Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Austausch über gemachte Bezness - Erfahrungen in diesem Kontinent

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Ukasa
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Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitrag von Ukasa » 20.07.2014, 12:51

Hallo in die Runde,

schon seit sehr langer Zeit lese ich in diesem Forum und auch durch einen großen Teil der wahren Geschichten habe ich mich gelesen. Wie ich auf dieses Forum gestoßen bin, weiß ich nicht mehr. Aber seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen und ich stelle mir immer wieder die Frage, ob ich auch eine von diesen Personen bin, die erst im Nachhinein verstehen, dass sie nur Mittel zum Zweck waren.

Am besten erzähle ich einfach mal meine momentane Situation.

Ich bin ein sehr reisefreudiger Mensch und habe Dank meines Berufes auch immer wieder die Möglichkeit längere Auslandsaufenthalte zu absolvieren. In vielen fremden Kulturen finde ich mich schnell zurecht und kann mich bis zu einem gewissen Grad auch gut auf sie einlassen.

Noch während des Bürgerkrieges war ich das erste Mal für eine kurze Urlaubsreise im Südwesten Sri Lankas, wo man sich einigermaßen sicher aufhalten konnte. Es war ein schöner Aufenthalt und es war einer dieser Orte, an die ich unbedingt für längere Zeit zurückkehren wollte. Nach Abschluss meines Studiums und Beginn der Berufstätigkeit ergab sich dann die Möglichkeit für drei Monate nach Sri Lanka zu gehen.

Nachdem ich mich zunächst an verschiedenen Orten – sowohl an der West- als auch der Ostküste – aufhielt, schlug ich meine Zelte für die restlichen zwei Monate in einem eher touristischen Gebiet am sogenannten „Speckgürtel“ Sri Lankas auf. Dort hatte ich schon schnell ein Stammrestaurant, in das ich immer wieder zum Essen kam.

Dort lernte ich auch Ravi (nicht sein richtiger Name!) kennen. Er arbeitete dort als Kellner. Anfangs hatten wir nicht besonders viel miteinander zu tun. Ein bisschen Smalltalk und das war's. Mit der Zeit unterhielten wir uns aber immer mehr und witzelten gemeinsam herum. Es entwickelte sich immer mehr und spielerisch kamen wir auch ein bisschen in Körperkontakt miteinander. Damit meine ich keine Küsse und Streicheleinheiten, sondern spöttische Frotzeleien wie kneifen und kitzeln.
Ravi fiel mir durch seine Ehrlichkeit und Besorgtheit auf. Er war es immer, der guckte, dass Gäste gut nachhause kamen, wenn sie eigentlich schon viel zu betrunken waren, der das Trinkgeld ehrlich unter dem Personal aufteilte, sich nichts in die eigene Tasche steckte, den Hunden am Strand die Essensreste zum Fressen gab und vergessene Gegenstände (auch Wertgegenstände) solange verwahrte bis sie vom Eigentümer wieder geholt wurden.
Diese Ehrlichkeit kostete ihn irgendwann seinen Job, da er sich gegen das unmoralische Verhalten seines Chefs stellte. Daraufhin wurde er gekündigt und stand vor dem Ende der Saison ohne Job da.
In dieser Phase hatte er dann viel Zeit, die wir zusammen verbrachten. So kamen wir uns immer näher und sind schließlich auch zusammen durchs Land gereist. Dafür hat er seine Ersparnisse mitgenommen und solange alles bezahlt bis das Geld aufgebraucht war. Danach habe ich bezahlt. Wir sind insgesamt sehr billig gereist.
Wir kehrten von unserer Reise zurück und bald war es an der Zeit sich zu verabschieden. Ich flog zurück nach Deutschland.

Zurück in Deutschland verging kein Tag, an dem ich nicht an ihn dachte. Kontakt zu halten war nicht einfach, weil er aus armen Verhältnissen stammt und keinen Zugriff auf Internet hatte. Wir schickten ab und zu eine SMS und telefonierten alle drei, vier Wochen einmal. Ich hatte mit dem Thema eigentlich schon abgeschlossen als ich beruflich wieder nach Sri Lanka kam. Diesmal gleich für ein halbes Jahr.
Ravi hatte inzwischen schon lange eine neue Arbeit gefunden und war wieder als Kellner beschäftigt. Wir teilten uns ein kleines Apartment und verbrachten in diesem halben Jahr einen ganz normalen Alltag miteinander, in dem wir beide arbeiteten und unsere freie Zeit zusammen verbrachten. Das Zimmer habe ich gezahlt, andere Kosten haben wir geteilt, wobei ich einen höheren Anteil trug, da mein Gehalt auch um vieles höher war.
Ab und an gab es natürlich auch Streitigkeiten und Missverständnisse, aber am Ende vertrugen wir uns wieder. Eben wie in einer ganz normalen Beziehung. Ich erlebte in glücklich, traurig, wütend, eifersüchtig, fürsorglich, besorgt, gestresst, entspannt, … also in allen Gemütszuständen. Nicht alles davon hat mir gefallen, aber auch in negativen Situationen konnte man immer seinen positiven sensiblen Charakter erleben.

Dann war auch dieser Aufenthalt zu Ende und der Abschied fiel schwer. Mittlerweile hat er ein Smartphone mit mobilem Internet und wir können über Skype chatten. Wir telefonieren auch und ab und zu läuft die Webcam.

Da ich in absehbarer Zeit wohl nicht mehr nach Sri Lanka kommen werde und ich soviel von seinem Leben mitbekommen habe, er aber nichts von meinem, wird er mich in zwei Monaten besuchen kommen. Er hat ein Visum für sechs Wochen erhalten.

Warum ich das jetzt alles schreibe? Eigentlich hätte ich nie an seiner Ehrlichkeit und an seinen Gefühlen mir gegenüber gezweifelt. Aber ich habe auch die Geschichten gelesen, in denen sich die Partner als perfekte Schauspieler herausgestellt haben und das macht mir Angst. Schließlich kann es bei mir ja genauso sein. Nun hoffe ich, dass ich mit eurer Hilfe und euren Nachfragen vielleicht etwas Licht ins Dunkel bringen kann und dass ihr mich sensibilisiert, auf was ich genau achten soll, wenn mein Freund hier ist.

Mir ist auf jeden Fall bewusst, dass unsere Konstellation – Bezzie hin oder her – schon keine sehr gute Ausgangsposition ist. Wir kommen aus unterschiedlichen Kulturen und sind auch dementsprechend verschieden aufgewachsen. Unser Bildungsstand könnte unterschiedlicher kaum sein. Aber er hat etwas an sich, das mich einfach nicht loslässt und das ich jeden Tag vermisse, wenn ich nicht mit ihm zusammen bin.

Leide ich unter AMIGA?

Vielleicht gibt es neben den ganzen Maghreb-ExpertInnen hier ja auch den oder anderen Sri Lanka Experten, der mich auf Dinge aufmerksam machen kann, die ich bislang komplett übersehen habe.

