Bin ich naiv?

Austausch über gemachte Bezness-Erfahrungen in diesem Land

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Martinak
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Re: Bin ich naiv?

Beitrag von Martinak » 24.08.2018, 08:21

Hallo Liat,
bitte nimm es mir nicht übel, aber habt ihr Verhütet?

Liat
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Re: Bin ich naiv?

Beitrag von Liat » 24.08.2018, 12:43

Hallo Martinak,

ja haben wir, wieso fragst du?

Martinak
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Re: Bin ich naiv?

Beitrag von Martinak » 27.08.2018, 08:20

Liat hat geschrieben:Hallo Martinak,

ja haben wir, wieso fragst du?

Naja nicht, dass Du Dir eine Krankheit oder Schwangerschaft einfängst. Eine Schwangerschaft wäre perfekt für ihn.

Liat
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Re: Bin ich naiv?

Beitrag von Liat » 27.08.2018, 11:31

Hey ihr Lieben,

ich merke immer mehr, dass ich mit diesem Mann nicht zusammen sein will.
Vor einigen Tagen habe ich versucht ihm das klar zu machen, seine Sachen "gepackt" und ihn aufgefordert zu gehen.
Was soll ich sagen, ich habe ihn nicht aus meinem Zimmer bekommen. Er sagt: " wenn du mich los werden willst, musst du mich schon töten!"
Ich glaube, ich habe ein Problem. :shock:

Martinak
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Re: Bin ich naiv?

Beitrag von Martinak » 27.08.2018, 11:41

Ohje, das liest sich extrem, wohnt er im gleichen Wohnheim?

Gerade gelesen er wohnt auch dort, dann spricht trotzdem mit der Heimleitung und sprich ihm ein Hausverbot für Dein Zimmer aus, evtl. kann ja auch die Heimleitung helfen, dass er den bereich in dem Du Dein Zimmer hast nichtmehr betreten darf oder etwas ähnliches.

Wenn nein bitte doch die Heimleitung ein Hausverbot auszusprechen und informiere bitte unbedingt auch die Polizei.

Efendi II
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Re: Bin ich naiv?

Beitrag von Efendi II » 27.08.2018, 12:16

Martinak hat geschrieben: Wenn nein bitte doch die Heimleitung ein Hausverbot auszusprechen und informiere bitte unbedingt auch die Polizei.
Die Polizei kommt erst dann, wenn es meistens schon zu spät ist.
Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Immanuel Kant)

Ponyhof
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Re: Bin ich naiv?

Beitrag von Ponyhof » 27.08.2018, 12:57

Studierst Du an der Uni?

Wenn ja, gibt es in jeder grösseren Uni so eine Gleichstellungsbeauftragtenstelle, wo man sich hinwenden kann. Und das solltest Du UNBEDINGT tun. Die sind dort nicht nur für Gleichstellungsfragen, sondern für alles ums Thema "sexuelle Belästigung" zuständig, bzw. können Dich an die entsprechenden Mitarbeiter weiterverweisen. Sie sind auch zur Geheimhaltung verpflichtet, insofern brauchst Du keine Angst zu haben, dass deine "Geschichte" in der Uni allzu sehr breitgetreten wird. Wenn es sich um ein Studentenwohnheim der Uni/des Studentenwerks handelt, so hat die Uni da Hausrecht und kann gegen ihn durchgreifen.

Allerdings klingt das so, als sei der Typ wirklich gefährlich. Du solltest daher unbedingt auch die Polizei informieren. Desweiteren solltest Du Deine Freunde ins Vertrauen ziehen, damit Ihr mit Notrufnummern oder auch "WhatsApp-Codes" arbeiten könnt. Damit meine ich, dass eine an sich "unverfängliche" WhatsApp-Nachricht oder Telefonanruf als Notruf dienen kann. Beispielsweise könntet Ihr absprechen, dass die Nachricht "mein Fahrrad hat einen Platten" oder sowas als Hilferuf dient.

Auch solltest Du versuchen, in nächster Zeit selten allein unterwegs zu sein, damit er dich nicht allein abpassen kann.

