Zukunftsgedanken

zum Thema Bezness

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gadi
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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von gadi » 06.06.2018, 08:53

Laura Marie hat geschrieben: Eine intensive Begegnung mit einem Rechtsradikalen hatte ich für kurze Zeit am Arbeitsplatz. JETZT weiß ich wie ein Krematorium, die düstere Seite der Menschenverachtung "riecht" auf der geistigen Ebene. Nie konnte ich auch nur erahnen, was ich in dieser Zeit erfuhr. Es war eine äußerst spannende Begegnung, die mir schon sehr Angst machte, die ich -GOTT sei Dank- super durchgestanden habe. Als Befürworterin des Lebens auf der Basis des christlichen Glaubens war ein Kampf unvermeidlich.
Auch sehr interessant, wie faszinierend dieser Mann in mancher Situation sein konnte. Ein ganz typisches Kennzeichen, wie ich später erfuhr. Irgendwie muss ja Hitler an die Macht gekommen sein.
Liebe Laura Marie,

vielleicht magst du die Begegnung mit diesem Mann ja noch ein wenig ausführlicher beschreiben.

Du schreibst von der Wichtigkeit "sich der Gefahr von rechts bewusst sein".
Ich sehe es so: Die "Gefahr" von "rechts, links..woher auch immer" ist eigentlich die Gefahr die von solchen Menschen ausgeht, die andere beherrschen, anderen ihr Weltbild aufdrücken, andere demütigen und an den Pranger stellen, quälen, verletzen möchten, mit engem Weltbild und dabei teils dumpf, einfältig und brutal, mit ins Gehirn gehämmerten Parolen, teils als "Schreibtischtäter", kühl kalkulierend den Mob antreibend oder "pseudowissenschaftlich zerredend" (aber deshalb nicht weniger oder vielleicht noch mehr verachtenswert) vorgehen.

Solche Menschen findet man zu allen Zeiten. Wie die sich nun nennen, um sich "ausleben" zu können, spielt für diese - und auch für mich - eine untergeordnete Rolle.
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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von Anaba » 06.06.2018, 09:14

Laura Marie hat geschrieben:Nachtrag:

Stolz und dankbar kann ich berichten, dass das Leben gewonnen hat, die Geschäftsleitung Stellung bezog, es zogen andere nach. So wurde dieser Mann zur Verantwortung gezogen. Ich meine, er musste gehen, habe das aber nur gehört.
Das ist ja nichts Besonderes.
Es reicht heute schon, Mitglied der AfD zu sein und von Kollegen angeschwärzt zu werden, um den Arbeitsplatz zu verlieren.

Eine intensive Begegnung mit einem Rechtsradikalen hatte ich für kurze Zeit am Arbeitsplatz. JETZT weiß ich wie ein Krematorium, die düstere Seite der Menschenverachtung "riecht" auf der geistigen Ebene. Nie konnte ich auch nur erahnen, was ich in dieser Zeit erfuhr. Es war eine äußerst spannende Begegnung, die mir schon sehr Angst machte, die ich -GOTT sei Dank- super durchgestanden habe. Als Befürworterin des Lebens auf der Basis des christlichen Glaubens war ein Kampf unvermeidlich.
Vielleicht kannst du doch mal etwas näher darauf eingehen, was eigentlich passiert, das letztendlich zur Kündigung dieses Mannes geführt hat.
Liebe Grüße
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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von EmilyStrange » 06.06.2018, 10:04

Cosja hat geschrieben:
Ich bin mir inzwischen beinahe sicher, dass dieser Zustand politisch gewollt ist. Aber ich frage mich: warum?
Ich glaube nicht an die Verschwörungstheorien von wegen "Umvolkung" oder einer Regierung, die sich ein dummeres Wahlvolk heranzüchten möchte.
Vielmehr kommen - wie immer im Leben - mehrere Faktoren zu sammen

1) Die Schuldkultur der Deutschen

2) Der Anteil an grün/links eingestellten Menschen in Journalismus, Presse, Politik und Kultur ist über die Jahre stetig angestiegen

