Guter Artikel zum Thema >Scheinehe mit "Flüchtling"< in der NZZ

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heartbeat
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Guter Artikel zum Thema >Scheinehe mit "Flüchtling"< in der NZZ

Beitrag von heartbeat » 11.01.2019, 10:46

Liebes Forum,

nach laaanger Pause möchte ich allen, die hier inzwischen interessiert, selbst betroffen oder helfend unterwegs waren und sind, noch ein gutes, gesundes neues Jahr wünschen, eines mit guten Entwicklungen und ohne böse Überraschungen in den uns alle betreffenden, aber besonders auch den ganz persönlichen Angelegenheiten!

Warum ich vielbeschäftigte Oma hier mal wieder poste (und dann auch gleich wieder weg bin) ist dieser Artikel, heute in der NZZ (Neue Züricher Zeitung), in dem sich hier so manch eine/r wiedererkennen mag:

https://www.nzz.ch/gesellschaft/deutsch ... ld.1420784

Eine Deutsche geht aus Idealismus eine Scheinehe mit einem pakistanischen Flüchtling ein – und bereut es schon Wochen später

Anna heiratet einen jungen Mann aus Pakistan, um seine Ausschaffung zu verhindern. Doch die Scheinehe entpuppt sich als Albtraum. Nun braucht sie selbst Hilfe.

Da durch die Migranten Fälle dieser Art und ähnliche vermutlich noch deutlich mehr wurden, freue ich mich jedesmal, wenn solche und ähnliche Berichte in den öffentlichen Medien thematisiert werden. Man kann es nicht oft genug tun!

Liebe Grüße an alle, ganz besonders die "Oldies", die mich hier schon länger erlebt haben

heartbeat
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EmilyStrange
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Re: Guter Artikel zum Thema >Scheinehe mit "Flüchtling"< in der NZZ

Beitrag von EmilyStrange » 11.01.2019, 13:07

Zitat aus dem ARtikel

Aus ihrer Sicht ist die ökonomische Übermacht des Westens ursächlich für die Migrationswellen. Mit ihrer Ehe wollte sie einen kleinen Beitrag leisten für eine bessere Welt.

Es ist auffallend, dass es in der Regel gebildete, intelligente Menschen sind, die dieses Mantra vertreten. Irritierend, weil sie mit ihrer Intelligenz und Bildung in der Lage sein sollten, die wahren Gründe dafür herauszufinden, warum die 3. Welt so ist wie sie jetzt ist, und warum in islamischen Staaten die Menschen so leben, wie sie eben leben....

Mir scheint, die geschichtiche Bildung solcher Menschen endet mit der Kolonisation, macht dann einen großen Sprung zum 3. Reich und verharrt dort bis heute

Von wirtschaftlichen, soziologischen und völkerkundlichen Dingen scheinen diese Menschen kaum etwas zu wissen.

Ich finde, dieser Artikel schildert sehr schön, wie gespalten "Anna" sein muss - vom Kopf her will sie nicht wissen und verstehen, dass sie falsch gehandelt hat, dass "Abdul" zu Unrecht hier ist und kein rettenswertes Opfer ist - schließlich würde das ihr Weltbild ins Wanken bringen.

Ihr Bauch weiß es jedoch, und der lässt sich nunmal nicht so schnell zum schweigen bringen.

Jemand anderes (eine andere deutsche Frau) möge doch das Opfer bringen, zu dem sie offenbar nun doch nicht mehr bereit ist.

Merke: von hohen und hehren Zielen quatschen lässt sichs leicht
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Nilka
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Re: Guter Artikel zum Thema >Scheinehe mit "Flüchtling"< in der NZZ

Beitrag von Nilka » 11.01.2019, 13:15

Liebe heartbeat, liebe Grüße zurück!

Vielen Dank für diesen Atikel.
Es tut weh zuzusehen, wie sich die junge Frau ihr leben schwer macht aus falsch verstanden Hilfsbereitschaft
und linkem Gutmenschentum Verständnis :(
Es liegt wohl an Annas Überzeugung, in einer unfairen Welt zu leben. Sie erklärt ihre politische Haltung in einer seitenlangen E-Mail. Aus ihrer Sicht ist die ökonomische Übermacht des Westens ursächlich für die Migrationswellen. Mit ihrer Ehe wollte sie einen kleinen Beitrag leisten für eine bessere Welt. Für Anna scheint es immer ums grosse Ganze zu gehen. Deshalb wollte sie eigentlich auch nie heiraten und sagt: «In einer so ungerechten und gespaltenen Gesellschaft kann ich doch keine Familie gründen.»
Ich wünsche ihr gute Besserung.
LG ♥ Nilka
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Efendi II
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Re: Guter Artikel zum Thema >Scheinehe mit "Flüchtling"< in der NZZ

Beitrag von Efendi II » 11.01.2019, 13:21

heartbeat hat geschrieben:
11.01.2019, 10:46
https://www.nzz.ch/gesellschaft/deutsch ... ld.1420784

Eine Deutsche geht aus Idealismus eine Scheinehe mit einem pakistanischen Flüchtling ein – und bereut es schon Wochen später

Anna heiratet einen jungen Mann aus Pakistan, um seine Ausschaffung zu verhindern. Doch die Scheinehe entpuppt sich als Albtraum. Nun braucht sie selbst Hilfe.
Wieder mal ein Beweis, dass auch Akademiker nicht unbedingt mit Intelligenz und gesunden Menschenverstand gesegnet sein müssen. Gegen die permanente und intensive Gehirnwäsche von Medien und gewissenlosen Politikern in Sachen "Refutschies welkom" sind sie auch nicht gefeit.
Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Immanuel Kant)

brighterstar007

Re: Guter Artikel zum Thema >Scheinehe mit "Flüchtling"< in der NZZ

Beitrag von brighterstar007 » 11.01.2019, 15:18

Ihr Lieben,

Als ich noch jung und recht Abenteuer lustig war, habe ich als arme Studentin tatsächlich
Mit dem Gedanken gespielt, eine Scheinehe mit einem Türken einzugehen....

