Verliebt in einen Pakistani in Dubai

Austausch über gemachte Bezness-Erfahrungen in diesen Ländern

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Ponyhof
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Re: Verliebt in einen Pakistani in Dubai

Beitrag von Ponyhof » 22.07.2015, 11:40

Habe wegen des Foyers geschaut und hier doch nichts gefunden. Aber unter "Presse" gibt es ganz viele Artikel die du auch ausdrucken kannst, und jemandem zum Lesen geben….

Liebe Nilka, gibt es einen "offiziellen" Flyer, oder hast du den selber erstellt?

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Re: Verliebt in einen Pakistani in Dubai

Beitrag von Nilka » 22.07.2015, 15:27

Liebe Amenta, Lieber Ponyhof,

ich habe den Flyer in größerer Mengen ausgedruckt gehabt, habe auch gerade die Vorlage im Forum gesucht und nicht gefunden, dafür aber die Erklärung:
Re: Wie kann ich meiner freundin helfen?

Beitragvon Bocanda » 11.01.2014, 09:04
Ich werde versuchen ihr das forum zu zeigen. Wo krige ich den flyer her?

Hallo Emchen,

da der CiB zum 31.12.13 (der Verein) aufgelöste wurde, existiert dieser Flyer nicht mehr.

Liebe Grüße
Bocanda
Seit längerer Zeit habe ich die Flyer selber produziert - eine kurze, knackige Erklärung in 1-2 kurzen Sätzen und die Adresse.

So etwa:

Beitragvon Franconia » 01.06.2014, 20:38

heraussuchen, das Bild wollte nicht kopiert werden :wink:

aus:

http://forum.1001geschichte.de/viewtopi ... iB#p278088
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nabila
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Re: Verliebt in einen Pakistani in Dubai

Beitrag von nabila » 22.07.2015, 18:12

hallo,

da steht auf einem DIN A 4 (?) Blatt


NO CHANCE FOR BEZNESS !

BEZNESS VIOLATES HUMAN RIGHTS !

www.1001geschichte.de

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Re: Verliebt in einen Pakistani in Dubai

Beitrag von Nilka » 22.07.2015, 21:30

nabila hat geschrieben:hallo,

da steht auf einem DIN A 4 (?) Blatt
http://www.fotocommunity.de/search?q=So ... y=12690099

braucht der nicht zu sein :lol:
Zu Franconias damaligem Zweck war die Größe richtig :D
Eine handliche Größe, etwa eines iPods.

Textbeispiel:

Liebe Urlauber/innen ACHTUNG BEZNESS!

BEZNESS - das miese Geschäft mit der Liebe.
BEZNESS = BEZiehung + BuisNESS

http://www.1001geschichte.de
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Amenta
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Re: Verliebt in einen Pakistani in Dubai

Beitrag von Amenta » 23.07.2015, 09:58

Hallo Nilka,

das finde ich sehr gut,

Liebe Urlauber/innen ACHTUNG BEZNESS!

BEZNESS - das miese Geschäft mit der Liebe.
BEZNESS = BEZiehung + BuisNESS
(sorry, kriege die Schriftfarbe gerade nicht hin)

Nun zur praktischen Seite... wo genau legt ihr die Flyer im Flugzeug aus? Dort wo die Zeitungen liegen? Müsst ihr vorher bei der Stewardess fragen? Ich frage mich gerade wie ich möglichst viele Urlauberinnen erreichen kann... geht ihr im Hotel gezielt auf alleinstehende Frauen zu und sprecht das Thema an? Wenn ihr am Strand einen Bezzi seht der eine Touristin ansprecht, geht ihr dann kurz zu ihr rüber und warnt? Ich bin da an sich etwas schüchtern, aber wenn man eine andere Person vor solchen Dingen warnen kann, sollte man es ja tun.

Ich habe ja selbst gemerkt wie schnell man im Sog des Beznessers ist.... und dann ist es schon zu spät.

Jetzt wo ich es weiss bin ich schlauer, aber wenn man es eben nicht weiss...

