Heirat einer Landsmännin - immer?

Austausch über gemachte Bezness-Erfahrungen in diesem Land

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Miss Orient
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Re: Heirat einer Landsmännin - immer?

Beitrag von Miss Orient » 04.03.2010, 14:45

Liebe Mriva,

scheint wohl so zu sein. Aber nicht alle Eltern sind gegen eine Deutsche, kenne auch Eltern
denen eine deutsche lieber wäre. Meistens Eltern, die die Erfahrung mit einer deutschen
und mit eine marokkanischen Schwiegertochter gemacht haben.
Die deutsche Schwiegertochter gibt sich von Anfang an wie sie ist und verstellt sich nicht.
Die marokkanische (vor allem Import-Marokkanerin) schleimt solange bis sie die sichere
Stellung in der Familie erreicht hat und dann das wahre Gesicht zeigt. Oft wird der Umgang
mit den Eltern verboten und der Krach mit den Geschwistern des Ehemannes ist meistens
vorprogrammiert.

Zu dem Herren, der momentan auf Brautschau ist haben noch folgende Dinge in der Ehe
mit der Deutschen gestört/gefehlt:
- alleine fasten im Ramadan
- marokkanische Küche
- die Schwiegereltern
- die Religion der Ehefrau
- die nichtislamische Erziehung des gemeinsamen Kindes
- an islamischen Festen allein ohne Familie feiern
- vor allem Gespräche über Religion, Tradion etc.

was ich in der letzten Zeit häufig festgestellt habe, dass diese Herren dann meistens eine
Marokkanerin suchen, die gebildet ist und hier geboren oder aufgewachsen ist.
Ich habe in maorkkanische Foren soviele Beznezz kennengelernt, die auf Brautschau waren,
da sie sich nach Erhalt der AE von der Deutschen scheiden lassen haben und prallen mit der
deuschen Staatsangehörigkeit, die sie Dank der deutschen Ehefrau erwerben konnten.
Sie sehen sich als Sieger und nun kann ihnen keine Frau widerstehen, da sie eine "angesehene"
Stellung in der marokkanischen Gesellschaft geniesen. Traumschwiegersöhne aller marokka-
nischen Eltern sind.

Einfach widerlich und das auf Kosten der Gefühle einer anderen.

Edda
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Re: Heirat einer Landsmännin - immer?

Beitrag von Edda » 04.03.2010, 16:24

Hallo, Miss Orient!

Ja, ich finde das auch ziemlich traurig. Andererseits ist es vielleicht auch einfach typisch Mann, die eigene Frau nach Jahrzehnten gegen ein jüngeres Exemplar einzutauschen. Und da passt es einigen vielleicht ganz gut in den Kram, dass sie das nicht offen zugeben müssen, sondern mit "Tradition", "Religion" oder was auch immer zu begründen. Das klingt dann schon gleich nicht mehr so notgeil :wink:

lg Edda

xeniah
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Re: Heirat einer Landsmännin - immer?

Beitrag von xeniah » 15.03.2010, 17:06

Ich dachte gerade das selbe wie Edda.

Männer aus einem islamischen Kulturkreis sind doch am Ende Männer. In unserem, westlichen Kulturkreis gilt ja das Ideal der Liebesheirat bis zum Tod. Der Mann kann natürlich die Frau gegen eine jüngere eintauschen - aber nicht zwingend mit dem vollen Einverständnis seines Umfeldes.

Da hat es doch der islamische Mann viel besser. Er wird in Ruhe 50...baut sich etwas auf, hat ein paar Taler auf der hohen Kante und ein schönes Familienleben. Dann wenn auch die Ehefrau ergraut, tauscht man sie zur Freude der Familie aus gegen eine ...na, 20 jährige hübsche Araberin. Hat nochmal eine Familie, und diesmal altergerecht, wird man von der Frau in Ruhe gelassen und ist nicht bei Haushalt und Kindererziehung gefordert. Man kann also ganz locker den Seniorenvater geben - und alle im Umfeld finden es toll.

Aljazira
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Re: Heirat einer Landsmännin - immer?

Beitrag von Aljazira » 02.05.2010, 19:37

Weiß jemand wie es Rotkäppchen geht bzw. weiterhin ergangen ist?
Ich hoffe sie hat den Absprung geschafft...

LG T*
Wenn man etwas will, gibt es immer einen Weg.
Wenn man etwas nicht will, immer einen Grund.

