Zukunftsgedanken

zum Thema Bezness

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Anaba
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Zukunftsgedanken

Beitrag von Anaba » 02.06.2018, 16:45

Hallo lieben User,

Reiner hatte die Idee einen Thread zu eröffnen, in dem die User ihre Gedanken über die Veränderungen in unserem Land
und wie sie das persönlich betrifft, niederschreiben können.
Das dieses Thema die User beschäftigt, merken wir jeden Tag.
Es ist in verschiedenen Threads immer wieder ein Thema.
Inzwischen gibt es auch die ersten Wahren Geschichten, die mit diesen Veränderungen zu tun haben.

Hier können wir uns ab sofort darüber austauschen.
Liebe Grüße
Anaba

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Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich offen im Gegensatz zu seiner Zeit
zu befinden und laut zu sagen: Nein
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Nilka
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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von Nilka » 03.06.2018, 09:13

Hallo Rainer,

du kannst hier schon als Ideengaeber den Anfang machen, dann werden wir sehen wie groß das Interesse ist.
Die Kommentare in der Rubrik "Nachrichten" beinhalten auch Zukunftsgedanken. Mal sehen, ob sie hier
z.B tiefsinniger werden.
LG ♥ Nilka
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Rainer
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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von Rainer » 03.06.2018, 17:01

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus.
Oder: Das "Beste" kommt noch!


Liebes Forum.

Wer hätte sich im Jahr 2014 träumen lassen, daß nur ein Jahr später ein nie dagewesener Flüchtlingsstrom in die EU und insbesondere nach Deutschland drängt, dem die offiziellen Stellen nichts entgegenzusetzen hatten.

Meines Erachtens sind ca. 5% der eingewanderten Flüchtlinge tatsächlich asylberechtigt. Bei den restlichen 95% handelt es sich schlichtweg um Asylbetrüger.

Sie sind nicht vor Krieg und Verfolgung geflohen, sondern weil sie in ihren Ländern keine Perspektive haben.

Überbevölkerung ist eine der Hauptursachen davon, wenn Länder verelenden. Irgendwann ist es soweit, daß eine Generation heranwächst, die merkt, daß sie in ihrem Land keine Zukunft hat.

Und dann macht man sich auf die Reise.
(Vorzugsweise nach Deutschland...)

Daß es mit nicht wenigen dieser (hauptsächlich aus jungen Männern bestehenden) Eingewanderten, "gewisse Probleme" gibt, dürfte zwischenzeitlich unübersehbar sein.
Die "kulturellen Bereicherungen", die wir durch Flüchtlinge erlebt haben (und noch erleben werden), konnten wir in den Nachrichten mitverfolgen.

Originalton dieser Leute: "Wir sind gekommen, um zu bleiben!"
(Der Königsweg hierfür besteht natürlich darin, eine deutsche Ehefrau zu finden.)
Im Falle drohender Abschiebung haben sie keine Probleme damit, sich zusammenzurotten, um diese mit Gewalt zu verhindern (Siehe Ellwangen).


Aber werfen wir doch mal einen Blick auf die Bevölkerungsentwicklung einiger Länder:

- Ägypten: 1960: 27 Mio., 2013: 90 Mio. (+ 330 %)
- Afghanistan: 1960 9 Mio., 2016 35 Mio. (+ 388 %)
- Iran: 1960 22 Mio., 2016: 80 Mio. (+ 260 %)
- Nigeria: 1960: 45 Mio. 2016: 186 Mio.(+ 310 %)
- Irak: 1960 7.3 Mio., 2016: 37 Mio. (+ 406 %)
- Syrien: 1960 4.5 Mio., 2016: 18 Mio. (+ 400 %)
- Türkei 1960: 28 Mio. 2016: 80 Mio. (+ 280%)
- Somalia 1960: 2,8 Mio. 2016: 14,3 Mio.(+ 510%)
- Kenia 1960: 8 Mio. 2016: 48 Mio. (+ 600%)

Und der Spitzenreiter:
- Saudi-Arabien: 1960 4 Mio, 2016: 32 Mio. (+ 800%)

In allen aufgelisteten Ländern ist die Bevölkerung weiterhin stark am Ansteigen (nur bei Syrien hat die Kurve kriegsbedingterweise einen Knick bekommen).

