Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Austausch über gemachte Bezness - Erfahrungen in diesem Kontinent

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Anaba
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Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitrag von Anaba » 02.05.2014, 23:37

Hallo CheshireCat,

herzlich willkommmen im Namen des Teams 1001 Geschichte.
Das Team von 1001 Geschichte wünscht einen guten Austausch.
Liebe Grüße
Anaba

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anaba@1001Geschichte.de

Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich offen im Gegensatz zu seiner Zeit
zu befinden und laut zu sagen: Nein
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Franconia
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Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitrag von Franconia » 03.05.2014, 00:05

Hallo CheshireCat,

für mich hört es sich schon nach Bezness an.
10 Jahre fliegt er immer wieder zu ihr und finanziert ihr (und ihrer Familie) in diesen Jahren so einiges, was diese sonst nicht erreicht hätte.
Dann erst mal ein längerer Besuch hier um abzuchecken wie lebt er, was könnte noch für sie raus springen. Als klar war, da steckt noch mehr drin als die "paar Euros" die er bislang locker gemacht hat wird geheiratet und gibts dann auch gleich den Aufenthalt in D - und damit noch bessere Möglichkeiten an Geld für die heimische Familie zu kommen.

Ich bin sicher, die Familie weiß um die Ehe, vor allem, da ja eine ihrer Schwestern mit hier war.

Was soll man euch raten?
Solange dein Schwager die Augen verschließt obwohl er sieht das es nicht gut läuft, ihm nicht gut geht und er vor allem nicht bereit ist sich gegen seine Frau zu behaupten und ihr z. B. an erster Stelle den Geldhahn zuzudrehen, werden auch eure Worte nichts an seiner Situation ändern.
Du schreibst ja, wenn ihr das Thema "seine Frau" anschneidet, dann macht er dicht.
Entweder will er es nicht hören weil er immer noch an das Gute bei seiner Frau glaubt oder er blockt aus Scham ab, denn es ist immer schwer anderen gegenüber (auch oder gerade wenns die eigene Familie ist) solche Dinge offen zu legen.

Ich denke wichtig ist, dass ihr ihm mit Worten oder Gesten immer wieder signalisiert: egal was ist, egal wie schlimm es ist, wir stehen hinter dir und helfen dir. Wenn er merkt, er hat euren Rückhalt und bekommt keine Vorhaltungen von euch, dann öffnet er sich vielleicht und ihr könnt zusammen die nächsten Schritte überlegen.

Das sollte dann zuerst einmal sein, dass er jede Geldzahlungen an seine Schwiegerfamilie einstellt - egal mit welchen Tragödien seine Frau kommt.
Bietet ihm evtl. an euch mal für einige Zeit alleine zu besuchen, damit er etwas Abstand zu seiner Frau und der ganzen Situation bekommt. Möglicherweise sieht er mit etwas räumlichen Abstand seine Ehe mit anderen Augen als wenn er im Alltagstrott ist, wo er sich anscheinend mit allem abgefunden zu haben scheint.

Ich hoffe, er wacht rechtzeitig auf, nicht erst nach 3 Jahren, denn dann hat seine Frau hier ihren Aufenthalt sicher und wird dann noch krasser ihr wahres Gesicht zeigen als die ganze Zeit schon.
Liebe Grüße
Franconia

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Zwoelfe
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Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitrag von Zwoelfe » 03.05.2014, 07:47

Liebe CheshireCat , es hört sich für mich eher wie der klassische "Beznessfall" asiatischer Frauen an . Ich kenne das zwar hauptsächlich von thailändischen und philipinischen Frauen - tippe aber hier eher auf die thailändische Variante ... Burma und Thailand sind nicht so weit auseinander und die Philipinen sind katholisch - was das Muster ein klein wenig verändert .

Mal krass gesagt : asiatische Männer sind am europäischen Markt nicht so der Renner wie zB Schwarzafrikaner und in vielen asiatischen Kulturen hat es Tradition , das arme Familien ihre Töchter "verkaufen" manchmal für ein paar Jahre , manchmal für immer . Die Hoffnung der Familie schwankt zwischen besseren Zeiten für die Familie - die Tochter zurück kaufen - oder besseres Leben durch Konkubinat , gefestigt durch die Geburt eines Sohnes - oder eben durch den Verkaufspreis für die Tochter .

