Nicht so einfach weggesteckt

Austausch über gemachte Bezness-Erfahrungen in diesem Land

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Efendi II
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Re: Nicht so einfach weggesteckt

Beitrag von Efendi II » 20.09.2019, 11:49

Wut-und-Ohnmacht hat geschrieben:
19.09.2019, 19:54
Ja, sie hatte wohl im letzten Moment noch eine Anwältin / Notarin zu sich bestellt, um die Ehe annullieren zu lassen;
Eine eingegangene Ehe kann man nicht so einfach per Notar oder Anwalt annullieren lassen, dafür sind recht handfeste Voraussetzungen maßgeblich.
Das dauert oftmals viel länger als eine normale Ehescheidung.

Zur Annullierung/Aufhebung einer Ehe sind die §§ 1313 bis 1318 BGB zu erfüllen.

https://www.buzer.de/s1.htm?g=BGB&a=1313-1318
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karima66
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Re: Nicht so einfach weggesteckt

Beitrag von karima66 » 20.09.2019, 12:25

Es wurden schon viele warmherzige und mutmachende Zeilen geschrieben denen ich mich einfach mal anschließe ohne zu wiederholen.
Normalerweise bekommt man Witwenrente erst wenn man länger als ein Jahr verheiratet war.
Und ein Testament oder letzter Wille ist handschriftlich und persönlich unterschrieben immer gültig auch ohne Notar.
Da ist also Einiges ziemlich dumm gelaufen was man heute wohl nicht mehr ändern kann.

Was mich viel nachdenklicher macht ist die Resignation die ich lese, Wut kann produktiv sein, Ohnmacht schließt aber Handeln aus.
Wenn man solange in einer Spirale abwärts sich befindet dann ist es umso schwerer da wieder rauszukommen, die Spirale anzuhalten.
Ein guter Schritt ist hier schon mal zu schreiben, aber auch sonst ist die eigene Einstellung ganz wichtig um sich selbst und das eigene Leben wieder so wert zu schätzen, dass man kämpft um sich.
Nur dann findet man Hilfe die man auch annehmen sollte und schauen was möglich ist langsam aufwärts, vorwärts zu leben, kleine positive Schritte zu machen.
Resigniert sich abzufinden und alles weiter Schlimme auf sich zukommen lassen ohne zu reagieren halte ich für ganz schlimm.
So bleibt es dunkel, man wird kein Licht erkennen, weil man nicht mehr dran glaubt.

Ich kann nur wünschen, dass du dich einem oder mehreren der vielen Stellen wo es Hilfe gibt zuwendest, dich leiten lässt etwas zu ändern und dass die Erfahrung nicht mehr dein Leben bestimmt.

Für meine Ausbildung gibt es auch schon lange keine Arbeitsstellen mehr, aber ich habe die letzten zwanzig Jahre in verschiedensten Jobs gearbeitet, immer als Quereinsteiger, selbst im Ausland.
In so vielen Bereichen werden Leute gesucht, auch Ältere, wenn man arbeitet ist man im sozialen Kontakt, abgelenkt und nicht immer mit sich und der Problematik beschäftigt.

Man sollte sich von einem einzigen Menschen ,sofern man solche Personen, Betrüger als Menschen bezeichnet, doch nicht das Leben kaputt machen lassen!

Justicia
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Re: Nicht so einfach weggesteckt

Beitrag von Justicia » 20.09.2019, 13:21

Ohje, dein neuer Bericht ist ja schlimmer als befürchtet :cry:

Dieses "Müssen" schafft nur Druck. So wie du dich liest, scheint es mir, dass du ein Trauma durch diesen Mann erlitten hast. Aber ich bin keine Fachärztin! Es ist nur mein Eindruck.

Ich schließe mich Karima an: Es wird immer schwerer.

Wenn bereits eine Räumung demnächst ansteht, hast du ganz andere Probleme als den allgemeinen Umgang mit Flüchtlingen.

Ich kann nur von mir sprechen. Mich würde es wahnsinnig machen, wenn man mir jederzeit so etwas essentielles wie meine Wohnung entziehen könnte. Daher wäre das mein allerallererster Schritt.

