Freundin meldet sich nicht mehr

Austausch über gemachte Bezness-Erfahrungen in diesem Land

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Bini
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Re: Freundin meldet sich nicht mehr

Beitrag von Bini » 01.05.2019, 19:59

Und so was habe ich noch nie erlebt mit ihr. Dass sie so aggressiv zu mir ist, kenne ich gar nicht von ihr.
Der muss ihr Gehirn völlig durchgewaschen haben. Und die Hormone tun ihr übriges.
Da habe ich Null Chance.....

nabila
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Re: Freundin meldet sich nicht mehr

Beitrag von nabila » 01.05.2019, 20:46

hallihallo,

das sehe ich auch so, liebe Bini. Vom Standpunkt Suchtkrankheit könntest Du erst dann helfen, wenn sie mitmacht.

Bis dahin ist sie evtl. aggressiv, lügt, schiebt Eigenverantwortung ab, gibt anderen die Schuld, lügt, ist ungerecht, schwankt in

ihren Stimmungen, verspricht was sie nicht hält usw. usw. ---- Aber DU hast keine Möglichkeit. Die kommt erst, wenn sie mitmacht,

auch wenn sie bis dahin mächtig auf den Schnabel fällt. Du hast sie auf sich selbst reduziert, quasi forciert sich mit sich selbst

auseinanderzusetzen. Vielleicht hat sie sogar inzwischen erkannt, was läuft, kann sich jedoch noch nicht davon befreien. Aber auch

das muss sie alleine tun denke ich, sonst wird das nix.

Für Dich ist glaube ich das angucken müssen schlimm, das scheinbar nichts tun können, dieses sich hilflos fühlen. Trotzdem hast Du Dich

selbst geschützt , was an vorderster Front steht.


liebe Grüße ♥

Bini
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Re: Freundin meldet sich nicht mehr

Beitrag von Bini » 02.05.2019, 05:41

Ja, nabila, genau so ist es.........
Danke

brighterstar007

Re: Freundin meldet sich nicht mehr

Beitrag von brighterstar007 » 02.05.2019, 14:26

Hi Kung shan Ping,

dein Beitrag vom 01.05.19

Ich dachte , der Mensch hat das Feuer zum Schmieden ( Eisen/ Waffen)
GEfunden, natürlich auch als Wärmequelle und zum Kochen...

LG brighterstar

leva
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Re: Freundin meldet sich nicht mehr

Beitrag von leva » 02.05.2019, 15:03

guckst du hier:
... :arrow: ...Steinzeit-Bronzezeit-Eisenzeit...... :wink:

elektrica
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Re: Freundin meldet sich nicht mehr

Beitrag von elektrica » 05.06.2019, 21:58

Hallo Ihr Lieben,
ich lese seit (fast) Beginn der Seite mit, habe mich aber bislang nie diskutierend mit zu Wort gemeldet.

Ich hatte im eigenen Bekannten-/Freundes- und Verwandtenkreis etliche Bezness-Fälle, die sich teils schon Jahre zuvor zugetragen hatten und war außerdem durch Studentenjobs in der Tourismusbranche auch hautnahe Beobachterin einiger trauriger Szenarien in Urlaubsländern direkt.

Warum ich mich nun zu Wort melde? Ich habe den Eindruck, dass das egozentrische "sich schützen" mittelbar Beteiligter sowohl in unserer Gesellschaft als auch in diesem Forum immer mehr in den Fokus rückt. Sich von bösmeinenden Menschen zu befreien ist eine Sache, eigentlich Hilfsbedürftige in der Not fallen zu lassen, weil es das eigene Leben erleichtert, ein unschönes Phänomen unserer Zeit.
Ich muss gestehen, ich habe einen Großteil der Beiträge zu dieser "Geschichte" mit großem inneren Groll gelesen - so dass mein erster Beitrag auch entsprechend eher kritisch ausfällt - man möge mir diesen "Einstand" nachsehen :wink:

Ich gehe damit konform, dass sich von Bezness direkt Betroffene (nicht mittelbar, wie Freunde, Familie etc.) selbstverständlich selbst zuerst schützen sollten - ohne Rücksicht auf Verluste beim berechnenden "Gefühlsbetrüger". Hinsichtlich des Umfeldes der betroffenen Person sehe ich dies jedoch anders - ganz besonders auch bei dem hier vorliegenden Fall, der mich wirklich sehr traurig stimmt.