3) Angela Merkel ist ein Mensch, der mit allem und jedem paktiert, wenn es ihrem Machterhalt dient. Die Frau will länger als ihr Mentor Helmut Kohl im Amt bleiben. Das scheint ihr einziges Ziel zu sein. Außerdem versteht sie es perfekt, nichts zu tun und abzuwarten um auszuloten, woher der politische Wind gerade weht, um im entscheidenden Moment mitunter auch eine völlige Kehrtwendung zu machen, die ihrer bisherigen POlitik völlig widerspricht. Hauptsache, sie eckt nicht an. Wohlgemerkt politisch - ob sie beim Volk aneckt, tangiert sie nicht. Das Volk hat schließlich de facto nicht zu entscheiden, ob sie an der Macht bleibt, wie man an den letzten Wahlen gesehen hat.

4) Angela Merkel hat rechtzeitig alle ernstzunehmenden Konkurrenten eliminiert, weggelobt, geschasst. Es gibt aktuell niemanden in den etablierten Parteien, der als Alternative in Frage käme, und dafür hat sie höchstselbst gesorgt.

5) Merkel, Göring-Eckhart, Ensslin, Käßmann haben eins gemeinsam: sie stammen aus Pastorenfamilien (oder sind selbst Pastorin). In dieser Religionsgemeinschaft wird dem Schuldkult, dem schlechten Gewissen und der Selbstkasteiung über die Maßen gefrönt. Der Westen ist an allem Unbill der Welt schuld, uns geht es verdammt nochmal zu gut und nur auf Kosten aller anderer, deswegen haben wir es nicht verdient, ein sorgloses Leben zu führen. Deswegen ist der WEsten allgemein und Deutschland insbesondere nichts schützenswertes und verdient alles Schlechte, was ihm angetan wird.

Und zu schlechterletzt wieder zu Punkt 1: die massive Schuldkultur, die seit dem 2. Weltkrieg zelebriert wurde, hat einem Großteil der Menschen Patriotismus gründlich ausgetrieben. Man wollte, dass wir die Schrecken der Nazizeit niemals vergessen und hat damit erreicht, dass wir uns nur noch auf diese Zeit reduzieren.

Noch bis vor etwa 10 Jahren hätte meine Mutter gesagt: wir haben so viel Schuld auf uns geladen, wir haben kein Recht mehr irgendwem etwas vorzuschreiben oder Ansprüche zu stellen (mittlerweile denkt sie auch anders)

Und: es geht auch wie immer ums Geld. Die Flüchtlingsindustrie ist ein Milliardengeschäft. Jeder will was vom Kuchen abhaben und viele Einrichtungen, Anwälte, Betreuer, Organisatione haben überhaupt kein Interesse daran, dass der Strom abreißt, weil ihnen dann der Geldhahn zugedreht wird.
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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von Efendi II » 06.06.2018, 10:06

Anaba hat geschrieben:Das ist ja nichts Besonderes.
Es reicht heute schon, Mitglied der AfD zu sein und von Kollegen angeschwärzt zu werden, um den Arbeitsplatz zu verlieren.
Nein, in manchen Fällen genügt es schon, wenn man sich positiv zu einem Programmpunkt dieser Partei äußert oder der Aussage eines ihrer Vertreter zustimmt. Es ist beinahe wieder so wie in der DDR, deshalb sollte man mit der Bekanntgabe seiner politischen Ansichten gegenüber Unbekannten schon vorsichtig sein, wenn man noch im Berufsleben steht und seine Auffassungen besser hinter vorgehaltener Hand zum Ausdruck bringen.
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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von gadi » 06.06.2018, 10:15

EmilyStrange hat geschrieben:Ich glaube nicht an die Verschwörungstheorien von wegen "Umvolkung" oder einer Regierung, die sich ein dummeres Wahlvolk heranzüchten möchte.
Vielmehr kommen - wie immer im Leben - mehrere Faktoren zusammen
Deine "Faktoren" treffen meiner Meinung nach alle zu, Emily, sehe ich genauso. Aber da muss - zusätzlich - noch mehr sein. Internationaler. "Resettlement, Relocation, UNO..."
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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von EmilyStrange » 06.06.2018, 10:54

gadi hat geschrieben:
Deine "Faktoren" treffen meiner Meinung nach alle zu, Emily, sehe ich genauso. Aber da muss - zusätzlich - noch mehr sein. Internationaler. "Resettlement, Relocation, UNO..."
Nein, glaube ich nicht.