Ich freue mich auf einen guten Austausch, auch wenn ich Angst davor habe, dass ich mich gerade in eine Sache verrenne, die nicht so ist, wie sie scheint.


Hui.... der Text ist jetzt doch länger geworden als gedacht.

sita
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitrag von sita » 20.07.2014, 13:20

Hallo Ukasa

Herzlich Willkommen im Forum 1001Geschichte,
das gesamte Team wünscht Dir einen informativen und guten Austausch.
Liebe Grüße
sita


Oft gehört mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben

FRIEDRICH HEBBEL

Zwoelfe
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitrag von Zwoelfe » 20.07.2014, 13:59

Liebe Ukasa , die entscheidende Frage ist hier : kann er seiner Familie widerstehen ... und noch wichtiger : kann die Familie der Versuchung widerstehen , einen Sohn in Europa Fuß fassen zu lassen für ihren geldwerten Vorteil ... und wenn ja , wie lange ?

Mein Sri Lankaner war auch einer , der nicht rauchte , nicht trank , nicht bei Rot über die Straße ging und für Karnickel bremste . Trotzdem hat er versucht , kurz vor der Hochzeit einen großen Rauschgiftdeal durch zu ziehen .

Er war zu einer Zeit als Asylant hergekommen , wo die hier noch arbeiten durfte. Er hat sehr schnell begriffen , dass er mit dieser Arbeit , die er hier in Deutschland verrichten konnte , keine großen Summen nach Hause schicken konnte . Als dann für Asylbewerber arbeiten verboten wurde und er Sozialgeld bekam , ging es gleich viel besser , denn so konnte er jede Arbeit unter der Hand annehmen , die er bekam und etwas mehr nach Hause schicken und die Familie war es zufrieden . Die Stellung der Familie ist eine andere wie hier . Was die sagen , wird getan .

Als er mich im siebten Jahr seinen Asylverfahrens kennenlernte und die Hochzeit schon festgelegt war , kam ich dahinter , das die Familie ihre Forderungen an den Sohn , der nun fest in Deutschland war , drastisch erhöht worden waren . Ein neues Haus wurde gebaut und ein Bruder teuer verheiratet . Für die anderen beiden Brüder war vorgesehen , dass sie nach der Eheschließung herkämen und er sollte schon mal die Wohnung und Arbeit besorgen ... er geriet in mittelschwere Panik . Nach sieben Jahren war er schon lange nicht mehr der unschuldige junge Mann , der vielleicht mal war .

War es die Familie , die das verlangte , weil der gesamte Goldschmuck seiner Mutter angeblich für die Reise nach Deutschland drauf ging ?

Ich weiß es nicht .

War es seine eigene Idee , weil er unbedingt reich sein wollte und toll vor seinen Brüder da stehen wollte ?

Ich weiß es nicht .

Verlangte dieFamilie das wirklich von ihm - oder war es ihr schlicht egal , wo das Geld herkam ?

Ich weiß es nicht -

Kann Dir das mit Deinem auch passieren ?

Ich weiß es nicht .

Was ich aber weiß , dass die Ehe mit einem Mann aus sehr fremder Kultur eine Zeitbombe ist . Wird sie jemals überhaupt explodieren ? Und wenn ja , wann ? Im ersten , fünten zehnten Ehejahr ?

Wenn Du Dch schon in diesem Forum eingelesen hast , dann ist dieses Geräusch schon in in Deinem Hinterkopf :

Tick Tack Tick Tack Tick Tack ...

All die anderen Dinge wie Scheitern bei Arbeitssuche , Schwierigkeiten beim Deutsch lernen und die Ehefrau ist im Ernstfall an allem Schuld - das hast Du hier schon oft gelesen , daher erspare ich Dir einen Vortrag .

Zwoelfe
Love all , trust a few and do wrong to none ...

... ich hab`mal gehört , der ist von Shakespeare - oder isses der Glückskeksspruch vom Chinamann nebenan ?

Candy
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitrag von Candy » 20.07.2014, 15:17

Liebe Ukasa,

auch von mir herzlich Willkommen.

Meine jahrelange Betreuung etlicher Sri Lankies hat mich gelehrt,
dass ein Unterschied zwischen den Tamilen und Singhalesen besteht.
Während meiner Arbeit mit ihnen hatte ich immer das Gefühl,
dass die Tamilen noch eine gute Spur sensibler, auch ehrlicher waren
und die "grössere Schlitzöhrchen" m.E. die Singhalesen waren.
Diese Aussage bezieht sich allein auf MEINE Erfahrung!

Es war immer schwierig, wenn irgendwelche Entscheidungen getroffen werden mussten.
Spontan ging wirklich fast nie etwas, weil ständig erst mit der Familie (allen voran Vater) besprochen werden musste.
Oftmals gab es deswegen unnötig viele Behördengänge, weil das, was wir sofort zu Ende hätten bringen können,
jedes Mal wieder und wieder und wieder überlegt (besprochen) werden musste.

Ja, ich habe sie alle, die ich betreute, als sehr nett, hilfsbereit,
nie auffallend, immer zuvorkommen, lieb und freundlich in Erinnerung -
aber auch (sorry, wenn das jetzt sehr hart klingt) oftmals sehr hinterhältig.
Damit meine ich, dass sie es geschickt verstanden, eine Lüge nie als solche zu sehen,
es war dann eben eine andere Wahrheit, nämlich ihre Wahrheit,
die ich nach ihrer Ansicht nicht verstand :wink:
Eine "Wahrheit" die mir mit ihrem ewigen herzzerreissendem
"keep on smiling" vehement versucht wurde unterzujubeln.

Im Anfang habe ich Vieles nicht gleich durchschaut, doch im Laufe der Zeit habe ich gelernt,
ihnen immer einen Schritt vorauszudenken und drei Mal zu überlegen,
wie ich gewisse Angelegenheiten mit ihnen verhandeln kann.
Durchweg haben sie dennoch ihre Dinge hinter Rücks gedreht/geregelt (es waren nur banale, aber wichtige Alltäglichkeiten),
die sie bei Fehlentscheidungen ihrerseits dann im Gespräch mit mir abstritten oder ganz fantastisch schön redeten.

Mir ist auch ihre tiefe Heimatverbundenheit aufgefallen, nein, offen zeigten sie die nicht wirklich.
Aber dadurch, dass ich immer wieder auch privat (in Notfällen) aushelfen musste,
bekam ich bezüglich dessen doch sehr viel mehr mit.

Ich kam sehr gut mit ihrer Mentalität zurecht, war aber bei jeder Handlung gewarnt,
mich nie von ihrem "zielerhoffenden" Charme einwickeln zu lassen.

Eine Beziehung mit deinem Freund in Deutschland wird eine verdammt grosse Herausforderung für dich/euch sein.
Liebe Grüsse
Candy
Moderatorin

Candy@1001Geschichte.de



Wer alles glaubt hat aufgehört zu denken (v.R.J.-M.)

