger betrachten. Als ich ihn kennenlernte war ich ein hübsches Mädel. Auf der Suche nach dem Mann für immer (unbewusst). Dass MICH jemand verarschen würde in der Richtung absolut undenkbar. ICH sehe so etwas sofort. Ha. Noch nie hat mich jemand so begehrlich angeschaut. Ich fühlte mich 100%ig geliebt. Trotz meines ganz passablen Aussehens ist mein Selbstwertgefühl nicht sonderlich ausgeprägt. Ich hatte vorher Beziehungen, in denen der Mann immer die ganze Aufmerksamkeit brauchte. So wie da dann auch.
Das dieser wahnsinnig gut aussehende MANN sich für mich interessierte, hat mir unendlich geschmeichelt. Und dann blieb ich irgendwann in der Urlaubswelt hängen, und habe nach jeder Katastrophe gedacht, diese Welt des absoluten Glücks käme zurück. Kam sie aber nicht. Das hat dazu geführt, das ich mit bodenloser Respektlosigkeit behandeln ließ, und alles erduldet habe. Er hat mir meinen ganzen Lebenswillen, meine fröhliche Art entrissen. NUN IST SIE WIEDER DA UND ICH LEBE. Warum ich ihn vermisse ist an sich leicht erklärt. ICH vermisse die Geborgenheit, das Gefühl geliebt zu werden von einer bestimmten Person. Hat rein gar nichts mit ihm zu tun. Nur mit "meiner" Vorstellung einer glücklichen (vielleicht auch aufregenden) Beziehung. Und DAS zu verstehen ist immer wieder Teil meiner Arbeit mit mir selbst. Es ist sehr schwer, sich dessen wirklich klar zu machen.

Liebe Grüße

Corinna
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Re: FREMDER MANN

Beitrag von Corinna » 09.03.2014, 07:52

Hallo Flammende Morgenröte.

danke für Deine guten Wünsche! So etwas können wir alle immer brauchen.

Gruß
Corinna

Corinna
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Re: FREMDER MANN

Beitrag von Corinna » 09.03.2014, 07:53

Liebe Wüstenblume,

ich freue mich immer wieder wenn ich lese, daß Menschen meinen Threat richtig gut finden. Abgesehen natürlich davon, daß so etwas schmeichelhaft ist, bin ich auch froh einen guten Beitrag in 1001Geschichte leisten zu können. Für mich war und ist diese Webseite sehr hilfreich und ich freue mich, mich ein bißchen "revanchieren" zu können. Und mir hilft dieser Threat enorm!

Du schreibst: " Tatsächlich kann ich mit Abstand viel vernünftiger betrachten. "
Ja, so geht es mir auch. Nachdem ich so intensiv die Geschichten anderer, die Kommentare und die Ratschläge der Userinnen gelesen hatte und außerdem viel über mich und meine Bedürfnisse nachgedacht hatte, da habe ich vieles ganz anders gesehen und es sind mir auch ganz neue Sichtweisen zum Geschehenen gekommen.

Aber da ist noch eine andere Seite. Ich habe mir ja mehr oder minder von Anfang an Notizen über diese Geschichte gemacht, weil ich lange mit niemanden darüber reden wollte. Wenn ich meine Notizen lese, fallen mir nach und nach noch mehr Einzelheiten ein und ich meine mich oft zu erinnern, wie ich mich damals gefühlt habe.

Leider muß ich immer noch eins sagen: ich habe Warnsignale gehabt, die mich aber nicht weitergebracht haben und ich wollte der Wahrheit auf den Grund kommen. So habe ich mich nach längerem Zögern auf meinen Beznesser eingelassen. Im Grunde genommen finde ich nicht, daß ich etwas Falsches gemacht habe. Falsch hat sich der Beznesser verhalten.

Mit dieser Denkweise komme ich aber nicht weiter: ich habe richtig gehandelt und der andere hat falsch gehandelt. (Schuld sind immer die anderen…)

Deswegen bleibe ich auch am Thema dran und lasse es nicht gut sein.

Du schreibst: " Dass MICH jemand verarschen würde in der Richtung absolut undenkbar."
So ging es mir auch. Es ist ja nicht so, daß ich naiv durchs Leben gehe und nicht aufpasse. So fühlte ich mich zu sicher.

Dann muß ich sagen, daß mir vorher die Abgründe von Bezness nicht klar waren.