Letztlich hat sich JEDE politische Aktion der Vergangenheit, hinter welcher ein politisches Komplott vermutet wurde als recht banal entpuppt.

Der Punkt ist: je größer der "Mitwisserkreis", desto geringer die Möglichkeit, ein Geheimnis auch geheim zu halten. Überlege, wieviele Mitwisser existieren müssten, wenn es "nur" auf europäischer Ebene eine Verschwörung geben würde. Wäre es nicht viel wahrscheinlicher, dass schon längst ein Whistleblower mit Fakten und geheimnissen an die Öffentlichkeit gegangen wäre?

Es ist wie mit der fingierten Mondlandung - wäre sie wirklich fingiert gewesen und wären die Russen wirklich zuerst auf dem Mond gewesen, meint ihr nicht, sie hätten das auch in aller Deutlichkeit und Öffentlichkeit so gesagt?

Ich denke eher: fatale Kombination von falschen Menschen auf den falschen Posten plus Gewinnstreben plus dem oben benannten protestantischen Masochismus.

Würde denn heute noch ein Politiker den A... in der Hose haben und im Zweifelsfall eine Geisel zu opfern, um einer Terrororganisation nicht nachzugeben wie im Fall von Schleyer?
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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von gadi » 06.06.2018, 10:59

EmilyStrange hat geschrieben:
gadi hat geschrieben:
Deine "Faktoren" treffen meiner Meinung nach alle zu, Emily, sehe ich genauso. Aber da muss - zusätzlich - noch mehr sein. Internationaler. "Resettlement, Relocation, UNO..."
Nein, glaube ich nicht.

Letztlich hat sich JEDE politische Aktion der Vergangenheit, hinter welcher ein politisches Komplott vermutet wurde als recht banal entpuppt.

Der Punkt ist: je größer der "Mitwisserkreis", desto geringer die Möglichkeit, ein Geheimnis auch geheim zu halten. Überlege, wieviele Mitwisser existieren müssten, wenn es "nur" auf europäischer Ebene eine Verschwörung geben würde. Wäre es nicht viel wahrscheinlicher, dass schon längst ein Whistleblower mit Fakten und geheimnissen an die Öffentlichkeit gegangen wäre?

Es ist wie mit der fingierten Mondlandung - wäre sie wirklich fingiert gewesen und wären die Russen wirklich zuerst auf dem Mond gewesen, meint ihr nicht, sie hätten das auch in aller Deutlichkeit und Öffentlichkeit so gesagt?

Ich denke eher: fatale Kombination von falschen Menschen auf den falschen Posten plus Gewinnstreben plus dem oben benannten protestantischen Masochismus.

Würde denn heute noch ein Politiker den A... in der Hose haben und im Zweifelsfall eine Geisel zu opfern, um einer Terrororganisation nicht nachzugeben wie im Fall von Schleyer?
Emily, auch dieses "mehr" ist keine Verschwörung, sondern nur ein - zusätzlicher, weiterer, passender - Tropfen im Wasserfass.
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leva
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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von leva » 06.06.2018, 14:27

gadi hat geschrieben:
EmilyStrange hat geschrieben:Ich glaube nicht an die Verschwörungstheorien von wegen "Umvolkung" oder einer Regierung, die sich ein dummeres Wahlvolk heranzüchten möchte.
Vielmehr kommen - wie immer im Leben - mehrere Faktoren zusammen
Deine "Faktoren" treffen meiner Meinung nach alle zu, Emily, sehe ich genauso. Aber da muss - zusätzlich - noch mehr sein. Internationaler. "Resettlement, Relocation, UNO..."
Aber was koennte Deutschland davon haben? bisher doch mehr Probleme als Vorteile fuer d Land/Arbeitsmarkt,bis auf die Fluechtlingsindustrie,Belastung der Sozialkassen...

Ich denke Fr Merkel hat im Vorfeld nicht nachgedacht,sich nicht mit Fachleuten beraten....