Haram
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Re: Heirat einer Landsmännin - immer?

Beitrag von Haram » 16.05.2010, 16:06

"ich liebe dich doch du schl...." sagt er beispeilsweise im streitgespräch vor meinem vater.

Hätte er das vor meinen Augen gesagt, hätte er von mir eine geschossen bekommen, dass er sich 3x überschlagen hätte.
So schnell hätte er garnicht kucken können.

Gruss haram
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Chika

Re: Heirat einer Landsmännin - immer?

Beitrag von Chika » 17.05.2010, 07:13

Katzenschmaus hat geschrieben:meine schwester wurde von einem türken, der die deutsche staatsbürgerschaft schon hatte geheiratet, nach 7 jahren beziehung. was hat es ihr gebracht? prügel, demütigungen und viele streitigkeiten um die erziehung des kindes.

"ich liebe dich doch du schl...." sagt er beispeilsweise im streitgespräch vor meinem vater. würde sie es nur wagen ihn vor anderen als unfähig zu bezeichnen würde er vollkommen ausrasten.

Was für ein A"+£££$$$- !!!!!


:evil:

littleredridinghood
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Re: Heirat einer Landsmännin - immer?

Beitrag von littleredridinghood » 14.11.2023, 21:30

Nach all den Jahren hat er sich vor Kurzem wieder bei mir gemeldet.

Bellati
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Re: Heirat einer Landsmännin - immer?

Beitrag von Bellati » 14.11.2023, 22:27

Hallo,

das Problem ist, dass die Landsmännin grundsätzlich als wertvoller erachtet wird und immer wieder auf die Religion verwiesen wird. Nur sie kann die Kinder standesgemäß aufziehen. Er muss schon eine sehr starke Persönlichkeit haben, um das nicht irgendwann auch als plausibel zu erachten.

Lg

Anissa
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Re: Heirat einer Landsmännin - immer?

Beitrag von Anissa » 14.11.2023, 23:05

Liebe Little!
Pass gut auf dich auf, dass du nicht weitere Jahre mit diesem Typen in einer unwürdigen Position vertust.

Anaba
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Re: Heirat einer Landsmännin - immer?

Beitrag von Anaba » 16.11.2023, 09:41

littleredridinghood hat geschrieben:
14.11.2023, 21:30
Nach all den Jahren hat er sich vor Kurzem wieder bei mir gemeldet.
Guten Morgen L.,

dann kann ich nur hoffen, dass du inzwischen endgültig von diesem Mann fertig bist?

Dir alles Gute
Liebe Grüße
Anaba

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Am Ende wird sich alles fügen und was jetzt am Boden liegt, wird schließlich lächelnd fliegen...“

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Bini
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Re: Heirat einer Landsmännin - immer?

Beitrag von Bini » 13.12.2023, 14:27

Ich war früher mal mit einem Mann aus Algerien befreundet. Der kam in den 80 er Jahren über ein Stipendium nach Deutschland und ist Doktorand an der Uni. Er war sehr weltoffen, hatte hier seine Freundinnen und sagte immer, dass die ihn in Algerien unbedingt verheiraten wollen. Mit einer Jungfrau natürlich. Immer wenn er dahin fuhr, bekam er Fotos vorgelegt. Er lehnte immer ab. Als ich ihn vor ca. 15 Jahren (da war er dann Ende vierzig), das letzte Mal gesprochen habe, sagte er mir, dass er nun doch überlegen würde, eine Jungfrau aus Algerien zu heiraten und nach Deutschland zu holen. Ich war total schockiert, weil er so was bisher immer strikt abgelehnt hatte. Ich hatte Gott sei Dank keine Liebesbeziehung zu ihm. Nur Freundschaft. Seine wechselnden festen Freundinnen hier hatten es nicht leicht mit ihm. Ein sehr, sehr attraktiver Mann, der von Bezness weit entfernt war, weil er selbst genug verdient. Wie er jetzt lebt, weiß ich nicht, da er die Stadt gewechselt hat und wir keinen Kontakt mehr haben.

chavah
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Re: Heirat einer Landsmännin - immer?

