Ist es immer Bezness? Statistiken? - Afghanistan

Austausch über gemachte Bezness-Erfahrungen in diesen Ländern

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clairealacarta
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Ist es immer Bezness? Statistiken? - Afghanistan

Beitrag von clairealacarta » 06.06.2019, 14:50

Mein Freund, 27, vor 5 Jahren als Flüchtling hergekommen und ich, 27 sind seit 4 Monaten zusammen. Er ist anhänglich, wir sehen uns jeden Tag, sein Handy etc. liegt offen da (Ich könnte theoretisch schauen wenn ich wollte), eine abgeschlossene Ausbildung, einen festen Job und eine Aufenthaltserlaubnis (allerdings nur befristet auf ein Jahr - bisher) mit der er auch ins Nicht-EU Ausland reisen kann.
Er spricht auch fließend deutsch (besser als mein Vater, Rumäne, seit 40 Jahren in Deutschland).
Er verhält sich sehr verliebt, spricht öfter in Babysprache mit mir, verniedlicht mich, kneift mir in die Wangen..., wir haben viel Sex und haben soweit ich das sehe eine ganz normale Beziehung. Er tut viel für mich, hab ich abends Lust auf eine Cola geht er zur Tankstelle und holt mir eine. Er zahlt eigentlich alles, weil ich wenig Geld hab und er es toll findet mich einzuladen. Ich habe auch 2 Monate kostenlos bei ihm gewohnt, weil ich wohnungslos war bis meine neue Wohnung frei war und ich aus der alten raus musste.

Auch im Ramadan gab es keinerlei Einschränkung außer auf den Verzicht auf Alkohol, wir hatten normal Sex und gebetet hat er auch nicht.
Er kennt meine Eltern, Freunde usw.. und ich kenne seinen Onkel, Bruder etc und alle weiteren Verwandten die in Deutschland leben. Meine Eltern und Freunde mögen ihn und finden ihn sehr nett und sympatisch.

Er hat mich gefragt ob unsere Beziehung zu etwas hinführt ob wir denn irgendwann heiraten, weil er schon nach 1-2 Jahren Beziehung mal irgendwann heiraten will und auch seine Eltern alle von uns wüssten und er nicht 10 Jahre lang in wilder Ehe leben kann. und ich ja am Anfang eher gesagt hätte, dass ich überhaupt nicht heiraten will. Jedenfalls meinte ich dann ganz ehrlich, dass ich unter keinen Umständen heirate bevor er seine Niederlassungserlaubnis hat, einfach als Sicherheitsmaßnahme, auch wenn ich ihm noch so vertrau.
Sollte seine Aufenthaltserlaubnis nicht verlängert werden und er wird abgeschoben, würde ich mit ihm in ein anderes Land gehen wo er leicht hinkommt zB Indien, aber eine Heirat gibt es bei mir nur mit Niederlassungserlaubnis oder eben wenn er die nicht bekommt nach 10 jähriger guter Beziehung. Man muss allerdings dazu sagen, dass eine Abschiebung sehr unwahrscheinlich ist, und auch seine Anwältin positiver Dinge ist dass er nach der Aufenthaltserlaubnis eine Verlängerung bekommt.
Geldtechnisch gibt es bei mir übrigens überhaupt nichts zu holen. Also wenn es Bezness ist dann nur wegen dem Aufenthalt.

Er hat das sofort verstanden wegen der Heirat und hat mich gefragt ob wir dann wenigstens nach einem Jahr Beziehung nur in der Moschee heiraten könnten, damit unsere Beziehung sozusagen legalisiert wäre und seine Eltern sich nicht die ganze Zeit beschweren. Denn bis es zu einer Niederlassungserlaubnis käme könnte es auch noch mal ein paar Jahre dauern. Dann bräuchte ich auch keine Angst haben dass er nur auf den Aufenthalt aus wäre. Er sagt aber auch, dass das jetzt kein Antrag war sondern er will halt nur wissen ob das mit uns wohin führt und wenn es soweit ist wird er mir auf jeden Fall einen "richtigen" Antrag machen und definitiv eine riesen große Hochzeit feiern, die auch er bzw. seine Eltern finanzieren.

Trotzdem bin ich misstrauisch, nicht weil ich ein schlechtes Bauchgefühl hätte oder weil er mir irgendeinen Anlass gibt, sondern weil so viel wie ich immer höre Bezness auf 99% der Moslems zutrifft. Warum sollte genau mein Freund also anders sein und zu den 1% gehören? Allerdings ist einer seiner näheren Verwanden schon viel länger in Deutschland als er und seit über 10 Jahren glücklich mit einer Deutschen verheiratet.

