Heirat in Marokko Sept.2015

Austausch über gemachte Bezness-Erfahrungen in diesem Land

Moderator: Moderatoren

Gesperrt
Candy
Beiträge: 1164
Registriert: 30.08.2013, 17:02
Wohnort: Schweiz

Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von Candy » 30.07.2015, 22:30

Hallo Farasha,

herzlich Willkommen im Forum von 1001Geschichte!
Das Team wünscht dir einen guten und informativen Austausch.
Liebe Grüsse
Candy
Candy@1001Geschichte.de



Wer alles glaubt hat aufgehört zu denken (v.R.J.-M.)

kkj
Beiträge: 395
Registriert: 19.09.2013, 23:07
Wohnort: Deutschland/Schweiz

Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von kkj » 30.07.2015, 22:40

Nochwas zu den Kindern. Beispiel aus einer deutsch-deutschen Beziehung, der Sohn der Frau ist jetzt 14.

Während der 3-jährigen Beziehung hat das Kind NIE gebockt. NIE ein Wort gegen den neuen Stiefpapa gesagt (der ihm behutsam "ins Haus" gebracht wurde, der übernachtete erst nach über einem halben Jahr erstmalig im Haus, vorher im Hotel). Ok, der Junge war meist in seinem Zimmer, wenn Stiefpapa da war oder Mutter + Sohn bei Stiefpapa. Er sagte, er will den beiden Ruhe und Zeit geben, die sehen sich ja nur am Wochenende, er war ja mit seiner Playstation gut beschäftigt.

Nachdem die Beziehung kürzlich zerbrach, sagte dieser Junge zur Mutter, er wunderte sich schon die ganze Zeit über manche Dinge (die hier nichts zur Sache tun) und ER HATTE MANCHMAL ANGST vor seinem Stiefpapa. Er wollte der Mama aber nie was sagen, weil er wollte, dass es Mama gut geht und er wollte keinen Ärger verursachen. Ich kenne alle 3, ich weiß, der Mann hätte dem Kind NIE was getan. Blicke und Ton reichten, um da Ängste zu verursachen. Und das Verhältnis zwischen Mutter und Sohn ist das Innigste, was ich in der Hinsicht kenne! Trotzdem hat der Junge seine Klappe gehalten, 3 Jahre lang.

Wie zum Geier kommt man auf die Idee, ein 11-jähriger wäre da so reif, tatsächlich seine Meinung zu sagen?

Bitte Belghazi, verlier das nicht aus den Augen. Denk ernsthaft darüber nach.
LG
kkj

Farasha
Beiträge: 6
Registriert: 05.07.2014, 14:38

Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von Farasha » 30.07.2015, 22:41

Danke Candy!!

Wenn ich es schaffe, stelle ich mich am Wochenende auch vor.
Allerdings kommt meine älteste Tochter nächste Woche nach 25 Monaten aus den USA wieder und ich bin beschäftigt sie wieder überall in D anzumelden, obwohl sie in 14 Tagen nach Holland zieht. Abmelden war definitiv leichter und unkomplizierter!

LG Farasha

Ponyhof
Beiträge: 1022
Registriert: 24.01.2014, 10:52

Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von Ponyhof » 30.07.2015, 22:43

Naja, zum Thema tiefsinnige Gespräche muss man schon sagen, dass auch 11jährige sehr reif sein können. Können, nicht müssen. Wenn ich die Geschichte richtig mitbekommen habe, hat der Junge schon eine Menge erlebt- einen Vater, der sich nicht kümmert, und den Tod des Vaters. Es kann schon sein, dass er erwachsen werden musste- mehr jedenfalls als andere Kinder seines Alters. Dass er nicht mit nach Marokko will, ist jedenfalls sehr vernünftig.

Trotzdem IST der Junge noch kein Erwachsener, und natürlich trägt er die Entscheidung der Mutter mit- er hat ja nur noch die Mutter (und die Grosseltern). Und ja, er wird drunter leiden, wenn er es nicht jetzt schon tut unter der ewigen Skyperei.