Deine Wohnung kannst du nicht mehr behalten, sonst gäbe es kein Räumungsurteil. Falls du es noch nicht getan hast, melde dich sofort bei Sozialberatungen. Eine Obdachlosenhilfe unterstützt in der Regel auch vor dem Eintritt der Obdachlosigkeit. Weil für Frauen das Angebot für Obdachlosenunterkünfte meist sehr schlecht ist, werden Notplätze vorgehalten. Es gibt aber auch bestimmte Vermittlungen für angemessenen Wohnraum, wenn du dort unterstützt wirst. Solche Angebote werden nicht ausgeschrieben, es gibt sie aber.
Mit dem Jobcenter kannst du klären, ob sie die Kosten für einen Lagerraum für deine Sachen übernehmen. Das dauert immer alles. Deshalb sofort damit starten und Anträge stellen.
Für finanzielle und persönliche Hilfen kannst du dich zudem noch an Caritas, AWO, Diakonie usw wenden.
Bitte bitte lass es dein primäres Ziel sein, eine Obdachlosigkeit abzuwenden. Das geht so schnell. Demnächst wird es eine Räumungsfrist von wenigen Wochen geben. Wenn du dann nicht raus bist aus der Wohnung, rückt die Polizei an. Die schaut auf den Titel und das war es. Keine Polizei, kein Gerichtsvollzieher und dein Vermieter erst recht nicht wird es interessieren, warum du in dieser Lage bist.
Wie Karima schrieb, Ohnmacht lähmt dein Handeln. Und in dieser Sache "musst" du sofort handeln. Auch wenn es Druck bedeutet.

Wenn du deinen weiteren Verbleib geregelt hast, kannst du dich um die anderen Punkte kümmern.
Ganz ehrlich, ja, dein Studienabschluss ist nach so vielen Jahren und Jahren der Arbeitslosigkeit nichts mehr wert für einen Arbeitgeber für diesen Beruf, den du akademisch erlernt hast.
Das heißt aber nicht, dass du nichts wert bist! Du hast ein Studium abgeschlossen zu Zeiten, in denen das Hinz und Kunz nicht mal erträumt hätten. Du kannst einen beruflichen Neueinstieg schaffen. Doch das trägt erst Früchte, wenn du auch seelisch gefestigt bist. Wenn du immer wieder an diese Schreckenszeiten erinnert wirst, ist es meiner Meinung nach sinnvoller, erst daran zu arbeiten, wie du mit diesen Erinnerungen umgehen kannst. Parallel dazu kannst du etwas kleines machen, um dein soziales Leben aufzubauen. Das ist alles Zukunftsmusik.

Dein zukünftiger Wohnraum ist das wichtigste. Das kannst nur du schaffen, weil nur du dafür verantwortlich bist. Hole dir da bitte professionelle Hilfe ins Boot. Mit vorangegangener Räumungsklage hast du es doppelt schwer. Darf ich fragen, ob wegen Eigenbedarf oder Mietrückstände gekündigt wurde? Das kann nochmal einen kleinen Unterschied machen. Am Ende bleibt aber "Räumungstitel ist Räumungstitel".

Ich drücke dir die Daumen, dass du kompetente Unterstützung erhälst.

Wut-und-Ohnmacht
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Re: Nicht so einfach weggesteckt

Beitrag von Wut-und-Ohnmacht » 20.09.2019, 14:19

Danke für Deine vielen Zeilen, Juliya!