Bitte sprich mit der Polizei und den entsprechenden Beratungsstellen an der Uni, die haben sicher noch eine Menge Tips für Vorsichtsmassnahmen auf Lager.

Martinak
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Re: Bin ich naiv?

Beitrag von Martinak » 27.08.2018, 13:04

Efendi II hat geschrieben:
Martinak hat geschrieben: Wenn nein bitte doch die Heimleitung ein Hausverbot auszusprechen und informiere bitte unbedingt auch die Polizei.
Die Polizei kommt erst dann, wenn es meistens schon zu spät ist.
Die Polizei reagiert und berät aber auch bereits wenn man sich dorthin wendet, das hatten wir erst daletzt bei einer Mieterin die gestalkt wurde, sie hatte nur ein komisches Bauchgefühl und die Polizei war sehr hilfsbereit und hat sehr gute Tipps gegeben.

Efendi II
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Re: Bin ich naiv?

Beitrag von Efendi II » 27.08.2018, 13:11

Wer sich mit solchen Typen einlässt, sollte sich nicht wundern, wenn es einen bösen, zuweilen sogar zu einem tödlichen Ende führt. Inzwischen gibt es doch hinreichend Beispiele, um sich
darüber im Klaren zu sein. Wer das immer noch nicht wahrhaben will, dem ist auch nicht mehr zu helfen.
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leva
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Re: Bin ich naiv?

Beitrag von leva » 27.08.2018, 14:34

Ich wies schon 2x auf das Moegliche hin,jetzt ist es da.

Ich wuerde da sofort ausziehen,sonst gibts ggf ein neues Opfer!!!!SOFORT AUSZIEHEN...das eigene Leben retten…!!!

karima66
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Re: Bin ich naiv?

Beitrag von karima66 » 27.08.2018, 14:55

Ich würde nicht ausziehen denn damit ist sie doch nicht sicherer, er kann sie auch draußen belästigen.
Wie schon geschrieben wurde würde ich mich an die Gremien der Uni und die Polizei wenden.
In so einem Wohnheim hat man doch viel mehr Ansprechpartner als in einer andern Unterkunft.
Öffentlich machen ist das Wichtigste.
Aber selbst wenn solche Drohungen im Raum stehen ist es manchmal auch der typischen, überzogenen Dramatik geschuldet die in diesen Ländern gerne angewendet werden.
Ich will das nicht verharmlosen und es passiert ja genug, aber ich hätte auch schon Einige auf dem Gewissen wenn mich das beeindruckt hätte und Theorie Praxis geworden wäre.
Er hat ja nicht gedroht sie umzubringen deshalb nicht mehr alleine treffen und als Belästigung oder Stalking melden.

leva
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Re: Bin ich naiv?

Beitrag von leva » 27.08.2018, 15:03

Sie sagte,sie haette ihn nicht aus ihrem Zimmer bekommen.Das reicht doch langsam…

Ich wurde packen u woanders erstmal unterkommen,alles andere kann sie mit der Uni u Polizei ja trotzdem in die Wege leiten.

Efendi II
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Re: Bin ich naiv?

Beitrag von Efendi II » 27.08.2018, 15:22

karima66 hat geschrieben:Aber selbst wenn solche Drohungen im Raum stehen ist es manchmal auch der typischen, überzogenen Dramatik geschuldet die in diesen Ländern gerne angewendet werden.
Ich will das nicht verharmlosen und es passiert ja genug, aber ich hätte auch schon Einige auf dem Gewissen wenn mich das beeindruckt hätte und Theorie Praxis geworden wäre.
Er hat ja nicht gedroht sie umzubringen deshalb nicht mehr alleine treffen und als Belästigung oder Stalking melden.
Wer kann das schon absehen, zu welchen Ende das führt? Sicher bleibt es oftmals bei verbalen Auseinandersetzungen, aber zuweilen endet es auch tödlich. Wer vermag die Folgen schon einzuschätzen?
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nessaja
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Re: Bin ich naiv?