Der Rest steht hier schon mehrfach.
„Nicht zu bekommen, was man will, ist manchmal ein grosser Glücksfall.“ Dalai Lama

Honigbiene
Beiträge: 206
Registriert: 20.04.2014, 17:11

Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von Honigbiene » 30.07.2015, 22:47

Also dass das Kind einigermaßen englisch spricht, ist schon möglich. Mittlerweile lernen die Kinder schon im Kindergarten englisch und dann geht's in der Grundschule weiter. Die Kinder von meinen Freunden sind auch 11 und sprechen ganz gut Englisch.

@ Franconia
mein Mann wurde auch zum Deutschkurs und Integrationskurs gezwungen, nachdem er fast 1 Jahr hier war (vorher sind keine Kurse zustande gekommen, da zu wenig Teilnehmer). Obwohl er bereits einen festen Job hatte und sich auf deutsch sehr gut verständigen konnte. Er wurde gezwungen, seine Arbeit aufzugeben und dadurch mussten wir kurzweilig vom Amt einen Zuschuss beantragen, da ich in Elternzeit war. Der Kommentar der Sachbearbeiterin war, dass wir halt keine Kinder kriegen sollten, wenn wir nicht finanziell abgesichert sein. Soviel zum Thema, keine Probleme auf dem "Ämtchen".

luna2000
Beiträge: 1237
Registriert: 08.11.2008, 01:26

Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von luna2000 » 30.07.2015, 22:52

Farasha hat geschrieben: Während ich so schreibe werde ich schon traurig. Es wird unser erstes Jahr ohne Austauschschüler. Gasteltern werden immer händeringend gesucht. Es gibt viele Organisationen. AFS und YFU gehören zu den größten gemeinnützigen Orgas. Man muss sich auch nicht auf 10 Monate festlegen, auch nur wenige Wochen werden gerne angenommen. Gerade muslimische Jugendliche finden nur schwer eine Gastfamilie, ein amerikanisches, neuseeländisches, kanadisches oder australisches Gastkind ist für viele leider interessanter.
Warum ist es Euer erstes Jahr ohne Austauschschüler, wo doch Gasteltern immer gesucht werden?

Muslimische Jugendliche finden nur schwer eine Gastfamilie?

Warum nehmt Ihr dann keine moslemischen Jugendlichen bei Euch auf und trauert stattdessen? Im Fernsehen waren schon Eltern abgebildet, die es ihren halbwüchsigen Töchtern und Söhnen zugemutet haben, mit netten "Flüchtlingen" zusammenzuwohnen, denen der Familienvater erst beibringen musste, wie man ein WC benutzt.

Und jede gute Mutter wünscht sich doch für ihre Tochter, in z.B. afrikanischen oder orientalischen Verhältnissen aufzuwachsen.

Habe ich den Beitrag von Farasha nicht verstanden?

Toffifee
Beiträge: 28
Registriert: 02.01.2015, 22:39

Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von Toffifee » 30.07.2015, 22:58

[quote="luna2000"
Wenn die TE aber doch glaubt, ihr 11 jähriger Sohn könne sehr gut Englisch sprechen (wobei normale Kinder gerade mal die deutsche Grammatik lernen), dann glaubt sie natürlich auch, mit dem kleinen Spargel lebensentscheidende Gespräche führen zu können. [/quote]

Mein 12jähriger lernt offiziell seit der 3. Klasse Englisch, also seit 4 Jahren. Ich bin gebürtige US-Amerikanerin, habe ihn so gut es geht zweisprachig erzogen, aber er lebt nun mal in Deutschland, wir reden fast nur deutsch zuhause, in der Schule lernt er seit einem Jahr zusätzlich französisch. Mein Bruder lebt seit knapp 10 Jahren im Ausland, ist mit einem Spanier verheiratet, der "nur" französisch, spanisch und englisch spricht. Wenn wir alle zusammen sind, geht mein Sohn nicht gerade aus sich heraus, weil es für ihn eine Fremdsprache ist, in der er sich nicht ausdrücken kann. Ich halte es für relativ ungewöhnlich, dass ein 11jähriges Kind nonchalant in einer Fremdsprache mit einer fremden Person parliert. Und selbst wenn mein Sohn mit seinem angeheirateten Onkel richtig gut englisch sprechen könnte, es ist eine Fremdsprache für BEIDE. Ein richtiger Informationsaustausch findet da erstmal NICHT statt.

leva
Beiträge: 3594
Registriert: 27.06.2014, 17:01
Wohnort: USA

Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von leva » 30.07.2015, 23:01