Liebe Grüße
Amenta

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Re: Verliebt in einen Pakistani in Dubai

Beitrag von Ponyhof » 23.07.2015, 10:54

Im Flugzeug lassen ist vermutlich eher schwierig- die werden geputzt und da verschwindet alles, was da nicht "werksgetreu" hingehört. Eine richtig gute Idee habe ich auch nicht- wahrscheinlich kann man versuchen, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen, erstmal über ihren Urlaub und was sie sich ansehen wollen, und blablabla, und dann fragen ob sie schon mal was von Bezness gehört haben etc.

Eigentlich sollte das in jedem Reiseführer stehen, in manchen steht es ja zum Glück schon drin- leider nicht auf Seite 1 in Fettschrift.

nabila
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Re: Verliebt in einen Pakistani in Dubai

Beitrag von nabila » 23.07.2015, 16:43

hallo,

kurz rüber gehen und warnen funktioniert erfahrungsgemäß NICHT .

Da heißt es schnell, Du bist nur neidisch, Du willst DEN wohl für Dich usw.


Liebe Grüße ♥


P.S. es wird sogar auf der website vom Auswärtigen Amt gewarnt und hingewiesen. Bloß scheint es niemand ernst zu nehmen.

Ponyhof
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Re: Verliebt in einen Pakistani in Dubai

Beitrag von Ponyhof » 23.07.2015, 18:10

…deshalb empfehle ich erstmal smalltalk… Wenn man merkt, wie selbst hier im Forum Aufgeschlagene denken, dass man "ihnen nix gönnt" (obwohl man sie nicht kennt), muss man genau mit dem rechnen, was nabila sagte. Leider.

Ich habe neulich im Regionalexpress auch wieder so ein "Pärchen" mir gegenüber sitzen gehabt: Sie, ca. 25, 1,70, 120 kg, blond und deutsch, himmelt ihn an. Er: Nordafrikaner, schlank, hält ihre Hand und mit kühlem Blick jammert er ihr vor, welche Geschenke die Familie haben will und dass er ja kein Geld hat. Das Mädel fragte, ob nicht ein paar Süßigkeiten für die Kinder ausreichend wären, er könnte seiner Familie ja sagen, dass er kein Geld hat…Er meinte, nein, Klamotten und ein Laptop sollten es schon sein…

Ich wusste auch nicht, wie ich es anstellen sollte, und habe leider nix gemacht- aber das Mädel war auch dermassen verliebt, die hätte mir nix geglaubt. Wie hättet ihr das angestellt?

Candy
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Re: Verliebt in einen Pakistani in Dubai

Beitrag von Candy » 23.07.2015, 18:22

Liebe Amenta,

unter den kurzen Text solltest du unbedingt den Link zu unserem Forum setzen:

http://www.1001Geschichte.de

so können sich Interessierte hier "reinlesen" und informieren!
Liebe Grüsse
Candy
Candy@1001Geschichte.de



Wer alles glaubt hat aufgehört zu denken (v.R.J.-M.)

Candy
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Re: Verliebt in einen Pakistani in Dubai

Beitrag von Candy » 23.07.2015, 18:30

Liebe Ponyhof,

ich hätte unbefangen gefragt, ob es zu Besuch nach Hause geht?
(egal wohin die beiden wirklich wollen, eine Frage nur um kurz einen "Einstieg" zu haben)

Dann hätte ich ihr einen Zettel nur mit dem Link zu unserem Forum gegeben und hätte ihr gesagt,
dass sie dort sehr viele Informationen erhalten kann zu und über ihre(r) Beziehung.


So bleibt für dich alles unbefangen und ich bin mir sicher, zumindest wäre sie neugierig geworden
und hätte hier wenigstens reingeschaut - mehr kann man sich von solchen Aktionen erstmal nicht versprechen.
Liebe Grüsse
Candy
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Re: Verliebt in einen Pakistani in Dubai

Beitrag von Anaba » 23.07.2015, 21:02

Candy hat geschrieben:Liebe Amenta,

unter den kurzen Text solltest du unbedingt den Link zu unserem Forum setzen:

http://www.1001Geschichte.de

so können sich Interessierte hier "reinlesen" und informieren!
Ich erinnere mich noch gut an eine Betroffene, die in einem türkischen Hotel unsere
Adresse an einer Toilettentür gefunden hatte.
Dort hatte sie jemand mit Edding angeschrieben. :shock:

Wir werden im Team besprechen, ob wir wieder einen Flyer zum ausdrucken gestalten.
Vielleicht gibt es auch User, die aus der Werbebranche sind und und helfen?
Liebe Grüße
Anaba

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Re: Verliebt in einen Pakistani in Dubai

Beitrag von Mignon » 23.07.2015, 23:24

Liebe Amenta und alle,

ich lese hier schon länger mit und habe mich einfach mal angemeldet, weil ich selbst lange in Pakistan gelebt habe.

Es ist ja hier schon sehr viel und sehr viel Richtiges zum Frauenbild und zu den Moralvorstellungen in muslimischen Ländern gesagt worden. Ein anderer Aspekt kommt aber meines Erachtens zu kurz. In Pakistan, und das gilt sicher zumindest auch für alle südasiatischen und arabischen Länder gibt es ein sehr ausgeprägtes Standesbewusstsein. Man muss sich nur einmal anschauen, wie PakistanerInnen oder AraberInnen mit ihrem Dienstpersonal, aber auch mit Verkäufern und Kellnern umspringen. Das ist gaaanz kühl und von oben herab. Das muss man nicht mögen, ist aber nun mal die gesellschaftliche Norm. Kein Pakistaner, Inder oder Araber der Mittelschicht würde freundschaftlichen Kontakt zu einem Taxifahrer pflegen, das ist einfach unter seiner Würde.

Europäische TouristInnen hingegen - egal welcher Bildungs- oder Einkommensschicht sie angehören - behandeln Hotelangestellte und anderes Dienstpersonal wie gute Freunde und umarmen beim zweiten Aufenthalt in einem Hotel die Kellner zur Begrüßung. Für Einheimische - sorry, wenn ich das so hart sage - ist so ein Verhalten einfach bizarr und hat Respektlosigkeiten zur Folge, wie z.B. sich überhaupt Gästen privat zu nähern oder gar Spaziergänge und ähnliches vorzuschlagen - von Liebesschwüren, Küssen oder gar Sex mal ganz zu schweigen. Auch die Unterkünfte von Fahrern oder anderen Hotelangestellten zu betreten, ist mehr als ungewöhnlich, und eben nicht nur, weil sich das für eine Frau nicht gehört, sondern weil es auch die soziale Ordnung auf den Kopf stellt. Ich sage damit nicht, dass Taxifahrer oder Kellner für mich Menschen zweiter Klasse sind, aber sie sind nun mal die Dienstleister und die TouristInnen sind Kunden, und für den Umgang zwischen beiden gelten bestimmte Regeln.

Mein Rat ist der, den alle anderen auch schon gegeben haben und den du ja ohnehin schon beherzigst: Vergiss es ganz schnell und block jeden Kontaktversuch ab. Viel Glück.

Franconia
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Re: Verliebt in einen Pakistani in Dubai

Beitrag von Franconia » 24.07.2015, 00:02

Hallo Mignon,

herzlich Willkommen im Namen des Teams von 1001Geschichte.
Wir wünschen dir einen informativen und guten Austausch.
Wenn die Guten nicht kämpfen, werden die Schlechten siegen. (Platon)

nabila
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Re: Verliebt in einen Pakistani in Dubai

Beitrag von nabila » 24.07.2015, 07:49

hallo,

schön, dass Du Dich angemeldet hast. Willkommen auch von mir.

Und auch prima, dass Du das spezielle Umgangsthema beschrieben hast. Genau so ist es. Genau so.

Selbst als Lehrer bist Du Personal, Untergebener, Abhängiger. Da wird Überheblichkeit und Arroganz richtig deutlich gelebt. Auch in

arabischen Ländern. Da fühlt man sich richtig groß, wenn man niedermachen kann.

Es hat aber meist , wenn wir das hier deutlich machen, zur Folge, dass es heißt : wie bist Du denn drauf -- die verdienen durch Arbeit ihr Geld --

diese Standesdünkel sind ja bääh.