Die Problematik der nicht integrierwilligen Asylanten/FluechtlingeGastarbeiter?Zuwanderern ist aber wirklich nicht neu.Ich hole jetzt nicht schon wieder meine eigene Geschichte raus..... :D

mE ist D zu lasch mit der Durchsetzung der Anforderungen. In den USA muss sich jede/r den Landes/Arbeitsgetzen anpassten,Sprache lernen,am Anfang jeden Job annehmen,langsam aufsteigen....

Was die Schuldkultur angeht....die USA haben durch Eroberung durch Spanier u Englaender auch auf viel Schuld zu sehen.Die Sklavenhaltung ist auch ein ganz uebles Kapitel....

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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von EmilyStrange » 06.06.2018, 14:50

leva hat geschrieben:
Aber was koennte Deutschland davon haben? bisher doch mehr Probleme als Vorteile fuer d Land/Arbeitsmarkt,bis auf die Fluechtlingsindustrie,Belastung der Sozialkassen...
Das weiß man m.E.n in der Politikebene durchaus, aber wer denkt schon weiter, als bis zur nächsten Wahl? Die Politiker sind abgesichert mit drei bis vierstelligen Monatsbezügen und können sich einen guten Lebensabend machen. Das tangiert die überhaupt nicht, ob hier demnächst noch jemand von seiner Rente leben kann. Ich glaube fast, viele haben gar keinen Bezug mehr zum "realen" Leben - zwischen Dienstwagen, Bonusmeilen, geschenkten Urlauben und Diäten verliert man schnell das Gespür dafür, wie es sein könnte, Flaschen zu sammeln und mit 70 noch Pakete zu schnüren, weil die Mickerrente nicht reicht.

Oder man ist gleich so dummdreist und tönt, der Plebs hätte eben was "Anständiges" lernen sollen :evil:

leva hat geschrieben: Was die Schuldkultur angeht....die USA haben durch Eroberung durch Spanier u Englaender auch auf viel Schuld zu sehen.Die Sklavenhaltung ist auch ein ganz uebles Kapitel....
Amis: Slaverei + Indianer
Spanier: Vernichtung der indigenen Bevölkerung Südamerikas
Türken: Armerniergenzoid
Kambodscha: Genozid an eigener Bevölkerung (PolPot)
China: Kulturrevolution (geschätzt 3 Millionen Tote allein während EINER Hungersnot)
England: Gewaltsame Landnahme in Irland und schottland, Neu Seeland, Australien und Teilen Amerikas und Kanadas bei gleichzeitiger Verdrängung / AUsrottung der indigenen Bevölkerung

könnte man noch ein bisschen weiter führen denke ich

Jedes Land hat sein Päckchen. Vielleicht lag es auch daran, dass Deutschland lange von den Alllierten besetzt und gegeneinander ausgespielt wurde. Das man quasi durch die "Besatzer" ständig ein lebendes Mahnmal an seine Vergangenheit hatte - diese hatten ja durchaus auch ein Interesse Deutschland wehrunfähig zu halten
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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von EmilyStrange » 06.06.2018, 14:53

leva hat geschrieben: mE ist D zu lasch mit der Durchsetzung der Anforderungen. In den USA muss sich jede/r den Landes/Arbeitsgetzen anpassten,Sprache lernen,am Anfang jeden Job annehmen,langsam aufsteigen....
..
Weil die USA ein gänzlich anderes Verhältnis zu sich und ihrer Nation haben. Aus meiner Sicht oft recht unerträglich patriotisch und selbstverliebt, aber auf jeden Fall nicht so selbstzerstörerisch wie die Deutschen.

Amerikanische Verhältnisse will ich nicht - Fahneneid und Salutieren brauchts nicht, aber es muss ja auch mal was zwischen Selbstverliebtheit und Selbsthass geben...gesundes Selbstbewusstsein wäre nett...

Okayismus wenn man so will - ich find mich auch ganz okay, mal mehr, mal weniger - warum nicht auch so mit dem eigenen Land verfahren?