Es ist richtig, sich nicht bis in eine Co-Abhängigkeit hineinzubegeben - und die Trennlinie ist immer schwer zu ziehen. Ich weiß, wie es ist, dem betroffenen Gegenüber zu versuchen, die Augen zu öffnen. Ich habe es speziell bei einer Freundin fast körperlich nicht ausgehalten, wenn sie mir wieder am Telefon mit sich überschlagender Stimme von ihrer "Beziehung" vorgeschwärmt hat, den tollen "Geschäftsideen", mit denen ihr das Voraberbe in schwindelerregender Größenordnung von ihrem Typen und dessen Umfeld aus der Tasche gezogen wurde, ihren Erzählungen über andere "missgünstige Freunde, die ihr ihr Glück nicht gönnen würde" etc. - ich wäre aber im Traum nicht auf die Idee gekommen, ihr die Freundschaft aufzukündigen.
Selbstverständlich habe ich ebenfalls versucht, ihr die Augen zu öffnen, (aber ohne Vorwürfe, ohne ein "Anspruchsdenken", dass sie gefälligst meine Ratschläge zu beherzigen habe), ihr gesagt, was ich von der Sache halte - aber immer so formuliert, dass der Faden nicht abreißt und ich nicht Gefahr laufe, ebenfalls als missgünstig abgestempelt zu werden.
Ich habe statt dessen begonnen, mich etwas zurückzuziehen und im Hintergrund zu halten, in der Hoffnung, dass sie bald aufwacht und um dann für sie da sein zu können - ohne Vorwürfe, die sie sich ja ohnehin schon selbst genug machen musste. Was ihr ja größtenteils ebenfalls in Euren Beiträgen immer wieder vertretet. Aber leider wird halt auch teilweise das Gegenteil angeraten, nämlich in erster Linie an "Selbstschutz" zu denken

Und selbstverständlich gehört es in einer Freundschaft auch dazu, sich auch über die Dinge austauschen zu dürfen, vor denen man in der Vergangenheit selbst gewarnt hat. Das Negative zum Eigenschutz komplett auszusparen heißt für mich nicht Freundschaft, sondern Unverbindlichkeit - dann kann ich mich auch im Supermarkt übers Wetter unterhalten.

Liebe Bini, wie Du selbst schreibst, werden bei Dir negative Erfahrungen aus der Kindheit getriggert, wenn Du Dich mit dem Elend Deiner Freundin konfrontiert siehst. Das erklärst Du auch sehr nachvollziehbar.
Ich finde es aber nicht fair, Ihr dafür die Verantwortung zuzuschieben, denn dies ist nicht ihre Schuld. Dies ist eine Sache, die in Deiner Kindheitshistorie verankert ist, sonst würde es Dich nicht so mitnehmen. Für mich klingt es ein wenig wie "Liebe Freundin, warum tust Du mir das an, dass Du so unglücklich bist (oder bald sein wirst)?" Das ist Ursachenumkehr... Du scheinst ihr "Liebeselend" zu sehr auf Dich zu beziehen... Dazu trägt sicher unglückliche Kommunikation über WhatsApp und SMS dazu bei, aber gerade dieser verkürzte Kommunikationsweg öffnet leider Tor und Tür auch für Missverständnisse. Deiner Freundin scheint ja wie es klingt noch immer etwas an Dir zu liegen..

So wie Du erwartest, dass sie als erfahrene Frau die Verantwortung für ihr Handeln übernimmt (sie aber aufgrund von Gehirnwäsche psychisch daran gehindert ist), so müsstest Du analog dazu sagen können, dass Du als erwachsener Mensch Dich vom Drama Deiner Freundin abgrenzen können müsstest - was Dir aber aufgrund Deiner Vorgeschichte naturgemäß (und verständlicherweise) ebenfalls nicht gelingen will.
Deine Freundin ist in ihrem Hunger nach Liebe gefangen - ein Problem dass Du glücklicherweise aufgrund einer verständnisvollen Ehe nicht hast - Du bist auf Deine Art in Deiner Familienhistorie gefangen und kannst da nicht raus, bist ebenfalls dankbar, wenn Du dafür Verständnis erhältst.

