Nigeria: Reingelegt

Austausch über gemachte Bezness-Erfahrungen in diesen Ländern

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Valerian
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Re: Nigeria: Reingelegt

Beitrag von Valerian » 21.06.2013, 19:05

jollyjumper hat geschrieben: Ich weiß nicht, welchen Wunsch Frau M hier hegt? Von wem haben sie ihre "gerechte" Strafe bekommen? Sollen bewaffnete (ausländische) Rebellen erscheinen und Frankreich und die USA die kleine Schweiz in die Steinzeit zurückbomben? Die beiden wurden anderen Interessen geopfert.
Ja interessant, oder? Eine Clique von Leuten, die in der basisdemokratischen Schweiz soviel Macht besitzt, mal nicht nur einen Ausländer zu opfern, sondern auch gleich eine Schweizerin dazu.

jollyjumper hat geschrieben: Im Internet treffen nur Betroffene und "Exoten" auf solche Seiten. Die Systeme sind äußerst zäh und der nicht betroffene Büger sehr träge. Selbst wenn nach einem TV Bericht die Klickzahlen senkrecht nach oben gehen, ebbt dies schnell wieder ab. Die Leute bei Laune zu halten ist unglaublich schwer.
Das ist das Problem. Aufmerksamkeit zu erzeugen ist schwierig und wenn es doch gelinkt, hat es häufig keine Konsequenzen.

Die Schweizer wachen erst dann auf, wenn ihr Franken nichts mehr wert ist, bei den Banken das Licht ausgeht und die Bauern wieder den Alltag bestimmen. Immerhin - in den letzten Jahren hat sich die internationale Wahrnehmung der Schweiz ziemlich stark geändert - von 'neutral, basisdemokratisch, gerecht' zu 'Steueroase, rechtlos, kleinbürgerlich'. Seitdem man im Internet nachlesen kann, was sich dort abspielt und immer wieder brisante Fälle hochkochen (Polanski, Mansour, Eldar S, Ch.Meili, schwarze Schaf Affäre und viele andere), leidet das Image sehr. Darüber sollten alle Schweizer mal nachdenken.
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Valerian
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Re: Nigeria: Reingelegt

Beitrag von Valerian » 08.07.2013, 00:30

Die Zustände in Nigeria werden auch nicht besser:
Nigeria: 29 Kinder erschossen oder verbrannt

Schöne Grüsse an die Beiständin Martine S-Z meiner Tochter, die sich immer für den romantischen Urlaub meiner Nigerianerin mit unserer weissen Tochter in diesem Land ausgesprochen hat, obwohl meine Ex in ihrem Asylantrag selbst vor den Gefahren dieses Landes gewarnt hat.

Das sind die Schweizer Behörden - wenn sie den Delinquenten nicht bekommen, vergreifen sie sich an den Kindern.
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lalala
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Re: Nigeria: Reingelegt

Beitrag von lalala » 08.07.2013, 08:38

schrecklich!!
lieber valerian, wie geht es dir und deiner tochter zur zeit? habt ihr kontakt?

Valerian
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Re: Nigeria: Reingelegt

Beitrag von Valerian » 08.07.2013, 23:51

lalala hat geschrieben:schrecklich!!
lieber valerian, wie geht es dir und deiner tochter zur zeit? habt ihr kontakt?
Mir geht es schlecht. Ich bin die letzten Tage einfach mal hingefahren und habe meine Tochter m Kindergarten abgepasst - immerhin 1min :D

Ich hoffe, dass die Schweizer Behörden, insbesondere KESB, zur Vernunft kommen und den Umgang wieder herstellen, bevor wir wieder beim EGMR gelandet sind.
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Valerian
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Re: Nigeria: Reingelegt

Beitrag von Valerian » 10.07.2013, 00:26

Wenn man das hier liest: http://www.erichschlatter.ch/der-fall/ könnte man auf den nicht unabwegigen Gedanken kommen, dass die Schweiz wieder Konzentrationslager einrichtet - sie heissen nur anders, dienen aber demselben Zweck.
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Valerian
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Re: Nigeria: Reingelegt

Beitrag von Valerian » 25.07.2013, 01:48

Hier gibt es den neuesten Briefwechsel mit der Leiterin des Gabriele S. des ISD:
Sehr geehrter Herr LLLL,

nachdem unsere Kollegen in der Schweiz nun den Sachverhalt eruiert haben, kann ich Ihnen folgendes mitteilen:

Ihre geschiedene Frau hat einen legalen Aufenthaltsstatus in der Schweiz, ist also nicht von Abschiebung bedroht.

Eine Kontaktaufnahme zum derzeitigen Ehemann Ihrer Frau kann leider über Dritte nicht hergestellt bzw. erzwungen werden.

Was den von Ihnen gewünschten Umgang angeht, wurde mir mitgeteilt, dass man Ihnen über Ihren Anwalt begleiteten Umgang in der Schweiz mit CCCC angeboten hat. Eine Reaktion auf dieses Angebot habe man nicht erhalten.

Bedauerlicherweise sehen wir uns zum derzeitigen Zeitpunkt – und angesichts der doch sehr verhärteten Fronten – nicht in der Lage, ein anderes Ergebnis, z.B. durch außergerichtliche Streitbeilegung zu erzielen. Aus diesem Grund bedanken wir uns das mit unserer Beauftragung verbundene Vertrauen.
Sollten Sie zu einem zukünftigen Zeitpunkt eine einvernehmliche Regelung in Betracht ziehen, können Sie sich gerne wieder an uns wenden.


Mit freundlichen Grüßen
i.A. Gabriele S.
Das klingt ohne Kontext ganz vernünftig - hier ist die Antwort mit dem passenden Kontext:
Sehr geehrte Frau S.,

wie Sie sicherlich wissen, ist eine Beiständin nicht berechtigt Umgangsregelungen abzuändern
oder dem Vater irgendwelche Auflagen zu machen, geschweige denn, das gerichtlich festgelegte
Umgangsrecht des Vater von Geldzahlungen abhängig zu machen. Das vermeintliche Angebot der
Beiständin S. war nichts weiteres als eine ihrer üblichen unprofessionellen Fehlleistungen -
Wenn sie etwas ändern will, muss sie sich an die KESB oder das Gericht wenden.

Die Aussage, dass ich nicht reagiert hätte, ist eine der notorischen Lügen von Beiständin S.-Z.
(das muss man mittlerweile so ausdrücken) - mein Anwalt hat sich an die KESB als Dienstaufsicht
führende Stelle gewand und als diese nach knapp 3 Wochen nicht reagierte, eine weitere Eingabe an
das Bezirksgericht Zürich gemacht, wo der Fall derzeit unbeantwortet hängt.

Ich bin überrascht, dass der ISD sich mit einer solchen Aussage der Beiständin zurfrieden gibt. Demächst
legt die Leiterin des Kinderheims, in das CCCC interniert wurde und nicht verlassen durfte (!),
fest, dass ich für jeden Besuch 500 € in die Heimkasse zu zahlen habe ...

Verstehe ich Sie diesmal wieder richtig, nach mittlerweile 8 Monaten, dass der Fall mit dieser eigenmächtigen
und rechtswidrigen Geldforderung durch die Beiständin S.-Z. erledigt ist ? Und dass Sie trotz
Umgangstitel angesichts der sehr verhärteten Fronten nicht in der Lage sind, ein anderes Ergebnis zu erzielen ?

Mit freundlichen Grüssen
S.L.
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Re: Nigeria: Reingelegt