Zumindest wissen wir jetzt von der TE ,dass diese Provinz,wo ihr Berber- Freund lebt,eine Enklave westlich-europaeischer Denkweise/Lebensweise ist.... :idea: (Achtung:Ironie)

Grundguetiger!.... :shock:

Und da ist er arbeitslos,weil es dort keine Jobs in seiner branche gibt.Hallo?
Hochschulabsolventen (u auch andere) gehen dahin,wo die Arbeit ist,die Arbeit kommt nicht zu ihnen.
Er ist mMn unmotiviert u jetzt kommst du,die aelte deutsche Frau mit Kind und holt ihn nach D ,traegt ihm den Popo nach.... :lol: Dafuer wirst du auf laengere Sicht weder Anerkennung noch Dank erhalten.
Motivierte,gut ausgebildete Maenner muessen ihren Job aus eigenem Antrieb suchen.

Liebe TE,du begreifst weiterhin das Wesentliche nicht.Viele haben sich abgemueht ohne sichtbaren Erfolg,den ich in deiner Argumentationsweise erkennen koennte.

Toffifee
Beiträge: 28
Registriert: 02.01.2015, 22:39

Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von Toffifee » 30.07.2015, 23:09

leva hat geschrieben: Er ist mMn unmotiviert u jetzt kommst du,die aelte deutsche Frau mit Kind und holt ihn nach D ,traegt ihm den Popo nach.... :lol: Dafuer wirst du auf laengere Sicht weder Anerkennung noch Dank erhalten.
Motivierte,gut ausgebildete Maenner muessen ihren Job aus eigenem Antrieb suchen.
Richtig, also wieder meine Frage, was ist SEIN Anspruch? Und was ist DEIN Anspruch, liebe Belghazi? Bitte überdenk das nochmal. Noch kannst du. Aber die Uhr tickt... und nicht unbedingt FÜR dich.

luna2000
Beiträge: 1237
Registriert: 08.11.2008, 01:26

Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von luna2000 » 30.07.2015, 23:14

Toffifee hat geschrieben:
[quote="luna2000"
Wenn die TE aber doch glaubt, ihr 11 jähriger Sohn könne sehr gut Englisch sprechen (wobei normale Kinder gerade mal die deutsche Grammatik lernen), dann glaubt sie natürlich auch, mit dem kleinen Spargel lebensentscheidende Gespräche führen zu können.
Mein 12jähriger lernt offiziell seit der 3. Klasse Englisch, also seit 4 Jahren. Ich bin gebürtige US-Amerikanerin, habe ihn so gut es geht zweisprachig erzogen, aber er lebt nun mal in Deutschland, wir reden fast nur deutsch zuhause, in der Schule lernt er seit einem Jahr zusätzlich französisch. Mein Bruder lebt seit knapp 10 Jahren im Ausland, ist mit einem Spanier verheiratet, der "nur" französisch, spanisch und englisch spricht. Wenn wir alle zusammen sind, geht mein Sohn nicht gerade aus sich heraus, weil es für ihn eine Fremdsprache ist, in der er sich nicht ausdrücken kann. Ich halte es für relativ ungewöhnlich, dass ein 11jähriges Kind nonchalant in einer Fremdsprache mit einer fremden Person parliert. Und selbst wenn mein Sohn mit seinem angeheirateten Onkel richtig gut englisch sprechen könnte, es ist eine Fremdsprache für BEIDE. Ein richtiger Informationsaustausch findet da erstmal NICHT statt.
Danke, ich hab schon Probleme, mich nicht für doof zu halten, da meine Engischkenntnisse sehr begrenzt sind, trotz 9jähriger Schulbildung. 200 Stunden Englischunterricht pro Jahr ergeben bis zum Abitur 1800 Stunden Englischunterricht. Und ich hätte mir ins Hemd gesch. , mal eben in Großbritannien oder USA, zu studieren. Aber 11jährige haben heutzutage ja im Vergleich dazu nicht nur gewaltige Sprachkenntnisse sondern auch noch emotional fundiertes Grundwissen.

Farasha
Beiträge: 6
Registriert: 05.07.2014, 14:38

Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von Farasha » 30.07.2015, 23:17

Liebe Luna,
Gasteltern sind wir viele Jahre gewesen. Unsere Kinder leben nicht mehr mit uns im Haushalt. Unsere Kinder hatten tolle Gastfamilien und auch wir hatten viele schöne und unvergessliche Erfahrungen. Das Leben geht weiter und wir wollen Zeit für uns und nicht mehr hosten.