Franconia
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitrag von Franconia » 20.07.2014, 15:20

Hallo Ukasa,

auch von mir ein herzliches Willkommen.
Ukasa hat geschrieben: Er hat ein Visum für sechs Wochen erhalten.
Ich bin an o. g. Satz hängen geblieben und er sorgt bei mir dafür, dass die Warnlampen angehen.

Er wird für 6 Wochen kommen. Wie macht er das, wie hat er es geschafft so lange Urlaub zu bekommen? Ich mag ihm jetzt nicht unbedingt etwas unterstellen, aber so viel Urlaub ist auch für einen dt. Angestellten nicht normal (vor allem nicht am Stück), für den asiatischen Raum aber noch ungewöhnlicher.
Bist du dir sicher das er (noch) arbeitet und vor allem, dass er seine Stelle auch nach dem Urlaub noch hat?

Ich weiß das neben anderen Dingen der Nachweis der Rückkehrbereitschaft für den Erhalt eines Tourivisums ausschlaggebend sind und ich weiß, dass dies oft mit (Gefälligkeits)Schreiben des Arbeitgebers nachgewiesen wird worin die feste Stelle und auch der Urlaub von bis bestätigt werden. Aber ich habe bewusst von Gefälligkeit gesprochen, denn gerade bei einem so langen Urlaub hätte ich erheblich Zweifel ob das was da bestätigt wird der Wahrheit entspricht.

Ich nehme an, er hat das Visum aufgrund deiner Einladung und einer Verpflichtungserklärung von dir bekommen und wird auch bei dir wohnen. Falls ja, dann wirst du nicht nur die Kosten für seinen Aufenthalt hier (überwiegend) alleine tragen müssen sondern stehst auch gegenüber dem Staat in der Pflicht, wenn dein Freund dem Staat irgendwelche Kosten (z. B. weil er nicht ausreist!!) verursacht.

Auch wenn er deiner Beschreibung nach eine ehrliche Haut ist, es bedeutet nicht, dass sich das hier nicht ändern kann. Du hast ihm eine Möglichkeit eröffnet, die er normalerweise aufgrund seiner Situation wohl nie gehabt hätte - ein Urlaub in Europa. Das kann durchaus Begehrlichkeiten in ihm wecken, die er vorher vielleicht nicht hatte.
Behalte bitte deinen klaren Blick bei den du momentan hast, auch dann wenn er hier ist und euer Himmel voller Geigen hängt. Du hast richtig erkannt, es wäre in vielerlei Hinsicht keine Beziehung auf Augenhöhe und auch seine Chancen hier (beruflich) Fuß zu fassen sind aufgrund seiner bisherigen Tätigkeit nicht die Besten.

Wenn er die 6 Wochen bei dir lebt, schließe bitte alle wichtigen Papiere sicher weg, auch deine Kontoauszüge. Es geht ihn nichts an wieviel du hast und verdienst. Je genauer er darüber informiert ist, desto größer ist die Gefahr, dass er Wünsche äußert. Setzte ihm da ganz klare Grenzen, auch auf die Gefahr hin, dass er es nicht versteht und verärgert ist.
Lass dich von ihm zu nichts drängen, auch dann nicht wenn er dir sagt er liebt dich, dir einen Antrag macht und deinetwegen sogar seine Heimat verlassen würde.

Du bist, unabhängig von Bezness, sein Ticket nach Europa und seine Chance auf einen gesicherten Aufenthalt hier.
Ob er es dann wirklich ehrlich meint und dich so liebt wie du es dir vorstellt und verdient hast, kann dir keiner sagen und wird die Zeit zeigen müssen. Aber alleine die Tatsache das er dir in vielen Dingen, vor allem auch in Punkto Einkommen, immer unterlegen sein wird, biete hohes Konfliktpotential.

Überlege dir auch, wie du mit möglichen Wünschen seiner Familie umgehst, die sie ihm vielleicht mit auf den Weg gegeben haben. Wenn du ihre Wünsche erfüllst, auch weil es evtl. für dich nur Kleinigkeiten sind, setzt du damit für die Familie das Signal "da ist was zu holen". Je freigiebiger du jetzt bist, desto größer ist die Gefahr, dass diese Freigiebigkeit und Großzügigkeit in Zukunft ausgenutzt wird - vielleicht nicht direkt durch ihn, aber wohl durch seine Mithilfe als Kontaktperson und Schnittstelle.
Liebe Grüße
Franconia

franconia@1001geschichte.de
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Wenn die Guten nicht kämpfen, werden die Schlechten siegen. (Platon)

Ukasa
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitrag von Ukasa » 20.07.2014, 16:30

Hallo ihr Lieben,

wow, ich bin von der Resonanz (nach so kurzer Zeit!) total begeistert. An dieser Stelle schon einmal Danke für alle Kommentare.


@Zwoelfe: Du hast mit deinem Beitrag den Nagel auf den Kopf getroffen. Man weiß nicht, wie sich ein Mensch entwickeln wird und das ist auch genau das, worüber ich mir so sehr Gedanken mache. Es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass er die Beziehung mit mir deshalb führt, weil er auf Geld, Sex oder Aufenthaltstitel oder was auch immer aus ist. Aber das kann sich, wie du geschrieben hast, schnell ändern, wenn er auf einmal doch den Zugang dazu hat.

Er hat nie viel Geld verdient und gibt doch von dem wenigen, was er hat, immer etwas an andere weiter. Den Großteil seines Verdiensts gibt er seiner Mutter, damit sie dafür Essen kaufen kann. Sein Trinkgeld behält er für sich selber. Wenn ein Freund Geld braucht, dann verleiht er das. Wenn er gerade am Shop steht und es kommt ein Freund vorbei, dann kauft er für ihn auch noch was zu trinken. Wenn einer der Strandhunde krank ist, bringt er ihn zum Arzt und zahlt das Geld. Es gibt unendlich viele Beispiele, die zeigen, dass Geld für ihn eine untergeordnete Rolle spielt, solange genügend zum Überleben da ist.
Zwoelfe hat geschrieben:Liebe Ukasa , die entscheidende Frage ist hier : kann er seiner Familie widerstehen ... und noch wichtiger : kann die Familie der Versuchung widerstehen , einen Sohn in Europa Fuß fassen zu lassen für ihren geldwerten Vorteil ... und wenn ja , wie lange ?
Auch das ist etwas, was ich nur schlecht einschätzen kann. Gefühlt habe ich seine gesamte Familie kennengelernt. Der Kern der Familie ist sehr überschaubar. Er hat einen Bruder und seine Mutter. Dann gibt es natürlich noch eine Reihe an Cousins, Cousinen und Kinder von diesen. Die gesamte Familie lebt in Sri Lanka. Keiner ist irgendwo im Ausland. Seine Mutter ist sehr erpicht darauf, dass er sich gut um mich kümmert - ob das aus Sympathie oder Berechnung geschieht - wer weiß das schon?