Im Allgemeinen lernen auch nur Frauen "aus gewissen Kreisen" Weiße kennen - Ausnahmen bestätigen die Regel . Die armen Familien wissen sehr wohl um die Tätigkeit ihrer Töchter , doch nichts ist in einigen asiatischen Kulturen so wichtig wie das Gesicht zu wahren . Jeder weiß , was die Frauen machen , doch jeder spricht - wenn überhaupt - von einer "Haushaltstätigkeit in der großen Stadt" . Zur Freude vieler weißer Männer nimmt sie ihn mit zur Familie , um ihn dort als "Wohltäter" zu präsentieren , während er an eine Präsentation als Schwiegersohn glaubt . Es wird aber alles vermieden , was bei Nachbarn den Anschein erwecken könne , es sei eine Ehe/ein Schwiegersohn . Jeder weiß es - bei der burmesischen Familie auch - dass da eine Ehe besteht , aber alle tun so , als ob dem nicht so wäre . Und natütlich wird der Weiße meist verachtet - und im Gegensatz zum Landsmann kann sie es dem Mann auch noch durch ihr Verhalten zeigen ... affektiertes Verhalten und "Krankheiten" sind anerkannte dortige Verhaltensformen - manche davon aber nur bei weißen Männern .

Mal ganz abgesehen davon , dass wir auf viele asiatische Völker "merkwürdig" wirken und es für Frauen aus diesen Kulturkreisen nicht einfach ist , die Ehe mit dem Mann auszuführen , sind diese Frauen dazu angehalten , den "Gönner"ehemann ständig und laufend um Geld anzugehen - das ist ihr Arbeitsauftrag : die Familien zu sponsern . Persönliche Befindlichkeiten sind völlig unerheblich - selbst bei einem Landsmann im Konkubinat wären diese ständigen Betteleien an der Tagesordnung .

Was , wenn die Aufenthaltserlaubnis durch ist ? Das käme darauf an , ob die Frau alleine hier leben kann . Hartz IV und Familiennachzug ist da nicht so der Renner . Hartz IV ist nur im Zusammenhang mit "lohnenden" mit Männerbekanntschaften erstrebenswert . Solange es aber bei dem Ehemann noch was zu holen gibt - warum scheiden ? Leider habt Ihe keinen Einfluß darauf , ob sie ihn sein gesamtes Vermögen abnimmt - dann in die Heimat geht und sich dort einen Ehemann kaufen und ein burmesisches Leben führen kann .

Wenn Dein Verwandter nicht von alleine aufwacht - und da würde nur hier selbst lesen oder selbst nach asiatischen Traditionen googlen , entsprechende Fernsehberichte sehen - diese Form der Sklaverei für junge Frauen versuchen engagierte Frauen vor Ort abzuschaffen ... ansonsten nimmt das seinen Lauf .

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Nilopa
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Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitrag von Nilopa » 03.05.2014, 14:43

Hallo CheshireCat,

Du hast geschrieben:
Aber mein Schwiegervater - ein Haustyrann vom alten Schlag und zudem inzwischen stocktaub - findet seine neue Schwiegertochter einfach toll. Endlich mal eine Frau nach seinem Geschmack, die - im Wortsinne - vor ihm kuscht, immer lächelt und ihn von vorne bis hinten bedient.
Naja, sie weiß vielleicht, dass bei ihm auch noch Einiges an finanziellen Zuwendungen zu ergattern wäre. :roll:

Vielleicht hat sie ja sogar bereits die ein oder andere Verwandte/Bekannte im Sinn, die sie ihm gerne vorstellen möchte. :mrgreen:
oder auch Dein eigener Mann (jeder Mann?) wäre möglicherweise ein lohnendes Ziel? :shock:

Warum auch nicht? Es wäre in "beznesserischem Sinn" nur konsequent und logisch. :evil:

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Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitrag von Nilopa » 03.05.2014, 16:12

Und wie oft sie bei meinem Mann und mir Thema ist, denn er hatte immer ein ausgesprochen enges Verhältnis zu seinem "kleinen" Bruder.
Sein "kleiner" Bruder könnte Deinem Mann evt. auch langsam mal ein bißchen mehr "egal" sein.

Der "Kleine" bereist Burma immerhin seit mehr als zehn Jahren und sollte daher eigentlich längst am besten wissen,
wie "Land und Leute" dort funktionieren. Er wird auch am besten wissen, warum er die "Exotinnen" so sehr schätzt,
dass er sein Geld dort so "großzügig investiert" :roll: hat.

