Die zweite Nadel im Heuhaufen oder doch nur ein Beznesser?

Austausch über gemachte Bezness-Erfahrungen in diesem Land

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Ninegal
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Die zweite Nadel im Heuhaufen oder doch nur ein Beznesser?

Beitrag von Ninegal » 05.01.2019, 12:34

Liebe Mitglieder,

ich bin schon vor längerer Zeit auf diese Seite gestoßen und finde es toll, welche Aufklärungsarbeit Ihr hier leistet und wie unermüdlich Ihr seid in Euren Bemühungen, Frauen davor zu bewahren, in ihr Verderben zu rennen.
Nun würde ich gerne Eure Einschätzungen zu meiner Situation erfahren.
Kurz ein paar Hintergrundinfos: Als Teenager wurde durch Medienberichte meine Faszination für Marokko geweckt und hat mich seitdem - ich bin jetzt Ende 30 - nie wieder verlassen. Die Schönheit der Landschaft, die traditionelle Architektur, die Musik, das Kunsthandwerk... das alles spricht mich an und zieht mich immer wieder in seinen Bann. Auch mit den Menschen dort habe ich auf meinen Reisen bislang überwiegend positive Erfahrungen gemacht, wenn man mal von ein paar plumpen Anmachen und dreisten Händlern absieht. Ich lese hier häufig, dass es in Ländern wie Marokko keine Freundschaft zwischen Mann und Frau geben kann (und das wird in 99% der Fälle so sein), aber ich bin einer der seltenen Gegenbeweise. Einer meiner ältesten und loyalsten Freunde ist Marokkaner, wir sind seit zwanzig Jahren befreundet. Als wir beide noch sehr jung waren, sind wir auch gemeinsam durch Marokko gereist und ich konnte zumindest einen kleinen Einblick in die Welt abseits des Tourismus gewinnen. Ich habe damals bei seiner Familie gewohnt (nachdem sein und mein Vater sich kennengelernt hatten) und auch einige seiner Verwandten kennengelernt. Mein Freund A. kommt aus der oberen Mittelklasse, hat an einer Eliteuni in Frankreich studiert und auch mal für ein Jahre bei einem internationalen Konzern in Deutschland gearbeitet, bevor es ihn nach Marokko zurückzog. Er war immer schon in der Lage, über den Tellerrand zu schauen - deshalb funktioniert unsere Freundschaft wahrscheinlich überhaupt. Ich mag und schätze ihn wirklich sehr und für mich ist diese Freundschaft wie die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen.
Um ihn geht es hier gar nicht, aber ich habe trotzdem über ihn geschrieben, weil ich befürchte, durch unsere Freundschaft ein bisschen zu vertrauensvoll zu sein, was den Kontakt zu einem anderem Marokkaner - nennen wir ihn Mohammed - angeht.

Den gleichaltrigen Mohammed habe ich vor sechs Jahre auf einer Soloreise durch den Süden Marokkos kennengelernt. Er arbeitete in einem von einer Kanadierin geführten Gästehaus am Rande der Sahara, war dort „Mädchen für alles“. Als ich im Gästehaus eine Kameltour samt Übernachtung in der Wüste buchte, war S. mein Guide und kümmerte sich um alles. Obwohl wir nur zu zweit waren (das war mir bei der Buchung nicht klar gewesen), fühlte ich mich überhaupt nicht unwohl mit ihm. Er war wie zuvor auch freundlich, angenehm und unterhielt mich mit allerlei Rätseln und Witzen. Wir kommunizierten in einer wilden Mischung aus Spanisch, Französisch, Italienisch und Englisch, die erstaunlich gut funktionierte. Keinerlei Anmache von seiner Seite. Er wusste natürlich auch, das ich verheiratet bin. Auch zurück im Gästehaus blieb mein Eindruck von ihm ein positiver: freundlich zu Mensch und Tier, in sich ruhend, immer hilfsbereit. Das Trinkgeld nach der Wüstentour nahm er an; als ich ihm bei meinem Abschied vom Gästehaus einige Tage später noch mal etwas geben wollte, um mich für die gute Rundumversorgung zu bedanken, wies er mein Geld zurück. Er wusste auch, dass ich bargeldtechnisch bereits knapp bei Kasse war und hätte mir sogar von sich etwas mitgegeben. Wir tauschten Mailadressen aus (er wollte gerne die Fotos, die ich gemacht hatte) und blieben die nächsten Jahre lose in Kontakt, bis ich bei fb Mitglied wurde und wir uns etwas häufiger schrieben.

