Frage zu Antragstellung

Austausch über gemachte Bezness-Erfahrungen in diesem Land

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wuestenblume
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Frage zu Antragstellung

Beitrag von wuestenblume » 02.05.2014, 20:37

Hallo,

ich bin neu hier im Forum und bitte um eure Meinung.

Seit über einem Jahr bin ich mit einem Tunesier zusammen,
der einige Jahre jünger ist als ich.
Bei meinem letzten Urlaub auf Djerba im November 2013 haben
wir ausgemacht, dass er mich für 3 Monate hier in Deutschland
besucht.
Vor Jahren hatte er eine Beziehung zu einer Schweizerin, war mit
ihr etliche Jahre zusammen. In dieser Zeit war er mehrmals für jeweils
3 Monate dort. Das letzte Mal vor ca. 5 Jahren.

Seit Monaten heißt es nun immer wieder, er müsse sich in Tunis um
seine Papiere kümmern.
Auch ich hatte mich im Internet schlau gemacht und weiß, daß ich ihm
eine Einladung (Verpflichtungserklärung) zukommen lassen muss.
Dafür warte ich auf die Kopie seines Reisepasses. Diese hat er aber erst vor
einer Woche weggeschickt, ist bisher noch nicht angekommen.
Kann ja sein.......aber irgendwie beschleicht mich ein komisches Gefühl.

Zumal dumm wie ich war, ihm einen größeren Betrag geschickt habe.
Für seine Papiere????
Kann das alles sein?
Dauert eine erneute Antragstellung so lange?

LG und jetzt schon danke.

Candy
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Re: Frage zu Antragstellung

Beitrag von Candy » 02.05.2014, 20:47

Liebe Wüstenblume,

weisst du wirklich, auf was du dich mit so einer Verpflichtungserklärung einlässt?
Liebe Grüsse
Candy
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Efendi II
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Re: Frage zu Antragstellung

Beitrag von Efendi II » 02.05.2014, 20:53

wuestenblume hat geschrieben:....dass er mich für 3 Monate hier in Deutschland besucht.
Ein (Besuchs)Visum für drei Monate könnt Ihr vergessen.
Wer hat so lange Urlaub ?

Wer drei Monate von seiner Arbeit wegbleiben kann, kann es auch länger.
Ergo: Keine Verwurzelung im Heimatland = keine überzeugende Glaubhaftmachung der Rückkehrbereitschaft.

Verpflichtungserklärung - auch wenn er überhaupt nicht bei Dir aufkreuzt und irgendwo im Schengenraum untertaucht, haftest Du für alle Kosten die er dem Staat verursacht.
Allein ein Tag in Abschiebehaft schlägt mit +/- 100 €uro zu Buche.
Zuletzt geändert von Efendi II am 02.05.2014, 20:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Franconia
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Re: Frage zu Antragstellung

Beitrag von Franconia » 02.05.2014, 20:56

Hallo Wüstenblume,

ich hege starke Zweifel, dass dein Freund gleich beim ersten Mal ein Visum für 3 Monate für D bekommt.
Es spricht zwar vielleicht für ihn, dass er schon öfters in CH war und dort anscheinend immer pünktlich wieder ausgereist ist, aber das ist schon Jahre her.
Er soll zu Besuch kommen, daher ein Touristenvisa - dafür ist neben einer Verpflichtungserklärung von dir vor allem die Rückkehrbereitschaft von ihm von großer Bedeutung und diese muss er i. d. R. auch nachweisen.
Schon alleine, dass er 3 Monate von TN weg kann spricht eigentlich Bände, denn kein normaler Arbeitnehmer bekommt so lange Urlaub.
Liebe Grüße
Franconia

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wuestenblume
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Re: Frage zu Antragstellung

Beitrag von wuestenblume » 02.05.2014, 21:08

Ich danke für Eure Antworten.

Habe viel im Internet recherchiert, was ich mit der Verpflichtungserklärung auf
mich nehme, das ist mir bewusst.

Okay, die 3 Monate waren vielleicht ein Wunschdenken von mir.
Wird nicht möglich sein, wegen seiner Arbeit.

Frage mich nur, wir haben jetzt Mai, das ganze dauert jetzt schon über
4 Monate, er hat wohl immer noch keine Papiere??
Und ohne die Einladung von mir kann er auch kein Visum stellen oder?
Was ist denn, wenn ich keine Verpflichtungserklärung übernehme?

