Eine indische Geschichte

Austausch über gemachte Bezness-Erfahrungen in diesen Ländern

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Ariadne
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Re: Bezness in Indien-Erfahrungen und Warnsignale

Beitrag von Ariadne » 10.05.2016, 22:50

Efendi II hat geschrieben:
Ariadne hat geschrieben:Es geht hier um hochsensible Menschen, es ist der Begriff " Hochsensibilität" und es ist seit etwa 10 Jahren bekannt.
Es ist mir aber, zumindest bislang, nicht bekannt, dass "hochsensible Menschen" ohne weiteres ein Visum bzw. eine Aufenthaltserlaubnis auf dieser Grundlage erhalten können. Für den Erhalt eines Aufenthaltstitels sind andere Kriterien zu erfüllen.
:lol: :lol: :lol:
Nein, sie erhalten nicht automatisch eine AE. Aber Spaß bei Seite, ich musste mich damit auseinander setzen, weil bei mir in der Familie der Fall ist. Ich kenne mich mehr mit den Kindern aus, sie reagieren überspitzt auf äußere Reize: Lärm, Menschenansammlung, oder auf Unwohlsein aufgrund der Kleinigkeiten (für uns) wie eine Socke, die nicht richtig sitzt usw. Aber das nur nebenbei, weil hier nicht das Thema ist.

Ich finde auch bemerkenswert, wie die TE versucht den positiven Verlauf ihrer persönlichen Beziehung auf die ganze indische Gesellschaft zu projezieren, das ist naiv und brandgefährlich. Es mag schon einzelne Fälle geben, wie in jeder Gesellschaft auch, die anders verlaufen, aber der Übergang zwischen den Kasten ist noch lange nicht so frei und grenzenfrei, wie sie es glauben möchte. Meine Bekannte, die ein guter Einblick in die indische Gesellschaft hat, hat bestätigt, dass die Absonderung der höheren Kasten sehr schockierend für uns Europäer ist. Es gibt auf räumlicher (Lebensraum) wie auf sozialer Ebene eine klare Grenze, die ist schwer zu überwinden.
Die Liebe ist so unproblematisch wie ein Fahrzeug. Problematisch sind nur die Lenker, die Fahrgäste und die Straße.
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Wende
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Re: Eine indische Geschichte

Beitrag von Wende » 10.05.2016, 23:37

Lese ich ja erst jetzt:
Das er der obersten Kaste angehörte, war mir schnurzegal, ich hatte sowieso keine Ahnung was das bedeutet.
Das kannst du doch nicht wirklich ernst meinen. Du treibst dich in irgendwelchen Foren rum und findest einen Supersensiblen. Kann passieren.
ABER! Du hast nicht die geringste Ahnung was das Kastensystem in Indien bedeutet? Du machst sicher nur Scherze, ja?

Wer sich nicht im Kastensystem Indiens auskennt, aber da einen angeblich supersensiblen Menschen findet muss schon sehr speziell sein.
Du hast keine Ahnung von NICHTS! Kaste? Egal. Hauptsache einen Blümchenladen eröffnen.
Bei dieser geballten Ladung Dummheit kann man als normaler Mensch nur kapitulieren. Gratulation und du tust mir wirklich leid. Nicht wegen deiner Blümchen, sondern weil du nicht einen Hauch Ahnung hast von dem Land aus dem dein Typ herkommt.

leva
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Re: Eine indische Geschichte

Beitrag von leva » 11.05.2016, 00:04

Eine meiner Freundinnen ist mit einem Inder verheiratet(auch hoechste Kaste/Brahmane]u beide mittlerweile US citizens.

In der hoechsten Kaste wird eher IT/Maschinenbau/Bauingeneur/Business studiert. Nun denn.Die beiden hatten sich in D im Studium kennengelernt(er hatte ein studentenvisum) u auch einige Huerden nehmen muessen.aber mit Modeboutique/Gewuerzverkauf kommt ihr nicht weit.Weder in indien noch in D.