Über seine fb-Kontakte stieß ich auf eine Frau, die gemeinsam mit einem Marokkaner und einer Freundin seit Jahren nebenberuflich Reisen in Marokko organisiert - inclusive Bauchtanzstunden und spiritueller und Drumming-Workshops. Ich fühlte mich von dem Programm und den Fotos so angesprochen, dass ich im Herbst 2017 eine zehntägige Reise bei diesen Veranstaltern buchte (obwohl ich Gruppenreisen normalerweise vermeide). Es war eine wunderbare Erfahrung und Mohammed als Helfer - und begnadeter Musiker - die meiste Zeit mit von der Partie. Die Organisatorinnen kennen das marokkanische Team schon seit vielen, vielen Jahren, der Kontakt scheint sehr herzlich und freundschaftlich zu sein und dementsprechend eng war auch unser aller Umgang. Abends wurde gern zusammen musiziert und auch schon mal getanzt. Dem Alkohol war auch keiner abgeneigt. Der Kontakt mit Mohammed intensivierte sich durch lange Gespräche am Abend, am Lagerfeuer in der Wüste, beim Zusammensitzen auf der Dachterrasse in Marrakesch... Ich fand ihn nach wie vor sehr angenehm, sympathisch und höflich, er schien sich charakterlich nicht verändert zu haben.

Ich machte allerdings gravierende Fehler im Umgang, was mir erst vor ein paar Monaten so richtig bewusst geworden ist, als ich das ganze Thema endlich mal mit meinem Freund A. besprach. Ich beging den Fehler zu glauben, dass ich den so tiefenentspannt und von strengen Regeln befreit wirkenden Mohammed (er betet nicht, er ist nicht verheiratet, er trinkt Alkohol, er raucht, er geht mit Frauen recht „normal europäisch“ um...) genauso unbekümmert behandeln könnte wie deutsche Freunde. Dabei schätzt ein Marokkaner es natürlich völlig anders ein, wenn du mit ihm ein Glas Wein trinkst, auch mal alleine mit ihm sitzen bleibst, in der Kälte der Wüste seine Decke akzeptierst etc. Jedenfalls kam es eines Nachts so, dass ich mich von ihm verabschieden wollte, um ins Bett zu gehen und er mich plötzlich auf den Mund küsste. Ich wies ihn zurecht und er entschuldigte sich anschließend und die nächsten Tage tausendmal für sein Benehmen. Er wüsste nicht, was über ihn gekommen sei... Er war sehr besorgt, ich würde ihm dauerhaft böse sein und den Kontakt abbrechen. Es gelang mir dann, den Kontakt wieder relativ normal weiterzuführen.

Im Herbst letzten Jahres war ich wieder mit der Reisegruppe in Marokko, hatte wieder viel Kontakt mit Mohammed, war in meinem Verhalten für marokkanische Verhältnisse bestimmt wieder zu offenherzig, aber Mohammed machte keinen Versuch mehr, mir körperlich näherzukommen. Er verhält sich dennoch schon seit längerem so, dass da immer wieder Dinge kommen, die über eine freundschaftliche Ebene hinausgehen. Er macht mir immer mal wieder Komplimente (mein Aussehen, mein Tanzen, mein Wesen), aber dies wohldosiert und keine „Du bist das Licht meiner Augen“-Sabbelei. Er hat mir schon häufiger geschrieben, dass er mich vermissen würde. Zugleich ist er nach wie vor einfach nett. Er fragt immer wieder nach, wie es mir geht. Er erkundigt sich nach meiner Familie. Wenn jemand krank ist, fragt er später noch mal nach dem Zustand. Er hat begonnen, mir Bilder von seiner Familie zu schicken - seiner Schwester, seinem Bruder, seiner Mutter. Ich frage mich, wie ich die ganze Geschichte einordnen soll. Ist er einfach nur ein netter Kerl, der mich auch mag und sich ein wenig in mich verguckt hat? Oder steckt da mehr dahinter? Könnte es gar sein, dass er ein Beznesser ist?

Er hat mich in all den Jahren nie um Geld oder andere materielle Dinge gebeten. Es gibt da jedoch ein, zwei Dinge, die mir zu Ohren gekommen sind und die mich zweifeln lassen. Laut der einen Organisatorin, die ihn auf eine schwesterlich-mütterliche Art sehr mag, hatte er schon häufiger was mit Touristinnen. Gut, das wundert mich jetzt nicht und regt mich auch nicht auf, schließlich will ich ja keine Beziehung mit ihm. Die andere Sache ist mir jedoch ziemlich suspekt. Er hat vor ein paar Jahren gemeinsam mit einer doppelt so alten Engländerin ein Gästehaus erworben (wobei sie sicherlich das allermeiste bezahlt hat, er kommt aus ärmlichen Verhältnissen). Gerüchten zufolge hatte er wohl was mit ihr - er bestreitet das (natürlich?). Sie ist die meiste Zeit des Jahres in England, um weiterhin Geld zu verdienen, weil sie ja wohl ihr Erspartes in das Haus gesteckt hat. Ich habe sie in Marokko kennengelernt, weil wir die erste Reisegruppe waren, die für ein paar Nächte bei ihr und Mohammed untergekommen ist (vorher war kein Geld für Renovierungen da). Eine nette Frau, die das Land sehr liebt, die mir aber etwas erzählt hat, das mich wiederum stutzig macht. Als ausländische Frau darfst du angeblich selbst kein Grundstück erwerben. Das stimmt doch so gar nicht, soweit ich weiß. Wurden ihr da Lügen aufgetischt?