Dieses Räumungsurteil ist halt ein Resultat des Vorherigen. Ich habe es nicht geschafft, aus Hartz4 herauszukommen mit allen meinen dumm-naiven Bewerbungen. Deswegen konnte ich mir auch den Umzug aus diesem schlecht sanierten Loch, in dem ich seit Jahren hause, nicht leisten ( alle anderen Mieter sind schon seit Jahren weg, ich bin der letzte seit Jahren). Der neue Eigentümer hatte mich (vollkommen ohne Mietschulden und mit einwandfreiem Schufascore) zum Unterschreiben einer Mietauflösungsvereinbarung gedrängt. Andernfalls würde mir die Räumungsklage angedroht. Diesem Druck konnte ich irgendwann nicht mehr standhalten und unterschrieb schließlich. Über Monate habe ich immer verzweifelter nach einer neuen Bleibe gesucht. Und musste dabei feststellen, dass ich aufgrund meiner finanziellen Situation auf dem Wohnungsmarkt das allerletzte Stück Dreck bin. Der vereinbarte Auszugstermin verstrich, und das Urteil nach dem Gerichtstermin in der letzten Augustwoche besagt, dass ich bis zum 31. Oktober ausgezogen sein muss. Natürlich war ich auch auf dem Wohnungsamt, aber dort hat man mich auch nur wie Dreck behandelt. Mir steht das Wasser also gegenwärtig bis zum Hals.

Und dabei hatte ich mir vieles ganz anders gewünscht...

Mpenzi
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Re: Nicht so einfach weggesteckt

Beitrag von Mpenzi » 20.09.2019, 14:43

Hallo,

wie wäre es, wenn du beim Amtsgericht für dich eine rechtliche Betreuung beantragst, aufgrund deines seelischen Ausnahmezustands und des dringenden Handlungsbedarfs?
z. B. mit den Aufgabenkreisen "Rechts-, Antrags- und Behördenangelegenheiten" und "Wohnungsangelegenheiten"?
Das könnte eine vorübergehende Sache sein, bis deine Existenz wieder gesichert ist....

War beim Lesen nur so eine spontane Idee. Falls ich dir damit auf den Schlips trete entschuldige ich mich, da dies überhaupt nicht meine Absicht wäre.

Liebe Grüße
mpenzi

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Re: Nicht so einfach weggesteckt

Beitrag von gadi » 20.09.2019, 18:21

Wut-und-Ohnmacht hat geschrieben:
20.09.2019, 14:19
Dieses Räumungsurteil ist halt ein Resultat des Vorherigen. Ich habe es nicht geschafft, aus Hartz4 herauszukommen mit allen meinen dumm-naiven Bewerbungen. Deswegen konnte ich mir auch den Umzug aus diesem schlecht sanierten Loch, in dem ich seit Jahren hause, nicht leisten ( alle anderen Mieter sind schon seit Jahren weg, ich bin der letzte seit Jahren). Der neue Eigentümer hatte mich (vollkommen ohne Mietschulden und mit einwandfreiem Schufascore) zum Unterschreiben einer Mietauflösungsvereinbarung gedrängt. [...]Der vereinbarte Auszugstermin verstrich, und das Urteil nach dem Gerichtstermin in der letzten Augustwoche besagt, dass ich bis zum 31. Oktober ausgezogen sein muss. Natürlich war ich auch auf dem Wohnungsamt, aber dort hat man mich auch nur wie Dreck behandelt. Mir steht das Wasser also gegenwärtig bis zum Hals. Und dabei hatte ich mir vieles ganz anders gewünscht...

Mensch, dir fehlt doch "nur" der richtige Ausgangspunkt, der kleine Schubser am Anfang, danach wird alles viel besser.
Wohnst du denn in einer größeren Stadt? Falls ja, hast du dir schon mal überlegt, weiter raus zu ziehen aus dieser Stadt? Glaub mir, du wirst eine Wohnung finden. Einen ruhigen, geschützten Rückzugsort. Ohne Sorgen um einen drohenden Verlust dieses Platzes. Deine verlässliche Basis für mehr.