Was ich aber weiß , dass die Ehe mit einem Mann aus sehr fremder Kultur eine Zeitbombe ist . Wird sie jemals überhaupt explodieren ? Und wenn ja , wann ? Im ersten , fünten zehnten Ehejahr ?

Wenn Du Dch schon in diesem Forum eingelesen hast , dann ist dieses Geräusch schon in in Deinem Hinterkopf :

Tick Tack Tick Tack Tick Tack ...
Das stimmt nicht ganz. In diesem Forum habe ich mich nicht angemeldet, weil eine binationale Beziehung so viele Probleme beinhaltet, sondern weil mich die Wahren Geschichten so sehr erschüttert haben, dass ich anfange vieles zu hinterfragen. Ohne diese Zweifel würde ich es "einfach" probieren und darauf ankommen lassen. Eine Garantie, dass eine Beziehung hält, gibt einem auch kein deutscher Partner. Ich will mich nur nicht ausnutzen lassen.

@Candy: auch dir vielen Dank für das Teilen deiner Eindrücke.
Auch ich habe die sri lankische Kultur (egal ob Singhalese oder Tamile) als sehr hinterhältig erlebt. Lügen sind an der Tagesordnung und man gönnt seinem besten "Freund" nicht, was er hat. Aber auch in diesen Punkten ist mein Freund ein bisschen anders (AMIGA lässt grüßen?). Er wird richtig sauer, wenn er sieht, wie jemandem Unrecht widerfährt (z.B. ein Tourist richtig abgezockt wird) und ist selber so gutgläubig, dass er sich von anderen über den Tisch ziehen lässt. Als wir zusammen unterwegs waren, musste ich IHM erklären, worauf er achten muss und dass man irgendwelchen Tuktuk-Fahrern in ihren Aussagen nicht vertrauen sollte etc.
Candy hat geschrieben:Mir ist auch ihre tiefe Heimatverbundenheit aufgefallen, nein, offen zeigten sie die nicht wirklich.
Ja, das habe ich auch bemerkt - wobei man das auch sehr offensichtlich bemerkt. Er ist da keine Ausnahme. Er liebt sein Land und hat sich zuvor auch nie darum bemüht z.B. nach Europa zu kommen. Seinen Pass hat er schon seit vielen Jahren, aber einen Antrag hat er nie gestellt. Anfangs meinte er auch, dass er nicht nach Deutschland will. Dann - als er verstanden hat, dass ich nicht unbedingt in Sri Lanka leben wollen würde - meinte er, egal wo, er will mit mir zusammen sein. Aber nach wie vor würde er am liebsten mit mir in Sri Lanka leben.
Eine Beziehung mit deinem Freund in Deutschland wird eine verdammt grosse Herausforderung für dich/euch sein.
Ja, das stimmt. Leider werden wohl auch keine sechs Wochen Besuch zeigen können, ob es funktioniert oder nicht (außer es wird in den sechs Wochen schon klar, dass er hier nicht zurecht kommt)

@Franconia: Das mit dem Visum ist eine ganz einfache Sache. Ich habe mich sehr intensiv informiert und mit ihm alle Punkte besprochen. Die sechs Wochen Urlaub sind natürlich unbezahlt und liegen in der Nebensaison, wo es mit Arbeit ohnehin nicht so rosig aussieht. Momentan arbeitet er fast nur am Wochenende, weil unter der Woche tote Hose herrscht. Ab und zu gibt es einen Gelegenheitsjob.
Franconia hat geschrieben: Ich weiß das neben anderen Dingen der Nachweis der Rückkehrbereitschaft für den Erhalt eines Tourivisums ausschlaggebend sind und ich weiß, dass dies oft mit (Gefälligkeits)Schreiben des Arbeitgebers nachgewiesen wird worin die feste Stelle und auch der Urlaub von bis bestätigt werden. Aber ich habe bewusst von Gefälligkeit gesprochen, denn gerade bei einem so langen Urlaub hätte ich erheblich Zweifel ob das was da bestätigt wird der Wahrheit entspricht.
Den Wisch kann man in gewisserweise durchaus als Gefälligkeit bezeichnen, weil in dem Brief nicht erwähnt wird, dass er dort z. Zt. nur unregelmäßig arbeitet. Bei dem Arbeitgeber hat er vor langer Zeit mehrere Jahre gearbeitet und ist immer malwieder eingesprungen, wenn Hilfe benötigt wurde. Zu Beginn der Saison wird er dort wieder anfangen.
und auch seine Chancen hier (beruflich) Fuß zu fassen sind aufgrund seiner bisherigen Tätigkeit nicht die Besten.
Qualifizierte Arbeit würde er hier auf keinen Fall bekommen. Das weiß er aber auch. Das ist in Sri Lanka nicht anders. Auch dort ist er nur ein kleiner Fisch im Meer, der von den anderen ausgenommen wird. Dass in Deutschland für ihn über Jahre hinweg wahrscheinlich nicht mehr drin sein wird als Toiletten zu putzen, weiß er.
Überlege dir auch, wie du mit möglichen Wünschen seiner Familie umgehst, die sie ihm vielleicht mit auf den Weg gegeben haben. Wenn du ihre Wünsche erfüllst, auch weil es evtl. für dich nur Kleinigkeiten sind, setzt du damit für die Familie das Signal "da ist was zu holen". Je freigiebiger du jetzt bist, desto größer ist die Gefahr, dass diese Freigiebigkeit und Großzügigkeit in Zukunft ausgenutzt wird - vielleicht nicht direkt durch ihn, aber wohl durch seine Mithilfe als Kontaktperson und Schnittstelle.
Absolut richtig. Ich habe bereits bei meinen Aufenthalten vor Ort schon versucht den richtigen Mittelweg zu finden zwischen "freundlich und großzügig sein" und "nicht zu freundlich und großzügig sein". Z.B. habe ich Tuktuk-Fahrten meistens mit seinem Cousin unternommen und dafür den normalen Preis gezahlt - also den normalen Kilometerpreis und nicht den Touripreis. Ab und zu auch mehr, wenn er wo auf mich warten musste. Seine Mutter hat manchmal für uns gekocht. Da habe ich dann einmal Hühnchenfleisch und ein anderes Mal etwas Gemüse gebracht. Mehr nicht. Bei meiner Abreise habe ich ein zwei Kleidungsstücke für sie dagelassen.
Andere Verwandte haben von mir nichts erhalten.