Ich kann es mir zwar nicht vorstellen dass seine Verliebtheit gespielt ist, da ich auch zu den Menschen mit einer sehr guten Intuition zähle und noch nie Unrecht hatte aber das konnten viele auch nicht glauben und unterlagen dem AMIGA Syndrom. Ich glaube tief im Innerem eigentlich nicht, dass es Bezness ist - aber das dachten ja viele Frauen hier in diesem Forum auch.

Deshalb frage ich euch was ihr davon hält, wie kann ich mich vor einem gebrochenen Herz schützen und gibt es vielleicht offizielle Statistiken wie viel Prozent der binationalen tatsächlich Bezness zum Opfer fallen, sind es wirklich 99% oder sind meine Ängste irrational?

Viele Grüße

Cimmone
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Re: Ist es immer Bezness? Statistiken? - Afghanistan

Beitrag von Cimmone » 06.06.2019, 14:58

Hallo clairealacarta,

Herzlich Willkommen im Forum 1001Geschichte.
Das Team wünscht Dir einen guten und informativen Austausch.
Wenn Du denkst:"Das ist zu schön, um wahr zu sein", dann ist es das meist auch.

LG, Cimmone
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karima66
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Re: Ist es immer Bezness? Statistiken? - Afghanistan

Beitrag von karima66 » 06.06.2019, 15:15

Hallo Claire,

vor gebrochenem Herzen kann man sich nicht schützen es sei denn man verliebt sich nie und bleibt allein.
Das betrifft auch nationale Beziehungen.
Da es dir ja scheinbar mit ihm gut geht, Bezness sehe ich momentan nicht, kannst du es ja weiter laufen lassen, finanziell kann er dir ja nicht schaden, so lange du dabei bleibst ihn nicht zu heiraten so bekommt er durch dich keinen Aufenthalt, aufpassen musst natürlich beim Sex sonst hat er schneller 18 Jahre Aufenthalt als du gucken kannst.
Du hast Familie hinter dir.
Kann natürlich passieren, dass er nicht so bett bleibt wenn er trotz bemühen bei dir nicht weiter kommt, seine Familie zu viel Druck macht....nach Indien will er ganz sicher nicht......und wenn sich eure Beziehung verändert und du diese dann vielleicht beenden willst dann kann es gefährlich werden für dich......
Eine solche Beziehung ist immer ein Kraftakt und riskant, auf Dauer funktionieren so wenige........da du jetzt schon fragst um dein Herz zu retten.....lass es vielleicht besser....

Nilka
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Re: Ist es immer Bezness? Statistiken? - Afghanistan

Beitrag von Nilka » 06.06.2019, 15:39

Jedenfalls meinte ich dann ganz ehrlich, dass ich unter keinen Umständen heirate bevor er seine Niederlassungserlaubnis hat, einfach als Sicherheitsmaßnahme, auch wenn ich ihm noch so vertrau.
Sollte seine Aufenthaltserlaubnis nicht verlängert werden und er wird abgeschoben, würde ich mit ihm in ein anderes Land gehen wo er leicht hinkommt zB Indien, aber eine Heirat gibt es bei mir nur mit Niederlassungserlaubnis oder eben wenn er die nicht bekommt nach 10 jähriger guter Beziehung.
Das ist eine gute Einstellung. Du musst nur dabei bleiben. Gäbe es früher ein Kind, ist allerdings der gute Vorsatz und deine Sicherheit, was seine Absichten wirklich waren, futsch.
Würde er sich dann ganz anders verhalten als jetzt und für dich somit klar, dass er Beznesser ist, oder "n u r"
seine Sozialisation, trotz westlicher Einstellung, durchkommt und dir und eventuell dem Nachwuchs das Leben schwer macht, wäre dein Herzschmerz unvermeindbar.
LG ♥ Nilka
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clairealacarta
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Re: Ist es immer Bezness? Statistiken? - Afghanistan