Hätte er Euch tatsächlich selbst um Hilfe gebeten, wäre es eher zu verstehen. :wink:
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Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitrag von Nilopa » 03.05.2014, 17:13

Laut Erzählungen meines Schwagers war sie dort die Wohltäterin der ganzen Nachbarschaft und auch engagiert in einem japanischen Projekt, das in Burma Schulen baut. Diese letzte Story stimmt auch, denn mein Schwager hat den Projektleiter gesprochen, das ist alles seriös.
Warum sollte der Projektleiter oder ein anderer Nachbar ihm gegenüber etwas anderes sagen,
sonst wären wohl logischerweise weitere finanzielle Zuschüsse durch den Schwager und seine Burmesin ausgeblieben!

Sie ist sozusagen diejenige, welche den "Zapfhahn" zur europäischen Geldquelle fest im Griff hat. :oops:
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Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitrag von Nilopa » 03.05.2014, 17:52

Erstaunt es Dich also umso mehr, dass sie das alles nun aufgegeben zu haben scheint? :?
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Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitrag von Nilopa » 03.05.2014, 18:20

...und egal, ob bei ihrer Wohltätigkeit/Engagement auch so mancher Euro geflossen ist,
dies ist vermutlich vielmehr Bestandteil einer "Gesichtswahrungstaktik",
deren Bedeutung weiter oben von userin Zwoelfe schon dargelegt wurde.

So gesehen, wird der Aufenthalt in Europa in ihrer Heimat evt. als weitergehendes soziales Engagement (z.B. Werben für Spendengelder) verschleiert werden,
nebst "Haushaltstätigkeit im europäischen Ausland", somit wäre eine "ehrenvolle" Rückkehr nach ein paar Jahren durchaus noch denkbar.

Und wer weiß, vielleicht eröffnet sie ja ein burmesisches Restaurant in D, mithilfe der finanziellen Unterstützung des Schwagers doch durchaus auch denkbar?!
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Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitrag von kkj » 03.05.2014, 21:38

Nunja, den kleenen Bruder werdet ihr laufen lassen müssen, solange er es nicht sieht oder sehen will, dass da was schief läuft. Ich glaube, das meinte Nilopa auch. Ihr könnt ihm seine Einsicht und seine Entscheidungen so oder so nicht abnehmen - also warum sich daran reiben?

Allerhöchstens könnt ihr versuchen zu signalisieren, dass ihr für den Bruder da seid, egal was kommt. Das beinhaltet allerdings auch zu akzeptieren, wenn er - warum auch immer - seine Beziehung beibehält.
LG
kkj

Nilopa
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Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitrag von Nilopa » 03.05.2014, 22:41

Danke kkj, ja, genauso sehe ich es auch! :)

@CheshireCat, Deinen thread finde ich zwar interessant, weil das Thema Burma neu hier ist,
ansonsten sehe ich es ganz gelassen, da sowohl Du als auch Dein Mann, Dein Schwager, seine Frau, etc. Fremde für mich sind.

Wenn Dich meine Fragen also so sehr berühren, liegt es wohl eher daran,
dass Dich das Ganze vielleicht doch tiefer bewegt, als Du es Dir selbst evt. eingestehen möchtest.

Wenn es Dir aber tatsächlich "schnurzpiepe" ist, dann ist doch "alles ok", Du weißt ja jetzt, dass es Bezness ist und Du trotzdem nix tun kannst. :(

Folglich, von meiner Seite: "sorry, nix für ungut!"
LG Nilopa
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KungShanPing
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Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitrag von KungShanPing » 05.05.2014, 21:33