Lulu
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Re: Eine indische Geschichte

Beitrag von Lulu » 11.05.2016, 00:11

Pipadelle hat geschrieben:...war eine alleinerziehende Mama mit einer Tochter
Auch unsere kleine Tochter kann schon Hindi sprechen.
Ich denke, die beiden haben mittlerweile ein gemeinsames Kind - plus die Tochter aus einer vorherigen Beziehung.
Daher war der ganze "Papierkram" wohl auch einfacher, als gedacht :?

leva
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Re: Eine indische Geschichte

Beitrag von leva » 11.05.2016, 00:18

Ja,ich hab den Aspekt des gemeinsamen Kinds doch schon ins Feld gefuehrt.Sonst wuerde doch die AE fuer ihn nicht gehen.

Wie sie mit 2 Kindern viele Monate pro Jahr in Indien verweilt ist mir nicht ganz schluessig.Wer ernaert sie dort u wie ist das mit der Krankenversicherung? Sie kann ja nur Touristenstatus in Indien haben,da nicht verheiratet.

Der Modeladen ist ja noch nicht eroeffnet,scheint in Planung(nochmal nachgelesen) .Also Gewuerzverkauf an Hotels? Wo denn ? In D o in Indien......sehr merkwuerdig.......

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Re: Eine indische Geschichte

Beitrag von Anaba » 11.05.2016, 01:31

Ich habe die Geschichte noch einmal gelesen.
So recht passt das alles nicht.
Sie kennen sich zwei Jahre und nach acht Monaten ist er als Tourist nach Deutschland gekommen.
Selbst wenn es mit einer Schwangerschaft sofort geklappt hätte, könnte ein gemeinsames Kind noch nicht sprechen.
Das Sie in dieser kurzen Zeit den Papierkram erledigen konnten, inzwischen Hotels beliefern und einen indischen Laden eröffnen, erscheint mir etwas unglaubwürdig.
Noch dazu, wo der Winter in Indien verbracht wird.
Wie, vor allem mit was für einem Aufenthaltstitel soll das alles zu schaffen sein?

Vielleicht kann uns Pipadelle erklären, wie man das alles schaffen kann.
Liebe Grüße
Anaba

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Re: Eine indische Geschichte

Beitrag von Fierrabras » 11.05.2016, 07:12

tut mir leid, ich mache erst seit 15 Jahren Neurologie und Psychiatrie und Hochsensibilität als klinische Diagnose ist mir bisher noch nicht untergekommen...daher auch meine Frage, wer sich in so einem forum anmelden darf...
aber ich werde mich mal kundig machen.

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Re: Eine indische Geschichte

Beitrag von Pipadelle » 11.05.2016, 08:54

HSP........

High sensitiv people ist ein Begriff der Menschen beschreibt deren Sinne beschreibt die sehr ausgeprägt sind wodurch oft auch eine Überforderung mit alltäglichen Dingen einhergeht. Bedeutet emotionale Schwankungen in vielen Bereichen meist ist man dadurch seinem persönlichen Umfeld nicht gewachsen, extremst nah am Wasser gebaut. Anforderungen an meinen Partner wie Stärke zu zeigen, jede Form von großem gesellschaftlichen Druck führt bei Betroffenen schnell zu Depressionen. Meist kommen sich die Betroffenen ein Leben lang unverstanden vor.

Wissenschaftliche Erklärungsansätze Bearbeiten

Zwar existiert zurzeit eine reiche empirische Kenntnis des Phänomens an sich, jedoch keine anerkannte neurophysiologische Theorie, welche die Ursache der Hochsensibilität beschreibt. Als wahrscheinlich wird eine erblich bedingte spezielle neuronale Konstitution genannt. Gelegentlich werden Vergleiche mit Hochbegabung und Synästhesie gezogen. E. Aron nennt als Beleg die Zwillingsforschung, welche unter anderem eine signifikante familiäre Häufung der HS erkennen lasse. Die Vorstellung, es handele sich um eine „psychische Störung“ oder „Krankheit“, wird abgelehnt.