Beitrag von clairealacarta » 06.06.2019, 15:49

Nilka hat geschrieben:
06.06.2019, 15:39
Jedenfalls meinte ich dann ganz ehrlich, dass ich unter keinen Umständen heirate bevor er seine Niederlassungserlaubnis hat, einfach als Sicherheitsmaßnahme, auch wenn ich ihm noch so vertrau.
Sollte seine Aufenthaltserlaubnis nicht verlängert werden und er wird abgeschoben, würde ich mit ihm in ein anderes Land gehen wo er leicht hinkommt zB Indien, aber eine Heirat gibt es bei mir nur mit Niederlassungserlaubnis oder eben wenn er die nicht bekommt nach 10 jähriger guter Beziehung.
Das ist eine gute Einstellung. Du musst nur dabei bleiben. Gäbe es früher ein Kind, ist allerdings der gute Vorsatz und deine Sicherheit, was seine Absichten wirklich waren, futsch.
Würde er sich dann ganz anders verhalten als jetzt und für dich somit klar, dass er Beznesser ist, oder "n u r"
seine Sozialisation, trotz westlicher Einstellung, durchkommt und dir und eventuell dem Nachwuchs das Leben schwer macht, wäre dein Herzschmerz unvermeindbar.
Also wir wollen beide erst später Kinder. Er sagt erst in so 5 Jahren weil er noch viel ausschlafen möchte und er bei seinem Bruder sieht wie festgefahren man dann ist und nicht mehr viele Möglichkeiten hat. Ich reise sehr viel (Habe immer im Dschungel etc volunteert und mir das damit finanziert) und er will auch unbedingt noch eine Weltreise mit mir machen. Ich nehme auch die Pille seit ich 14 Jahre alt bin. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme könnte man die Pille verstecken/in der Arbeit deponieren damit es keine Möglichkeit gibt diese zu manipulieren, aber ich spiele auch gerade etwas Sherlock Holmes und ich glaube ich lese zu viel...Ich hab nur gehört dass manche Löcher in Kondome pieksen um sich den Aufenthalt zu sichern. Jedenfalls will ich gerade noch unter keinen Umständen Kinder weil ich auch noch einiges vor habe bezüglich reisen. Und unverheiratet schon mal gleich gar nicht. Also mitte 30 Kinder bekommen wäre mir ganz recht, dann habe ich meine jungen Jahre noch schön genossen. Und er sieht das eigentlich auch so...

Nilka
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Re: Ist es immer Bezness? Statistiken? - Afghanistan

Beitrag von Nilka » 06.06.2019, 16:09

Liebe Clair,
dein Plan ist gut. Ich wünsche dir, das alles nach diesem Plan läuft.
Du machst einen vernünftigen Eindruck und ich schätze, du meinst auch ernst, was du schreibst.
Du willst kein Weg zum Ziel eines Bezzi sein. Das ist gut! Bleibe wachsam und höre auf deinen Bauchgefühl.
Wenn du von deinem Plan nicht abweicht, wird sich alles klären.
LG ♥ Nilka
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Re: Ist es immer Bezness? Statistiken? - Afghanistan

Beitrag von Thelmalouis » 06.06.2019, 16:27

Hallo Clairealacarta,

wenn er tatsächlich so westlich eingestellt wäre, dann würde er nicht dem Wunsch seiner Eltern nachkommen wollen, zumindest muslimisch zu heiraten.
Das ist ein Zeichen dafür, dass der Familie ihre Religion und Tradition sehr wichtig ist und ihm, so wie es aussieht wohl auch.
Früher oder später, wird er sich immer mehr in diese Richtung begeben und er wird sich in seinem Verhalten verändern.
Das wird dir nicht unbedingt gefallen, denn das lockere Leben ist dann mit einem Mal vorbei.

Also, entweder ist es ihm wichtig, dass er nun endlich in geordneten Verhältnissen durch Heirat entsprechend seiner Tradition lebt, oder er möchte nun endlich seinen Aufenthaltsstatus durch Heirat in D sichern.
Dafür braucht er eine deutsche Partnerin mit der er 3 Jahre verheiratet sein muss.
Naja, wahrscheinlich ist beides der Fall.
Aber im 1. Fall wird die Familie wohl eine Jungfrau aus ihrem Kreis, anstatt deiner, bevorzugen.
Das hört sich nun hart an, aber in den meisten Fällen steht eine einheimische Kandidatin schon bereit und es ist bereits alles geplant und arrangiert.
Gruß Thelmalouis

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clairealacarta
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Re: Ist es immer Bezness? Statistiken? - Afghanistan

Beitrag von clairealacarta » 06.06.2019, 16:56

Thelmalouis hat geschrieben:
06.06.2019, 16:27
Hallo Clairealacarta,

wenn er tatsächlich so westlich eingestellt wäre, dann würde er nicht dem Wunsch seiner Eltern nachkommen wollen, zumindest muslimisch zu heiraten.
Das ist ein Zeichen dafür, dass der Familie ihre Religion und Tradition sehr wichtig ist und ihm, so wie es aussieht wohl auch.
Früher oder später, wird er sich immer mehr in diese Richtung begeben und er wird sich in seinem Verhalten verändern.
Das wird dir nicht unbedingt gefallen, denn das lockere Leben ist dann mit einem Mal vorbei.