Einundeinhalb Stunden, nachdem ich meinen Threat reingestellt habe, kam schon die erste Reaktion von Jakobsweg. Unter anderem hieß es: "Was fehlt uns in unserem Leben, welche Wünsche, Vorstellungen projizieren wir (wie du sagst) auf einen völlig fremden Menschen projizierten?"
Ich hab dann später mal ein Stück Papier genommen und nach und nach all die Bedürfnisse aufgeschrieben, die mein Beznesser mir erfüllt hat. Mein Güte! Kein Wunder, daß ich zu Anfang gedacht habe im Paradies zu sein. So komme ich zu meinem Anteil der Geschichte. - Es ist aber nicht so gewesen, daß ich königlich die Erfüllung meiner Bedürfnisse entgegengenommen habe. Ich habe meinen Beznesser auch sehr gut behandelt und hiermit ist kein Geld gemeint. - Und ob es für einen Beznesser irgendwie von Interesse ist, ob er gut behandelt wird oder nicht, weiß ich nicht. Ist auch nicht mein Thema.

Du schreibst, daß Du erst eine Phase des Glücks hattest und es dann schlecht lief. Das ist bei mir auch so gelaufen und ich habe inzwischen den Eindruck, daß es immer nach dem gleichen "Drehbuch" abläuft. Hier habe ich eine Frage an das Forum: kennt Ihr einen Artikel zu den Phasen des Bezness? Falls ja, würde ich den gern lesen. Vielleicht aber sollte so etwas hier nicht öffentlich gemacht werden, weil bestimmt auch Beznesser hier lesen und keine Fortbildung brauchen. - Falls also jemand einen interessanten Artikel hierzu kennt, dann könnte der ja über 1001Geschichte per Email an mich gesendet werden.

Liebe Wüstenblume, ich freue mich zu lesen, daß Du Deine fröhliche Art wieder hast und lebst.

Auch ich vermisse die Geborgenheit, die sich gleich beim ersten Treffen mit meinem Beznesser eingestellt hat - damals zu meiner größten Verwunderung. Heute wundere ich mich nicht mehr. Und wenn ich das Buch über Manipulation gelesen habe, dann weiß ich vielleicht auch, wie das "technisch" gemacht wurde.

Du schreibst: " Und DAS zu verstehen ist immer wieder Teil meiner Arbeit mit mir selbst. " Ich glaube, das diese Arbeit an sich selbst das Geschenk ist, was es bei dieser bösen Sache gibt.

Danke für Deinen interessanten Beitrag!

Liebe Grüße
Corinna

Franconia
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Re: FREMDER MANN

Beitrag von Franconia » 09.03.2014, 14:17

Fremder Mann...
mir kamen dazu noch einige Gedanken – ein Vergleich... (Achtung wird länger :wink:)

Stell dir vor, du gehst jeden Sonntag spazieren, immer den gleichen Weg und immer kommst du an einem ganz tollen Haus vorbei. Du denkst dir, so eines will ich auch mal, so will ich auch mal leben. Die tolle Aussicht, der schöne große Garten – und es gehört mir und keiner kann es mir nehmen.
Du kennst dieses Haus nur vom vorbei gehen, hast es noch nie von innen gesehen, aber du bist hin und weg und träumst jede Nacht davon.


So ähnlich ist es auch mit einem Mann. Man sieht ihn, vielleicht öfters. Man springt auf optische Reize an, auf Äußerlichkeiten – und man träumt davon das dieser Mann zu einem gehört – für immer.

Irgendwann ist das Haus auf dem freien Markt.
Du gehst zu einer Besichtigung, denn jetzt könnte dein Traum wahr werden.
Natürlich fallen dir einige optische Mängel wie schiefe Fensterläden oder ein paar fehlende Dachziegel ins Auge und auch den ungepflegten Garten übersiehst du nicht. Aber für dich sind es Kleinigkeiten, die sich ohne großen Aufwand richten lassen. Du nimmst es locker und entschuldigst diesen Zustand damit, dass der Vorbesitzer vielleicht nicht in der Lage war sich so um das Haus zu kümmern wie es nötig gewesen wäre – aus zeitlichen Gründen, weil Geld fehlte oder er körperlich dazu nicht mehr in der Lage ist. Aber du bist ja noch jung, hast die Zeit, die Kraft und auch das Geld um alles wieder schön zu machen. Außerdem geben diese kleinen Defizite dem Haus das besondere etwas.
Warnungen von Freunden und Bekannten tun wir ab, spielen sie herunter und lassen uns nicht davon abbringen uns unseren Traum zu erfüllen.


