Glück auf Zeit. Bis die Einbürgerung uns scheidet

Austausch über gemachte Bezness-Erfahrungen in diesen Ländern

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Anaba
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Re: Glück auf Zeit. Bis die Einbürgerung uns scheidet

Beitrag von Anaba » 03.05.2020, 20:23

Liebe Chavah,

danke für deine Tipps und deinen tollen Beitrag.
Er zeigt, frau kann es schaffen und wieder selbstbestimmt und glücklich leben.
Deine Geschichte macht Mut.
Danke für deine Offenheit.
Liebe Grüße
Anaba

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anaba@1001Geschichte.de

Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich offen im Gegensatz zu seiner Zeit
zu befinden und laut zu sagen: Nein
Kurt Tucholsky

chavah
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Re: Glück auf Zeit. Bis die Einbürgerung uns scheidet

Beitrag von chavah » 03.05.2020, 21:46

Vielen Dank für die Blumen!

Das Problem ist doch, man sieht es hier auch immer wieder, bzw. liest es immer wieder, dass Trennungen dann besonders hart sind, wenn ein Betroffener nicht nur seine Lebensplanung aufgeben muss, sondern auch noch feststellen muss, dass er eben hemmungslos ausgenutzt und betrogen wurde und zusätzlich ja oft dann noch körperliche Gewalt dazu kommt. Mit dieser Heftigkeit fertig zu werden, das ist eben nicht einfach. Und so etwas kann jedem passieren. Das passiert eben nicht nur woanders. Die Gefahr ist, dass man sich selbst zerfleischt, und das geht gar nicht, auf Dauer gesehen. Deshalb mein Rat, eben Wut und Zorn zuzulassen, das ist notwendig. Aber irgendwann sollte es dann vorbei sein, und dann sollte es einem egal sein, der Mensch sollte egal werden, der einem das alles angetan hat. Mir hat das sehr geholfen. Ich will nicht nachrechnen, was er mich gekoset hat, ist mir auch einerlei, ist vorbei. Jemand sagte mir neulich (sein Bruder, mit dem habe ich von Zeit zu Zeit beruflich Kontakt, das funktioniert), es würde ihn immer noch treffen, eben dass ich mich so verhalten habe und immer noch verhalte. Dass sein Elend, an welchem ich ja Schuld trage, mir so einerlei sei ......

Es hat auf Dauer keinen Sinn, über vergossene Milch zu jammern, war ja eh so viel Wasser drinne. Man darf sich selbst nicht aufgeben. Bei mir hat das etwa ein Jahr gedauert, das wird individuell verschieden sein. Ja, ich hab, wie er mal meinte, alles, er gar nichts. So was kommt eben von so was.

Eine To do Liste anlegen. Mit aufgelisteten Gefühlen, mit Aufgaben, die abzuarbeiten sind, wie Scheidung einreichen, Seine Sachen wegschmeissen, eben alles, auch kleine Sachen aufschreiben. Und bei Erledigung abhaken. Jeder Haken bringt einen weiter in Richtung Abschluss der Geschichte.

Und - bei Ausspruch der Scheidung den Richter nicht zu glücklich anstrahlen. GEhört sich nicht in so einer ernsten Angelegenheit. Lieber hinterher mit Anwalt ein Glas Sekt trinken gehen.

Chavah

Nilka
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Re: Glück auf Zeit. Bis die Einbürgerung uns scheidet

Beitrag von Nilka » 04.05.2020, 11:25

chavah hat geschrieben:
03.05.2020, 21:46
Und - bei Ausspruch der Scheidung den Richter nicht zu glücklich anstrahlen. GEhört sich nicht in so einer ernsten Angelegenheit.
Das finde ich sehr schade :wink:
Der Richter ist auch nur ein Mensch und kann bestimmt nachvollziehen können, dass die Geschiedene,
besonders wenn sie Gewalt erfahren hat, Glück ausstrahlt! Das macht die Sache so richtig rund.
LG ♥ Nilka
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chavah
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Re: Glück auf Zeit. Bis die Einbürgerung uns scheidet

Beitrag von chavah » 04.05.2020, 11:34

Nun ja, ein Gerichtssaal ist nun mal kein Theater. Mein Anwalt hatte schon recht. Da ich Antragstellerin war, wusste er ja, dass seine Entscheidung mich glücklich machen würde. Benimm-Spielregeln sollte man schon einhalten.

Chavah

gadi
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Re: Glück auf Zeit. Bis die Einbürgerung uns scheidet

Beitrag von gadi » 04.05.2020, 11:51

Also ich kenn das anders. Mit viel Lächeln. Lächeln verstößt nicht gegen "gutes Benehmen".
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Fragezeichen19
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Re: Glück auf Zeit. Bis die Einbürgerung uns scheidet

Beitrag von Fragezeichen19 » 28.05.2020, 22:48

Liebe Annita,

egal, was war, Dein letzter Beitrag zeigt die große Stärke, die Du in Dir trägst!

Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute, dass es Dir schnell wieder besser geht!

Eclipse
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Re: Glück auf Zeit. Bis die Einbürgerung uns scheidet

Beitrag von Eclipse » 30.05.2020, 12:41

chavah hat geschrieben:
03.05.2020, 21:46
es würde ihn immer noch treffen, eben dass ich mich so verhalten habe und immer noch verhalte. Dass sein Elend, an welchem ich ja Schuld trage, mir so einerlei sei ......
Gleichgültigkeit ist das Schlimmste, was man Narzissten antun kann! Deine Geschichte ist ein wunderbares Beispiel dafür.

Bis er kein neuen Opfer gefunden hat, das seine narzisstische Bedürftigkeit füttert, wird er weiter jammern und grollen. Ich wünsche Dir, dass er sich nie mehr an dich ranmacht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Narzissti ... 3%A4tigung

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