Also, entweder ist es ihm wichtig, dass er nun endlich in geordneten Verhältnissen durch Heirat entsprechend seiner Tradition lebt, oder er möchte nun endlich seinen Aufenthaltsstatus durch Heirat in D sichern.
Dafür braucht er eine deutsche Partnerin mit der er 3 Jahre verheiratet sein muss.
Naja, wahrscheinlich ist beides der Fall.
Aber im 1. Fall wird die Familie wohl eine Jungfrau aus ihrem Kreis, anstatt deiner, bevorzugen.
Das hört sich nun hart an, aber in den meisten Fällen steht eine einheimische Kandidatin schon bereit und es ist bereits alles geplant und arrangiert.
Also zum ersten Absatz sehe ich das ein bisschen auch so, dass es den Eltern wichtig ist. Ihm selber ist das jetzt nicht so wichtig, er hat nur keine Lust auf Stress mit den Eltern. So ähnlich ist es mit meinen Eltern zugegeben aber auch. Ich hab da keine Lust auf Diskussionen usw. und Lüge sie zB auch an bei bestimmten Dingen weil ich mir bei der Wahrheit nur Stress machen würde. So ist das bei ihm eigentlich auch. Er würde ja gerne vorlügen dass wir verheiratet sind, aber leider glaubt das dann keiner ohne entsprechende Bestätigung. Seine Familie will ja auch unbedingt meinen Vater persönlich kennen lernen und alles bereden und dann sozusagen mit meinen Eltern zusammen alles planen. Da kann man dann nix vorlügen.

Bei einer rein islamischen Hochzeit hab ich nichts dagegen weil er dadurch ja eh seinen Aufenthalt nicht bekommen würde solange wir nicht standesamtlich heiraten (Die Idee kam aber übrigens von mir, er wusste gar nicht dass das geht). Also seinen Eltern ist es nur wichtig das wir ~überhaupt~ heiraten in den nächsten 1-2 Jahren, aber weil das unter keinen Umständen zur Debatte für mich steht zu heiraten ohne Niederlassungserlaubnis seinerseits,hat er die Idee der rein islamischen Hochzeit wieder aufgegriffen mit der Begründung dann sind wir verheiratet, vor Gott ist alles erlaubt und du brauchst auch keine Angst mehr haben dass ich dich nur wegen dem Aufenthalt heirate, weil den bekomme ich dadurch ja eh nicht.

Und bei dem "Gespräch" hat er diese Idee meinerseits wieder aufgefasst. Also er weiß genau dass ich ihn unter keinen Umständen ohne Niederlassungserlaubnis "rechtlich" heirate. Ob es in einer Moschee/Kirche ist ohne Standesamt (damit auch vorm deutschen Gesetz nicht gültig und keinen Einfluss auf seinen Aufenthalt - das weiß er auch) bin ich sozusagen "sicher".

Ich frag hier nur nach ob ich denn irgendwas nicht beachtet hätte? Also weil du nämlich geschrieben hast dass er auf den Aufenthalt vermutlich aus ist. Meinst du er hält sich dann sozusagen eine verliebte Frau und denkt im Inneren wenn er wirklich abgeschoben werden würde, dann würde ich ihn schon heiraten wenn ich ihn liebe (Würde ich nicht, aber vielleicht weiß er das nicht). Und sieht mich sozusagen als Zeitvertreib an bis der Ernst des Lebens beginnt? Dass er durch mich den Aufenthalt bekommt ist mehr als unwahrscheinlich, er weiß auch dass ich in dieser Hinsicht gaaaanz misstrauisch bin und niemals ohne Niederlassungserlaubnis standesamtlich heiraten würde. Aber es kann ja sein dass er sich denkt super hab ich eine nette Affäre bis ich meinen Aufenthalt (durch ihn selber - durch mich ausgeschlossen) habe und dann kann ich ja meine Jungfrau heiraten? Dann wäre es aber sehr dumm von ihm mich seiner Familie vorzustellen, aber gut theoretisch kann halt alles so geplant sein.

Deshalb würde mich auch der Prozentsatz, eine echte Statistik interessieren wie viele binationale Beziehungen mit einem Moslem durch Bezzness kaputt gehen.