Ich habe selbst einige Jahre in Asien gelebt (daher mein Chinesischer Nick). Da ich ein sehr interessierter Mensch bin, haben mich meine einheimischen Freundinnen auch ein wenig aufgeklärt.
1. Für einen Großteil der Menschen dort sind die Lebensumstände extrem hart, und es wird nicht zuletzt über die Medien vorgegaukelt, daß wir hier in Europa im gelobten Land sitzen.
2. Asiatische Männer haben das nicht, was wir im Neudeutschen so gern mit Common Sense bezeichnen und das bei uns zumindest noch ansatzweise vorhanden ist, zumindest im Vergleich. Meine Japanischen Freundinnen haben das so ausgedrückt: Deutsche Männer kann man wenigstens rumscheuchen, die kümmern sich...
3. Für die dortigen Kulturen ist eine Ehe eine reine Geschäftsbeziehung, die nicht zuletzt auch der Sicherung des Unterhaltes für die Eltern und die ganze Familie dient, da es keine funktionierenden Sozialversicherungssysteme gibt. Eh er sich's versieht, ernährt Mann die zehnköpfige Großfamilie mit.
4. Das in weiten Teilen ausgeprägte Kastensystem verhindert einen leichten "Aufstieg" aus eigener Kraft. Da kommt eine "Langnase" gerade recht und man muß sich nicht mal für ein tolles Leben sehr anstrengen. Wie sagt meine gute Thai-Freundin: jetzt bin ich auch eine Madam.
usw.
Was ich damit deutlich machen möchte, ist, daß Dein Schwager für seine Frau der absolute Jackpot ist und sie deshalb alles, aber auch alles dafür tun wird, sich diesen zu erhalten. So zum Beispiel auch, indem sie die Respektsperson, nämlich den Schwiegervater umgarnt, da dieser in ihrer Kultur das Sagen hat.
Es ist eher unwahrscheinlich, daß die Beziehung, wie z.B. bei arabischen Männern auf Aussaugen und Abhauen beschränkt bleibt, sie wird Dir wohl noch eine Weile erhalten bleiben.
Ich bin mir sicher, daß sie sich dumm stellt, da dies Teil der Überlebensstrategie ist. Besagte Thailändische Freundin spricht ganz passabel Deutsch...Ihr Deutscher Mann hat davon keine Ahnung und ich bin jedes Mal ganz fasziniert, wie klug sie sich dumm stellen kann.
Skeptisch bin ich auch, wenn sie sagt, daß die Familie gegen die Heirat ist und ihn deshalb nicht sehen will. Da ist mit Sicherheit etwas anderes im Busch, vielleicht ein oder zwei Kinder, die von der Familie mit großgezogen werden. Auch die wissen ein Sparschwein auf zwei Beinen zu schätzen, zumal die Frau im Allgemeinen bei der Familie des Mannes lebt. Oft ist es so, daß z.B. Phillipinas oder Thais ein oder zwei Kinder zu Hause haben und sie machmal jahrelang nicht sehen.
Es tut mir leid, daß ich Dir keine positive Prognose stellen kann. Erfahrungsgemäß werden die Männer durch Zuckerbrot und Peitsche in eine emotionale Abhängigkeit getrieben, aus der sie nicht mehr auftauchen.
Alles Gute für Euch
Irgendwann kommt man an einen Punkt, an dem die Gewissheit, und sei sie auch noch so schrecklich, besser ist als jede Hoffnung.

KungShanPing
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Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitrag von KungShanPing » 06.05.2014, 06:03

Liebe Grinsekatze,
auch ich habe im Verlauf meiner Auslandsaufenthalte unsere doch mehr auf Individualität basierende Gesellschaft wieder zu schätzen gelernt.
Ein männlicher Birmane würde zwar auch mit entsprechendem Drama und Heulen und Zähneklappern konfrontiert werden, wäre aber wesentlich abgestumpfter. Was ein no-go wäre, ist dermaßen über die eigene Familie zu schimpfen, das finde ich in diesem Falle doch sehr ungewöhnlich, genau wie sich gegenüber dem eigenen Ehemann so offensichtlich verächtlich zu zeigen. Da gibt es im Allgemeinen doch zumindest nach außen ein gewisses Maß an Loyalität im Austausch für Versorgung.
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß es den wenigsten Europäern (und sonstigen "westlichen" Männern) klar ist, in welchem Umfang sie Versorgungsleistungen in Richtung Heimat subventionieren. Eine philippinische Bekannte hat schrankgroße Pakete hinter dem Rücken ihres Mannes verschifft, ganz zu schweigen von den Geldzuwendungen. Da existiert meist auch ein richtiges inoffizielles Netzwerk aus Landsleuten, die Versand, Telefonkarten, Geldflüsse u.ä. günstig organisieren.
Der Nick ist mein chinesischer Name, abgeleitet aus meinem Europäischen. Kung heißt z.B. Geschick- wie in Kung Fu.
VG
Irgendwann kommt man an einen Punkt, an dem die Gewissheit, und sei sie auch noch so schrecklich, besser ist als jede Hoffnung.

