Licht und Schatten

Austausch über gemachte Bezness-Erfahrungen in diesem Land

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Wathani
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Re: Licht und Schatten

Beitrag von Wathani » 27.09.2016, 10:34

Trotzdem geht es in diesem Forum gar nicht zu Immobilienkäufen in der Heimat der Männer zu raten.
Dann noch als "Fallschirm".
Ich habe niemandem zu irgendwas geraten. Ich habe Verständnis dafür geäußert, dass jemand der im Ausland lebt, sich auch in seiner Heimat "verwurzeln" will. Mehr nicht. Den Rest reimst Du Dir dazu.
Viele Grüße
Wathani

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Re: Licht und Schatten

Beitrag von Anaba » 27.09.2016, 11:07

Auch von Verständnis für solche Dinge will ich hier nichts lesen.
Ist das so schwer zu verstehen?
Kannst du nicht einfach mal etwas stehenlassen?

Das Thema ist erledigt.
Wir raten Frauen ab, sich an Immobilienkäufen in der Heimat der Männer zu beteiligen.
Liebe Grüße
Anaba

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Re: Licht und Schatten

Beitrag von happy mind » 27.09.2016, 14:50

Wathani hat geschrieben:
Trotzdem geht es in diesem Forum gar nicht zu Immobilienkäufen in der Heimat der Männer zu raten.
Dann noch als "Fallschirm".
Ich habe niemandem zu irgendwas geraten. Ich habe Verständnis dafür geäußert, dass jemand der im Ausland lebt, sich auch in seiner Heimat "verwurzeln" will. Mehr nicht. Den Rest reimst Du Dir dazu.
Bei allem Verständnis für diese Situation ist solch ein Vorhaben mit Skepsis zu betrachten.
Mit zunehmenden Alter kann es durchaus sein, dass Mann seine Wurzeln in seiner Heimat wieder verfestigen möchte. Aber wer hat das Geld für diese Immobilie zusammengetragen? Nur der betroffene Ehepartner oder stammt das Geld aus der Ehegemeinschaft?
Weiterhin ist eventuell auch anzunehmen, dass der deutsche Partner seinen Lebensabend nicht im Ausland
verbringen möchte, sondern seine eigene Verwurzelung in der Heimat leben möchte.
Auch für ein in Harmonie lebendes Ehepaar ist das ein wahres Dilemma und für den, der mitinvestiert hat und weder rechtlich gesichert ist noch die Immoblie mitbewohnen möchte, ein finanzieller Schaden.

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Re: Licht und Schatten

Beitrag von Wathani » 27.09.2016, 15:41

@happymind
Bei allem Verständnis für diese Situation ist solch ein Vorhaben mit Skepsis zu betrachten.
Mit zunehmenden Alter kann es durchaus sein, dass Mann seine Wurzeln in seiner Heimat wieder verfestigen möchte. Aber wer hat das Geld für diese Immobilie zusammengetragen? Nur der betroffene Ehepartner oder stammt das Geld aus der Ehegemeinschaft?
Weiterhin ist eventuell auch anzunehmen, dass der deutsche Partner seinen Lebensabend nicht im Ausland
verbringen möchte, sondern seine eigene Verwurzelung in der Heimat leben möchte.
Auch für ein in Harmonie lebendes Ehepaar ist das ein wahres Dilemma und für den, der mitinvestiert hat und weder rechtlich gesichert ist noch die Immoblie mitbewohnen möchte, ein finanzieller Schaden.
Aber ist das nicht für den ausländischen Ehepartner in Deutschland genauso? Wenn man hier ein gemeinsames Haus hat, und der Partner will dann seinen Lebensabend - zumindest teilweise - in der nichtdeutschen Heimat verbringen, dann hat man auch das Dilemma, oder?

Er/Sie hat hier seinen Anteil investiert und der/die deutsche Partner muss ggf damit rechnen, dass der andere einen Teil des Geldes wieder haben will, um seinen Lebensabend (auch) in seiner Heimat verbringen zu können ...

