meine Geschichte ist die 181.
...ich glaube, der Betrag wird noch höher, wenn ich wirklich kleinlich zusammenrechne.
Tja, das fing an, dass er mich um Geld gebeten hat, weil er im Herbst/Winter nicht viel vedient und seine Miete nicht bezahlen kann.
Dann die ganzen Papiere wegen der Heirat in Deutschland.
Auch hier habe ich ihn immer finanziell unterstützt, den Deutschkurs bezahlt, seine Heimaturlaube bezahlt, die Kosten (Miete, Strom, Wasser, Telefon, Nahrung, Kleidung etc...) blieben sowieso an mir hängen... er sagte mir mal, dass ich diese Kosten ja auch ohne ihn hätte
Dann wurde die Mama krank, danach ein Bruder, dann hatte der Vater eine Augen-OP.
Und so ging es immer weiter.
Ein Trick von ihm: er hat mir immer mal wieder kleiner Beträge zurück gegeben. Als ich dann später den Geldhahn abdrehen wollte, kam er immer mir der Tour:'blablabla, ich habe dir doch den 50-er oder den anderen 50-er zurückgegeben, oder nicht? Du kannst mir vertrauen'
Dann wollte er zwei Zimmer an das Haus des Vaters anbauen... nachher waren es mindestens 7 Zimmer... für die Eltern und jeden Brunder eines + Wohnzimmer, Küche und Bad. Einmal mussten Steine, dann Metall, dann Fliesen gekauft werden, weil sie gerade jetzt günstig sind. Dann fehlte zum Winter hin noch das Dach... und ich könne doch seine Eltern nicht im Winter ohne Dach hausen lassen...
Ja, liebe Ines. So blöd und eingelullt war ich. Ich war so gefangen in dieser Beziehung, die schon längst tot war. Vor lauter Arbeit und Sorgen habe ich den Absprung nicht rechtzeitig geschafft und habe vor mich hingelebt. Meine Arbeit, meine Kolleginnen und meine paar guten Freundinnen waren damals mein Halt - mein Bezug zur normalen Welt.
Erst als ich schwanger wurde (er hat sich halt seine ehelichen Rechte geholt...) und er mich trotzdem wie ein Stück Dreck behandelt hat, gesagt hat, ich solle das Kind wegmachen, wuchs in mir ein abgrundtiefer Hass, eine Abscheu diesem Menschen gegenüber. Ich hab versucht, mir die Schwangerschaft so gut wie möglich (für mich und das Kind) zu gestalten. Ich hatte nicht die Kraft und die Nerven mich in dieser Phase zu trennen. Ich hatte auch Angst vor seinen unkontrollierten, aggressiven Reaktionen.
Nach der Geburt des Sohnes hat sich die Situation immer weiter verschlimmer.
Dadurch, dass mein Sohn die ersten Monate ein Schreikind war, konnte ich mich lange nicht von meinen 26 Stunden Wehen und dem anschließenden Notkaiserschnitt erholen.
Irgendwann war aber dann doch die Zeit reif. Ich kam zu Kräften, habe mich verbal zur Wehr gesetzt und 'klare Kante' gemacht. Ich war es leid, ständig beleidigt, beschimpft und bedroht zu werden. So sollte das Kind nicht aufwachsen.
Damit hat er nicht gerechnet. Er schlug zu. Ich habe ihn rausgeschmissen und habe ihn angezeigt.
Aber ein Ende ist noch lange nicht in Sicht.
Das geht jetzt schon über zwei Jahre - noch nicht mal die Scheidung ist durch...
Und das alles kostet auch eine Menge Geld. Ich bin also noch nicht fertig mit 'finanziell bluten'.
Das Schlimmste ist die Angst um das Kind!
Ute