Bei den Bezzis entschuldigen wir auch oft die „kleinen Fehler und Macken“, wir denken wir haben die Kraft um damit klar zu kommen. Wir schauen darüber hinweg wenn er nicht arbeitet/arbeiten darf, denn wir haben ja Geld und wir sind beide Jung und können gemeinsam etwas aufbauen. Außerdem machen diese Macken „unseren Traummann“ ja auch zu etwas besonderem, zu einem Mann, der sich aus der breiten Masse hervorhebt und wir sind in gewisser Weise stolz darauf gemeinsam mit ihm unsere Zukunft erarbeiten zu dürfen, denn das schweißt ja auch irgendwie zusammen. Auch hier lassen wir uns nicht von Warnungen abhalten, sehen darin oft nur den Neid der anderen und setzen alles daran unseren Traummann zu bekommen und uns unseren Traum zu erfüllen.

Wir betreten bei der Besichtigung das Haus zum ersten mal. Alles ist hell und freundlich, die Zimmeranzahl passt und auch die Größe der Zimmer. Der Vorbesitzer hat sogar noch alle Wände im Haus neu gestrichen. Perfekt, wir könnten also morgen schon einziehen. Wir stellen uns noch ans Fenster, auf die Terrasse oder den Balkon, genießen den Ausblick und träumen schon davon hier gemütliche Sommerabende zu verbringen. Ok, die alte Holztreppe ist schon etwas krumm gelaufen, aber die kann man ja auch mit wenig Aufwand durch eine neue ersetzen oder zumindest reparieren.
Wie verabschieden uns vom Verkäufer, bitten um 24 Stunden Bedenkzeit obwohl wir uns eigentlich schon entschieden haben – für das Haus, für unseren Traum.


Wenn wir unserem Bezzi näher kommen, ihn näher kennen lernen, dann ist auch er nett, freundlich und zuvorkommend. Es gibt fast keine Mängel im inneren und die kleine Ungereimtheit die uns vielleicht auffällt, die kann er plausibel erklären und mit einem Wisch vom Tisch und aus unseren Gedanken fegen. Auch hier schlafen wir noch mal ein oder zwei Nächte darüber, wollen es noch überdenken ob gewissen Entscheidungen nicht vielleicht doch übereilt wären, aber auch hier haben wir uns innerlich schon entschieden – für diesen Mann, für unseren Traum.

Wenn wir das Haus gekauft haben machen wir uns an die Arbeit den Garten wieder auf Vordermann zu bringen und die anderen kleinen Mängel zu beseitigen. Irgendwann stellen wir dabei dann fest, es ist doch mehr Arbeit als wir dachten, denn wir haben ja nicht nur die Arbeit am Haus sondern auch noch einen Job der uns in Anspruch nimmt. Wir beißen die Zähne zusammen und kämpfen weiter, denn wir wollen ja allen beweisen wie toll das Haus sein kann wenn alles fertig ist und wollen nicht zugeben, dass andere doch recht hatten, als sie uns vor der vielen Arbeit gewarnt hatten. Wir freuen uns über jeden kleinen Fortschritt den wir mit dem Haus machen, denn es bedeutet, wir sind unserem Traum vom perfekten Haus ein Stück näher. Augenringe, Rückenschmerzen und kleinere oder auch mal eine größere Verletzung nehmen wir klaglos hin, denn das gehört schließlich dazu.

Auch ein Mann und eine Beziehung bedeuten viel Arbeit und je größer die Unterschiede zwischen uns und unserem Partner sind, desto mehr Arbeit wartet da auf uns. Es ist oft nicht leicht wenn wir K.O. und genervt vom Job nach Hause kommen uns noch dieser „Arbeit“ zu stellen, aber jeder Schritt den wir aufeinander zu machen, jedes Problem das wir gemeinsam umschiffen lässt uns an unseren Traum einer perfekten Partnerschaft glauben. Kleinere und manchmal auch größere Verletzungen nehmen wir auch hier in Kauf, denn für eine Partnerschaft gilt, ein Gewitter reinigt die Luft. Außerdem wussten wir ja, dass wir Kompromissen eingehen müssen wegen der kulturellen und evtl. religiösen Unterschiede. Wir beißen die Zähne zusammen denn wir wollten und wollen schließlich diesen „Traum“ von Mann und schlechte Laune hat ja schließlich jeder mal...