Heisst das dann, man sollte als binationales Paar am besten weder hier noch dort Eigentum erwerben?

Aber ohne rechtliche Absicherung durch a) Ehevertrag und b) gemeinsame Eigentumsurkunde in der beide Namen stehen, sollte man ja eigentlich sowieso nicht in Immobilien investieren oder? Auch mono-national nicht...
Viele Grüße
Wathani

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Re: Licht und Schatten

Beitrag von Pusteblume » 27.09.2016, 15:53

Endlich ist er finanziell wieder dabei und die Whg in MAR vorläufig kein Thema mehr sondern eine Immobilie in D die ich mir,da da auch mein Geld drinstecken wird,seeeehr gut absichen werde ;-) und dazu würde ich jeder Frau raten!Und auf Teilzeitbeschäftigung bestehen ;-)

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Re: Licht und Schatten

Beitrag von Wathani » 27.09.2016, 16:06

Und auf Teilzeitbeschäftigung bestehen ;-)
:lol: :lol: wie meinst'n das? MINDESTENS Teilzeitbeschäftigung oder HÖCHSTENS Teilzeitbeschäftigung? :wink:
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Re: Licht und Schatten

Beitrag von Efendi II » 27.09.2016, 18:09

Wathani hat geschrieben: Er/Sie hat hier seinen Anteil investiert und der/die deutsche Partner muss ggf damit rechnen, dass der andere einen Teil des Geldes wieder haben will, um seinen Lebensabend (auch) in seiner Heimat verbringen zu können ...
Zumindest in Deutschland kann er dieses Geld im Falle einer Trennung/Scheidung, notfalls auf juristischen Wege, zurückbekommen. Bei Immobilien, die im Ausland ganz oder teilweise mitfinanziert wurden, sieht es da wesentlich düsterer aus.
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Re: Licht und Schatten

Beitrag von happy mind » 27.09.2016, 21:13

Wathani hat geschrieben:@happymind
Bei allem Verständnis für diese Situation ist solch ein Vorhaben mit Skepsis zu betrachten.
Mit zunehmenden Alter kann es durchaus sein, dass Mann seine Wurzeln in seiner Heimat wieder verfestigen möchte. Aber wer hat das Geld für diese Immobilie zusammengetragen? Nur der betroffene Ehepartner oder stammt das Geld aus der Ehegemeinschaft?
Weiterhin ist eventuell auch anzunehmen, dass der deutsche Partner seinen Lebensabend nicht im Ausland
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Aber ist das nicht für den ausländischen Ehepartner in Deutschland genauso? Wenn man hier ein gemeinsames Haus hat, und der Partner will dann seinen Lebensabend - zumindest teilweise - in der nichtdeutschen Heimat verbringen, dann hat man auch das Dilemma, oder?

Er/Sie hat hier seinen Anteil investiert und der/die deutsche Partner muss ggf damit rechnen, dass der andere einen Teil des Geldes wieder haben will, um seinen Lebensabend (auch) in seiner Heimat verbringen zu können ...

Heisst das dann, man sollte als binationales Paar am besten weder hier noch dort Eigentum erwerben?

Aber ohne rechtliche Absicherung durch a) Ehevertrag und b) gemeinsame Eigentumsurkunde in der beide Namen stehen, sollte man ja eigentlich sowieso nicht in Immobilien investieren oder? Auch mono-national nicht...
Wie schon Efendi bemerkte: Bei einer in Deutschland gelebten Ehe haben beide Zugriff auf den Wert der Immobilie- zumindest wenn man im Vermögensstand des Zugewinns lebt, bei einer im nicht europäischen Ausland gestaltet sich der Zugriff äusserst schwierig. Selbst wenn frau im Grundbuch Miteigentümerin ist, wird bzw. kann das Familiengericht kaum den Verkauf anregen. Anders als im europäischem Ausland durch die Rom lll Verordnung.