Ich mag Mohammed nach wie vor und wenn ich meinen Einschätzungen glauben dürfte, würde ich immer noch sagen, er ist ein lieber, gutmütiger Mensch mit dem Herz am rechten Fleck. Doch darf ich dem noch glauben? Oder bin ich dann naiv und gehe mit der „Freundschaft“ zu einem raffinierten Beznesser ein unabwägbares Risiko ein?

Danke an alle, die sich bis hierher durchgekämpft haben. Ich bin gespannt auf Eure Antworten1

Nilka
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Re: Die zweite Nadel im Heuhaufen oder doch nur ein Beznesser?

Beitrag von Nilka » 05.01.2019, 14:09

Hallo Ninegal,

herzlich willkommen bei 1001 Geschichte.
Das Team wünscht dir einen guten und informativen Austausch.
LG ♥ Nilka
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Re: Die zweite Nadel im Heuhaufen oder doch nur ein Beznesser?

Beitrag von Nilka » 05.01.2019, 14:41

Er hat vor ein paar Jahren gemeinsam mit einer doppelt so alten Engländerin ein Gästehaus erworben (wobei sie sicherlich das allermeiste bezahlt hat, er kommt aus ärmlichen Verhältnissen). Gerüchten zufolge hatte er wohl was mit ihr - er bestreitet das (natürlich?).
Das weist stark auf Bezness hin. Erworben hat das Gästehaus die Engländerin, wovon soll er was erworben haben?
Entweder ist diese Frau ahnungslos, wie die Verhältnisse dort sind oder hat sich mit dieser Art der Beziehung arrangiert. Irgendwie muss das Materielle geregelt werden: Geld gegen Einsatz als Angestellte oder in Naturalien - vielleicht nur am Anfang.

Was dich angeht. Du bist ihm über den Weg gelaufen und es könnte für ihn was Schönes dabei herausspringen - eine Heirat mit einer Deutschen. Ein Gipfel aller Träume von vielen jungen Marokkaner. Ich glaube die freundschaftliche Ebene ist für ihn uninteressant, nur solange ist sie gut bis sich eine Gelegenheit bittet weiter zu kommen. Er hat was im Sinn. Garantiert. Du darfst ihn nicht mit dem anderen Mann vergleichen, der in Deutschland sozialisiert ist, studiert hat, guten Job hat usw.

Erfreulicherweise hast du kein Interesse ihn zu ehelichen. Deswegen beende einfach diese Bekannschaft.
Um in der Zukunft verschont von solchen Gedanken und Unsicherheiten zu bleiben, sollst du näheres Kennenlernen vermeiden.
LG ♥ Nilka
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Re: Die zweite Nadel im Heuhaufen oder doch nur ein Beznesser?

Beitrag von Nilka » 05.01.2019, 15:25

Er ist nicht mehr blutjung, wenn er gleichaltrig ist.
Desto erstaunlicher ist es, dass er keine Familie und Kinder hat.
Also die Beziehung mit der Engländerin wird nicht nur geschäftlicher Art sein.
Du wärst vielleicht eine Befreiung für ihn. Wilde Spekulation :wink:
Es kann auch viel vorhandern sein, was du nicht weißt.
LG ♥ Nilka
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Mignon
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Re: Die zweite Nadel im Heuhaufen oder doch nur ein Beznesser?

Beitrag von Mignon » 05.01.2019, 17:09

Warum willst du eigentlich so viel über "Mohammed" wissen? Er kann kein "Freund" für dich sein, weil eure Lebenswelten einfach völlig unterschiedlich sind. Bei deinem Freund "A" ist das wohl schon ein bisschen anders. Aber was genau willst du von "Mohammed"? Er gehört irgendwie zur Tour-Company, und alle, die im Tourismus arbeiten, haben irgendwie gelernt, diese Kumpel-Masche mit Touristinnen (und Touristen) zu spielen, weil vielleicht irgendwas für sie dabei rausspringt und weil es auch einfach schön - wenn auch bizarr - für sie ist, wenn die ausländischen Touris mit ihnen ein Glas Wein trinken wollen, statt sich von ihnen nur die Getränke bringen zu lassen. Dass das aber schon sehr missverständlich wirkt, hast du ja bereits erkannt.