Und dieser Stolz auf die eigene Nation - stolz kann ich sein auf etwas, dass ich selbst geleistet habe. Nicht auf mein Deutschsein, auch nicht auf die Leistungen einzelner Deutscher - so ein Quatsch. Ich kann sie gut finden oder schlecht, mehr aber auch nicht
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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von leva » 06.06.2018, 15:02

Du hast die Rohingya Problematik im Land der Nobelpreistraegerin vergessen.

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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von leva » 06.06.2018, 15:06

EmilyStrange hat geschrieben:
leva hat geschrieben: mE ist D zu lasch mit der Durchsetzung der Anforderungen. In den USA muss sich jede/r den Landes/Arbeitsgetzen anpassten,Sprache lernen,am Anfang jeden Job annehmen,langsam aufsteigen....
..
Weil die USA ein gänzlich anderes Verhältnis zu sich und ihrer Nation haben. Aus meiner Sicht oft recht unerträglich patriotisch und selbstverliebt, aber auf jeden Fall nicht so selbstzerstörerisch wie die Deutschen.

Amerikanische Verhältnisse will ich nicht - Fahneneid und Salutieren brauchts nicht, aber es muss ja auch mal was zwischen Selbstverliebtheit und Selbsthass geben...gesundes Selbstbewusstsein wäre nett...

Okayismus wenn man so will - ich find mich auch ganz okay, mal mehr, mal weniger - warum nicht auch so mit dem eigenen Land verfahren?

Und dieser Stolz auf die eigene Nation - stolz kann ich sein auf etwas, dass ich selbst geleistet habe. Nicht auf mein Deutschsein, auch nicht auf die Leistungen einzelner Deutscher - so ein Quatsch. Ich kann sie gut finden oder schlecht, mehr aber auch nicht
In den USA ist auch alles weniger schlimm,als von D medien dargestellt. Von Trump u furchtbaren school shootings mal abgesehen.

Auch hier gibt es Leute jeder coleur die einfach nur ihr Leben leben wollen u haben mit der grossen Politik im Alltag eher weniger zu tun.

Die illegale Einwanderung von Latinos ist zwar auch problematisch,aber ein anderes Thema,was nicht in diesen thread passt.

In Kuerze:hier (USA) bekommst nix nachgeworfen o vergeben,bei Fehlverhalten.

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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von Wathani » 06.06.2018, 15:45

@Emily Strange
Jedes Land hat sein Päckchen. Vielleicht lag es auch daran, dass Deutschland lange von den Alllierten besetzt und gegeneinander ausgespielt wurde. Das man quasi durch die "Besatzer" ständig ein lebendes Mahnmal an seine Vergangenheit hatte - diese hatten ja durchaus auch ein Interesse Deutschland wehrunfähig zu halten
Das mit Sicherheit - es ging ja auch darum, ein Maximum an Reparationszahlungen rauszuholen - und wehrunfähig halten wollte man D erst recht. Es gab ja auch vor der Wiedervereinigung in Europa jede Menge Gegenstimmen, die kein so großes Deutschland mehr wollten...was soll's, mit dem Morgenthau Plan hätte es uns als Kriegsverlierer härter treffen können...
Weil die USA ein gänzlich anderes Verhältnis zu sich und ihrer Nation haben. Aus meiner Sicht oft recht unerträglich patriotisch und selbstverliebt, aber auf jeden Fall nicht so selbstzerstörerisch wie die Deutschen.
ich glaube das liegt aber auch sehr viel daran, dass in den USA ALLE "Zuagroaste" sind - Urbevölkerung gibt es ja kaum noch. Wenn man also einen gemeinsam Nenner finden wollte/will um den Amerikaner das Gefühl zu geben zusammenzugehören, blieb wohl nur, sie darauf einzuschwören, dass sie EIN Volk sind und stolz auf ihre Nation und ihre Nationalität - ist zumindest vermutlich einer der Gründe
Viele Grüße
Wathani

 "Ursprünglich aber hat niemand an einem Orte der Erde zu sein mehr Recht als der andere." (Immanuel Kant)

Laura Marie

Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von Laura Marie » 06.06.2018, 18:16

Liebe Gadi,

ich danke Dir für Deine Antwort. Ja, natürlich ist es so, dass Menschenverachtung zu jeder Zeit usw. auftritt.
Mit meinem Beispiel wollte ich lediglich eine gedankliche Anregung geben zum Nachdenken.