Beitrag von Valerian » 02.08.2013, 14:14

Hier die letzten Ereignisse zusammengefasst seit Mitte 2012:
  1. Gewalttätiger Übergriff der Nigerianischen Kindsmutter auf ihren neuen Partner, mit dem sie bereits 2 weitere Kinder gezeugt hatte
  2. Internerierung meiner Tochter und ihrer Geschwister in dem Kinderhaus Tipi (für Kinder Drogen abhängiger Eltern) gegen den Willen beider Väter; die Herausgabe wird abgelehnt und sogar noch verfügt, dass meine Tochter das Heim nicht verlassen darf (das ist Freiheitsberaubung und wird noch zur Anzeige gebracht)
  3. Alle Anträge und Beschwerden werden um viele Wochen verzögert; der Bezirksrat Zürich weist die berechtigten Beschwerden mit Auflage von Prozesskosten ab (verantw. Walter D.)
  4. Meine Tochter bekommt Weinkrämpfe im Kinderheim jedesmal, wenn der Besuch beendet wird
  5. am 5.Okt 2012 verscheucht man mich mit falschen Beschuldigungen und der Hilfe der Polizei vom Kindergarten (ich habe das hier im Forum berichtet: http://forum.1001geschichte.de/viewtopi ... 25#p242425)
  6. Anfang Dez 2012 wird meine Tochter (zusammen mit ihren Schwestern) wieder zur Mutter ihrem Partner platziert; ihr ständiger Wunsch zu mir und den Grosseltern zu kommen wird ignoriert; der Kontakt zwischen mir und meiner Tochter von diesem Zeitpunkt mit immer neuen Finten unterbunden; Gespräche mit den Eltern laufen getrennt ab, so dass auch die Kommunikation zwischen mir und dem Partner meiner Ex unterbunden wird; damit es nicht zu neuen Gewalttätigkeiten kommt, platziert man tagsüber eine Sozialarbeiterin in der Wohnung (die Kosten trägt die Stadt Zürich)
  7. mein Weihnachtsumgang 2012 wird wegdiskutiert; am Ende gewährt man mir 3 Tage über Silvester unter der Voraussetzung, dass ich meine Tochter in Zürich abhole - d.h. einen Tag abholen, 1 Tag Aufenthalt bei mir und den Grosseltern, 1 Tag zurück; aufgrund der polizeilichen Drohungen aus dem Oktober und des Aufwands findet dieser Umgang nicht statt (entscheidend war auch, dass der Aufenthalt meiner Tochter in Zürich insgesamt unklar war)
  8. Ende Januar wird die Scheidung rechtskräftig; die Sorgerechtssache bleibt aufgrund einer Entscheidung des OLG Karlsruhe ungeregelt
  9. die Aufenthaltsbewilligung für meine Tochter, die zwei Geschwister, meine Ex und ihren Partner, die von Schweizer Sozialhilfe leben, wird um 1 Jahr auf Jan 2014 mittels B-Bewilligung verlängert; die B-Bewilligung ist eigentlich auf fünf Jahre angelegt und so behauptete man das wäre nur ein Fehler der noch korrigiert würde - bis heute jedenfalls nicht
  10. ein von mir an das Bezirksgericht gerichteter Antrag, nun das abgetrennte Sorgerechtsverfahren am Bezirksgericht zu entscheiden, wird abgelehnt mit der Begründung, dass der Hauptantrag der Scheidung bereits rechtskräftig entschieden sei und damit die Sache abgeschlossen sei (immerhin hat man mir eine Prozessentschädigung von 600 Sfr zugestanden, die ich allerdings nie bekommen werde)
  11. alle Antraäge an die Beiständin, den gerichtlichen Umgang wieder herzustellen, werden mit immer neuen wechselnden Argumenten und Umständen wegdiskutiert;
  12. die Mutter ohne Obhutsrecht lässt über die Beiständin verlauten, dass meine Tochter ihre Oma nicht sehen darf !?!?!
  13. die Beiständin Martine S-Z beantragt einen Rückübertrag der Obhut an die Mutter, obwohl ihr Gewaltpotential wortwörtlich nicht eingeschätzt werden kann.
  14. die KESB will das Obhutsrecht wieder an die Mutter zurückübertragen; ich habe über einen Anwalt Beschwerde beim Bezirksrat eingelegt, der der KESB 4 Wochen (!) Zeit zur Stellungnahme einräumte; immerhin werden keine Prozesskostenvorschüsse verlangt, wie in der Vergangenheit; dem Bezirksratschreiber Walter D. hat man mittlerweile mit Präsident Hartmuth A. einen weiteren Verantwortungsträger zur Seite gestellt.
  15. ein weitere Antrag bei der KESB auf Herstellung des persönlichen Umgangs mit Vater (ich) und Grosseltern bleibt bis heute unbeantwortet
  16. mein Anwalt, hat diesen ganzen Mist fein säublich aufgeschrieben und letztlich am 17.07.13 beim Bezirksgericht Zürich einen Antrag auf Herstellung des Umgangs gestellt
  17. der eingeschaltete ISD (Internationale Sozialdienst) kapituliert und bemerkt, dass sich auf dem Verhandlungsweg trotz vorhandenem Titel nicht machen lässt, weil die Fronten zu verhärtet seien (Zitat Leiterin Gabriele S. http://forum.1001geschichte.de/viewtopi ... 91#p260291)
  18. das Bezirksgericht schickt den Antrag meines Anwalts ohne Eröffnung eines Verfahrens zurück mit dem Hinweis, dass die Verfahrensart nicht angegeben sei und droht gleichzeitig mit einer Kostenauflage (man mache sich klar, dass Kindesangelegenheiten absolute Offizialangelegenheiten sind)
  19. Die KESB, Fr.Suzzanne O., hält gegenüber dem Bezirksrat, an ihrer Rückübertragung der Obhut fest und argumentiert damit, dass ja alle Vorfälle bereits von Gerichten bearbeitet worden seien (das stimmt eben nicht - weder die schwere Kindesentführung mit Verweigerung med. Hilfe für unsere schwere verletzte Tochter, noch der schwere sexuelle Missbrauch, noch all die anderen Vorfälle sind irgendwo gewürdigt worden - eine Strafanzeige gegen die Trennungsrichterin Simone N. deswegen, hat man mit dem Argument, dass ich ja Rekurs hätte einreichen können, einfach fallen lassen. Man muss sich vergegenwärtigen, dass ein Strafverfahren gegen eine Richterin genau nichts mit der Fortführung des Zivilverfahrens zu tun hat.)
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Justicia
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Re: Nigeria: Reingelegt

Beitrag von Justicia » 02.08.2013, 14:27

Lieber Valerian,

keine großen Worte an dich. Wahrscheinlich bringt es dir auch nichts, was ich schreibe und dennoch:

Viel Kraft für deinen weiteren Kampf!

Ich hoffe so sehr, dass sich das Blatt endlich wendet und du beginnen kannst, eine Vater-Tochter-Beziehung, die von nahezu allen Seiten böswillig zerstört wurde, aufzubauen.

Alles Gute für dich!

Anaba
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Re: Nigeria: Reingelegt

Beitrag von Anaba » 02.08.2013, 14:31

Lieber Vaerian,

immer wenn ich sehe, dass du einen Beitrag geschrieben hast, hoffe ich es gibt Licht am Ende des Tunnels.
Leider ist das nicht so.

Ich mag das garnicht mehr lesen. Es ist unfassbar welche Steine dir in den Weg gelegt werden.

Ich hoffe sehr, du verlierst den Mut nicht und machst weiter.
Gib nicht auf und lass die Kleine nicht in Stich.
Liebe Grüße
Anaba

Administratorin
anaba@1001Geschichte.de

Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich offen im Gegensatz zu seiner Zeit
zu befinden und laut zu sagen: Nein
Kurt Tucholsky

Moppel
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Re: Nigeria: Reingelegt

Beitrag von Moppel » 02.08.2013, 15:04

Meine Fresse.
Die dumpfe Ideologie "Väter sind nichts Wert!" ist also auch in der Schweiz fest verankert.
Gruß
Moppel

Valerian
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Re: Nigeria: Reingelegt

Beitrag von Valerian » 03.08.2013, 13:57

Noch zu erwähnen sind:
  1. die Aufforderung des Anwältin der KESB (ehemals Vormundschaftsbehörde) an meinen Anwalt, Parteiverrat nach STGB § 356 zu begehen
  2. der Entlassungsbericht des Kinderhaus Tipi (das verdient pro Monat ca. 6'000.- CHF für jede untergebrachte Kind)
  3. der Antrag der Beiständin, die Obhut wieder der Nigerianischen Mutter zu übertragen
Die Dokumente folgen - eine öffentliche Darstellung voraussichtlich auch.
Zuletzt geändert von Valerian am 03.08.2013, 14:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Valerian
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Re: Nigeria: Reingelegt

Beitrag von Valerian » 03.08.2013, 14:02

Hier ist zunächst die erfolglose Aufforderung zum Parteienverrat - die hätte meinem Anwalt, wenn er der Aufforderung gefolgt wäre, locker ein JahrGefängnis einbringen können - in der Schweiz ist das üblich:
Zürich, 17. Mai 2013/et
X, geb. TT. November JJJJ
Sehr geehrter Herr Z.
Als Beilage senden wir Ihnen den Antrag der Beiständin betr. Aufhebung Obhutsentzug vom
2. April 2013 und bitten Sie höflich zu den Ausführungen im genannten Schreiben bis 27. Mai
2013 Stellung zu nehmen und allenfalls entsprechende Anträge zu stellen.
Angesichts des Persönlichkeitsschutzes der übrigen Familienmitglieder gilt es zu verhindern,
dass das Ihnen zugestellte Dokument der Öffentlichkeit (Internet, Blog etc.) zugänglich gemacht
wird. Wir ersuchen wir Sie, den Antrag dem Kindsvater nicht zu übergeben, sondern
den Inhalt mit ihm zu besprechen.
Wir danken für Ihre Bemühungen.
Freundliche Grüsse
RA lic.iur. Eva T.
Adjunktin
Man muss sich vor Augen halten, dass ich voll Sorgebrechtigt bin und es die Aufgabe der Beiständin und der Waisenrätin sowieihre Juristin ist, mich auf dem laufenden zu halten. Immerhin mussten diese Leute im Jahr 2010 der Mutter genau aus diesem Grund bereits eine Strafbewährte Weisung erteilen.
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Re: Nigeria: Reingelegt