Also: Was willst du von einem vermutlich eher ungebildeten Hilfsarbeiter im Tourismusgewerbe? Freundschaft? Wieso? Ich suche mir immer Freunde, mit denen ich irgendetwas gemein habe.

Agadirbleu
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Re: Die zweite Nadel im Heuhaufen oder doch nur ein Beznesser?

Beitrag von Agadirbleu » 05.01.2019, 18:00

teile absolut die Meinung von Mignon; oder ist dir Mohamed doch etwas unter die Haut gegangen?
diese Kumpel-Masche mit Touristinnen (und Touristen) zu spielen, weil vielleicht irgendwas für sie dabei rausspringt und weil es auch einfach schön - wenn auch bizarr - für sie ist, wenn die ausländischen Touris mit ihnen ein Glas Wein trinken wollen, statt sich von ihnen nur die Getränke bringen zu lassen.
genau so ist. Unter hinterher überkommt sie der "Kater", weil sie Alkohol trinken "mussten", aber Business ist Business!!

@Ninegal
wegen des Grundstückskauf würde ich dir raten, dich an deinen langjährigen marokkanischen Freund zu wenden. Er kennt die Gesetze seines Landes am besten, die sich auch verändern können, MA tut viel, um sich zu öffnen bzw Anleger anzulocken.

Ich kann aus eigener Erfahrung nur sagen, dass im urbanen Bereich einem Ausländer gestattet ist, ein Grundstück zu erwerben.
Wie es sich im ruralen Bereich verhält, kann ich nicht sagen, aber ich weiss, dass landwirtschaftlicher Grund nicht von einem Ausländer erworben werden kann.

Im übrigen ist es gar nicht so selten, dass solche Objekte von Europäern finanziert werden, die als Co-Partner einen Marokkaner/IN haben. Über kurz oder lang, geht es schief und der Europäer/IN hat das Nachsehen, der /die dann verbittert von dannen zieht und sein Geld in den Sand gesetzt hat.

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Re: Die zweite Nadel im Heuhaufen oder doch nur ein Beznesser?

Beitrag von gadi » 05.01.2019, 18:05

Herzlich willkommen, Ninegal!

Mich würde auch gleich interessieren, wie schon Mignon: Warum interessierst du dich so intensiv für "Mohammed" bzw. dafür, ob er Bezness ausübt oder nicht?

Meinem Empfinden nach spricht vieles bei ihm dafür, dass er bei allen Frauenbekanntschaften Bezness ausübt, jeweils soweit die Frauen ihm dies ermöglichen.
Er testet aus, wie weit er bei jeder gehen kann, und innerhalb dieser Grenzen bewegt er sich, lässt "Freundschaften" bzw. Beziehungen parallel und "nebenher" laufen.
Bei dir hat er mit dem Kuss auf den Mund eine Grenze überschritten und sein Verhalten dann sofort korrigierend wieder angepasst.
Er weiß sehr genau, bei welcher Frau welche Komplimente (eher "blumige" oder eher gut dosierte) gut ankommen, weiß genau, welche Knöpfe er drücken kann und welche nicht.
Bei dir ist ihm bekannt, dass du vorgewarnt zu sein scheinst und er subtil vorgehen muss. Aber er scheint ja Zeit/viele andere Möglichkeiten zu haben.
Bei der Schweizerin war das anders, da ist gleich die Finanzierung einer Immobilie herausgesprungen.
Und ganz sicher seid ihr beide nicht seine einzigen "Freundschaften".

Das mit dem "Grundstück erwerben" stimmt so tatsächlich nicht, denn man erwirbt meistens (es gibt Ausnahmen, z.B. in bestimmten Gegenden) das Gebäude, nicht aber das Grundstück, das hat aber nichts mit "Frau sein" zu tun.
So kann/konnte er, bei Auffliegen der lüge sagen "aber damit war doch dieser oder dieser Fall gemeint".

Ansonsten gilt auch bei ihm: "Freundschaft" zwischen Mann und Frau gibt es nicht. Es gibt nur Hochzeit oder ... :!:
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Re: Die zweite Nadel im Heuhaufen oder doch nur ein Beznesser?