Was ich damit sagen möchte - versuche mal für Dich aufzudröseln (am Besten mit therapeutischer Hilfe, wie Du ja schon angedacht hast), wieviel Deines Grolls auf Deine Freundin in Wirklichkeit auf Deine spezielle Historie zurückzuführen ist und was tatsächlich eine Sache zwischen Euch beiden ist. Dann wirst Du Dich vielleicht wirklich befreit fühlen können und ihr vermutlich auch wieder objektiver gegenübertreten können. Sie ist ja nicht in dieser Situation, um nur Dir "Eines auswischen zu können" und Dich als "seelischen Mülleimer zu missbrauchen", sondern weil sie ihrem Hunger nach Liebe hilflos ausgeliefert ist und sich sicher auch Dir gegenüber nicht fair verhalten hat.

Ich hoffe, Du verstehst, was ich damit ausdrücken möchte, auch wenn ich es möglicherweise etwas direkt ausgedrückt habe, es geht mir nicht ums "Abwatschen" :-)

Dies bedeutet selbstverständlich nicht, das Verhalten Deiner Freundin kritiklos hinzunehmen und stets für jeden potentiellen Katzenjammer Deiner Freundin 24/7 "Gewehr bei Fuß" zu stehen. Aber eine Freundschaft aufzukündigen, nur weil die andere Person sich aufgrund "Bewusstseinstrübung" irrational und gegen die gegebenen Ratschläge verhält, halte ich für den falschen Weg. Dies wird vermutlich auf Dauer auch nicht zu einem Befreiungsgefühl deinerseits, führen sondern zu einem Mangel an Empathie - was sicher nicht Dein Ziel ist.


Um auf meine eingangs erwähnte Freundin nochmals zusammenfassend zurückzukommen - die der in Kürze der Zeit und Größenordnung der krasseste Fall in meinem Umfeld war. Der "Spuk" war nach weniger als einem Jahr vorbei - Job weg, Voraberbe (6-stellig) verjubelt, für den Rest enterbt, Miete nicht mehr finanzierbar und aufgrund der unklaren Situation (sie wurde im Zusammenhang mit toller Geschäftsidee in Selbstständigkeit reingequatscht) monatelang sogar nicht mal staatliche Unterstützung, so dass sie sich - so sie denn überhaupt Kraft dazu hatte - mit dem Verkauf von Hausrat auf dem Flohmarkt über Wasser halten musste, um wenigstens etwas zu essen zu haben. Bis ihr dann schließlich endlich Hartz4 zugestanden wurde. Davor war sie zwar psychisch in einer damals eher labilen Lebenssituation, beruflich saß sie aber fest im Sattel und hatte einen gutbezahlten Job mit fast 30-jähriger Betriebszugehörigkeit...

Ups, ganz schön lange geworden, aber diese Thema lag mir schon länger am Herzen :-)
Zuletzt geändert von elektrica am 05.06.2019, 22:07, insgesamt 1-mal geändert.

gadi
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Re: Freundin meldet sich nicht mehr

Beitrag von gadi » 05.06.2019, 22:06

Hallo elektrica und herzlich willkommen hier bei uns im Forum 1001Geschichte.

Das Team wünscht dir einen guten und informativen Austausch!
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elektrica
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Re: Freundin meldet sich nicht mehr

Beitrag von elektrica » 05.06.2019, 22:12

Hallo Gadi, vielen herzlichen Dank :-)

Ponyhof
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Re: Freundin meldet sich nicht mehr

Beitrag von Ponyhof » 06.06.2019, 13:33

Elektrica, dazu habe ich eine etwas andere Meinung. Vielleicht aber auch nicht soooo anders.

Also.

Um Betroffene aus so einer Bezness-Situation herausholen zu können, braucht man selber etwas Abstand. Bini kann das aufgrund ihrer eigenen Vorgeschichte nicht unbedingt alleine leisten. Es nützt niemandem etwas, wenn sie sich -bedingt durch ihre eigenen Erfahrungen- mit in den Strudel hinabziehen lässt. Und daher ist in ihrem Fall Selbstschutz angesagt.