Nilka
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Re: Ist es immer Bezness? Statistiken? - Afghanistan

Beitrag von Nilka » 06.06.2019, 17:08

clairealacarta hat geschrieben:
06.06.2019, 16:56

Ich frag hier nur nach ob ich denn irgendwas nicht beachtet hätte? Also weil du nämlich geschrieben hast dass er auf den Aufenthalt vermutlich aus ist. Meinst du er hält sich dann sozusagen eine verliebte Frau und denkt im Inneren wenn er wirklich abgeschoben werden würde, dann würde ich ihn schon heiraten wenn ich ihn liebe
Ja, so wird auch gedacht, gehofft und leider klappt das auch sehr oft.
Deshalb würde mich auch der Prozentsatz, eine echte Statistik interessieren wie viele binationale Beziehungen mit einem Moslem durch Bezzness kaputt gehen.
Solche Statistik gibt es höchstwahrscheinlich nicht.
LG ♥ Nilka
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Re: Ist es immer Bezness? Statistiken? - Afghanistan

Beitrag von Cimmone » 06.06.2019, 17:09

clairealacarta hat geschrieben:
06.06.2019, 16:56


Deshalb würde mich auch der Prozentsatz, eine echte Statistik interessieren wie viele binationale Beziehungen mit einem Moslem durch Bezzness kaputt gehen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Statistiken aufgestellt werden, wie viele binationale Beziehungen halten oder nicht.

Wenn es eine Bezness-Beziehung ist, geht sie zu 100% kaputt, weil von Anfang an beim Beznesser keine Ehrlichkeit dabei ist und es um Missbrauch und Betrug geht.
Entweder das Opfer schafft es, den Bezzie zu entlarven.
Oder das Opfer ist so ausgebrannt, dass es nicht mehr kann und will.
Oder der Bezzie hat sein Ziel erreicht und lässt das Opfer fallen wie eine heiße Kartoffel.
Wenn Du denkst:"Das ist zu schön, um wahr zu sein", dann ist es das meist auch.

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Re: Ist es immer Bezness? Statistiken? - Afghanistan

Beitrag von Nilka » 06.06.2019, 17:18

Für dich auch, Clairealacarta, Gute Nacht Lektüre:
https://www.1001geschichte.de/unsere-wa ... schichten/
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Re: Ist es immer Bezness? Statistiken? - Afghanistan

Beitrag von clairealacarta » 06.06.2019, 17:20

Die Frage war dann eher wie viele der muslimischen Männer in binationalen Beziehungen sind Beznesser. Stimmen da die 99%? Also zumindest kommt es mir so vor wenn ich hier so rumlese. Im Endeffekt darf man dann eig mit keinem Moslem was anfangen

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Re: Ist es immer Bezness? Statistiken? - Afghanistan

Beitrag von Nilka » 06.06.2019, 17:31

Es war immer die Rede davon, dass 99% ( sogar 99,9 % ) der muslimischen Männer, die im Tourismus arbeiten,
Beznesser sind.
Ich würde diese Zahl auch auf Internet übertragen - die die da sitzen und Frauen anschreiben sind auch Beznesser , sowie die sogenannten Flüchtlinge, die sich ihre Aufenthalt durch Heirat oder Kind sichern wollen.
LG ♥ Nilka
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Re: Ist es immer Bezness? Statistiken? - Afghanistan

Beitrag von Thelmalouis » 06.06.2019, 17:32

clairealacarta hat geschrieben:
06.06.2019, 16:56
Deshalb würde mich auch der Prozentsatz, eine echte Statistik interessieren wie viele binationale Beziehungen mit einem Moslem durch Bezzness kaputt gehen.
Liebe Clairealacarta,

das kannst du halt nicht schwarz auf weiß haben.
Hier kannst du aber aus dem reichen Erfahrungsschatz dieses Forums schöpfen.
clairealacarta hat geschrieben:
06.06.2019, 16:56
Also weil du nämlich geschrieben hast dass er auf den Aufenthalt vermutlich aus ist. Meinst du er hält sich dann sozusagen eine verliebte Frau und denkt im Inneren wenn er wirklich abgeschoben werden würde, dann würde ich ihn schon heiraten wenn ich ihn liebe (Würde ich nicht, aber vielleicht weiß er das nicht). Und sieht mich sozusagen als Zeitvertreib an bis der Ernst des Lebens beginnt? Dass er durch mich den Aufenthalt bekommt ist mehr als unwahrscheinlich, er weiß auch dass ich in dieser Hinsicht gaaaanz misstrauisch bin und niemals ohne Niederlassungserlaubnis standesamtlich heiraten würde. Aber es kann ja sein dass er sich denkt super hab ich eine nette Affäre bis ich meinen Aufenthalt (durch ihn selber - durch mich ausgeschlossen) habe und dann kann ich ja meine Jungfrau heiraten? Dann wäre es aber sehr dumm von ihm mich seiner Familie vorzustellen, aber gut theoretisch kann halt alles so geplant sein.
Es muss nicht sein, dass er auf den Aufenthalt aus ist, aber ein höheres Risiko besteht in seinem Fall schon.
Weißt du, er kann´s ja mal versuchen, ob das mit einer rechtlichen Heirat bei dir doch noch klappt.
Im Moment stellst du dich noch dagegen und er hat vermutlich noch Geduld sich an seiner Trickkiste zu bedienen.
Wie angeblich ernst es dir damit ist, ist ihm vermutlich nicht klar.