Erklärt wird diese von Aron sensory processing sensitivity genannte höhere Empfindlichkeit mit einer besonderen Konstitution der Reize verarbeitenden neuronalen Systeme.[1] Dabei handelt es sich nicht um eine von Aron von Grund neu entwickelte Theorie – bereits Jerome Kagan, Alice Miller, Carl Gustav Jung und Iwan Petrowitsch Pawlow beschäftigten sich mit der Erscheinung der erhöhten Sensitivität innerhalb der menschlichen Spezies, ohne jedoch eine ausreichend fundierte theoretische Basis zu schaffen. Einem Erklärungsansatz zufolge stufe der Thalamus bei hochsensiblen Personen (HSP) mehr Reize als „wichtig“ ein, die dann das Bewusstsein erreichen.[2]

Über Indien wußte ich bis dahin garnichts. Ich war nie im Urlaub dort, er nie in Deutschland. Für uns zählten wir als Person, sicherlich ist unsere fremde Kultur vorhanden, wir genießen es sie zu entdecken jedoch vordergründig ist sie für uns nicht. Richtig oder falsch, Konfrontationen gehen wir aus dem Weg.

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Re: Eine indische Geschichte

Beitrag von Pipadelle » 11.05.2016, 09:00

Im Übrigen kann man alles schaffen. Ich beschäftige mich mit Quantenphysik und positivem Denken. Alles ist möglich, alles veränderbar.

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Re: Eine indische Geschichte

Beitrag von Anaba » 11.05.2016, 09:09

Guten Morgen Pipadelle,

du schreibst
Über Indien wußte ich bis dahin garnichts. Ich war nie im Urlaub dort, er nie in Deutschland. Für uns zählten wir als Person, sicherlich ist unsere fremde Kultur vorhanden, wir genießen es sie zu entdecken jedoch vordergründig ist sie für uns nicht. Richtig oder falsch, Konfrontationen gehen wir aus dem Weg.
Das wird euch nicht gelingen.
Wie sollte das auch möglich sein?
Ihr lebt ja nicht allein in Wolkenkuckusheim.
Die Realität holt auch die größte Liebe ein.
Zwei Menschen, die wir ihr aus völlig verschiedenen Welten kommen, werden natürlich früher oder später
auch Probleme bekommen, denen man nicht aus dem Weg gehen kann.
Liebe Grüße
Anaba

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Re: Eine indische Geschichte

Beitrag von Pipadelle » 11.05.2016, 09:50

Vielleicht kann man mit einer großen Portion Dummheit nur kapitulieren, vielleicht haben die dümmsten Bauern aber auch die größten Kartoffeln. Ja, wir haben uns unsere kleine Welt geschaffen, die uns stark macht und unantastbar. Wir waren und sind ehrlich zueinander und haben das Glück beide ein sehr gutes Englisch zu sprechen und reden, ja. Wir reden miteinander, sehr viel, über alles. Wir sind uns wichtig, nicht unsere Außenwelt. Klar haben wir mit Behörden zu kämpfen aber wir glauben an uns! Ich habe nicht behauptet 6 Monate in Indien gelebt zu haben. Mein Partner war und ist in seinem Land gesellschaftlich ein schwarzes Schaaf weil er auf seine Leute eher pfeift als mit uns zusammen zu sein. Seine Eltern mögen mich nicht? Also besuchen wir sie auch nicht, wozu? Sicherlich habe auch ich manchmal Bedenken gehabt. Ich habe ihm geschrieben, das ich eine kleine Tochter habe und kein Geld. Er hat sich gewundert und mir gesagt, das er auch kein Geld von mir haben will. Wenn ich ihn nach diversen Traditionen gefragt habe, hatte er manchmal selbst keine Ahnung, aber ich wüßte auch nicht was man traditionell in Oberbayern zu irgendwelchen Veranstaltungen kocht obwohl ich Deutsche bin. Der Vater meiner Tochter war menschlich eine Katastrophe. Gelogen und Betrogen. Ein Mann, meiner Sprache mächtig und aus meinem eigenen Land. Falsch war er bis dorthin aus. Ich bin der absoluten Überzeugung das es ehrliche Männer überall gibt, genauso wie Spieler, Trickser, Blender und Betrüger.
Meine Kleine Tochter ist am Bahnhof einmal sehr schwer gestürzt, viele sind vorbei gelaufen ein junger Arzt aus Syrien hat geholfen. Gut und schlecht, schön und hässlich.....immer und überall auf dieser Welt.