Bitte mache ihr das nicht zum Vorwurf. Therapeuten werden jahrelang dafür ausgebildet, den therapeutischen Abstand zu wahren und genau diesen Selbstschutz zu lernen. Man kann nicht von jedem verlangen, dass er diesen Abstand in einer Freundschaft halten kann, und jederzeit in der Lage ist, die persönlichen Hintergründe von der Freundschaftsdynamik zu trennen. Ihr vorzuhalten, dass sie deswegen eine schlechte Freundin sei, ist unfair. Denn sie hat hier für ihre Freundin Rat gesucht. Wenn DU in Deiner Situation es geschafft hast, konkret Hilfe zu leisten und objektiv zu bleiben: Glückwunsch, ganz ehrlich. Aber nicht jeder kann das leisten. Und dann steht Selbstschutz eben doch ganz oben.

Und nein, Bini sollte keine Therapie machen, damit sie ihrer Freundin helfen kann. Das muss eine Entscheidung sein, die von ihr ausgeht und die zum Ziel hat, IHRE Geschichte für SICH SELBER aufzuarbeiten, und nicht zweckgebunden an die Beznessgeschichte der Freundin. Die kann der Anlass sein, über einen solchen Schritt nachzudenken, also der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Sonst geht es in einer Therapie schnell nur noch um „den letzten Tropfen“ und nicht mehr um das ganze grundlegende „eigene Fass“.

elektrica
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Re: Freundin meldet sich nicht mehr

Beitrag von elektrica » 06.06.2019, 17:03

Hallo Ponyhof,

vielen Dank für Deine Rückmeldung auf meinen ausführlichen Einstands-Monolog. :-)

Du hast Recht, wir sehen die Sache gar nicht so unterschiedlich.

Selbstverständlich kann Bini ihre Freundin nicht (alleine) aus dieser Situation rausholen.

Selbstverständlich sollte Bini auch keinesfalls eine Therapie machen, um ihrer Freundin zu helfen, sondern um sich selbst - auch in zukünftigen Situationen - davon befreien zu können, sich in einen solchen Strudel (der ja auch mit einer unfairen Schuldzuweisung verbunden ist) hineinziehen zu lassen.
Und dies hatte sie ja selbst angedacht (würde mir sonst nicht anmaßen, einfach ungefragt eine Therapie anzuraten) , da sie vermutet, dass das "Reinziehenlassen" in diesen Negativstrudel aufgrund ihrer schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit entsteht. Und selbstverständlich sollte - wie Du auch schreibst - die jetzige Situation nur der als Anlass genommen werden, eine grundlegende Problematik aufzuarbeiten.

Therapeutische Aufarbeitung sollte sie natürlich nur sich selbst zuliebe tun, das jetzige Gefühl des "Befreitseins" ist halt trügerisch und ungerecht ihrer Freundin gegenüber. Und um auch in zukünftigen Situationen besser davor gefeit zu sein, unschöne Lebenssituationen anderer Menschen auf sich selbst zu beziehen und dadurch Distanz dahingehend wahren zu können, dass man sich emotional davon unabhängig macht, nicht aber empathielos wird.

Wenn Bini augenblicklich nicht die Ressourcen hat, die manisch irrationale Verliebtheit ihrer Freundin auszuhalten - völlig okay und total verständlich. Ich habe in der "heißen Phase" bei meiner Freundin auch nicht aktiv den Kontakt gesucht, weil sie nur schwer auszuhalten war.
Mich hat halt dieses teilweise Bekräftigen auch anderer Beiträge sehr gestört, dass es völlig okay sei, aus Selbstschutzgründen den einfachen Weg der Schuldzuweisung zu beschreiten und damit aus dem Schneider zu sein - und das finde ich zu eindimensional. (Ich weiß, dies war nicht der ausschließliche Tenor - viele von Euch haben auch bekräftigt, zu signalisieren, dass man als Freundin gerne auch wieder ansprechbar ist :-) )

Und ob das Anlass hier nach Rat zu suchen, eher der Freundin zuliebe, oder (unbewusst) eher für den eigenen zukünftigen Umgang/Ausgang mit/aus der Freundschaft war, finde ich nicht so eindeutig zu beurteilen - es ist Grunde genommen aber auch egal :-)

Bini
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Re: Freundin meldet sich nicht mehr

Beitrag von Bini » 08.06.2019, 13:32

Ich weiß auch, dass ich „gelassener“ damit hätte umgehen müssen.
Das Verhalten meiner Freundin hat mich so aufgeregt, es stimmt, dadurch, dass ich ihr so heftig mitgeteilt habe, was für einen zerstörerischen „Schwachsinn „ sie da betreibt, habe ich sie wohl ganz verloren......
Vielleicht habe ich da einen Fehler gemacht. .........