Ja, so trockene Zahlen. Allerdings - der gewaltige soziale Sprengstoff, der sich dahinter verbirgt, kann bestenfalls erahnt werden.

Dabei war diese Entwicklung schon seit langem bekannt.
Der Journalist Hoimar von Ditfurth (die etwas älteren von uns werden sich noch an ihn erinnern) sagte in einem Spiegel-Interview von 1984 zu der Überbevölkerungs-Problematik folgendes:
"Wenn nicht sehr bald etwas Entscheidendes geschieht, dann treiben wir einer Katastrophe entgegen, für die es in der bisherigen menschlichen Geschichte kein Beispiel und keinen Vergleich gibt."

Die Überbevölkerungs-Katastrophe wird über kurz oder lang zu Migrationswellen führen, gegen denen der Flüchtlingsstrom 2015 nur ein laues Lüftchen war.
Es ist wie mit einem Wetterbericht, dessen Sturmwarnung man sich auf der Couch "reinzieht", und sich dabei denkt: "Ach naja, wird so schlimm schon nicht werden".
Wenn dieser über einen hereinbricht, sieht die Welt anders aus!

Hier werden Horden von Menschen kommen, die ein komplett anderes Denken als wir Mitteleuropäer haben. Für sie zählt das Recht des Stärkeren.
Einen kleinen Vorgeschmack davon gibt es auf Youtube zu sehen (Suchbegriff: Erfahrung mit Flüchtlingen - Einwohnerin Calais' (Stadt) und ihre "Migrationserfahrungen"),
in dem eine Frau aus dieser Stadt über die dortigen Ereignisse berichtet.

Das was sie schildert, läßt einen geradezu die Haare zu Berge stehen. Sie berichtet von Ereignissen, die man ansonsten nur von Kriegsgebieten her kennt.
Dabei sagt sie u.a. "Sie demonstrieren wegen ihrer Lebensbedingungen, aber je mehr man ihnen gibt, umso mehr verlangen sie".

Es ist reines Wunschdenken, zu glauben, den Bevölkerungsüberschuß vieler Länder (insbesondere Afrikas) durch Finanzhilfen und durch Verbesserung der Lebensbedingungen vor Ort halten zu können.
Egal wieviele Milliarden Euro wir in krisengeschüttelte Länder pumpen, es wird letztendes doch nur der Tropfen auf dem heißen Stein sein
(nicht zuletzt deswegen, weil das Meiste davon - so wie bisher auch schon - in den Taschen einiger weniger verschwinden wird).

Und selbst wenn Hilfsprojekte vor Ort entstünden - warum in einer Fabrik oder auf einem Feld in Afrika für ein paar Euro am Tag schuften,
wenn man in Deutschland ein vielfaches davon fürs Nichtstun bekommt (zusätzlich zu der Rundum-Betreuung)?


Die Zukunft Europas (und Deutschlands) wird davon abhängen, ob es gelingt, sich beizeiten wirkungsvoll vor weiteren Migrationswellen zu schützen.
Derzeit sieht das überhaupt nicht danach aus (ganz im Gegenteil!).


Schaun wer mal...

Wie ist euere Sichtweise zu diesem Thema?

Gruß
Rainer

"Nun sind sie halt da." (Bundeskanzlerin Angela Merkel)



Einige Artikel zu dem Thema:

http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelsp ... 20571.html
http://www.freiewelt.net/reportage/afri ... -10071301/

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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von Nilka » 03.06.2018, 18:58

Hallo Rainer,

ich bin mit jedem deinem Wort einverstanden!

Diese Länder sind mit seiner Vorliebe für Überproduktion eine Zeitbombe.

Ich verstehe nicht, dass man so tut als wäre dieses Problem durch Imigration nach Europa zu lösen sein.
Denn es muss jedem klardenkendem Menschen einleuchten, dass die echten Kriegsflüchtlinge nur ein kleiner Teil der "Asylbewerber" sind und es ist unmöglich, dass Europa diese ganze Überbevölkerung aufnehmen/auffangen kann, ohne selbst zugrunde zu gehen.

Es bleibt nur die Grenzen zu schützen oder/und ... die Potenten zu weniger Potenten machen oder entmannen :mrgreen: Diese Völker sollen diese Angelegenheit in eigene Hände nehmen und handeln oder ... verhungern. Denn von außen lassen sie sich sowieso nichts sagen. Kanibalismus wäre auch eine Option, :twisted: wenn man die humanen Methoden nicht anwenden will.