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Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitrag von Zwoelfe » 06.05.2014, 07:34

Liebe CheshireCat , ich war in den 1970ger Jahren mit einem Singapour Chinesen verheiratet - scheiterte an Mentalitätsunterschieden - und in den 80gern mit einem Srilankaner ... da war es eine Beznesse Variante . Dadurch habe ich jahrzehntelang Einblicke in asiatische Kulturen bekommen , denn damals hatte man noch Kontakt als Asiate zu anderen Asiaten jeglicher Art - daher auch Thailand und Philipinen . Ich war nie in diesen Ländern - nachdem ich hier einiges kennen lernen durfte , hatte ich dazu gar keinen Bock mehr .

Dieses über die Familie schimpfen , ablästern ec.t bei Deutschen/Europäern hat den ganz einfachen Hintergrund , das die betreffnden Frauen sich auch mal Luft machen wollen - Lapidar ausgedrückt : da hat die Herkunftsfamilie eine losgeschickt zum Beutemachen - wie die damit klar kommt ... mit dem hiesigen Essen , mit der deutschen Familie oder dem Mann im Bett - das interessiert da wirklich keinen . Hin und wieder fühlen sie sich ausgenutzt , verdammt beschissen - aber zu ihren Landsleuten werden sie - nicht mal zur "besten" Freundin" - was sagen - das könnte ja der Famile weiter erzählt werden . Wenn ich hingegen sagen würde : die hat aber gesagt - dann isses ja nur eine Langnase , die ihr "was schlechtes" will . Sich mir gegenüber auszusprechen war so wie anonym im Internet schreiben .

Und in vielen asiatischen Gesellschaften isses halt so , das die Frau eher die Dienerin des Schwiegereltern - speziell der Schwiegermutter - ist . Deren Wohlwollen ist für die Ehefrau weit aus wichtiger wie das des Ehemannes . die Schwiegereltern schlagen häufiger zu wie der Ehemann . Wenn die Ehefrau "grün und blau geschlagen , mit Öl verbrannt" zu dem Mann kommt , wird er - wenn er sie liebt - ihre Wunden versorgen und sie trösten , ihr Ratschläge geben , wie sie mit den Schwiegereltern besser klar kommt und somit Schläge vermeidet . Aber er wird nie zu seinen Eltern gehen und sagen , das sie damit aufhören müssen .

Aus dieser Schublade kommt auch dieses Haare ausreißen und übermäßiges Jammern . Bevor irgendetwas - der erste Schlag - passiert , sicherheithalber laut schreien , winseln , um Gnade bitten - das wird da von klein auf so gemacht . Von indischen/srilankanischen Müttern weiß ich , dass sie "überraschenderweise" ihre kleinen Töchter mit heiß Wasser überbrühen - damit die sich daran gewöhnen und nicht so leiden , wenn es Mann oder Schwiegerfamilie auch tut ... nein , nicht alle tun das - kommt aber vor . "Meine" Thailänderinnen waren regelmäßig stolzer drauf , von ihrer deutschen Schwiegermutter gut angesehen zu sein - das war ihnen wichtiger wie von ihrem Mann . Allein die Tatsache m dass die deutsche Schwiegermutter nicht schlägt , war ihrer Meinung nach ein Zeichen für deren Gunst .

Aber für uns Deutsche sind Asiatinnen wie mit Teflon beschichtet : wir gleiten mit unserer Art an ihnen ab . Dein Schwager wird verachtet , weil ihr von ihm keine "Gefahr" droht . An Deiner Stelle würde ich aufhören , mich an ihr abzuarbeiten . Und herausfinden , ob sie Kinder hat oder woher das Geld für das Restaurant stammt - also große Chancen rechne ich Euch nicht aus . Ob sie sich scheiden läßt , ob sie eurem Schwager alles an Geld abnimmt - die Zeit wirdes zeigen ... Kennst du Kassandrarufe ? Genau das tust Du grade .

Zwoelfe
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Efendi II
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Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitrag von Efendi II » 06.05.2014, 10:17

CheshireCat hat geschrieben:Dann kam plötzlich die überraschende Nachricht, dass die beiden in Burma geheiratet hätten, nach deutschem Recht in der dortigen Botschaft.
Eheschließungen vor Konsularbeamten einer deutschen Auslandsvertretung im Ausland sind gesetzlich nicht mehr vorgesehen. Daher ist eine Eheschließung bei einer deutschen Botschaft/ einem deutschen Generalkonsulat nicht möglich.