Beitrag von gadi » 05.01.2019, 18:34

Ninegal hat geschrieben:
05.01.2019, 12:34
Einer meiner ältesten und loyalsten Freunde ist Marokkaner, wir sind seit zwanzig Jahren befreundet. Als wir beide noch sehr jung waren, sind wir auch gemeinsam durch Marokko gereist und ich konnte zumindest einen kleinen Einblick in die Welt abseits des Tourismus gewinnen. Ich habe damals bei seiner Familie gewohnt (nachdem sein und mein Vater sich kennengelernt hatten) und auch einige seiner Verwandten kennengelernt. Mein Freund A. kommt aus der oberen Mittelklasse, hat an einer Eliteuni in Frankreich studiert und auch mal für ein Jahre bei einem internationalen Konzern in Deutschland gearbeitet, bevor es ihn nach Marokko zurückzog. Er war immer schon in der Lage, über den Tellerrand zu schauen - deshalb funktioniert unsere Freundschaft wahrscheinlich überhaupt. Ich mag und schätze ihn wirklich sehr und für mich ist diese Freundschaft wie die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen.
Ninegal, darf ich noch fragen: Du schreibst bei dem anderen Marokkaner von "guter, loyaler, alter Freundschaft". Was genau macht diese Freundschaft aus? Insbesondere die Loyalität, inwiefern hat er dir Loyalität bewiesen in dieser (Fern?-) "Freundschaft"?
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Re: Die zweite Nadel im Heuhaufen oder doch nur ein Beznesser?

Beitrag von Agadirbleu » 05.01.2019, 19:48

@ gadi

ist zwar mehr oder weniger OT, aber da das Thema im thread angeschnitten wurde, greife ich den Grunderwerb nochmals auf:

Rechtlicher Beistand: Interessenten, die ein Haus in Marokko kaufen möchten, sollten einen unabhängigen Anwalt zur Prüfung der Immobilie und des anschließenden Vertrages beauftragen. Dieser sollte insbesondere prüfen, dass sich der Grundbucheintrag auf das Grundstück bezieht und nicht nur auf die Bebauung.
[/
i]

ein wichtiges "Detail", das vielen Ausländern nicht bekannt ist und die auch vom Co-Partner nicht darauf aufmerksam gemacht werden.

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Re: Die zweite Nadel im Heuhaufen oder doch nur ein Beznesser?

Beitrag von gadi » 05.01.2019, 21:00

So ist es @Agadirbleu, und die nächste Schwierigkeit ist es, solch einen zuverlässigen Anwalt zu finden.

Diese Gegebenheit benutzte der Bekannte der TE meiner Meinung nach, um noch hinein zu flechten bzw. alles dahin umzudeuten, dass eine Frau kein Grundstück erwerben könne.
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Ninegal
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Re: Die zweite Nadel im Heuhaufen oder doch nur ein Beznesser?

Beitrag von Ninegal » 05.01.2019, 21:09

Danke für Eure schnellen Antworten.

Ich werde versuchen, Eure Fragen zu beantworten. Es wurde ja nachgefragt, warum ich dieses Interesse an Mohammed habe, ob da eventuell mehr dahinter steckt. Ganz ehrlich: Ich finde ihn nicht unattraktiv, aber es gibt mindestens drei Punkte, die ein weitergehendes Interesse von meiner Seite aus ausschließen. Erstens bin ich verheiratet (okay, das hat andere Frauen auch nicht abgehalten). Zweitens finde ich den Gedanken per se abtörnend, die 50. Bettbeziehung zu sein (igitt) und dann auch noch definitiv den Stempel der Schl... zu tragen (den ich womöglich eh schon habe). Drittens hat er katastrophale Zähne, wie so viele Leute in Südmarokko. Auch nicht anziehend. Ich mag ihn halt einfach, ich rede gern mit ihm. Natürlich ist er nach unseren Maßstäben ungebildet, aber ich habe mich nie mit ihm gelangweilt oder könnte ihn als engstirnig oder blöd abstempeln. Er scheint am zufriedensten zu sein, wenn er in der Wüste ist; an deren Rand ist er ja auch aufgewachsen. Schon eine Stadt wie Marrakesch behagt ihm überhaupt nicht.
Warum mich das Ganze beschäftigt, ist, dass ich mir bescheuert vorkäme, meine Zeit mit jemandem zu verbringen, der gar nicht an mir als Mensch interessiert ist, sondern nur darauf wartet, irgendeinen Gewinn aus meinen Rippen zu leiern und sich insgeheim immer denkt: Diese unanständige Frau etc.