Irgendwann im Laufe der Zeit, es können Wochen, Monate oder auch Jahre sein, stellt sich heraus, die frisch gestrichen Wände vom Vorbesitzer waren nicht ein Geschenk an uns damit wir gleich einziehen können, sondern sie waren nur dazu gedacht Mängel zu vertuschen. Da ist die Feuchtigkeit, die an den Wänden hoch zieht, der Schimmel in den Zimmerecken, die undichten und zugigen Fenster, der Putz der von den Wänden bröckelt, dazu vielleicht noch veraltete Rohre und elektrische Leitungen die dafür sorgen, dass Klempner und Elektriker in unserem Haus Dauergast sind. Mit der Zeit wird aus unserem Traum ein Albtraum, aus dem Schnäppchen eine Spardose ohne Boden. Die Arbeit für uns nimmt kein Ende, wenn wir ein Loch flicken tun sich zwei neue auf und irgendwann müssen wir uns die Frage stellen ob wir alles auf eine Karte setzen das komplette Haus generalsanieren zu lassen oder ob ein Verkauf oder Abriss nicht doch die besser Lösung ist. Egal wofür wir uns entscheiden, wir wissen, der finanzielle Verlust wird beträchtlich sein und wir müssen uns der ungeschönten Wahrheit stellen, dass unser Traum von diesem tollen Haus mit Ausblick und Garten geplatzt ist.

Irgendwann ist auch bei unserem Traummann der Lack ab, es zeigen sich Risse in seiner Fassade. Die Freundlichkeit und Aufmerksamkeit waren nur Mittel zum Zweck, die genau so lange angehalten habe wie sie für ihn nützlich waren – bis wir angebissen und uns für ihn entschieden haben. Es kommen mehr und mehr Ungereimtheiten ans Tageslicht, die Lügen werden mehr, die kulturellen und religiösen Unterschiede werden mit jedem Tag zu einer größeren Belastungsprobe. Und auch er wird zu einer Spardose ohne Boden, denn auch wenn er arbeiten kann und es auch macht, der Großteil der Ausgaben bleibt oft an uns hängen. Wir sind müde von der vielen Arbeit im Job, Haushalt und in der Beziehung, wir sind es Leid uns immer öfter rechtfertigen zu müssen und haben keine Lust mehr so weiter zu machen ohne wenigstens einen kleinen Silberstreif am Horizont zu sehen, der uns Hoffnung gibt, es wir alles wieder wie am Anfang. OK, manchmal flackert der vielleicht kurz auf und wir sind für einen Moment geblendet, aber diese Augenblicke werden kürzer und verschwinden ganz.
Irgendwann müssen wir uns auch hier eingestehen, dass unser Traummann zu einem Albtraum mutiert ist, wir müssen die Reißleine ziehen bevor wir selbst auf der Strecke bleiben. Wir gehen meist nicht ohne finanziellen Schaden aus so einer Beziehung heraus, aber wir können zumindest den Schaden begrenzen indem wir keine neuen Investitionen mehr in unseren (Alb)Traummann tätigen.


In beiden Fällen – Haus und Mann – müssen wir uns eingestehen das alles nur Fassade war und wir uns von unseren Träumen haben leiten und vom schönen Schein haben blenden lassen. Wir werden es beide Mal wohl nicht schaffen bis in den Kern hinter der Fassade zu schauen, denn egal wie marode diese ist, sie ist sehr stabil und undurchdringlich.

Wir können nur eines machen, dieses „Verlustgeschäft“ abstoßen und beim nächsten Mal genauer hin schauen. Beim Hauskauf vielleicht einen Gutachter (oder auch zwei) hinzuziehen und bei einem Mann den Vorbehalten von Freunden und Familie ein offenes Ohr zu schenken und vor allem – wir sollten uns beim nächsten Mal mehr Zeit lassen bis wir so eine weitreichende Entscheidung treffen, auch mal an der Fassade kratzen um zu sehen ob Risse oder versteckte Mängel auftauchen und nicht noch einmal alles überstürzen nur weil wir einen Traum haben und etwas/jemanden unbedingt haben wollen.
Liebe Grüße
Franconia

franconia@1001geschichte.de
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Wenn die Guten nicht kämpfen, werden die Schlechten siegen. (Platon)

Brigitte
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Re: FREMDER MANN

Beitrag von Brigitte » 09.03.2014, 17:39

Liebe Franconia,

hervorragend Dein Vergleich mit dem Haus

Gruß Brigitte

hulla
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Re: FREMDER MANN

Beitrag von hulla » 09.03.2014, 19:04

als meiner vor nunmehr 7 jahren (mein gott, wo ist die zeit hin?) sich aufmachte, nach hause zu gehen, um seine mutter zu unterstützen, sah alles auch noch anders aus.

dann entwickelte er sich zum absoluten mensch seiner herkunft und ich dachte öfters mal, uups, mein männe, das unbekannte wesen, hojla, des wird was.

inzwischen hat sich "das unbekannte wesen" eingependelt und ist wieder sehr erträglich. :wink:

allerdings, und das sage ich hier mit aller deutlichkeit, er war und ist kein! beznesser, weil unser gemeinsamer, ja christlicher hintergrund stimmt, obwohl ich schon jahre aus der ev. kirche ausgetreten bin und er, bedingt durch die herkunft, stockkatholisch geboren wurde.