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Re: Licht und Schatten

Beitrag von Anaba » 27.09.2016, 22:25

Efendi II hat geschrieben:
Wathani hat geschrieben: Er/Sie hat hier seinen Anteil investiert und der/die deutsche Partner muss ggf damit rechnen, dass der andere einen Teil des Geldes wieder haben will, um seinen Lebensabend (auch) in seiner Heimat verbringen zu können ...
Zumindest in Deutschland kann er dieses Geld im Falle einer Trennung/Scheidung, notfalls auf juristischen Wege, zurückbekommen. Bei Immobilien, die im Ausland ganz oder teilweise mitfinanziert wurden, sieht es da wesentlich düsterer aus.
Dazu kommt, dass die Frauen in vielen Ländern gar nicht im Grundbuch stehen (können).
Weil sie keinen Grundbesitz erwerben dürfen.
Sollte der Mann vor ihr sterben, sieht es düster für sie aus.
Selbst wenn es einen Ehevertrag gibt, wird sie als Christin in einem moslemischen Land nichts erben.
Sie wird leer ausgehen.
Die Immobilie bleibt in seiner Familie.

http://erbrecht-abc.info/die-ehefrau-im ... -erbrecht/
Liebe Grüße
Anaba

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Re: Licht und Schatten

Beitrag von Pusteblume » 28.09.2016, 11:55

Je nachdem wie man es nimmt ;) Wenn Kinder da sind keine Vollzeittätigkeit würde ich sagen und immer gucken dass man mit einem Bein in der Berufstätigkeit bleibt,damit man im Falle eines Falles unabhängig ist...ansonsten sage ich auch nochmals deutlich,dass man bei Immobilien im Ausland seine Finger raushalten sollte und der Mann,wenn es denn Liebe ist,einen da auch nicht mit reinzieht.Alles andere ist naiv.Allerdings würde ich deutschen Paaren das gleiche raten.Wer seine Frau liebt lässt sie nicht bürgen.

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Re: Licht und Schatten

Beitrag von Anaba » 28.09.2016, 12:09

Das mag stimmen.
Allerdings ist es fast unmöglich allein einen hohen Immobilienkredit zu bekommen.
Die Bank wird immer bestrebt sein, dass beide Eheleute unterschreiben.
Liebe Grüße
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Re: Licht und Schatten

Beitrag von Pusteblume » 17.11.2016, 14:50

Hallo zusammen.Also es gibt soweit erstmal nichts neues.Ausser dass mein Mann sich weitere Kinder wünscht und ich mir diesbezüglich momentan sehr unsicher bin.Ich stehe gerade sehr gut da im Beruf,unsere Tochter ist aus dem gröbsten raus...innerlich ist der Wunsch schon da und momentan läuft es ja auch ganz gut,aber ich habe irgendwie die Hosen gestrichen voll. Dass sich die Dinge wieder verschieben und ich damit vielleicht nicht klar komme.Man trägt ja als Frau das grössere Risiko.Und ich habe wirklich keine Lust auf ein Dasein als Alleinerziehende. Der liebe Cousin mischt übrigens momentan viel mit,ich könnte.euch Stories erzählen...da hab ich zu meinem Mann schon gesagt du hast doch schon ein zweites Kind :-DIst das eigentlich normal diese Hörigkeit auf ältere Männer in der Familie?!?

Thema Immobilie nochmal da habe ich ihm wie gesagt klipp und klar gesagt dass ich raus bin.Und seitdem redet er auch nicht mehr davon seit ca einem Jahr.Evtl irgendwann ein Mini Appartement am Strand was auch vermietet werden könnte.Aber erstmal in D weitersehen.Der Wunsch wird bei ihm bestehen bleiben und da er ja sein Geld verdient kann er das ja dann auch von mir aus machen.Im Herzen verstehe ich seinen Wunsch nur weiss ich ja noch nicht wie ich das in einigen Jahren sehe. So viel erstmals von mit :-)

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Re: Licht und Schatten

Beitrag von Pusteblume » 02.04.2018, 20:03

Hallo zusammen. Ich wollte euch auf den neuesten Stand bringen und erhoffe mir Rat von euch.