Beitrag von Valerian » 03.08.2013, 15:00

Hier der Entlassungsbericht der Kinderinternierungsanstalt Tipi - eine private Organisation, die pro Kind und Monat ca. 6'000 CHF kassiert hat. In diesem Fall ohne Notwendigkeit, denn es gab zwei Väter und zwei Grosseltern, die bereit standen, für ihre Kinder und Enkel zu sorgen. Man muss diesen Bericht vor diesem Hintergrund lesen und sich vergegenwärtigen, dass diese Leute nicht im geringsten am Wohl eines Kindes interessiert sind - denen geht es darum, ihre eigenen Jobs zu finanzieren und zu sichern. Dafür reissen die Familien auseinander und sperren Kinder ein.
21. Dezember 2012
ALTERNATIVE
Verein für umfassende Suchttherapie
X, geb. TT.11.JJJJ
Abschlussbericht über den Aufenthalt im Kinderhaus TIPI
Aufenthalt vom 31. Mai 2012 bis 30. November 2012

I. Einleitung
Umfassendes Betreuungsangebot

Das Sozialtherapeutische Betreuungsnetz der ALTERNATIVE betreibt für Kinder im Alter von 0 bis ca. 6 Jahren das
Kinderhaus TIPI. Es nimmt rund um die Uhr Kinder in Notfall- und Krisensituationen auf und bietet ihnen einen Lebensraum
und eine Lernwelt auf Zeit. Ebenso werden Kinder, deren Eltern die Therapie im ULMENHOF noch nicht angetreten
oder abgebrochen haben, stationär rund um die Uhr betreut.

Auftrag
Hauptziel der Platzierung im TIPI ist die Sicherung der Entwicklungschancen für das Kind, wenn die kindliche Entwicklung
durch die familiäre Situation beeinträchtigt wird. Der Aufenthalt und die gezielten Interventionen im TIPI basieren
auf einer mehrdimensionalen Diagnostik des kindlichen Entwicklungsstandes mittels der Methodik KOSS (Kompetenzorientierte
Arbeit im stationären Setting).
Das TIPI gewährleistet dem Kind einen befristeten Lebensort, der den kindlichen Entwicklungsbedürfnissen gerecht
wird. Durch das kindgerechte Lebens- und Lernfeld erfahren die Kinder emotionale Zuwendung und soziale Anerkennung.
Sie erleben eine Beruhigung ihres Alltags an einem sicheren Ort, lernen mit unvermeidbaren Stresssituationen im
Alltag umzugehen und gewinnen (wieder) Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Durch neue Beziehungen zu anderen
Kindern und Erwachsenen können sie entwicklungsfördernde Lebenserfahrungen machen und verborgene Möglichkeiten
entdecken. Ein weiteres Ziel ist, dass die Kinder wieder Vertrauen in die Verlässlichkeit von Beziehungen zu Erwachsenen
bekommen.
Der Einbezug der Eltern und die Diagnostik der elterlichen Kompetenzen werden vom TIPI-Team sichergestellt. Im
Zentrum steht immer auch die Arbeit an einer tragfähigen Kind-Eltern-Beziehung, welche die Beteiligung und Mitarbeit
der Eltern an den Entwicklungsprozessen ihrer Kinder einschliesst.
Zur Bearbeitung besonderer Problemstellungen oder traumatischer Erfahrungen und für psychologische Abklärungen
steht für die Kinder eine Einzeltherapie zur Verfügung.
<hier ist die Werbung zu Ende>

II. Verlauf
X trat am 31. Mai 2012 zusammen mit ihren beiden jüngeren Schwestern (14 Monate und
2 Monate) ins Kinderhaus TIPI ein. Nach einem Gewaltvorfall zwischen der Mutter und dem Stiefvater
wurden die Kinder durch die stellvertretende Beiständin und die Waisenrätin notfallmässig
ins TIPI gebracht.
Die ersten Wochen wohnte X auf der Gruppe KAYA, verbrachte den Tag zwischen 8.30 Uhr
und 17.00 Uhr aber bei den YUMAs, damit sie Gelegenheit hatte mit gleichaltrigen Kindern zu
spielen. Am 23.06.2012 zügelte sie ganz zu den YUMAs. Wir wollten ihr die Möglichkeit geben,
mit ihren gleichaltrigen „Gschpänli" zusammenzuleben. Für die Besuche der Kindsmutter und des
Stiefvaters kam sie zu den KAYAs, damit die Familie zusammen sein konnte.
Die Mutter besuchte ihre drei Kinder regelmässig zwei Mal pro Woche während drei Stunden. Anfang
August setzte sie die Besuche für 27, Wochen aus, da sie bei ihrer Mutter in Nigeria weilte.
Xs Stiefvater besuchte die Kinder regelmässig am Samstag- und Sonntagnachmittag zwischen
14.00 Uhr und 17.00 Uhr.
X hatte vor ihrem Eintritt ins TIPI den Kindergarten in Altstetten ZH besucht. Damit sie weiterhin
den vertrauten Kindergarten besuchen konnte, organisierte die Beiständin eine Fahrgelegenheit,
zunächst bis zu den Sommerferien. Die Mutter wurde jeden Morgen bei sich zu Hause
abgeholt, fuhr ins TIPI, holte X ab und die Beiden wurden zusammen in den Kindergarten
gefahren. Mittags holte die Mutter X ab und brachte sie mit dem Zug ins TIPI zurück. Jeweils
montags und donnerstags aßen X und ihre Mutter mit der Gruppe zu Mittag und um 14.00
Uhr gingen sie zu den KAYAs und besuchten Xs Schwestern.
Da noch nicht klar war, wann eine Rückplatzierung stattfinden würde, wurde X auch nach
den Sommerferien mit dem Fahrdienst nach Altstetten in den Kindergarten gefahren. X besuchte
im zweiten Kindergartenjahr zwei Mal in der Woche auch nachmittags den Kindergarten.
Die Mutter betreute X in der Mittagszeit und brachte sie nach den Nachmittagsstunden ins
TIPI zurück. Die Besuche der Mutter bei allen drei Kindern fanden neu am Montag- und Freitagnachmittag
statt.
Der Stiefvater besuchte die Kinderweiterhin am Samstag- und Sonntagnachmittag.
In unregelmässigen Abständen bekam X Besuch von ihrem leiblichen Vater. Auch Telefonate
mit ihm fanden statt.
X äusserte immer wieder den Wunsch, nach Hause zu Mama zurückkehren zu wollen. Am
liebsten wollte sie, dass sie alle wieder eine Familie wären, aber dass Mama und Papa (Herr
O.) nicht mehr streiten. Manchmal äusserte sie auch, dass sie glaube, sie würde für immer
im TIPI bleiben müssen. Die ganze Situation war für X schwierig. Sie spürte die Uneinigkeit
der Erwachsenen und befand sich dadurch in einem Loyalitätskonflikt. Nicht zu wissen, wie es
weitergeht, verunsicherte sie zusätzlich.
Aufgrund des Gewaltvorfalls bestand eine 3-monatige gerichtlich angeordnete Kontaktsperre zwischen
Frau LLLL und Herrn O. Herr O. lebte weiterhin in der gemeinsamen Wohnung,
während Frau LLLL vorübergehend bei einer Kollegin wohnen konnte. Geplant war eine adäquate
Lösung für eine Rückplatzierung der Kinder zur Mutter zu finden. Als grosses Problem erwies sich
dabei, eine geeignete Wohnung für Mutter und Kinder zu finden.
Mitte September entschlossen sich Frau LLLL und Herr O. ihrer Beziehung nochmals eine
Chance zu geben. Die Mutter zog in die gemeinsame Wohnung zurück. Aufgrund der veränderten
familiären Situation wurde die Rückplatzierung von X und ihrer beiden Schwestern zu den
Eltern beschlossen. Während zweier Monate wurden die Kinder stufenweise auf das erneute Zusammenleben
mit den Eltern vorbereitet. Die Wochenenden und Besuchstage mit den Eltern während
der Rückplatzierungsphase schienen für die Kinder positiv verlaufen zu sein.
Am 30. November 2012 trat X aus dem Kinderhaus TIP! aus.

1. Gesundheitszustand
X ist ein gesundes Mädchen. Auffallend war, dass X sich wöchentlich am Freitag unwohl
fühlte und kränkelnd wirkte. Es war deutlich zu erkennen, wie sehr es ihr zu schaffen machte,
dass sie nicht nach Hause zu den Eltern konnte und alle anderen Kinder für das Wochenende
abgeholt wurden. Ihre psychische Verfassung spiegelte sich sofort in ihrer Körperhaltung.

