Großer Artikel in der schweizer Weltwoche

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Evelyne
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Großer Artikel in der schweizer Weltwoche

Beitrag von Evelyne » 21.07.2017, 11:24

Unter dem Titel "Bis dass der rote Pass Euch scheidet" bringt die Weltwoche in ihrer neuesten Ausgabe einen Artikel, der sehr bezeichnend ist.
Neben der Geschichte 320 – Kipepeo – Kenia berichtet der Autor, wie in der Schweiz mit Bezness-Opfern umgegangen wird.
Was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, ist das Verständnis, das Herr Auerbach (letzter Absatz) den Kindesentführern entgegen bringt. Das ist ein Schlag ins Gesicht aller Mütter, denen ihre Kinder entzogen wurden. http://www.1001geschichte.de/wp-content ... twoche.pdf
Leider konnte ich den Artikel nicht gegenlesen. So passiert es, dass die Angaben zu mir nicht ganz korrekt sind. Aber egal, der Artikel ist sehr gut.
Lieben Gruß
Evelyne Kern
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Efendi II
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Re: Großer Artikel in der schweizer Weltwoche

Beitrag von Efendi II » 21.07.2017, 12:21

Evelyne hat geschrieben: http://www.1001geschichte.de/wp-content ... twoche.pdf
Zitat aus dem Artikel: In Kenia bekommt, Heirat hin oder her, nur ein Bleiberecht, wer genügend Geld vorweisen kann.
Es wäre durchaus überlegenswert, ob die europäischen Staaten nicht auch diesen Beispiel folgen sollten.

Nach meinem Dafürhalten sollte man Ausländern hierzulande die gleichen Rechte einräumen, die in ihren Herkunftsländern unseren Staatsangehörigen gewährt werden.

Es wird doch immer gefordert, mit diesen Ländern auf Augenhöhe zu verhandeln und das setzt n.m.M. Gegenseitigkeit voraus.
In der DDR wussten 90% der Bevölkerung, dass sie verarscht werden.
In der Bundesrepublik haben es 90% der Wähler anscheinend immer
noch nicht gemerkt.

Evelyne
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Re: Großer Artikel in der schweizer Weltwoche

Beitrag von Evelyne » 21.07.2017, 14:37

Wie recht Du doch hast, lieber Efendi!
Lieben Gruß
Evelyne Kern
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Flensee
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Re: Großer Artikel in der schweizer Weltwoche

Beitrag von Flensee » 21.07.2017, 14:45

Danke Evelyne fürs Einstellen, hatte schon Kreditkarte gezückt um Abo zu machen, rechtzeitig dann noch gesehen.

Flensee
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Re: Großer Artikel in der schweizer Weltwoche

Beitrag von Flensee » 21.07.2017, 15:04

Stephan Auerbach vom internationalen Sozialdienst in Genf warb letzte Woche in der NZZ um Verständnis für die Kindsentführer, die halt aus einer anderen Kultur kämen. Frauen sollten auf deren Forderungen eingehen, so könnten sie mit den Kindern wenigstens telefonieren. Sie sollten sich damit abfinden, dass sie ihre Kleinen erst als Erwachsene wieder- sähen. Dann tauchen sie nämlich meistens wieder auf: entfremdet und ohne Ausbildung, aber mit Anspruch auf Sozialhilfe.

Krank, der erste und letzte Satz, einfach unglaublich aber Genf halt, wobei inzwischen ist es in der ganzen CH so düster,
musste kürzlich ins Gemeindehaus und fand mich in Afrika wieder, weil Einwohnermeldeamt und Sozialhilfe auf gleichem Stock. Erschreckend, noch schlimmer als abends am Bahnhof.

Atin
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Re: Großer Artikel in der schweizer Weltwoche

Beitrag von Atin » 22.07.2017, 16:14

Wie lange meint der Herr denn , das die Mutter noch mit den Kindern telefonieren kann? Bis sie die Sprache verlernen. Aber Hauptsache die Sozialleistungen können beansprucht werden. Na Gsd , ein Hoch auf die dt Mutter.
Wissen ist Macht.

Atin
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Re: Großer Artikel in der schweizer Weltwoche

Beitrag von Atin » 25.07.2017, 00:29

Ach und noch was: :D

Ein algerischer Vater nahm auch mal eben so seinen Sohn der dt Mutter weg und entführte ihn nach Algerien. Dort kümmerte sich niemand um ihn und er verbrachte seine Jugend auf der Straße als Obdachloser.
Ich nehme mal an das die wenigsten wissen wie das in Nordafrika so ist. Das will bestimmt auch keiner. Nun ja er ist nun erwachsen und verheiratet ( ALG).
Er wohnt jetzt in D und hat auch Arbeit gefunden.

Die Geschichte hat er mir erzählt. Vielleicht auch zur Abschreckung oder als Warnung, wer weiß?!?!


Ach ja, Telefon gab es da schon nur brachte es nichts :evil:
Wissen ist Macht.

Anaba
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Re: Großer Artikel in der schweizer Weltwoche

Beitrag von Anaba » 25.07.2017, 09:33

Ich kenne einige Fälle, wo Kinder nach Algerien verbracht wurden.
Die Väter kamen zurück nach Deutschland und führten hier ihr Leben weiter.
Die Kinder wurde dort von der Familie mehr schlecht als recht aufgezogen.
Man muss sich mal den Schock der Kinder vorstellen, plötzlich in einem Land zu leben, das sie nur vom Urlaub kennen, in dem sie fremd sind, die Sprache nicht sprechen und vor allem von der Mutter getrennt leben müssen.
Für die meisten der Männer ist es ein Machtspiel.
Wenn die Kinder dann volljährig sind und manchmal zurückkommen, sind die hier auch fremd.
Sprechen die Sprache nicht oder sehr schlecht, haben keine Schulabschlüsse und brauchen hier Jahre, um Anschluss zu finden.
Den Männern ist nicht klar, was sie ihren Kindern antun.
Liebe Grüße
Anaba

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zu befinden und laut zu sagen: Nein
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Ariadne
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Re: Großer Artikel in der schweizer Weltwoche

Beitrag von Ariadne » 25.07.2017, 15:37

http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig ... kt100.html

Der Artikel ist zwar 2 Jahre alt, aber vor ein paar Monaten habe ich eine Reportage über diese Frau gesehen, da wohnte noch in Dubai, ihre Mutter besuchte sie gerade, um den Enkel kennenzulernen. Sie sagte, dass sie an einem unbekannten Ort lebt, damit ihr Mann es nicht herausfinden kann, sie weiß nicht, ob und wann sie nach Deutschland zurückkehren kann.

Was im Artikel nicht stand, haben sie im Video bekanntgegeben: das Kind lebte mit seiner Mutter in der Wohnung; bis zu dem Tag als sie fliehen konnten, war er nicht draußen. Er war damals glaube ich fast 2 Jahre alt.
Wenn man so was sieht, dann schüttelt´s einen. Und er ist kein Touri-Bediener, er ist ein ägyptischer Rechtsanwalt.
Die Liebe ist so unproblematisch wie ein Fahrzeug. Problematisch sind nur die Lenker, die Fahrgäste und die Straße.
Franz Kafka

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