Nicht einverstanden bin ich, wie so oft mit, Efendis Tonfall. Ich habe keine Lust auf wichtigtuerisches Geschwätz. Auf so etwas habe ich keine Lust in der Freizeit.
Deshalb gibt es auch keine Erläuterung. Ich finde so eine Erfahrung ist etwas Kostbares.



Liebe Grüße
Laura Marie

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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von leva » 06.06.2018, 18:24

Wieso macht efendi sich wichtig u wieso sind seine Beitraege "Geschwaetz"? Ich denke er berichtet genauso aus seinem Leben,wie jeder ander im forum auch.
Jeder will ernst genommen werden....auch du....also Netiquette einhalten....

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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von Anaba » 06.06.2018, 19:14

Laura Marie hat geschrieben:Liebe Gadi,

ich danke Dir für Deine Antwort. Ja, natürlich ist es so, dass Menschenverachtung zu jeder Zeit usw. auftritt.
Mit meinem Beispiel wollte ich lediglich eine gedankliche Anregung geben zum Nachdenken.

Nicht einverstanden bin ich, wie so oft mit, Efendis Tonfall. Ich habe keine Lust auf wichtigtuerisches Geschwätz. Auf so etwas habe ich keine Lust in der Freizeit.
Deshalb gibt es auch keine Erläuterung. Ich finde so eine Erfahrung ist etwas Kostbares.



Liebe Grüße
Laura Marie
Hallo Laura Marie

wenn du hier etwas einstellst, was keiner so recht versteht, ist es doch logisch, dass dazu Fragen gestellt werden.
Wenn du es nicht näher erläutern möchtest, macht eine Diskussion wenig Sinn.
Was du über Efendi schreibst, geht gar nicht.
Bitte ändere deinen Ton.
Es ist übrigens ganz einfach die Ignoriertaste zu betätigen.
Dann musst du auch nicht mehr lesen, was er schreibt.
Liebe Grüße
Anaba

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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von Amely » 07.06.2018, 11:29

EmilyStrange hat geschrieben:
Ich glaube nicht an die Verschwörungstheorien von wegen "Umvolkung" oder einer Regierung, die sich ein dummeres Wahlvolk heranzüchten möchte.
Vielmehr kommen - wie immer im Leben - mehrere Faktoren zu sammen
Hallo Emily,

ich bin extakt deiner Meinung und danke dir für deine Ausführungen.
Meiner Meinung nach hast du es damit auf den Punkt gebracht.
Liebe Grüße Amely

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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von Ann » 30.06.2018, 09:53

EmilyStrange hat geschrieben:
gadi hat geschrieben:
Deine "Faktoren" treffen meiner Meinung nach alle zu, Emily, sehe ich genauso. Aber da muss - zusätzlich - noch mehr sein. Internationaler. "Resettlement, Relocation, UNO..."
Nein, glaube ich nicht.
Amely hat geschrieben:
EmilyStrange hat geschrieben:
Ich glaube nicht an die Verschwörungstheorien von wegen "Umvolkung" oder einer Regierung, die sich ein dummeres Wahlvolk heranzüchten möchte.
Vielmehr kommen - wie immer im Leben - mehrere Faktoren zu sammen
Hallo Emily,

ich bin extakt deiner Meinung und danke dir für deine Ausführungen.
Meiner Meinung nach hast du es damit auf den Punkt gebracht.
Ist die Masseneinwanderung eine Art Naturgewalt ? Nein, die Migrationspolitik der offenen Grenzen von UN, der EU und der Kanzlerin verlaufen nach Plan.

Von Gastautor T.S.


https://vera-lengsfeld.de/2018/06/30/di ... nach-plan/
.