2. Entwicklungsstand
X zeigt sich als intelligentes, aufgewecktes Mädchen mit einer schnellen Auffassungsgabe. In
der Fein- und Visuomotorik besitzt X vielfältige Fertigkeiten. Xs Sprache und Wortschatz
sind altersadäquat entwickelt, auch im kognitiven Bereich zeigt sie hohe Kompetenzen.
Demgegenüber scheint die emotionale Entwicklung Xs Schwachpunkt zu sein. X kann
ihre Gefühle sprachlich gut ausdrücken, trotzdem wirkt sie immer wieder bedrückt. Gedanklich
scheint sie viel zu beschäftigen, was sie jedoch selten äussert.
X sucht sehr schnell den Kontakt und die Körpernähe zu anderen Menschen. Dabei macht
sie keinen Unterschied, ob ihr die Menschen bekannt oder unbekannt sind. In diesem Bereich
wirkt sie distanzlos. X geniesst es sehr, wenn man ihr etwas vorliest und sie sich dabei an
einen kuscheln durfte
. In ruhigen Momenten erzählte X, wie sie die Gewaltsituationen zu
Hause erlebt hatte und was sie dann gemacht hatte („ich habe mich unter dem Bett versteckt"
oder „ich möchte gerne wieder nach Hause, Mama und Papa dürfen dann nicht mehr streiten").
X suchte sich mit Vorliebe Bilderbücher aus, die mit ihrer Geschichte zu tun haben (Themen
wie Angst, Nein-sagen, Gefühle). Es war ihr dann jeweils ein Bedürfnis, sich und ihre Gefühle mitzuteilen.
Hier wurde deutlich, dass die erlebten Gewaltsituationen sie stark beeinflussen und beschäftigen.
X machte zum Zeitpunkt des Austritts einen stabilen und ausgeglichenen Eindruck.
Sie freute sich, endlich nach Hause zu dürfen. In den letzten Wochen erzählte sie immer
wieder von ihren Befürchtungen, „wenn Mama und Papa wieder streiten". Wir versuchten X
zu unterstützen, indem wir Möglichkeiten aufzeigten, was sie in einer solchen Situation tun könnte.

3. Beziehung zu den Eltern
Beziehung zur Mutter:
Die Mutter spricht vorwiegend englisch oder einen nigerianischen Dialekt mit X. Es entstanden
immer wieder Missverständnisse in alltäglichen Belangen, im Umgang mit X oder auch
den TIPI Mitarbeitenden.
Bei den Besuchen der Mutter standen meist die beiden Kleinen im Vordergrund und X lief
nebenher. Die Mutter liess sich nur für kurze Zeit dazu überreden, sich mit X im Garten spielend
zu bewegen. Animation oder Stimulation für motorische oder verbale Spiele oder Spassmomente
gab es von ihrer Seite her kaum. Sie liess sich auch selten auf Anregungen unsererseits
ein. Es fiel auf, dass die Mutter häufig im Befehlston mit X kommunizierte. Es fiel ihr schwer,
Feinabstimmungen zu machen. Ihr war wichtig, dass das Kind brav war und sich von einer guten,
angepassten und ruhigen Art zeigte. Zuwendung schien X vor allem über ein perfektes Erscheinungsbild
zu bekommen.
Oft schien es so, als ob die Mutter ihre eigenen Bedürfnisse über die ihrer Kinder stellte. Meistens
gab die Mutter, wenn sie gerade ein Kind badete, wickelte oder fütterte, ein oder zwei ihrer Kinder
zur Betreuung an eine Mitarbeitende ab. In den letzten zwei Monaten machten die Mitarbeitenden
Frau LLLL vermehrt darauf aufmerksam, dass sie Strategien finden sollte, allen drei Kindern gerecht
zu werden, da sie in absehbarer Zeit die Kinder wieder bei sich haben würde und keine Mitarbeitenden
vom TIPI mehr da sein würden, um ihr die Kinder abzunehmen.
X äusserte immer wieder, dass sie die Mama vermisse, besonders beim Zubettgehen. Kam
die Mutter zu Besuch, zeigte X zu Beginn ihres Aufenthalts im TIPI wenig Gefühlsregung.
Es gab Besuchsnachmittage an denen X lieber mit den Kindern von der Gruppe YUMA gespielt
hätte. Ihre Mutter zeigte dafür allerdings wenig Verständnis. Nach einiger Zeit und diversen
Gesprächen mit den Mitarbeitenden, gestattete sie ihrer Tochter an Besuchstagen zwischendurch
mit den YUMA-Kindern spielen zu gehen und konnte Xs Bedürfnis respektieren.
Nachdem klar war. dass eine Rückpiatzierung stattfinden wird, zeigte sich bei der Mutter eine
deutliche Veränderung im Umgang mit X. Sie bemühte sich auf X einzugehen, erfragte
ihre Bedürfnisse und bot ihr verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten an. Sie gab auch zu erkennen,
dass sie bei diversen Situationen um unsere fachliche Meinung dankbar war und bat um
Rat. Sie äusserte auch klar, dass die Rückpiatzierung nicht nur mit positiven Gedanken behaftet
sei, sie brachte Ängste und Bedenken an. Die Wochenenden und Besuchstage mit den Eltern
während der Rückplatzierungsphase schienen für X sehr positiv zu verlaufen.

Beziehung zum Vater:
Zwischen X und ihrem Vater schien ein gutes und inniges Verhältnis zu bestehen. Sie freute
sich jedes Mal auf seine Besuche. Man spürte, dass sie eine wichtige Beziehung zueinander haben.
Immer wieder missachtete Herr LLLL jedoch unsere Regeln oder kam nicht zu vereinbarten
Besuchsterminen. Wir besprachen mit X jeweils die nicht wahrgenommenen Besuche. Solche
Situationen schienen ihr bekannt zu sein. Während des gesamten Aufenthalts besuchte der
Vater seine Tochter sieben Mal im TIPI. Der letzte Besuch war am 26.10.2012. Dazwischen gab
es seit Ende Juli keinen Besuch mehr, da Herr LLLL während dieser Zeit in Asien lebte und es ihm
nicht möglich war, seine Tochter zu besuchen. Auch die Telefonate wurden seltener. X fragte
wenig nach ihrem „weissen Papi". Die Telefonate mit ihm verliefen meistens ohne großes Interesse.
X wollte lieber zum Spielen mit den anderen Kindern und wirkte unruhig. Es konnte kein
Gespräch entstehen zwischen den Beiden, meist erschien es wie ein Abfragen seitens Kindsvater
von X.

4. Beziehung zu anderen wichtigen Bezugspersonen
Beziehung zum Stiefvater Herr O.:
X freute sich sehr über die Besuche von ihrem Stiefvater. Es war spürbar, dass eine Beziehung
zwischen den beiden vorhanden ist. X nannte ihn ihren „braunen Papi". Seine Körper-
nähe schien X zu geniessen. Sie äusserte ihm gegenüber auch ihre Gefühle. Dem Stiefvater
gelang es häufig, neben der Betreuung der beiden Kleinen auf Xs Bedürfnisse einzugehen.
Beziehung zu den Geschwistern:
X schien sehr stolz auf ihre beiden kleinen Schwestern zu sein. Sie suchte den Kontakt und
das Spiel mit ihnen, immer wieder sagte sie, „schau wie süss sie ist". Zeitweise vermittelte sie den
Eindruck, als trage sie in ihrer Rolle als grosse Schwester zu viel Verantwortung.

5. Spieltherapie
5.1. Zeitraum: 20.06.2012 bis 31.08.2012

5.2. Infoquellen
Zu Beginn fand ein ausführliches Gespräch mit der zuständigen Bezugsperson statt sowie ein
regelmässiger Austausch mit dem Team YUMA. Auf ein Gespräch mit der Mutter verzichteten wir
aufgrund der sprachlichen Schwierigkeiten. Es wurden neben der Beobachtung im Spiel und in
Alltagssituationen folgende Tests verwendet: Snijders-Oomen, non-verbaler Intelligenztest (SONR
21/4 -7), Baumtest, Menschzeichnung, Story Completion Tasks.

5.3. Klinischer Eindruck / Verhalten
X kam unbeschwert und freudig zur ersten Stunde. Sie wusste bereits, wer unsere Therapeutin
war und kannte auch den Therapie-Raum. Sie ging gleich zur Puppenstube und begann dort
zu spielen. Ganz kurz blieb sie dort, um sogleich zum nächsten zu hüpfen und dieses anzuschauen.
Insgesamt wirkte sie angetrieben und sehr unruhig. Sie hüpfte von einem Bein aufs andere,
rauf und runter und konnte sich kaum hinsetzen. Auf Anweisung sich hinzusetzen, reagierte X
adäquat.
X kann gut zuhören und verfügt über ein gutes Sprachverständnis. Es gelang ihr leicht, Anweisungen
zu befolgen und sie Hess sich gerne auf ein Spiel ein. Es fiel ihr schwer, körperliche
Distanz einzuhalten. Sie schien wenig zu unterscheiden, wem sie wie nahe kommen kann. So
wollte sie auch der Therapeutin schon in der ersten Stunde auf die Knie sitzen und konnte nicht
nachvollziehen, warum das nicht geht.
Nach ca. drei Wochen Hess ihre Unruhe und das hin und her Hüpfen etwas nach. X wirkte
aber nach wie vor innerlich angetrieben, konnte sich aber besser kontrollieren, wenn man ihr den
Rahmen dazu bot. Xs Kontaktaufnahme war dahingehend auffallend, dass sie kaum Unterschiede
machte, ob sie jemanden kennt oder nicht. Sie sprach auf eine fast erwachsene Art über
ihre Situation. Sie konnte klar äussern, dass sie nicht gerne hat, wenn die Eltern sich streiten.
Ebenfalls äusserte sie ihr Unverständnis darüber, dass der braune Papi böse auf sie sei, wenn sie
beim Mami sei und umgekehrt. Sie möchte bei Beiden sein können. Und dann gebe es noch den
weissen Papi, zu dem möchte sie auch gehen. X wirkte in solchen Momenten traurig und
überfordert. Es zeigte sich deutlich, dass diese Situation für sie emotional eine Überforderung
darstellt. X schien unter den unausgesprochenen Erwartungen ihrer Eltern zu leiden, denn
sie wollte und kann sich nicht entscheiden.