So viele User haben ihre Erfahrungen in Tips an die TE weitergegeben,trotzdem möchte sie ihre eigenen Erfahrungen machen- dass das nicht gut ausgeht weiß hier doch fast jede/r

Aufgrund meiner Erlebnisse habe ich der TE den Tip gegeben, selbst zu hosten um eigene Erfahrungen zu machen. Ich könnte hier ellenlange Berichte schreiben über unsere Erfahrungen mit der arabischen/muslimischen Kultur. Das haben viele User aber auch auf 18 Seiten schon getan. Warum soll sie dann meine Berichte schätzen? Daher der Rat, selbst Gastmutter zu werden. Die Erfahrung macht sie dann selbst und erlebt auch die Kultur selbst. Es ist nicht einfach, macht aber Spaß (lappidar ausgedrückt).

Man hat einen Betreuer zur Seite, der einspringt, wenn es zur Belastung wird. Wir waren nie alleine in unseren kulturellen Erfahrungen. Aber alles hat seine Zeit-so auch das Engagement im Schüleraustausch.

luna2000
Beiträge: 1237
Registriert: 08.11.2008, 01:26

Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von luna2000 » 30.07.2015, 23:23

Farasha hat geschrieben:Danke Candy!!

Wenn ich es schaffe, stelle ich mich am Wochenende auch vor.
Allerdings kommt meine älteste Tochter nächste Woche nach 25 Monaten aus den USA wieder und ich bin beschäftigt sie wieder überall in D anzumelden, obwohl sie in 14 Tagen nach Holland zieht. Abmelden war definitiv leichter und unkomplizierter!

LG Farasha
Was ist denn mit Deiner Tochter los, daß sie sich nach 25 Monaten Aufenthalt in den USA nicht selbst hier mit einem Arbeitsaufwand von 1 Tag hier anmelden kann?

Kommt jetzt die nächst vollkommen absurde Geschichte?

Toffifee
Beiträge: 28
Registriert: 02.01.2015, 22:39

Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von Toffifee » 30.07.2015, 23:23

luna2000 hat geschrieben: Danke, ich hab schon Probleme, mich nicht für doof zu halten, da meine Engischkenntnisse sehr begrenzt sind, trotz 9jähriger Schulbildung. 200 Stunden Englischunterricht pro Jahr ergeben bis zum Abitur 1800 Stunden Englischunterricht. Und ich hätte mir ins Hemd gesch. , mal eben in Großbritannien oder USA, zu studieren. Aber 11jährige haben heutzutage ja im Vergleich dazu nicht nur gewaltige Sprachkenntnisse sondern auch noch emotional fundiertes Grundwissen.
Und ich hätte mir ins Hemd gesch., wenn ich mit 11 oder 12 mal eben so einem neuen Lebenspartner meiner Mutter oder meines Vaters ausgesetzt worden wäre, mit dem ich mich nicht mal ordentlich unterhalten kann. Da hält man doch die Klappe und zieht sich zurück.Aber das wird dann interpretiert als wahnsinnig erwachsenes und reifes Verhalten seitens der Kinder (!!!!) und legitimiert irgendwelche pubertären Eskapaden seitens der Eltern. Irgendwie krank.

Darinka
Beiträge: 2811
Registriert: 28.05.2011, 23:37
Wohnort: Deutschland

Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von Darinka » 30.07.2015, 23:33

luna2000 hat geschrieben: Was ist denn mit Deiner Tochter los, daß sie sich nach 25 Monaten Aufenthalt in den USA nicht selbst hier mit einem Arbeitsaufwand von 1 Tag hier anmelden kann?

Kommt jetzt die nächst vollkommen absurde Geschichte?
Sach mal gehts noch?
luna2000, das ist ja unter aller Kanone.