Dass er dich seiner Familie vorstellen möchte, kann auch nur dem einen Zweck dienen, dich in falsche Sicherheit zu wiegen.

Diese muslimische Heirat ist jedenfalls ein Schritt in seine gewünschte Richtung.
Da dies zwar keine rechtliche Konsequenz nach sich zieht und du es auch selbst vorgeschlagen hast, fühlst du dich auch nicht so unter Druck gesetzt.
Super, da hast du ihm schon ein schönes Stück Arbeit abgenommen.
Und es zeigt auch, dass du dir Gedanken bezüglich eines Kompromisses gemacht hast, willst ja auch mit ihm weiter zusammen sein.

Sein nächstes Argument könnte sein, nun haben wir den 1. Schritt getan, wir gehören doch zusammen, lass uns Nägel mit Köpfen machen.
Steter Tropfen höhlt nun mal den Stein.
Und wenn er sich weiterhin so liebevoll um dich kümmert, könnte er sein Ziel um so schneller erreichen.

Ich schreibe hier die ganze Zeit von könnte, könnte, etc.
Mit 100%-iger Sicherheit weiß ich es auch nicht, jedoch ist das Forum mit Geschichten, wie der deiner voll und du wärst nicht die Erste, welche (ums mit deinen Worten zu formulieren) nur ein netter Zeitvertreib bis der Ernst des Lebens beginnt, ist.
Gruß Thelmalouis

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Re: Ist es immer Bezness? Statistiken? - Afghanistan

Beitrag von leva » 06.06.2019, 17:33

clairealacarta hat geschrieben:
06.06.2019, 17:20
Die Frage war dann eher wie viele der muslimischen Männer in binationalen Beziehungen sind Beznesser. Stimmen da die 99%? Also zumindest kommt es mir so vor wenn ich hier so rumlese. Im Endeffekt darf man dann eig mit keinem Moslem was anfangen
Wer soll die Statistik erheben und warum?

Hier im forum geht es um Bezness.
x -fach erlebte,gescheiterte Geschichten,Beziehungen,Ehen.
Ihr koennt ja irgendeine kleine Zeremonie machen,nur fuer euch,mit Freundschaftsringen etc.

Heiraten dann wirklich erst,wenn er den sicheren Aufenthalt hat.
Lass dir keinen Druck machen.

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Re: Ist es immer Bezness? Statistiken? - Afghanistan

Beitrag von clairealacarta » 06.06.2019, 17:45

Thelmalouis hat geschrieben:
06.06.2019, 17:32
clairealacarta hat geschrieben:
06.06.2019, 16:56
Deshalb würde mich auch der Prozentsatz, eine echte Statistik interessieren wie viele binationale Beziehungen mit einem Moslem durch Bezzness kaputt gehen.
Liebe Clairealacarta,

das kannst du halt nicht schwarz auf weiß haben.
Hier kannst du aber aus dem reichen Erfahrungsschatz dieses Forums schöpfen.
clairealacarta hat geschrieben:
06.06.2019, 16:56
Also weil du nämlich geschrieben hast dass er auf den Aufenthalt vermutlich aus ist. Meinst du er hält sich dann sozusagen eine verliebte Frau und denkt im Inneren wenn er wirklich abgeschoben werden würde, dann würde ich ihn schon heiraten wenn ich ihn liebe (Würde ich nicht, aber vielleicht weiß er das nicht). Und sieht mich sozusagen als Zeitvertreib an bis der Ernst des Lebens beginnt? Dass er durch mich den Aufenthalt bekommt ist mehr als unwahrscheinlich, er weiß auch dass ich in dieser Hinsicht gaaaanz misstrauisch bin und niemals ohne Niederlassungserlaubnis standesamtlich heiraten würde. Aber es kann ja sein dass er sich denkt super hab ich eine nette Affäre bis ich meinen Aufenthalt (durch ihn selber - durch mich ausgeschlossen) habe und dann kann ich ja meine Jungfrau heiraten? Dann wäre es aber sehr dumm von ihm mich seiner Familie vorzustellen, aber gut theoretisch kann halt alles so geplant sein.
Es muss nicht sein, dass er auf den Aufenthalt aus ist, aber ein höheres Risiko besteht in seinem Fall schon.
Weißt du, er kann´s ja mal versuchen, ob das mit einer rechtlichen Heirat bei dir doch noch klappt.
Im Moment stellst du dich noch dagegen und er hat vermutlich noch Geduld sich an seiner Trickkiste zu bedienen.
Wie angeblich ernst es dir damit ist, ist ihm vermutlich nicht klar.