5.4. Kognitiver Bereich
X liess sich gerne und sehr gut führen. Sie war interessiert Neues kennenzulernen und zeigte
eine altersentsprechende Neugierde. Sie Hliess sich gut motivieren, auch für Aufgaben, die sie
nicht kannte. X zeigte keinerlei Unmut oder Ärger. Im Zweier-Setting konnte sich X sehr
gut konzentrieren. In der Anfangszeit fielen kurze Absenzen auf. Diese kamen später nicht mehr
vor. Der SON-R 2 V4-7 besteht aus sechs verschiedenen Subtests. Diese lassen sich einteilen in
einen Handlungstest und einen Denktest. X verfügte über gute kognitive Fähigkeiten. (SONHS:
136, SON-DS: 123, SON-IQ 119, bei einem Referenzalter von 6;8 Jahren).

5.5. Emotionaler Bereich
X zeigte vordergründig im Zusammensein mit Erwachsenen ein gesundes und gesichertes
Selbstvertrauen. Sie konnte gut mitteilen, was sie mag und was nicht. Sie hatte Ideen, was sie
spielen möchte und konnte sich einem Spiel auch hingeben. X hatte wenig verinnerlichte
Problemlösestrategien. Fühlte sie sich bedroht oder übergangen, löste sie dies mit abwenden,
auslachen, verachten oder auf der Symbolebene mit schlagen, hauen, töten. Sie verfügte kaum
über Strategien, wie sie mit schlechten Gefühlen oder Unmut anders umgehen könnte.
Wichtige Themen für X waren der Umgang mit Konflikten, die Pflege von Babys, Familie und
Streit. X liess sich schnell und unkompliziert auf einen Kontakt ein. Sie schien kaum Hemmungen
zu haben. Andererseits fiel es X schwer, in Kontakt oder in Verbindung zu bleiben,
wenn sie sich gekränkt fühlte. Eine Wiedergutmachung war dann kaum möglich. Sie stellte sehr
strenge Bedingungen um sich zu versöhnen. Darin zeigte sich auch, dass X zwar sichere
Bindungen eingehen kann, diese Stabilität jedoch bei Unsicherheiten in der Beziehung gefährdet
ist. Es schien, als ob sie für den Umgang mit solchen Situationen noch zu wenig innere Sicherheit
entwickeln konnte.
X wollte anfänglich keine Menschen zeichnen, das könne sie nicht. Nach etwas Motivation
gelang ihr eine altersentsprechende Ausführung einer Menschzeichnung. X zeichnete spontan
über dem Menschen Wolken, eine Sonne und einen Regenbogen. Dies widerspiegelte auf
eindrückliche Weise wohl auch ihre emotionale Situation. Das Bild drückte etwas Hoffnungsvolles
aus: Nach dem Regen scheint die Sonne und es gibt einen Regenbogen - vielleicht die Hoffnung
nach der Vereinigung der Eltern oder wenigstens dem unbeschwerten Zusammensein.

5.6. Zusammenfassende Beurteilung
Bei X handelt es sich um ein fröhliches, aufgewecktes 5;7-jähriges Mädchen. Sie geht sehr
schnell und offen Kontakte ein und scheint noch wenige Hemmungen zu haben gegenüber ihr
fremden Personen. Sie verfügt über gute kognitive Fähigkeiten und ist altersentsprechend entwickelt.
X hat eine klare, für ihr Alter fast zu klare Übersicht und Meinung über ihre Situation.
X hat heftige Konflikte zwischen den Eltern miterlebt. Dies scheint sich auch auf ihren eigenen
Umgang mit Problemlösungen übertragen zu haben. X ist schnell verunsichert, obwohl
sie ein sehr selbstbewusstes Auftreten an den Tag legt. Für Xs weitere Entwicklung scheint
es uns sehr wichtig zu sein, dass zwischen den Erwachsenen Klarheit geschaffen wird. X
sollte zu allen ihr wichtig gewordenen Bezugspersonen Kontakt pflegen dürfen. Der jetzige Loyalitätskonflikt
behindert ihre emotionale Entwicklung.
Eine von Xs Ressourcen war ihre gute kognitive Entwicklung, welche sie in ihrem Selbstwert
stärkt. Auch auf der emotionalen Ebene sollte X genährt werden. Sie braucht Aufmerksamkeit
und Zuneigung, ohne dass sie dafür eine Leistung erbringen muss.

III. Zusammenfassung
Im Vordergrund von Xs Aufenthalt im TIPI stand ihre instabile emotionale Entwicklung. Es
war wichtig, ihr Sicherheit und Halt zu bieten. Das Vertrauen zur Mutter und dem Stiefvater wieder
aufzubauen und ihr aufzuzeigen, dass Probleme nicht immer mit Gewalt enden müssen. Aber
auch ihr zu vermitteln, dass Auseinandersetzungen zum Leben dazugehören und es wichtig ist,
dass sie ihre Gefühle mitteilt.

IV. Schlussfolgerung/Empfehlung
Da der Aufenthalt im TIPI zu kurz war, um mit X therapeutisch ihre emotionalen Defizite aufzuarbeiten
und das Thema: Gewalt/Streit für sie offensichtlich nach wie vor zentral ist, scheint es
uns unverzichtbar, dass X nach ihrem Austritt anwaltschaftlich durch eine externe Fachperson
/Therapeutin begleitet wird, die auf ihre Anliegen eingeht.
Eine KOFA-Abklärung ist bereits angelaufen. Ebenso erachten wir es als wichtig, dass eine sozialtherapeutische
Familienbegleitung als Frühwarnsystem installiert worden ist, um den Kindern und
den Eltern Unterstützung zu bieten und weiteren Eskalationen vorzubeugen.

Der Besuch eines Hortes ist für X sicher wichtig, um ihren aktuellen Entwicklungsstand zu
erhalten und ihre Ressourcen und Kompetenzen zu fördern. Aufgrund der sprachlichen Schwierigkeiten
der Eltern scheint dies zu Hause nicht vollumfänglich gewährleistet werden zu können.
Für weitere Fragen wenden Sie sich an die fallführende Sozialarbeiterin, Marlies H., KANU
Beratung und Nachsorge, Telefon 044 454 40 52.
Berichtsverfasserin:
Franziska H., TIPI Kinderhaus

DIE ALTERNATIVE
TIPI Kinderhaus
Anke K.
Bereichsleitung Kinder

Geht an:
- Beiständin Kind: Frau Martine S-Z, Sozialzentrum Albisriederhaus, Zürich
Kopie an:
- Eltern
-Akte TIPI und KANU
Einige Kommentare von mir:
  1. im grossen und ganzen stimmt der Bericht, auch, wenn versucht wurde, die wichtige Beziehung meiner Tochter zu mir schlecht zu reden und Fakten dahingehend wegzulassen
  2. die Behauptung, dass meine Ex und der "braune Papi" sich entschlossen hätten, es noch einmal zu versuchen, steht im Widerspruch zu dem, was ich auf anderem Wege gehört habe. Hier ist klar Druck auf die beiden ausgeübt worden. Die waren sich so spinne Feind, dass sie ihn für ihren Gefängnisaufenthalt persönlich verantwortlich gemacht hat.
  3. die Behauptung ich hätte mich nicht an Regeln gehalten ist eine glatte Lüge - die Wahrheit ist, was man auch den Emails entnehmen kann, dass die Beiständin und das Kinderhaus immer weitere Hürden aufgebaut haben und den Besuch meiner Tochter immer schwieriger machten. Meine Tochter hat Weinkrämpfe bekommen, als ich sie im Kinderhaus verliess. In einem Fall musste ich ihr versprechen, dass ich ein Foto von ihr und mir mache und sie es bekommt, um es immer bei sich zu haben
  4. das meine Tochter ankuscheln und Vorlesen sehr geniesst, liegt daran, dass das das ist, was ich immer mit ihr gemacht habe - abends stundenlang; erst Puzzel spielen, dann GO-Steine sortieren und hinterher Märchen lesen und noch ein Prinzessinen Video gucken - das erklärt nämlich auch ihre guten sprachlichen Fähigkeiten, obwohl die Mutter diese nicht hat und auch keine emotionale Wärme bietet
  5. die feste Bindung zu mir, die dazu führte, dass meine Tochter am Umgangsende nicht mehr zur Mami zurück wollte, versucht man konsequent zu zerstören und durch die fragile Beziehung zur Nigerianischen Mutter und dem "braunen Papi" zu ersetzen - beide haben einen Migrationshintergrund und sind nicht annähern in der Lage soziale Stabilität zu liefen - das Ergebnis in einigen Jahren ist vorprogrammiert
  6. dass meine Tochter aus diesem Heim wieder nach Hause wollte, ist klar. Dabei ging es ihr aber nicht primär darum, wieder in die Kriegszone der Mutter und des Stiefvater zu geraten, sondern sie lebte von der Hoffnung, dann wieder zu mir zu kommen. Spätestens mit dem vereitelten Weihnachtsumgang (hier gibts das Gesprächsprotokoll meines Anwalts mit der Waisenrätin Suzzanne O.) hat man ihr diese Hoffnung auch noch zerstört und dann angefangen ihr zu erzählen, dass ich mich nicht um sie kümmern würde
  7. die ganze Situation ist mittlerweile so künstlich und krank, dass ein sensibles Kind sofort merkt, dass alle Theater spielen. Sobald die Aufsichtspersonen und die Kontrolle wegfallen, fängt der Krieg zwischen der Mutter und dem "braunen Papi" wieder an - das ist deshalb evident, weil die Mutter unter einer durch Therapie nicht behandelbaren psychotischen Störung leidet, die immer bei Belastungen durchbricht - ich habe eine Tonaufzeichnung davon, wie sich das anhört
__________________________________________________
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Valerian
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Re: Nigeria: Reingelegt