Bini
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Re: Freundin meldet sich nicht mehr

Beitrag von Bini » 08.06.2019, 13:39

Es war dieser Moment, als ich mit ihrem Bezzie unbedingt telefonieren sollte und sie mein NEIN dazu nicht akzeptieren wollte.
Und dieser Bezzie mir dann sogar noch auf Französisch geschrieben hat....
Das konnte ich nicht ertragen....

Cimmone
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Re: Freundin meldet sich nicht mehr

Beitrag von Cimmone » 08.06.2019, 14:11

Bini,

Jeder handelt so gut, wie er es gerade kann.
Es gibt nichts, aber auch gar nichts, dass Du ertragen musst, um einer Freundin eine Freundin zu sein.

Wenn Du nicht zusehen kannst oder willst, wie jemand in sein Unglück rennt, dann mach was anderes. Es ist Dein Leben und das Deiner Freundin ist ihr Leben.
Da Du aber so engagiert bei der Sache bist, glaube ich, sollte sie zu Dir zurück finden, Du das auch ohne großes Gedöhns annehmen kannst.
Wenn Du denkst:"Das ist zu schön, um wahr zu sein", dann ist es das meist auch.

LG, Cimmone
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elektrica
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Re: Freundin meldet sich nicht mehr

Beitrag von elektrica » 08.06.2019, 14:11

Liebe Bini,
ich bin froh, dass Du Dich nochmals meldest. Zerfleische Dich jetzt bitte nicht mit Selbstvorwürfen, das war nicht meine Absicht.
Es ist völlig verständlich, dass es Dich auf die Palme gebracht hat, wenn Du entschieden hast, zu diesem Typen Abstand zu halten, Du Nichts mit ihm zu tun haben möchtest, weil Du sein wahres ich durchschaut hast, Er Dir aber (telefonisch) seine Nähe aufdrängt bzw. durch Deine Freundin aufgedrängt wird.

Ich wollte lediglich anregen, Deinen Blickwinkel auf die Situation wieder etwas zu erweitern und die eigenen Anteile - die Du ja stellenweise selbst gut reflektiert für Dich erkannt hattest - besser einordnen zu können. Und sich darüber ganz klar zu werden ist schon mehr als die halbe Miete :wink:

Ein Tuch jahrelanger Freundschaft zerreißt nicht so schnell unwiderruflich, das kriegt man zu gegebener Zeit auch wieder hin, wenn man möchte. Und wenn Du Dich - wann auch immer - dazu entschließen solltest, Deine Freundin wieder zu kontaktieren, dann lässt sich Dein Verhalten (und sicher auch ihres) ja auch genauso verständlich schildern, ohne dass eine von beiden übermäßig "schuldig zu Kreuze kriechen muss" :wink:

Bini
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Re: Freundin meldet sich nicht mehr

Beitrag von Bini » 08.06.2019, 16:32

Natürlich würde ich gern wieder mit ihr Kontakt haben. Sie hat das aber abgelehnt. Ich hatte mich sogar per sms bei ihr entschuldigt, weil ich mit meinen Hinweisen auf Bezness wohl zu übergriffig war.
Ich denke eher, das es so ist:
- in ihrem Inneren weiß sie ganz genau, dass es Bezness ist (sie hat sich ja auch gut über Bezness informiert, hier auf der Seite)
- ein Kontakt mit mir würde sie (auch wenn wir gar nicht über das Thema Bezness reden würden)
daran erinnern, dass sie einem Beznesser in die Falle gelaufen ist.
- da sie ihren Traum genießen möchte, trifft sie sich lieber nicht mit mir, um nicht daran erinnert zu werden, wie sie sich selbst belügt

elektrica
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Re: Freundin meldet sich nicht mehr

Beitrag von elektrica » 08.06.2019, 16:51

Ja, damit hast Du ihre Sicht der Dinge und die Mechanismen sicher treffend zusammengefasst :wink:

Eclipse
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Re: Freundin meldet sich nicht mehr