Dass er dich seiner Familie vorstellen möchte, kann auch nur dem einen Zweck dienen, dich in falsche Sicherheit zu wiegen.

Diese muslimische Heirat ist jedenfalls ein Schritt in seine gewünschte Richtung.
Da dies zwar keine rechtliche Konsequenz nach sich zieht und du es auch selbst vorgeschlagen hast, fühlst du dich auch nicht so unter Druck gesetzt.
Super, da hast du ihm schon ein schönes Stück Arbeit abgenommen.
Und es zeigt auch, dass du dir Gedanken bezüglich eines Kompromisses gemacht hast, willst ja auch mit ihm weiter zusammen sein.

Sein nächstes Argument könnte sein, nun haben wir den 1. Schritt getan, wir gehören doch zusammen, lass uns Nägel mit Köpfen machen.
Steter Tropfen höhlt nun mal den Stein.
Und wenn er sich weiterhin so liebevoll um dich kümmert, könnte er sein Ziel um so schneller erreichen.

Ich schreibe hier die ganze Zeit von könnte, könnte, etc.
Mit 100%-iger Sicherheit weiß ich es auch nicht, jedoch ist das Forum mit Geschichten, wie der deiner voll und du wärst nicht die Erste, welche (ums mit deinen Worten zu formulieren) nur ein netter Zeitvertreib bis der Ernst des Lebens beginnt, ist.

Das heißt pauschal schützen kann man sich nur wenn man erst gar keine Beziehung zu einen Moslem eingeht wenn er a) keine Niederlassungserlaubnis hat oder b) man selber Geld hat. Puh schwere Entscheidung ob ich jetzt Schluss machen soll um dem Risiko zu entgehen. Im Moment sehe ich es so dass solang mein Risiko nur ein gebrochenenes Herz ist ich das eingehe (das ist bei einer tollen Reise schnell vergessen). Aber rechtliche Heirat erst nach Niederlassungserlaubnis. Im schlimmsten Fall hat er mich nur gehalten für Sex und Absicherung falls er doch nicht die Niederlassungserlaubnis bekommt. (dafür hatte ich dann aber auch meinen Spaß und hab von Essenseinladungen und kostenlosen Urlauben profitiert)

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Re: Ist es immer Bezness? Statistiken? - Afghanistan

Beitrag von Thelmalouis » 06.06.2019, 18:06

clairealacarta hat geschrieben:
06.06.2019, 17:45
Das heißt pauschal schützen kann man sich nur wenn man erst gar keine Beziehung zu einen Moslem eingeht wenn er a) keine Niederlassungserlaubnis hat oder b) man selber Geld hat. Puh schwere Entscheidung ob ich jetzt Schluss machen soll um dem Risiko zu entgehen. Im Moment sehe ich es so dass solang mein Risiko nur ein gebrochenenes Herz ist ich das eingehe (das ist bei einer tollen Reise schnell vergessen). Aber rechtliche Heirat erst nach Niederlassungserlaubnis. Im schlimmsten Fall hat er mich nur gehalten für Sex und Absicherung falls er doch nicht die Niederlassungserlaubnis bekommt. (dafür hatte ich dann aber auch meinen Spaß und hab von Essenseinladungen und kostenlosen Urlauben profitiert)
Ich würde dir gerne was Positives schreiben, aber das kann ich leider nicht.

Mal eine andere Frage, was ist, wie geht es weiter, wenn dieses Jahr vorüber ist?
Du schreibst, seine AU ist auf 1 Jahr befristet.
Wenn er keine Möglichkeit hat oder es für ihn absehbar ist, in seinem Job nicht weiter beschäftigt zu werden, dann wird er vermutlich mehr Dampf machen und alles versuchen auszuschöpfen, damit er hier bleiben kann.
Hier bist du seine 1. Anlaufstelle.
Könntest du dann immer noch so auf deine Prinzipien bestehen.
Indien würde ich dir als Auswanderungsland nun nicht gerade empfehlen.
Auswandern sagt sich auch immer so leicht, aber man beginnt in einem anderen Land nun mal von null.
Du hast hier deine Familie, Freunde und auch einen Job oder studierst, dies hattest du eingangs nicht erwähnt.
Aber könntest du alles einfach so, für eine ungewisse Zukunft aufgeben?