Wir sind getrennt. Schon länger. Auch räumlich und ich denke jetzt auch endgültig. Es war ein langer Prozess zu dem nicht zuletzt der liebe Cousin beigetragen hat. Um nicht zu sagen sein Zuzug hat unserer ohnehin eher fragilen Ehe den Rest gegeben.

Ich möchte dazu sagen dass ich nach wie vor davon ausgehe dass er nicht (nur) mit dem Ausblick auf eine AE mich geheiratet hat. Jedoch gewann ich mehr und mehr den Eindruck dass dieser Mensch mit dem ich viele Jahre verbracht habe gar keinen wirklich gefestigten Charakter hat und sich sehr leicht von anderen beeinflussen lässt. Ich bin dahinter gekommen dass der liebe Cousin seine mar. Ehefrau nach Herzenslust betrügt. Aussage meines Mannes als ich ihn darauf ansprach war schlichtes Negieren. Natürlich wirft es Fragen auf dass er viele Nächte mit eben diesem Cousin durchgezecht hat. Ob er was gemacht hat,kann ich nicht sagen,Beweise habe ich nicht finden können. Er hat sich einfach stark verändert, der wesentlich ältere Cousin hat plötzlich eine Art merkwürdigen Vaterersatz für ihn bedeutet. Dafür hat er uns,seine kleine Familie,mehr und mehr vernachlässigt. Und plötzlich erkannte ich meinen früher so lustigen und lebensfrohen Ehemann gar nicht mehr wieder. Aggressiv, manipulativ und fordernd war er plötzlich. Ich wurde auch sehr eifersüchtig und habe versucht ihn zu kontrollieren,was vielleicht auch der falsche Weg war und ein weiterer Mosaikstein für die Trennung war.Mit ihn war nicht mehr zu reden. Jeder Gesprächsansatz wurde im Keim erstickt,mit den Worten wenn ich nicht aufhöre springt er aus dem Fenster. Er konnte nicht mehr ruhig am Tisch sitzen egal was wir unternahmen er wirkte wie ein gehetztes,getriebenes Tier. Meine Fürsorge nahm er nicht wahr und forderte immer mehr von mir. In Geldangelegenheiten völlig krude Ansichten.Rastete wegen völliger Kleinigkeiten komplett aus,wollte aber gleichzeitig ein Haus kaufen und weitere Kinder bekommen. Evtl. im mich noch mehr zu binden. Auch hat ihn der Cousin gegen den Rest der Familie völlig aufgehetzt. Ich hörte plötzlich Aussagen bei denen mir die Ohren schlackerten.
Das wollte ich meiner Tochter und auch mir selbst nicht mehr zumuten. Ich merkte dass mir die Ehe keine Freude mehr machte. Nun ist er ausgezogen hat regelmäßig Kontakt mit Kind und somit auch zu mir. Zu mir ist er eiskalt. Keine Reue,kein gar nichts. Er sagte ich sei unglücklich gewesen und das habe er sich nicht mehr anschauen wollen. Keine Reflektion. Ich habe noch ein paar mal vorsichtig an ihn appeliert. Er sieht keinerlei Schuld bei sich.

Ich hänge in der Luft. Eigentlich liebe ich ihn noch aber eben das was er früher war und nicht das was er heute ist. Ich bin sicher auch keine einfache Persönlichkeit aber die letzten Jahre war ich eigentlich nur darauf bedacht es ihm recht zu machen damit er nicht ausrastet. Ich wünsche mir weitere Kinder aber wenn ich an einen anderen Mann denke fühlt es sich wie Betrug an. Obwohl ich glaube dass er sich inzwischen gut amüsiert. Auf den Cousin habe ich eine Mordswut, aber wohin damit? Seine Frau die nicht lesen und schreiben kann,wohin soll sie im fremden Land?
Danke fürs lesen,meine Lieben...