Zum Glück waren meine Bedenken aber so stark, dass ich telefonisch einen Anwalt um
Rat bat, der mir sehr deutlich davon abriet. Ich habe mich richtig erschrocken und
Dieses Dramapotential ganz schnell aufgegeben.

Wie der Kontakt zustande gekommen wäre ?
Der türkische Mann hat ganz einfach in der oertlichen Tageszeitung eine Anzeige geschaltet,
Mit Anliegen, Höhe der Bezahlung und Telefonnummer.....

Liebe Grüße

Brighterstar

EmilyStrange
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Re: Guter Artikel zum Thema >Scheinehe mit "Flüchtling"< in der NZZ

Beitrag von EmilyStrange » 11.01.2019, 15:24

@brighterstar
wenn ich mir die Beträge so in Erinnerung rufe, die damals zur entsprechenden Zeit kursierten, um eine deutsche Ehefrau zu kaufen (ca. 20.000 DM), kann ich verstehen, dass du da überlegt hast :mrgreen:

Wobei: wer garantiert denn, dass man das Geld auch bekommt und wie soll der Kerl das beischaffen?
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Efendi II
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Re: Guter Artikel zum Thema >Scheinehe mit "Flüchtling"< in der NZZ

Beitrag von Efendi II » 11.01.2019, 22:19

EmilyStrange hat geschrieben:
11.01.2019, 15:24
Wobei: wer garantiert denn, dass man das Geld auch bekommt und wie soll der Kerl das beischaffen?
In den 70er Jahren, ich war noch unverheiratet, haben zwei meiner Kollegen (einer war Türke) sich einen Spaß gemacht und mit meinen Daten (natürlich mit falschen Namen) eine Frauensuche in einer türkischen Zeitschrift gestartet. Daraufhin habe ich über 200 Zuschriften erhalten. Teilweise auch von den Eltern, die mir bis zu 30.000 DM geboten haben, wenn ich ihre Tochter heirate.

Da waren sehr hübsche Mädchen dabei. Damals waren weder die Kopftücher noch die anderen Vermummungen in Mode und auch die islamische Religion war noch längst nicht so populär wie heute. Getroffen habe ich mich mit einigen, geheiratet keine. Manche der Mädchen waren sehr aufgeschlossen.

Es ging wohl damals um hauptsächlich um das weitere Bleiberecht für diese Mädchen, die wollten doch alle nicht in die Türkei zurück.
Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Immanuel Kant)

brighterstar007

Re: Guter Artikel zum Thema >Scheinehe mit "Flüchtling"< in der NZZ

Beitrag von brighterstar007 » 14.01.2019, 23:22

Hi Emily,

Ich meine, es waren 5.000,- DM. Das fand ich mit Anfang 20 auch viel.

Zum Glück hat es nicht geklappt . Wer weiß, in was ich in meinem jugendlichen
Leichtsinn hinein geraten wäre...

Liebe Grüße

Brighterstar

Anaba
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Re: Guter Artikel zum Thema >Scheinehe mit "Flüchtling"< in der NZZ

Beitrag von Anaba » 15.01.2019, 07:42

Efendi II hat geschrieben:
11.01.2019, 13:21
heartbeat hat geschrieben:
11.01.2019, 10:46
https://www.nzz.ch/gesellschaft/deutsch ... ld.1420784

Eine Deutsche geht aus Idealismus eine Scheinehe mit einem pakistanischen Flüchtling ein – und bereut es schon Wochen später

Anna heiratet einen jungen Mann aus Pakistan, um seine Ausschaffung zu verhindern. Doch die Scheinehe entpuppt sich als Albtraum. Nun braucht sie selbst Hilfe.
Wieder mal ein Beweis, dass auch Akademiker nicht unbedingt mit Intelligenz und gesunden Menschenverstand gesegnet sein müssen. Gegen die permanente und intensive Gehirnwäsche von Medien und gewissenlosen Politikern in Sachen "Refutschies welkom" sind sie auch nicht gefeit.
Völlig unverständlich, dass sich eine junge Frau in solche Abhängigkeit begibt.
Wenn ich das allerdings lese, ist mir klar, warum sich viele Verblendete dafür hergeben.
berzeugt, in einer unfairen Welt zu leben

Um Zweifel an ihrer Geschichte auszuräumen, bringt Anna zu einem zweiten Treffen den Trauschein und Abduls Papiere mit. Doch kein Dokument kann die entscheidende Frage klären: Was treibt eine junge Frau dazu, ihr Leben mit einem Migranten zu teilen, den sie nicht liebt und der nicht in einer Notlage ist? Es liegt wohl an Annas Überzeugung, in einer unfairen Welt zu leben. Sie erklärt ihre politische Haltung in einer seitenlangen E-Mail. Aus ihrer Sicht ist die ökonomische Übermacht des Westens ursächlich für die Migrationswellen. Mit ihrer Ehe wollte sie einen kleinen Beitrag leisten für eine bessere Welt. Für Anna scheint es immer ums grosse Ganze zu gehen. Deshalb wollte sie eigentlich auch nie heiraten und sagt: «In einer so ungerechten und gespaltenen Gesellschaft kann ich doch keine Familie gründen.»
Liebe Grüße
Anaba

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