Beitrag von nessaja » 27.08.2018, 15:28

Efendi II hat geschrieben:
Ariadne hat geschrieben:Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Beziehung mit einem Muslimen konfliktfrei verläuft. Die arabischen Männer nähern sich im Lauf der Zeit besonders um die 30 immer mehr der Religion und den Vorschriften des Korans.
Dazu genügt doch ein Blick in die islamischen Länder. Benenne doch mal ein muslimisches Land wo es überhaupt noch nennenswerte Minderheiten von Andersgläubigen gibt? Wenn man die Anhänger anderer Glaubensrichtungen erfolgreich vertrieben oder umgebracht hat, fallen dann die muslimischen Anhänger der unterschiedlichen Islamvarianten gegenseitig über sich her. Es ist mir kein Land bekannt, wo die Mohammedaner friedlich mit anderen zusammen leben. Trotzdem wird man nicht müde zu behaupten: "Islam bedeutet Frieden!"
Lieber Efendi,

in Malaysia (Staatsreligion Islam) kannst Du das hautnah erleben. Und es funktioniert. Wir waren Ende Januar/Anfang Februar z.B. bei bei einem grossen hinduistischen Fest in Georgetown auf Penang. Dort haben nicht nur Hindus gefeiert, nee Muslime, Christen, Juden usw. alles war vertreten und es gab keinerlei Problem. Desgleichen auch in Kuala Lumpur, Silvester. Da wird zusammen gefeiert, ohne Frage woher und was bist Du. Und nicht nur das Feiern miteinander klappt, auch das tägliche Zusammenleben.

Wir haben während unser langen Aufenthalte in den letzten Jahren mit vielen Einheimischen verschiedener Glaubensrichtungen Kontakt gehabt, natürlich gibt es auch Unstimmigkeiten wie überall, aber im grossen und ganzen waren alle zufrieden.

Wir freuen uns schon riesig im nächsten Jahr wieder mindesten 3 Monate dort zu sein.

LG
Christel
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Efendi II
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Re: Bin ich naiv?

Beitrag von Efendi II » 27.08.2018, 19:27

nessaja hat geschrieben: in Malaysia (Staatsreligion Islam) kannst Du das hautnah erleben. Und es funktioniert. Wir waren Ende Januar/Anfang Februar z.B. bei bei einem grossen hinduistischen Fest in Georgetown auf Penang. Dort haben nicht nur Hindus gefeiert, nee Muslime, Christen, Juden usw. alles war vertreten und es gab keinerlei Problem.
Es lag mir auf der Zunge dieses Land zu erwähnen. Da ich schon verschiedentlich auf Penang gewesen bin, gewinnt man tatsächlich den Eindruck, das dort Liebe, Freude und Eintracht herrscht. Allerdings ist das nicht überall im Lande so der Fall und wahrscheinlich nur der rigorosen Staatsführung geschuldet, dass es dort eher selten zu Übergriffen gegen Nichtmuslime gekommen ist. Schließlich sind die geschäftstüchtigen Chinesen das Rückgrat der dortigen Wirtschaft und bilden die auch die Mehrheit im Lande. Seitens militanter Muslime hat es schon verschiedentlich Übergriffe gegen die (ungläubigen) Chinesen gegeben. Es ist in der Realität einfach nicht so, wie es sich dem relativ unbedarften Touristen darbietet. Nach einem Regierungswechsel könnte es da auch ganz schnell anders aussehen.
Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Immanuel Kant)

nessaja
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Re: Bin ich naiv?

Beitrag von nessaja » 29.08.2018, 15:19

Hallo Efendi,

Penang ist eine Urlauberinsel, dass es da natürlich noch etwas besser läuft ist klar. Penang alleine ist sicher kein Maßstab, aber ein Zeichen, dass es funktionieren kann.

Wir sind mehrere Monate quer durch Malaysia gefahren, durch viele Gegenden, wo es kaum Touristen, wenn man von den Backpackern absieht, gibt. Natürlich sind die Chinesen, was die Wirtschaft angeht, führend und dass es Übergriffe gegen Nichtmuslime gibt, streite ich auch nicht ab. Aber wenn man sich im Land umsieht, und mit den Menschen spricht, relativiert sich einiges.