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Infos ... ?nn=383016
Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Immanuel Kant)

Franconia
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Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitrag von Franconia » 06.05.2014, 12:21

CheshireCat hat geschrieben:Die beiden wurden von einem Richter in Yangon nach burmesischem Recht getraut, und sind dann mit allen Papieren zur Deutschen Botschaft gegangen, um die Ehe nach deutschem Recht anerkennnen zu lassen.
CheshireCat hat geschrieben:Die Botschaftsangestellten waren bei diesem ganzen Prozedere sehr hilfsbereit, haben meinen Schwager aber auch sehr gründlich und ernsthaft auf die rechtlichen Folgen einer solchen Eheschließung hingewiesen.
es ist zwar löblich, dass dein Schwager auf alle Konsequenzen so einer Heirat hingewiesen wurde, aber diese Hinweise kamen zu spät, so wie ich es auch deinem Post heraus lese.
Dein Schwager hat erst nach Landesrecht geheiratet und ist dann zur Botschaft.
Eine Ehe, die im Ausland geschlossen wurde und nach dortigem Landesrecht rechtlich gültig ist, ist auch hier gültig. Das Kind war also schon in den Brunnen gefallen bevor dein Schwager zur Botschaft ging :(
Aber ich vermute, dass ihn selbst eindringliche Hinweise vor der Heirat nicht von dieser Eheschließung abgehalten hätten.
Liebe Grüße
Franconia

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lalala
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Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitrag von lalala » 06.05.2014, 15:44

hm, das einzige, was ich noch vorschlagen kann, wäre, dass du deinen bruder versuchst in kontakt zu bringen mit einem binationalen verein in seiner umgebung.

Nilopa
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Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitrag von Nilopa » 06.05.2014, 16:54

Hallo CheshireCat,

Du hast geschrieben:
Ich tue mich ausgesprochen schwer damit, die Situation so hinzunehmen, wie sie ist – werde aber genau das im Interesse meiner Nerven und meiner geistigen Gesundheit tun müssen.
Vielleicht hilft es Dir, wenn Du versuchst, etwas Positives an der Situation zu sehen,
wie z.B. das Engagement Deiner Schwägerin für das japanische Schulprojekt in Burma (Myanmar),
davon ausgehend, dass ihr das Engagement dafür tatsächlich selbst am Herzen liegt.

Ich habe ein bisschen gegoogelt und Folgendes bei http://www.plan-deutschland.de gefunden:
Im Mai 2008 richtete Zyklon Nargis in Myanmar gravierende Schäden an. Es war bis dato die schlimmste Naturkatastrophe des Landes. Der Wirbelsturm zerstörte über 50 Prozent aller Schulen.

Über BAJ (Bridge Asia Japan), eine japanische NGO, die seit zehn Jahren in Myanmar aktiv ist, ließ Plan von Juni bis November 2008 insgesamt 21 Schulen reparieren oder neu bauen. Bis zu 10.000 Mädchen und Jungen können so wieder zur Schule gehen. Die Gebäude wurden mit sanitären Anlagen und Möglichkeiten zur Lagerung von Trinkwasser versehen. Weitere Schulgebäude folgten, insgesamt 45 Schulen wurden aufgebaut und renoviert.
offensichtlich eine wirklich gute Sache!
8) LG Nilopa
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Nilka
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Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitrag von Nilka » 07.05.2014, 20:02

grins, Du meinst das ehemalige Engagement meiner Schwägerin, sie ist da raus.... :mrgreen:

zuerst ich
dann ich
demnächst ich
und endliiiiiich ich :wink:
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Nilka
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Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitrag von Nilka » 08.05.2014, 13:37

Hallo CheshireCat,

ich habe die Prioritäten Deiner "lieben Schwägerin" :mrgreen: aufgelistet :lol: :lol: :lol:
Ich wünsche Dir und Deinem Mann viel Kraft, um nicht zu verzweifeln beim Zusehen, wie der Bruder und Schwager zugerichtet und abgezockt wird.

Alles Liebe, Nilka
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Jakobs_Weg
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Re: Bezness? Oder "nur" emotionale Erpressung?

Beitrag von Jakobs_Weg » 08.05.2014, 15:15

Lächeln ist die nobelste Art, dem Feind die Zähne zu zeigen. :mrgreen:
LG, Jakobs_Weg

Nein, nicht alle Orientalen sind Beznesser!

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