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Re: Licht und Schatten

Beitrag von Nilka » 03.04.2018, 07:56

Hallo Pusteblume,

es tut mir leid, dass auch deine Ehe nun zu Ende ist.
Es war sicher der Cousin, der als Beschleuniger der Entfremdung zwischen euch diente. Aber... ich bin mir ziemlich sicher, dass die Besinnung auf seine Wurzeln, Denk- und Verhaltensmuster mit der Zeit immer mehr sichtbar wären.

Positiv ist, dass du nichts in eine Immobilie in Marokko investiert hast und auch das, dass du nicht aufgehört hast zu arbeiten. Damit hält sich der finanzielle Schaden in Grenzen. Jetzt steht dir die Verarbeitung des emotionalen Schadens bevor. Alles Gute dabei für dich und dein Kind.
LG ♥ Nilka
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Re: Licht und Schatten

Beitrag von Pusteblume » 03.04.2018, 12:17

Danke für deine lieben Worte. Wir waren noch nicht beim Anwalt. Ich habe auf alles nur mögliche verzichtet um keine weiteren Reibereien,für die ich keine Kraft habe,aufkommen zu lassen. Er bezahlt Unterhalt fürs Kind und Ende. Aber ich möchte auch sonst nichts. Ich bin müde vom diskutieren. Mein Selbstwertgefühl ist ein Müllhaufen und das weiß er auch.

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Re: Licht und Schatten

Beitrag von Ariadne » 03.04.2018, 20:21

Pusteblume hat geschrieben:Hallo zusammen. Ich wollte euch auf den neuesten Stand bringen und erhoffe mir Rat von euch.

Wir sind getrennt. Schon länger. Auch räumlich und ich denke jetzt auch endgültig. Es war ein langer Prozess zu dem nicht zuletzt der liebe Cousin beigetragen hat.
...... Er hat sich einfach stark verändert, der wesentlich ältere Cousin hat plötzlich eine Art merkwürdigen Vaterersatz für ihn bedeutet. Dafür hat er uns,seine kleine Familie,mehr und mehr vernachlässigt. Und plötzlich erkannte ich meinen früher so lustigen und lebensfrohen Ehemann gar nicht mehr wieder. Aggressiv, manipulativ und fordernd war er plötzlich. .....
Mit ihn war nicht mehr zu reden. Jeder Gesprächsansatz wurde im Keim erstickt,mit den Worten wenn ich nicht aufhöre springt er aus dem Fenster........
Meine Fürsorge nahm er nicht wahr und forderte immer mehr von mir. In Geldangelegenheiten völlig krude Ansichten. Auch hat ihn der Cousin gegen den Rest der Familie völlig aufgehetzt. Ich hörte plötzlich Aussagen bei denen mir die Ohren schlackerten. ........
Er sieht keinerlei Schuld bei sich.
Das schrieb ich dir 2016:
....aber den Eindruck hatte ich, dass seinen engen Kontakt zur Familie und den Freunden hat sich intensiviert, seitdem die Cousin-Familie da ist. Und das meinte ich mit dem Einfluss. Stell dir mal vor, jemand trichtert dir jeden Tag und stundenlang etwas ins Ohr. Zum Schluss glaubst du selber dran, als wären deine eigenen Gedanken. Ich kenne diese Haltung von meinem Ex, jeder Besuch bei seiner Familie hat eine andere Verhaltensweise hervorrufen können. Sowas spürt eine Frau“

Das ist sicher mit deinem Mann passiert, aber es ist keine Entschuldigung für ihn.

Es tut mir leid für dich, es ist ein schmerzhafter Prozess, aber viele orientalische Männer lassen sich von den anderen Menschen und besonders von der Familie beeinflussen. Lass dir Zeit, verarbeite erst die Trennung und lass dir keine Schuld einreden. Das kenne ich noch von Tunesien. Alle sind an allem schuld, nur sie selber haben eine weiße Weste. Da sind die Meister drin. Eine Schuld können sich nicht eingestehen und sich entschuldigen auch nicht. Es ist zu viel verlangt. Ich habe auch etliche Situationen dieser Art erlebt.