Im Übrigen sind wir keine unbedarften Touristen, wir beschäftigen uns intensiv mit den Ländern in die wir reisen.

Wir waren jetzt innerhalb der letzten 2,5 Jahre 7 Monate in Malaysia und ich denke, da kann man schon tiefere Einblicke gewinnen.

In diesem Sinne
LG
nessaja
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Re: Bin ich naiv?

Beitrag von gadi » 30.08.2018, 09:24

nessaja hat geschrieben:Hallo Efendi,

Penang ist eine Urlauberinsel, dass es da natürlich noch etwas besser läuft ist klar. Penang alleine ist sicher kein Maßstab, aber ein Zeichen, dass es funktionieren kann.

Wir sind mehrere Monate quer durch Malaysia gefahren, durch viele Gegenden, wo es kaum Touristen, wenn man von den Backpackern absieht, gibt. Natürlich sind die Chinesen, was die Wirtschaft angeht, führend und dass es Übergriffe gegen Nichtmuslime gibt, streite ich auch nicht ab. Aber wenn man sich im Land umsieht, und mit den Menschen spricht, relativiert sich einiges.

Im Übrigen sind wir keine unbedarften Touristen, wir beschäftigen uns intensiv mit den Ländern in die wir reisen.

Wir waren jetzt innerhalb der letzten 2,5 Jahre 7 Monate in Malaysia und ich denke, da kann man schon tiefere Einblicke gewinnen.

In diesem Sinne
LG
nessaja
Liebe nessaja,

ich sehe es so: "Ausnahmen bestätigen die Regel". Es gibt immer wieder Zeiträume oder kleinere Gebiete wo es, wie gesagt eine Zeit lang oder territorial beschränkt, funktionieren kann. Aber in der überwiegenden Mehrheit der betroffenen Staaten und vor allem in weiteren Zeiträumen: leider nein.

In Ägypten erzählen dir auch alle "wir sind alle Ägypter, egal ob Moslem oder Christ". Aber wenn du für einen Zeit wirklich in den Familien lebst, gehen dir die Augen auf.
Häufige Spannungen zwischen Religionen
Immer wieder kommt es zu Spannungen zwischen den Religionen in Malaysia. Vor einem Jahr scheiterten Kirchenvertreter nach einem jahrelangen Rechtsstreit mit einer Klage gegen das Verbot des Wortes "Allah" für Christen. Die Kirchen argumentieren, in der Landessprache Bahasa Malaysia stehe der Begriff für "Gott". Die Richter vertraten die Meinung, dass Muslime durch den Gebrauch des Wortes "Allah" durch Christen verwirrt werden könnten und diese Praxis die "nationale Sicherheit" in Gefahr bringe.
https://www.domradio.de/themen/interrel ... t-malaysia
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Ponyhof
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Re: Bin ich naiv?

Beitrag von Ponyhof » 30.08.2018, 09:43

Gut. Gibt es eben EIN Land, in dem es -einigermassen- funktioniert. In den anderen 50+ Ländern funktioniert es nicht. Medial würde sowas als "Einzelfall" gelten. :mrgreen:

Und in Westeuropa -das wäre für mich der Maßstab- funktioniert es bisher offensichtlich auch nicht wirklich. Zumindest sind die Gefängnisse überproportional mit Muslimen belegt, und was in den Moscheen gepredigt wird, ist auch nicht immer Liebe und Heiterkeit. Da wird an kleinen Jungs herumgeschnippelt und Tiere ohne Betäubung brutal abgeschlachtet und Gummibärchen im Kindergarten verboten. Auch im Judentum gibt es ähnliche Vorschriften- diese wurden aber nicht mit einer solchen Penetranz eingefordert. Hier dürfen Muslime Deutsche ungestraft als "Köterrasse" bezeichnen, und zu Tausenden marschieren und antisemitische Parolen skandieren. Es patroullierte auch schon die Schariapolizei, ungestraft natürlich. Das ist nicht das, was ich unter einem "friedlichen Zusammenleben" verstehe. Ich will mir nämlich nicht vorschreiben lassen, wie ich zu leben habe. Und Halal-Fleisch wird einem schon in jedem Supermarkt unbemerkt untergejubelt- auch das will ich nicht. Vielen Leute -Döneressern- ist das egal, mir nicht.