Und dann wegen der Bewerbungen. Hast du dich eigentlich schon öfter für eine Stelle beworben, die nicht oder nur teilweise deinem "erlernten Beruf" entspricht? Wer arbeitet denn schon "genau" in seinem erlernten Beruf? Nicht mal die Kanzlerin :wink: .Viele arbeiten auch in einem Beruf, der auf den ersten Blick nur wenig mit dem Gelernten zu tun hat oder eben auch gar nicht mehr allzuviel. Viele habe vor Jahren ganz etwas anderes gelernt. Bei vielen Tätigkeiten ist es wichtig zu sehen, dass du dich durchbeißen kannst / konntest, dass du fähig bist, organisiert zu sein (z.B. Abschluss des Studiums), dass du verlässlich, dass du engagiert bist. Wenn du dich dann bewährt haben wirst in dieser Tätigkeit und es dir dort nicht gefallen sollte (vielleicht gefällt dir ja gerade das), dann kannst du immer noch wechseln, hast eine ganz andere Ausgangslage als jetzt.
Ich möchte dir ausdrücklich Mut machen. Du siehst deine Lage zu eng, zu schwarz, zu sehr in Schubladen. Vielleicht machst du dir auch zu viele Sorgen darüber, was die Leute wohl so denken mögen. Drauf gepfiffen. Ich kenne viele Menschen, die eine "ungerade Vita" viel interessanter finden als einen "aalglatten" Lebenslauf. Auch "Chefs" :wink: .Glaube mir, auch für dich wird alles wieder schöner. Lass doch nicht diesen Bezznesser oder irgendwelche Leute über dein Leben bestimmen. Glück auf!
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Wut-und-Ohnmacht
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Re: Nicht so einfach weggesteckt

Beitrag von Wut-und-Ohnmacht » 23.09.2019, 11:02

Liebe Gadi,

ich spüre aus Deinen Zeilen eine große Herzenswärme heraus, für die ich Dir sehr danke!!!

Dein unbändiger Optimismus wirft bei mir allerdings die Frage auf, ob Du auch wirkliinch intensiv in der Materie „Hartz4“ drinnen bist.
Einmal so tief gesunken, bewegt ein Mensch sich am untersten Rand der Gesellschaft und bekommt das auch allenthalben (etwa von potentiellen Vermietern) zu spüren. Ein Umzug muss erst aufwändig bewilligt werden, wofür zahlreiche bürokratische Hürden zu nehmen sind. Der sogenannte „Regelsatz für eine angemessene Unterkunft“ ist i.ü. eine kommu- nale Leistung, deren Höhe an diesem Ort seit Jahren nicht angehoben wird und der auch hier galoppierenden Mietpreiserhöhung seit Jahren nicht Rechnung trägt. Natürlich würde ich auch gerne etwas dazubezahlen, um diesen toten Punkt zu überwinden, aber ich darf nicht. Meine Behausung befindet sich in fussläufiger Entfernung zur Innenstadt in einem ansonsten sehr schönen Viertel.“Angemessenen Wohnraum“ gibt es hier nur in Problemvierteln weit draußen am Stadtrand, wo ich z.T. auch hautnah mit der hier immer mehr ausufernden Ausländer- und Drogenkriminalität konfrontiert wäre.

Und die Bewerbungen... Ich habe wie gesagt in den letzten Jahren Hunderte von Bewerbungen geschrieben, viele davon auch initiativ und in ganz anderen Bereichen. Wo möglich habe ich auch schwarz gearbeitet (100-200€ im Monat).Es sind aber alle nur zurückgekommen, wenn denn überhaupt, d.h. ich wurde gleich in der ersten Runde gnadenlos ausselektiert. Ebenso hätte ich da auch ein benutztes Stück Toilettenpapier hinschicken können. Mittlerweile schreibe ich nichts mehr. Dabei halte ich meinen Lebenslauf und meine Referenzen für so uninteressant dann auch wieder nicht (Details würden meine Anonymität kaputt machen, die mir sehr wichtig ist...)
Was dann noch dazu kommt: Irgendwann kann man auch nicht mehr neue Kraft tanken und gut für sich selbst sorgen, denn man lebt irgendwann finanziell auf dem Zahnfleisch. Perspektivisches Denken und Handeln weicht der Sorge um Heute und Morgen. Und Anschaffungen wie ein neues Paar Schuhe oder ein Wintermantel sind da dann auch bereits eine riesige Herausforderung.Von dem Thema „Urlaub“ rede ich hier erst gar nicht....

Aber ich bin jetzt in andere Themenbereiche abgedriftet. Ich weiß gar nicht so sehr, ob es gut für mich und meine Seele war, hier so intensiv zu schreiben. Das Aufwühlen dieser Ereignisse hat ein intensives Erinnern bei mir ausgelöst, einhergehend mit latenten Ekelgefühlen. So, als müsste ich bald erbrechen.