Darinka
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Re: Frage zu Antragstellung

Beitrag von Darinka » 02.05.2014, 21:16

Liebe Wüstenblume,

es stellt sich mir die Frage, ob er nur weiter mit der nächsten Forderung um die Ecke kommt oder tatsächlich versucht einreisen zu können.

Theoretisch könnte es auch sein, er will "nur" abzocken und gar nicht wirklich kommen.
Bedenke bei der Höhe der Beträge bitte unbedingt das Verhältnis zu landestypischen Einkommen bzw. den üblichen dortigen normalen Kosten usw., damit Du ein Gefühl dafür bekommst um was es wirklich geht.

Viele liebe Grüße
darkness
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Am meisten fühlt man sich von der Wahrheit getroffen, die man sich selbst verheimlichen wollte. - Friedl Beutelrock

Efendi II
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Re: Frage zu Antragstellung

Beitrag von Efendi II » 02.05.2014, 21:20

wuestenblume hat geschrieben: Frage mich nur, wir haben jetzt Mai, das ganze dauert jetzt schon über
4 Monate, er hat wohl immer noch keine Papiere??
Was verstehst Du unter "keine Papiere" ?

Meinst Du damit das Visum oder wie oder was ?
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daydreamer
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Re: Frage zu Antragstellung

Beitrag von daydreamer » 02.05.2014, 21:22

liebe wuestenblume ,
vielleicht kannst du noch einige genauere infos hinzufügen

1 ) wieivel ist er jünger als du - einige jahre ist ein dehnbarer begriff ; ))
2 ) was arbeitet er genau /hat er eine feste arbeit ( arbeitsvertrag - seit länger zeit ) / Rücklagen ??? - wenn nicht wird das mit dem visum denke ich schwer
3 ) du schreibst von einem größeren geldbetrag - auch da wäre eine ungefähre summe gut zu wissen - hat er dir gesagt ,dass du ihm das geld schicken sollst oder bist du von dir darauf gekommen ???
4 ) hat er nicht hier in europa eventl verwandte die die verszichtserklärung für ihn übernehmen würden ??

ein brief von tunesien war bei mir mal länger als einen monat unterwegs - nach einer woche solltest du dir noch keine sorgen machen

Franconia
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Re: Frage zu Antragstellung

Beitrag von Franconia » 02.05.2014, 21:23

wuestenblume hat geschrieben:Auch ich hatte mich im Internet schlau gemacht und weiß, daß ich ihm
eine Einladung (Verpflichtungserklärung) zukommen lassen muss.
dir ist hoffentlich klar, dass eine Verpflichtungserklärung (VE) weit mehr ist als nur eine Einladung.
Du verpflichtest dich damit gegenüber dem Staat für ALLE Kosten aufzukommen, die entstehen, sollte er z. B. nicht rechtzeitig ausreisen und da ist es meist nicht 2000 oder 3000 Euro getan.
wuestenblume hat geschrieben: irgendwie beschleicht mich ein komisches Gefühl.
höre auf dieses Gefühl und setzt dich nicht einem unnötigen und vor allem unkalkulierbaren Risiko aus.
wuestenblume hat geschrieben:Und ohne die Einladung von mir kann er auch kein Visum stellen oder?
einen Antrag auf ein Visum kann er immer stellen, aber er wird es sicher nicht bekommen.
wuestenblume hat geschrieben:Was ist denn, wenn ich keine Verpflichtungserklärung übernehme?
entweder er ist solvent genug, so dass sich die VE erübrigt oder er bekommt kein Visa. Es sei denn, er findet eine andere, die das Risiko eingeht, aber dann wird auch nicht zu dir sondern zu ihr gehen.


Wenn er doch (für die lange Zeit) her kommt, was macht er dann den ganzen Tag, denn ich nehme kaum an, dass auch du für 3 Monate Urlaub bekommst.
Wer finanziert seinen Urlaub hier (Unterkunft, Essen, Ausflüge, etc.)?
Liebe Grüße
Franconia

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wuestenblume
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Re: Frage zu Antragstellung

Beitrag von wuestenblume » 02.05.2014, 21:30

Hallo,

muss für heute Schluss machen, melde mich morgen nochmal.