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Re: Eine indische Geschichte

Beitrag von Pipadelle » 11.05.2016, 09:55

.....Ich war allein erziehend nun nenne ich meine kleine Tochter aber unsere Tochter, da sie ja nun auch irgendwie unsere kleine Tochter ist. Das klingt sehr viel schöner für mich. :lol:

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Re: Eine indische Geschichte

Beitrag von Anaba » 11.05.2016, 10:15

Wenn du hier über dein Leben schreibst, solltest du vielleicht mal darüber informieren, wie es einem indischen Touristen gelingt so einfach in Deutschland zu leben.
Ohne Probleme hier selbständig zu arbeiten.
Meiner Meinung nach ist das nämlich nicht möglich.
Es sei denn, er hat einen Asylantrag gestellt. Dann kann er aber nicht arbeiten und ein Geschäft eröffnen.
Auch "im Winter in Indien zu leben" ist schwierig. Mit einem Touristenvisum kannst du drei Monate bleiben und das wars.
Allein diese Ungereimtheiten machen deine Geschichte abenteuerlich.

Du schreibst deine Geschichte auf, als wäre es ein Spaziergang für eine indische Internetliebe, nach Deutschland zu kommen und dort zu bleiben.
In einen Forum gegen Bezness halte ich das für gefährlich.
Denn letztendlich wird auch dein Inder Probleme mit dem Aufenthalt haben, die sich nur mit Hilfe einer deutschen Frau oder einem Kind lösen lassen.
Wie in fast allen binationalen Beziehungen auch.

Dein Beispiel mit dem helfenden syrischen Arzt hinkt gewaltig.
Glaubst du ernsthaft, ein deutscher Arzt geht ungerührt an einem verletztem Kind vorbei und lässt es liegen?
Was soll also diese Geschichte aussagen?
Alle Ausländer sind hilfsbereit und gut, alle Deutschen schlecht?
Liebe Grüße
Anaba

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Re: Eine indische Geschichte

Beitrag von Franconia » 11.05.2016, 10:22

Auf die Frage, welche Aufenthaltsstatus und -titel dein Freund hat bist du nicht eingegangen.
Scheint wohl einen Grund zu haben...
Pipadelle hat geschrieben:Ich habe nicht behauptet 6 Monate in Indien gelebt zu haben.
es mögen keine 6 Monate sein sondern vllt nur 3, aber die aussage mit längeren Aufenthalten in Indien stammt von dir.
Pipadelle hat geschrieben: Wir beliefern große Hotels mit tollen Gewürzen und leben im Frühling und Sommer in Deutschland, den Winter verbringen wir in Indien.
Pipadelle hat geschrieben:HSP........

High sensitiv people ist ein Begriff der Menschen beschreibt deren Sinne beschreibt die sehr ausgeprägt sind wodurch oft auch eine Überforderung mit alltäglichen Dingen einhergeht. Bedeutet emotionale Schwankungen in vielen Bereichen meist ist man dadurch seinem persönlichen Umfeld nicht gewachsen, extremst nah am Wasser gebaut. Anforderungen an meinen Partner wie Stärke zu zeigen, jede Form von großem gesellschaftlichen Druck führt bei Betroffenen schnell zu Depressionen. Meist kommen sich die Betroffenen ein Leben lang unverstanden vor.
Kommt mir irgendwie bekannt vor.
So gut wie jeder Bezzi leidet unter emotionalen Schwankungen und ist extrem nah am Wasser gebaut wenn Frau nicht so reagiert/funktioniert wie er es sich wünscht. Und depressive Äußerungen (ohne wirklich an einer Depression zu leiden) im Sinne von "ich bring mich um" oder "ohne dich kann ich nicht (mehr) leben", etc. sind an der Tagesordnung.
Tja, und Druck von Außen, egal ob von der Frau, der Gesellschaft oder den Behörden sind Bezzis nicht gewachsen sondern verfallen in depressiv anmutende Verhaltensformen und Schuldzuweisungen an andere die sie (die Bezzis) nicht verstehen wollen/können :lol: :lol: :lol:

Sind jetzt alle Bezzis hochsensibel???
Sicher nicht!