Ukasa
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitrag von Ukasa » 20.07.2014, 16:34

Achso, was ich noch hinzuügen wollte (gerade in Bezug auf Franconias Beitrag):

Alle objektiven-sachlichen Angaben (sorry, mir fällt kein besserer Ausdruck ein) wie Arbeit, Alter, Familie etc stimmen zu 100 %. Das kann ich zum einen aufgrund der Tatsache sagen, dass ich so lange vor Ort war, seinen Reisepass hatte, uneingeschränkten Zugriff auf sein Telefon, Skype und Facebook hatte bzw habe, seine Familienangehörigen mehrfach getroffen habe (auch ohne Ankündigung, also so dass sie sich nicht vorbereiten und vielleicht noch seine Ehefrau verstecken können), und mir die Informationen von diversen Dorfbewohnern habe bestätigen lassen, die nicht unbedingt alle super-dicke mit ihm sind.

Diese 100 prozentige Sicherheit lässt sich nicht über ein Forum kommunizieren, aber die hard facts, die ich habe, die stimmen definitiv.

Fragt sich nur, ob auch seine Gefühle und seine Absichten stimmen...

Dalama
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitrag von Dalama » 20.07.2014, 17:35

Ukasa hat geschrieben: Er hat nie viel Geld verdient und gibt doch von dem wenigen, was er hat, immer etwas an andere weiter. Den Großteil seines Verdiensts gibt er seiner Mutter, damit sie dafür Essen kaufen kann. Sein Trinkgeld behält er für sich selber. Wenn ein Freund Geld braucht, dann verleiht er das. Wenn er gerade am Shop steht und es kommt ein Freund vorbei, dann kauft er für ihn auch noch was zu trinken. Wenn einer der Strandhunde krank ist, bringt er ihn zum Arzt und zahlt das Geld. Es gibt unendlich viele Beispiele, die zeigen, dass Geld für ihn eine untergeordnete Rolle spielt, solange genügend zum Überleben da ist.
Zwoelfe hat geschrieben:Liebe Ukasa , die entscheidende Frage ist hier : kann er seiner Familie widerstehen ... und noch wichtiger : kann die Familie der Versuchung widerstehen , einen Sohn in Europa Fuß fassen zu lassen für ihren geldwerten Vorteil ... und wenn ja , wie lange ?
Auch das ist etwas, was ich nur schlecht einschätzen kann. Gefühlt habe ich seine gesamte Familie kennengelernt. Der Kern der Familie ist sehr überschaubar. Er hat einen Bruder und seine Mutter. Dann gibt es natürlich noch eine Reihe an Cousins, Cousinen und Kinder von diesen. Die gesamte Familie lebt in Sri Lanka. Keiner ist irgendwo im Ausland. Seine Mutter ist sehr erpicht darauf, dass er sich gut um mich kümmert - ob das aus Sympathie oder Berechnung geschieht - wer weiß das schon?


@Candy: auch dir vielen Dank für das Teilen deiner Eindrücke.
Auch ich habe die sri lankische Kultur (egal ob Singhalese oder Tamile) als sehr hinterhältig erlebt. Lügen sind an der Tagesordnung und man gönnt seinem besten "Freund" nicht, was er hat. Aber auch in diesen Punkten ist mein Freund ein bisschen anders (AMIGA lässt grüßen?). Er wird richtig sauer, wenn er sieht, wie jemandem Unrecht widerfährt (z.B. ein Tourist richtig abgezockt wird) und ist selber so gutgläubig, dass er sich von anderen über den Tisch ziehen lässt. Als wir zusammen unterwegs waren, musste ich IHM erklären, worauf er achten muss und dass man irgendwelchen Tuktuk-Fahrern in ihren Aussagen nicht vertrauen sollte etc.
Mal angenommen, er ist tatsächlich auch nach unseren Maßstäben eine ehrliche Haut und ein "Gutmensch":

Nach deinen Schilderungen kann ich mir vorstellen, dass es dann irgendwann Konflikte zwischen euch gibt, weil die Menschen in seinen Augen hier viel luxuriöser leben als in seiner Heimat und er daher nicht versteht, warum ihr nicht einen Großteil des verfügbaren Einkommens an seine bedürftige Famile schickt.

Efendi II
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitrag von Efendi II » 20.07.2014, 17:39

Ukasa hat geschrieben: Diese 100 prozentige Sicherheit lässt sich nicht über ein Forum kommunizieren...
Welche "Sicherheiten" erwartest Du denn oder genauer gefragt, was erwartest Du überhaupt ?

Eines aber weiß ich genau, eine längerfristige Beziehung, über den Zeitpunkt des Erhalts eines verfestigten Aufenthaltstitels bzw. den Zeitpunkt der Einbürgerung hinaus, solltest Du keinesfalls erwarten.

In der nunmehr über dreißig Jahren andauernden Eheführung mit einer srilankischen Staatsangehörigen ist mir in der umfangreichen Bekanntschaft dieser Community jedenfalls bislang kaum ein srilankischer Mann untergekommen, der mit seiner deutschen Frau viel länger verheiratet war, als es für den Erhalt des unbefristeten Aufenthalts oder zur Einbürgerung nötig gewesen wäre.
Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Immanuel Kant)

leva
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitrag von leva » 20.07.2014, 18:04

Koennt ihr euch denn wirklich vorstellen ,auf Dauer in D zusammenzuleben?
Mir faellt die grosse Ausbildungs/Verdienstmoeglichkeiten Diskrepanz auf.
Wie soll das auf Dauer gehen? Will er fleissig Deutsch lernen,Ausbildung machen etc?

BTW: Die Geschichte, dass ein Einheimischer sich nicht beim Tuk-Tuk Fahren auskennt und die Deutshe Frau ihm das erklaeren muss,fand ich jetzt etwas sehr "witzig".... :D :D

Wie alt seid ihr beiden denn ?

Efendi II
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitrag von Efendi II » 20.07.2014, 18:37

Ukasa hat geschrieben:Er liebt sein Land und hat sich zuvor auch nie darum bemüht z.B. nach Europa zu kommen.

Wozu braucht er dann einen Pass, wenn er nicht die Absicht hat/gehabt hätte ins Ausland zu gehen ? Den Pass gibt's auch in SL nicht zum Nulltarif und bloß so aus Spaß an der Freude beantragt den dort auch keiner.
Seinen Pass hat er schon seit vielen Jahren, aber einen Antrag hat er nie gestellt. Anfangs meinte er auch, dass er nicht nach Deutschland will.

Was sind "viele Jahre" ? In Sri Lanka gilt ein Pass auch nur 10 Jahre und automatisch ohne Antrag bekommt man den jedenfalls nicht.

Unterbreite ihm doch mal den Vorschlag, mit ihm in SL leben zu wollen. Wäre interessant seine Reaktion zu beobachten.