Beitrag von chavah » 21.12.2023, 09:29

Bini, volle Zustimmung. Es wird so häufig verkannt, dass man sich nicht nur mit einem Menschen zusammen tut, den man liebt, sondern mit einem Menschen, der ein Vorleben hat, welches geprägt ist von seiner Kultur. Und diese Kultur ist mit der eigenen in Einklang zu bringen, d.h. man muss sie akzeptieren können. Und das hat nichts mit "böse, rückständig" gegen "gut" zu tun. Ich sehe es auch immer wieder in westlich geprägten Ehen, zur Zeit ist eine deutsch/deutsche Ehe in meinem Umfeld am scheitern, einfach weil ein Ehepartner sehr streng katholisch ist, der andere sehr stark evangelisch geprägt. Und wenn wir das schon bei diesen doch recht ähnlichen Lebensumständen in der Erziehung haben - wie viel problematischer ist es dann, wenn völlig unterschiedliche Kulturen aufeinander prallen?

Ich denke, dieser Aspekt wird viel zu viel vernachlässigt oder unterschätzt. Sowohl von den Betroffenen als auch vom Umfeld.

Chavah

karima66
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Re: Heirat einer Landsmännin - immer?

Beitrag von karima66 » 21.12.2023, 10:39

Ganz wichtiger Aspekt, genau das versteht man meist aber erst wenn man älter ist, hab auch lange gebraucht....sollte man einrahmen.

chavah
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Re: Heirat einer Landsmännin - immer?

Beitrag von chavah » 21.12.2023, 18:11

Tja, wahrscheinlich wird dieser Aspekt viel zu wenig berücksichtigt. Ich empfehle immer, ausnahmslos immer, sich nicht nur intensiv mit der anderen Kultur zu befassen, sondern nach Möglichkeit eine Zeit lang im Land des möglichen Partners zu leben, ehe die endgültige Entscheidung getroffen wird. Und es bringt gar nichts, irgend eine Religion zu verteufeln. Die Religionen sind nicht per se böse oder gut. Böse oder gut ist das, was die Menschen draus machen. Und die Religionen prägen nun mal ganz stark unsere Kultur (weltweit), und die streifen wir nicht ab, wenn wir erwachsen werden. Wir tragen diese Belastung/Prägung ein ganzes Leben mit uns herum; jeder von uns, die Frage ist nur, wie wir damit umgehen; ob wir das "gesellschaftskonform" können oder das nicht schaffen.

Einige Beispiele: Gewalttätig werden eher Menschen, die schon in ihrer Kindheit/Jugendzeit Gewalt in der Familie erlebt haben. Der Junge, der es als normal miterlebt hat, wie der Vater seine Mutter verprügelt, wird später eher dazu neigen, seine Frau zu verprügeln als ein Junge, der das nicht erlebt hat. Oder: ich habe in einer christlichen Gemeinde in Canada miterlebt, wie während der kirchlichen Trauung zu Beginn der Zeremonie sich die glückliche Braut vor die Gemeinde stellen musste, der Pfarrer einen Arm der Braut hoch riss und brüllte (ich kam mir vor wie auf einer Viehkaution): "Wer will dieses Mädchen zur Frau? Sie ist Jungfrau, gut gewachsen, gesund, kann viel arbeiten und mit Tieren umgehen." Wie diese Ehen aussehen bzw. aussahen, welche Werte an die Kinder weiter gegeben werden, das ist ja wohl klar.

Aus diesem Grund überlagern sich ja häufig auch diese Kulturunterschiede mit echten Beznessproblemen. Das macht alles so schwierig. Als Konsequenz davon rate ich immer, wirklich immer, sich mit der anderen Kultur zu befassen, und zwar intensiv; nach Möglichkeit eine Zeit in dem Land des möglichen Partners zu leben - jedenfalls viel, viel Zeit dort verbringen, ehe die endgültige Entscheidung fällt. Und, alle Alarmglocken sollten schellen, wenn auf der Zeitschiene in irgend einer Form gedrängt wird. Dann spricht sehr, sehr viel dafür, dass andere Gründe für die Verbindung da sind, nicht nur die ganz große Liebe.

Chavah

Tajo
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Re: Heirat einer Landsmännin - immer?

Beitrag von Tajo » 22.12.2023, 14:16

Chavah da stimme ich dir voll und ganz zu und nicht nur das man sollte sich auch über die Religion ( sofern nicht die gleiche ) sich gut informieren. Nichts überstürzen. Familie ( wenn möglich)und Freunde kennen lernen, usw. Man sollte sich immer bewusst sein das der Partner aus einer komplett anderen Kultur kommt.

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