Habe meine kleine Enkeltochter hier....sie ist gerade wachgeworden.

Bis morgen.

LG



.

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Re: Frage zu Antragstellung

Beitrag von Gioia » 02.05.2014, 21:33

wuestenblume hat geschrieben:Vor Jahren hatte er eine Beziehung zu einer Schweizerin, war mit
ihr etliche Jahre zusammen. In dieser Zeit war er mehrmals für jeweils
3 Monate dort.
Liebe Wüstenblume, ich kann mir kaum vorstellen, dass er mehrmals in der Schweiz zu Besuch war. Es ist für Leute von diesen Ländern sehr schwer ein Touristenvisum für die Schweiz zu bekommen, da hätte er viel Geld vorweisen müssen, oder seine Freundin hätte einen enormen Betrag vorweisen müssen. Selbst wenn die Kosten übernommen werden, oder das Geld vorhanden wäre, bekäme er kein Touristenvisum für die Schweiz. Es bräuchte nebst dem vorgewiesenen Vermögen einen triftigen Grund, wie z.B. die Geburt des eigenen Kindes usw., um ein Visum zu bekommen.

Ich kann mir vorstellen, dass er mit einem Heiratsvisum gekommen ist. Dieses bekommt er jedoch nur einmal, nicht mehrmals.

Eines würde mich wirklich interessieren. Du hast dich sicher ein bisschen hier im Forum informiert und hast die eine oder andere Geschichte gelesen, weshalb bist du so erpicht darauf diesen Mann nach D zu holen? Auch wenn du neu im Forum bist, hast du, vielleicht Parallelen von den Geschichten der Frauen die verarscht wurden zu deiner Geschichte, wie z.B. er ist einige Jahre jünger als du, anscheinend arbeitet er nicht sehr gerne (kommt immer wieder mal für 3 Monate nach Europa), Geld das DU für SEINE Papiere etc. schicken musst (er könnte seine Ausgaben auch selbst berappen), erkennen können. Geht dir dabei kein Licht auf :?:

Auch dass du für ihn haften musst (Verpflichtungserklärung) solltest du dir gut überlegen, das könnte teuer für dich werden!

Überlege dir gut, ob du das wirklich durchziehen möchtest und höre auf dein komisches Gefühl.

LG, Gioia

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Re: Frage zu Antragstellung

Beitrag von Anaba » 02.05.2014, 21:36

Zumal dumm wie ich war, ihm einen größeren Betrag geschickt habe.
Für seine Papiere????
Kann das alles sein?
Dauert eine erneute Antragstellung so lange?
Liebe Wüstenblume.

willkommen auch von mir.
Ich hoffe, du hast dich gut informiet, welches Risiko du eingehst, wenn du eine Verpflichtungserklärung abgibst.
Zu deinen Fragen folgendes.
Er braucht natürlich einen Reisepaß, aber du brauchst die Kopie hier nicht.
Für die Erklärung reicht es, wenn du seine Daten hast. Name, Adresse, Geburtsdatum und ort.
Er braucht Geld nur für die Ausstellung von einem Paß (ca 100,- Euro) und für das Visum, das ist nicht sehr teuer (vielleicht 30,00 Euro) und evtl. noch für eineKrankenversicherung (ca.50,00 Euro)
Ein größerer Betrag wird auf keinen Fall benötigt.
Wenn der dir das gesagt hat, hat er gelogen.
Ich wäre an deiner Stelle vorsichtig, das heißt niemals eine Einladung für einen praktisch Fremden unterschreiben. Das kann teuer werden.
Liebe Grüße
Anaba

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Re: Frage zu Antragstellung

Beitrag von Efendi II » 02.05.2014, 21:50

Gioia hat geschrieben:Es ist für Leute von diesen Ländern sehr schwer ein Touristenvisum für die Schweiz zu bekommen, da hätte er viel Geld vorweisen müssen, oder seine Freundin hätte einen enormen Betrag vorweisen müssen. Selbst wenn die Kosten übernommen werden, oder das Geld vorhanden wäre, bekäme er kein Touristenvisum für die Schweiz. Es bräuchte nebst dem vorgewiesenen Vermögen einen triftigen Grund, wie z.B. die Geburt des eigenen Kindes usw., um ein Visum zu bekommen.
Nun übertreib mal nicht.
Im letzten Jahr haben über 12.000 Tunesier ein Visum für Deutschland beantragt und über 10.000 haben es auch bekommen. die Ablehnungsquote liegt in Tunesien bei 16%. Im Vergleich mit anderen Ländern ist das nicht gravierend hoch.
Ich kann mir vorstellen, dass er mit einem Heiratsvisum gekommen ist. Dieses bekommt er jedoch nur einmal, nicht mehrmals.
Wieso denn das ? Wenn man sich scheiden lässt, ausreist und erneut heiratet, kann man auch ein neues Visum beantragen und erhalten.
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Re: Frage zu Antragstellung