Beitrag von Valerian » 03.08.2013, 16:06

Zürich, 2. April 2013/SDM

Antrag Aufhebung Art. 310 ZGB bei X LLLL, geb. TT.11.JJJJ, Y, geb. TT.03.JJJJ, Z, geb. TT.04.JJJJ

Sehr geehrte Damen und Herren

Ausgangslage
Nach einem Gewaltvorfall zwischen der Mutter E. LLLL und dem Vater, respektive Stiefvater O. O. wurden die Kinder X LLLL, Y O., Z LLLL mit Verfügung eines Obhutsentzugs am 31.03.2012 in das Kinderhaus TIPI platziert. Die Platzierung erfolgte zum Schutz der drei Mädchen.
Zum Zeitpunkt der Platzierung konnte das Gewaltpotential der Kindseltern eingeschätzt werden. Die Kindseltern wirkten emotional äusserst belastet und konnten eine kindsgerechte Betreuung der drei Mädchen nicht gewährleisten. Die Kindsmutter verbrachte wenige Tage in U-Haft und wurde daraufhin für 3 Monate gemäss Gewaltschutzmassnahmen angewiesen, keinen Kontakt zu O. O. aufzunehmen und die gemeinsame Wohnung nicht zu betreten.
Die Mädchen konnten weder der Mutter noch dem Vater in Obhut gelassen werden:
• O. O. musste täglich seiner Erwerbsarbeit nachgehen und hatte abends wenig Kraft für zusätzliche Pflichten, wie zum Beispiel die Wohnungssuche.
• Die Kindsmutter wurde aus der Wohnung verwiesen und wohnte vorübergehend bei einer Kollegin.
• Das Gewaltpotential der Eltern, insbesondere der Mutter konnte nicht eingeschätzt werden.


Sozialdepartement
2/8
• E. LLLL wurde durch O. O. beschuldigt, einen problematischen Umgang mit Alkohol zu haben.
• Die Wohnung erweckte beim Hausbesuch den Eindruck, dass die Eltern ihren Pflichten (Sauberkeit / Ordnung der Wohnung) nicht mehr vollumfänglich nachkommen konnten.
• Die Kinder, insbesondere X, erweckten beim Hausbesuch vom 31. Mai 2012 den Eindruck, dass sie es gewohnt waren, sich alleine zu beschäftigen und viel Verantwortung zu übernehmen. X spielte während dem ganzen Besuch in ihrem Zimmer ohne nachzufragen, was los ist. Auf den Gewaltvorfall angesprochen reagierte sie, als wüsste sie von nichts.
• Die Eltern brauchten Zeit, um ihre schwierige Situation zu verarbeiten. Sie mussten sich ihren Gefühlen und künftigen Vorstellungen betreffend dem Familienleben bewusst werden.



Platzierung im TIPI
Grundsatz
Gemäss Konzept des TIPI ist das Hauptziel jeder Platzierung die Sicherung der Entwicklungschancen für das Kind, wenn die kindliche Entwicklung durch die familiäre Situation beeinträchtig wird. Das TIPI gewährleistet den Kindern einen befristeten Lebensort, der den kindlichen Bedürfnissen gerecht wird. Sie erleben eine Beruhigung ihres Alltags an einem sicheren Ort, lernen mit unvermeidbaren Stresssituationen im Alltag umzugehen und gewinnen Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Der Einbezug der Eltern und die Diagnostik der elterlichen Kompetenzen werden vom TIPI-Team sichergestellt. Im Zentrum steht immer auch die Arbeit an einer tragfähigen Kind-Eltern-Beziehung, welche die Beteiligung und Mitarbeit der Eltern an den Entwicklungsprozessen ihrer Kinder einschliesst.
Beobachtungen zur Entwicklung der Mädchen während der Zeit im TiPl

Die drei Kinder lebten vom 31.Mai 2012 bis 30.November 2012 im TIPI.
X: Sie zeigte sich gemäss Aussagen der Betreuerinnen des TIPI als intelligentes, aufgewecktes Mädchen mit einer schnellen Auffassungsgabe.
3/8

Im emotionalen Bereich wird X als unsicher beschrieben. Sie könne zwar ihre Gefühle sprachlich gut ausdrücken, wirke aber oft bedrückt. Gedanklich schien sie viel beschäftigt, äusserte jedoch selten etwas.
Auffallend erschien, dass sie oft Bilderbücher auswählte, welche mit ihrer Geschichte in Verbindung gebracht werden konnten (Themen wie Angst, Nein-sagen, Gefühle). Sie hatte dann das Bedürfnis, sich und ihre Gefühle mitzuteilen. Den Betreuungspersonen wurde durch dieses Verhalten verdeutlicht, dass die erlebten Gewaltsituationen X stark beeinflussen und beschäftigen.
Während dem Aufenthalt äusserte X immer wieder, dass sie nach Hause zu Mami wolle. Zum Zeitpunkt des Austritts machte sie einen stabilen und ausgeglichenen Eindruck. Sie erzählte aber auch, dass sie Angst habe, dass die Eltern sich erneut streiten. Die Bezugspersonen thematisierten mit X was sie bei Streitigkeiten unter den Eltern tun könnte.
Y: Sie wird als aktives und aufgewecktes Mädchen beschrieben. Beim Eintritt ins TIPI wirkte sie in ihrem Spielverhalten eher passiv. Bald begann sie ihre Umgebung aus zukundschaften. Sie liebte es, die Welt draussen zu entdecken und erklimmt freudig Böschungen und spielt mit Wasser und Sand.
Im Kontakt zu anderen Menschen differenziert sie wenig zwischen ihr vertrauten und fremden Personen. So streckt sie schnell fremden Menschen ihre Arme entgegen.
Y scheint einen ausgeprägten Sinn dafür zu haben, was richtig und falsch ist. Ihre eigenen „Streiche" versucht sie durch ein Lächeln auszugleichen. Zum Ende der Platzierung zeigten sich der starke Wille und die Entdeckungslust von Y. Es wird für die Kindseltern eine Herausforderung darstellen, konsequent zu bleiben und nicht sofort nachzugeben, wenn Y ihren Unmut äussert.
Z: Sie entwickelt sich altersentsprechend. Oft plagten sie Bauchschmerzen oder hatte Schwierigkeiten mit der Verdauung. Bei Eintritt ins TIPI hatte sie tagsüber keinen festen Schlaf-Wachrhythmus. Sie liebte es mitten im Geschehen zu sein. Unmut zeigte sie lautstark und reagierte sehr aufmerksam auf Geräusche in ihrer Nähe.
Während dem Aufenthalt wechselte Z von anfänglich nur Schoppennahrung auf erste Breinahrung.
Als jüngste der drei Geschwister bekam sie bei Besuchen der Eltern am meisten elterlichen Körperkontakt und Aufmerksamkeit.
4/8