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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von gadi » 04.07.2018, 11:26

Ein interessanter Artikel mit u.a. Bezug zu obigem Post von Ann:

http://www.achgut.com/artikel/der_maste ... ela_merkel

Alte dekadente BRD-Männer gegen Totalitarismus-Produkt der DDR

Am Montagabend, den 2. Juli 2018, mussten wir erleben, dass auch die CSU Teil des Merkellagers bleibt. Die beschlossenen Maßnahmen werden die Migration nicht stoppen, und genau das will Frau Merkel auch nicht, sondern sie will jeden ihr verbleibenden Tag im Amt – und sie weiß, dass ihre Tage gezählt sind – dazu nutzen, dass mehr Migranten in unser Land kommen. Warum hat die CSU erneut darin versagt, den Rechtsstaat wiederherzustellen und unser Land zu schützen? Nun, die Verhandlungsteilnehmer der CSU sind alle Schönwetterpolitiker der alten BRD. Nie haben sie Not oder Krieg erlebt, und ihre größten persönlichen Herausforderungen waren innerparteiliche Machtkämpfe und vielleicht noch Eheprobleme. Sie haben nie wirklich harte Probleme gelöst oder gelernt, sich ernsthaft zu wehren, wenn echte Gefahr droht – offensichtlich haben sie gar verlernt, sie zu erkennen (siehe Euro-Rettung).

Frau Merkel hingegen wurde in einem totalitären System als vitale Führungskraft ausgebildet, sie weiß, was Macht wirklich ist, wie man sie erwirbt, erhält und nutzt und auch, wie man ernsthafte Probleme damit löst. 2015 hat sie die einmalige Chance erkannt, Kraft ihres Handelns unser Land durch eine langsame Zersetzung seiner Bevölkerung für immer zu verändern und damit die ihr wesensfremde Kultur des Rechtsstaats zu zersetzen. Diese Chance hat sie äußerst beherzt ergriffen und umgesetzt, und sie hält weiter an ihrem Ziel der destruktiven Migration fest: Das zeigt der Scheinkompromiss eindeutig. So kann nur handeln, wer Demokratie und Recht in seinem Herzen ablehnt.

Diese Migrationspolitik ist totalitär, denn sie verachtet zur Durchsetzung des utopistischen Ziels eines EU-Staats den nationalen Rechts- und Ordnungsstaat. Die schwachen Schönwetterpolitiker der CSU haben dem nichts entgegenzusetzen. Für das Linsengericht des Koalitionserhalts opfern sie den Rechtsstaat und die innere Ordnung unseres Landes. Wenn das Merkel-Lager so weiter macht, bekommen wir erst eine Opposition und dann eine Regierung, gegen die der üble Teil der heutigen AfD wohlerzogen wirken wird. Und dann Gnade uns Gott.
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Nilka
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Re: Zukunftsgedanken

Beitrag von Nilka » 04.07.2018, 12:49

Kurz gesagt augetrickst durch die Mutti, die alten Männer.

Noch zwei Zitate aus dem Artikel:
Im übrigen führt jede Zuwanderung, die die Assimilationskapazität übersteigt, zu Parallelgesellschaften (Paul Collier). Die Migration ist eindeutig illegal, auch das weiß das Merkel-Lager, denn unsere Verfassung legt in Artikel 16 Abs. 2 klar fest, dass niemand asylberechtigt ist, der Deutschland auf dem Landweg betritt (auch der Luftweg ist eingeschränkt). Selbstverständlich ist das Verfassungsrecht auch stärker als das EU-Recht, auf das sich das Merkel-Lager laufend beruft, denn laut Bundesverfassungsgericht hat jenes immer Primat vor diesem.
Diese eigentliche Absicht des Pro-Migrationslagers wird durch einen plumpen, utopistischen Humanitarismus kaschiert. Die naiven Migrationsbefürworter wie die evangelische Kirche, Teile der Linken, der SPD- oder Grünen-Mitglieder fallen darauf herein. Sie sehen nicht, dass diese Migration menschenverachtend ist, weil sie die Herkunftsländer um Entwicklungschancen bringt und in den Zielländern der Migration die Sozialsysteme, die öffentliche Ordnung und den inneren Frieden zerstört, eine eisenharte Konkurrenz zu unseren eigenen sozial Schwachen erzeugt, zu einem massivem Anstieg der Gewalttaten führt, die wirtschaftliche Entwicklung hemmt und mit der Zeit den sozio-ökonomischen Niedergang bedeutet – was letztlich auch heißt, dass wir niemandem mehr helfen können werden, weder bei uns noch im Ausland.
LG ♥ Nilka
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Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt. Thomas Mann

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