das ist bei uns aber kein thema, im gegenteil, wir frozzeln uns oft deswegen und kommen unterm strich immer wieder zum gleichen ergebnis, weil wir uns diesbezüglich gegenseitig respektieren.

und ich sage euch jetzt was, ich haue morgen ab zu meinen viechern und zu ihm (frau bedenke die reihenfolge :lol: ) und ich freue mich riesig.

das soll aber nicht heißen, daß immer alles friede, freude, eierkuchen ist. nur, wir beide wissen, wie wir nach 21 jahren miteinander umgehen, es paßt.

ich gehöre nach wie vor zur liga der binationalen beziehungen und trotzdem ist alles anders.

an mir sollte sich keine der rosabebrillten damen ein beispiel nehmen, das muß ich dazu noch sagen.

es ist und bleibt ein harter kampf, inzwischen aber wird er mit weichen bandagen ausgeführt.

mann und frau werden älter und gelassener, gell? und wir lieben uns, was immer das auch heißen mag :wink:

grüßle hulla

Corinna
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Re: FREMDER MANN

Beitrag von Corinna » 10.03.2014, 08:36

Hallo Franconia,

ich habe Deine Gedanken mit großem Interesse gelesen. Denn abgesehen davon, daß ich diese Beznesser - Geschichte verarbeiten möchte, suche ich natürlich auch nach einer Möglichkeit mich in Zukunft zu schützen.

Für mich ist deshalb wichtig mich intensiv mit dem Thema "Bezness" zu beschäftigen sowie mit meiner Rolle dabei, meinen Bedürfnissen und Träumen.

Für die Zukunft habe ich mir vorgenommen nicht mehr zu glauben mir könnte das nicht passieren und ich will mehr auf mein Bauchgefühl achten (es bekommt größere Mitspracherechte….).

Viele Grüße
Corinna

1001Fridolin
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Re: FREMDER MANN

Beitrag von 1001Fridolin » 13.03.2014, 17:53

Viel Glück in deinem weiteren Leben. Ich kann leider nicht viel ergänzen :I Aber das wollte ich auf jeden Fall gesagt haben. DU scheinst eine starke Frau zu sein

Micky1244
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Re: FREMDER MANN

Beitrag von Micky1244 » 13.03.2014, 18:37

Hallo Fridolin ,
herzlich willkommen im Namen des Teams von 1001 Geschichte.
Wir wünschen Dir einen guten Austausch.
Liebe Grüße, Micky


"Lass uns angeln gehen", sagte der Haken zum Wurm.
Isaiah Berlin: Die Freiheit der Wölfe ist der Tod der Lämmer.

Corinna
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Re: FREMDER MANN

Beitrag von Corinna » 14.03.2014, 09:07

Liebe/r 1001 Fridolin,

vielen Dank für Deine netten Worte!

Ich habe zwei Fragen an Dich:

1. Wieso denn Fridolin, bist Du ein Mann? Männer werden ja auch gebeznesst.

2. Du schreibst: "Ich kann leider nicht viel ergänzen:" Schreibe doch ruhig (wenn Du möchtest), was Du zu sagen hast, auch wenn es in der Art schon gesagt/ geschrieben wurde. Wir sehen es doch alle aus der eigenen, immer ein bißchen anderen Perspektive. Und das macht - für mich - die Vielfalt aus und kann sehr hilfreich sein.

Gruß
Corinna

1001Fridolin
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Re: FREMDER MANN

Beitrag von 1001Fridolin » 17.03.2014, 15:32

Ja, ich bin ein Mann. Erfahrungen mit Bezness habe ich persönlich noch nicht gemacht, aber als ich einen Bericht darüber gelesen hatte, habe ich mich mehr mit dem Thema beschäftigt und war einfach froh auch mal eine Geschichte zu hören, wo nicht gehandelt wurde als es schon viel zu spät war. Die Schmerzen und Gefühle kann man durch das alleinige Lesen allerdings nicht nachempfinden, aber die Vorstellung ist schon schmerzhaft und soetwas dann tatsächlich zu erleben muss schrecklich gewesen sein.

Corinna
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Re: FREMDER MANN

Beitrag von Corinna » 01.04.2014, 21:58

Hurra! Gute Nachrichten! Ich war heute vorsichtshalber beim Aids - Test und es ist alles in Ordnung. Ich bin ja so glücklich!!!
Dies ist ein weiterer Schritt um abzuschließen.

Corinna

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