Dieses -halbwegs!- friedliche Zusammenleben funktioniert genau so lange, wie die Staatsmacht so restriktiv ist, dass diese Extremgruppen (aber leider eben auch der "Normalbürger") unter Kontrolle gehalten werden. Malaysia/China ist nun nicht gerade für einen demokratisch-freiheitlichen Umgang mit seinen Bürgern bekannt, und solange es Gaddafi, Assad und Konsorten gab, gab es auch in diesen Ländern -relativen!- Frieden und die Möglichkeit, dass andere Glaubensrichtungen neben dem Islam existieren konnten. Im ehemaligen Jugoslawien und UDSSR war es nicht anders. Jetzt sieht das allerdings anders aus. Die Rohingya-Problematik wird in unseren Medien ja immer sehr einseitig dargestellt, jedenfalls gingen von dieser "armen, verfolgten Seite" auch das übliche muslimische Gefordere und Angriffe aus, die sich die Einwohner Burmas -die tatsächlich aus vielen Völkern bestehen- nicht haben bieten lassen wollen. Und klar, Urlaubsparadiese....die Malediven sind auch ganz wunderbar für Touristen.

Also: Gibt es eine "Diktatur" (bzw. ein restriktives Regime), die "den Deckel drauf hält", kann es funktionieren. Ansonsten gibt es überall Probleme, sobald der prozentuale Anteil der Muslime an der Bevölkerung ein bestimmtes Mass übersteigt. Und das ist nicht in der Kultur begründet, denn es ist/war in der europäischen Kultur, in Nordafrika, in Zentralafrika, im Nahen Osten und im fernen Osten überall ähnlich. Egal ob Christen oder Buddhisten, ob West, ob Ost.

Nein, nicht jeder Muslim ist ein Terrorist. Aber fast jeder Terrorist ist ein Muslim. Und wenn es Reformbestrebungen und friedliche Strömungen innerhalb des Islams gibt (Aleviten, weibliche Imame) werden diese von denen, die "den wahren Islam" predigen, als "Abtrünnige", "Ungläubige" beschimpft und entsprechend bekämpft. Und wenn es hier in Deutschland auch nur 10.000 wären, die zu allem bereit sind, so wären dies vielleicht auch nur 0.5%-1% aller hier lebenden Muslime. Aber es reicht eben eine Handvoll Idioten, um grosse Terroranschläge zu begehen.

karima66
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Re: Bin ich naiv?

Beitrag von karima66 » 30.08.2018, 11:38

Kann ich alles unterschreiben, es müssen keine Terroranschläge sein, kleine, viele Messerattacken tun es auch.
Es könnte auch außerhalb von Diktaturen funktionieren wenn man Demokratie nicht mit Weichspülerei und Gutmenschentum definiert, sondern Gesetze einhält, Regeln und Grenzen setzt und es Konsequenzen gibt bei Nichteinhaltung.
Wenn wir hinter unseren Werten stehen würden und diese auch von der Politik verteidigt würden wäre es zumindest vorstellbar, dass es besser funktioniert......

NGal
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Re: Bin ich naiv?

Beitrag von NGal » 30.08.2018, 12:14

karima66 hat geschrieben:Kann ich alles unterschreiben, es müssen keine Terroranschläge sein, kleine, viele Messerattacken tun es auch.
Es könnte auch außerhalb von Diktaturen funktionieren wenn man Demokratie nicht mit Weichspülerei und Gutmenschentum definiert, sondern Gesetze einhält, Regeln und Grenzen setzt und es Konsequenzen gibt bei Nichteinhaltung.
Wenn wir hinter unseren Werten stehen würden und diese auch von der Politik verteidigt würden wäre es zumindest vorstellbar, dass es besser funktioniert......
Woher kann man aber Politiker finden, die für diese Werte stehen? In meinem Land, sind es leider sehr wenige, und diese werden ständig von den Medien als Rechtspopulisten genannt..

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