Womit ganz klar wird, dass europäische Denkweise DORT nicht funktioniert, dort NICHT anzusetzen ist.


Liebe Grüße ♥

Mignon
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Re: Verliebt in einen Pakistani in Dubai

Beitrag von Mignon » 24.07.2015, 09:09

Liebe Nabila,

Natürlich ist der Umgang mit Dienstpersonal in den genannten Ländern aus unserer Sicht abstoßend, und natürlich werden wir uns da nie zu 100% anpassen. Das könnte ich auch gar nicht. Dennoch: Ein Kellner ist ein Kellner, ein Gast ist ein Gast. Das ist übrigens in Deutschland auch nicht anders. Wenn mir hier ein Kellner oder Taxifahrer unvermittelt erklären würde, er fände mich wunderschön und ob ich mit ihm spazieren gehe, würde ich denken, er ist übergeschnappt. Nicht, weil ich Kellner blöd finde, sondern weil die Situation absurd wäre.

Im Urlaub scheinen diese ganz normalen Verhaltensweisen zumindest für die TouristInnen nicht mehr zu gelten. Ich glaube, es ist gerade das Bemühen, nicht kolonialistisch oder gar rassistisch rüberzukommen, das manchmal dazu führt, dass Situationen und soziale Beziehungen völlig aus dem Ruder laufen. Auch werden Hotelangestellte oft als Repräsentanten ihrer Kultur und Gesellschaft angesehen, ohne zu berücksichtigen, dass sie einen sehr, sehr speziellen Ausschnitt dieser Gesellschaft bilden und dass das, was sie erzählen, nicht unbedingt sonderlich fundiert oder glaubwürdig ist. Pakistanische Fahrer z.B. sind oft schlicht und einfach Analphabeten. Außerdem wird ja meist genau das gesagt, was der Tourist / die Touristin eben hören will.

Ein interessantes Beispiel: Ich sass in einer pakistanischen Stadt in einem Taxi. Kaum waren wir losgefahren, fing der Fahrer an zu lamentieren, er sei sehr, sehr traurig, sein kleines Kind sei sehr krank und könne nur mit amerikanischer Medizin behandelt werden. Ich bin ihm sehr scharf ins Wort gefallen und habe gesagt, ich bin keine Touristin, ich lebe hier, und wagen Sie es nicht, mich mit solchen Geschichten zu belästigen oder ich sorge dafür, dass Sie gefeuert werden. (Nein, hätte ich nicht getan.) Augenblicklich schaltete er in den normalen Dienstleistermodus: Yes madam, I am very sorry madam. Und Ruhe war. Bin ich arrogant oder kolonialistisch? Ich bin schon mit Dutzenden von Taxifahrern gefahren, die alle todkranke Babies hatten, und sorry ich will niemandem zu nahe treten, aber ich finde, dass die Naivität und unangemessene Vertraulichkeit vieler AusländerInnen dieses Verhalten überhaupt erst möglich macht. Auch hier wieder: Man stelle sich die gleiche Situation in Deutschland vor. Verrückt oder?

Jetzt kann man natürlich sagen, ich will aber im Urlaub unbedingt was erleben, sprich: Sex mit Einheimischen haben. Kann man/frau machen. Aber das ist dann eben Prostitution und die hat auch ihre Spielregeln: Sex gegen Sex, Sex gegen Geld/Smartphone und AE ...

Doch, ich kenne auch mehr oder weniger funktionierende bikulturelle Beziehungen. Da haben sich die Partner im Studium oder im beruflichen Kontakt auf Augenhöhe kennengelernt. Leicht ist das natürlich auch nicht immer, aber die Voraussetzungen sind doch um etliches günstiger.

Amenta
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Re: Verliebt in einen Pakistani in Dubai

Beitrag von Amenta » 24.07.2015, 11:08

Liebe Mignon,

vielen Dank für Deine Beiträge. Ich habe sie 5 Mal langsam lesen müssen weil DAS was Du schreibst so gegen meine Denkstruktur geht. Aber das ist gut so. Ich lese, dass Du sehr viel Lebenserfahrung hast und deshalb Dein Blick sehr viel erfahrener ist als der Meinige.