HSP = mMn Modediagnose, die viele unehrliche/kriminelle Menschen nutzen werden/können wenn sie etwas erreichen wollen ohne sich gesellschaftlichen Normen anzupassen bzw. sich selbst nicht anstrengen wollen um etwas zu erreichen. Kurz gesagt, eine Ausrede dafür, dass man(n) nicht tun muss was andere (Partner, Ämter, Gesellschaft) von einem erwarten oder verlangen... :roll:

P.S. Die Definition von HSP ist nett von Wiki hier her kopiert :wink:
Liebe Grüße
Franconia

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Re: Eine indische Geschichte

Beitrag von Efendi II » 11.05.2016, 10:23

Anaba hat geschrieben:Wenn du hier über dein Leben schreibst, solltest du vielleicht mal darüber informieren, wie es einem indischen Touristen gelingt so einfach in Deutschland zu leben.
Ohne Probleme hier selbständig zu arbeiten.
Meiner Meinung nach ist das nämlich nicht möglich.
Es sei denn, er hat einen Asylantrag gestellt.
@Pipadelle
Warum beantwortest Du unsre Fragen nicht?
Über welchen Aufenthaltsstatus verfügt Dein indischer Freund hier in Deutschland?
Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Immanuel Kant)

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Re: Eine indische Geschichte

Beitrag von Franconia » 11.05.2016, 10:33

Efendi II hat geschrieben:@Pipadelle
Warum beantwortest Du unsre Fragen nicht?
Über welchen Aufenthaltsstatus verfügt Dein indischer Freund hier in Deutschland?
Weil der Freund wohl über keine AE verfügt :wink:

...Vermutung: er reist mit einem Schengenvisa (ggf. unechtes Jahresvisa) hier ein, verbringt ein paar Monate hier in denen er illegal und verbotswidrig (selbständig) arbeitet und geht dann wieder zurück nach Indien...

Aber warum mit so lästigen Dingen wie AE, Arbeitserlaubnis, etc. herum schlagen. Wir lesen es doch von der TE schwarz auf weiß das ihr Freund unter HSP leidet und mit allem was nur den kleinsten Druck auf ihn ausüben könnte (Behördenkram) überfordert ist und depressiv wird. Da lässt Mann das dann besser ganz weg um sich nicht dem Druck der bösen dt. Regeln auszusetzen, vor allem wenn sich dann noch eine Frau findet, die ebenso sensibel ist, die dt. Gesellschaft auch für unmenschlich hält und ihn so wie er ist unterstützt *Ironie off* :roll:
Liebe Grüße
Franconia

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Re: Eine indische Geschichte

Beitrag von Efendi II » 11.05.2016, 11:00

Franconia hat geschrieben:
...Vermutung: er reist mit einem Schengenvisa (ggf. unechtes Jahresvisa) hier ein, verbringt ein paar Monate hier in denen er illegal und verbotswidrig (selbständig) arbeitet und geht dann wieder zurück nach Indien...
Da dürfte allerdings die Ausreise nicht so völlig problemlos vonstatten gehen.
Ein "unechtes Jahresvisum" bekommt man nicht einfach so, dazu muss man schon über eine längere positive Visahistorie verfügen.
Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Immanuel Kant)

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Re: Eine indische Geschichte

Beitrag von Franconia » 11.05.2016, 11:09

Efendi II hat geschrieben:
Franconia hat geschrieben:
...Vermutung: er reist mit einem Schengenvisa (ggf. unechtes Jahresvisa) hier ein, verbringt ein paar Monate hier in denen er illegal und verbotswidrig (selbständig) arbeitet und geht dann wieder zurück nach Indien...
Da dürfte allerdings die Ausreise nicht so völlig problemlos vonstatten gehen.
Ein "unechtes Jahresvisum" bekommt man nicht einfach so, dazu muss man schon über eine längere positive Visahistorie verfügen.
Naja, wenn er sich an die 90/180 Tage Regel hält...
Aber ist alles nur Vermutung...