LG Darinka
Zuletzt geändert von Darinka am 30.07.2015, 23:35, insgesamt 1-mal geändert.
Menschen glauben fest an das, was sie wünschen. - Julius Cäsar
Am meisten fühlt man sich von der Wahrheit getroffen, die man sich selbst verheimlichen wollte. - Friedl Beutelrock

luna2000
Beiträge: 1237
Registriert: 08.11.2008, 01:26

Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von luna2000 » 30.07.2015, 23:34

Farasha hat geschrieben:Liebe Luna,
Gasteltern sind wir viele Jahre gewesen. Unsere Kinder leben nicht mehr mit uns im Haushalt. Unsere Kinder hatten tolle Gastfamilien und auch wir hatten viele schöne und unvergessliche Erfahrungen. Das Leben geht weiter und wir wollen Zeit für uns und nicht mehr hosten.

So viele User haben ihre Erfahrungen in Tips an die TE weitergegeben,trotzdem möchte sie ihre eigenen Erfahrungen machen- dass das nicht gut ausgeht weiß hier doch fast jede/r

Aufgrund meiner Erlebnisse habe ich der TE den Tip gegeben, selbst zu hosten um eigene Erfahrungen zu machen. Ich könnte hier ellenlange Berichte schreiben über unsere Erfahrungen mit der arabischen/muslimischen Kultur. Das haben viele User aber auch auf 18 Seiten schon getan. Warum soll sie dann meine Berichte schätzen? Daher der Rat, selbst Gastmutter zu werden. Die Erfahrung macht sie dann selbst und erlebt auch die Kultur selbst. Es ist nicht einfach, macht aber Spaß (lappidar ausgedrückt).

Man hat einen Betreuer zur Seite, der einspringt, wenn es zur Belastung wird. Wir waren nie alleine in unseren kulturellen Erfahrungen. Aber alles hat seine Zeit-so auch das Engagement im Schüleraustausch.
Soll die TE nun ihren Heiratskandidaten im Schüleraustausch hierherholen?

leva
Beiträge: 3594
Registriert: 27.06.2014, 17:01
Wohnort: USA

Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von leva » 30.07.2015, 23:35

luna2000 hat geschrieben:
Farasha hat geschrieben:Danke Candy!!

Wenn ich es schaffe, stelle ich mich am Wochenende auch vor.
Allerdings kommt meine älteste Tochter nächste Woche nach 25 Monaten aus den USA wieder und ich bin beschäftigt sie wieder überall in D anzumelden, obwohl sie in 14 Tagen nach Holland zieht. Abmelden war definitiv leichter und unkomplizierter!

LG Farasha
Was ist denn mit Deiner Tochter los, daß sie sich nach 25 Monaten Aufenthalt in den USA nicht selbst hier mit einem Arbeitsaufwand von 1 Tag hier anmelden kann?

Kommt jetzt die nächst vollkommen absurde Geschichte?
Das koennte dann ja auch in einen eigenen Thread.Ist die Tochter volljaehrig,muss sie die Behoerdengaenge eh selbststaendig erledigen. :wink: Sie wird sich ja auch selbststaendig beim Einwohnermeldeamt bei Auswanderung in die USA abgemeldet haben......

Bina62
Beiträge: 404
Registriert: 21.01.2012, 16:08
Wohnort: Berlin

Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von Bina62 » 30.07.2015, 23:36

Ich vermute mal,die Hochzeit wird statt finden.Ich sehe große Schwierigkeiten,in der Anerkennung der Ehe,durch die Ausländerbehörde,die werden möglicherweise eine Scheinehe unterstellen,da nur Internetkontakt.Die Überprüfung seiner Papiere,wird einige Zeit in Anspruch nehmen,und ich denke ein bestandener Deutschtest durch das Goethe Institut wird notwendig sein.Alle angesprochenen Bedenken zur Hochzeit und Altersunterschied,Ausbildung,Familie sollten verinnerlicht werden,denn sie spielen eine große Rolle in der Kultur.Ich wünsche Dir das Beste,doch es gibt arge Zweifel,das die Geschichte gut ausgeht.LG Bina62

Darinka
Beiträge: 2811
Registriert: 28.05.2011, 23:37
Wohnort: Deutschland

Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von Darinka » 30.07.2015, 23:37

luna2000 hat geschrieben:Soll die TE nun ihren Heiratskandidaten im Schüleraustausch hierherholen?
Liebes Jott lass Hirn regnen...... :roll: :roll: :roll: Und damit meine ich nicht für Farasha. :wink:
Menschen glauben fest an das, was sie wünschen. - Julius Cäsar
Am meisten fühlt man sich von der Wahrheit getroffen, die man sich selbst verheimlichen wollte. - Friedl Beutelrock

leva
Beiträge: 3594
Registriert: 27.06.2014, 17:01
Wohnort: USA

Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von leva » 30.07.2015, 23:39