Was mir so schwer zu schaffen macht ist… (ich kaue gerade an meinem Fingernagel)… Ich habe etwas ganz anderes gelernt… Ich habe unter anderem DaZ (Deutsch als Fremdsprache) und Interkulturelle Kompetenz studiert und uns wurde genau das Gegenteil von dem was Du schreibst beigebracht. Sorry, nicht beigebracht, sondern eingetrichtert. Ich erinnere mich noch an ein Seminar… meine Professorin kam mit dem Taxi und hat ganz stolz über die großartige Konversation mit dem türkischen Taxifahrer erzählt. Wie viel er von seiner Familie erzählt hat, was für ein guter Mensch er ist mit seiner netten Persönlichkeit und sie hat ihm extra viel Trinkgeld gegeben wegen dieser guten Konversation. Wir sollen also mehr mit Ausländern reden und diese sehr viel ernster nehmen und respektvoller behandeln. Nicht von oben herab, denn auch Taxifahrer sind Menschen mit Lebensgeschichte und sie sollen sich mit uns Deutschen wohl fühlen. Sie sollen nicht denken, wir seien immer noch Nazis.

Das was Du über Verhaltensweisen gegenüber Hotelangestellten schreibst ist genau mein Schema. Lächle sie sehr höflich und nett und vertraut an, sehe sie als gleichberechtigte Freunde und SEI LIEB UND NETT ZU IHNEN SONST BIST DU EIN RASSIST.

Wie würde ich bei einem deutschen Taxifahrer reagieren der ein totkrankes Baby hat? Stimmt, ich würde ihn labern lassen, denn er ist ja ein Deutscher und sofern nicht wichtig, der denkt dann ja nicht "blöde Rassistin"

Ich erinnere mich and folgende Situation: Ich am Frühstücksbuffet und wollte einen Kaffee mit Milch. Die Maschine hat nicht funktioniert. Die indische Kellnerin kam sofort. Die Milch für den Milchschaum war leer. Ich wollte aber nicht warten und prompt habe ich gesagt, "No Madam, it is ok, I will get the milk from the kitchen" und bin in die Küche gerannt und habe Milch geholt. Und ja, sie haben mich komisch angeschaut.

Die von Dir genannten Spielregeln sind mir neu und ich habe es noch nie aus dieser Perspektive gesehen. Ich vertraue in Deine Lebenserfahrung und werde Deine Verhaltensweise beim nächsten Mal anwenden, auch wenn ich das erst lange vor dem Spiegel üben muss.

Die Spielregeln Sex gegen Sex, Sex gegen Geld/ Smartphone und AE… Das werde ich mir eintrichtern… Es ist also Prostitution (der Fingernagel ist blutig gekaut...) und sonst NICHTS aber auch gar NICHTS.

Vielen vielen Dank, dass Du Dich hier angemeldet hast.

Liebe Grüße
Amenta

Thelmalouis
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Re: Verliebt in einen Pakistani in Dubai

Beitrag von Thelmalouis » 24.07.2015, 11:31

Mignon hat geschrieben:Ein interessantes Beispiel: Ich sass in einer pakistanischen Stadt in einem Taxi. Kaum waren wir losgefahren, fing der Fahrer an zu lamentieren, er sei sehr, sehr traurig, sein kleines Kind sei sehr krank und könne nur mit amerikanischer Medizin behandelt werden. Ich bin ihm sehr scharf ins Wort gefallen und habe gesagt, ich bin keine Touristin, ich lebe hier, und wagen Sie es nicht, mich mit solchen Geschichten zu belästigen oder ich sorge dafür, dass Sie gefeuert werden. (Nein, hätte ich nicht getan.) Augenblicklich schaltete er in den normalen Dienstleistermodus: Yes madam, I am very sorry madam. Und Ruhe war. Bin ich arrogant oder kolonialistisch? Ich bin schon mit Dutzenden von Taxifahrern gefahren, die alle todkranke Babies hatten, und sorry ich will niemandem zu nahe treten, aber ich finde, dass die Naivität und unangemessene Vertraulichkeit vieler AusländerInnen dieses Verhalten überhaupt erst möglich macht. Auch hier wieder: Man stelle sich die gleiche Situation in Deutschland vor. Verrückt oder?
Ob man dies pauschal als Naivität bezeichnen kann?! Weiß nicht. Es liegt vielleicht auch an unserer Mentalität und die Bereitschaft anderen in Not zu helfen. Wir werden doch auch ständig mit der Not anderer konfrontiert, z.B. durch die Medien, werden wir im Fernsehen dazu aufgerufen, für irgendeine Hilfsorganisation zu spenden. Eine Dauerbeschallung von hungernden Kindern, Not und Elend, die leider real ist.