Zu dem Gästehaus/Grundstück: Es befindet sich in sehr ländlichem Gebiet am Rande der Wüste, da ist wohl auch einiges an Grund dabei.
gadi hat geschrieben:
05.01.2019, 18:34
Ninegal, darf ich noch fragen: Du schreibst bei dem anderen Marokkaner von "guter, loyaler, alter Freundschaft". Was genau macht diese Freundschaft aus? Insbesondere die Loyalität, inwiefern hat er dir Loyalität bewiesen in dieser (Fern?-) "Freundschaft"?
Viele Freundschaften gehen im Laufe der Jahre auseinander, weil man sich wenig sieht, andere Interessen entwickelt, sich nicht genügend darum kümmert etc. A. war immer da, hatte immer ein offenes Ohr, stand mir mit Rat (und wenn es ihm möglich war, auch Tat) zur Seite. Er hat einen scharfen Verstand und es ist eine Freude, mit ihm über die verschiedensten Themen zu diskutieren. In Marokko hat er mich (und meinen Mann sowie meine Familie) immer mit offenen Armen empfangen, hat uns eine seiner Wohnungen als Unterkunft angeboten, uns herumkutschiert, unsere Probleme gelöst, uns alles Mögliche gezeigt. Er erwartet nichts dafür. Wenn ich nach Südmarokko reise, richtet er es immer so ein, dass wir uns sehen können (er lebt und arbeitet in Casablanca). Ich kann mich auf ihn verlassen, er enttäuscht mich auch nach 20 Jahren nicht.

JustListen
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Re: Die zweite Nadel im Heuhaufen oder doch nur ein Beznesser?

Beitrag von JustListen » 05.01.2019, 21:26

Hallo Ninegal,

was sagt denn A. zu Mohammed? Er müsste Mohammed bzw. seine Absichten wahrscheinlich am besten einschätzen können.
Das ist der Widerstand, der uns zurück verwandelt von einem Gegenstand in einen Menschen. Lilly Lindner

Nilka
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Re: Die zweite Nadel im Heuhaufen oder doch nur ein Beznesser?

Beitrag von Nilka » 05.01.2019, 21:29

Warum mich das Ganze beschäftigt, ist, dass ich mir bescheuert vorkäme, meine Zeit mit jemandem zu verbringen, der gar nicht an mir als Mensch interessiert ist, sondern nur darauf wartet, irgendeinen Gewinn aus meinen Rippen zu leiern und sich insgeheim immer denkt: Diese unanständige Frau etc.
Ob das der Fall ist oder nicht, kann nur er mit 100% -er Sicherheit sagen, was er natürlich nicht tun wird.
Objektiv gesehen, ist das genau der Fall.
Deswegen würde ich diese Grübeleien nicht wollen und mir andere Gesprächpartner/innen suchen, die keine Hintergedanken haben könnten.
Genau, was sagt der A. dazu? Ich vermute - nichts Enthusiastisches.
-
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Ninegal
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Re: Die zweite Nadel im Heuhaufen oder doch nur ein Beznesser?

Beitrag von Ninegal » 05.01.2019, 21:42

Ach, zwei Themen habe ich noch vergessen:


Thema Alkohol: Na, auf die bösen Touris alleine können sie das nicht schieben. Da wird auch gerne mal in „interner Runde“ an selbstgebranntem Schnaps genippt. Von anderen Drogen will ich jetzt gar nicht reden...


Thema unverheiratet: Die Organisatorin der Reise, die Mohammed ja schon seit vielen Jahren kennt, meint, er wäre bislang zu arm gewesen, um sich eine marokkanische Frau leisten zu können.
JustListen hat geschrieben:
05.01.2019, 21:26
Hallo Ninegal,

was sagt denn A. zu Mohammed? Er müsste Mohammed bzw. seine Absichten wahrscheinlich am besten einschätzen können.
Er hat mir alle möglichen Verhaltenstipps gegeben. Wie ich künftig in Mohammeds Gegenwart auftreten soll, wenn ich den Kontakt weiterführen möchte. Er ist der Ansicht, dass Mohammed sich durch mein früheres Verhalten ermutigt fühlte, mehr zu wagen. Um das Thema Geld soll ich sicherheitshalber auch einen großen Bogen machen. Sein Schlusswort: „Si c´est un homme intelligent alors il se contenera de ton amitié car même ton amitié a beaucoup de valeur. Je suis honoré d´être ton ami.“ (Wenn er ein intelligenter Mann ist, wird er sich mit deiner Freundschaft begnügen, weil selbst deine Freundschaft viel wert ist. Es ist mir eine Ehre, dein Freund zu sein.“)

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Re: Die zweite Nadel im Heuhaufen oder doch nur ein Beznesser?

Beitrag von Thelmalouis » 05.01.2019, 22:35

Ninegal hat geschrieben:
05.01.2019, 21:42
(Wenn er ein intelligenter Mann ist, wird er sich mit deiner Freundschaft begnügen, weil selbst deine Freundschaft viel wert ist. Es ist mir eine Ehre, dein Freund zu sein.“)
Hallo Ninegal,

willkommen auch von mir.

Aber das ist ja grad das Problem, dass es eine Freundschaft in dieser Kultur zwischen Mann und Frau nicht gibt.