Es ägert mich, dass das Thema ein Tabu ist, dass keine Partei anfassen möchte. Europa soll nicht für etwas gerade stehen, was sie nicht verschuldet hat. Nur weil jemand dumm und unfähig ist sein Schicksal zu managen, heißt nicht, dass andere dafür büßen sollen.

Wir dürfen nicht vergessen, dass es sich auch um Eroberung der Welt, durch eine bestimmte Ideologie handelt.
Erdogan fordert seine in Europa lebenden Landsleute sich fleißig zu Vermehren, um diese (Europa) zu retten.
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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von Efendi II » 03.06.2018, 22:29

Nilka hat geschrieben:..... und es ist unmöglich, dass Europa diese ganze Überbevölkerung aufnehmen/auffangen kann, ohne selbst zugrunde zu gehen.
Wer halb Kalkutta importiert, der rettet nicht Kalkutta der wird selbst Kalkutta.
- Peter Scholl-Latour -

Glücklicherweise werde ich es nicht mehr erleben, aber ich möchte gerne die Gesichter derjenigen jungen Menschen sehen, die heute noch die Zuwanderung bejubeln, wenn sie sich mit den Ergebnissen dieser Zuwanderung in einigen Jahren auseinander setzen müssen.
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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von Laura Marie » 03.06.2018, 23:51

Nilka schrieb:
Wir dürfen nicht vergessen, dass es sich auch um Eroberung der Welt, durch eine bestimmte Ideologie handelt.
Erdogan fordert seine in Europa lebenden Landsleute sich fleißig zu Vermehren, um diese (Europa) zu retten.
Stimmt: es gibt eben nicht nur das kleine Ziel der Sicherung der eigenen Existenz sondern eben auch dieses. Das kann man durchaus vergessen vor lauter Bezness-Bekämpfung. Gut, dass Du das nochmal erwähnst. Ohne in Panik zu verfallen spricht dies noch einmal mehr für das Hochhalten unserer kostbaren Werte der Demokratie.
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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von Nilka » 04.06.2018, 08:45

Eine opulente Analyse - welche Art von Überschuss der Bevölkerung zu uns kommt. Es lohnt sich zu lesen.
Von keinem anderen Land fühlen sich die Menschen so explizit angezogen und eingeladen wie von Deutschland und seiner Kanzlerin. Kein Wunder, denn es erwartet die Ankömmlinge unbegrenzte staatliche Alimentierung – selbst nach Ablehnung des Asylantrags -, gesundheitliche Vollversorgung, Wohnungen und Häuser werden gebaut, gute Aussichten auf großzügigen Familiennachzug usw. usf.
https://juergenfritz.com/2017/12/09/tie ... inalitaet/
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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von EmilyStrange » 04.06.2018, 10:09

Ich möchte mir bezüglich der Zukunft eigentlich gar keine Gedanken mehr machen, denn ich habe ja doch nur sehr begrenzt Möglichkeit, darauf Einfluss zu nehmen (und das bisschen, welches ich letztes Jahr wahrgenommen habe, hatte genau GAR KEINE Auswirkung :evil: )

Es hab mir viele schlaflose Nächte bereitet, ein oder zwei Angstzustände hatte ich deswegen auch schon (gestiegene Alltagsgewalt, Terrorgefahr etc. pp)

Entweder werde ich für meine Ängste belächelt oder sogar beschimpft oder - so wie mein Mann es tut, hingestellt, als wäre das doch alles schon lange absehbar gewesen, warum ich mich jetzt so anstellen würde. Ich fühle mich von fast niemandem ernstgenommen. Daher bevorzuge ich derzeit die Vogel-Strauß-Taktik und spreche auch nicht mehr über dieses Thema. Ich versuche derzeit mein Leben zu genießen. WAs kommt, das kommt und ich werde sehen, wie ich damit umgehen kann.

Finanziell versuche ich vorzusorgen, aber dennoch JETZT zu leben und zu machen, was möglich ist.