Beitrag von Gioia » 02.05.2014, 21:59

Efendi II hat geschrieben:Im letzten Jahr haben über 12.000 Tunesier ein Visum für Deutschland beantragt und über 10.000 haben es auch bekommen
Die Schweiz ist nicht Deutschland.

Wüstenblume hat nichts von Scheidung und Wiederverheiratung geschrieben. Ihr Freund hat angeblich ein un die selbe Frau mehrmals besucht. Wenn man einmal ein Heiratsvisum für eine Frau beantragt hat und nicht innerhalb von 3 Monaten heiratet, muss man ausreisen und bekommt kein Heiratsvisum für die selbe Frau mehr. Natürlich, wenn man eine andere Frau heiraten möchte, bekommt man wieder ein Visum. Aber eben, dies war beim Freund von Wüstenblume ja nicht der Fall :wink:

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Re: Frage zu Antragstellung

Beitrag von Honigbiene » 02.05.2014, 22:42

Hallo Wüstenblume,
du schreibst du hast dich über die Verpflichtungserklärung ausreichend informiert. Wieso dann nicht auch über die durchschnittliche Dauer und die Kosten einer Visumsbeantragung?
Du hast ihm schon einen großen Betrag geschickt? Na herzlichen Glückwunsch :-(
Die Seite der deutschen Botschaft in Tunis erklärt eigentlich ziemlich ausführlich den Ablauf der Visumsbeantragung.

Du schreibst er ist einige Jahre jünger und du hast sogar schon ein Enkel kind? Hmmm 1 plus 1...

Hoffentlivh siehst du dass da was nivht stimmt ;-)

wuestenblume
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Re: Frage zu Antragstellung

Beitrag von wuestenblume » 03.05.2014, 09:29

Guten morgen zusammen,
hatte ja gesagt ich melde mich nochmal.
Danke euch allen für eure Meinungen, Anregungen und Bedenken.
Erzähle euch ein bisschen mehr.
Ich bin 48 Jahre alt, geschieden und habe 2 erwachsene Kinder und
ein Enkelkind.
Meine Tochter hatte mit ihrem Freund 2009 einen Urlaub dort
verbracht und in Urlaubslaune einem Tunesier meine Telefonnummer
gegeben.
Zuerst war ich stinksauer, hatte nach meiner Scheidung sehr zurückgezogen
gelebt, wollte von Männern nichts mehr wissen.
Nachdem ich über Monate mit diesem Mann in Kontakt stand beschloss ich
meinen Urlaub dort zu verbringen, also flog ich hin.
Das ganze endete Monate später im Fiasko mit allem was dazugehört.
In dieser Zeit lernte ich auch einen entfernten Verwandten von ihm kennen,
der so ganz anders war, ruhig und besonnen und verliebte mich in ihn.
Anfang letzten Jahres gestand ich ihm, dass ich mich in ihn verliebt habe.
Ihm ging es genauso, er hatte sich nicht getraut, es mir zu sagen, zumal ich
mit seinem Onkel zusammen war.
Er ist 35 Jahre alt lebt in einem kleinen Haus, besitzt ein Auto, arbeitet.
Von dieser Schweizerin, die er mit Anfang 20 kennenlernte und über 10 Jahre
zusammen war, hatte er mir erzählt.
Sie war noch älter als ich, verwitwet, hat ebenfalls 2 Kinder.
Irgendwann verlangte sie dann von ihm, eine Bekannte von ihr zu heiraten,
damit er für immer in der Schweiz mit ihr leben kann.
Sie wollte nicht heiraten, weil sie sonst ihre hohe Rente verloren hätte.
Er war schockiert über diesen Vorschlag und beendete die Beziehung.
Wie gesagt, seit über einem Jahr bin ich nun mit ihm zusammen und sehr
glücklich.
Er ist keiner wie so viele, die ständig Frauen anbaggern, sondern ruhig und
besonnen, so wie ich.
Wir haben dieselben Ansichten und sind sehr glücklich.
Sein Onkel weiss bis heute nichts davon, er will es ihm sagen, sobald er hier
bei mir ist.
Ab und zu ruft dieser mich an und es fällt mir immer schwerer mit ihm zu
sprechen.
Im letzten Jahr war ich zweimal auf Djerba und wir verbrachten die 2 Wochen
bei einem Freund von ihn in einer Ferienwohnung.