Beobachtungen der Betreuungspersonen zu den Eltern
E. LLLL: Im Laufe der 6 Monate gelang es E. LLLL, sich auf ihre Kinder einzulassen und Ratschläge der Betreuerinnen anzunehmen. Anfänglich zeigte sie sich während den Besuchen noch oft überfordert, allen drei Mädchen gerecht zu werden. So standen die beiden Kleinen im Vordergrund und X lief nebenher. Die Mutter liess sich von X nur für kurze Zeit für eine altersgerechte Aktivität motivieren. Animation oder Stimulation für motorische oder verbale Spiele oder Spassmomente gab es von E. LLLL nur selten. Die Mutter wünschte, dass ihre Mädchen einfach bei ihr sitzen. Dies war insbesondere für Y schnell langweilig und erfüllte somit die Bedürfnisse und Erwartungen der Mutter nicht.
Den Betreuerinnen viel auf, dass E. LLLL insbesondere mit X oft im Befehlston kommunizierte. Der Mutter schien es insbesondere wichtig, dass die Kinder brav waren und sich von einer angepassten und ruhigen Art zeigten. Zuwendung schien X vor allem durch ein perfektes Erscheinungsbild (schön gekleidet, frisiert, wohlerzogen) zu erhalten.
Die beiden kleinen Kinder badete E. LLLL oft. Dabei zeigte sie sich bei Y jedoch hektisch und unsicher, so dass diese Aktivität für das Mädchen keine Entspannung bot. In ruhigen Momenten suchte Y Körperkontakt zur Mutter. Der Mutter fiel es jedoch schwer, altersadäquate Spielanreize zu schaffen.
Z versorgte E. LLLL von Beginn an zuverlässig. Pflegeleistungen und das Erkennen von Hunger nahm sie bei Z wahr. Sie hielt sie viel im Arm oder trug sie im Tuch vor der Brust gebunden. Ob eine wirkliche tragfähige, emotionale Beziehung zu diesem Zeitpunkt bestand, liess sich für die Betreuungspersonen des TIPI nur schwer erkennen. Die Mutter gab sich grosse Mühe, auf Zs Bedürfnisse einzugehen.
Als bekannt wurde, dass die Mädchen wieder zu der Mutter zurückkehren können, wurde E. LLLL sichtlich offener gegenüber Ratschlägen der Mitarbeitenden. Sie bemühte sich auf X einzugehen, erfragte deren Bedürfnisse und bot verschiedene Beschäftigungsmög­lichkeiten an. Sie interessierte sich für die Ernährung von Z, machte bei der TIPI Köchin einen Brei-Kochkurs und begleitete Y öfters auf den Spielplatz.
Die Erziehungsaufgaben betreffend Y wurden nicht leichter für die Mutter, da Y sich als lebhaftes Kind zeigte und in eine starke Trotzphase zu kommen schien.
5/8


O. O.: Bei allen drei Kindern war erkennbar, dass er eine wichtige Bezugsperson war. X freute sich über die Besuche ihres Stiefvaters. Sie nannte ihn ihren „braunen Papi". O. O. schaffte es oft neben der Betreuung der Kleinen auch die Spielbedürfnisse von X zu erkennen.
Y und Z badete er oft. Dabei blieb er ruhig und konnte die emotionalen Bedürf­nisse seiner Töchter erkennen.
O. O. kämpfte gemäss Aussage der Betreuerinnen des TIPIs immer wieder mit der für ihn belastende Situation. Er fühlte sich oft ungerecht behandelt. Nicht immer gelang es ihm, diese Gefühle bei sich zu behalten. So war er bei den Besuchen leicht abgelenkt und mit den Gedanken wohl nicht immer bei den Kindern. Dies stellte für Y eine Verunsi­cherung dar. Y suchte mal intensiven Körperkontakt zum Vater, mal beachtete sie ihn kaum.
S LLLL: Er besuchte seine Tochter X siebenmal im TIPI. Der letzte Besuch war am 26.10.2012. Immer wieder missachtete S LLLL die Regeln der Telefonzeiten oder kam nicht zu vereinbarten Besuchsterminen. Besprachen die Betreuerinnen mit X die nicht wahrgenommenen Besuche ihres Vaters, zeigte sich X nicht überrascht, so als würde sie dieses Verhalten bereits kennen.
Kam S LLLL ins Tipi, freute sich X über dem Besuch. Die Betreuerinnen spürten, dass die beiden eine wichtige Beziehung und ein inniges Verhältnis zueinander haben.



Austritt TIPI
Am 30. November 2012 traten die Mädchen aus dem TIPI aus. Anfänglich war geplant, dass E. LLLL die Mädchen alleine betreuen wird. Nachdem die Gewaltschutzmassnahmen aufgehoben wurden und E. LLLL und O. O. wieder zusammen kommunizieren konnten, gaben sich die Eltern eine zweite Chance und beschlossen, erneut als Familie zusammen zu leben.
Beim Austritt wurde vereinbart, dass X neben dem Kindergarten künftig auch den Hort in Altstetten besuchen wird. Die beiden jüngeren Geschwister sollten 2 bis 3 Tage in der Woche eine Kinderkrippe besuchen. So kam es, dass Y und Z weitere 3 Monate als Krippenkinder 3 Mal wöchentlich die Zeit im TIPI verbrachten. Ab März 2013 konnte eine Kinderkrippe in Altstetten gefunden werden.
6/8


Die Empfehlung des Betreuungsteam des TIPIs zeigen, dass es unabdingbar ist, die Familie weiterhin zu begleiten und beobachten. Insbesondere X soll durch Drittpersonen betreut werden und allenfalls die Möglichkeit bekommen, durch eine Fachperson ihre emotionalen Defizite aufzuarbeiten.
Y und Z sollen weiterhin in einer familienergänzenden Betreuung (Krippe) gefördert werden. E. LLLL wird dadurch entlastet und kann sich in Ruhe ihren psychosozialen Themen, dem Haushalt und weiteren Pflichten widmen (Therapie, behördliche Verpflichtungen).

Massnahmen nach Austritt
KOFA Abklärung
Das Zentrum Inselhof, Abteilung Eltern- Kindbegleitung wurde beauftragt in der Familie LLLL/ O. eine KOFA 6 Monate (Kompetenzorientierte Familienarbeit) durchzuführen. Es wurde vereinbart, dass die Familie während denersten 6 Wochen intensiv begleitet wird. Im März 2013 fand eine Zwischenauswertung der Eltem-Kindbegleitung statt, welche wegweisend war, ob in der Familie hinreichend Beruhigung eingekehrt und das Wohl der Kinder gewährleistet ist.
Die Zwischenauswertung war durchwegs positiv. Die Eltern - Kindbegleiterin Verena S. beschreibt, dass sich die Eltern und Kinder gut an dem Prozess beteiligen. E. LLLL nehme Anregungen wohlwollend auf und versuche mit ihren Kindern einen Tagesrhythmus einzuhalten. Die Wohnung wirke gepflegt, die Einrichtung und Spielsachen sind kindsgerecht. E. LLLL habe sich zum Ziel gesetzt ihren Alltag in Ruhe zu gestalten. Sie sei froh um die Unterstützung und auch bereit, dazu zu lernen.
E. LLLL gibt die Rückmeldung, dass die Eltern-Kindbegleitung eine Bereicherung sei und sie gerne für ihre Kinder lerne.
O. O. betone, dass es im Moment in der Familie keine Schwierigkeiten gäbe. Er habe gelernt Differenzen anzusprechen und wolle sorgfältig mit seinem Umfeld umgehen. Aus dem Bericht der Eltern - Kindbegleitung ist nicht zu entnehmen, ob O. O. seine Vorsätze auch umsetzen kann. Die Eltern -Kindbegleiterin teilt mit, dass er täglich arbeitet und dadurch einzig an den Abenden und am Wochenende Zeit für die Mädchen hat. Er spiele viel mit den Kindern und leite sie im Spiel an. Er müsse lernen den Mädchen vermehrt auch Grenzen setzen.
7/8


Therapien
E. LLLL hat sich eine Therapeutin gesucht. Auf die Therapeutin wirke E. LLLL nicht wie eine Person, welche einen problematischen Umgang mit Alkohol habe. Sie komme pünktlich zum Gespräch und wolle für die Kinder etwas verändern. Erzählt E. LLLL von ihrer Beziehung zu O. O. hinterfragt die Therapeutin die Glaubwürdigkeit von O. O.
O. O. besuchte während der Zeit als die Kinder im TIPI waren einen Psychiater des PPZ. Diese Therapie hat er abgebrochen, nachdem klar war, dass er und die Kinder wieder zusammen leben werden.
Der Aufforderung mit Hilfe einer Paartherapie ihre Streitkultur aufzuarbeiten waren die Eltern anfänglich nicht nachgekommen. Nach einer erneuten Auseinandersetzung im März 2013 und der Angst einer Wiederholung der Geschehnisse, haben sich die Eltern umgehend um eine Paartherapie bemüht. Diese Therapie hat am ...begonnen.

Hort / Kinderkrippe
X besuchte nach Austritt 3-mal wöchentlich den Hort. Dieser gefällt ihr sehr gut und sie äusserte den Wunsch den Ferienhort zu besuchen.
Y und Z besuchten während drei Monaten die Krippe im TIPI. Die Mutter begleitete die Mädchen zuverlässig nach Birmensdorf.
Mit Hilfe der Anlaufstelle für Kinderbetreuung im Kreis 9 fand E. LLLL per März 2013 eine Krippe in Albisrieden. Die Mädchen werden nach einer Eingewöhnungszeit jeweils am Donnerstag und Freitag die Krippe besuchen. Eine erste telefonische Rückmeldung der Betreuerin der Kinderkrippe zeigt, dass die Mädchen sich schnell an die Krippenregeln gewöhnt haben und die Zusammenarbeit mit E. LLLL leicht fällt. O. O. war bis anhin nie in der Kinderkrippe.