Ein Mensch, der ein großes Herz für andere hat und das miese Spielchen nicht kennt, kann dies auch nicht so leicht durchschauen.
Besonders dann nicht, wenn der Betrüger bereits eine Beziehung zu dem Opfer aufgebaut hat.
Gruß Thelmalouis

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Es gibt Berge über die man hinüber muss, sonst geht der Weg nicht weiter. (Ludwig Thoma)

Mignon
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Re: Verliebt in einen Pakistani in Dubai

Beitrag von Mignon » 24.07.2015, 11:48

Liebe Amenta,

danke, dass du so ausführlich geantwortet hast. Ich verstehe jetzt, wo der Hase im Pfeffer liegt.

In Deutschland rede ich auch mit Taxifahrern, frage wie das Geschäft läuft oder mache anderen Small Talk. Erzähl aber nichts von mir persönlich und schon gar nicht würde ich tolerieren, dass der Taxifahrer seine Probleme bei mir ablädt. (Bei solch übergriffigem Verhalten gäbe es nämlich KEIN Trinkgeld.) Bei ausländischen Taxifahrern frage ich auch schon mal, wo sie herkommen, seit wann sie in Deutschland sind und höre zu, wenn sie von ihren Erfahrungen berichten. Ich würde aber nicht versuchen, mit einem türkischen Taxifahrer in Deutschland Türkisch zu sprechen, das kommt mir anbiedernd vor. Dafür finden sich sicher türkischsprachige Kommilitonen/Kollegen. Ich gehe auch davon aus, dass ich als Fahrgast entscheide, ob überhaupt gesprochen wird und wenn ja, worüber.

Das Beispiel mit dem todkranken Baby hast du vielleicht nicht verstanden: Der Taxifahrer hatte, jede Wette, KEIN krankes Baby. Er wollte aus einer blöden Ausländerin Geld rausleiern, das war alles. Bei einer Einheimischen wäre er niemals auf diese Idee gekommen!

Interkulturelle Kompetenz heißt nicht, jeden Menschen in jeder Situation wie meinen Kumpel zu behandeln. Ich verstehe unter interkultureller Kompetenz etwas ganz anderes: Ich schaue mir in fremden Ländern an, wie sich Einheimische meines Geschlechtes und Alters, die auch meiner sozialen Schicht angehören, verhalten. Das ist dann die Richtschnur. Man muss das nicht 100% kopieren, aber man weiß dann, was als angemessen betrachtet wird, und bekommt ein Gefühl dafür, wie stark abweichendes Verhalten ankommt. (Ist es in einem Land Sitte, dass Männer und Frauen einander nicht die Hand geben, dann strecke ich z.B. keinem Mann die Hand entgegen. Und schon gar nicht falle ich ihm um den Hals!) Ich kann dir auch versichern, dass in den ausländischen Haushalten in Pakistan besonders viel bei denen geklaut wird, die mit ihrem Hauspersonal allzu viel rumkumpeln. Da geht dann der Respekt verloren. (Die Kehrseite der Medaille ist, dass man für sein Personal Verantwortung übernimmt und ihnen bei - echter - Krankheit und in Notsituationen hilft.)