So lange sich die TE dazu allerdings nicht explizit äußert (was sicher seinen Grund hat :wink:), ist die Sache für mich oberfaul, zumindest was den legalen Aufenthalt und die Arbeitserlaubnis des Knaben betrifft.
Liebe Grüße
Franconia

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Re: Eine indische Geschichte

Beitrag von happy mind » 11.05.2016, 11:12

Hallo Pipadelle,

prima, dass du dich weiterhin meldest und uns berichtest.
Auch mich würde der Aufenthaltsstatus deines Freundes interessieren.

Unglaublich erstaunt bin ich über deine Naivität an eine derart komplizierte Verbindung zu glauben.
Mir erscheint es wie ein Klammern nach dem Partner der seelenverwandt erscheint und die gleichen psychischen Eigenschaften besitzt, die ein normales Miteinander in der Gesellschaft oft schwierig gestalten. Immer nah an totalen Reizüberflutungen stehend, Konflikte nicht aushalten und bereinigen zu können/ zu vermögen und somit depressive Phasen und schlimmstenfalls Depressionen als Lebensbegleitung neben sich zu haben, kann für eine bi- kulturelle/ religiöse/ nationale Beziehung ein totales Desaster bedeuten. Hochsensible Menschen neigen zu äusserst starker Empathie dem Partner gegenüber, sodass ein Klammern schnell die Luft zum Atmen nimmt und Heile- Welt- Schaffen wohl nur äussere Stärke verschafft. Wie sieht es mit der inneren Stärke aus? Untastbarbeit ist da eher auch nur ein Begriff Schwäche in Stärke umwandeln zu wollen.

Ferner erstaunt mich dein fehlendes Wissen über Kasten generell. Wenn du froh bist, dass dein Freund in Deutschland " nicht alles versteht", bedeutet es, dass du/ ihr nicht aushalten könntet von Menschen kritisiert zu werden? Wie gehst du dann explizit mit dem Kastensystem in Indien um, mit der unglaublichen Armut und dem Leben der Menschen der unteren Kasten ,die niemals im Leben eine faire Chance bekommen werden? Das ist grausam und muss dich total überfordern.
Wie sieht euer Alltag in Indien aus, wie lebt ihr dort?

Eure Beziehung ist jung, euer Verliebtsein noch vordergründig, eure Hochsensibilität schweisst euch zusammen.
Die nächsten Jahre eures Zusammenlebens werden entscheiden, ob solch eine "explosive" Verbindung Bestand hat. Viel Erfolg!

Lieben Gruß

Desert Dancer
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Re: Eine indische Geschichte

Beitrag von Desert Dancer » 11.05.2016, 12:09

HSP = mMn Modediagnose, die viele unehrliche/kriminelle Menschen nutzen werden/können wenn sie etwas erreichen wollen ohne sich gesellschaftlichen Normen anzupassen bzw. sich selbst nicht anstrengen wollen um etwas zu erreichen. Kurz gesagt, eine Ausrede dafür, dass man(n) nicht tun muss was andere (Partner, Ämter, Gesellschaft) von einem erwarten oder verlangen... :roll:
Deine Definition gefällt mir Franconia. Ich sehe es nämlich auch so... Aber wahrscheinlich bin ich einfach nicht sensibel genug um Verständnis für Hochsensible aufzubringen.

Pipadelle - ich wünsche Euch alles Gute! Aber ich befürchte auch, dass Ihr nicht ewig in Eurer selbstgeschaffenen, kleinen Welt bleiben könnt, wo nur Eure Liebe zählt.
Ehemaliges CIB-Vereinsmitglied

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