Und unterschätze dein gebrochenes Herz nicht.
Festzustellen, dass man nur Mittel zum Zweck war und benutzt worden ist, ist alles andere als leicht weg zu stecken.
Klar, man überlebt es, aber brauchen tut man dies ganz sicher nicht.
Gruß Thelmalouis

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Re: Ist es immer Bezness? Statistiken? - Afghanistan

Beitrag von Anaba » 06.06.2019, 18:20

clairealacarta hat geschrieben:
06.06.2019, 17:20
Die Frage war dann eher wie viele der muslimischen Männer in binationalen Beziehungen sind Beznesser. Stimmen da die 99%? Also zumindest kommt es mir so vor wenn ich hier so rumlese. Im Endeffekt darf man dann eig mit keinem Moslem was anfangen
Guten Abend clairealacarta,

willkommen auch von mir.

Man sollte bei jeder Hochzeit mit einem Partner, dessen Aufenthalt ungesichert ist, aufpassen.
Egal ob Muslim oder nicht.
Der deutsche Pass ist begehrt, das steht fest.
Du bist dir jetzt ziemlich sicher, dass er eine Niederlassungserlaubnis bekommt.
Es könnte aber genau so passieren, dass er zurück muss, wenn die Fluchtgründe nicht mehr gegeben sind.
Das ist bei der derzeitigen Politik zwar ziemlich unwahrscheinlich, aber wer weiß was in einigen Jahren ist?
Er wer weiß das und wird auch keine Ruhe haben, bis er hier sicher ist.
Eins kann ich mir allerdings nicht vorstellen, dass du ihn nicht heiraten würdest, wenn er gehen müsste.
Wenn ihr viele Jahre gut und glücklich zusammengelebt habt, würdest du ihn niemals gehen lassen.
Ich schreibe das aus Erfahrung. :wink:
Gut, dass du dir Gedanken machst.
Was soll man dir raten? Genieße die Zeit und lass es weiterhin langsam angehen.
Beobachte ihn gut und lass dir nichts vormachen.
Liebe Grüße
Anaba

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zu befinden und laut zu sagen: Nein
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Re: Ist es immer Bezness? Statistiken? - Afghanistan

Beitrag von Thelmalouis » 06.06.2019, 18:30

Liebe Clarealacarta,

ehrlich, es tut mir leid, dass ich dir meine Bedenken so schonungslos um die Ohren gehauen habe.
Das war nicht böse gemeint.
Lass das alles erst mal sacken.

Du weißt nun, was auf dich zukommen könnte und bist etwas mehr drauf vorbereitet.
Wichtig ist, dass du dich von niemandem unter Druck setzen lässt und du dich nicht auf falsche Kompromisse einlässt.
Tue nichts, was du nicht auch wirklich tun willst oder vor dem dich ein ungutes Bauchgefühl warnt.
Lass dir Zeit und bestehe auch darauf.

Ich wünsche dir alles Gute.
Gruß Thelmalouis

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Efendi II
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Re: Ist es immer Bezness? Statistiken? - Afghanistan

Beitrag von Efendi II » 06.06.2019, 19:15

clairealacarta hat geschrieben:
06.06.2019, 14:50
Sollte seine Aufenthaltserlaubnis nicht verlängert werden und er wird abgeschoben, würde ich mit ihm in ein anderes Land gehen wo er leicht hinkommt zB Indien,
Warum glaubt er denn, dass er abgeschoben werden könnte? Abgeschoben werden nur Kriminelle (wenn überhaupt?) oder Personen die eine Ausreiseaufforderung beharrlich ignorieren.

Was veranlasst Dich (oder ihn?) zu der Annahme, dass Ihr so ohne weiteres eine Aufenthaltserlaubnis in Indien erhalten könntet? Da müsst Ihr schon eine schöne Stange Geld mitbringen. So begeistert sind die Inder vom Zuzug von Ausländern im Allgemeinen nämlich nicht.
Also wenn es Bezness ist dann nur wegen dem Aufenthalt.
Das trifft doch wohl auf einen Großteil der Zuzugswilligen zu. Den meisten ist jedes Mittel recht, um an eine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland zu kommen. Da ist nun mal eine Eheschließung der bequemste und einfachste Weg.
Er hat das sofort verstanden wegen der Heirat und hat mich gefragt ob wir dann wenigstens nach einem Jahr Beziehung nur in der Moschee heiraten könnten, damit unsere Beziehung sozusagen legalisiert wäre...
So eine islamische Eheschließung ist juristisch völlig bedeutungslos und bewirkt keinen Rechtsanspruch für einen Aufenthalt in Deutschland/Europa.
Denn bis es zu einer Niederlassungserlaubnis käme könnte es auch noch mal ein paar Jahre dauern.
Um eine Niederlassungserlaubnis zu erhalten müsste er, neben anderen
Voraussetzungen, sich seit mindesten 5 Jahren in Deutschland rechtmäßig aufgehalten haben.
Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Immanuel Kant)

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