Besonders ärgert mich in der Hinsicht das Verhalten von Alexander Gauland - die AFD ist eh schon der Prügelknabe der Nation und dann macht er so unbedachte und bescheuerte Aussagen. Ist doch klar, dass sich da jetzt alle wieder draufstürzen wie die Geier und schreien können: wir habens ja immer gesagt, alles Nazis! Wie kann man es dem Gegner so leicht machen? :evil: Wenn die AFD eine wirkliche Alternative zu den bisherigen Parteien sein wollte, verspielt sie grad alle ihre Chancen und auch Sympathien bei den Wählern. Ist doch klar, dass so alles weiter geht wie bisher
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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von Efendi II » 04.06.2018, 10:15

Nilka schrieb:
Wir dürfen nicht vergessen, dass es sich auch um Eroberung der Welt, durch eine bestimmte Ideologie handelt. Erdogan fordert seine in Europa lebenden Landsleute sich fleißig zu Vermehren, um diese (Europa) zu retten.
Deshalb möchte ich gerne die erstaunten Gesichter sehen, wenn die heutigen Multi-Kulti-Begeisterten erkennen werden, dass es eben nicht bunt geworden ist, sondern eine andere Ideologie das Regiment übernommen hat. Dann ist nämlich Schluss mit Lustig, dann gelten andere, deren Regeln.
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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von gadi » 04.06.2018, 10:29

Nilka hat geschrieben:Eine opulente Analyse - welche Art von Überschuss der Bevölkerung zu uns kommt. Es lohnt sich zu lesen.
Von keinem anderen Land fühlen sich die Menschen so explizit angezogen und eingeladen wie von Deutschland und seiner Kanzlerin. Kein Wunder, denn es erwartet die Ankömmlinge unbegrenzte staatliche Alimentierung – selbst nach Ablehnung des Asylantrags -, gesundheitliche Vollversorgung, Wohnungen und Häuser werden gebaut, gute Aussichten auf großzügigen Familiennachzug usw. usf.
https://juergenfritz.com/2017/12/09/tie ... inalitaet/
Ein prima inhaltsreicher und wirklich informativer Artikel, Nilka, lohnt sich in der Tat sehr, ihn zu lesen!
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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von Efendi II » 04.06.2018, 10:36

EmilyStrange hat geschrieben:Besonders ärgert mich in der Hinsicht das Verhalten von Alexander Gauland - die AFD ist eh schon der Prügelknabe der Nation und dann macht er so unbedachte und bescheuerte Aussagen. Ist doch klar, dass sich da jetzt alle wieder draufstürzen wie die Geier und schreien können: wir habens ja immer gesagt, alles Nazis! Wie kann man es dem Gegner so leicht machen? :evil: Wenn die AFD eine wirkliche Alternative zu den bisherigen Parteien sein wollte, verspielt sie grad alle ihre Chancen und auch Sympathien bei den Wählern. Ist doch klar, dass so alles weiter geht wie bisher
Der Mann hat doch recht, man kann sich doch nicht bei einer tausendjährigen Geschichte nur auf 12 Jahre beziehen, mögen die Verbrechen der Nazis auch singulär und nicht mit anderen Geschehnissen gleichzusetzen sein.

Andere Staaten, Völker und Nationen haben auch dunkle Flecken in ihrer Historie, die sie anscheinend vergessen haben, zumindest sprechen sie nicht darüber und betrafen sogar die Menschen die es tun (Türkei gegenüber den Armeniern). Auf jeden Fall lehnen sie jede Busse, Anerkenntnis ihrer Schuld oder Entschädigung der Opfer grundsätzlich ab, während Deutschland da wohl schon etliches geleistet hat. Auch die Wiedergutmachungen, die Deutschland bisher geleistet hat, sind singulär und suchen ihren Vergleich.

Negativ könnte man höchstens bewerten dass Deutschland heute, den erbittersten Gegnern, Widersachern und Mördern, die sich die Vernichtung der Juden auf ihre Fahnen geschrieben haben, großzügige Hilfe, Unterstützung und Aufnahme gewährt und ihre Tätigkeiten in Deutschland zumindest billigend in Kauf nimmt.
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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von EmilyStrange » 04.06.2018, 11:01

@Effendi - natürlich hat er Recht, aber er hat es einfach (bewusst) provozierend formuliert - warum? Was bringt das, außer Wasser auf die Mühlen der AFD-Gegner?
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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von Nilka » 04.06.2018, 11:03

Es tut mir leid :( , aber das ist auch ein Teil unserer Zukunft:

https://www.epochtimes.de/politik/deuts ... tml?text=1
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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von gadi » 04.06.2018, 11:03