Mütterberatung
E. LLLL nimmt seit anfangs Jahr 2013 Termine bei der Mütterberaterin Verena K. war. Bei diesen Terminen wurde insbesondere das Essverhalten von Z besprochen. Die Mütternberaterin sieht keine Gründe für eine Kindswohlgefährdung.

Wirtschaftliche Hilfe
Die fallführenden Beraterin in der wirtschaftlichen Hilfe Lilian S. berichtet, dass E. LLLL und O. O. jeweils Ende Monat in grosse finanzielle Engpässe geraten. Dies führt
8/8

regelmässig zu Auseinandersetzungen. E. LLLL und O. O. werfen sich gegen­seitig einen unvernünftigen Umgang mit dem Geld vor. Während einem Streit diesbezüglich anfangs März 2013 wurde die Familienarbeiterin notfallmässig beigezogen. Beim Schlichtungsgespräch wurde sichtbar, dass die Eltern betreffend Finanzen kein gegenseitiges Vertrauen aufbringen.
Unterdessen wurde der Familienbegleiterin der zusätzliche Auftrag erteilt, mit E. LLLL und O. O. eine finanzielle Bestandesaufnahme (Schulden, Auslagen etc,) aufzustellen und eine Budgetberatung durchzuführen. Während einem Gespräch mit dem Stellvertreter von Lilian S. wurde vereinbart, dass die Privaten Schulden in kleinen Raten beglichen werden, die Sozialhilfezahlungen zweimonatlich ausbezahlt werden und die Kürzungen in der wirtschaftlichen Hilfe in kleineren monatlichen Raten abgegolten werden.


Antrag
Aufhebung des Obhutsentzug gemäss Art. 310 ZGB für die Kinder X LLLL, Y O. und Z LLLL.
Begründung Antrag
Die Rückmeldungen der Drittpersonen zeigen mehrheitlich, dass E. LLLL und O. O. ihre Betreuungsaufgaben wieder übernommen haben. Durch Kinderkrippe, Hort und Kindergarten kann die Entwicklung der Mädchen kontinuierlich beobachtet werden. Die Institutionen wurden darauf hingewiesen bei Auffälligkeiten mit der Beiständin in Kontakt zu treten.
Die knappen finanziellen Ressourcen sind ein Stressfaktor für E. LLLL und O. O. uns somit ein Risiko für das Wohlergehen der Familie. Die Problematik ist erkannt und benannt. Im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten wird die Familie dahingehend unterstützt.
Die Kindseltern sind bereit in Bezug auf ihre Partnerschaftlichen Differenzen fachliche Hilfe anzunehmen.

Martine S-Z Sozialarbeiterin
Wem hier noch nicht schlecht geworden ist - einige Anmerkungen:
  1. im März 2013 kam es schon wieder zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung - ich als sorgeberechtigter Vater, wurde nicht einmal informiert !!
  2. die angeblich mehrheitlich positiven Rückmeldungen der Drittpersonen sind (1.) die Tante der Mütterbetreuung, die schon 2008 bestätigte, dass es sich um eine gute und verantwortungsvolle Mutter handele :lol: (2.) die wirstschaftliche Beraterin Liliane S. hat nicht berichtet, dass alles in Ordnung ist (3.) die Therapeutin der Mutter (die eine Psychose mit Gesprächen auch nicht behandeln kann), stellt die Behauptung auf, dass die Mutter keinen problematischen Umgang mit Alkohol hätte - das war aber schon Thema im Trennungsverfahren 2008 und ein paar Belege hätte ich da noch zu liefern; eine positive Empfehlung hat sie laut diesem Bericht nicht abgegeben (4.) Die Empfehlung des Betreuungsteam des TIPIs war negativ ----- die Beiständin sollte mal einen Mathematik Grundkurs fürs Abzählen besuchen, damit sie sich wenigsten dort nicht vertut
  3. die Schuld an allem ist auch identifiziert: Das Geld. Es kann also nur an einem Rabenvater, wie mir liegen, der die schwere Misshandlung seiner Tochter nicht mehr finanziert, das die Mutter paranoid ist und ständig ausrastet. Wenn die Nigerianische Mutter nicht von ihrem Nigerianischen Clan wegen Geld unter Druck gesetzt würde, bräuchte man die Schweizer Sozialhilfe an sie vielleicht nicht in zwei Teilen auszahlen, es würde über den gesamten Monat reichen und der Druck, der die Mutter regelmässig ausrasten lässt, wäre abgemildert - aber an so naheliegende Dinge denkt die Beiständin nicht, weil sie dann ja keinen greifbaren Schuldigen mehr hat
Liebe Schweizer (die Mehrheit ist nämlich sehr vernünftig), die ihr das lest und bezahlt - geht auf die Strasse und sorgt dafür, dass die KESB und der Bezirksrat Zürich Euer Geld nicht mehr zum Fenster raus schmeisst und Kinder misshandelt. Das bleibt nämlich immer an allen kleben. Die Finanzierung dieser gesamten, leicht lösbaren Situation übernimmt nämlich nicht die Beiständin Martine S-Z, die KESB Fr.Suzzanne O oder der korrupte Bezirksrat unter Walter D., nein die Finanzierung übernehmen alle Schweizer Steuerzahler. Ihr bezahlt die Gehälter dieser Leute, die Euren Ruf kaputt machen, Eurer Geld verschleudern und Kinder misshandeln. Ihr bezahlt auch die mittlerweile vielfältigen beteiligten Institutionen: Polizei, Staatsanwaltschaft, KESB, Sozialbehörde, Bezirksrat, KOFA, Insel, Kinderhaus Tipi usw usf - ich könnte hier nur noch raten, aber nach meiner Schätzung aus dem letzten Jahr, gehe ich davon aus, dass hier jeden Monat ein 5-stelliger Betrag in Franken in diese Situation investiert wird.
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Amely
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Re: Nigeria: Reingelegt

Beitrag von Amely » 03.08.2013, 17:32

Valerian, man kann beim Lesen deiner Berichte nur immer wieder ungläubig den Kopf schütteln.
Ich kann nicht verstehen, dass kein Anwalt in der Lage ist, diesem unwürdigen Spiel ein Ende zu machen.
Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und Ausdauer und hoffe, es ist für deine Tochter nicht irgendwann zu
spät.
Liebe Grüße Amely

Valerian
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Re: Nigeria: Reingelegt

Beitrag von Valerian » 03.08.2013, 17:41

@Amely
Ja - viel schlimmer geht es nicht mehr. Was eigentlich noch fehlt, ist die Meldung, dass meine Tochter unter Aufsicht der Schweizer Behörden beschnitten wurde, oder dass sie aufgrund des psychischen Misshandlungen anfängt epileptische Anfälle zu bekommen. Da ich aber nun weiss, wie verbrecherisch diese Leute mit meiner Tochter umgehen, werde ich hier nicht mehr locker lassen.
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Haram
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Re: Nigeria: Reingelegt

Beitrag von Haram » 03.08.2013, 18:14

Hallo Valerian

Ist eine kriminelle Vereinigung !

Gruss
haram
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Re: Nigeria: Reingelegt

Beitrag von Valerian » 08.08.2013, 12:16

Jetzt gibt es eine Gesamtdarstellung: http://bit.ly/11Oik0Q
Ich freu mich auf jeden Aufruf. Die anderen Neuigkeiten schreibe ich weiterhin
hier im Forum.
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Elisa
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Re: Nigeria: Reingelegt

Beitrag von Elisa » 08.08.2013, 13:57

Valerian, über diese Parasiten könnte ich ein Buch füllen, aber nicht nur ich.

LG Elisa

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Re: Nigeria: Reingelegt

Beitrag von Valerian » 13.08.2013, 13:10

Da es jetzt zu einem absoluten Abbruch des Kontakts zu meiner Tochter gekommen ist (siehe Fallbeschreibung), habe ich noch zwei Dinge unternommen:
  1. eine Rundmail an alle Schweizer Nationalratsmitglieder - es soll ja später keiner behaupten können, er hätte die Zustände um die KESB nicht gekannt:
    Sehr geehrte Damen und Herren Nationalräte,

    ich möchte Sie mit diesem Schreiben auf die Seite:

    Der Fall "Celina" (Schweiz)

    aufmerksam machen. Hier beschreibe ich, was Züricher
    Behörden im Bruch mit vielen Gesetzen mit meiner Tochter
    anstellen.

    Derzeit verweigert man mir, den Kontakt zu meiner Tochter
    vollständig. Eine Petition an Frau Sommaruga, mit der
    Bitte einen Ausschuss einzusetzen, wurde mir
    zurück gesendet.

    Ich bitte hiermit, um Ihre Hilfe in der Sache.

    Mit freundlichen Grüssen
  2. eine Petitition an den Deutschen Bundestag. Immerhin hat meine Tochter die Deutsche Staatsangehörigkeit und kann nichts dafür in die Fänge der KESB Zürich und ihrer Waisenrätin Suzanne O. gelangt zu sein. Den Text werde ich veröffentlichen, sobald die Nummer durch den Petitionsausschuss vergeben ist.
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