Was das Freundschaftsthema zu diesem A angeht, kann ich so nicht beurteilen.
Das ist schon außergewöhnlich, aber dass sich dieser Mohammed immer wieder versucht an dich ran zu tasten, ist für mich offensichtlich.
Er möchte es mit dir nicht verscherzen, daher diese zarten aber doch wiederholenden Annäherungsversuche mit Komplimenten, etc.
Du bist für ihn ein finanzieller Leckerbissen, eine Europäerin, die es sich leisten kann immer wieder in seinem Land Urlaub zu machen, da muss man ja Kohle haben, so seine Denkweise.
Und wenn ich es richtig herausgelesen habe, reist du immer alleine an.
So was ist in seiner Kultur ebenfalls ein Unding, dass eine Frau ohne männliche Begleitung verreist.
Was das betrifft, dürfte er keine allzu gute Meinung von dir haben, wenn du verstehst, was ich meine.
Wie sieht das A, hat er dich mal aufgeklärt?

Also ich denke, solange du mit diesem Mohammed in Kontakt bist, wird er es weiter bei dir versuchen, evtl. kommt doch noch der richtige Zeitpunkt für ihn, an dem du seinem Charme erliegst und er dich umstimmen kann.
Ich gehe schwer davon aus, dass er Zeit hat, da noch mehrere Eisen im Feuer liegen.
Aber freiwillig durchwitschen will er dich auch nicht lassen, aus oben genannten Grund.

Es stellt sich mir die Frage, ob diese "Freundschaft" dir wirklich wo wichtig ist, dass du nicht drauf verzichten kannst.
Vergiss nicht , Tour-Guides gibt es dort an jeder Ecke und jeder von denen möchte irgendwie dein "Freund" sein, wenn du es zulässt.
Sie müssen sich nur dein Vertrauen erschleichen.
Gruß Thelmalouis

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gadi
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Re: Die zweite Nadel im Heuhaufen oder doch nur ein Beznesser?

Beitrag von gadi » 05.01.2019, 22:50

Sein Schlusswort: "Wenn er ein intelligenter Mann ist, wird er sich mit deiner Freundschaft begnügen, weil selbst deine Freundschaft viel wert ist. Es ist mir eine Ehre, dein Freund zu sein.“
Dieser Satz irritiert mich, gibt mir ein Störgefühl. Es ist viel Bauchpinselei dabei. Was mich besonders stört, ist dieses "selbst deine Freundschaft". Also mehr als Freundschaft wäre schon besser, aber man begnügt sich eben mit der Freundschaft. Ich finde, in diesem Fall kann man aber schon nicht mehr von Freundschaft sprechen.

Und ja, auch deinem "gebildeten/weltoffenen..." alten Freund wird der Gedanke daran fremd bleiben, auch wenn er es natürlich nicht zugibt.

Und noch so ein spontaner Gedanke, auch wenn er nicht zu dem, was du uns über deinen "alten Freund" preisgegeben hast, Ninegal, zu passen scheint:
"Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus."

Wenn es nicht zu privat ist: War da mal eine Romanze zwischen dir und deinem "alten Freund"? (Was ja keineswegs verwerflich wäre).
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Re: Die zweite Nadel im Heuhaufen oder doch nur ein Beznesser?

Beitrag von Mignon » 05.01.2019, 23:06

Mal ganz anders gefragt: Was glaubst du denn, warum "Mohammed" deine Freundschaft sucht? Meine Erfahrung ist die: Interesse und Offenheit gegenüber Menschen anderer Kulturen und deren Wertvorstellungen ist alles andere als selbstverständlich und eigentlich ein Phänomen der europäischen Neuzeit (und bis zum Beginn des Massentourismus ausschließlich der gebildeten Schichten). In Entwicklungsländern findet man diese Haltung höchstens bei Menschen, die selbst längere Zeit in einem Industrieland verbracht und sich mit dem westlichen Leben wirklich auseinandergesetzt haben. Mag sein, dass das bei deinem Freund "A" so ist.
Ich selbst habe etliche Jahre in einem muslimischen Land verbracht und die Erfahrung gemacht, dass Menschen aus bildungsfernen, eher ländlichen Familien ihre Religion, ihre Kultur und ihre Werte immer absolut setzten, und zwar auch dann,wenn sie selbst Bildungsaufsteiger waren und studiert hatten. Natürlich passen sie sich an die Erwartungen von Europäern an, wenn dies beruflich erforderlich ist. Das ändert aber nichts an ihrer Einstellung, dass ihr Glaube und ihre Lebensweise der europäischen weit überlegen ist. Unsere Denkweise, dass man beispielsweise auch andere Religionen akzeptieren und respektieren kann, dass es unterschiedliche Auffassungen zum Thema Mann/Frau und Sexualität gibt, können die meisten nicht nachvollziehen - und schon gar nicht der ungebildete Mohammed aus ärmlichen Verhältnissen. Freundschaft zwischen Mann und Frau ist eine dieser Sachen, die in seinen Augen vermutlich völlig absurd ist. Warum sollte er ernsthaft mit dir "befreundet" sein wollen? Er spielt dieses Spielchen mit, weil die Touris das so wollen, und vielleicht springt für ihn irgendwas dabei raus: ein Handy, Trinkgeld und wenn Sex - why not? Schließlich vergeht er sich dabei nicht am "Eigentum" eines anderen Muslimen. Und wenn er über Sex mit einer Ungläubigen sogar zum Miteigentümer eines Gästehauses wird - umso besser.