Efendi II hat geschrieben:
EmilyStrange hat geschrieben:Besonders ärgert mich in der Hinsicht das Verhalten von Alexander Gauland - die AFD ist eh schon der Prügelknabe der Nation und dann macht er so unbedachte und bescheuerte Aussagen. Ist doch klar, dass sich da jetzt alle wieder draufstürzen wie die Geier und schreien können: wir habens ja immer gesagt, alles Nazis! Wie kann man es dem Gegner so leicht machen? :evil: Wenn die AFD eine wirkliche Alternative zu den bisherigen Parteien sein wollte, verspielt sie grad alle ihre Chancen und auch Sympathien bei den Wählern. Ist doch klar, dass so alles weiter geht wie bisher
Der Mann hat doch recht, man kann sich doch nicht bei einer tausendjährigen Geschichte nur auf 12 Jahre beziehen, mögen die Verbrechen der Nazis auch singulär und nicht mit anderen Geschehnissen gleichzusetzen sein.

Andere Staaten, Völker und Nationen haben auch dunkle Flecken in ihrer Historie, die sie anscheinend vergessen haben, zumindest sprechen sie nicht darüber und betrafen sogar die Menschen die es tun (Türkei gegenüber den Armeniern). Auf jeden Fall lehnen sie jede Busse, Anerkenntnis ihrer Schuld oder Entschädigung der Opfer grundsätzlich ab, während Deutschland da wohl schon etliches geleistet hat. Auch die Wiedergutmachungen, die Deutschland bisher geleistet hat, sind singulär und suchen ihren Vergleich.

Negativ könnte man höchstens bewerten dass Deutschland heute, den erbittersten Gegnern, Widersachern und Mördern, die sich die Vernichtung der Juden auf ihre Fahnen geschrieben haben, großzügige Hilfe, Unterstützung und Aufnahme gewährt und ihre Tätigkeiten in Deutschland zumindest billigend in Kauf nimmt.
Meiner Meinung nach sind solche Aussagen der AFD alles andere als "unbedacht" sondern vielmehr genauestens kalkuliert und bedacht. Mann will Aufsehen erregen, man will, das darüber geredet wird, mit "Erfolg".

Als "Fliegensch..." hätte ich Deutschlands dunkelste 12 Jahre allerdings nicht bezeichnet. Auch wenn es anders gemeint ist, es muss ein Schlag ins Gesicht der damaligen Opfer/deren Nachkommen sein.
Imad Karim hat es für meinen Geschmack besser ausgedrückt in seiner Rede zum "Neuen Hambacher Fest":
Ich aber als Humanist begriff die NS-Zeit als deutsche Katastrophe und eine zeitlose Verantwortung, alles zu tun, um sie nicht zu wiederholen, weder in Deutschland noch irgendwo anders. Das begangene Verbrechen verstand ich auch und insbesondere als moralische Verpflichtung, dem jüdischen Volk stets zur Seite zu stehen.Wie kann man ein Volk auf zwölf dunkle Jahre reduzieren?
Gleichzeitig aber hoffte ich, dass die Deutschen sich nicht zur Geisel dieses düsteren Teils ihrer Vergangenheit machen, denn mit Selbsthass und Selbstverachtung kann keiner einem Menschen aus einem anderen Kulturkreis ehrliche Liebe und Achtung entgegenbringen.
Schon damals fiel es mir schwer zu begreifen, wie man die so großartige und reiche Geschichte eines Landes, einer Nation und eines Volkes auf zwölf dunkle Jahre, über deren Dunkelheit, Grausamkeit und furchtbare Unmenschlichkeit kein Zweifel besteht, reduzieren kann.
Quelle und mehr:
https://www.epochtimes.de/politik/deuts ... tml?text=1

Aber über diesen Ausspruch redet kaum einer.
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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von EmilyStrange » 04.06.2018, 11:27

gadi hat geschrieben:[
Als "Fliegensch..." hätte ich Deutschlands dunkelste 12 Jahre allerdings nicht bezeichnet. Auch wenn es anders gemeint ist, es muss ein Schlag ins Gesicht der damaligen Opfer/deren Nachkommen sein.
Imad Karim hat es für meinen Geschmack besser ausgedrückt in seiner Rede zum "Neuen Hambacher Fest":

...
So sehe ich das auch, und jemand, der - wenn auch aus Kalkül - auf den Gefühlen von Opfern und Hinterbliebenen rumtrampelt, ist für eine Partei untragbar.