Darf ich noch fragen, zu welcher Ethnie und welcher Religionsgruppe Dein Freund gehört ?
Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Immanuel Kant)

Ukasa
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitrag von Ukasa » 20.07.2014, 18:50

leva hat geschrieben: Wie alt seid ihr beiden denn ?
Hallo leva, ich bin 27, er ist 26.
Efendi II hat geschrieben:In der nunmehr über dreißig Jahren andauernden Eheführung mit einer srilankischen Staatsangehörigen ist mir in der umfangreichen Bekanntschaft dieser Community jedenfalls bislang kaum ein srilankischer Mann untergekommen, der mit seiner deutschen Frau viel länger verheiratet war, als es für den Erhalt des unbefristeten Aufenthalts oder zur Einbürgerung nötig gewesen wäre.
Ich meine, von dir schon einmal hier gelesen zu haben, dass du mehrere Paare in der Konstellation D-Mann und SL-Frau kennst, bei denen es (wie ja ansceinend bei dir auch) klappt. Wo glaubst du liegen da die Gründe? Was ist so anders an der Konstellation SL-Mann und D-Frau? Klar, Männer in Sri Lanka haben einen höheren Stand als Frauen und mehr Freiheiten, aber gibt es noch etwas, das darüber hinaus geht, was ich nicht im Blick habe?

Und zu seinem Reisepass: den hat er seit 2007. Damals war wohl der Plan, dass er mit Freunden zu einem Cricket-Turnier oder sowas nach Indien reist. Der Pass war zunächst auch nur für die südasiatischen Länder und den Mittleren Osten, wurde aber am gleichen Tag um alle Länder erweitert. Der Pass trägt keine Ablehnungsstempel von irgendwelchen Schengen-Visa. Es kann natürlich auch sein, dass er vorhatte nach Malaysia zum Arbeiten zu gehen (o.ä.) und er deswegen den Pass hat.
Allerdings glaube ich ihm, dass er den Pass quasi seit der Ausstellung nicht mehr in den Händen gehalten hat. Er dachte z.B. dass er bereits abgelaufen sei und hatte seine Mutter angerufen, damit sie nachgucken kann. Die musste den dann erst einmal aus irgendeiner hinteren Ecke im Schrank hervorkramen. (bei dem Telefonat war ich dabei. Das habe ich also alles gehört)

(damit dass er keinen Antrag gestellt hat, meinte ich keinen Visums-Antrag)
Unterbreite ihm doch mal den Vorschlag, mit ihm in SL leben zu wollen. Wäre interessant seine Reaktion zu beobachten.
Darüber wäre er sehr erfreut. Das ist ja ohnehin das, was ihm am liebsten ist. Er hatte auch gemeint, ich solle das Geld für das Flugticket nach Deutschland (ja, das habe ich bezahlt) lieber in ein eigenes Ticket nach Sri Lanka investieren. Er möchte auch, dass ich nach seinem Besuch wieder nach Sri Lanka komme.
Klar, das sind natürlich auch nur die Dinge, die er SAGT.
Da du dich aber mit Sri Lanka anscheinend gut auskennst, weißt du sicherlich auch, dass diese Vorstellung von ihm (dass wir zusammen in Sri Lanka leben) nichts ungewöhnliches ist. Dort gibt es zahlreiche Ehen zwischen Eurpäerinnen und Sri Lankern. Das sind auch viele mit großem Altersunterschied, die eher den Eindruck einer Zweckehe erwecken, aber es gibt auch viele gleichaltrige Paare, die seit Jahren erfolgreich zusammen auf der Insel leben. Von demher denke ich schon, dass das ein Zukunftsmodell ist, das ihm sehr zusagt.
Ich für meinen Teil möchte allerdings nicht dauerhaft in Sri Lanka leben. Das habe ich auch so kommuniziert. (Deswegen auch seine Aussage: "egal wo, Hauptsache mit dir")
Zuletzt geändert von Ukasa am 20.07.2014, 18:54, insgesamt 1-mal geändert.

Ukasa
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitrag von Ukasa » 20.07.2014, 18:53

Efendi II hat geschrieben: Darf ich noch fragen, zu welcher Ethnie und welcher Religionsgruppe Dein Freund gehört ?
Er ist buddhistischer Singhalese, der allerdings auch schonmal vergisst, dass Poya-Tag ist, wenn er sehr beschäftigt ist. An Dämonen und dergleichen glaubt er nur sehr bedingt. Ebenso misst er der Sternen-Konstellation keine große Bedeutung bei.
Gleichzeitig ist er aber sehr engagiert, wenn helfende Hände für Almosengaben oder dergleichen gebraucht werden. Wenn etwas Großes ansteht, besucht er auch vorher durchaus den Tempel und wirft ein paar Münzen ein (z.B. vor dem Besuch bei der dt. Botschaft).

leva
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitrag von leva » 20.07.2014, 19:03

Ausser der Frage zum Alter ,hast du nichts von mir beantwortet?
Warum ist er nur Kellner? Hat er auch im eigenen Land keine Ambitionen,etwas beruflich zu erreichen?
Wie soll das dann in D gehen? Fremdes Land,fremde Kultur,fremde Sprache?
Lernt er schon Deutsch?
Ich glaube dir,dass er ein "sanftmuetiger" Mann ist,aber wo ist der Drive fuer mehr?
Wenn du nach SL kommen wuerdest und evtl weiter als Entsendete/Angestellt deines AGs arbeitest,verdienst du doch gut Geld und muss evtl alle mit durchfuettern und er bleibt Kellner? Das ist doch auf Dauer kein Leben fuer dich mMn.
Das ist doch auch unter Einheimischen keine normale Paar Kombi,dass sich eine Akademikerin mit einem Kellner verheiratet.

Ukasa
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitrag von Ukasa » 20.07.2014, 19:17

Hallo leva,
leva hat geschrieben: Warum ist er nur Kellner? Hat er auch im eigenen Land keine Ambitionen,etwas beruflich zu erreichen?
Warum er "nur" Kellner ist? Wahrscheinlich zum einen, weil die Nachfrage sehr hoch ist und es somit vergleichsweise einfach ist, einen derartigen Job zu finden. Zum anderen aber auch, weil er wohl nicht wirklich großartige andere Möglichkeiten hatte. Eine gute Ausbildung war aufgrund der familiären und finanziellen Situation nicht möglich. Große Ambitionen hat er aber auch nicht, weil ihm das, was er kriegt, im Prinzip ja reicht - zumindest in der Hauptsaison. Die Nebensaison ist das Problem.
Ein großer Geschäftsmann ist er nicht. Damit hätte er ohnehin keinen Erfolg, weil er nicht auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist.
Wie soll das dann in D gehen? Fremdes Land,fremde Kultur,fremde Sprache?
Das weiß ich auch nicht und ich hoffe, dass der Besuch da etwas mehr Aufschluss liefert. Bislang hat er sein Land noch nie verlassen und dementsprechend auch keine Vorstellung davon, was es bedeutet, in einem fremden and zu leben. Wie ich schon schrieb, ist ihm durchaus bewusst, dass er in Deutschland immer in einer niedrigen Schicht sein wird.
Lernt er schon Deutsch?
Nicht intensiv. Er ist leider auch nicht der Begabteste, wenn es darum geht eine Sprache zu lernen. Ich will erst einmal gucken, wie er hier zurecht kommt. Deutsch lernen kann er dann immernoch.
Ich glaube dir,dass er ein "sanftmuetiger" Mann ist,aber wo ist der Drive fuer mehr?
Das hängt natürlich von der Definition von "Drive" ab. Mir scheint, du koppelst das eng an beruflichen Erflg und finanzielle Prosperität. Für ihn liegt der Drive wohl eher darin, ein glückliches Leben zu führen mit Frau und Kindern an seiner Seite.
Wenn du nach SL kommen wuerdest und evtl weiter als Entsendete/Angestellt deines AGs arbeitest,verdienst du doch gut Geld und muss evtl alle mit durchfuettern und er bleibt Kellner? Das ist doch auf Dauer kein Leben fuer dich mMn.
Das ist auch keine Option, da das arbeitstechnisch von meiner Seite aus nicht machbar ist. Würde ich dauerhaft in Sri Lanka leben, müsste ich mir vor Ort was suchen. Das habe ich aber nicht vor. Ob er Kellner oder Bänker ist, ist mir persönlich total wurst. Mir ist natürlich schon wichtig, was er intelektuell drauf hat, aber das muss sich nicht in seinem Beruf wiederspiegeln. Er macht als Kellner einen guten Job, warum also nicht? Ich persönlich habe kein Problem damit, wenn ich Hauptverdiener bin solange der Partner nicht nur auf der Couch liegt und die Beine baumeln lässt. Wie das von seiner Seite aussieht, muss ich noch genauer in Erfahrung bringen. Da haben wir noch nicht intensiv drüber gesprochen.