Tja, das ist meine Geschichte..... ich will nicht bestreiten, dass es mir immer
gutgeht, es gibt Tage, da könnte ich nur weinen.
Meine Kinder wissen übrigens von dem Fiasko mit dem Onkel, meine Tochter
tat es unendlich leid (sie hatte ihm ja die Telefonnummer gegeben)
Mein Sohn ist kritisch, immer noch, möchte B. aber kennenlernen.
Der Rest der Familie redet nicht darüber und wenn dann nur hinter meinem Rücken.
Sie wünschen sich einen deutschen Lebensgefährten für mich.

Tja und nun?
Hoffe es wird alles gut.
Habe noch eine Frage: Gibt es jemanden im Forum, der sich auf Djerba bestens
auskennt und viele Menschen dort kennt.
Würde gerne Namen usw. meines Freundes durchgeben, vielleicht kennt ihn ja jemand.

LG bis später muss zur Arbeit
LG

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Re: Frage zu Antragstellung

Beitrag von happy mind » 03.05.2014, 10:11

Hallo wuestenblume,

Er wohnt in einem Haus, besitzt ein Auto und arbeitet....

Aus welchem Grunde hast du ihm denn einen größeren Geldbetrag überwiesen?
Für das Visum? Das im übrigen gar nicht so teuer ist?
Bleibt da kein bitterer Beigeschmack?

Anaba
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Re: Frage zu Antragstellung

Beitrag von Anaba » 03.05.2014, 10:31

Die Frage Stella mir auch.Warum nimmt er Geld
von dir, wenn es ihm gut geht?
Liebe Grüße
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Re: Frage zu Antragstellung

Beitrag von Honigbiene » 03.05.2014, 10:52

Hallo Wüstenblume,
dass sein Onkel nichts von euch weiß, da wäre ich mir nicht so sicher. Irgendwer hat euch schon zusammen gesehen oder er hat vom Onkel selbst den Tipp bekommen mit dir.

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Re: Frage zu Antragstellung

Beitrag von Gioia » 03.05.2014, 15:07

Mit dem Onkel hat es nicht geklappt, da muss halt jetzt der Neffe ran. Bleibt somit alles in der Familie. Es wäre nicht die erste Familie, die an einem Strang zieht :roll:
wuestenblume hat geschrieben:Von dieser Schweizerin, die er mit Anfang 20 kennenlernte und über 10 Jahre
zusammen war, hatte er mir erzählt. Sie war noch älter als ich, verwitwet, hat ebenfalls 2 Kinder.
Diese Schweizerin hat er natürlich über alles geliebt, sie war der Grund seiner schlaflosen Nächte :lol: Sag mal Wüstenblume, gibt dir das nicht zu denken? Dann kommt noch hinzu, dass dein Freund von dir viel Geld bekommen hat, das ist doch so was von klassischem Bezness :!: :!: :!:
wuestenblume hat geschrieben:Er ist keiner wie so viele
Das glaubst du aber nicht wirklich, oder?? Auch dass sein Onkel nichts von eurer Beziehung weiss ist mehr als unwahrscheinlich. Ich bin der Meinung, dass dein Freund nicht ehrlich zu dir ist und dich nur für die klassischen Bezness-Gründe wie z.B. AE, Geld, Sex usw. (miss)braucht.

Lass die Finger davon, eure Beziehung würde nie, auch wenn dein Freund kein Beznesser sein sollte, von seiner Familie akzeptiert werden. Auch wenn er dich wirklich lieben sollte wäre der Druck von seiner Familie zu gross und er würde sich diesem Druck beugen. So oder so steht eure Beziehung unter keinem guten Stern.

LG, Gioia

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