Es ist so...unnötig. Aber für mich nur ein Zeichen des inneren Zerfalls der AFD - sie zersplittern jetzt schon und werden SO niemals eine echte Gegenposition zu den anderen Parteien bilden - dafür sind sie zu uneins. In so einem Rekordtempo die eigene Partei zu zerlegen, hat schon was für sich. Wenn es so weitergeht, und in den nächsten Monaten oder Jahren keine größeren Dinge wie Terroranschläge in Deutschland passieren, wird die AFD bei den nächsten Wahlen nicht mehr über die 10% Hürde kommen
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Laura Marie
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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von Laura Marie » 05.06.2018, 23:03

Ich bin froh, dass sich viele Menschen der Gefahr von rechts bewusst sind. Der Angst statt zu geben, das halte ich für falsch. Es ist eine fruchtbare Zeit, in der wir leben, dennoch sollte sie uns eher herausfordern statt lahmlegen.

Im Kleinen kann man sicher etwas bewegen, da bin ich sicher.

Eine intensive Begegnung mit einem Rechtsradikalen hatte ich für kurze Zeit am Arbeitsplatz. JETZT weiß ich wie ein Krematorium, die düstere Seite der Menschenverachtung "riecht" auf der geistigen Ebene. Nie konnte ich auch nur erahnen, was ich in dieser Zeit erfuhr. Es war eine äußerst spannende Begegnung, die mir schon sehr Angst machte, die ich -GOTT sei Dank- super durchgestanden habe. Als Befürworterin des Lebens auf der Basis des christlichen Glaubens war ein Kampf unvermeidlich.

Auch sehr interessant, wie faszinierend dieser Mann in mancher Situation sein konnte. Ein ganz typisches Kennzeichen, wie ich später erfuhr. Irgendwie muss ja Hitler an die Macht gekommen sein.
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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von Laura Marie » 05.06.2018, 23:13

Nachtrag:

Stolz und dankbar kann ich berichten, dass das Leben gewonnen hat, die Geschäftsleitung Stellung bezog, es zogen andere nach. So wurde dieser Mann zur Verantwortung gezogen. Ich meine, er musste gehen, habe das aber nur gehört.
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Cosja
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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von Cosja » 06.06.2018, 00:08

Ich frage mich oft, und gerade seit diesem Jahr immer öfter, was bewegt die deutschen Politiker dazu, immer mehr Menschen aus völlig anderen Kulturkreisen sowie anderer Sozialisierung permanent ins Land zu lassen, die anstatt der Wirtschaft etwas nützen (Facharbeiter, die doch händeringend benötigt werden), doch beinahe ausschließlich für mehrere Jahre, wenn nicht gar lebenslang für die Asylberechtigten, das Sozialsystem schwächen, wenn nicht gar bis in ein paar Jahren lahmlegen.
Weiter wird ohne mit den Wimpern zu zucken in Kauf genommen u.a.: Gefährdung der Sicherheit im Land, Wohnungsmangel, Unmut bis hin zu Ausschreitungen .. derer, die schon länger hier leben.
Beispiel: Das Gedöns um die Maghreb-Staaten! Mehr Beachtung finden doch derzeit die Diskriminierung algerischer Homosexueller als deutsche Familien mit 1 oder 2 Kindern (oder Alleinerziehende), die verzweifelt bezahlbaren Wohnraum suchen.

Ich bin mir inzwischen beinahe sicher, dass dieser Zustand politisch gewollt ist. Aber ich frage mich: warum?

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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von Efendi II » 06.06.2018, 01:17

Laura Marie hat geschrieben: Irgendwie muss ja Hitler an die Macht gekommen sein.
Falls es für Dich von Interesse sein sollte: "Er wurde gewählt!"
Ein Blick ins Geschichtsbuch kann nicht schaden.

Ansonsten kann ich recht wenig mit Deinem kryptischen Äußerungen anfangen, vielleicht erklärst Du mal einen Dummen was Du mit Deinem Zeilen sagen willst.
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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von Nilka » 06.06.2018, 08:32

Cosja hat geschrieben: Ich bin mir inzwischen beinahe sicher, dass dieser Zustand politisch gewollt ist. Aber ich frage mich: warum?
Es geht mir schon lange genauso :(
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