Beitrag von Eclipse » 09.06.2019, 05:49

Bini hat geschrieben:
08.06.2019, 16:32

Ich denke eher, das es so ist:
- in ihrem Inneren weiß sie ganz genau, dass es Bezness ist (sie hat sich ja auch gut über Bezness informiert, hier auf der Seite)
- ein Kontakt mit mir würde sie (auch wenn wir gar nicht über das Thema Bezness reden würden)
daran erinnern, dass sie einem Beznesser in die Falle gelaufen ist.
- da sie ihren Traum genießen möchte, trifft sie sich lieber nicht mit mir, um nicht daran erinnert zu werden, wie sie sich selbst belügt
Ich finde es schön, dass Du nicht mehr so aufgewühlt bist und etwas objektivierenden Abstand gewonnen hast.

Deine Einschätzung trifft es sicher recht gut. Deine Freundin ist auch nur ein Mensch mit psychischen Schutzmechanismen, die ganz automatisch ablaufen. Sollte sie irgendwann vorsichtig bei Dir anklopfen, bau ihr behutsam eine Brücke, denn sie wird sich bestimmt sehr schämen. :oops:

Bini
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Re: Freundin meldet sich nicht mehr

Beitrag von Bini » 09.06.2019, 09:31

Ich denke, sie geht in diese Bezzie Geschichte immer tiefer rein. Sonst hätte sie sich schon längst bei mir gemeldet.
Ich kann nur spekulieren, wie weit sie geht. Ich weiß nur, dass folgendes schon passiert ist:
- er ist ca. 25 Jahre jünger
- sie hatte ihm schon nachdem sie ihn letztes Jahr auf Djerba kennengelernt hat, 300€ überwiesen.
- er ist auf Djerba so ein Strandreiter
- sie hat ihm gleich beim ersten Kennenlernen von ihrer (recht üppigen) Erbschaft erzählt, die sie machen wird, wenn ihre betagten Eltern sterben.
- im März hat sie mit ihm in einem gemieteten Haus auf Djerba gewohnt. Sie hat die Miete bezahlt.
- er hat sie wie eine Prinzessin behandelt. Hat für sie eingekauft und gekocht.
- sie hat im März seine Familie kennengelernt, die sie mit offenen Armen empfangen hat.

Ich frage mich, wie weit sie gehen wird? Ihr Lebensgefährte hier in Deutschland hat sich von ihr getrennt und ist aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen.

Sie hat jetzt die Wohnung hier allein. Wird Sie diesen Bezzie tatsächlich heiraten und dadurch nach Deutschland holen?????????

Bini
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Re: Freundin meldet sich nicht mehr

Beitrag von Bini » 09.06.2019, 11:36

Eclipse, Danke für deine Einschätzung. Ja,ich bin nicht mehr so aufgewühlt. Dieser Begriff trifft es gut!!!!!
Elektrika, ich finde es sehr schwierig, als Angehörige (enge Freundin) , gerade am Anfang professionell und gelassen zu reagieren.....
Ich bin ja auch betroffen.....
Erst wurde ich von ihr angelogen (sie hätte das selbstverständlich beendet).
Dann höre ich - für unsere Freundschaft sehr ungewöhnlich- nichts mehr von ihr und erfahre, dass sie mit ihm auf Djerba ist.
Und zur Krönung soll ich noch mit ihm telefonieren. Als ich das ablehne, schreibt er mir auf französisch.
Sorry, mir hat die Gelassenheit gefehlt.
Und ich finde es auch schwierig, mir diese Bezness Amiga Geschichten von ihr einfach nur anzuhören, ohne ganz ehrlich meine Meinung dazu zu sagen.
Dann bekomme ich hinterher den Vorwurf:
„Warum hast Du mich nicht Eindruck ngöicher gewarnt?????“
Ich habe mich für den ehrlichen und direkten Weg entschieden. War wahrscheinlich nicht diplomatisch und auch ein Fehler. Ich weiß es nicht.....,,

Bini
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Re: Freundin meldet sich nicht mehr

Beitrag von Bini » 09.06.2019, 11:43

Und noch dazu leide ich ja auch:
- sie hat für mich keine Zeit mehr, mir fehlt eine Freundin
- aufgrund meiner (sachlichen) Meinung werde ich von ihr beschimpft und beleidigt.
- sie wirft mir vor, ich wäre ausländerfeindlich.

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