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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitrag von leva » 20.07.2014, 19:25

Ja,beruflicher Erfolg ist mMn wichtig fuer einen Mann.Daher kommt das Selbstwertgefuehl vieler,Ausnahmen gibt es.
Alles was du sonst geschrieben hast,laesst nicht wirklich Motivation vermuten und die sollte er haben,um es zu schaffen,er ist ja noch jung.
Ist er eher" lahm/schlapp/"unmotieviert,wird das in D auch nicht besser.Du kannst ihn nicht motivieren,das muss von ihmselbst kommen,dass meinte ich mit fehlendem Drive.

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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitrag von leva » 20.07.2014, 19:43

Nicht intensiv. Er ist leider auch nicht der Begabteste, wenn es darum geht eine Sprache zu lernen. Ich will erst einmal gucken, wie er hier zurecht kommt. Deutsch lernen kann er dann immernoch.(Zitat Ukasa)
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Wie soll das denn gehen? "Zurechtkommen" ohne Sprachkenntnisse?
Wenn er so an dir interessiert ist,kann er doch auch jetzt schon Deutsch lernen?
Das Argument zaehlt nicht,fuer einen adequaten Partner.

Das Problem des Deutsch lernens haben wir auch gerade bis zur Ermuedung in einem anderen thread besprochen,da kamen auch staendig i-welche Ausreden. :wink:

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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitrag von Efendi II » 20.07.2014, 19:55

Ukasa hat geschrieben:
Ich meine, von dir schon einmal hier gelesen zu haben, dass du mehrere Paare in der Konstellation D-Mann und SL-Frau kennst, bei denen es (wie ja anscheinend bei dir auch) klappt.
Wo glaubst du liegen da die Gründe? Was ist so anders an der Konstellation SL-Mann und D-Frau? Klar, Männer in Sri Lanka haben einen höheren Stand als Frauen und mehr Freiheiten, aber gibt es noch etwas, das darüber hinaus geht, was ich nicht im Blick habe?
Die Stellung der Frau und die Erwartungen die in sie gesetzt werden, unterscheiden sich doch zwischen den Bewohnern der westlichen Länder und den Orientalen ganz erheblich.
Das dürfte Dir doch wohl nicht ganz entgangen sein ?
Der Pass trägt keine Ablehnungsstempel von irgendwelchen Schengen-Visa.
Einen solchen Stempel gibt es doch überhaupt nicht, entweder es gibt ein Visum (per Klebeetikett) oder eben nicht. Die Verwendung von Stempeln für diesen Zweck findet schon seit 10 Jahren (oder länger) nicht mehr statt.
...bei dem Telefonat war ich dabei. Das habe ich also alles gehört..
Dann sprichst Du wohl recht gut Sinhala.
Darüber wäre er sehr erfreut. Das ist ja ohnehin das, was ihm am liebsten ist. Er hatte auch gemeint, ich solle das Geld für das Flugticket nach Deutschland (ja, das habe ich bezahlt) lieber in ein eigenes Ticket nach Sri Lanka investieren. Er möchte auch, dass ich nach seinem Besuch wieder nach Sri Lanka komme.
Hat er denn auch schon konkrete Vorstellungen, wie er dann Eure Brötchen verdienen kann ?
Du bekommst zwar als Ehepartner eines SL-Bürgers ohne weiteres eine Aufenthalts- aber keine Arbeitserlaubnis. Es sei denn Du verfügst über eine ganz außergewöhnliche berufliche Qualifikation (und sprichst zumindest eine der Landessprachen.

Wenn dann erst mal Kinder da sind, wird das Leben auch nicht billiger. Da braucht es schon eine schöne Stange Geld, um dem Kind eine Ausbildung angedeihen zu lassen, die der entspricht, die wir hier in Europa als Mindeststandard erwarten.
Da du dich aber mit Sri Lanka anscheinend gut auskennst, weißt du sicherlich auch, dass diese Vorstellung von ihm (dass wir zusammen in Sri Lanka leben) nichts ungewöhnliches ist.
Obwohl ich seit über dreißig Jahren Sri Lanka besuche und mich auch schon längere Zeit dort aufgehalten habe, würde ich mir nie anmaßen, das zu behaupten. Dazu habe ich dort schon zu viele Überraschungen erlebt, um anzunehmen, dass ich die Psyche und das Verhalten der Menschen dort begriffen habe.
Dort gibt es zahlreiche Ehen zwischen Europäerinnen und Sri Lankern. Das sind auch viele mit großem Altersunterschied, die eher den Eindruck einer Zweckehe erwecken, aber es gibt auch viele gleichaltrige Paare, die seit Jahren erfolgreich zusammen auf der Insel leben.
Selbstverständlich gibt es das (auch). Allerdings ist das (meiner, zugegeben, unmaßgeblichen Meinung nach) auch eine Frage der Begegnung der Partner auf intellektueller Augenhöhe und nicht zuletzt des finanziellen Hintergrunds.

Allerdings liegen mir auch keine statistischen Daten zur Haltbarkeitsdauer solcher Beziehungen vor.