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Re: Nicht so einfach weggesteckt

Beitrag von gadi » 23.09.2019, 14:50

Liebe Du (ich finde, es würde mal Zeit für einen neuen Nick-Namen),

eine Bekannte von mir, auch Bezness-Betroffene (aber direkt, was nicht bedeuten soll, du bist weniger intensiv betroffen), in ähnlicher Situation wie du, hat gerade einen Neuanfang in einer ganz anderen Stadt sozusagen erfolgreich bewältigt und ich habe das alles aus Erzählungen mitbekommen.

Für mich bewegst du dich nicht am "unteren Rand der Gesellschaft", da gibt es z.B. viel betuchtere Personen, die das meiner Meinung nach tun.

Aber du hast recht, wir würden nun zu weit weg vom Thema abdriften.

Nur noch kurz, meinem Gefühl/Impuls nach will ich dir folgendes Zitat ans Herz legen (ich behaupte nicht, deine Lage, u.a. auch da mir Details fehlen, einschätzen zu können, und ich will auch nicht besserwisserisch rüberkommen - tut mir leid, wenn es so ist -):
Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll. - Georg Christoph Lichtenberg
(Viel weiter weg ziehen (aufs "Land"?) Völlig anderer Arbeitsbereich? Beziehung/Freundeskreis, hier andere Wege ...?...)

Alles alles Gute!
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Re: Nicht so einfach weggesteckt

Beitrag von Wut-und-Ohnmacht » 23.09.2019, 15:21

Liebe Gadi,

habe Dank für Deine Zeilen, die ich erst einmal sacken lassen muss..🙏🤗


P.S.: Ich bin keine Frau.......

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Re: Nicht so einfach weggesteckt

Beitrag von gadi » 23.09.2019, 16:00

...wir bremsen auch für Männer :wink: :lol:
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Nilka
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Re: Nicht so einfach weggesteckt

Beitrag von Nilka » 23.09.2019, 16:33

Na dann lieber Wut , empfehle ich dir die Grenzen Deutschlands zu verlassen und zurück zu kehren als Asylant ( falls du noch nicht irgendwo deine Fingerabdrücke hinterlassen hast).
Dann klappt es vielleicht besser mit der Wohnung und der Arbeit. Um die Asylanten wird sich besser gekümmert als um die eigene Bevölkerung.
Entschuldigt, bitte, meinen Sarkasmus.
Lass den Kopf nicht hängen.
Das Sprichwort von gadi ist gut.
LG ♥ Nilka
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Re: Nicht so einfach weggesteckt

Beitrag von Nilka » 23.09.2019, 16:34

Die Idee mit dem neuen Nicknamen ist auch gut.
Darüber habe ich auch nachgedacht.
LG ♥ Nilka
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Re: Nicht so einfach weggesteckt

Beitrag von Wut-und-Ohnmacht » 24.09.2019, 09:25

Guten Morgen,

die erste Idee an diesem Morgen ist tatsächlich so etwas wie ein neuer Nickname. Etwa „Ich will Dich nicht mehr !!!!!!“ oder „Verschwinde endlich aus meinem Leben !!!!!!!“

LG

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Re: Nicht so einfach weggesteckt

Beitrag von Anaba » 24.09.2019, 09:47

Wut-und-Ohnmacht hat geschrieben:
24.09.2019, 09:25
Guten Morgen,

die erste Idee an diesem Morgen ist tatsächlich so etwas wie ein neuer Nickname. Etwa „Ich will Dich nicht mehr !!!!!!“ oder „Verschwinde endlich aus meinem Leben !!!!!!!“

LG
Guten Morgen,

auch ich finde, dass es an der Zeit ist, einen neuen Benutzernamen zu wählen.
Da haben meine Vorschreiberinnen recht.
Wenn du mir eine kurze Mail mit dem neuen Namen schreibst, werde das gern ändern.