Mich würde auch interessieren, worauf eure "Freundschaft" gründet. Worüber redet ihr? Es ist doch unwahrscheinlich, dass er die gleichen Filme und Bücher kennt wie du, oder sich mit den gleichen Themen beschäftigt. Nach all dem, was ich schon an vielen Stränden und in vielen Cafés einschlägiger Länder mit angehört habe, läuft es doch so: Die europäische Touristin fragt den armen Handtuchausleger interessiert aus, weil sie in ihm einen echten Vertreter seiner Kultur sieht. Dieser kann aber die meisten ihrer Fragen gar nicht beantworten oder er will sich keine Blöße geben und beispielsweise die Armut seiner Familie kaschieren. Dann erzählt er halt irgend etwas, was oft blühende Fantasie ist, oft auch interessegeleitet: Nein, bei uns darf jede Frau selbst entscheiden, wen sie heiratet. Meine Schwester studiert. Mein Vater hat nichts dagegen, dass meine Schwestern in die Disko gehen. etc. pp. Jeder, der das betreffende Land wirklich kennt, weiß, dass das alles Quatsch ist. Aber er will der Touristin gegenüber eben gut dastehen. Und die Touristin ist so stolz, Informationen "aus erster Hand" zu bekommen.

Ninegal
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Re: Die zweite Nadel im Heuhaufen oder doch nur ein Beznesser?

Beitrag von Ninegal » 05.01.2019, 23:08

@gadi:

A. war vor 20 Jahren mal sehr verliebt in mich, gelaufen ist nie etwas. Kein Interesse von meiner Seite in dieser Richtung.

Das Krähen-Sprichwort kann ich hier nicht nachvollziehen. A. hat mich gewarnt, mir erklärt, wie mein Verhalten von einem Marokkaner eingeschätzt wird, mir Verhaltenstipps gegeben und zugleich respektiert, dass ich den Kontakt zu Mohammed nicht sofort abbrechen wollte.

gadi
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Re: Die zweite Nadel im Heuhaufen oder doch nur ein Beznesser?

Beitrag von gadi » 05.01.2019, 23:12

Ninegal hat geschrieben:
05.01.2019, 23:08
@gadi:

A. war vor 20 Jahren mal sehr verliebt in mich, gelaufen ist nie etwas. Kein Interesse von meiner Seite in dieser Richtung.

Das Krähen-Sprichwort kann ich hier nicht nachvollziehen. A. hat mich gewarnt, mir erklärt, wie mein Verhalten von einem Marokkaner eingeschätzt wird, mir Verhaltenstipps gegeben und zugleich respektiert, dass ich den Kontakt zu Mohammed nicht sofort abbrechen wollte.
Aber er hat dir nicht gesagt dass Mohammed mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Bezness ausübt?
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Ninegal
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Re: Die zweite Nadel im Heuhaufen oder doch nur ein Beznesser?

Beitrag von Ninegal » 05.01.2019, 23:21

gadi hat geschrieben:
05.01.2019, 23:12
Ninegal hat geschrieben:
05.01.2019, 23:08
@gadi:

A. war vor 20 Jahren mal sehr verliebt in mich, gelaufen ist nie etwas. Kein Interesse von meiner Seite in dieser Richtung.

Das Krähen-Sprichwort kann ich hier nicht nachvollziehen. A. hat mich gewarnt, mir erklärt, wie mein Verhalten von einem Marokkaner eingeschätzt wird, mir Verhaltenstipps gegeben und zugleich respektiert, dass ich den Kontakt zu Mohammed nicht sofort abbrechen wollte.
Aber er hat dir nicht gesagt dass Mohammed mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Bezness ausübt?
Er kennt nicht alle Details der Geschichte, sondern vor allem den Part, der mich betrifft. Seiner Ansicht nach hat Mohammed sich halt mehr versprochen (v.a. Sex), weil er mein Verhalten dementsprechend interpretiert hat. Im Grunde war sein Rat: Lass keine Komplimente mehr zu, trinke keinen Alkohol mit ihm, bleibe nicht allein mit ihm. Betone immer wieder, dass du einen Ehemann hast, mit dem du glücklich bist. Bezness hat er aber auch nicht ausgeschlossen, daher die Warnung bezüglich Geldangelegenheiten.

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