Das, was deine Professorin erzählt, halte ich für latent rassistisch. Es klingt für mich so, dass wir Deutschen uns aus Mildtätigkeit mehr mit den armen Ausländern beschäftigen sollten. Finde ich schräg. Und offensichtlich vertritt sie eine Ausprägung der Interkulturellen Didaktik, die uns ein permanent schlechtes Gewissen einredet. (Dass im Verhältnis Industrieländer und Entwicklungsländer einiges im Argen liegt, ist eine andere Sache. Das ändere ich aber nicht, indem ich z.B. mit einem tunesischen Kellner ins Bett gehe.) Dein Beispiel mit dem Milch aus der Küche holen, ist so ein Beispiel. Das ist nun mal der Job des Personals. Man darf im Gegensatz zu den meisten Einheimischen ruhig Bitte und Danke sagen. Aber selbst in die Küche gehen? Never ever. Das wird man dir auch nicht als Freundlichkeit auslegen, sondern als Zeichen deines geringen Status.

Lern mal, dich abzugrenzen, und hab mehr Respekt vor dir selbst.

Alles Gute!

Darinka
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Re: Verliebt in einen Pakistani in Dubai

Beitrag von Darinka » 24.07.2015, 11:51

Mignon hat geschrieben:Europäische TouristInnen hingegen - egal welcher Bildungs- oder Einkommensschicht sie angehören - behandeln Hotelangestellte und anderes Dienstpersonal wie gute Freunde und umarmen beim zweiten Aufenthalt in einem Hotel die Kellner zur Begrüßung.
Liebe Mignon,

sowas habe ich noch nie gemacht. Und da wo man es überhaupt sieht, darf man getrost davon ausgehen, dass es vorher beim ersten Besuch kein normales Dienstleister-Gast Verhältnis geblieben ist. Keiner fällt irgendeinem Personal um den Hals nur weil es wiedererkannt wird... Und da frage ich mich: Wer hat denn da angefangen ein privat-freundschaftliches Verhältnis aufzubauen? Der Gast? ...... Wirklich???
Natürlich hast Du recht, dass man sich auf so etwas nicht einlassen sollte. Gast ist Gast, Dienstleister ist Dienstleister.

Was genau möchtest Du mit dem hier aussagen:
MIgnon hat geschrieben:ich finde, dass die Naivität und unangemessene Vertraulichkeit vieler AusländerInnen dieses Verhalten überhaupt erst möglich macht.
Dass TouristInnen schuld sind, wenn sie gebeznesst werden? Oder habe ich das falsch verstanden?
Wo kommt denn die Vertraulichkeit her? Ist es die Touristin, die das Personal vertraulich als erstes anquatscht? Wirklich??? Oder ist es nicht doch die kriminelle Energie, die von seiten des Personals den ersten Schritt macht? Und selbst wenn es der Gast wäre: Sorry, gutausgebildetes und anständiges Personal wüßte auch mit Situationen professionell umzugehen, wenn ein Gast etwas Unangemessenes macht. Und würde es nicht ausnutzen und als Beginn von bereichernden Aktivitäten nutzen.

Liebe Grüße
Darinka
Menschen glauben fest an das, was sie wünschen. - Julius Cäsar
Am meisten fühlt man sich von der Wahrheit getroffen, die man sich selbst verheimlichen wollte. - Friedl Beutelrock

Mignon
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Re: Verliebt in einen Pakistani in Dubai

Beitrag von Mignon » 24.07.2015, 11:58

Liebe Thelmalouise,

was glaubst du, was ein seriöser pakistanischer Mann macht, der in einer Notsituation ist und dringend Geld braucht?

Mit seinem Arbeitgeber über einen Vorschuss sprechen? Ja, hat auch Aussicht auf Erfolg.
Seine Brüder zusammentrommeln und sie um Hilfe bitten? Ja, dafür sind Familien da.
Die weitläufigere Familie um Hilfe bitten? Ja, ist üblich.
Kollegen von seiner Not erzählen, in der Hoffnung, dass sie für ihn sammeln? Kommt vor.
Den Imam, das Dorf, die Nachbarschaft fragen? Eventuell.
Eine wildfremde Frau ansprechen? Never ever!!!

Und irgendwie sagt uns doch auch unser Gefühl, dass da irgend etwas nicht stimmt. Oder?

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