Es kommt übrigens öfter vor, dass User den Benutzernamen nach einiger Zeit im Forum ändern.
Weil der alte einfach nicht mehr zu ihnen oder Ihrer Einstellung bei der Anmeldung passt.
Das finde ich klasse, :wink:

Dir einen schönen Tag.
Liebe Grüße
Anaba

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zu befinden und laut zu sagen: Nein
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Re: Nicht so einfach weggesteckt

Beitrag von gadi » 24.09.2019, 12:01

Und wie wärs mit "Neuer Weg" oder so?
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Eclipse
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Re: Nicht so einfach weggesteckt

Beitrag von Eclipse » 24.09.2019, 13:00

Wut-und-Ohnmacht hat geschrieben:
23.09.2019, 11:02
Aber ich bin jetzt in andere Themenbereiche abgedriftet. Ich weiß gar nicht so sehr, ob es gut für mich und meine Seele war, hier so intensiv zu schreiben. Das Aufwühlen dieser Ereignisse hat ein intensives Erinnern bei mir ausgelöst, einhergehend mit latenten Ekelgefühlen. So, als müsste ich bald erbrechen.
Liebe Wut-und-Ohnmacht,

es ist wirklich mehr als nur ärgerlich, was Dir passiert ist. Für diesen Teil Deiner Biographie hast Du mein uneingeschränktes Mitgefühl.


Bitte gestatte ein "Aber". Die damaligen Ereignisse sind sehr lange her. Du hattest offenbar keine professionelle Hilfe in Anspruch genommen, um Dich aus diesem Teufelskreis der (zunächst durchaus begründeten) Negativemotionen herauszukämpfen und DEIN Leben wieder zu Deinem eigenen zu machen. Kannst Du Dich mit dem Gedanken anfreunden, Dich in stationäre Behandlung zu begeben ("Selbsteinweisung")? Bei Dir gibt es so viel Schlimmes aufzuarbeiten, hinzu kommt noch der drohende Verlust Deiner Wohnung ... ich fürchte, eine ambulante Psychotherapie wird nicht ausreichen, und außerdem müsstest Du viel zu lange darauf warten. :(

Ich wünsche Dir, dass Du eine kurz- und vor allem auch eine langfristige Lösung für Dich findest. Ich fürchte nur, aus Dir selbst heraus schaffst Du das nicht. Bitte lass Dir helfen.

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Re: Nicht so einfach weggesteckt

Beitrag von Wut-und-Ohnmacht » 24.09.2019, 13:10

Ja, Gadi, das klingt optimischer vielleicht. Auf jeden Fall müsste es dokumentieren, dass ich nicht mehr in der Opferrolle sein will....

gadi
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Re: Nicht so einfach weggesteckt

Beitrag von gadi » 24.09.2019, 15:50

Wut-und-Ohnmacht hat geschrieben:
24.09.2019, 13:10
Ja, Gadi, das klingt optimischer vielleicht. Auf jeden Fall müsste es dokumentieren, dass ich nicht mehr in der Opferrolle sein will....
Genau. Dir fällt da bestimmt was passendes ein. Dass es ein optimistischer Nick-Name werden wird, freut mich wirklich sehr! Ein gutes Zeichen! :)
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Cimmone
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Re: Nicht so einfach weggesteckt

Beitrag von Cimmone » 24.09.2019, 17:42

Hallo WuO,

für den aufsteigenden Brechreiz kann ich aus eigener Erfahrung heraus das "so als ob" ( ich nenne es Trockenkotzen) empfehlen.
Der Impuls bei Brechreiz ist eigentlich schlucken, aber Du hast nun lange genug geschluckt mit verheerenden Folgen.

Nach meiner Bezzie - Erfahrung ging es mir ebenso, und da wollte etwas raus, also raus damit.

Viel Freude beim Erproben eines neuen Nicks.
Cimmone 🐬
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Re: Nicht so einfach weggesteckt

Beitrag von Wut-und-Ohnmacht » 26.09.2019, 08:16

Puh, so viele Zwischentöne und -stimmen. Mir raucht gerade ziemlich der Kopf :oops: - und ich muss mich erst einmal sammeln. An Antworten arbeite und feile ich unterdessen ....

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