Darinka hat geschrieben:
luna2000 hat geschrieben:Soll die TE nun ihren Heiratskandidaten im Schüleraustausch hierherholen?
Liebes Jott lass Hirn regnen...... :roll: :roll: :roll: Und damit meine ich nicht für Farasha. :wink:
Mei,das grosse Sommerloch,saure Gurken Zeit in D.....^^

Elen
Beiträge: 111
Registriert: 12.04.2009, 10:53
Wohnort: Schweiz

Re: Heirat in Marokko Sept.2015

Beitrag von Elen » 30.07.2015, 23:41

Hallo Belghazi

Auch ich sagte mir, wenn ich es nicht versuche und uns eine Chance gebe, werde ich mir das vielleicht für den Rest meines Lebens vorwerfen.
Ich fand den Wahnsinn, mit ihm, dem “Illegalen“, den ich erst ein paar Monate kannte, heimlich nach Algerien zu reisen und ihn zu ehelichen, äusserst aufregend und abenteuerlich. Und heldenhaft.
Traumatisiert nach einer in der Fremde stattgefunden Fehlgeburt, kam ich zurück in die Schweiz. Hier habe ich dann für die Familienzusammenführung gekämpft wie Don Quichotte gegen die Windmühlen.

Nun kam er in mein Leben, fand schnell Arbeit, war sich für nichts zu schade, machte den Haushalt, stand in der Küche und kochte algerische Gerichte, war ein ganz lieber.
Es kam der Alltag, es kam zu Diskussionen über Religion und damit zu Meinungsverschiedenheiten. Es kam zu Eifersucht, unbegründeter. Es kam zu Beleidigungen. Es kam zu Alkoholexzessen. Ein Nordafrikaner, der nicht mit Alkohol sozialisiert wurde, kann nicht damit umgehen. Modern oder westlich hin oder her. Die Beziehung kam auf ein armseligen Niveau, ein Elend, wie ich es nie für möglich gehalten hätte. Es kam zu meinem Wunsch, mich zu trennen. Es kam zu getrennten Wohnungen. Aus Rücksicht wartete ich die Frist zur Scheidung ab, damit er bleiben kann.
Da fing der Horror erst richtig an. Er stalkte mich aufs Allerübelste. Ich erlebte, was ich keinem wünsche. Der absolute Wahnsinn. Bis zur Scheidung. Dann weiter, jahrelang. Und ich habe um meine Freiheit gekämpft. Mehrmals wollte ich aufgeben, mich verstecken in einer anderen Stadt, in einem anderen Land, im Tod. Ich konnte nicht mehr. Ich war so alleine. Er hat mich überall gefunden. Dann bin ich doch immer wieder aufgestanden und habe weiter gekämpft. Irgendwann hat man angefangen, mich ernst zu nehmen und er fand sich in U-Haft wieder. Er wurde viel zu früh wieder entlassen. Er hatte sich doch nicht gefunden. Er hat weiter gemacht. Ich habe ihn wieder angezeigt. Und dann war es endlich so weit. Er hat seine Heimat der auf ihn zukommenden Haft vorgezogen und endlich auf seine Freunde gehört. Er ist verschwunden. Ausgereist. Freiwillig. Und so, nur so konnte ich zu einem halbwegs normalen Leben in Freiheit (wohlgemerkt in meinem eigenen Land) zurückfinden.
Der Kampf hat sich schlussendlich gelohnt, aber er hat mich extrem erschöpft. Er wollte nie mein Geld, aber noch weniger wollte er mich gehen lassen. Ich habe mit 8 Jahren meines Lebens für eine ausgeflippte Idee bezahlt.

Es ist sehr einfach, sich in ein solches Abenteuer zu stürzen, Belghazi, aber aus der Nummer wieder raus zu finden gar nicht. Glaube mir.
Aber vielleicht brauchst auch du das in deinem Leben. Schlussendlich lernt man viel daraus, aber stolz bin ich nur darauf, dass ich durchgehalten und gewonnen habe! Auch Selbstliebe, spät, aber doch noch in diesem Leben.

Gute Nacht.

Gesperrt