Von den Zukunftsaussichten solcher Beziehungen kann man hier im Forum eine ganze Menge lesen...(und hoffentlich auch lernen).
Von demher denke ich schon, dass das ein Zukunftsmodell ist, das ihm sehr zusagt.
Verständlich sagt ihm das zu, weil es seinen Status als Mann erheblich aufwertet. Eine Suddi ist schon etwas Besonderes für einen Srilanki, allerdings muss er (mit einer hellhäutigen Partnerin) auch überall mehr bezahlen und da stellt sich natürlich die Frage, ob er das dann noch leisten kann ?
Ich für meinen Teil möchte allerdings nicht dauerhaft in Sri Lanka leben.
Wer möchte das schon ? Doch nicht einmal die Srilankis selbst.
Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Immanuel Kant)

Ukasa
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Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitrag von Ukasa » 20.07.2014, 21:56

leva hat geschrieben: Wie soll das denn gehen? "Zurechtkommen" ohne Sprachkenntnisse?
Das Zurechtkommen bezog sich auf den anstehenden Besuchs-Aufenthalt. Um da zurechtzukommen wird er keine Deutsch-Kenntnisse benötigen. Der Besuch kann ihm aber zeigen, ob es sich lohnt, Zeit und Geld in das Deutsch lernen zu investieren - eben wenn er sich ein Leben hier vorstellen kann.
Wenn er so an dir interessiert ist,kann er doch auch jetzt schon Deutsch lernen?
Er kann auch durchaus schon einige grundlegende Sachen, aber er lernt noch nicht systematisch. Er hat ein Heft, in das er Wörter und Sätze schreibt. Das war's dann aber auch schon.
Das Problem des Deutsch lernens haben wir auch gerade bis zur Ermuedung in einem anderen thread besprochen,da kamen auch staendig i-welche Ausreden. :wink:
Ich denke, du beziehst dich auf den Thread von Jordan-Love? Da herrscht eine andere Voraussetzung: der Schüttelprinz, wie er so schön genannt wird, möchte möglichst bald für die Arbeit nach Deutschland kommen. Dass er dafür jetzt unbedingt Deutsch lernen muss, liegt doch auf der Hand. Sollte mein Singhaya (um auch einen schönen Nicknamen zu verwenden - der Löwe und sinnbildlich für einen singhalesischen Sri Lanker) tatsächlich dauerhaft nach Deutschland kommen, muss er natürlich auch Deutsch lernen - und das muss dann auch auf seine Initiative hin erfolgen!
Alles was du sonst geschrieben hast,laesst nicht wirklich Motivation vermuten und die sollte er haben,um es zu schaffen,er ist ja noch jung.
Ist er eher" lahm/schlapp/"unmotieviert,wird das in D auch nicht besser.Du kannst ihn nicht motivieren,das muss von ihmselbst kommen,dass meinte ich mit fehlendem Drive.
Er hat jetzt nich unbedingt den "Drive" eine hohe Position einzunehmen, aber er hätte z.B. den Willen selbstständig zu arbeiten, nur ist das eben für ihn nicht möglich.
Dass er auf dich nach meiner Beschreibung eher lahm und schlapp wird, liegt wohl daran, dass ich nicht seine gesamte Lebensgeschichte hier erklären kann. Aber gemessen, an den Umständen unter denen er aufgewachsen ist und den Unwidrigkeiten gegen die er sich schon in jungen Jahren wehren musste, sehe ich ihn ganz und gar nicht antriebslos oder lahm. Das, wo er heute steht, (dass er überhaupt Arbeit hat und damit seine Familie ernähren kann und im Dorf als absolute Vertrauensperson angesehen wird) das hat er sich selber über die Jahre erarbeitet. Das ist für mich auch Drive.

Ob das auch für Deutschland reicht? Ich weiß es nicht.
Efendi II hat geschrieben: Die Stellung der Frau und die Erwartungen die in sie gesetzt werden, unterscheiden sich doch zwischen den Bewohnern der westlichen Länder und den Orientalen ganz erheblich.
Das dürfte Dir doch wohl nicht ganz entgangen sein ?
Nein, lieber Efendi, das ist mir nicht entgangen. Ich dachte nur, dass du vielleicht ein paar konkrete Informationen hast, wo genau die Schwierigkeiten lagen - da du ja so nah an der Quelle zu sitzen scheinst.
Einen solchen Stempel gibt es doch überhaupt nicht, entweder es gibt ein Visum (per Klebeetikett) oder eben nicht. Die Verwendung von Stempeln für diesen Zweck findet schon seit 10 Jahren (oder länger) nicht mehr statt.
Habe jetzt auf die Schnelle nichts Sri Lanka-spezifisches gefunden, aber hier die ersten Google-Treffer für "Ablehnung Stempel Schengenvisum":
http://www.kiew.diplo.de/Vertretung/kie ... ation.html
http://www.eriwan.diplo.de/Vertretung/e ... ation.html
http://www.info4alien.de/cgi-bin/forum/ ... 21047570/1
Dann sprichst Du wohl recht gut Sinhala.
Ja, ist zwar noch ausbaufähig, aber durchaus auf einem Niveau, dass ich das Gespräch ohne Probleme verstanden habe.
Hat er denn auch schon konkrete Vorstellungen, wie er dann Eure Brötchen verdienen kann ?
Du bekommst zwar als Ehepartner eines SL-Bürgers ohne weiteres eine Aufenthalts- aber keine Arbeitserlaubnis. Es sei denn Du verfügst über eine ganz außergewöhnliche berufliche Qualifikation (und sprichst zumindest eine der Landessprachen.

Wenn dann erst mal Kinder da sind, wird das Leben auch nicht billiger. Da braucht es schon eine schöne Stange Geld, um dem Kind eine Ausbildung angedeihen zu lassen, die der entspricht, die wir hier in Europa als Mindeststandard erwarten.

[...]
Verständlich sagt ihm das zu, weil es seinen Status als Mann erheblich aufwertet. Eine Suddi ist schon etwas Besonderes für einen Srilanki, allerdings muss er (mit einer hellhäutigen Partnerin) auch überall mehr bezahlen und da stellt sich natürlich die Frage, ob er das dann noch leisten kann ?
Lieber Efendi, die Fragen stellen sich doch gar nicht. Siehe auch mein Kommentar:
Ich für meinen Teil möchte allerdings nicht dauerhaft in Sri Lanka leben.

leva
Beiträge: 2888
Registriert: 27.06.2014, 17:01
Wohnort: USA

Re: Sri Lanka: Leide ich unter dem AMIGA-Syndrom?

Beitrag von leva » 20.07.2014, 22:15

Nach der Lektuere deiner letzten Antworten ,sage ich:Ja,du hast AMIGA....

Findest eine Ausrede/Erklaerung fuer jede Situation.Da hat er ja einen Gluecksgriff gemacht,dass du nicht etwas mehr von ihm einforderst...^^
Ein 27- jaehriger Mann kann doch noch viel erreichen im eigenen Land,wenn er gescheit u. motiviert ist.

Dir kann ich nicht ganz abnehmen,dass du auf Dauer mit einem ungebildeten,einkommenschwachen SL Mann in D leben willst.
Wenn das aber dein Ziel ist,dann kann hier keiner etwas fuer dich tun. :wink:

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