Es ist gut, dass du deinen Job hast, versuche nach vorne zu schauen und nicht zurück. Ich wünsche dir viel Glück!
LG Ariadne
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Re: Licht und Schatten

Beitrag von Pusteblume » 04.04.2018, 09:08

Liebe Ariadne, du hast völlig recht. Es ist ja so dass man wenn man sich auf die Makroebene begibt viel mehr mitbekommt als wenn man drinsteckt in der Situation. Schon jetzt habe ich viele Aha-Erlebnisse,Dinge die mir vorher gar nicht so bewusst waren. Es ist ein langer,schmerzhafter Prozess der ja auch noch andauert. Man liebt einen Menschen aber man weiß auch dass es so nicht weitergehen kann. Durch sein Verhalten hat er jetzt auch mehrfach bewiesen dass er es nicht wert ist. Ich habe mich stark verändert weil ich dachte dass dann alles gut wird. Leider wurde es immer schlechter.

Aber ich als sehr reflektierter Mensch frag mich immer wieder ob man sich tatsächlich so sehr selbst belügen kann,oder ob die sich im tiefsten inneren doch irgendeiner Schuld bewusst sind? Wird er merken dass er den falschen Weg gegangen ist?

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Re: Licht und Schatten

Beitrag von Ariadne » 04.04.2018, 09:44

Liebe Pusteblume,
merken wird er es bestimmt, aber sich zugestehen oder sogar zugeben wird er es nicht, sein Stolz und seine Erziehung lassen solche Geständnisse nicht zu, die sind da stärker als eine deutsche Frau, ein deutsches Kind....
Sonst wäre er eine besonders positive Ausnahme!

Dir alles Gute
Ariadne
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Re: Licht und Schatten

Beitrag von gadi » 04.04.2018, 10:04

Liebe Pusteblume,

ich denke auch: merken wird er so manches sicher. Es sich selbst zugestehen manchmal :wink: .
Aber auch dieses "sich selbst Zugestehen" ist veränderlich und wird beeinflusst durch Kultur/Erziehung (ist immer da, auch wenn sie manchmal zurücktreten) und zusätzlich Beeinflussung durch die Familie/durch Freunde (die wiederum aus dieser Kultur stammen/diese Erziehung haben).
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من عاشر قوما اربعین یوما یا صار منھمیا رحل عنھم - Wer 40 Tage bei einem Volke weilt, wird einer von ihnen oder wandert weiter.

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Re: Licht und Schatten

Beitrag von Pusteblume » 04.04.2018, 11:12

Ums Kind kümmert er sich ziemlich gut und klammert sehr. Was er später ihr erzählen wird weiß ich auch nicht. Oder es jetzt schon tut. Denn für ihn bin ich ja böse und psychisch krank. Wenn wir sprechen sagt er immer wir beide hätten die Trennung beschlossen das stimmt ja so nicht,ich habe den Prozess nur nicht wie sonst üblich aufgehalten. Ich habe es einfach passieren lassen. Er hätte jederzeit die Möglichkeit gehabt von sich aus nochmal das Ruder rumzureißen. Aber er wollte nicht. Ich komme mit diesem Schuldzuweisen überhaupt nicht zurecht. Ich glaube ich bin in eine Depression verfallen. Mir macht nichts mehr Freude. Ich habe Angst dass meine Tochter irgendwann bei ihm leben will wenn er sich so verstellt ich weine viel und bin manchmal antriebslos. Natürlich muss ich die Strenge sein denn hier spielt sich der Alltag ab mit allen Rechten und Pflichten. Er gibt den Spaß-Papa.

Ich kann diesen Menschen überhaupt nicht mehr verstehen. Alle Reaktionen die man so erwarten würde nach einer so langen Ehe bleiben bei ihm völlig aus.

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